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Die räumliche Emanzipation ohne Worte – sondern mit Atlas-Karten

Die räumliche Emanzipation ohne Worte – sondern mit Atlas-Karten

Karten sind ein unverzichtbarer Teil unseres Lebens geworden, doch wir haben nie gelernt, richtig mit ihnen umzugehen. Deshalb zeigt das Kollektiv orangotango im Sammelband „This is not an Atlas“, wie kritische Kartografie aussehen kann.

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Mittwoch, 14. November 2018

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Aktivisten do­ku­men­tie­ren Tier­quä­le­rei in Schlacht­häu­sern, Paris verbannt Die­sel­au­tos und die Methan-Kuh

Liebe Leserinnen und Leser,

es stinkt im heutigen Navigator. Mal im wahrsten Sinne des Wortes, mal zum Himmel. So zum Beispiel beim Thema Tierschutz in Schlachtbetrieben: Immer wieder haben Aktivisten in den vergangenen Monaten gravierende Verstöße dokumentiert. Aber ist eine verbindliche Videoüberwachung in den Betrieben wirklich die Lösung? 

Next up is Paris. Sie wissen schon: französische Hauptstadt, Eiffelturm, Autos, die um den Triumphbogen kreisen. Doch mit Letzterem ist demnächst Schluss – zumindest für Dieselfahrzeuge, die vor 2001 registriert wurden. Paris verbannt die alten Stinker von Mitte kommenden Jahres an komplett aus dem Stadtgebiet. Auch für eine andere olfaktorische und klimatische Zumutung deutet sich eine Lösung an: Ein Schweizer Unternehmen bietet neuerdings einen Futterzusatz an, der die Methanausscheidungen von Kühen um bis zu 30 Prozent reduzieren soll

In diesem Sinne: Erst einmal tief durchatmen – die Mitte der Woche ist erreicht. Und morgen ist schon Donnerstag. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Skandalserie in Schlachthäusern: Ministerin lässt Videoüberwachung prüfen

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Tiere dürfen bei der Schlachtung nicht lange und stark leiden. So will es das Gesetz. Doch die Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch hat jüngst Videoaufnahmen aus einem Schlachthof in Brandenburg veröffentlicht, die den minutenlangen, grausamen Todeskampf eines Rinds zeigen. Nicht der einzige dokumentierte Fall von Tierquälerei in Schlachtbetrieben, wie die taz berichtet. Auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gab es in den vergangenen Monaten Vorkommnisse. Niedersachsens CDU-Agrarministerin Barbara Otte-Kinast – die eigentlich der Fleischwirtschaft nahesteht – lässt nun eine schärfere Überwachung von Schlachtbetrieben juristisch prüfen. Tierrechtler sind allerdings skeptisch, ob Videokameras das Problem lösen.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Paris verbannt Diesel aus der gesamten Stadt

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Mit dem alten Diesel-VW-Bus über die Champs-Elysées rattern? Das ist ab Mitte kommenden Jahres nicht mehr möglich, wie Spiegel Online berichtet. Der Pariser Großraum wird für Dieselfahrzeuge, die vor 2001 registriert wurden, gesperrt – so hat es die Metropolregion beschlossen. „Das sind gute Nachrichten für die Gesundheit aller Bewohner“, sagte Bürgermeisterin Anne Hidalgo der Zeitung Le Parisien. In der französischen Hauptstadt sind die Regelungen im Kampf gegen Abgase bereits sehr streng. Im vergangenen Jahr wurden Schadstoffplaketten für Autos verpflichtend. Auch in Oslo, Madrid, Barcelona und London gibt es für Dieselfahrer bereits Einschränkungen.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Einer radioaktiven Wolke auf der Spur

