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Wilde Tiere, Indianer-Angriffe und fremde Krankheiten: Der Forscher Percival Fawcett kämpfte Anfang des 20. Jahrhunderts im Regenwald mit vielen Gefahren. «Die versunkene Stadt Z» erzählt seine Lebensgeschichte. Mit dabei: Robert Pattinson.

München (dpa) - Robert Pattinson ist kaum wiederzuerkennen. Ein langer Vollbart und eine kleine, kreisrunde Brille verstecken die markanten Gesichtszüge, für die der «Twilight»-Star bekannt ist. Doch schauspielerisch macht das keinen Unterschied: Im Film «Die versunkene Stadt Z» kann der 30-Jährige als vernünftigstes Mitglied einer Abenteurer-Gruppe überzeugen.

Im Mittelpunkt steht aber jemand anders: «Die versunkene Stadt Z» erzählt die Geschichte des britischen Forschers Percival Fawcett (Charlie Hunnam, 36, «Sons of Anarchy»), der für Landvermessungen nach Bolivien geschickt wird. Fawcett kämpft sich gemeinsam mit seinem Begleiter Henry Costin (Robert Pattinson) und einem kleinen Team durch den Dschungel im Amazonas-Gebiet. Dort stößt er auf Spuren einer alten Zivilisation und ist fest davon überzeugt: Mitten im Urwald muss eine Stadt gestanden haben. Er nennt sie «Z».

Im London des frühen 20. Jahrhunderts begegnet Fawcett vor allem Skeptikern dieser Theorie. Für sie sind die Naturvölker nichts anderes als «Wilde». Das Drehbuch von James Gray («Helden der Nacht») basierend auf einem Buch von David Grann hält für den Zuschauer an diesen Stellen sehenswerte Wortgefechte bereit, denn Fawcett pocht darauf, die Kulturen des Amazonas-Gebiets weiter erkunden zu können. Mit Erfolg.

Noch zwei weitere Male folgt der Film dem überzeugten Forscher in die beeindruckenden Welten des Urwalds, in denen die Abenteurer mit wilden Tieren, überraschenden Angriffen der Einheimischen und immer wieder mit Krankheiten zu kämpfen haben. Jeder Vorfall für sich sorgt für spannungsgeladene Momente und birgt viel Authentizität. Denn Regisseur James Gray ließ den Film tief im kolumbianischen Regenwald drehen. Die Schwierigkeiten der Film-Crew reichten von Schlangen bis hin zu Ausbrüchen von Denguefieber.

Die spannenden Momente können allerdings nur spärlich überdecken, dass dem stolze 140 Minuten langen Film ein großer Spannungsbogen fehlt. «Die versunkene Stadt Z» möchte zu viel erzählen und erzählt daher eine Biografie in Abschnitten statt mit einem roten Faden. Daran ändert auch die gute schauspielerische Leistung sämtlicher Hauptdarsteller nichts.

Neben den bildstarken Ausflügen in den Regenwald spielt immer wieder das fehlende Familienleben Fawcetts eine Rolle. Der Brite ist Vater von drei Kindern, deren erste Jahre er in Südamerika schlicht verpasst. Tatsächlich reiste Fawcett weit öfter nach Südamerika, als der Film zeigt.

Die Thematik des fehlenden Familienlebens flackert stellenweise auf und gipfelt in einem heftigen Streit Fawcetts mit seinem ältesten Sohn. Da die fast krankhafte Obsession des Forschers aber nicht allzu deutlich wird, werden es die Spannungen mit seiner Familie auch nicht. Außer liebevollen Briefen seiner Frau (Sienna Miller) ist vom Leben der Familie während der Reisen nichts zu sehen.

Eben jener Sohn, der sich eine schallende Ohrfeige des Vaters einhandelt, ist einige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg - Fawcett war in Frankreich stationiert und musste auch in dieser Zeit auf jegliches Familienleben verzichten - bereit, mit dem Vater zu einer letzten Reise aufzubrechen. Der plötzliche Abenteuerdrang und die Leidenschaft des Sohnes für das Lebensprojekt des Vaters überraschen. Sicher ist aber: Die Reise im Jahr 1925 wird verhängnisvoll.

Scarlett Johansson in Manga-Verfilmung «Ghost in the Shell» (Mit KORR und Foto)

Berlin (dpa) - Scarlett Johansson ist Star der ersten Realverfilmung von «Ghost in the Shell» nach dem gleichnamigen japanischen Manga. In dem Science-Fiction-Thriller spielt Johansson («The First Avenger: Civil War», «Lucy») einen Cyborg mit Superkräften - halb Mensch, halb Maschine. Als Anführerin einer Sondereinsatztruppe hat sie die Aufgabe, die gefährlichsten Kriminellen der Welt zu stoppen. Sie muss Hacker jagen, die sich in die menschliche Psyche einloggen und ihre Opfer auf diese Weise kontrollieren und steuern - dabei deckt sie ein Geheimnis um ihre eigene Vergangenheit auf. Die original Manga-Story von Masamune Shirow wurde schon in zahlreichen Zeichentrickfilmen und -serien erzählt. Regie bei der Realverfilmung führte Rupert Sanders («Snow White and the Huntsman»). (Ghost in the Shell, USA 2017, 106 Min., FSK noch o.A., von Rupert Sanders, mit Scarlett Johansson, Juliette Binoche, Takeshi Kitano, http://ghostintheshell.tumblr.com/) ACHTUNG: Wegen einer Sperrfrist des Verleihs sendet dpa die Besprechung erst am 29. März.

