Aktuell

Sa, 2017-03-25 03:31
Gundremmingen (dpa)

Nach einem halben Jahrhundert verschwindet das erste Groß-AKW Von Ulf Vogler, dpa

Es ist ein Projekt für die kommenden Jahrzehnte. In Gundremmingen soll das Atomkraftwerk komplett zurückgebaut werden. Deutschlands erstes Groß-AKW verschwindet damit nach und nach von der Landkarte.

Gundremmingen (dpa) - Mit dem geplanten Rückbau des Kernkraftwerks Gundremmingen wird der Urahn der großen Atomkraftwerke in Deutschland langsam verschwinden. Denn der Bau des inzwischen längst wieder stillgelegten Blocks A des Kernkraftwerks im schwäbischen Landkreis Günzburg signalisierte den Startschuss für das kommerzielle Atomzeitalter der Bundesrepublik. Ende 1966 hatte erstmals eine atomare Großanlage Strom ins Netz gespeist. Zuvor hatte es nur deutlich kleinere Atomkraftwerke (AKW) gegeben, überwiegend für Versuchszwecke.

Nun steht nach rund einem halben Jahrhundert zum Jahresende 2017 die Abschaltung von Block B in Gundremmingen an, Block C wird in vier Jahren folgen. Nachdem die Energiekonzerne RWE und Eon den Abbau der verbliebenen beiden Atommeiler beantragt haben, wird ab Dienstag in Gundremmingen darüber diskutiert. Kritiker haben Bedenken gegen die Abrisspläne.

Worum geht es bei den Anhörungen zum Rückbau des Atomkraftwerks?

Die Energiekonzerne haben einen Antrag für den Abbau der kompletten Atomanlage in Gundremmingen gestellt. Der Rückbau von Block C, der noch bis Ende 2021 in Betrieb sein soll, ist dabei also schon enthalten. Ziel der Unternehmen ist es, das Kernkraftwerk «aus der atomrechtlichen Überwachung» zu entlassen. Dafür muss das Werksgelände von jeglicher Strahlung dekontaminiert werden. Übrig bleibt dann zum Schluss ein ganz normales Industriegebiet am Ortsrand von Gundremmingen. Davon abgetrennt wird es allerdings noch das Zwischenlager für die verbrauchten Brennelemente geben. Im Jahr 2019 will der Bund diese Zwischenlager an allen Kraftwerksstandorten in die eigene Verantwortung übernehmen.

Welche Bedenken haben die Kritiker des Atomkraftwerks?

Grundsätzlich betrachten Atomgegner das schwäbische Kraftwerk als unsicher. Sie verlangen deshalb, dass Block C ebenfalls bereits in diesem Jahr abgeschaltet wird und nicht noch vier Jahre in Betrieb bleibt. Der Bund Naturschutz erklärt beispielsweise, dass das größte deutsche Atomkraftwerk besonders gefährlich sei und spricht von einem «Risikoreaktor». Die Kritiker bemängeln ferner, dass es ein Sicherheitsproblem sei, wenn Block B bereits ab Anfang 2018 abgebaut wird, während Block C nach den Atomausstiegsplänen des Bundes noch weiterläuft. Sie bemängeln zudem das Konzept zur Entsorgung des anfallenden Atommülls aus Gundremmingen, beispielsweise weil die Endlagerfrage noch nicht geklärt sei.

Warum soll der Rückbau nicht erst nach Abschaltung von Block C beginnen?

Der Betreiber will mit dem Rückbau von Block B sofort starten, weil dadurch die nahtlose Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter möglich ist. Dies sichere nicht nur die Arbeitsplätze, es könne auch die bisherige Erfahrung des Personals weiter genutzt werden, heißt es im Antrag.

Was bedeutet die Stilllegung für die Mitarbeiter?

Ein Atomkraftwerk abzureißen, ist eine langwierige Angelegenheit, dadurch gibt es auch noch lange Jobs in Gundremmingen. Derzeit sind in dem Werk noch 650 Mitarbeiter beschäftigt, Anfang des Jahres 2018 werden es voraussichtlich 530 sein. Für die Belegschaft bleibt viel zu tun, denn der gesamte Rückbau soll sich bis ins Jahr 2040 hinziehen. Die Mitarbeiterstärke soll in dieser Zeit nach und nach reduziert werden über die übliche Fluktuation, also den Ruhestand von Beschäftigten und den Wechsel von Mitarbeitern zu anderen Unternehmen. «Wir rechnen nicht damit, betriebsbedingt Personal abbauen zu müssen», sagt Kraftwerkssprecher Tobias Schmidt.

Bleibt von dem AKW etwas übrig?

«In Gundremmingen soll wieder eine grüne Wiese entstehen», meinte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU). Doch die Atomkonzerne wollen sich noch nicht auf eine «grüne Wiese» festlegen - sie betrachten Gundremmingen als einen Industriestandort, der nach dem Rückbau möglicherweise anderweitig verwendet werden kann. Deswegen kann es auch sein, dass ein Käufer dann einzelne AKW-Gebäude wie Lagerhallen oder Verwaltung übernimmt und weiter nutzt, wenn diese Gebäude nicht radioaktiv belastet sind.

