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Diesel-Abgase in Städten: Vorsichtiges Durchatmen

Diesel-Abgase in Städten: Vorsichtiges Durchatmen

Die Luft in Deutschlands Städten war 2019 etwas weniger dreckig als 2018. Doch die Abgaswerte könnten noch viel niedriger sein, wenn die Regierung endlich aufhören würde, Dieselkraftstoff mit Milliardensummen zu fördern

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Donnerstag, 9. Juli 2020

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Rech­nungs­hof rügt Umsetzung deutscher Nach­hal­tig­keits­zie­le, Nord- und Ostsee immer wärmer und ein buckliger Radweg

Liebe Leserinnen und Leser,

von einem nachrichtlichen Sommerloch war bislang nichts zu merken. Das scheint sich nun zu ändern. Zumindest berichtete die Bild-Zeitung jüngst unter der Schlagzeile „Batman-Schock in der Garage“ über einen „riesigen Flughund“, der bereits vor einiger Zeit in einer Garage auf den Philippinen fotografiert worden sei. Nun ist für die Tiere aus der Ordnung der Fledertiere eine Flügelspannweite bis 1,70 Meter durchaus im Normbereich (was das Blatt dann auch im ersten Satz einräumt) – aber mit Angstmache vor vermeintlich animali­schen Anomalien lässt sich wohl der größere Klickanreiz schaffen. Fürchten muss sich tat­sächlich niemand. Nicht nur, weil Flughunde hierzulande nicht heimisch sind. Sie sind auch absolut harmlos und ernähren sich hauptsächlich von Früchten. 

Und so möchte man es angesichts dieser Themensetzung am liebsten wie besagter Flughund machen: Augen zu und einfach abhängen, bis sich die Aufregung gelegt hat. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen entspannten Donnerstag – bis morgen!

Das Team vom Navigator

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Rechnungshof rügt Bundesregierung für Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele

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Als die Vereinten Nationen 2015 ihre Agenda 2030 für eine nachhaltige Ent­wicklung be­schlos­sen, einigte sich die Weltgemeinschaft erstmals auf einen gemeinsamen Ka­talog von ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitszielen. Auch Deutsch­land machte mit – 67 Ziele wurden be­schlossen. Etwa, dass es 2030 nur noch die Hälfte der Luftschad­stof­fe geben solle, dass end­lich die Grenz­werte für die Düngung mit Nitrat einge­halten werden und 20 Prozent der Flä­che durch Bio-Landwirte bewirtschaftet werden. Jetzt hat der Bundes­rechnungshof das deut­sche Programm geprüft – und übt harte Kritik an der Umsetzung. Es fehle nicht nur an Prio­risierung und Abstimmung, sondern auch an einer „an­ge­messenen Erfolgskontrolle“ und ei­ner „zielgerichteten Steuerung“. Die Ziele klängen zwar gut, so die Kontrolleure – könnten aber in vielen Fällen kaum erreicht werden. Mehr bei der SZ.

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Nord- und Ostsee werden immer wärmer

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Nord- und Ostsee sind deutlich wärmer geworden. Das geht aus der Antwort des Verkehrs­ministeriums auf eine Frage der Parlamentarischen Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Steffi Lemke, hervor. Die Nordsee hat sich demnach im Zeitraum 1969 bis 2017 unter Be­rück­sichtigung der mittleren Oberflächentemperatur um 1,3 Grad Celsius erwärmt.  In der westlichen Ostsee wurde seit 1982 ein Anstieg von mindestens 1,8 Grad gemessen. Wenn dieser sich fortsetze, drohten massive Veränderungen der Meeresumwelt, so Lemke. „He­ring und Kabeljau fliehen schon heute in kühlere Gewässer, Richtung Arktis.“ Laut Minis­terium baut sich in der Nordsee selbst in tieferen Schichten unterhalb von 30 Metern im Frühjahr eine warme Deckschicht zusammen. Die Meldung ist nachzulesen bei ZDF-heute/dpa.

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Folgen des Tönnies-Skandals: Schweine, die nicht sterben dürfen

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Im Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück – Deutschlands größtem Schlachtbetrieb für Schwei­ne – werden eigentlich zwischen 12 und 14 Prozent der deutschen Schweine ge­schlachtet. Doch seit zwei Wochen steht alles still. Wenn zum Schlacht­gewicht gemästete Tiere über längere Zeit in den Ställen stehen bleiben, kann die gesamte Produktions­kette für Schweine­fleisch aus dem Tritt geraten. In den Ställen wird es immer en­ger, den Tieren droht ein Kreislaufkollaps – und das ist nicht alles. Gehe es bei den Mast­be­trieben am Ende der Pro­­duktions­kette nicht voran, entstünde an allen Stationen ein Rück­stau, warnt Nicole Kem­per von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Bereits jetzt deutet sich an, dass als Folge das Tierwohl in der Branche weiter sinken könnte. Hintergründe bei Spiegel Online.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Forscher besorgt über Rekordtemperaturen in der Arktis

