Reports / Meinungen / Interviews

Was Sie über den Klimastreik wissen müssen

Was Sie über den Klimastreik wissen müssen

Am Freitag wird in vielen Ländern gegen die vorherrschende Klimapolitik demonstriert. Wir erklären, was diesen Streik von anderen unterscheidet, wer plant mitzumachen und wie Sie selbst aktiv werden können.

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Dienstag, 17. September 2019

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Habeck kritisiert Klimapläne der Regierung, Le Pen in­stru­men­ta­li­siert Um­welt­po­li­tik und die „Supererde“

Liebe Leserinnen und Leser,

wer schon einmal in die USA eingereist ist, weiß: Ein freundliches Willkommen wird einem nicht bereitet. Stattdessen erwartet Besucher eine Geduldsprobe mit langen Schlangen und misstraui­schen Fragen. Und wehe dem, der versucht, ein paar harmlose Kartoffelsamen ins Land einzuführen! Sehr viel entgegenkommender ist der amerikanische Staat da bei anderen, in weiten Teilen der Welt als hochproblematisch eingestuften „Souvenirs“: Einem Guardian-Bericht zufolge wurde einem Mann aus Florida jetzt erlaubt, von einem Jagdurlaub in Tansania „Haut, Schädel, Zähne und Klauen“ eines Löwen mitzubringen. Es ist das erste Mal seit 2015, dass eine solche Genehmigung erteilt wurde – damals wurden Löwen in die Liste der unter dem „Endangered Species Act“ geschützten Tiere aufgenommen. US-Umweltschützer befürchten nun, die Erlaubnis könnte Tür und Tor öffnen für die Einfuhr anderer bedrohter Arten.

Wir verabschieden uns für heute mit einem sorgenvollen Kopfschütteln. Morgen sind wir mit frischen Umweltnachrichten zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator 

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Habeck: „Es wird einfach nur Geld ins System reingekippt“

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Grünen-Chef Robert Habeck hält die bisher geplanten Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung für unzureichend. „Sie lassen im Grunde alles beim Gleichen. Kippen nur noch Subventionen drauf – gut für einige, aber nicht wirksam fürs Klima“, sagte er in einem TV-Interview. Der Politiker kritisiert Zeit Online zufolge unter anderem fehlendes Tempo. Es gebe keine wirksame Reduktion in den Jah­ren 2021 und 2022. Auch wenn einzelne Maßnahmen nicht falsch seien, seien sie dadurch noch lange nicht richtig: Falls etwa die geplanten finanziellen Anreize für den Kauf von E-Autos dazu führten, neben einem Auto mit Verbrennungsmotor als Zweitwagen ein E-Auto anzuschaffen, sei „überhaupt nichts gewonnen“. Unterdessen hat SPD-Finanzminister Olaf Scholz einer Kerosin-Steuer eine klare Absage erteilt, wie der Tagesspiegel meldet: Er will stattdessen die Ticketabgabe auf Inlandsflüge anheben, um deutsche Airlines nicht zu benachteiligen.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Frankreich: Le Pen will zeigen, dass auch Populisten den Klimawandel bekämpfen

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Das französische BFM-Fernsehen übertrug ihre Rede live. Fast alle Nachrichten sendeten Ausschnitte. So ist das, wenn in Frankreich Marine Le Pen, die Parteiführerin des rechtsextremen Rassemblement National (RN), ihren politischen Einstand nach den Sommerferien feiert. Doch diesmal verzichtete Le Pen weitgehend auf die im Publikum beliebte Kritik an Präsident Emmanuel Macron. Stattdessen stell­te sie „ein Alternativprojekt mit Anspruch auf Mehrheitsfähigkeit“ vor: Sie plädierte für eine „öko­logische Gesellschaft“, mehr noch: für eine „ökologische Zivilisation“. Der Schlüssel hierfür ist für die Rechtsextremistin „die Rückkehr zum Lokalen“. Also nicht mehr links gegen rechts, auch nicht mehr in erster Linie Globalisierer gegen Nationale, wie sie bisher zu sagen pflegte – sondern: Dorf ge­gen Metropole. Hintergründe bei Spiegel Online.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Auch Boliviens Wälder brennen