Gibt es schon Erfahrung mit dem Rückbau von Atommeilern?

Ja, mehrere Anlagen werden oder wurden bereits zurückgebaut. Das Besondere in Gundremmingen ist, dass dort bereits der Block A entfernt wurde. Dieser Meiler war bereits vor 40 Jahren nach mehreren schweren Störfällen vom Netz gegangen. Übrig blieb nur das Gebäude, das jetzt anderweitig genutzt wird. «Alles was wir jetzt beantragt haben, haben wir schon einmal gemacht», betont deswegen Kraftwerkssprecher Schmidt.

Wie teuer wird der Abriss des AKW Gundremmingen insgesamt werden?

Die Gesamtkosten stehen noch nicht genau fest. Die Konzerne haben für das Projekt Rückstellungen im Bereich von zusammen rund 1,5 Milliarden Euro für beide Blöcke gebildet. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die Kosten etwa in diesem Bereich bewegen.

Sa, 2017-03-25 01:30
Caracas (dpa)

Benzin-Krise im ölreichsten Land: Neue Folge im Venezuela-Drama Von Georg Ismar und Néstor Rojas, dpa

Lange Schlangen vor Supermärkten und Apotheken gehören im sozialistischen Abenteuerland Venezuela zum Alltag - aber vor Tankstellen? Im Land mit den größten Ölreserven? Der staatliche Ölkonzern sieht den Grund für die Benzinkrise im Schiffsverkehr.

Caracas (dpa) - Ausgerechnet in Venezuela, dem Land mit den größten Ölreserven der Welt, geht das Benzin aus. Seit Tagen gibt es täglich länger werdende Schlangen vor den Tankstellen in der Hauptstadt Caracas und in weiteren Städten des südamerikanischen Landes.

Der Vizepräsident des staatlichen Erdölkonzerns PDVSA, Ysmel Serrano, begründete den dramatischen Mangel mit «Verzögerungen bei den Schiffstransporten mit Treibstoff». Von 290 Tankstellen in Caracas hatten in den vergangenen Tagen nur noch 90 Tankstellen Benzin. Venezuela hat zwar gewaltige Ölreserven, aber zu wenige funktionstüchtige Raffinerien, weshalb große Mengen Benzin importiert werden müssen. PDVSA versprach, die Produktion zu erhöhen, um Abhilfe zu schaffen.

Der Verbrauch im Land wird auf rund 500 000 Barrel am Tag geschätzt, zeitweise musste die Regierung pro Jahr über zehn Milliarden Dollar für die Einfuhr und Subventionierung von Benzin ausgeben. Dann ließ Präsident Nicolás Maduro Anfang 2016 die Preise etwas anheben, aber auch heute kostet eine Tankfüllung je nach Wechselkurs teilweise nur rund 50 Euro-Cent, die billigsten Spritpreise der Welt. Ein Grund für die Schlangen an Tankstellen könnte in der Inflation liegen, die es auch schwieriger macht, die Benzinimporte zu bezahlen.

Wegen der höchsten Inflation der Welt wurde es für die Regierung zuletzt auch schon immer schwerer, Lebensmittel und Medikamente einzuführen - denn die müssen in Dollars oder Euro bezahlt werden.

Oppositionsführer Henrique Capriles kommentiert die neue Hiobsbotschaft im Kurznachrichtendienst Twitter mit den Worten: «Ohne Nahrung, Medikamente, Wasser, Strom, jetzt auch ohne Benzin, 29 000 Morde 2016.»

Der Bolívar verliert dramatisch an Wert, vor etwa einem Jahr lag der Schwarzmarktkurs bei einem Dollar zu 1200 Bolívares, nun müssen schon rund 3000 Bolívares für einen Dollar gezahlt werden. Der Mindestlohn wurde daher zuletzt auf rund 40 000 Bolivares fast verdoppelt. Nach 18 Jahren sozialistischer Regierung leidet das Land unter einer der schlimmsten Versorgungskrisen, die Kindersterblichkeit ist mit Abstand die höchste in der Region. Die Opposition warf der Regierung vor, den Ölkonzern PDVSA ruiniert zu haben, der es nicht schaffte, im Land mit den größten Reserven ausreichend Benzin zu produzieren.

An der Grenze zu Kolumbien werden jeden Tag hunderttausende Liter Benzin geschmuggelt, weil das Benzin um ein vielfaches günstiger ist - auf der kolumbianischen Seite wird das Benzin in Grenznähe direkt an der Straße verkauft, mit Trichtern wird es kanisterweise in die Tanks gefüllt, viele Tankstellen mussten wegen der Konkurrenz schließen.

Die Opposition konnte zwar im Dezember 2015 die Parlamentswahl klar gewinnen, aber Präsident Maduro regiert seither vor allem mit Notstandsdekreten. Am Freitag erst ermahnten die USA und 13 weitere amerikanische Staaten Maduro, «die Gewaltenteilung zu garantieren sowie den Rechtsstaat und die demokratischen Institutionen zu respektieren». Alle politischen Gefangenen müssten freigelassen werden. Maduro wehrt sich bisher erfolgreich gegen ein Referendum zu seiner Abwahl. Wegen der Krise und rasant steigender Gewalt sind Hunderttausende in den vergangenen Jahren aus dem Land geflüchtet.

