Reports / Meinungen / Interviews

„Ich wünsche mir eine sinnliche Revolution“

„Ich wünsche mir eine sinnliche Revolution“

Die deutsche „Hippie-Metal“-Gruppe Selig wurde in den Neunzigerjahren mit Herzschmerzliedern wie „Ohne dich" berühmt. Nun singt die Band Liebeslieder für den Planeten Erde. Ein Gespräch mit dem Front-Sänger Jan Plewka (49) über Salami zum Frühstück, die Ökosünden der Musikindustrie und die neue Zusammenarbeit mit Greenpeace.


 

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Dienstag, 2. Juni 2020

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Offenbar bis zu fünf Milliarden Euro für Autokäufe, Trump will Antifa zu Ter­ro­ris­ten erklären und Petition gegen ein Partylied

Liebe Leserinnen und Leser,

der Begriff „Hundeleben“ bezeichnet ein elendiges Dasein – das allerdings in modernen Gesellschaften die namensgebenden Tiere kaum noch fristen müssen. Im Gegenteil: Für Verpflegung und Verwöhnprogramm ihrer Vierbeiner sind die Besitzer oft bereit, viel Geld auszugeben. Neu im Hundebedarfssortiment, wie die SZ berichtet: sogenanntes Dog Cologne, also Duftwässerchen für die Begleiter mit vier Pfoten. Folgerichtig heißt ein führender US-Anbieter „Pawfume“. Der Hund soll nicht mehr nach Hund riechen, sondern wahlweise wie ein „Peach Bum“ (also ein Pfirsich-Popo) oder in Annäherung an die legendä­re Coco Chanel nach „Toto Chienelle“ (le chien ist der Hund auf Französisch). An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass ein gesunder Hund nun mal nach Hund riecht. Fazit: Hier stinken nicht die Tiere, sondern der Trend zum Himmel.

Bevor wir Sie mit diesem Exkurs in die neue, kurze Woche verabschieden, noch ein Hinweis in eigener Sache: Auf unserer Seite lesen Sie aktuell ein Interview mit „Selig“-Front-Sänger Jan Plewka – er spricht unter anderem über die Ökosünden der Musikindustrie. Angeregte Lektüre und bis morgen!

Das Team vom Navigator

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Wirtschaftsministerium will Autokäufe mit bis zu fünf Milliarden Euro unterstützen

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Das Bundeswirtschaftsministerium will im Rahmen des geplanten Konjunkturpakets Auto­käu­­fe bis zum Jahresende mit fünf Milliarden Euro ankurbeln. Das berichten Reuters und Spie­gel unter Berufung auf Regierungsvertreter – am Dienstag treffen sich die Koalitions­spit­zen im Kanzleramt. Vorgesehen ist demnach eine Basisprämie, auf die es dann je nach CO2-Ausstoß einen Aufschlag geben soll. Für die Effizienzklasse B, die etwa von drei Vierteln der Neuwagen erreicht wird, sind 2.500 Euro vorgesehen. Wagen, die teurer sind als 77.350 Eu­ro, werden von der Prämie ausgeschlossen. Bei Elektroantrieben sind weitere Prämien ge­plant: Für Plug-in-Hybride soll es 750 Euro zusätzlich geben, für reine E-Autos 1.500 Euro. Nach Spiegel-Informationen ist die Union geschlossen für eine Kaufprämie in dieser Form – aus der SPD gibt es jedoch Widerstand.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Trump kündigt an, Antifa zu Terroristen zu erklären

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Für US-Präsident Donald Trump ist offenbar klar, wer hinter den eskalierenden Protesten der ver­gangenen Tage steckt. Und er weiß auch bereits, was er dagegen unternehmen will. „Die Ver­einigten Staaten werden militante Antifa-Gruppen zu Terrororganisationen erklären“, kün­digte er auf Twitter an. Seit dem gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd bei ei­nem Polizei­einsatz gehen in zahlreichen Städten der USA Menschen auf die Straße. Der US-Präsident und andere US-Regierungsvertreter machen links­radikale Gruppen für die teils gewalttätigen Ausschreitungen ver­ant­wortlich – ohne jedoch Belege dafür zu liefern. Aus verschiedenen US-Städten heißt es, man habe sowohl Linksradikale verhaftet, als auch Mit­glieder nationalistischer Gruppen. Diese wollten die Proteste nutzen, um Hass gegen Schwar­ze zu schüren und einen Rassenkrieg zu provozieren. Mehr bei der Tagesschau.