«Die versunkene Stadt Z»: Abenteuer mit Robert Pattinson (Mit KORR und Foto)

Berlin (dpa) - Der Brite Percival Fawcett (Charlie Hunnam) wird 1906 zu Landvermessungen nach Bolivien geschickt. Gemeinsam mit seinem Trupp rund um Begleiter Henry Costin (Robert Pattinson) kämpft er sich durch den südamerikanischen Regenwald und findet Spuren einer alten Zivilisation. Er ist davon überzeugt: Mitten im Urwald muss eine Stadt gestanden haben. Er nennt sie «Z». Zurück in England kämpft Fawcett gegen Skeptiker seiner Theorie - und organisiert zwei weitere Südamerika-Expeditionen. Dort haben die Abenteurer mit wilden Tieren, überraschenden Angriffen von Einheimischen und immer wieder mit Krankheiten zu kämpfen. Regisseur James Gray ließ den Film im Urwald drehen - und präsentiert so eindrucksvolle Bilder. (Die versunkene Stadt Z, USA 2016, 140 Min, von James Gray, mit Charlie Hunnam, Robert Pattinson, Sienna Miller, http://www.studiocanal.de/kino/die_versunkene_stadt_z)

Aki Kaurismäkis berührendes Drama «Die andere Seite der Hoffnung» (Mit KORR und Foto)

Berlin (dpa) - Der syrische Flüchtling Khaled kommt mit einem Schiff in Helsinki an und beantragt Asyl. Doch weil die finnischen Behörden finden, dass es in Aleppo gar nicht so schlimm ist, soll Khaled abgeschoben werden. Er haut allerdings ab und trifft durch Zufall auf Wikström, der dem Flüchtling Unterschluss bietet und in seinem Restaurant arbeiten lässt. «Die andere Seite der Hoffnung» ist das aktuellste Werk des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki («Der Mann ohne Vergangenheit», «Le Havre»). Bei der Berlinale wurde er für das melancholische Märchen kürzlich mit dem Bären für die beste Regie ausgezeichnet. (Die andere Seite der Hoffnung, Finnland 2017, 98 Min., FSK o.A., von Aki Kaurismäki, mit Sherwan Haji, Sakari Kuosmanen, Ilkka Koivula, http://www.pandorafilm.de/filme/die-andere-seite-der-hoffnung.html)

Computeranimierte Komödie «The Boss Baby» mit ernstem Kern (Mit KORR und Foto)

München (dpa) - Baby gegen Welpen: Um den Konflikt dreht sich die computeranimierte 3D-Komödie «The Boss Baby» aus dem Hause DreamWorks. Eine Firma will nie mehr alternde Hunde entwickeln und damit die Liebe der Menschen von drolligen Babys auf das eigene possierliche Produkt lenken. Die Babys lassen sich das nicht bieten und starten eine Mission: Einer der Manager ist der kleine Bruder von Tim Templeton. Der Siebenjährige sieht sich plötzlich mit einem Brüderchen konfrontiert, der nicht nur Brei spuckend und mit Schnuller daherkommt - sondern im Anzug samt Aktenköfferchen. Der wahre Kern der Geschichte ist der Zwist zwischen Geschwistern und die Veränderung, die ein Baby mit sich bringt. Darüber hinaus lassen die Macher der bunten Fantasie aber freien Lauf und zeigen die Brüder bei ihrem rasanten Rettungsmanöver (The Boss Baby, USA 2016, 86 Min., FSK keine Angabe, von Tom McGrath, http://www.bossbaby-derfilm.de/)

«Una und Ray»: Beängstigendes Missbrauchsdrama über Täter und Opfer

Leipzig (dpa) - Ein Mann missbraucht ein Kind. Er wird verurteilt, geht ins Gefängnis, beginnt nach der Entlassung ein neues Leben. Jahre später begegnet ihm in dem Kinofilm «Una und Ray» sein früheres Opfer - und ein furioser Dialog-Showdown beginnt. Das Missbrauchsdrama von Regisseur Benedict Andrews basiert auf dem Theaterstück «Blackbird» des Briten David Harrower. Es ist eine intensive, harte Kinokost mit zwei formidablen Darstellern: Rooney Mara («Verblendung») spielt eine fragile Frau, deren seelische Wunden nicht verheilen wollen. Ben Mendelsohn («Bloodline») überzeugt schauspielerisch als verurteilter Pädophiler, der Schulgefühle verdrängt hat. («Una und Ray», Großbritannien 2017, FSK ab 12, 94 Minuten, von Benedict Andrews, mit Rooney Mara, Ben Mendelsohn, Riz Ahmed, Tara Fitzgerald, Tobias Menzies)

Ein Skandal Ende der 40er Jahre - «A United Kingdom» (Mit KORR und Foto)