Fr, 2017-03-24 23:25
Caracas (dpa)

Ölreichstes Land ohne Benzin

Caracas (dpa) - Ausgerechnet in Venezuela, das Land mit den größten Ölreserven der Welt, geht das Benzin aus. Seit Tagen gibt es täglich länger werdende Schlangen vor den Tankstellen in der Hauptstadt Caracas und in weiteren Städten des südamerikanischen Landes. Der Vizepräsident des staatlichen Erdölkonzerns PDVSA, Ysmel Serrano, begründete den dramatischen Mangel mit «Verzögerungen bei den Schiffstransporten mit Treibstoff».

Von 290 Tankstellen in Caracas hatten in den vergangenen Tagen nur noch 90 Tankstellen Benzin. Venezuela hat zwar gewaltige Ölreserven, aber zu wenige funktionstüchtige Raffinerien, weshalb große Mengen Benzin importiert werden müssen.

Der Verbrauch im Land wird auf rund 500 000 Barrel am Tag geschätzt, zeitweise musste die Regierung pro Jahr über zehn Milliarden Dollar für die Einfuhr und Subventionierung von Benzin ausgeben. Dann ließ Präsident Nicolás Maduro vor einem Jahr die Preise etwas anheben, aber auch heute kostet eine Tankfüllung keine 50 Cent, es sind die billigsten Spritpreise der Welt. Ein Grund für die Schlangen an den Tankstellen könnte in der Inflation liegen, die es auch schwieriger macht, die Benzinimporte zu bezahlen. Es fehlen Devisen.

Die Welt besser machen.
Wie? Steht im Greenpeace Magazin!

6 Ausgaben im Jahr
gedruckt oder als App
ab 29,50 Euro

Fr, 2017-03-24 23:01
Berlin (dpa) 

Weise: Lieber Arbeit als Hartz IV bezahlen

Berlin (dpa) - Der scheidende Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat sich für einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt für bestimmte Hartz-IV-Empfänger ausgesprochen. «Wir sollten Langzeitarbeitslose ohne Qualifikation, die auf dem normalen Jobmarkt keine Chance haben, nicht weiter in akademische Schulungsprogramme schicken, sondern einen staatlich subventionierten Arbeitsmarkt für sie schaffen», sagte Weise der «Süddeutschen Zeitung» (Wochenende). «Wir bezahlen ihnen Arbeit, statt ihnen Hartz IV und die Wohnkosten zu zahlen.» Das werde «nicht viel teurer».

Der 65-jährige BA-Chef, der Ende des Monats in den Ruhestand tritt, zeigte sich zuversichtlich, dass es für solche Hartz-IV-Empfänger «genug Arbeit gibt, in gemeinnützigen Bereichen, in kleinen Lebensgemeinschaften, in Vereinen».

Zum Vorschlag von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, das Arbeitslosengeld (ALG) I länger zu zahlen, wenn sich der Arbeitslose fortbildet, sagte Weise: «Wenn Anpassungen am ALG 1 mit Weiterbildung/Qualifikation verbunden sind, geht das in die richtige Richtung.» Trotzdem müsse man noch mal nachdenken. «Zu Recht ist ja gleich der Fall eines Arbeitslosen konstruiert worden, der mit 61 Jahren noch zwei Jahre ALG I bekommt und dann zwei Jahre umschult. Das wird ja wohl nicht gewollt sein. Solchen Missbrauch muss man ausschließen.»

Deutschlands Arbeitgeber hatten die Pläne von Schulz kritisiert. Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands BDA, Steffen Kampeter, hatte Schulz vorgeworfen, seine Vorschläge zu Änderungen an der Agenda 2010 würden zu neuen «Warteschleifen in die Frühverrentung» führen.

Fr, 2017-03-24 22:23
Rom (dpa) 

Merkel: Gemeinsam Lösung in Flüchtlingskrise finden

Rom (dpa) - Vor dem EU-Sondergipfel zum Jubiläum der Römischen Verträge hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Engagement aller Mitgliedsstaaten zur Bewältigung der Flüchtlingskrise verlangt. «Europa muss eine gemeinsame Lösung finden», sagte die CDU-Politikerin in einem am Freitagabend ausgestrahlten Interview im italienschen Nachrichtenprogramm Tg1. In einer solidarischen Gemeinschaft müsse jeder auf Grundlage seiner Möglichkeiten einen Beitrag leisten. In den letzten zwei Jahren seien große Schritte gemacht worden, einige Ziele müssten aber noch erreicht werden.

Die Worte von Papst Franziskus, der die 27 Staats- und Regierungschefs am Freitagabend im Vatikan empfangen hatte, seien sehr bewegend und inspirierend gewesen. Der Pontifex hatte die EU-Staaten zu mehr Solidarität aufgerufen und gefordert, der Union wieder neuen Schwung zu geben. Merkel sagte, innerhalb der EU habe man nicht alles und nicht alles gut gemacht, Unvollständiges müsse nun angegangen werden. Am Samstag kommen die Spitzenpolitiker in Rom zum 60. Jubiläum der Römischen Verträge zusammen, die den Grundstein der EU legten.