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Schwarze Rauchwolken steigen seit Wochen vom Amazonas auf – und prägen die Bilder westlicher Medien aus der Region. Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Brasilien. Im Schatten der brasilianischen Rauchwolken blieb eine ähnliche Entwicklung im Nachbarland Bolivien weitgehend unbeachtet. Auch dort ist es üblich, Wälder zu vernichten, um Platz für Rinder und Soja­pflan­zen zu schaffen. Im Juli 2019 ermöglichte es Präsident Evo Morales durch ein Dekret, Agrarflächen in seinem Land massiv zu vergrößern. Eine beliebte Methode, um Flächen schnell und effizient von ihren natürlichen Bewoh­nern zu befreien, sind Brandrodungen. Zahlreiche Feuer, von Landwirten gelegt, waren die unmittel­bare Reaktion auf Morales’ Dekret. Und das ausgerechnet zu Beginn der Trockenzeit. Die Folge: Millio­nen Hektar Wald sind zerstört – ein einzigartiger Lebensraum mit Tausenden Tier- und Pflanzenarten droht zu verschwinden. Mehr bei der FAZ.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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VW einigt sich mit Klägern in Australien

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Im Abgasskandal um seine Dieselfahrzeuge hat der Volkswagen-Konzern in Australien einem Ver­gleich im Wert von bis zu 127 Millionen australischen Dollar zugestimmt – umgerechnet sind das 79 Millionen Euro. Die genaue Summe hänge von der Zahl der Teilnehmer an der Sammelklage ab, teil­ten die Anwälte der Kläger mit. Betroffene Autobesitzer hatten mehrere Sammelklagen gegen den Konzern eingereicht. Die Einigung muss noch von einem Gericht gebilligt werden. Sollte dies gesche­hen, könnten den Angaben zufolge etwa 100.000 australische Autobesitzer Entschädigung in Höhe von umgerechnet mehreren hundert Euro beantragen. Die Meldung hat die Tagesschau.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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„Terra Preta“ – Supererde, die CO2 bindet

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Der Hof von Frank Thum, einem der ersten Brandenburger Biobauern nach der Wende, könn­­te ein Vorbild sein für die Landwirtschaft der ganzen Welt. Denn Thum produziert auf nachhal­ti­ge Weise eine extrem fruchtbare Erde, die dazu noch die Erosion der Böden bremst und dem Klima­wandel etwas entgegensetzen könnte. Terra Preta, also schwarze Erde, heißt der Boden auf Pflanzenkohle-Basis. Thum nutzt dabei eine Idee, die Menschen im Amazonasgebiet vor etwa 7.000 Jahren hatten und die lange Zeit in Vergessenheit geraten war: Die Indios versetzten jegliche Abfälle und Ausschei­dun­­gen sauber getrennt in Tonkrügen mit Pflanzenkohle, fermentierten sie und machten sie zu wert­vo­llem Humus – dieser Boden ist heute noch fruchtbar. Der Tages­spiegel hat Thum besucht.

Reportage, 7 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Die Fallen der Klimakommunikation

Die Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz ist eine Chance. Doch damit die große Debatte auch zu großen Fortschritten führt, sind einige kommunikative Hürden zu nehmen.

Der Kommunikationswissenschaftler Michael Brüggemann erklärt bei Klimareporter°, warum unser Umwelthandeln oft im Widerspruch zu unserem Wissen steht – und was es mit dem Phänomen der „falschen Ausgewogenheit“ in der Berichterstattung über den Klimawandel auf sich hat.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Seit dem Hitzesommer 2018 ist klar: Der Klimawandel ist da, und er ist überall. „Überleben in der Heißzeit“ ist ein Heft über die Frage: Gibt es ein richtiges Leben im falschen Klima? Jetzt lesen

Klimaanpassung – 5.19

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Reports / Meinungen / Interviews

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13.Sep 2019

Heraus zum 20. September!

Auf zum Klimastreik // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal sieht sie dem weltweiten Klimastreik gespannt entgegen.

Bahamas
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06.Sep 2019

Hurrikan Dorian löst humanitäre und öko­lo­gi­sche Ka­ta­stro­phe aus

Hurrikan Dorian löst humanitäre und ökologische Katastrophe aus

Er ist der schwerste Sturm, der die Bahamas seit Beginn der Aufzeichnungen traf. Hurrikan Dorian hat die Inselkette schwer verwüstet. Das ist nicht nur eine humanitäre Katastrophe, sondern auch eine ökologische: Experten fürchten, er könnte seltene Tierarten ausgelöscht haben.

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10.Sep 2019

Grüner Knopf: Warum das neue Tex­til­sie­gel wenig bringt

Grüner Knopf: Warum das neue Textilsiegel wenig bringt

Verbraucher sollen umwelt- und sozialverträgliche Kleidung künftig am „Grünen Knopf“ erkennen. Doch schon jetzt steht das erste staatliche Textilsiegel in der Kritik.

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30.Aug 2019

Neues aus der Tierwelt

Einfach tierisch // Unsere Leseempfehlung zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal beobachtet sie Tiere aller Art.

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Noch schlimmer als gedacht

Wird die Erde unbewohnbar? Das Interview mit David Wallace-Wells aus dem Heft zur Klimakrise.

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