Wegweiser

Levi Perner und Paul Blaschke

„Wir wollen nicht nur freitags auf die Straße, wir wollen Klimaschutz im Alltag umsetzen.“
Levi Perner und Paul Blaschke

Den alltäglichen CO2-Schleudern auf der Spur
Wenn es um Klimakiller geht, denkt man schnell an Kohlekraftwerke, die Unmengen an CO2 in die Luft blasen. Der 14-jährige Paul Blaschke (links im Foto) und der 15-jährige Levi Perner denken dagegen an gekippte Fenster und aufgedrehte Heizungen. Die beiden Schüler widmen sich den Klimakillern in unserem Alltag, den Energielecks in jedem Haushalt und jeder Schule. Paul und Levi sind Teil der Arbeitsgemeinschaft „Energiemanager“ am Robert-Havemann-Gymnasium in Berlin-Pankow und, wie sie selbst sagen, Deutschlands jüngste Energieberater. „Wir verbessern seit Jahren die Klimabilanz unserer Schule“, sagt Paul Blaschke. Dafür spüren er und acht andere engagierte Schüler mit Koffern voller Messgeräte und Energiespartipps Strom- und Wärmeverschwendung auf. „Wir wollen nicht nur freitags auf die Straße, wir wollen Klimaschutz in unserem Alltag umsetzen“, sagt Levi Perner. „Viele wissen ja gar nicht, dass beim Heizen am meisten Energie gespart werden kann.“

Deshalb machen die Energiesparer Kampagnen für besseres Lüftverhalten (Slogan: „Kippen bringt nichts!“) und beraten beim Stromsparen. Die Nachfrage wächst: Das Team um Paul und Levi hat mittlerweile schon vier weitere Schulen beraten und im Oktober 2019 sogar eine Schüleraktiengesellschaft gegründet. „Energy Eco“ nennen sie ihre Firma, unterstützt werden sie bei ihrem Vorhaben von ihren Lehrern, der Schulleitung und dem Bezirksamt Pankow, das auch die Prüfung der Schüler zu Energieberatern abgenommen hat.

Vor großen Gruppen zu sprechen sei für ihn eine Herausforderung, sagt Paul, „Aber ich weiß, wovon ich rede und dass es wichtig ist, was wir machen“. Das lasse ihn über seine Schüchternheit hinauswachsen. Natürlich sei es nicht immer einfach, die Lehrer und Schüler von ihrem Anliegen zu überzeugen, fügt Levi hinzu. Manche würden Energieeffizienz nicht ernst nehmen oder schlicht den Komfortverlust fürchten. „Wir zeigen ihnen, dass man mit kleinen Veränderungen doch etwas bewirken kann“, sagt Levi. „Wenn alle an einem Strang ziehen.“ 

Levi Perner und Paul Blaschke

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