Fr, 2017-03-24 20:32
Washington (dpa)

Trump-Regierung bewilligt umstrittene Pipeline Keystone XL

Seit langem gibt es Streit um die Öl-Pipeline Keystone XL. Präsident Obama hatte das Projekt gestoppt, Nachfolger Trump jetzt wieder bewilligt. Kanada zeigt sich erleichtert.

Washington (dpa) - Die US-Regierung unter Donald Trump bewilligt die umstrittenen Pipeline Keystone XL, die Öl quer durch die USA bis nach Texas pumpen soll. In Abkehr einer Entscheidung des damaligen Präsidenten Barack Obama erklärte das Außenministerium am Freitag, das Projekt liege im nationalen Interesse der USA.

«Das wird eine wunderbare Pipeline», sagte Trump bei der Unterzeichnung der Bewilligung. Der Öltransport über eine Pipeline sei viel sicherer als auf anderen Wegen. Kanadas Premierminister Justin Trudeau begrüßte die Entscheidung. «Wir sind sehr erfreut über die Ankündigung der USA», sagte Trudeau zu Journalisten. «Wir wissen schon seit langem, dass es für Jobs und Wirtschaftswachstum in Kanada wichtig ist, dass wir unsere Ressourcen auf sichere und verantwortungsbewusste Art und Weise zum Markt bekommen.»

Obama hatte das Projekt nach langem Streit gestoppt. Trump hatte die Wiederaufnahme per Dekret möglich gemacht. Obamas Klimapolitik setzte auf erneuerbare Energien, Trump will fossile Energieträger fördern.

Die Keystone XL ist eine Erweiterung der 2010 in Betrieb genommenen Keystone Pipeline, die aus dem kanadischen Calgary in die USA führt. Über die 1900 Kilometer langen Erweiterung der Röhre sollen täglich bis zu 830 000 Barrel (ein Barrel entspricht etwa 159 Liter) aus Teersand gewonnenes Öl bis zur Küste am Golf von Mexiko gepumpt werden.

Ein Teil der Pipeline im Süden existiert bereits. Umweltschützer fürchten durch den Bau der Leitung klimaschädliche Treibhausgase und warnen vor Lecks. Nach Einschätzung des Unternehmens TransCanada wird das Projekt zur Schaffung Zehntausender Jobs und in beiden Ländern zu wirtschaftlichem Wachstum führen.

Als früherer Chef von Exxon Mobil hatte sich Außenminister Rex Tillerson aus dem Prozess der Bewertung zurückgezogen. Der nächste Schritt sind Genehmigungen für die Passage des US-Bundesstaat Nebraska. Das kann mehrere Monate dauern.

Fr, 2017-03-24 18:10
Berlin (dpa)

Pkw-Maut rückt näher - Bundestag beschließt Änderungen

Zweiter Anlauf für die Pkw-Maut: Weil sein eigentlich beschlossenes Modell feststeckte, bringt Minister Dobrindt Nachbesserungen durchs Parlament. Damit sind aber noch nicht alle Vorbehalte ausgeräumt.

Berlin (dpa) - Die Einführung einer Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen rückt nach jahrelangem Streit ein großes Stück näher. Der Bundestag beschloss am Freitag mehrere Änderungen der seit 2015 geltenden Maut-Gesetze, mit denen die EU-Kommission doch noch grünes Licht für das CSU-Wunschprojekt in der großen Koalition geben will. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte: «Wir schaffen endlich Gerechtigkeit auf unseren Straßen.» Für eine Umsetzung bis zur Bundestagswahl am 24. September wird die Zeit knapp. Der Bundesrat könnte das Verfahren möglicherweise noch verschleppen.

Dobrindt wies massive Kritik an seinen Plänen zurück. Die Devise der Maut laute: «Wer nutzt, der zahlt. Und keiner zahlt doppelt.» Künftig werde es keinen Unterschied mehr geben zwischen Autofahrern, die sich an der Finanzierung der Infrastruktur beteiligen und jenen, «die bisher kostenlos auf unseren Straßen fahren». Die Maut habe mit ihrer Ausrichtung an den Umwelteigenschaften der Fahrzeuge eine ökologische Steuerungswirkung, die Einnahmen seien für die Straße zweckgebunden.

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sagte, seine Partei stimme dem CSU-Vorhaben «unter großen Bauchschmerzen» und aus Koalitionstreue zu. Die SPD sei der Garant dafür, dass kein deutscher Autofahrer belastet werde. In namentlicher Abstimmung votierten 397 Abgeordnete der Koalition für das geänderte Maut-Gesetz, 135 Abgeordnete stimmten dagegen. Bei der SPD gab es 25 Nein-Stimmen, bei der Union 7. Am angestrebten Maut-Ertrag von jährlich 500 Millionen Euro und der Vereinbarkeit mit EU-Recht gibt es weiterhin Zweifel. Kassiert werden soll die Maut erst ab 2019.

Die Opposition attackierte die Pläne scharf. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter warnte, die Maut sei ein «europafeindliches Projekt» und schlecht für die deutschen Grenzregionen. Der Linke-Verkehrsexperte Herbert Behrens verlangte, die Ausländermaut sofort «zu versenken», die auch einen «irrsinnigen Aufwand» an Bürokratie bedeute.

