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Mi, 2016-06-29 13:16
Dortmund (dpa)

Mitmach-Ausstellung «Wie geht's?» informiert über Berufskrankheiten

Dortmund (dpa) - Um Berufskrankheiten und wie sie sich verhindern lassen geht es in einer neuen Mitmach-Ausstellung in Dortmund. Mit Rätselgeschick können junge Menschen, die vor dem Berufsleben stehen, von Donnerstag an Gefährdungen am Arbeitsplatz und in der Freizeit ausfindig machen. Die Besucher von «Wie geht's?» in der Dortmunder Dasa können vier fiktiven Angestellten mit unterschiedlichen Jobs wie Friseur, Mechaniker, Gärtner und Industriekaufmann durch ihr Leben folgen. Dabei lernen sie Erkrankungen wie Allergien, Haltungs- und Gehörschäden kennen und Strategien, sie zu vermeiden.

Die Dasa ist der Ausstellungsbereich der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert.

Mi, 2016-06-29 13:51
Moskau/Ankara (dpa)

Putin spricht mit Erdogan: Moskau will Sanktionen gegen Ankara kippen

Moskau/Ankara (dpa) - Nach sieben Monaten Eiszeit will Russland die Sanktionen gegen die türkische Urlaubsbranche aufheben. Das teilten die Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch nach einem Telefonat mit. Es war das erste Gespräch der Staatschefs nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei Ende November im Grenzgebiet zu Syrien. Zu Wochenbeginn hatte Erdogan in einem Brief an Putin sein Bedauern für den Zwischenfall geäußert. Putin sagte nun, er strebe eine Normalisierung der Beziehungen an.

Russische Touristen gehörten vor der Krise zu den wichtigsten Urlaubergruppen in der Türkei. Nach dem Abschuss hatte Russland Charterflüge eingestellt. Danach brachen die Besucherzahlen fast völlig ein. Im Mai ging die Zahl verglichen mit dem Vorjahresmonat dem türkischen Tourismusministerium zufolge um 91,8 Prozent zurück.

Die Staatschefs wollten sich auch wieder treffen, hieß es aus dem Präsidentenamt in Ankara. Das Telefonat sei «sehr produktiv und positiv» verlaufen. Das Gespräch fand auf russische Initiative statt.

Dem Kreml zufolge äußerte Putin bei dem Telefonat auch sein Beileid für den Anschlag auf den Atatürk-Airport in Istanbul. «Dieser Angriff zeigt, wie aktuell Aufrufe sind, gemeinsam den Terror zu bekämpfen», sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Mi, 2016-06-29 13:33
Brüssel (dpa) 

Verlängerung für Glyphosat: Umweltschützer und Industrie unzufrieden

Nichts geht schnell bei der Entscheidung über Glyphosat. Nach monatelangem Hin und Her will die EU-Kommission den Unkrautvernichter nun im Alleingang weiter genehmigen. Freunde macht sie sich damit nicht.

Brüssel (dpa) - Umweltschützer und Pestizid-Hersteller haben die Gnadenfrist für den Unkrautkiller Glyphosat kritisiert. Beide Seiten beklagten am Mittwoch, die Entscheidung für eine bis zu 18-monatige Verlängerung sei auf den Druck von Lobbyverbänden zurückzuführen.

Der zuständige EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, hatte den Schritt am Vortag angekündigt. Die offizielle Entscheidung müsste spätestens am Donnerstag fallen - andernfalls läuft die EU-Genehmigung für den weit verbreiteten Unkrautvernichter zum Monatsende aus.

Am Freitag scheiterte eine letzte Abstimmung, bei der Deutschland sich enthalten hatte. Die große Koalition liegt in der Frage über Kreuz. Während Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Unionsparteien für die weitere Zulassung plädierten, lehnten die SPD-Minister dies unter Verweis auf mögliche Gesundheitsgefahren ab. Die Substanz steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

Der Industrieverband Agrar (IVA), der Pestizid- und Düngemittelhersteller vertritt, nannte die Verlängerung der aktuellen Zulassung bis spätestens Ende 2017 eine unbefriedigende Zwischenlösung. Stattdessen sei eine Genehmigung für 15 Jahre erforderlich.

Die Branchenvereinigung Zentralverband Gartenbau (ZVG) klagte über «politischen Drucks von Interessenvertretern und Nichtregierungsorganisationen». ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer warnte: «Dieses Vorgehen bei der Neu- oder Wiedergenehmigung von Wirkstoffen auf europäischer Ebene sollte einmalig bleiben und nicht zum Präzedenzfall werden.»

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) beklagte seinerseits, die EU-Kommission und die Vertreter der meisten EU-Staaten hätten sich «offenkundig von den Interessen der Agrarindustrie leiten lassen». Bis zum Beweis der Unbedenklichkeit für Gesundheit und Umwelt habe Glyphosat verboten werden sollen, forderte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner sprach von einer «allerletzten Galgenfrist» für Glyphosat. Allerdings werde sich während dieser Zeit nichts an der Nutzung des Stoffes ändern, beklagte er. «Immer deutlicher wird, dass das Ackergift angezählt ist und dass wir eine Agrarwende weg von der chemiebasierten industriellen Landwirtschaft hin zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung brauchen», so Ebner.

Die EU-Kommission hatte eigentlich darauf gedrungen, dass die EU-Staaten über die weitere Zulassung des weit verbreiteten Unkrautvernichters entscheiden. Doch unter nationalen Vertretern war über Monate hinweg nicht die nötige Mehrheit für eine Verlängerung der aktuellen Genehmigung oder eine Neuzulassung zustande gekommen.