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Ein Jahr ist es her, da bemerkten Wissenschaftler auch in Deutschland erhöhte Radioaktivität. Mehrere europäische Messstationen verzeichneten ungewöhnliche Werte des chemischen Elements Ruthenium-106. Die Quelle, darauf weisen Indizien hin, könnte in Russland liegen. Doch bis heute hat eine eingerichtete Untersuchungskommission den Ursprung nicht ermitteln können. Und mit Antworten wird kaum noch gerechnet. Erst vor wenigen Wochen warnte die Bundesregierung, es sei „unmöglich, angemessene Maßnahmen zur Vermeidung vergleichbarer Zwischenfälle zu ziehen, solange Ursprung und Ursachen des Unfalls vom September 2017 unklar sind”. Jetzt fordern die Grünen einen stärkeren Einsatz bei der Spurensuche. Die ganze Geschichte hat der Tagesspiegel.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Klimakiller Methan-Kuh – ein neues Futter soll Abhilfe schaffen

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Wer eine Kuhherde auf der Weide sieht, denkt sicher nicht gleich an eine Öko-Katastrophe. Doch jedes Rind produziert täglich mehrere Hundert Liter Methan – und das ist ein enormes Problem für das Klima. Denn das von Bakterien in den Mägen von Wiederkäuern produzierte Methan ist eines der heftigsten Treibhausgase. Es wirkt etwa 25 Mal stärker als CO2. Eine Kuh, an die täglich fünf Kilo Heu verfüttert wird, produziert 191 Liter Methan am Tag. Das Schweizer Unternehmen Mootral bietet jetzt einen Futterzusatz an, der die Methanausscheidungen um bis zu 30 Prozent verringern soll. Der Zusatz verändert das Zersetzen der Nahrung im Vormagen der Wiederkäuer. Mehr Informationen bei ZDF-heute.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Rekordverdächtig heiß? Oder einfach nur heiß?

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Die Saison 2018 war so heiß und trocken, dass sie eine Klimadebatte entfacht hat. Der Rhein lag stellenweise brach, Wälder brannten ab und Weiden waren so verdorrt, dass die Tiere nichts mehr zu fressen fanden. Aber war das nun wirklich ein Jahrhundertsommer – oder am Ende doch nur Durchschnitt? Die SZ zieht in einem großen interaktiven Projekt Bilanz: mit Grafiken, die eindrücklich zeigen, wie glutrot Deutschland von Mai bis August war. Und Vor-Ort-Besuchen, die belegen, dass der diesjährige Sommer Gewinner (Eisdielenbesitzer in Hamburg) und Verlierer (Schwäne in Hamburg) kennt.

Digital-Reportage, 8 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Altmaiers Autobatterie-Pläne sind riskant, aber notwendig

An großen Ankündigungen mangelte es am Dienstag in Berlin nicht. Dabei ging es im Kern um etwas sehr Kleines: die Lithium-Ionen-Zellen, die kaum größer sind als handelsübliche AA-Batterien. Sie werden in großen Paketen in Elektroautos verbaut. Bisher gibt es in Deutschland kein Unternehmen, das diese Batteriezellen herstellt.

Das soll sich künftig ändern. Eine Milliarde Euro will Bundeswirtschaftsminister Altmaier in den Bau deutscher Batterie-Fabriken stecken. Bereits in etwa zehn Jahren soll „ein Drittel der weltweiten Nachfrage“ mit Batteriezellen „aus deutscher und europäischer Produktion“ gedeckt werden. Das klingt zwar ambitioniert – ist aber ein wichtiger Schritt, wenn Deutschland bei der Elektromobilität nicht den Anschluss verlieren will, schreibt Zeit Online.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

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Alle mal die Ärmel hochkrempeln! Wo es sich lohnt mit anzupacken und warum (Selbst-)Verantwortung das beste Mittel gegen Zukunftsängste ist, darüber berichten wir in unserer neuen Ausgabe „Bloß nicht hinwerfen!".

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Das Bundesumweltministerium will einen Aktionsplan gegen das Insektensterben schnüren – und wissen, was die Menschen in Deutschland davon halten. Der digitale Bürgerdialog zeigt: Es gibt noch viel zu besprechen.

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Neue Ak­ti­vis­ten­grup­pe rebelliert gegen Kli­ma­po­li­tik

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Pläne für Südpol-Schutzgebiet gescheitert

Der Plan der Europäer: ein riesiges Meeresschutzgebiet am Südpol, fünf Mal so groß wie Deutschland. Doch die Idee wird blockiert - vor allem von China und Russland. Nächstes Jahr soll es einen neuen Anlauf geben.

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