Konkret beschloss der Bundestag zwei Nachbesserungen der bestehenden Gesetze. Zum einen sollen die Kurzzeittarife für Fahrer aus dem Ausland stärker gestaffelt werden. Zum anderen soll die für Inländer vorgesehene Maut-Entlastung über eine niedrigere Kfz-Steuer für abgasarme Euro-6-Autos stärker ausfallen, nämlich um 100 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr.

Das Paket muss noch durch den Bundesrat, zustimmungspflichtig ist es dort aber nicht. Die Länderkammer könnte jedoch den gemeinsamen Vermittlungsausschuss mit dem Bundestag anrufen und das Verfahren verzögern - womöglich so lange, dass eine Umsetzung der Maut bis zur Bundestagswahl nicht mehr perfekt gemacht werden kann.

Der Bundesrat will mautfreie Abschnitte auf Autobahnen in Grenznähe, was die Bundesregierung bisher ablehnt. Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sagte, sie gehe davon aus, dass ihre Landesregierung in der kommenden Woche eine Anrufung des Vermittlungsausschusses beschließt. Auch Rheinland-Pfalz strebt dies an. Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg stellten laut «Heilbronner Stimme» (Samstag) einen entsprechenden Antrag. Beide Länder fordern zumindest im Finanzausschuss des Bundesrates eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzes.

Österreichs Verkehrsminister Jörg Leichtfried rief den deutschen Bundesrat auf, «die diskriminierende Ausländer-Maut zu Fall bringen». Sollte es zu keinem Einlenken in Berlin kommen, halte sich Wien weiter eine Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) offen. Dobrindt hatte zuvor im Bundestag bekräftigt: «Ich habe für diese ständige Maut-Maulerei aus Österreich überhaupt kein Verständnis.»

Fr, 2017-03-24 18:25
Paris (dpa)

Frankreich erfüllt Bedingung für Abschaltung von Akw Fessenheim

Paris (dpa) - Frankreich und die EU-Kommission haben wichtige Hürden für eine Schließung des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim im Elsass aus dem Weg geräumt. Die Pariser Regierung erfüllte am Freitag eine Bedingung des Stromkonzerns EDF: Sie gab grünes Licht für die Fortsetzung des Baus eines neuen Atomreaktors in Flamanville am Ärmelkanal. Die bislang im April ablaufende Frist für die Inbetriebnahme des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) wurde um drei Jahre verschoben.

Zudem signalisierte die EU-Kommission nach vorläufiger Prüfung, sie habe keine Bedenken, dass bei einer Schließung von Fessenheim eine Entschädigung gezahlt würde. Das erklärte ein Sprecher. Der Staat hatte EDF im Januar rund 490 Millionen Euro Kompensation zugesagt. Fessenheim soll abgeschaltet werden, wenn der EPR von Flamanville in Betrieb geht. Dies ist nach jahrelangen Verzögerungen nun für Ende 2018 geplant. Allerdings prüft die Atomaufsicht noch Auffälligkeiten am Reaktorbehälter.

EDF muss einen Antrag stellen, damit die Pariser Regierung ein Dekret zur Aufhebung der Betriebserlaubnis von Fessenheim erlassen kann. Als Bedingung dafür hatte der Konzern auf das grüne Licht für Flamanville und das Okay der EU-Kommission gepocht.

In Deutschland gibt es seit Langem Sicherheitsbedenken gegen Frankreichs ältestes noch laufendes Atomkraftwerk Fessenheim, das direkt an der deutschen Grenze am Rhein liegt. Die Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheim war ein Wahlkampfversprechen von Präsident François Hollande, der im Mai aus dem Amt scheidet. Der Termin für die Stilllegung hatte sich aber immer weiter verschoben.

Fr, 2017-03-24 18:00
Berlin (dpa)

Symbolische Klimaschutz-Aktion «Earth Hour» am Samstagabend

Berlin (dpa) - Dunkelheit an Sehenswürdigkeiten und Gebäuden: In mehr als 300 Städten bundesweit sollen am Samstag (20.30 Uhr) für eine Stunde die Lichter ausgehen. Hintergrund ist die elfte Auflage der symbolischen Klimaschutz-Aktion «Earth Hour» (Stunde der Erde) der Umweltstiftung WWF. In Deutschland haben so viele Städte wie noch nie ihre Teilnahme angekündigt, wie ein WWF-Sprecher sagte. Die Zahl könne wegen kurzfristiger Anmeldungen noch steigen. In Berlin bleibt etwa das Brandenburger Tor dunkel, in München die Frauenkirche und in Köln der Dom. Der WWF will mit der «Earth Hour» die Aufmerksamkeit der Menschen auf den Schutz des Klimas und damit auch von Tierarten lenken.

Produkt der Woche Button
Fahrradtasche (Paar)

Fahrradtasche (Paar)

139,50 €
111,60 €

Ob auf langen oder kurzen Fahrradtouren, beim Einkaufen oder auf dem Weg zum Sport oder zum Badesee: Diese leichten Hinterradtaschen mit 2 x 20 Liter Fassungsvermögen könnten Ihre ständigen Begleiter werden.

Jetzt bestellen

Geht doch!