Mi, 2016-06-29 13:14
Berlin (dpa)

Kompetenzzentrum soll Konflikte der Energiewende entschärfen

Berlin (dpa) - Das Bundesumweltministerium will Konflikte zwischen Naturschutz und Energiewende in einem Kompetenzzentrum entschärfen. «Wir brauchen einen Ausbau der Erneuerbaren Energien, der im Einklang mit der Natur erfolgt», betonte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch zur Eröffnung des Projekts in Berlin.

Alle Betroffenen sollten Lösungen suchen. Dies sei künftig umso wichtiger, weil bei den Erneuerbaren als «Schlüssel der Energiewende» in Deutschland bereits jetzt die 30-Prozent-Marke überschritten sei und bis 2050 klimaschädliche Emissionen «nahezu vollständig» vermieden werden sollten.

Anlagen für Wind- und Wasserkraft, Sonnen- und Bioenergie veränderten die Landschaft - etwa mit einer «Verspargelung» durch Rotoren - und könnten sich auf Tiere und Lebensräume auswirken, sagte Hendricks. In Planungs- und Genehmigungsprozessen müssten daher Naturschutzaspekte frühzeitig verankert werden.

«Ziel des Kompetenzzentrums ist, diese Diskussionen zwischen Naturschutz und Energiewende vor Ort zu versachlichen», erläuterte das Ministerium. Das Zentrum wird in den nächsten vier Jahren mit insgesamt vier Millionen Euro gefördert. Träger ist die seit gut 20 Jahren im Umwelt- und Naturschutz engagierte Michael-Otto-Stiftung.

Mi, 2016-06-29 13:21
Wiesbaden (dpa)

Neubauten immer noch am häufigsten mit Gasheizung

Wiesbaden (dpa) - Neue Wohngebäude werden in Deutschland immer noch mehrheitlich mit Gasheizungen ausgestattet. Im vergangenen Jahr war Gas in 51,5 Prozent der Neubauten der primäre Energieträger, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch berichtete. Das bedeutet nach 50,7 Prozent im Vorjahr einen leichten Anstieg. Mit 38,0 Prozent war hingegen der Primäranteil der Erneuerbaren Energien im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Technologien wie Solar- oder Geothermie werden aber häufig auch zusätzlich zu einer konventionellen Heizung eingebaut, so dass insgesamt 61,5 Prozent der knapp 106 000 fertiggestellten Wohngebäude mindestens anteilig mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Kaum noch eine Rolle spielen die übrigen konventionellen Energieträger wie Fernwärme, Öl und Strom, die zusammen auf 10,5 Prozent kamen.

Mi, 2016-06-29 13:50
Berlin (dpa)

Israeli in Straßenbahn mit rechten Parolen beschimpft

Berlin (dpa) - Ein Israeli ist in einer Straßenbahn in Berlin mit rechten Parolen und dem Hitlergruß beleidigt worden. Der 32-jährige Tatverdächtige habe zudem versucht, den 39-Jährigen zu schlagen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Dank der Hinweise einiger Passanten wurde der betrunkene Mann vorläufig festgenommen. Nach einer Blutentnahme kam er wieder auf freien Fuß. Gegen ihn ermittelt nun der polizeiliche Staatsschutz. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagnachmittag im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Erst eine Woche zuvor hatten drei Männer einen 21-Jährigen in Berlin-Alt-Treptow angegriffen und antisemitisch beleidigt. Die Unbekannten hatten ihn erst auf seine Kippa angesprochen, dann beschimpften sie den jungen Mann bis schließlich einer begann, zu schlagen und zu treten. Das Opfer wurde leicht verletzt.

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Mi, 2016-06-29 13:44
München (dpa)

Mit Obst gegen Patente - 800 000 Unterschriften übergeben

München (dpa) - Mit der Übergabe von 800 000 Unterschriften aus ganz Europa haben Umweltorganisationen am Mittwoch vor dem Europäischen Patentamt (EPA) in München gegen Patente auf Lebensmittel demonstriert. Die Teilnehmer versammelten sich mit Äpfeln, Bananen, Tomaten, Weizen-Ähren, Melonen und Mais vor dem Patentamt.

Das «öffentliche Happening» mit «nicht-patentierbarem Lieblingsgemüse» anlässlich der Verwaltungsratssitzung der Europäischen Patentorganisation (EPO) solle das Amt daran erinnern, dass Patente auf Pflanzen und Tiere endlich gestoppt werden müssten, teilte das Bündnis «Keine Patente aus Saatgut» mit. Gegner kämpfen seit Jahren gegen Patente auf konventionell gezüchtete Tomaten, Sojapflanzen oder Paprika.

Mi, 2016-06-29 13:53
Juba (dpa)

Mysteriöse Krankheit im Südsudan «unter Kontrolle»

Juba (dpa) - Eine mysteriöse Krankheit, die im Südsudan zehn Menschenleben gefordert hatte, ist «unter Kontrolle». Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes am Mittwoch mit. Die ersten Fälle der infektiösen Fieberkrankheit wurden Ende Dezember bekannt. Seitdem gab es nach Angaben des Ministeriums 52 Verdachtsfälle, im Mai hat es der Medizin-Zeitschrift «The Lancet» zufolge einen Fall gegeben.

Die Symptome sollen ähnlich wie bei Ebola sein: Blutungen, Erbrechen und Fieber. Kein Fall wurde positiv auf Ebola getestet.

