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Greenpeace Magazin Ausgabe 2.06

Update

Schoko-Ladenhüter
Die neuen Schokoriegel von Mars, die angeblich vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen sollen, liegen wie Blei in den Regalen von WalMart und anderen Supermarktketten. Angestellte berichteten, dass im ersten Monat nur eine „Hand voll Fünferpacks“ von „CocoaVia“ verkauft worden seien. Dennoch preisen nun auch andere Hersteller wie Hershey ihre dunkle Schokolade als gesundheitsfördernd an.
GPM 3/05

Fatale Raufereien
Die mysteriöse Krankheit, die den Bestand des Tasmanischen Beutelteufels dezimiert, wird bei Beißereien um Beute übertragen. Dies berichten Forscher der Umweltbehörde auf Australiens Südinsel (Nature Bd. 439). In den Gesichtstumoren, an denen die fuchsgroßen, für ihre wilden Kämpfe bekannten Raubbeutler zugrunde gehen, entdeckten sie stets dieselben Chromosomenveränderungen. 0ffenbar überträgt sich eine entartete Zelllinie wie ein Parasit von Tier zu Tier. Krebs ist bei Wildtieren selten, und ansteckende Tumorerkrankungen sind generell eine Ausnahme. Biologen wollen nun eine entlegene Halbinsel per Zaun abtrennen und dort das Überleben der Art sichern.
GPM 3/05

Umweltaktivistin im Knast
Wer sich in den USA mit mächtigen Konzernen anlegt, riskiert seine Freiheit. Wie Diane Wilson. Die ehemalige Fischerin aus Seadrift/Texas muss fünf Monate ins Gefängnis, weil sie 2002 auf einen Kühlturm des US-Chemiekonzerns Dow Chemical geklettert war, um an die weltweit größte Chemiekatastrophe im indischen Bhopal zu erinnern. Bis heute weigert sich der Konzern als Rechtsnachfolger von Union Carbide, die Verantwortung für die Tragödie in Bhopal zu übernehmen, an deren Folgen seit 1984 mehr als 20.000 Menschen starben. Der damalige Chef von Union Carbide ist nach wie vor auf freiem Fuß und lebt in den USA.
Fordern Sie die Freilassung von Diane Wilson, schreiben Sie an: Governor Rick Perry, Office of the Governor, P.O. Box 12428, Austin, Texas 78711-2428, USA.
GPM 2/03

Pro Recyclingpapier
Recyclingpapier steht Frischfaserpapier in der Wahrnehmung von Verbrauchern in keiner Weise nach, lautet das Ergebnis einer repräsentativen Studie von TNS Emnid. 2000 Befragte, die je ein Magazin aus Frischfaser- und Recyclingpapier beurteilen sollten, konnten keine entscheidenden Unterschiede erkennen. Von Weißegrad und Qualität der ökologischen Alternative positiv überrascht, begrüßten die meisten Testpersonen den Einsatz von Recyclingpapier (www.papiernetz.de). Bleibt zu hoffen, dass diese Umfrageergebnisse die Zeitungsverlage endlich zum Umdenken veranlassen!
GPM 6/05