Metropolen fürs Klima

Weltweit: Neunzig Großstädte verbünden sich, um den Kampf gegen die Erderwärmung zu forcieren

weiterlesen
Metropolen fürs Klima

Städte auf allen Kontinenten mausern sich vom Klimasünder zum Klimaschützer. Gerade jetzt, wo ein Öl- und Kohlefreund wie Donald Trump in den USA an die Macht gelangt ist, wollen sie Vorreiter im Klimaschutz werden – denn viele Städte sind durch Hitzewellen oder steigende Meeresfluten besonders gefährdet. Treiber der Bewegung ist das globale Netzwerk C40, dem mittlerweile neunzig Großstädte angehören. Eine Studie des 2005 gegründeten Verbundes geht davon aus, dass Städte allein fast die Hälfte aller CO2-Emissionen einsparen können, die für das Erreichen der Pariser Klimaziele notwendig sind. Viele sind bereits aktiv: Paris, Madrid, Athen und Mexiko-Stadt wollen bis zum Jahr 2025 Dieselautos aus den Innenstädten verbannen. Oslos Zentrum soll bis 2019 sogar ganz autofrei werden. In San Francisco müssen Neubau-Dächer bis zu einem Drittel begrünt oder mit Solarpaneelen bestückt werden.

Die chinesische Stadt Shenzhen betreibt einen effektiven lokalen Emissionshandel. London investiert fast 900 Millionen Euro in neue Fahrradwege. Und Kopenhagen will bis 2025 CO2-neutral werden. „Städte sind der Schlüssel zur nachhaltigen Zukunft“, sagt Frank Jensen, Bürgermeister der dänischen Hauptstadt. Indem sie die besten Ideen und Lösungen teilten, könnten aus guten lokalen Ansätzen großartige globale Lösungen werden.
C40.org

Außerdem Interessant

Großbritannien: Kein Plastik im Shampoo
Seit Anfang des Jahres dürfen in Großbritannien keine Kosmetika mehr verkauft werden, die Mikroplastik enthalten. Die winzigen, nicht biologisch abbaubaren Plastikteilchen werden von Fischen und Muscheln aufgenommen und landen schließlich auf dem Teller der Verbraucher. Ab Mitte 2017 tritt ein solches Verbot auch in den USA in Kraft. Kanada, Frankreich und die Niederlande wollen nachziehen. Deutschland hingegen setzt noch immer auf einen freiwilligen Ausstieg der Hersteller.

Schweden: Reparieren spart Geld
Wer kaputte Dinge wie Fahrräder oder Waschmaschinen reparieren lässt, wird belohnt – statt 25 werden dafür nur noch zwölf Prozent Mehrwertsteuer fällig. Mit dieser Vergünstigung will die schwedische Regierung die Wegwerfmentalität eindämmen. In Deutschland befürwortet das Umweltbundesamt eine solche Regelung. „Was Rohstoffe spart, sollte für die Verbraucher billiger sein“, fordert dessen Präsidentin Maria Krautzberger.

EU: Hilfe für die Ärmsten
Luxemburg, Dänemark, Schweden, Großbritannien und Holland erfüllen die Zusage der EU-Staaten, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens als Entwicklungshilfe zur Verfügung zu stellen – sie halten Wort. Alle anderen EU-Länder bleiben weit darunter: Deutschland erreicht nur 0,52 Prozent, der europäische Schnitt liegt bei gerade mal 0,44 Prozent. Insgesamt fehlen im Hilfsbudget für die armen Länder fast 40 Milliarden Euro. Immerhin erhöht die Bundesrepublik den Etat für Entwicklungszusammenarbeit im kommenden Jahr um 15 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro.

Geht doch!

Experten für steile Anstiege

Rekordverdächtig: In Österreich und in der Schweiz boomt "bio"

weiterlesen
Experten für steile Anstiege

Eine radikale Agrarwende mit 20 Prozent Bioanbaufläche hat Renate Künast als erste grüne Bundeslandwirtschaftsministerin in Berlin vor 15 Jahren versprochen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Österreich hingegen hat diese Messlatte jetzt gerissen: 20,3 Prozent seiner landwirtschaftlichen Fläche werden biologisch bewirtschaftet. Damit ist die Alpenrepublik amtierender Europameister im Bioanbau. Schon lange werden Ökobauern im Nachbarland besser gefördert als die konventionelle Landwirtschaft. Zudem liegen viele Flächen in schwer zu bewirtschaftenden Höhenlagen, die sich für den Ökoanbau anbieten. Auf ein anderes Siegertreppchen schafft es die Schweiz. Beim Kauf von Biolebensmitteln bleiben die Eidgenossen Weltspitze. Wie aus dem jährlichen Bericht „The World of Organic Agriculture“ hervorgeht, der im Februar 2017 zur Biofach-Messe in Nürnberg erscheinen wird, berappen die Schweizer durchschnittlich 262 Euro pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Die Österreicher gaben im Jahr der Erhebung 127 und die Deutschen 97 Euro aus.
fibl.org (Suchworte: organic agriculture 2016)

Außerdem Interessant

Schweiz: Die Letzten ihrer Art
Um die gefährdete Alpenflora zu retten, haben sich in der Schweiz zwanzig Botanische Gärten zusammengefunden. Sie vermehren Samen von bedrohten Wildpflanzen, um diese in ihren natürlichen Habitaten wieder anzusiedeln. Mit dem Projekt „Die Letzten ihrer Art“ helfen die Botanischen Gärten, die alpine Biodiversität zu erhalten.
botanica-suisse.org