Kinder seien am häufigsten von der unbekannten Krankheit betroffen. Das Zentrum für Epidemievorsorge und die Weltgesundheitsorganisation haben die Fälle untersucht und überwachen die Lage. Einige Patienten wurden positiv auf bekannte Virus-Erkrankungen wie das O'nyong-nyong- oder Chikungunyafieber getestet.

Mi, 2016-06-29 13:25
Berlin (dpa)

Kunstwerke mit Nebenwirkungen - Tätowierer ist kein Ausbildungsberuf Von Axel Hofmann, dpa

Längst sind Tätowierungen nicht mehr nur Seeleuten und Kriminellen vorbehalten. Von den 16- bis 29-Jährigen in Deutschland ist jeder Vierte tätowiert, bei Fußballprofis scheint die Quote noch höher zu liegen. Doch ganz ungefährlich ist dieser Modetrend nicht.

Berlin (dpa) - Tätowierungen sind mittlerweile ein weit verbreitetes Phänomen: Verschiedenen Schätzungen zufolge tragen in Deutschland acht bis zehn Millionen Menschen ein Tattoo. Aber die Kunstwerke auf der Haut sind nicht ohne Risiko. Um mögliche Gefahren jedoch so weit wie möglich auszuschließen, startete der für gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständige Bundesminister Christian Schmidt (CSU) am Mittwoch in Berlin die Informationskampagne «Safer Tattoo».

Welche Risiken gibt es beim Tätowieren?

Das Stechen eines Tattoos verursacht eine Wunde, die sich infizieren kann. Zudem können bei dem Vorgang Viren wie Hepatitis und HIV übertragen werden, wenn bestimmte Hygiene-Standards nicht eingehalten werden. Eine Gefahr bergen auch die verwendeten Farben. Einige stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Als problematisch gelten vor allem Farben, die sich Tätowierer aus dem Ausland besorgen.

Wie können sich die Verbraucher schützen?

Das Ministerium rät potenziellen Kunden dazu, das Tattoo-Studio zunächst einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Grundvoraussetzungen sind unter anderem ein separater, sauberer Raum zum Tätowieren, in dem Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe und sterile Nadeln bereitstehen. Zudem sollte der Laden einen Gewerbeschein haben. Nur dann prüft das Gesundheitsamt die Sauberkeit des Studios.

Was will das Ministerium tun?

Minister Schmidt will einen Befähigungsnachweis für Tätowierer einführen. Bislang handelt es sich dabei nämlich nicht um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Grundsätzlich darf sich also jeder, der eine Tätowiermaschine bedienen kann, auch als Tätowierer bezeichnen. «Ein Bockwurstverkäufer auf dem Weihnachtsmarkt muss mehr Regeln einhalten als ein Tätowierer», spottet Daniel Krause vom Bundesverband Tattoo. In einigen Nachbarländern wie Österreich und Frankreich gelten deutlich strengere Ausbildungsvorschriften. Vor einer möglichen Neuregelung in Deutschland scheint es innerhalb der Bundesregierung aber noch erheblichen Abstimmungsbedarf zu geben. Schmidt sagte, bis zum nächsten Jahr wolle er darüber Klarheit haben.

Was will der Minister sonst noch regeln?

Schmidt plant ein europaweites Einfuhrverbot für Farben mit kritischen Inhaltsstoffen sowie strengere Hygienevorschriften auf EU-Ebene. Auf diesem Wege sollen auch deutsche Touristen geschützt werden, die sich im Urlaub ein Tattoo stechen lassen. Allerdings warnt Schmidt ausdrücklich vor Tattoos, die spontan aus einer Urlaubslaune heraus entstehen: «Sie sind ein Souvenir, das einem ein Leben lang erhalten bleibt.»

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

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Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

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Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

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Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

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Mi, 2016-06-29 13:21
Prenzlau (dpa)

Streit um Karikatur: Freispruch für AfD-Politiker Weiß

Prenzlau (dpa) - Der AfD-Politiker Jan-Ulrich Weiß aus Brandenburg ist vom Vorwurf der Volksverhetzung freigesprochen worden. Die von ihm auf Facebook gepostete Karikatur habe keinen antisemitischen Bezug, urteilte das Amtsgericht Prenzlau am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Geldstrafe von 5000 Euro plädiert.

Weiß, AfD-Kreisvorsitzender aus der Uckermark, erwarte jetzt eine Entschuldigung von AfD-Landeschef Alexander Gauland, sagte sein Verteidiger Volker Heinz. Der Parteivorstand hatte die Karikatur als antisemitisch gewertet. Ein von Gauland betriebenes Verfahren zum Parteiausschluss war jedoch im vergangenen September vor dem Bundesschiedsgericht der AfD gescheitert.

«Wir haben dieses Urteil erwartet», sagte Weiß' Verteidiger. «Zum einen ist das Bild nicht eindeutig gegen eine religiöse Gruppe gerichtet. Zum anderen war meinem Mandanten nicht bewusst, dass er die Karikatur öffentlich macht.»

Mi, 2016-06-29 13:25
Regensburg (dpa)

Klaus Augenthaler hat Ärger mit Tierschützern

Regensburg (dpa) - Fußball-Weltmeister Klaus Augenthaler (58) war angeln - und hat jetzt eine Anzeige der Tierschutzorganisation Peta am Hals. «Wir prüfen, ob ein Vergehen nach dem Tierschutzgesetz vorliegt», sagte am Mittwoch der Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg, Theo Ziegler, und bestätigte Medienberichte. Augenthaler zog demnach vor Wochen einen großen Wels aus einem Weiher an Land und ließ das 2,20 Meter lange Tier zurück ins Wasser. Ein Foto in der «Bild»-Zeitung zeigte den Angler mit dem Fisch.

