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Die große, kleine Not – ein paar wichtige Fakten zum Welttoilettentag

Die große, kleine Not – ein paar wichtige Fakten zum Welttoilettentag

Noch immer haben vier Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer sauberen und sicheren Toilette und noch immer ist das Thema für viele ein Tabu. Der Welttoilettentag am 19. November, ein offizieller Aktionstag der Vereinten Nationen, erinnert an die dramatischen Folgen der fehlenden Sanitärversorgung für Umwelt, Entwicklung und die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen. 

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Dienstag, 19. November 2019

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Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

So viel Ver­pa­ckungs­müll wie nie, Bäume speichern Koh­len­stoff immer kürzer und Streit um Wildschafe

Liebe Leserinnen und Leser,

in Zeiten, in denen hierzulande über eine dringend nötige Verkehrswende diskutiert wird, wirkt eine Unterhaltungsform umso fragwürdiger: der Motorsport mit seinen PS-Boliden. Die Gefahr, im Zuge der Klima­pro­­tes­te die eigene Daseinsberechtigung zu verlieren, hat offenbar auch die Branche erkannt und schickt nun zwei ihrer Stars vor – als eine Art Nachhaltigkeitsbotschafter. Lewis Hamilton und Sebas­tian Vettel haben zusammen zehn WM-Titel gewonnen; auf ihr Wort wird gehört. Sie fordern nun: Eine Rennserie wie die Formel 1 müsse sich ernsthaft dem Thema Klima­schutz stellen. Passend dazu hat das Formel-1-Management jüngst einen Umwelt- und Nachhaltig­keitsplan vorgestellt, der die Königsklasse bis 2030 komplett CO2-neutral machen soll. Ohne an dieser Stelle ins Detail zu gehen (Einzelheiten bietet Spiegel Online), drängt sich angesichts des Vorhabens eine Frage doch auf: Anstatt Rennwagen, die keinem anderen Zweck als der Geschwindigkeit dienen, klimafreundlicher zu machen – wäre es nicht an der Zeit, sie einfach abzuschaffen?

Bevor wir Sie mit diesem Gedanken in den Dienstag verabschieden, hier erst noch ein Hinweis auf unsere eigene Seite: Dort erklären wir anlässlich des Welttoilettentages, warum die Notdurft ein Thema von gesellschaftspolitischer Bedeutung ist.

Morgen sind wir mit frischen Umweltnachrichten zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator 

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Neuer Höchststand beim Verpackungsmüll

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Die Menge an Verpackungsmüll in Deutschland ist im Jahr 2017 auf ein Rekordhoch angestiegen. Laut Umweltbundesamt (UBA) fielen 18,7 Millionen Tonnen an. Rechnerisch waren das 226,5 Kilo­gramm pro Person und drei Prozent mehr als im Vorjahr. Private Verbraucher hatten daran einen An­teil von 47 Prozent oder 107 Kilogramm pro Kopf. Als Gründe für die Entwicklung nennt das Umwelt­bun­desamt unter anderem Trends zum Onlineversand, kleine Portionen und Essen und Trinken zum Mitnehmen. Die Meldung hat Zeit Online. Im Deutschlandfunk erklärt Gerhard Kotschik vom UBA, warum der Gesetzgeber zwar bei der Art der Verpackungen Einfluss nehmen kann – aber nicht bei den Mengen.

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Kenia-Koalition in Brandenburg kommt – mit zwei grünen Ministern

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Der Weg für eine Koalition aus SPD, CDU und Grünen in Brandenburg ist frei, wie ZDF-heute meldet. Die Grünen sprachen sich in einer Urabstimmung mit einer deutlichen Mehrheit von 90,8 Prozent für den Koalitionsvertrag aus. Für den Brandenburger Landesvorsitzenden Clemens Rostock ein Zeichen, „dass die Mitglieder trotz der Vorbehalte gegen eine Regierungsbeteiligung zusammen mit SPD und CDU von den Inhalten des Koalitionsver­trags und den handelnden Personen überzeugt sind“. Auch das Personal der rot-schwarz-grünen Regierung steht fest. Die Grünen schi­cken Ursula Nonnemacher (Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz) und Axel Vogel (Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz) als Minister ins neue Kenia-Kabinett. Kurzprofile der neu­en Ressortleiter bietet die Berliner Zeitung.