Berlin (dpa) - Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: ein schwarzer Mann und eine weiße Frau Ende sind Ende der 40er Jahre ein Paar und natürlich eine Provokation. Ihre Familien, die eine in Engeland, die andere in Afrika, lehnen die Beziehung genauso ab wie die Regierung des Britischen Empires, die eine diplomatische Auseinandersetzung mit dem rassistischen Apartheid-Regime in Südafrika fürchtet. Die Geschichte hinter dem Film «A United Kindom» ist wahr. David Oyelowo als designierter König des späteren Botsuana und Rosamund Pike als englische Sekretärin überzeugen in ihren Rollen auch durch ihre starken Dialoge. Der Film von Amma Asante ist geprägt von Kontrasten: Einerseits das düstere und verregnete London, andererseits das helle, warme Botsuana. (A United Kingdom, Großbritannien 2016, 111 Min., FSK ab 6, von Amma Asante, mit David Oyelowo, Rosamund Pike, Jack Davenport, http://www.aunitedkingdom.de/)

Oscar-nominierte Doku «Im Am Not Your Negro»

Berlin (dpa) - Martin Luther King Jr., Malcolm X und Medgar Evers - diese drei schwarzen Männer und Bürgerrechtsaktivisten wurden alle in den 1960er Jahren ermordet. Die Dokumentation «I Am Not Your Negro» spürt nun die Hintergründe für diese Taten auf - und gibt zugleich einen Überblick über das heutige Leben und den Alltag von Afroamerikanern in den USA. Der Film wird so zu einer Collage über die Geschichte des Rassismus im Land. Regie führte der auf Haiti geborene Raoul Peck, der kürzlich auch das Drama «Der junge Karl Marx» mit August Diehl in die Kinos brachte. «I Am Not Your Negro» wurde bei der diesjährigen Berlinale mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet und war in der Kategorie Beste Dokumentation auch für einen Oscar nominiert. (I Am Not Your Negro, USA 2016, 93 Min., FSK keine Angabe, von Raoul Peck, http://www.not-your-negro.de)

«Zazy»: Drama um gefährliche Machtspiele

Berlin (dpa) - Auf den ersten Blick handelt es sich bei Zazy um eine sympathische junge Frau. In einem idyllisch gelegenen Ort im Trentino absolviert die 18-Jährige eine Ausbildung zur Schneiderin. Eigentlich aber würde Zazy lieber im Showgeschäft reüssieren. Als sie auf Marianna trifft, eine elegante Dame, deren Mann als Moderator im Fernsehen tätig ist, wittert Zazy ihre Chance. Zusammen mit ihrem Freund macht sie sich daran, Marianna zu manipulieren und mit ihr zu spielen. Zazy hofft, auf diesem Wege endlich ihrem großen Ziel näher zu kommen. Ruby O. Fee, die die Zazy spielt, war vor einigen Monaten in der Teenie-Komödie «Verrückt nach Fixi» zu sehen. Die Regie kommt von M.X. Oberg («Stratosphere Girl»). (Zazy, D/Italien 2016, 104 min, FSK ab 16, von M.X. Oberg, mit Ruby O. Fee, Petra van de Voort, Paul Boche, www.realfictionfilme.de)

«Gaza Surf Club»: Wellenreiter in Krisenregion

Berlin (dpa) - Der Gazastreifen am östlichen Mittelmeer ist eine Region, mit der man gemeinhin eher weniger positive Schlagzeilen in Verbindung bringt. Dass es auch Hoffnungsvolles über diesen schmalen, zwischen Israel und Ägypten gelegenen Küstenstreifen zu berichten gibt, das zeigt uns nun Philip Gnadt mit seiner Dokumentation. Gnadt widmet sich in «Gaza Surf Club» einer Gruppe von Jugendlichen und jungen Männern, die auf dem Meer nach ein wenig Freiheit und etwas Glück suchen. Sie tun dies in schwarzen Neopren-Anzügen und auf bunten Surfbrettern. Wellenreiten ist ihre Art des Protestes. Seine Welt-Premiere feierte der Film im vergangenen Jahr beim Toronto International Film Festival. (Gaza Surf Club, D 2016, 87 min, FSK ab 0, von Philip Gnadt und Mickey Yamine, www.gazasurfclub.de)

«Tanna»: Liebesgeschichte im Südwestpazifik

Berlin (dpa) - Zusammen mit Filmen wie «Toni Erdmann» von Maren Ade und «The Salesman» konkurrierte «Tanna» in diesem Jahr um einen Oscar in der Kategorie bester fremdsprachiger Film. Der Oscar ging an Asghar Farhadis «The Salesman». Für «Tanna» haben die beiden Filmemacher Bentley Dean und Martin Butler sieben Monate auf einer südpazifischen Insel gelebt. Dort ließen die Regisseure sich von den Einheimischen zu einer Liebesgeschichte inspirieren. Es geht um verfeindete Stämme, den Gegensatz von Tradition und Aufbruch, um «eine verbotene Liebe» (so der deutsche Untertitel des Films): Heimlich haben sich Wawa und Dain ihre Treue versprochen. Um einen Streit zu beenden, aber soll Wawa das Mitglied eines verfeindeten Stammes heiraten. (Tanna, Australien/Vanuatu 2015, 100 min, FSK keine Angabe, von Bentley Dean und Martin Butler, mit Mungau Dain, Marie Wawa, Chief Charlie Kahla, www.kairosfilm.de)