Nach Ansicht von Peta ist das ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, weil einem Wirbeltier länger andauernder Schmerz zugefügt wurde. Die Praxis «Catch and Release», bei der es um den Kampf mit dem Fisch und um Trophäenfotos gehe, ist für die Tierschützer nicht akzeptabel, wie Tanja Breining von Peta Deutschland erklärte. Ginge es darum, den Fisch zu essen, könnte die Organisation rechtlich nicht gegen Augenthaler vorgehen. So aber gebe es keinen vernünftigen Grund für den Fang, wie ihn das Tierschutzgesetz fordere.

Die Staatsanwaltschaft weiß noch nicht, ob sie Anklage erheben wird. Sollte der Fall vor Gericht landen, sieht sich der ehemalige FC-Bayern-Spieler und Weltmeister von 1990 juristisch auf der sicheren Seite. «Dann muss das Gericht entscheiden, dass es in Deutschland und Europa keine Angler mehr geben darf», sagte Augenthaler. Ein Wels dieser Größe sei auch gar nicht mehr genießbar.

Mi, 2016-06-29 14:00
München (dpa)

Mit Obst gegen Patente - 800 000 Unterschriften übergeben

Tomaten dienen bei Protesten gelegentlich als Wurfgeschoss. Dieses Mal blieb das Gemüse friedlich liegen, als Mahnung: Umweltgruppen protestierten gegen Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen.

München (dpa) - Mit der Übergabe von 800 000 Unterschriften aus ganz Europa haben Umweltorganisationen am Mittwoch vor dem Europäischen Patentamt (EPA) in München gegen Patente auf Lebensmittel demonstriert. Die Teilnehmer versammelten sich mit Äpfeln, Bananen, Tomaten, Weizen-Ähren, Melonen und Mais.

Das «öffentliche Happening» mit «nicht-patentierbarem Lieblingsgemüse» anlässlich der Verwaltungsratssitzung der Europäischen Patentorganisation (EPO) solle das Amt daran erinnern, dass Patente auf Pflanzen und Tiere endlich gestoppt werden müssten, teilte das Bündnis «Keine Patente aus Saatgut» mit.

Umweltgruppen hatten die Unterschriften über Monate in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden, aber auch in Dänemark, Schweden, Spanien, Portugal und Frankreich zusammengetragen. «Es ist höchste Zeit zu handeln. Das Europäische Patentsystem hat seine Balance verloren», erklärte Lara Dovifat von der Organisation Campact. Vorrang müssten die Interessen der Allgemeinheit haben, die nicht von Konzernen abhängig werden wolle.

Die europäischen Patentgesetze verbieten Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzensorten und Tierarten. Die Große Beschwerdekammer als letzte EPA-Instanz hatte trotzdem in einer Grundsatzentscheidung für einen speziellen Brokkoli und eine wasserarme Ketchup-Tomate festgestellt, dass zwar Ansprüche auf Züchtungsverfahren nicht geschützt werden können, wohl aber auf Pflanzen, die daraus hervorgehen.

«Wir wollen, dass diese Grundsatzurteile nicht mehr zu Anwendung kommen», sagte Christoph Then von «Keine Patente auf Saatgut». «Der Verwaltungsrat der Europäischen Patentorganisation muss auf die korrekte Auslegung der Patentgesetze achten.» Das Gremium mit Delegierten der 38 Vertragsstaaten könne das EPA hindern, weitere Patente dieser Art zu erteilen.

Gegner kämpfen seit Jahren gegen Patente auf konventionell gezüchtete Tomaten, Sojapflanzen oder Paprika. Laut EPA gab es bis etwa Mitte Mai rund 80 Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen. Die Gegner sprechen von 180. Derzeit werden weitere Verfahren abgearbeitet. Sie waren teils auf Eis gelegt worden, um die Grundsatzentscheidung zu Schrumpeltomate und Brokkoli abzuwarten.

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mi, 2016-06-29 13:43
Jerusalem (dpa)

Israels Sicherheitskabinett genehmigt Türkei-Abkommen

Jerusalem (dpa) - Das Versöhnungsabkommen mit der Türkei hat in Israel die letzte Hürde genommen. Das Sicherheitskabinett hat am Mittwoch dem Abkommen zugestimmt, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem mitteilte. Die am Montag verkündete Vereinbarung beendet sechs Jahre Eiszeit zwischen den ehemaligen Bündnispartnern. Sie sieht die Rückkehr der Botschafter und eine umfassende Normalisierung der Beziehungen vor.

Der Bruch kam 2010, nachdem die israelische Marine ein Gaza-Solidaritätsschiff gestürmt und dabei zehn türkische Staatsbürger getötet hatte. Dafür soll Israel nach dem Abkommen rund 20 Millionen Dollar Entschädigung zahlen.

Die Hauptforderung der Türkei nach einer Aufhebung der Gaza-Blockade wurde jedoch nicht erfüllt. Stattdessen sollen türkische Hilfsleistungen über den israelischen Hafen Aschdod in die Palästinenserenklave am Mittelmeer gebracht werden.

Das Abkommen haben beide Seiten bereits am Dienstag unterzeichnet. Das türkische Parlament muss der Vereinbarung noch zustimmen.

