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„Natur ist kein Museum!“

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Völkische Naturschützer, die unerkannt auf Hambacher-Wald-Demos mitlaufen. Rechte Magazine, die sich um Tiere, Nachhaltigkeit und Frauenrechte sorgen. Atomkraftgegner, denen es ausschließlich um die Erhaltung „des arischen Gen-Materials“ geht. Rechtsextremismus-Experte Lukas Nicolaisen erklärt, woran man braunes Gedankengut in der Umweltbewegung erkennt und wie man sich davon abgrenzen kann.

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Dienstag, 20. November 2018

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Spanien will Ver­bren­ner­au­tos verbieten, die Kar­tof­fel­prei­se steigen und eine illegale Tiger-Farm in Tschechien

Liebe Leserinnen und Leser,

Spanien hat beim Klimaschutz das gleiche Problem wie Deutschland: Im Verkehrssektor geht es nicht richtig voran. Doch Spanien – immerhin der zweitgrößte Autoproduzent Europas – hat sich nun Ambitioniertes vorgenommen. Von 2040 an sollen keine Diesel-, Benzin- und Erdgasfahrzeuge mehr verkauft werden dürfen, zumindest für die private Nutzung. Allerdings hat die neue spanische Regierung keine Mehrheit im Parlament – dort wird heftiger Widerstand erwartet. Nicht ganz so heikel sind die Koalitionsgespräche in HessenCDU und Grüne haben immerhin schon mal zusammen regiert. Doch auch hier könnten die neuen Kräfteverhältnisse ungemütliche Zeiten für beide Parteien mit sich bringen.

Und dann geht es im Navigator noch um illegalen Handel mit Raubkatzen – nicht etwa in Südostasien, sondern mitten in Europa: In Tschechien haben Ermittler eine Farm entdeckt, auf der Tiger, Löwen und Pumas gezüchtet und für den traditionellen chinesischen Medizinmarkt verarbeitet wurden. Ein Fall, der sprachlos macht. 

Wir melden uns morgen mit hoffentlich positiveren News zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Spanien will Verbrennerautos bis 2040 verbieten

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Spanien will sich ein neues, ambitioniertes Klimaschutzgesetz geben, wie klimareporter° berichtet. Es soll den Übergang in ein Zeitalter ohne fossile Energien regeln. Unter anderem ist vorgesehen, dass von 2040 an keine Diesel-, Benzin- und Erdgasfahrzeuge mehr verkauft werden dürfen – zumindest für die Privatnutzung. Spanien kommt wie Deutschland beim Klimaschutz im Straßenverkehr bisher nicht richtig voran. Als zweitgrößter Autoproduzent in Europa hätte dieser Schritt nun große Bedeutung. Allerdings hat die neue spanische Regierung keine Mehrheit im Parlament und muss sich auf heftigen Widerstand und ein langwieriges Gesetzgebungsverfahren einstellen. Die Autolobby bezeichnet den Gesetzentwurf als „exzessiv und überstürzt“.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Nach Hessenwahl: CDU und Grüne nehmen Koalitionsgespräche auf

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Drei Wochen nach der Landtagswahl in Hessen haben CDU und Grüne in Wiesbaden mit ihren Koalitionsverhandlungen begonnen – ZDF-heute berichtet. Die beiden Parteien haben bereits die vergangenen fünf Jahre gemeinsam regiert – die neuerliche Auflage von Schwarz-Grün hat im hessischen Landtag aber nur noch eine knappe Mehrheit von einer Stimme. Auch aufgrund der neuen Kräfteverhältnisse kommen auf CDU und Grüne, die sich zuletzt in etwas behäbiger Ruhe eingerichtet hatten, nun deutlich ungemütlichere Zeiten zu, schreibt die SZ. Mindestens ein Ressort muss Schwarz an Grün abgeben. Spannend dürfte werden, wie sich Hessen in Sachen sichere Herkunftsländer positioniert und ob das Land bereit sein wird, leichtere Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber in die Maghrebstaaten zu akzeptieren.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Kartoffelpreise steigen um mehr als 50 Prozent

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Der Hitzesommer hat nun auch Folgen für eines der beliebtesten deutschen Grundnahrungsmittel: Infolge der Dürre sind die Kartoffelpreise um mehr als die Hälfte gestiegen. Nach Angaben des Agrarmarkt-Informationsdienstes müssen Kunden im Supermarkt derzeit für Kartoffeln in Kleinverpackungen etwa 84 Cent pro Kilogramm bezahlen – vor einem Jahr lag der Kilo-Preis noch bei 55 Cent. Zu weiteren Preissteigerungen könnte es im Frühjahr kommen. Verbraucher müssen sich außerdem auf ein verstärktes Angebot von optisch nicht ganz einwandfreien Kartoffeln einstellen, die in Jahren mit besseren Ernten von den Betrieben aussortiert worden wären. Versorgungseng­pässe sind trotz eines Ernterückgangs um 1,5 bis 2,0 Millionen Tonnen aber nicht zu befürchten. Die Meldung hat Spiegel Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Illegale Tiger-Farm in Tschechien entdeckt