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Am 20. Juni hat die örtliche Wetterstation im ostsibirischen Werchojansk 38 Grad Celsius ge­messen – das ist ein neuer, wenn auch bisher unbestätigter Rekord. Der Corpernicus-Klima­wan­deldienst gibt für die gesamte Region eine Juni-Durchschnitts­tem­pe­­ratur von fünf Grad über Normal an. Für Forscher sind das Alarmzeichen. 2,5 Millio­nen Quadratkilometer weißer Schneefläche sind in den vergangenen 50 Jahren verschwun­den und zu dunklem Matsch- oder Grasland geworden – eine Fläche so groß wie das Mittel­meer. Dort wird wesentlich mehr Sonnenenergie aufgenommen und weniger zurückge­strahlt. Das führt zu einer weite­ren Erwärmung. Der rapide Temperaturanstieg hat mögli­cher­weise auch einen Einfluss auf unser Wetter, schreibt die Tagesschau. Eine gän­gige Theorie besagt, dass die stark erwärmte Arktis die großen planetaren Windsysteme bremst, die unser Wetter antreiben.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Bayerns vermutlich buckligster Radweg

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Einen Radweg mit mehreren Kuppeln, der ungewollt eher einem Hindernisparcours gleicht: Das gibt es mutmaßlich nur im bayerischen Kirchdorf an der Amper. Auf etwa 500 Metern zeichnen sich fünf kleine Erhöhungen im Belag ab. Hintergrund ist ein Fehler seitens des Freisinger Landratsamts. Bei den Planungen sei „zu spät aufgefallen“, dass der durchge­hend tiefer als die parallel verlaufende Straße angedachte Radweg die Zufahrt auf angren­zen­de Felder erschwert hätte, sagt Landratsamtssprecher Robert Stangl. Es sei klar gewesen, dass Möglichkeiten geschaffen werden müssen, den Radweg an gleich mehreren Stellen mit Acker­gerät und ohne allzu großes Gefälle zu queren – konkret bedeutete das: Erhebungen in der Fahrradstraße. Über die Provinzposse berichtet die SZ.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Denkzettel am Donnerstag: Korallenkiller Sonnencreme

Was zum Schutz der Haut im Sommer wichtig ist, ist für die Umwelt Gift. „Es gibt leider noch keine völlig unbedenklichen UV-Filter in Sonnenschutzprodukten“, sagt Erika Bellmann, Chemikalienexpertin der Umweltorganisation WWF. Die meisten Sonnenschutzprodukte seien bedenklich für die Natur.

Die taz über ein brandheißes Umweltproblem – und mögliche Lösungen.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.20 Zukunft Wirtschaft

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Reports / Meinungen / Interviews

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03.Jul 2020

Grün: In Frankreich en vogue

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal fällt ihr zuerst Frankreich ins Auge.

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26.Jun 2020

Bericht aus Hamburg

Bericht aus Hamburg

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal spitzt sie die Ohren, hört aber keinen Motorradlärm.

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30.Jun 2020

Von der Macht, Welten zu zerstören

Von der Macht, Welten zu zerstören

Vor 75 Jahren warfen die Amerikaner ihre Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab. Die neue Graphic Novel „Die Bombe“ erzählt, wie eine Verkettung von Zufällen, Intrigen und Machtspielen dazu führte

Engagement
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25.Jun 2020

Wie ras­sis­tisch ist die Um­welt­be­we­gung?

Wie rassistisch ist die Umweltbewegung?

Black Lives Matter – auch im Umweltschutz. Die aktuelle Mobilisierung für von Rassismus betroffenen Menschen nehmen Aktivisten nun zum Anlass, um die Umweltbewegung zu kritisieren. Sie sagen: Sie muss den Rassismus in den eigenen Reihen überwinden

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Warum ist sich auf den Straßen
jede selbst die Nächste!
Ein Essay aus unserer Auto-Ausgabe

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Ge­heim­nis­se aus eisigen Tiefen

Was Forscher in Eishöhlen am Ende der Welt herausfinden: ein Bericht aus unserer Arktis-Ausgabe

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Ob süß oder sauer, ob Feldzug oder Weltkrieg, ob Drama oder Komödie – die Kirsche ist universell. Jetzt reift das Steinobst, auf das sich alle einigen können, wieder – und lockt in Nachbars Garten. Prunus avium und cerasus sind unsere Früchte der Saison im literarischen Porträt

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Er ist ein junges Gemüse und gedeiht ohne Sonne. Das ist kein Grund, Cichorium intypus varietas foliosum als Kellerkind zu behandeln. Wer aus dem Spross nur Salat macht, hat nix in der Rübe. Unser Gemüse der Saison im Porträt

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Manchen gilt sie als Wurzel aller Übelkeit, anderen als neuer Stern am Gastrohimmel. Den meisten aber ist sie schlicht egal. Das ist Lebensmittelverschwendung. Denn Pastinaca sativa kann so viel mehr als nur ein bisschen Babybrei
 

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Mensch, warum strebst du stets nach mehr? Um deinen Lebensraum zu erhalten, musst du lernen, die Füße hochzulegen