Mi, 2016-06-29 13:22
Istanbul (dpa)

Terrorgefahr - Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen

Istanbul (dpa) - Terroristen haben in Istanbul erneut einen Flughafen als Ziel für einen verheerenden Anschlag gewählt. Sollten Sicherheitsbereiche schon an die Gebäudeeingänge vorverlegt und alle Besucher durchleuchtet werden? In Staaten mit hoher Terrorbedrohung sind solche Kontrollen teils schon weit vor den Eingängen üblich. Die deutschen Flughäfen halten nichts davon. Einige Beispiele:

DEUTSCHLAND/FRANKFURT: Die beiden Passagier-Terminals des größten deutschen Flughafens sind über etliche Eingänge frei zugänglich. Außerdem sind zwei Bahnhöfe sowie Hotel- und Kongresszentren mit den Gebäuden verbunden. Der Sicherheitsbereich beginnt erst innerhalb der Terminals hinter den Personenkontrollstellen für den Flugbetrieb. Davor liegen große Hallen mit Geschäften, Schaltern und Lokalen. Die Polizei überwacht diesen Bereich mit Streifen und Video-Kameras. Wer im Sicherheitsbereich arbeitet, braucht eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, ausgestellt vom Land Hessen.

BRÜSSEL/BELGIEN: Nach den Bombenanschlägen in einer Halle des Brüsseler Flughafens Zaventem im vergangenen März wurden dort die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. So wurden zunächst Passagiere und ihr Gepäck bereits am Eingang zu den Terminals erstmals kontrolliert. Wer die Halle betreten wollte, musste seinen Ausweis und ein Flugticket vorzeigen. Nach Protesten von Reisenden in langen Warteschlangen wurden die Maßnahmen nach wenigen Wochen wieder gelockert.

TÜRKEI/ISTANBUL: Einlasskontrollen sind an jedem türkischen Flughafen Standard. Schon beim Eintritt ins Gebäude wird das Gepäck geröntgt, also Handgepäck und aufzugebende Koffer. Jeder, der in den Flughafen will, muss durch einen Metallscanner. Nach dem Check-In folgt die zweite Sicherheitskontrolle, die der in Deutschland entspricht und die nur noch Fluggäste passieren dürfen. Beim Check-In muss ein Ausweis vorgelegt werden. Beim Einstieg ins Flugzeug wird der Name auf dem Ausweis dann mit dem auf dem Boarding-Pass abgeglichen.

RUSSLAND/MOSKAU: Wer einen der drei Moskauer Flughäfen betritt, wird schon am Gebäudeeingang kontrolliert: Reisende wie Besucher müssen Handtaschen öffnen, Hosen- und Jackentaschen leeren und durch einen Metalldetektor laufen. Das Hauptgepäck wird von einem Röntgengerät durchleuchtet. In der Wartehalle und vor den Schaltern patrouillieren Wachleute. Nach dem Check-In folgt die eigentliche Flugsicherheitskontrolle.

AFGHANISTAN/KABUL: Am größten Flughafen des Landes in der Hauptstadt Kabul müssen Reisende vor der Ankunft im Terminal durch zwei Autokontrollen samt Sprengstoffspürhunden, drei Ticketkontrollen und fünf Körperkontrollen. Drei oder vier Mal - je nachdem, ob die Geräte gerade funktionieren - muss das Gepäck zum Durchleuchten auf Bänder gewuchtet werden. Kontrollen beginnen schon bei der Einfahrt auf das Flughafengelände, etwa einen Kilometer vor dem Terminal. Das Personal, das Menschen auf Sprengstoffwesten oder Waffen abtastet, ist aber oft lustlos oder lässt dies ganz sein. Ausländer werden nach Trinkgeld gefragt.

ISRAEL/TEL AVIV: Israels internationaler Flughafen Ben Gurion wird besonders streng geschützt, da das Land seit Jahrzehnten mit einer Terrorbedrohung lebt. Dabei wird ein Ring von Kontrollen eingesetzt, der einer Zwiebel gleicht. Passagiere werden bei der Ankunft im Auto schon Kilometer vor dem Terminal von bewaffneten Sicherheitskräften überprüft. Nach Passieren eines weiteren Wächters am Eingang folgen im kameraüberwachten Terminal selbst eine persönliche Befragung und eine gründliche Untersuchung des Gepäcks mit Durchleuchtungssystemen. Dabei werden Reisende in verschiedene Risikogruppen eingestuft. Bei den Kontrollen geht Sicherheit eindeutig vor Persönlichkeitsrechten - was immer wieder zu Beschwerden vor allem arabischer Reisender führt.

Mi, 2016-06-29 13:27
Brüssel (dpa) 

Verlängerung für Glyphosat: Umweltschützer und Industrie unzufrieden

Nichts geht schnell bei der Entscheidung über Glyphosat. Nach monatelangem Hin und Her will die EU-Kommission den Unkrautvernichter nun im Alleingang weiter genehmigen. Freunde macht sie sich damit nicht.

Brüssel (dpa) - Umweltschützer und Pestizid-Hersteller sind enttäuscht über die Gnadenfrist für den Unkrautkiller Glyphosat kritisiert. Beide Seiten beklagten am Mittwoch, die Entscheidung für eine bis zu 18-monatige Verlängerung sei auf den Druck von Lobbyverbänden zurückzuführen.

Der zuständige EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, hatte den Schritt am Vortag angekündigt. Die offizielle Entscheidung müsste spätestens am Donnerstag fallen - andernfalls läuft die EU-Genehmigung für den weit verbreiteten Unkrautvernichter zum Monatsende aus.

Am Freitag scheiterte eine letzte Abstimmung, bei der Deutschland sich enthalten hatte. Die große Koalition liegt in der Frage über Kreuz. Während Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Unionsparteien für die weitere Zulassung plädierten, lehnten die SPD-Minister dies unter Verweis auf mögliche Gesundheitsgefahren ab. Die Substanz steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

Der Industrieverband Agrar (IVA), der Pestizid- und Düngemittelhersteller vertritt, nannte die Verlängerung der aktuellen Zulassung bis spätestens Ende 2017 eine unbefriedigende Zwischenlösung. Stattdessen sei eine Genehmigung für 15 Jahre erforderlich.