Dorfbewohner träumen von Bananenbäumen

Oberndorf (dpa) - Die Oberndorfer sind stinksauer: Ihre Grundschule soll geschlossen werden. Das wollen sich die Bewohner des niedersächsischen Dorfes im Dokumentarfilm «Von Bananenbäumen träumen» nicht gefallen lassen. Finanzielle Mittel müssen her, damit ihr Dorf an der Oste lebenswert bleibt. Drei Jahre hat die Hamburger Filmemacherin Antje Hubert die Dorfbewohner bei ihrem Kampf begleitet. Sie gründen eine Aktiengesellschaft und machen das zu Geld, wovon sie am meisten haben: Gülle. Die wird in einer eigens gebauten Biogasanlage zu Energie umgewandelt, mit der dabei entstehenden Abwärme werden Speisefische in Warmwasserbecken gezüchtet. Sie werden an die Gastronomie verkauft. Eines Tages könnten gleich neben den Welsen auch Bananenbäume wachsen. Solche Visionen sind wichtig, finden die Dorfbewohner. Denn nur so kommt man seinen Zielen näher. (Von Bananenbäumen träumen, D 2016, 92 Min., FSK 0, von Antje Hubert, http://vbbt-derfilm.de/)

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung warnt nach einem Zeitungsbericht vor einer zu starken sozialen Spaltung der Gesellschaft. «Sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu groß und wird erworbener Reichtum als überwiegend leistungslos empfunden, so kann dies die Akzeptanz der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verringern», heißt es im Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung, der der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag) vorliegt.

Weniger privilegierte Bürger empfänden «ihre Anstrengungen vielfach als nicht ausreichend respektiert». Für die Menschen sei es sehr wichtig, «dass sie und ihre Kinder den erreichten Status verbessern oder wenigstens erhalten können». Gebe es Zweifel, «kann dies in allen Gesellschaftsschichten zu Verunsicherung führen», stellt die Regierung demnach fest. Verwiesen wird nach Angaben der Zeitung auf eine Studie, der zufolge «die berufliche Aufstiegsmobilität von Generation zu Generation abgenommen hat».

In einer früheren Fassung des federführenden Arbeitsministeriums waren nach der Abstimmung mit dem Kanzleramt Passagen gestrichen worden, wonach Menschen mit mehr Geld mehr Einfluss auf politische Entscheidungen haben als Einkommensschwache. Dies war in der SPD sowie bei Grünen und Linken auf Kritik gestoßen. Beim Wegfall dieser Passagen ist es in der vorläufig letzten, an die anderen Ministerien weitergeleiteten Fassung geblieben, wie das Blatt schreibt.

Mitten im Zentrum von London rast ein Auto in Fußgänger entlang einer belebten Brücke. Vor dem Parlamentsgebäude attackiert der Angreifer dann einen Polizisten. Die britische Polizei geht von Terrorattacken aus.

London (dpa) - Bei einem Doppelanschlag am britischen Parlament in London sind nach Angaben der Polizei vier Menschen getötet worden, unter ihnen auch der Täter. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt, sagte ein Sprecher von Scotland Yard am Mittwoch. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Terrorverdachts auf und ging von einem Einzeltäter aus. Verbündete reagierten bestürzt und sicherten den Briten Unterstützung zu. Die Identität des Täters war am Abend noch unklar.

Der Doppelanschlag von London wurde auf den Tag genau ein Jahr nach den Terrorattacken von Brüssel verübt, bei denen islamistische Selbstmordattentäter 32 Menschen mit sich in den Tod gerissen und mehr als 300 weitere verletzt hatten.

Die britische Premierministerin Theresa May kündigte an, dass die Terrorwarnstufe trotz des Doppelanschlags nicht erhöht wird. Nach einer Sitzung mit ihrem Sicherheitskabinett im Regierungssitz Downing Street bestätigte sie auch, dass es sich bei dem Angreifer um einen Einzeltäter handelte. Den Anschlag bezeichnete sie als «krank und verkommen». Das Leben werde wie gewohnt weitergehen. «Morgen früh wird das Parlament zusammentreten wie immer.» Nach der aktuellen Warnstufe in Großbritannien gilt ein Anschlag bereits als «sehr wahrscheinlich».

Unter den Verletzten in London sind mindestens drei französische Schüler, wie das französische Außenministerium in Paris mitteilte. Auch zwei rumänische Staatsbürger sollen rumänischen Behörden zufolge verletzt worden sein. Unklar blieb zunächst, ob auch deutsche Staatsangehörige betroffen sind.

Kanzlerin Angela Merkel reagierte bestürzt und sagte den Briten Solidarität im Anti-Terror-Kampf zu. «Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens», erklärte Merkel in Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: «In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden.»

May hatte das Sicherheitskabinett einbestellt. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker trafen sich am Abend. «Die Gedanken der Premierministerin und der Regierung sind bei denen, die bei diesem abstoßenden Vorfall getötet und verletzt wurden und bei ihren Familien», teilte ein Regierungssprecher mit. Das britische Unterhaus hatte zuvor seine Sitzung unterbrochen.

Am Mittwochnachmittag sei ein Autofahrer zunächst auf der Brücke neben dem Parlament in mehrere Fußgänger gerast, unter ihnen drei Polizisten, sagte ein Sprecher von Scotland Yard. Danach krachte das Auto in den Zaun des Parlaments. Der Mann griff auf dem Parlamentsgelände dann einen Polizisten mit einem Messer an. Der Angreifer wurde von anderen Polizisten niedergeschossen, er starb an seinen Verletzungen.