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Das Erste, was den Ermittlern auffiel, war der Gestank. In einer nicht angeschlossenen Kühltruhe verrotteten die sterblichen Überreste von Tigern, Löwen und Pumas. Und das nicht etwa irgendwo in Südostasien – sondern im Herzen Europas: in der tschechischen Hauptstadt Prag. Nach fünfjähriger Ermittlungsarbeit hat ein Team aus Polizei, Zoll und Umweltbehörde dort eine illegale Raubkatzen-Farm hochgenommen. Dahinter steckt den Ermittlern zufolge ein Ring von tschechischen und vietnamesischen Kriminellen, die die Tiere für den traditionellen Medizinmarkt in China züchteten, töteten und verarbeiteten. Die Entdeckung wirft ein Schlaglicht auf den illegalen Tierhandel in Europa – ein Problem, das die Behörden lange außerhalb des Kontinents verorteten. Der Guardian berichtet über den Fall und die Hintergründe.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Öko-Kleidung für die Massen

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Zahlreiche Labels bringen inzwischen Öko-Mode auf den Markt. Doch lohnt das auch in großem Stil? Die taz hat bei Herstellern von nachhaltiger Kleidung wie dem Kölner Label Armed Angels recherchiert und kommt zu dem Ergebnis: durchaus, wie das Beispiel T-Shirt zeigt. Weltweit werden jährlich mehr als 13 Milliarden T-Shirts produziert, davon importiert allein Deutschland weit mehr als 500 Millionen Stück. Nur einen kleinen Teil dieses Marktes zu erobern, ist für nachhaltige Produzenten attraktiv und möglich. Der Aufpreis für Bio-Baumwolle bei einem T-Shirt liegt unter einem Dollar, bei großen Mengen sogar unter 50 Cent. Umweltfreundliches Färben ist im Vergleich zu konventionellen Alternativen nur wenige Cent pro Kilogramm teurer. Der Preistreiber bei konventioneller wie Öko-Mode: der Einzelhandel.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Der Blechlawine sollte weniger Platz gegeben werden

Ein Diesel-Fahrverbot jagt das nächste – doch die Debatte bleibt bei solchen Fragen stehen. Ob nun 50 Mikrogramm statt 40 Mikrogramm verhältnismäßig sind, ob Selbstzünder nach der A40 im Ruhrgebiet auch von der A100 in Berlin verbannt werden – das grundsätzlichere Problem wird damit nicht gelöst: Wo sollen die Blechlawinen alle hin?

Deutsche Großstädte haben nicht nur ein Umweltschutzproblem, sondern auch ein Platzproblem. Autos – ganz gleich mit welchem Antrieb – nehmen einfach zu viel Raum ein, findet Tagesspiegel-Redakteur Fabian Löhe. 60 Millionen erwachsene Deutsche stellen sich etwa 50 Millionen Fahrzeuge vor die Haustüren. Das muss sich ändern.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

Alle mal die Ärmel hochkrempeln! Wo es sich lohnt mit anzupacken und warum (Selbst-)Verantwortung das beste Mittel gegen Zukunftsängste ist, darüber berichten wir in unserer neuen Ausgabe „Bloß nicht hinwerfen!".

Verantwortung – 6.18

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16.Nov 2018

Wale, Weltraum, Wis­sen­schaft

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Karten sind ein unverzichtbarer Teil unseres Lebens geworden, doch wir haben nie gelernt, richtig mit ihnen umzugehen. Deshalb zeigt das Kollektiv orangotango im Sammelband „This is not an Atlas“, wie kritische Kartografie aussehen kann.

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14.Nov 2018

„Wir alle wollen Frieden. Obwohl die meisten gar nicht wissen, was Krieg ist.“

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Vor hundert Jahren ging der erste Weltkrieg zu Ende, aber noch immer gibt es rund um Europa Krieg. Ab diesem Mittwoch werden 500 Jugendliche bei der Jugendbegegnung „Youth for Peace“ über Ideen für den Frieden nachdenken. Die 19-jährige Raghad Alrez aus Syrien ist eine von ihnen und beschreibt im Interview, was Frieden für sie bedeutet.

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09.Nov 2018

Hundert Jahre Frau­en­wahl­recht: Respekt bitte!

Hundert Jahre Frauenwahlrecht: Respekt bitte! // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal geht es um eine Reise, die vor hundert Jahren begann und noch nicht zu Ende ist

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