Die Branchenvereinigung Zentralverband Gartenbau (ZVG) klagte über «politischen Drucks von Interessenvertretern und Nichtregierungsorganisationen». ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer warnte: «Dieses Vorgehen bei der Neu- oder Wiedergenehmigung von Wirkstoffen auf europäischer Ebene sollte einmalig bleiben und nicht zum Präzedenzfall werden.»

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) beklagte seinerseits, die EU-Kommission und die Vertreter der meisten EU-Staaten hätten sich «offenkundig von den Interessen der Agrarindustrie leiten lassen». Bis zum Beweis der Unbedenklichkeit für Gesundheit und Umwelt habe Glyphosat verboten werden sollen, forderte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner sprach von einer «allerletzten Galgenfrist» für Glyphosat. Allerdings werde sich während dieser Zeit nichts an der Nutzung des Stoffes ändern, beklagte er. «Immer deutlicher wird, dass das Ackergift angezählt ist und dass wir eine Agrarwende weg von der chemiebasierten industriellen Landwirtschaft hin zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung brauchen», so Ebner.

Die EU-Kommission hatte eigentlich darauf gedrungen, dass die EU-Staaten über die weitere Zulassung des weit verbreiteten Unkrautvernichters entscheiden. Doch unter nationalen Vertretern war über Monate hinweg nicht die nötige Mehrheit für eine Verlängerung der aktuellen Genehmigung oder eine Neuzulassung zustande gekommen.

Mi, 2016-06-29 13:35
München (dpa)

Luftreinhaltung in München - Gericht droht Freistaat mit Ordnungsgeld

München (dpa) - Der Freistaat Bayern muss bei seinen Aktivitäten für bessere Luft in München aufs Tempo drücken. Mit zwei Entscheidungen hat das Verwaltungsgericht München die Staatsregierung verpflichtet, wirksamere Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des Grenzwertes für Stickstoffdioxid (NO2) in der Landeshauptstadt zu ergreifen. Das Gericht drohte dem Freistaat nach einer Mitteilung vom Mittwoch das höchstmögliche Ordnungsgeld von 10 000 Euro an, falls er den Luftreinhalteplan nicht innerhalb eines Jahres nachbessert. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatten den Staat verklagt.

Mi, 2016-06-29 13:55
Hamburg (dpa)

Greenpeace fordert Meeresschutzgebiet rund um Spitzbergen

Plastikmüll gibt es auch in arktischen Gewässern. Und bedroht Tiere wie Eisbären, Rentiere und Robben. Die Umweltorganisation Greenpeace fordert die norwegische Regierung nun zum Handeln auf.

Hamburg (dpa) - Fischernetze, Bojen, Plastikteile: Bei einer Aktion an Stränden im arktischen Spitzbergen haben Greenpeace-Aktivisten viel Müll eingesammelt. Selbst die abgelegensten Regionen der Erde seien inzwischen verschmutzt - das sei auch Folge der ausufernden Fischereiindustrie, teilte die Umweltorganisation am Mittwoch in Hamburg mit. Sie fordert ein Meeresschutzgebiet rund um die Inselgruppe Spitzbergen. «Die norwegische Regierung muss die Ausbreitung der industriellen Fischerei in bislang unberührte Gebiete stoppen, bevor sie richtig Fahrt aufnimmt», sagte Larissa Beumer, Arktis-Expertin bei Greenpeace.

Die Organisation ist derzeit mit dem Schiff «Arctic Sunrise» vor Ort. «Die Arktis ist längst nicht mehr so unberührt, wie wir sie uns vorstellen», sagte Beumer. Es sei kaum ein Schritt möglich, «ohne auf kleine oder große Plastikteile zu stoßen». Der Verwaltung Spitzbergens zufolge seien Fischtrawler für rund 80 Prozent des angeschwemmten Mülls verantwortlich, teilte Greenpeace mit.

Nach Angaben von Greenpeace hat das schwere Folgen für die arktische Tierwelt. Eisbären, Rentiere und Robben verhedderten sich in den Netzen und Seilen, die im Meer entsorgt wurden oder verloren gingen. In den Mägen von Seevögeln hätten Wissenschaftler Plastikmüll gefunden. Auch Fische nehmen Mikroplastik auf, wie Greenpeace mitteilte. Dieses lande so in der Nahrungskette und potenziell auch auf dem Teller.

Mi, 2016-06-29 12:04
Trier (dpa)

Ninorta Bahno wird erste syrische Weinkönigin in Deutschland Von Birgit Reichert, dpa

Vor dreieinhalb Jahren floh sie vor dem Krieg aus ihrem Heimatland Syrien. Jetzt wird die 25 Jahre alte Ninorta Bahno die neue Weinkönigin von Trier. Damit will die Christin auch ein Zeichen für Integration setzen.

Trier (dpa) - Mit Wein verbindet Ninorta Bahno die Erinnerung an frohe Stunden. Vor der Flucht aus ihrem Heimatland Syrien schenkte ihre Familie edle Tropfen immer bei besonderen Feiern aus. Nun wird die aramäische Christin neue Weinkönigin von Trier an der Mosel. Bei dem «königlichen Amt» geht es ihr um viel mehr als um Reben und deren Saft: «Ich möchte eine Botschafterin für die Integration und für das Zusammenleben in meinem neuen Land werden», erzählt die 25-Jährige inmitten von Rebstöcken in einem Trierer Weinberg.