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Mekong: Wie China die Lebensader Asiens austrocknen lässt

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Eines der größten Risiken für Chinas Wachstum und damit für die Stabilität des Landes ist Was­sermangel. Wenn das Süßwasser knapp wird, sind Landwirtschaft, Industrie und die Ener­gie­wirtschaft unmittelbar betroffen. Schuld daran sind Experten zufolge auch die mäch­tigen Staudämme des Landes: Seit 1996 hat kein anderes Land so viel Wasserkraftkapa­zität zugebaut. Von massiven Eingriffen betroffen ist vor allem der Mekong – der zwölft­größ­te Fluss der Welt versorgt 60 Millionen Menschen mit Wasser, Nahrung und Energie. Erst im ver­gangenen Jahr kam es in Nordthailand zu einer der schlimmsten Dürren in gut 40 Jahren. Auch Teile Kambodschas waren betroffen. Eine Studie der Washingtoner Beratungsfirma Eyes on Earth zeigt: Schuld daran ist vor allem China. Hinter­grün­de beim Tagesspiegel.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Verharmlosung einer Vergewaltigung – Petition gegen Partylied

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„Einst ging ich am Strande der Donau entlang / Ein schlafendes Mädel am Ufer ich fand / Sie hatte die Beine weit von sich gestreckt / Ihr schneeweißer Busen war halb nur bedeckt / Ich machte mich über die Schlafende her“ – mit diesen Zeilen beginnen die ersten Strophen des in Bierzelten beliebten „Donaulieds“ von Ballermann-Sänger Mickie Krause. Das Lied existiert auch in einer weiteren Form, in der sexueller Missbrauch weniger explizit thematisiert wird. Die Studentin Corinna Schütz aus Passau hat dagegen nun eine Online-Petition gestartet. „Sprache formt das Denken. In diesem alten Volkslied vermittelt der umgeschriebene Text ein Weltbild, welches sexuelle Gewaltfantasien gegen Frauen normalisiert und verherrlicht“, schreibt die 22-Jährige. Am Sonntagabend hatten bereits mehr als 22.000 Menschen un­terschrieben. Ze.tt berichtet.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Der „Tatort“ muss kein Klimakiller sein

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Eine durchschnittliche „Tatort“-Produktion setzt etwa 100 bis 140 Tonnen CO2 frei. Das hat die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg erhoben. Das ent­spricht der Menge CO2, die – je nach Schätzung – zehn bis 17 Deut­sche pro Jahr erzeugen. Etwa 46 Prozent der Emissionen wer­den durch Hotelübernachtungen verursacht, 17 Pro­zent durch Flugreisen. Ob das un­­be­dingt so sein muss, fragt man sich in der Filmhauptstadt Holly­wood schon länger. Das Stichwort lautet „Green Producing“, auch „Green Shooting“. 2009 formulierte Arnold Schwarzenegger, damals noch Gouverneur von Kalifornien, gemeinsam mit der Uni­ver­sität Kalifornien den „Code of Best Practices for Sustainable Film­ma­king“, in dem Vor­schlä­ge fest­ge­halten sind, wie Filmschaffende grün produzieren könn­ten. Doch obwohl der Ideenkatalog längst ins Deutsche übersetzt ist, wird er nur punktuell umgesetzt, schreibt die taz.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Wo sind die Grünen, wenn man sie braucht?

In der Coronakrise finden die Grünen keinen Mindestabstand zur Krisenpolitik der Kanzlerin und sind infolgedessen kaum hörbar. Warum treiben sie die Regierung und die Öffentlichkeit nicht vor sich her?

Die Ratlosigkeit der Grünen ist fatal für die öffentliche Debatte, findet Bernd Ulrich bei Zeit On­li­ne.

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Reports / Meinungen / Interviews

Aktivismus
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25.Mai 2020

Digitaler Protest: Hashtags statt Megafon

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Wegen der Coronakrise wandern Umweltaktivisten aus aller Welt von der Straße ins Netz. Wie verändert der digitale Protest die grüne Bewegung?

Naturschutz
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06.Mai 2020

Um­welt­zer­stö­rung im Schatten des Virus

Umweltzerstörung im Schatten des Virus

Das Corona-Virus hält die Welt in Atem. Und während die Öffentlichkeit mit der Pandemie beschäftigt ist, vergreift man sich vielerorts unbemerkt an der Umwelt

Plage
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18.Mai 2020

Heu­schre­cken in Ostafrika: der Kampf gegen die Schwärme

Heuschrecken in Ostafrika: der Kampf gegen die Schwärme

Während der Pandemie wütet die größte Heuschreckenplage Ostafrikas seit 25 Jahren. Die betroffenen Länder bekämpfen sie mit Pestiziden – und gefährden damit die Gesundheit der Bevölkerung

Verkehr
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05.Mai 2020

Überall neue Radwege – kann das bitte so bleiben?

Überall neue Radwege – kann das bitte so bleiben?

Die Corona-Krise befeuert die Debatte, wie öffentlicher Raum genutzt werden soll. Vielerorts wird Platz gemacht für Fahrradfahrer und Fußgänger. Kommt mit der Pandemie die Verkehrswende?

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Ge­heim­nis­se aus eisigen Tiefen

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