Alpen: Ein Spiel für gutes Klima
Die Alpen sind besonders vom Klimawandel betroffen – doch was können ihre Bewohner für den Klimaschutz tun? Das sollen Familien und  Wohngemeinschaften in sieben Alpenländern spielerisch herausfinden. Die Alpenorganisation Cipra hat dafür das Spiel 100max entwickelt, bei dem die Teilnehmer zwei Wochen im Jahr ihren Fußabdruck mit Punkten bewerten sollen. Wer nicht auf Anhieb das 100-Punkte-Ziel für einen „guten Tag“ schafft, darf sich auf viele Anregungen freuen, wie sich das familiäre CO2-Konto reduzieren lässt. Mitspielen kann jeder – mit einem Klick auf 100max.org

Schweiz: Nah am Berg
Wenn der Postbus nicht ganz bis zum Startpunkt von Bergtouren fährt, könnten gutwillige Wanderer die geplante ökologische Anreise mit dem Zug wieder abblasen. Um das zu verhindern, hat die Umweltorganisation Mountain Wilderness das Alpen-Taxi ins Leben gerufen. In der Schweiz überbrücken mehr als 300 lokale Taxis, Rufbusse oder auch Seilbahnen das letzte Stück zum Berg – da kann das eigene Auto getrost in der Garage bleiben.
alpentaxi.ch

Geht doch!

Abgasfrei unterwegs

Konsequenter Klimaschutz: Diesel und Benziner sollen von der Straße verschwinden

weiterlesen
Abgasfrei unterwegs

Ausgerechnet ein Land, das seinen Reichtum Öl und Gas zu verdanken hat, will den Benzinhahn zuerst zudrehen. Ab 2025 sollen in Norwegen keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Fünf Jahre später müssen laut dem Gesetzentwurf auch neue Schiffe und Fähren abgasfrei fahren. Mit dem Bann der fossilen Antriebe verfolgt die norwegische Regierung eine konsequente Klimapolitik. Denn der Transportsektor ist für rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes in dem skandinavischen Land verantwortlich. Bereits heute ist Norwegen Vorreiter in Sachen Elektromobilität. 15 Prozent aller neu zugelassenen PKWs fahren mit Strom, der nahezu vollständig aus Wasser- und Windkraft gewonnen wird. In Deutschland liegt der Elektroauto-Anteil noch immer im Promillebereich. Während Umweltschützer das Ende für Verbrennungsmotoren begrüßen, reagiert die Autolobby erbost. Norwegen befinde sich auf dem Weg in eine „ökologische Planwirtschaft“, empörte sich Matthias Wissmann, der Präsident des deutschen Verbandes der Automobilindustrie. Im kommenden Jahr soll der viel diskutierte Nationale Transportplan in Norwegen verabschiedet werden. Ähnliche Pläne verfolgen auch Indien, Österreich und die Niederlande.

Außerdem Interessant

Österreich: Sonnenstrom vom Balkon
Seit Juli dürfen Mieter in Österreich an ihrem Balkon oder auf ihrer Terrasse Mini-Solarmodule bis maximal 600 Watt installieren und den Strom direkt nutzen. In der Schweiz und den Niederlanden gibt es ähnliche Regelungen. In Deutschland bewegen sich die mehreren Tausend angeschlossenen „Guerilla“-Fotovoltaikanlagen noch immer in einem juristischen Graubereich. Obwohl bislang keine Zwischenfälle bekannt sind, streiten Verbände und Hersteller über mögliche Sicherheitsrisiken. Greenpeace Energy bietet die mobilen Solarpaneele bereits an. „Ärgerliche Hürden, die ihren Sinn verloren haben und der Energiewende schaden, gehören abgeschafft“, sagt Nils Müller vom Ökostromanbieter.

Berlin: Saubere Geldanlagen
Der Berliner Senat hat beschlossen, seine Geldanlagen künftig klimaneutral und nachhaltig zu investieren. Dafür wird ein sogenannter Ökoindex entwickelt, der keine Firmen beinhalten darf, die Geschäfte mit Waffen, Atomenergie oder fossilen Brennstoffen machen. Soziale und andere Nachhaltigkeitskriterien sollen später noch folgen. Die Fossil-Free-Bewegung feiert den Pionierschritt der Berliner  Finanzbehörde und hofft, dass andere Bundesländer nachziehen werden.

Italien: Weniger Essen im Müll
Nach Frankreich macht nun auch Italien Ernst mit dem Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung: Von fünf Millionen Tonnen weggeworfenem Essen soll jedes Jahr eine Million Tonnen gerettet werden. Supermärkte, die – auch abgelaufene – Waren spenden, müssen weniger Abfallgebühren zahlen. Außerdem sollen Italiener ermutigt werden, ihre Pizza- und anderen Reste im Restaurant in bislang verpönten „Doggy Bags“ mitzunehmen. In Italien sind rund sechs Millionen Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen.