Vor ihrer Krönung am 3. August bereitet sich Bahno schon eifrig auf ihr Amt vor. «Immer wenn ich Zeit habe, lese ich über Wein», erzählt die junge Frau in hervorragendem Deutsch. Von Winzern bekommt sie praktisches Wissen im Weinberg: «Ich habe schon einiges für das Aufbinden der Rebstöcke erfahren.» Und auch in das ABC der Fachbegriffe von Abgang bis Restsüße wird die Syrerin noch eingewiesen.

«Es geht aber nicht darum, dass sie über Nacht zur Weinexpertin wird», betont Winzer Peter Terges, Vorsitzender der Vereinigung der Trier-Olewiger Winzer. «Sie ist eine gut aussehende Frau, die etwas für unsere Kultur, für ihr Land und für die Integration machen kann.» Terges hatte Bahno im vergangenen Sommer angesprochen, als sie beim Olewiger Weinfest in Trier für eingeladene Flüchtlinge dolmetschte. «Nach dem ersten Gespräch war klar, dass sie den Trierer Wein liebt.» Bahno sei bundesweit die erste Geflüchtete als Weinkönigin.

«Ich trinke gerne lieblichen Rieslingwein», erzählt Bahno, die Ende 2012 mit ihrer Schwester aus der nordsyrischen Stadt Kamischli nahe der Grenze zur Türkei vor dem Bürgerkrieg geflohen war. Ihr Schicksal steht für unzählige: «Wir mussten alles aufgeben und in einem neuen Land ganz bei Null anfangen.» Vor dem Krieg habe sie viel über Flüchtlinge gehört. «Ich wusste aber nicht, wie schwer es ist, einer zu sein, bis ich es in der Realität erlebt habe.»

In Syrien hatte die junge Frau Jura studiert. Sie würde Recht auch gerne in Deutschland studieren, müsste aber ganz von vorne anfangen. «Wegen der juristische Begriffe ist es noch zu früh und zu schwer für mich.» Deshalb startet sie ab September zunächst eine Ausbildung zur Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen bei der Agentur für Arbeit Trier. Derzeit bereitet sie sich mit einem Praktikum darauf vor. «Die Arbeit dort macht mir viel Freude, ich mag den Umgang mit Menschen.» Zudem lerne sie dabei viel über deutsche Gesetze.

Bahno könne sich nach dem Jahr als Trierer Weinkönigin gerne auch um das Amt der Moselweinkönigin bewerben, sagt der Geschäftsführer des Vereins Moselwein, Ansgar Schmitz. Falls sie das werde, stehe ihr auch später das Rennen um den Titel Deutsche Weinkönigin offen. Die Mosel sei im Ausland eines der bekanntesten deutschen Weingebiete. «Da passt eine Weinkönigin aus Syrien ganz gut ins Bild.»

Winzer Peter Schleimer findet die Wahl der jungen Frau auch aus einem anderen Grund gelungen. Sie bringe zwei Kulturen über den Wein zusammen: Syrien als eines der Ursprungsländer der Weinkultur überhaupt und die Weintradition rund um die wohl älteste Stadt Deutschlands Trier.

Inzwischen ist Bahnos ganze Familie nach Deutschland gezogen. Zur Krönung von Bahno zur 68. Trierer Weinkönigin werden ihre Eltern aus Gießen nach Trier kommen. Und - wie das bei Familie Bahno zu besonderen Gelegenheiten üblich ist - mit einem feinen Wein anstoßen.

Mi, 2016-06-29 12:45
Damaskus (dpa)

Zehn Tote bei Explosion einer Autobombe in Nordsyrien

Damaskus (dpa) - Bei der Explosion einer Autobombe in dem von Kurden kontrollierten nordsyrischen Grenzort Tell Abjad sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Ein Arzt des Krankenhauses der Stadt an der Grenze zur Türkei berichtete am Donnerstag zudem von mehr als 30 Verletzten. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, die Bombe sei im Zentrum Tell Abjads explodiert.

Zunächst bekannt sich niemand zu der Tat. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verübt in Syrien und im Irak immer wieder Anschläge. Die Kurden-Miliz YPG hatte die Extremisten vor mehr als einem Jahr aus Tell Abjad vertrieben. Die Stadt ist strategisch wichtig, weil sie an einer wichtigen Verbindungsroute in die Türkei liegt.

Mi, 2016-06-29 12:38
Hannover (dpa)

Bauernpräsident: «Haben viele Steine aus dem Weg zu legen»

Mit einer kämpferischen Rede hat Bauernpräsident Rukwied Deutschlands Landwirte auf schwierige Zeiten eingeschworen. Zum Auftakt des Bauerntages fordert er Impulse und Signale von der Politik für die Zukunft der Branche. Die Delegierten bestätigten ihn im Amt.

Hannover (dpa) - Bauernpräsident Joachim Rukwied sieht seine Branche zu Unrecht in der Kritik. Zum Auftakt des zweitägigen Deutschen Bauerntages in Hannover erklärte er in einer betont kämpferischen Rede: «Die Angriffe in letzter Zeit sind schärfer geworden.» Sowohl Umweltverbände wie den Bund, aber auch den grünen Spitzenpolitiker Anton Hofreiter ging er unter dem Applaus der 600 Delegierten scharf an. Er warnte davor, die deutsche Landwirtschaft mitten in der Marktkrise durch ein immer enger werdendes Regulierungs-Korsett zu ersticken: «Wir brauchen keine Agrarwende - die deutschen Bauern wirtschaften nachhaltig.» Sie hätten auch das Tierwohl im Blick.

