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Greenpeace Magazin Ausgabe 5.04

FAO im Kreuzfeuer

Heftigen Widerspruch erntet eine Studie der Welternährungsorganisation FAO von Mitte Mai, die den Einsatz genmanipulierter Nutzpflanzen in Entwicklungsländern propagiert. 670 Organisationen, darunter Greenpeace, und mehr als 800 Einzelpersonen unterzeichneten einen offenen Brief an den FAO-Generaldirektor Jacques Diouf, in dem sie den UN-Experten Voreingenommenheit und Industrienähe vorwerfen. Der Report „Biotechnologie in der Landwirtschaft: Entspricht sie den Bedürfnissen der Armen?“ blende Studien, die negative Folgen der Gentechnik belegen, weitgehend aus. Der Anbau von Bt-Baumwolle in Indien etwa werde allein auf der Basis von Monsanto-Daten bewertet. Obendrein favorisiere die FAO die „Terminator-Technologie“ – angeblich, um die Ausbreitung genmanipulierter Pollen zu verhindern. Das  umstrittene Verfahren macht es Bauern unmöglich, ihr eigenes Saatgut zu ziehen und treibt sie so in die Abhängigkeit von Saatgutfirmen.