Auch der angegriffene Polizist überlebte die Attacke nicht, obwohl ein Politiker ihm mit Erste-Hilfe-Maßnahmen zu Hilfe kam. Zwei weitere Menschen sollen auf der Brücke ums Leben gekommen sein. Eine Frau stürzte von der Brücke in die Themse, Rettungskräfte bargen sie lebend.

In Luftaufnahmen im Fernsehen war zu sehen, wie mehrere Menschen auf der Westminster-Brücke vor dem britischen Parlament am Boden lagen und behandelt wurden. Ein Autowrack war auf dem Fußgängerweg vor dem Zaun des Parlamentsgeländes zu sehen. Weite Teile des Regierungsviertels waren abgesperrt.

Königin Elizabeth II. hielt sich während der mutmaßlichen Terrorangriffe am Londoner Parlament im Buckingham-Palast auf. Ein Palastsprecher äußerte sich nicht zu konkreten Sicherheitsmaßnahmen und verwies auf die Polizei. Die Nachrichtenagentur PA berichtete, dass die Tore geschlossen seien und bewaffnete Polizisten die Zugänge bewachten.

Die Polizei rief Zeugen auf, Filmaufnahmen und Fotos an die Ermittler zu senden. Zugleich bat sie Augenzeugen um Zurückhaltung. Sie sollten keine Bilder und Videos von Verletzten in Umlauf bringen.

Als Reaktion auf die mutmaßlichen Terrorangriffe hat das Regionalparlament in Schottland die für Mittwochabend vorgesehene Abstimmung über ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum verschoben.

Beim letzten Terroranschlag in London hatten im Juli 2005 vier Muslime mit britischem Pass in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze gezündet. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

Mitten im Zentrum von London rast ein Auto in Fußgänger entlang einer belebten Brücke. Vor dem Parlamentsgebäude attackiert der Angreifer dann einen Polizisten. Die britische Polizei geht von Terrorattacken aus.

London (dpa) - Bei einem Doppelanschlag am britischen Parlament in London sind nach Angaben der Polizei vier Menschen getötet worden, unter ihnen auch der Täter. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt, sagte ein Sprecher von Scotland Yard am Mittwoch. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Terrorverdachts auf. Sie ging dabei zunächst von einem Einzeltäter aus. Verbündete reagierten bestürzt und sicherten den Briten Unterstützung zu.

Der Doppelanschlag von London wurde auf den Tag genau ein Jahr nach den Terrorattacken von Brüssel verübt, bei denen islamistische Selbstmordattentäter 32 Menschen mit sich in den Tod gerissen und mehr als 300 weitere verletzt hatten.

Unter den Verletzten in London sind mindestens drei französische Schüler, wie das französische Außenministerium in Paris mitteilte. Auch zwei rumänische Staatsbürger sollen rumänischen Behörden zufolge verletzt worden sein. Unklar blieb zunächst, ob auch deutsche Staatsangehörige betroffen sind.

Kanzlerin Angela Merkel reagierte bestürzt und sagte den Briten Solidarität im Anti-Terror-Kampf zu. «Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens», erklärte Merkel in Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: «In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden.»

Die britische Premierministerin Theresa May bestellte das Sicherheitskabinett ein. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker trafen sich am Mittwochabend. «Die Gedanken der Premierministerin und der Regierung sind bei denen, die bei diesem abstoßenden Vorfall getötet und verletzt wurden und bei ihren Familien», teilte ein Regierungssprecher mit. Das britische Unterhaus hatte zuvor seine Sitzung unterbrochen.

Am Mittwochnachmittag sei ein Autofahrer zunächst auf der Brücke neben dem Parlament in mehrere Fußgänger gerast, unter ihnen drei Polizisten, sagte ein Sprecher von Scotland Yard. Danach krachte das Auto in den Zaun des Parlaments. Der Mann griff auf dem Parlamentsgelände dann einen Polizisten mit einem Messer an. Der Angreifer wurde von anderen Polizisten niedergeschossen, er starb an seinen Verletzungen.

Auch der angegriffene Polizist überlebte die Attacke nicht, obwohl ein Politiker ihm mit Erste-Hilfe-Maßnahmen zu Hilfe kam. Zwei weitere Menschen sollen auf der Brücke ums Leben gekommen sein. Eine Frau stürzte von der Brücke in die Themse, Rettungskräfte bargen sie lebend.

In Luftaufnahmen im Fernsehen war zu sehen, wie mehrere Menschen auf der Westminster-Brücke vor dem britischen Parlament am Boden lagen und behandelt wurden. Ein Autowrack war auf dem Fußgängerweg vor dem Zaun des Parlamentsgeländes zu sehen. Weite Teile des Regierungsviertels waren abgesperrt.

Königin Elizabeth II. hielt sich während der mutmaßlichen Terrorangriffe am Londoner Parlament im Buckingham-Palast auf. Ein Palastsprecher äußerte sich nicht zu konkreten Sicherheitsmaßnahmen und verwies auf die Polizei. Die Nachrichtenagentur PA berichtete, dass die Tore geschlossen seien und bewaffnete Polizisten die Zugänge bewachten.

Die Polizei rief Zeugen auf, Filmaufnahmen und Fotos an die Ermittler zu senden. Zugleich bat sie Augenzeugen um Zurückhaltung. Sie sollten keine Bilder und Videos von Verletzten in Umlauf bringen.

Als Reaktion auf die mutmaßlichen Terrorangriffe hat das Regionalparlament in Schottland die für Mittwochabend vorgesehene Abstimmung über ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum verschoben.