Derzeit leiden Bauern etwa unter niedrigen Preisen und wegbrechenden Märkten. Gesunkene Weltmarktpreise und der russische Importstopp für EU-Agrarprodukte haben bei vielen Betrieben zu heftigen finanziellen Einbußen geführt. Betroffen sind vor allem Milchbauern, doch auch bei Schweinefleisch sowie bei Obst und Gemüse ist die Lage kritisch. Rukwied warnte: «Ein Land ohne Landwirtschaft hat keine Zukunft.» Die Bauern bräuchten gerade in der Krise ermutigende Signale und Impulse, die zeigten, dass sie eine Zukunft hätten.

«Wir haben viele Steine aus dem Weg zu legen», sagte der bisherige DBV-Präsident, bevor er mit 88,76 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt als Chef des Deutschen Bauernverbands (DBV) bestätigt wurde. Im DBV sind nach dessen eigenen Angaben etwa 300 000 deutsche Landwirte und ihre Familien organisiert. Als Rukwieds Stellvertreter wurden die Funktionäre Walter Heidl aus Bayern (92,75 Prozent der abgegebenen Stimmen), der niedersächsische Landvolk-Präsident Werner Hilse (83,59 Prozent), der aus Schleswig-Holstein stammende Werner Schwarz (95,71) sowie der Sachse Wolfgang Vogel (75,49) gewählt.

Rukwied betonte, die Bauern dürften auch Respekt und Anerkennung erwarten. Er mahnte zugleich: «Wenn der Rahmen, den man uns setzt, immer enger wird, wird das nicht funktionieren.» Zukunft für die deutsche Landwirtschaft bedeute auch den Export heimischer Agrarprodukte in Drittländer außerhalb der EU. Namentlich wandte er sich auch gegen Vorschläge des grünen Spitzenpolitikers Anton Hofreiter für eine Agrarwende. Unter dem Beifall der Delegierten hielt er ihm vor, von der Landwirtschaft nur wenig Ahnung zu haben.

Ausdrücklich sprach sich der Bauern-Präsident zudem für eine Zulassungsverlängerung des umstrittene Pflanzenschutzmittels Glyphosat aus. Zu den Folgen des britischen EU-Ausstiegs warnte er davor, nun die bisherigen EU-Mittel für die deutschen Bauern zu reduzieren oder zugunsten von NGO's umzuschichten.

Mi, 2016-06-29 12:32
Aviv (dpa)

«Wir haben viel Erfahrung damit, was man gegen Terrorismus tut» Interview: Stefanie Järkel, dpa

Der Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv gilt als Vorbild in Sicherheitsfragen. Hier mischen sich Wachmänner unerkannt unter die Passagiere, sagt der Ex-Sicherheitschef. Das Sicherheitsmaßnahmen sind viel schärfer als in Europa.

Tel Aviv (dpa) - Der Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv gilt als einer der sichersten Flughäfen weltweit. Nach einem Anschlag mit 26 Toten im Jahr 1972 baute Israel die Sicherheitsmaßnahmen aus. Der Ex-Sicherheitschef des Flughafens, Pini Schiff, plädiert für frühzeitige Kontrollen der Passagiere - ganz anders als in Ländern wie Deutschland praktiziert.

Was ist der Unterschied zwischen dem Atatürk- und dem Ben-Gurion-Flughafen?

Natürlich muss man die Leute vor dem Gebäude überprüfen, damit man die Möglichkeit hat, einzelne Personen am Eintritt zu hindern. In der Türkei entstehen bei den Sicherheitskontrollen am Eingang aber lange Schlangen. Wir achten darauf, dass sich bei uns keine solchen Schlangen bilden. Das Problem jedes internationalen Flughafens sind Menschenansammlungen. Deswegen braucht es ein System, damit das Sicherheitspersonal Verdächtige entdecken und schnell reagieren kann. Unser System ermöglicht uns, jemanden, der schießt, sofort auszuschalten.

Wie ist das System aufgebaut?

Wir arbeiten mit Sicherheitskreisen: Wir kontrollieren jedes Fahrzeug, das in das Gebiet um den Flughafen herum fährt. Der nächste Kreis ist der Eingang zum Flughafen, wo die Leute ebenfalls überprüft werden. Anschließend mischt sich Sicherheitspersonal unter die Passagiere - allerdings unerkannt. Man kann am Check-in stehen, und die Person neben einem ist ein Sicherheitswachmann, ohne dass man es weiß. Bei uns sieht man keine Soldaten mit Maschinengewehren im Flughafen. Am Ende kommt noch der Sicherheitscheck der Personen und des Handgepäcks.

Woher stammt das Personal?

Wir haben Sicherheitsoffiziere, die aus den Elite-Kampfeinheiten der israelischen Armee stammen. Wir trainieren sie zudem an einer speziellen Akademie bis zu weitere sechs Monate dafür, wie sie im Fall eines Terroraktes reagieren müssen. Wir haben viel Erfahrung damit, was man gegen Terrorismus tun muss im Vergleich zu anderen Nationen.

Was können andere Flughäfen in Sicherheitsfragen von Israel lernen?

Die israelische Philosophie lautet, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich der Passagier nicht wie in einem Militärcamp fühlt. Aber wir in Israel können auch Verfahren durchführen, die größere Flughäfen nicht machen können. Am Ben Gurion gibt es im Jahr 16 Millionen Passagiere. In anderen Flughäfen sind es mehr als 60 Millionen.

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Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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