1 2 3
Fr, 2017-03-24 17:33
Berlin (dpa)

«Bild»: Schulz will kein Schattenkabinett benennen

Berlin (dpa) - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will im Bundestagswahlkampf laut einem Bericht der «Bild»-Zeitung kein Schattenkabinett benennen. Stattdessen sollen prominente Mitglieder der SPD-Führung einzelne Schwerpunktthemen bearbeiten, wie das Blatt (Samstag) unter Berufung auf SPD-Führungskreise schreibt. Diese Mitglieder sollten dann auch die entsprechenden Kapitel des Wahlprogramms verfassen.

An Arbeitsministerin Andrea Nahles ging demnach das Thema Alterssicherung und für die familienpolitischen Passagen soll Familienministerin Manuela Schwesig zuständig sein. Den Bereich Finanzen bekommen laut «Bild»-Bericht SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel, Finanzexperte Carsten Schneider und der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans.

Fr, 2017-03-24 17:27
Nürnberg (dpa)

Bericht: BAMF bei Asylverfahren weiter unter Soll

Nürnberg (dpa) - Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hinkt laut einem Zeitungsbericht bei Asylverfahren weiter hinterher. Mit rund 7500 Anhörungen blieben die Ergebnisse mit 25 Prozent «deutlich» unter dem Zielwert von etwa 10 000 Anhörungen, zitieren die «Nürnberger Nachrichten» (Samstag) aus einem internen Bericht von Mitte Februar, der die Zielereichung für die sechste Kalenderwoche evaluiert. Der Zielwert von rund 20 000 Wochenentscheidungen wurde demnach um 12 Prozent oder 2216 Entscheidungen verfehlt.

Der Abbau von Altverfahren setze sich zudem «nicht im erwarteten Umfang» fort. Ende Februar seien noch gut 333 000 Verfahren nicht abgebaut gewesen. Das Ziel, bis Ende Mai nur noch gut 78 000 offene Entscheidungen zu haben, könnte das BAMF dem Bericht nach verfehlen.

Fr, 2017-03-24 16:36
Berlin (dpa) 

Berliner Flughafen-Aufsichtsrat wieder komplett

Nach schwungvollen Drehungen kommt das Personalkarussell zum Stehen. Der neue Flughafenchef macht die Neueinstellung rückgängig, die die Turbulenzen auslöste. Und es gibt einen neuen Kontrolleur.

Berlin (dpa) - Einen Monat nach Beginn der Führungskrise am neuen Hauptstadtflughafen sind vorerst alle Posten wieder besetzt. Der Chef des Stromnetzbetreibers 50Hertz, Boris Schucht, soll für Berlin das letzte freie Aufsichtsratsmandat übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Senatskreisen erfuhr. Das wird die Landesregierung auf Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) voraussichtlich am Dienstag beschließen. Unterdessen wurde das Engagement des zwischenzeitlichen Bauleiters Christoph Bretschneider im Terminal des BER-Flughafens wieder beendet.

Man habe den Beratervertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufgehoben, teilte die Flughafengesellschaft am Freitag mit. Ex-Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hatte im Februar den früheren Bahn-Manager Bretschneider geholt. Er sollte Technikchef Jörg Marks ersetzen, den Mühlenfeld freigestellt hatte, weil die Bauarbeiten im Terminal nicht schnell genug vorangingen.

Im folgenden Führungsstreit mit dem Aufsichtsrat holte das Kontrollgremium jedoch Marks zurück und setzte Mühlenfeld vor die Tür. Neuer Flughafenchef ist Ex-Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup. Das Unternehmen machte keine Angaben zu einer möglichen Abfindung für Bretschneider.

Müller und seine Senatoren zogen sich vergangene Woche aus dem Aufsichtsrat zurück, ein weiteres Mandat wurde durch den Wechsel von Lütke Daldrup in die Geschäftsführung frei.

50Hertz betreibt das Stromübertragungsnetz in Ostdeutschland und Hamburg und investiert für die Energiewende kräftig in neue Leitungen. «Er hat Erfahrung mit Großprojekten und den entsprechenden Planungs- und Genehmigungsprozessen», sagte Senatskanzleichef Björn Böhning. Gleichzeitig führe er operativ ein Großunternehmen.

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

ICH WILL GAR NICHT WISSEN, WAS IN DER WELT WIRKLICH LOS IST.

Bleib in DEINER FILTERBLASE

Wenn du seriöse Wissenschaft und gut recherchierten Journalismus ablehnst, kannst du dir deine Meinung mit einseitigen Informationen und Fake News immer wieder bestätigen lassen und bei uns deinen Hass loswerden.

Mache Facebook zu deinem Fakebook.
greenpeace-magazin.de/fakebook

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

DES BISSL KLIMAWANDEL ISS UNS WUASCHT: MIA MACHEN WINTER!

- 1450 Schneekanonen
- 5 km2 beschneite Pisten
- Lifte für 300.000 Touristen/Stunde
- Flughafenshuttle

Lesen Sie mehr auf greenpeace-magazin/zillertal

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ich bin verwirrt. Klimawandel? Saure Meere? Sterbende Riffe? Nie gehört. Und was um Himmels Willen haben Flugzeuge damit zu tun? Die Antwort findet Dorie auf greenpeace-magazin.de/dorie

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Seiten