Beim letzten Terroranschlag in London hatten im Juli 2005 vier Muslime mit britischem Pass in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze gezündet. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

Schon wieder schlechte Nachrichten aus der Arktis: Die Meereisdecke hat den Höhepunkt dieses Winters erreicht - und ist so klein wie nie seit Beginn der Messungen. Selbst erfahrene Forscher zeigen sich geschockt.

Boulder (dpa) - Jedes Jahr kurz vor Ende des Winters erreicht das Meereis der Arktis seine größte Ausbreitung, doch die Eisdecke war bei einer Messung zu diesem Zeitpunkt noch nie so klein wie 2017. Sie habe sich nur auf 14,42 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Klimabehörde NSIDC (National Snow and Ice Data Center) am Mittwoch mit.

Das sei die geringste Maximal-Ausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren, betonte die Behörde. Bereits in den beiden vergangenen Jahren waren Negativrekorde aufgestellt worden. 

Ursache für die geringe Ausbreitung 2017 seien ein warmer Herbst und Winter in der Arktis gewesen, mit Temperaturen rund 2,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Messungen eines Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ergaben zudem, dass das Eis geringfügig dünner war als in den vergangenen vier Jahren.

«Ich beobachte das Wetter in der Arktis seit mehr als 35 Jahren und so etwas wie das, was wir in den vergangenen zwei Jahren erlebt haben, habe ich noch nie auch nur ansatzweise gesehen», sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. 2015 hatte sich die Meereisdecke auf 14,517 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, 2016 auf 14,52 Millionen.

Die maximale Ausbreitung der Meereisdecke wurde am 7. März gemessen, seitdem schmilzt das Eis mit Beginn der wärmeren Jahreszeiten wieder. Die minimale Ausbreitung wird jedes Jahr meist im September gemessen.

Schon wieder schlechte Nachrichten aus der Arktis: Die Meereisdecke hat den Höhepunkt dieses Winters erreicht - und ist so klein wie nie seit Beginn der Messungen. Selbst erfahrene Forscher zeigen sich geschockt.

Boulder (dpa) - Jedes Jahr kurz vor Ende des Winters erreicht das Meereis der Arktis seine größte Ausbreitung, doch die Eisdecke war bei einer Messung zu diesem Zeitpunkt noch nie so klein wie 2017. Sie habe sich nur auf 14,42 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Klimabehörde NSIDC (National Snow and Ice Data Center) am Mittwoch mit.

Das sei die geringste Maximal-Ausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren, betonte die Behörde. Bereits in den beiden vergangenen Jahren waren Negativrekorde aufgestellt worden. 

Ursache für die geringe Ausbreitung 2017 seien ein warmer Herbst und Winter in der Arktis gewesen, mit Temperaturen rund 2,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Messungen eines Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ergaben zudem, dass das Eis geringfügig dünner war als in den vergangenen vier Jahren.

«Ich beobachte das Wetter in der Arktis seit mehr als 35 Jahren und so etwas wie das, was wir in den vergangenen zwei Jahren erlebt haben, habe ich noch nie auch nur ansatzweise gesehen», sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. 2015 hatte sich die Meereisdecke auf 14,517 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, 2016 auf 14,52 Millionen.

Die maximale Ausbreitung der Meereisdecke wurde am 7. März gemessen, seitdem schmilzt das Eis mit Beginn der wärmeren Jahreszeiten wieder. Die minimale Ausbreitung wird jedes Jahr meist im September gemessen.

Boulder (dpa) - Jedes Jahr kurz vor Ende des Winters erreicht das Meereis der Arktis seine größte Ausbreitung, doch die Eisdecke war bei einer Messung zu diesem Zeitpunkt noch nie so klein wie 2017. Sie habe sich nur auf 14,42 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Klimabehörde NSIDC (National Snow and Ice Data Center) am Mittwoch mit. Das sei die geringste Ausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren. Bereits in den beiden vergangenen Jahren waren Negativrekorde aufgestellt worden. Ursache für die geringe Ausbreitung 2017 seien ein warmer Herbst und Winter in der Arktis gewesen, hieß es.

Boulder (dpa) - Jedes Jahr kurz vor Ende des Winters erreicht das Meereis der Arktis seine größte Ausbreitung, doch die Eisdecke war bei einer Messung zu diesem Zeitpunkt noch nie so klein wie 2017. Sie habe sich nur auf 14,42 Millionen Quadratkilometer ausgebreitet, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Klimabehörde NSDIDC (National Snow and Ice Data Center) am Mittwoch mit. Das sei die geringste Ausdehnung seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren. Bereits in den beiden vergangenen Jahren waren Negativrekorde aufgestellt worden. Ursache für die geringe Ausbreitung 2017 seien ein warmer Herbst und Winter in der Arktis gewesen, hieß es.

Mitten im Zentrum von London rast ein Auto zuerst in eine Menschengruppe. Dann attackiert der Angreifer einen Polizisten. Die britische Polizei geht von einem Terroranschlägen aus.

London (dpa) - Bei einem Doppelanschlag am britischen Parlament sind nach Angaben der Polizei vier Menschen getötet worden, unter ihnen auch der Täter. Mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher von Scotland Yard am Mittwoch in London. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Terrorverdachts auf. Sie ging dabei von einem Einzeltäter aus.

