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Greenpeace Magazin Ausgabe 4.13

Tierheime in Not

In deutschen Tierheimen herrschen Geldnot und Platzmangel. Fast jede zweite Einrichtung steht kurz vor der Insolvenz. Jedes Jahr nehmen die rund 500 Asyle, die dem Deutschen Tierschutzbund angehören, 250.000 Katzen, Hunde und Kleintiere auf. Die Vermittlungsquote liegt bei 73 Prozent, das heißt: Langfristig steigt die Zahl der Haustiere in diesen Auffanglagern, derzeit sind es rund 100.000. Tiertötungen sind in Deutschland tabu. „Die Heime helfen sich bei Platznot gegenseitig aus“, sagt Marius Tünte vom Tierschutzbund. „Sonst bringen wir die Fundtiere eben zum Bürgermeister. Schließlich ist es Aufgabe der Kommune, deren Versorgung sicherzustellen.“ In den USA ist man weniger zimperlich: Dort werden jährlich allein sechs bis acht Millionen Katzen in Tierheimen abgegeben – die Hälfte von ihnen wird aus Platzmangel getötet. Selbst die Tierschutzorganisation Peta USA räumt ein, nicht vermittelbare Tiere einzuschläfern. Für viele Tiere sei das die einzig humane Entscheidung.
rettet-die-tierheime.de