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Bäume können Kohlenstoff immer kürzer speichern

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Bäume zu pflanzen, so heißt es, ist eine effektive Strategie gegen den Klimawandel. Denn wenn sie wachsen, binden sie Kohlendioxid aus der Atmosphäre und bauen es als organisches Material in ihre Biomasse ein. Doch die Fähigkeit der Wälder, Kohlenstoff zu speichern, könnte einer neuen Studie zu­fol­ge überschätzt sein. Das schreibt ein Team von der Universität Utah im Fach­magazin PNAS. Die Wissenschaftler berechneten, dass die Speicherdauer in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen hat. Der Effekt trat bei allen drei untersuchten Klimazonen auf, am stärksten war er in der gemäßigten Zone und in den Tropen. Die Entwicklung führen die Forscher auf eine erhöhte Sterblichkeit der Bäume zurück – und wenn sie verrotten, wird der gespeicherte Kohlenstoff als CO2 wieder frei. Mehr beim Tagesspiegel.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Streit um die letzten Wildschafe im Teutoburger Wald 

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Im Teutoburger Wald leben heute noch zehn Wildschafe, Nachkommen einer Gruppe von Mufflons. Die Tiere mit den beeindruckenden Schneckenhörnern stammen ursprünglich aus Sardinien und Kor­sika und wurden vor etwa 50 Jahren hierzulande ausgewildert. Doch nach einem halben Jahrhundert Bielefelder Muffelwildaktivität ist der Erhalt nun in Gefahr, berichtet die SZ. Denn das Oberverwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass der bisherige Abschussplan der Stadt die Interessen der Waldbesitzer und die Schäden, die die Schafe anrichten, nicht genügend berücksichtigt habe. Der Plan sah vor, den Winterbestand der Herde auf höchstens zwölf Tiere zu beschränken. Nun, so befürchten viele Mufflon-Fans, könnten auch die zehn verbliebenen Schafe abgeschossen werden.

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Sprakebüll, Vorzeigeort der E-Mobilität in Deutschland

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Elektroautos sind nichts für ländliche Regionen? In Sprakebüll werden mehr als 20 von etwa 250 Autos elektrisch angetrieben. Mehr E-Autos pro Einwohner gibt es nirgendwo sonst in Deutschland. Wa­rum gelang in der Provinz in Schleswig-Holstein, woran die Bundesregierung scheiterte? Die Revo­lu­tion begann aus Verärgerung. Rund um das Dorf erzeugen zwei Bürgerwindparks Ökostrom, der ins Netz eingespeist wird. Die Erträge fließen zurück auf die Konten der Investoren – und das sind etwa 150 Sprakebüller und Bewohner des Nachbarorts Stadum. Doch die Windräder standen viel zu oft still. Das Leitungsnetz war schon durch konventionell erzeugten Strom voll ausgelastet. Die Lösung für den überschüssigen Strom: Elektroautos damit aufladen. Zeit Online hat den Vorzeigeort besucht.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Im Namen der Ferkel

Die Verfassungsbeschwerde, die die Tierrechtsorganisation Peta am Dienstag einreichen wird, ist mehr als ungewöhnlich. Beschwerdeführer sind nämlich alle männlichen Ferkel, die betäubungslos kastriert werden.

Zwar ist inzwischen bekannt, dass die Tiere bei der Kastration Schmerzen erleiden, dennoch wird die Behandlung in Deutschland immer noch ohne Betäubung durchgeführt. Peta will mit der Klage nicht weniger als Rechtsgeschichte schreiben. Hintergründe bei der taz.

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15.Nov 2019

Öfter mal was Neues

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13.Nov 2019

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Die globale Erwärmung bringt eine alte, hochproblematische Technologie wieder ins Gespräch: Atomkraft. Einige feiern sie schon als möglichen Ausweg aus der Klimakrise. Dabei reden sie die Risiken klein – und verschweigen die horrenden Kosten.

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05.Nov 2019

So kli­ma­schäd­lich sind Ge­schäfts­rei­sen

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