Unter den Verletzten sind mindestens drei französische Schüler, wie das französische Außenministerium in Paris mitteilte. Unklar blieb zunächst, ob auch deutsche Staatsangehörige unter den Opfern sind.

Der Doppelanschlag von London ereignete sich auf den Tag genau ein Jahr nach den Terrorattacken von Brüssel. Drei islamistische Selbstmordattentäter rissen am 22. März 2016 am Flughafen und in der U-Bahn 32 Menschen mit in den Tod und verletzten mehr als 300 weitere.

Kanzlerin Angela Merkel hat bestürzt auf die mutmaßlichen Terroranschläge reagiert und den Briten Solidarität im Anti-Terror-Kampf zugesagt. «Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens», erklärte Merkel am Mittwoch in Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: «In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden.»

Die britische Premierministerin Theresa May bestellte das Sicherheitskabinett ein. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker würden noch am Mittwochabend zusammenkommen, sagte ein Regierungssprecher in London. Das britische Unterhaus hatte zuvor seine Sitzung unterbrochen.

Am Mittwochnachmittag habe ein Autofahrer zunächst auf der Brücke neben dem Parlament mehrere Menschen verletzt, unter ihnen drei Polizisten, sagte ein Sprecher von Scotland Yard. Demnach krachte das Auto in den Zaun des Parlaments. Der Mann griff auf dem Parlamentsgelände dann einen Polizisten mit einem Messer an. Der Angreifer wurde von anderen Polizisten niedergeschossen, der Polizist starb an den Folgen seiner Verletzungen. Eine Frau stürzte von der Brücke in die Themse, Rettungskräfte bargen sie lebend.

In Luftaufnahmen war zu sehen, wie mehrere Menschen auf der Westminster-Brücke vor dem britischen Parlament am Boden lagen und behandelt wurden. Ein Autowrack war auf dem Fußgängerweg vor dem Zaun des Parlamentsgeländes zu sehen. Weite Teile des Regierungsviertels waren abgesperrt.

Königin Elizabeth II. hielt sich während der mutmaßlichen Terrorangriffe am Londoner Parlament im Buckingham-Palast auf. Ein Palastsprecher äußerte sich nicht zu konkreten Sicherheitsmaßnahmen und verwies auf die Polizei. Die Nachrichtenagentur PA berichtete, dass die Tore geschlossen seien und bewaffnete Polizisten die Zugänge bewachten.

Die Polizei rief Zeugen auf, Filmaufnahmen und Fotos an die Ermittler zu senden. Zugleich bat sie Augenzeugen um Zurückhaltung. Sie sollten keine Bilder und Videos von Verletzten in Umlauf bringen.

Als Reaktion auf die mutmaßlichen Terrorangriffe hat das Regionalparlament in Schottland die für Mittwochabend vorgesehene Abstimmung über ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum verschoben.

Beim letzten Terroranschlag in London hatten im Juli 2005 vier Muslime mit britischem Pass in der Londoner U-Bahn und einem Bus Sprengsätze gezündet. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

Braunschweig (dpa) - Der frühere Entwicklungsvorstand der Marke VW, Heinz-Jakob Neußer, hat den Volkswagen-Konzern auf die Nachzahlung eines Bonus in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro verklagt. Am Donnerstag (13.30 Uhr) kommt es deshalb zu einer Güteverhandlung beim Braunschweiger Arbeitsgericht. Neußer war 2015 im Zuge des Abgas-Skandals beurlaubt worden. Er gehört zu einer Gruppe von sieben VW-Mitarbeitern, gegen die im Abgas-Skandal bislang Strafanzeige in den USA gestellt wurde. Ob Neußer selbst zu der Verhandlung erscheint, ist unklar.

Berlin (dpa) - Der Bundestag beschäftigt sich am Donnerstag (09.00 Uhr) in Berlin mit dem Vorhaben der Bundesregierung, Ausländer ohne Bleiberecht konsequenter abzuschieben und sogenannte Gefährder besser zu kontrollieren. In einer ersten Beratung beschäftigen sich die Abgeordneten mit einem entsprechenden Gesetzentwurf. Besonders umstritten waren daran zuletzt Pläne, Handydaten von Asylbewerbern auszuwerten, um deren Identität zu klären. Daneben will der Bundestag das Gesetz zur Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll verabschieden. Bis 2031 soll ein Standort gefunden werden, an dem dieser eine Million Jahre lagern kann. In Betrieb gehen soll das Endlager Mitte des Jahrhunderts.

München (dpa) - Der Münchner Tierpark Hellabrunn gibt am Donnerstag (10.45 Uhr) den Namen für das vier Monate alte Eisbärenjunge bekannt. Sicher ist nur, dass er mit einem «Q» beginnen wird. Denn alle Tiere, die 2016 im Tierpark zur Welt kamen, erhalten einen Namen mit diesem Anfangsbuchstaben. An dem Termin nehmen unter anderem Zoodirektor Rasem Baban und der ProSieben-TV-Moderator Stefan Gödde teil, der Taufpate des weiblichen Eisbärennachwuchses ist. Denn der Zoo hat eine Taufe angekündigt.

Ganz Deutschland hatte einen Namen für das flauschige Tier gesucht, das am 21. November vergangenen Jahres geboren wurde. Bei dem Voting, das am vergangenen Freitag endete, wurden rund 80 000 Stimmen abgegeben.

