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Umweltministerin Schulze: Gegen Klimakrise kennen wir Impfstoffe

Berlin (dpa) - Bundesumweltministerin Svenja Schulze setzt darauf, dass die Corona-Krise die Bereitschaft der Menschen zum Klima- und Umweltschutz erhöht. «Viele Menschen auf der ganzen Welt spüren im Moment, wie sich Krise anfühlt», sagte die SPD-Politikerin am Montag in Berlin zum Auftakt internationaler Klimaschutz-Gespräche. «Ich vertraue daher darauf, dass künftig auch mehr Menschen bereit sind, mehr zu tun gegen die langfristigen Umweltrisiken, die uns sonst drohen - die Klimakrise und die Zerstörung der Ökosysteme.» Die Klimakrise sei nicht weg, auch wenn die Aufmerksamkeit gerade auf der Pandemie liege, mahnte Schulze. «Anders als beim Kampf gehen das Corona-Virus kennen wir die Impfstoffe gegen die Klimakrise bereits. Sie sind verfügbar, sie sind bezahlbar und sie machen unser Leben besser.» Das seien etwa Energie aus Wind und Sonne, Elektromobilität, Recycling, energie-autarke Gebäude oder eine widerstandsfähige Landwirtschaft. Bei der zweitägigen Videokonferenz mit Ministerin aus rund 30 Ländern geht es darum, wie die Folgen der Corona-Krise abgefedert werden können. Das Pariser Klimaabkommen zur Begrenzung der Erderwärmung solle «auch weiterhin der Kompass sein», sagte Schulze mit Blick auf staatliche Hilfen für die Wirtschaft . Konkret stelle sich zum Beispiel die Frage, ob mit Steuergeldern die Nachfrage nach fossilen Verbrennungsmotoren angekurbelt werde oder nach neuer Mobilität und emissionsfreien Motoren.

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