Leipzig (dpa) - Mehrere staatenlose Palästinenser wollen am Donnerstag (10.00 Uhr) vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ihre Abschiebung nach Bulgarien verhindern. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte festgestellt, dass den Flüchtlingen aus Syrien kein Asylrecht zustehe, weil sie aus einem sicheren Drittstaat nach Deutschland eingereist seien. Die Betroffenen hatten zunächst in Bulgarien subsidiären Schutz erhalten. Später waren sie über Ungarn und Österreich nach Deutschland gekommen. Hier hatten sie erneut Asylanträge gestellt, die das Bundesamt ablehnte und die Abschiebung nach Bulgarien anordnete.

Sieben Wochen nach dem überraschenden Grube-Rücktritt hat die Bahn einen neuen Chef. Jetzt steuert der Finanzfachmann und Konzernkenner Lutz den Transportriesen. Aber auch Grube hat eine neue Aufgabe.

Berlin (dpa) - Der neue Bahnchef Richard Lutz will weiter an mehr Pünktlichkeit und Service für die Fahrgäste arbeiten und setzt auf eine stärkere Digitalisierung des Konzerns. Nach ersten Erfolgen seines zurückgetretenen Vorgängers Rüdiger Grube werde «natürlich niemand das Spielsystem und die Strategie infrage stellen», sagte Lutz am Mittwoch in Berlin nach seiner Wahl durch den Aufsichtsrat des bundeseigenen Konzerns. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, der bisherige Finanzchef habe «Universalerfahrung» bei der Bahn. Aufgabe sei auch, den kriselnden Güterverkehr voranzubringen.

Der 52 Jahre alte Lutz ist seit 1994 bei der Bahn und verantwortet seit 2010 die Finanzen des Konzerns. Diese Zuständigkeit behält er auch als Vorstandsvorsitzender. Er habe großen Respekt vor der neuen Aufgabe und freue sich darauf: «Bahnchef ist kein Job wie jeder andere.» Lutz folgt auf Rüdiger Grube, der im Januar nach knapp acht Jahren an der Bahnspitze im Streit um seine Vertragsverlängerung zurückgetreten war. Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht betonte, es sei «eine ausgezeichnete und interne Lösung» gefunden worden.

Grube soll neuer Aufsichtsratschef der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) werden, wie am Mittwoch bekannt wurde. Der 65-Jährige hatte erst vor zwei Wochen eine Unternehmensberatung in Hamburg gegründet.

Bei der Bahn wird auch der Vorstand umgebaut. Zusätzlich kommen die Ressorts Digitalisierung und Technik sowie Güterverkehr und Logistik hinzu. Die Personalentscheidungen solle der Aufsichtsrat möglichst noch im ersten Halbjahr treffen, sagte Dobrindt. Das Kontrollgremium verlängerte auch die Verträge der Vorstände Berthold Huber (Personenverkehr) und Ronald Pofalla (Infrastruktur) bis März 2022. So lange läuft auch der neue Vertrag von Lutz als Konzernchef.

Der Schienengüterverkehr in Deutschland in der Sparte DB Cargo zählt zu den Sorgenkindern der Bahn. Dobrindt kündigte an, dass der Bund auch Rahmenbedingungen dafür verbessern wolle, dass mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Am Donnerstag präsentiert die Bahn ihre Bilanz für 2016. Nach einem Verlustjahr 2015 ist der Konzern wieder in die schwarzen Zahlen gefahren.

Mit Blick auf künftige Finanzierungsmöglichkeiten äußerte sich Lutz zurückhaltend zu einem möglichen Börsengang. Es bestehe «von unserer Seite aus überhaupt kein Zwang, überhaupt kein Druck, über solche Modelle nachzudenken». Er verwies auf die Entscheidungen des Bundes für eine Kapitalaufstockung - und darauf, dass der Konzern eine niedrigere Dividende an seinen Eigentümer abführen muss.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) begrüßte die Entscheidungen. «Richard Lutz versteht sein Geschäft», sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Insgesamt werde dringend benötigte Kontinuität geschaffen, damit der Schienenverkehr auf Vordermann gebracht werden kann. Die Linke-Verkehrspolitikerin Sabine Leidig sprach dagegen von einer verpassten Chance. Lutz stehe «für das fantasielose Weiter-Wursteln der Bahn».

Berlin (dpa) - Schnippeln und Kochen mit der First Lady: Flüchtlingskinder einer Willkommensklasse in Berlin haben am Montag mit Daniela Schadt (56), der Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck (76), am Herd gestanden. Im Freizeitzentrum FEZ bereiteten die Kinder aus Syrien, Serbien, Afghanistan und anderen Ländern mit Schadt einen Auberginen-Hackfleisch-Auflauf zu.

«Die Kinder in Willkommensklassen kommen oft aus Kriegsgebieten und haben schlimme Geschichten erlebt. Umso wichtiger ist es, dass sie zur Schule gehen, lernen, Freundschaften schließen und stark werden für die Zukunft», sagte Schadt.

Die Aktion war Teil der noch bis Mittwoch laufenden 7. Kinderkochschule. Insgesamt schwingen laut einer FEZ-Sprecherin rund 1800 Kinder aus 24 Grundschulen mit TV- und Profiköchen in Teams den Kochlöffel. Die Kinder sollen lernen, wie man gesund und lecker kocht und die richtigen Lebensmittel auswählt.