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Mi, 2016-06-29 08:34
Dallas (dpa)

Milliardenübernahme in US-Pipeline-Branche gescheitert

Dallas (dpa) - In den USA ist ein milliardenschwerer Deal zwischen zwei Betreibern von Öl- und Gasleitungen gescheitert. Das Unternehmen Energy Transfer Equity (ETE) löste in der Nacht zum Mittwoch die Übernahmevereinbarung mit dem Konkurrenten Williams offiziell auf.

Ursprünglich hatten sich beide Seiten im vergangenen September auf einen Zusammenschluss verständigt. ETE war bereit, rund 33 Milliarden US-Dollar für das auf den Transport und die Weiterverarbeitung von Gas spezialisierte Unternehmen zu zahlen.

ETE hatte auf hohe Synergien und Kosteneinsparungen gesetzt. Doch danach brachen die Öl- und Gaspreise auf breiter Front ein. In der Folge mussten viele Förderunternehmen in den USA aufgeben.

Zudem stellte ETE nach eigenem Bekunden fest, dass sich unter anderem steuerliche Vorteile aus der Übernahme nicht wie erwartet heben ließen. Das Unternehmen setzte dann in der vergangenen Woche vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware durch, aus dem Geschäft aussteigen zu können.

Mi, 2016-06-29 08:56
Berlin (dpa)

De Maizière erschüttert über Anschlag am Flughafen in Istanbul

Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat erschüttert auf den verheerenden Terroranschlag von Istanbul reagiert. «Der Terrorismus hat mal wieder sein hässliches Gesicht gezeigt und unschuldige Menschen in den Tod gerissen», sagte de Maizière am Mittwoch in Berlin. «Ich bin tief erschüttert über den feigen und brutalen Anschlag am Flughafen von Istanbul.» Er trauere mit den Angehörigen der Opfer und wünsche den Verletzten schnelle Genesung. «Wir werden unseren Kampf gegen den Terrorismus gemeinsam mit unseren Verbündeten mit voller Härte fortsetzen», betonte er.

Bei einem Anschlag auf dem Atatürk-Flughafen in der türkischen Metropole Istanbul hatten drei Selbstmordattentäter am Dienstagabend mindestens 36 Menschen mit in den Tod gerissen.

Mi, 2016-06-29 08:50
Berlin (dpa)

Flug auch von Berlin nach Istanbul gestartet

Berlin (dpa) - Nach den Selbstmordanschlägen am Istanbuler Atatürk-Flughafen ist am Mittwoch entgegen erster Angaben auch vom Flughafen Berlin-Tegel wieder eine Maschine in die Bosporus-Metropole gestartet. Den Abflug bestätigte Flughafensprecher Lars Wagner der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatte er erklärt, dass es am Mittwoch keine Flüge von Tegel in die türkische Metropole geben werde. Ob die weiteren vier regulären Flüge abgesagt würden, sei eine Entscheidung der Fluggesellschaft Turkish Airlines, hieß es am Morgen.

Mi, 2016-06-29 08:33
Damaskus (dpa)

Syrische Rebellen erobern Flugplatz von IS-Terrormiliz

Damaskus (dpa) - Mit den USA verbündete Rebellen haben im Osten Syriens einen Flugplatz von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erobert. Kämpfer der Neuen Syrischen Armee seien nur noch fünf Kilometer von dem Ort Abu Kamal an der Grenze zum Irak entfernt, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Jets der US-geführten internationalen Koalition hätten intensive Luftangriffe gegen die Extremisten geflogen.

Der IS hatte Abu Kamal vor zwei Jahren eingenommen. Der Ort ist strategisch wichtig, weil er an einer Hauptverbindung zwischen Syrien und dem Irak liegt. Bei der Neuen Syrischen Armee handelt es sich um Truppen, die von den USA und ihren Verbündeten in Jordanien für den Kampf gegen die IS-Terrormiliz ausgebildet worden waren.

Mi, 2016-06-29 08:20
Frankfurt/Main (dpa)

Flugverkehr Frankfurt-Istanbul von Anschlag kaum beeinträchtigt

Frankfurt/Main (dpa) - Der Anschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen hat sich auf den Flugverkehr in Frankfurt kaum ausgewirkt. Am Dienstagabend sei ein Flug gestrichen worden, am Mittwoch würden drei Flüge aus Istanbul und zwei Flüge nach Istanbul gestrichen, erklärte Flughafenbetreiber Fraport am Mittwochmorgen auf Anfrage.

Drei Selbstmordattentäter hatten am Dienstagabend nach Angaben der türkischen Regierung auf dem größten Flughafen des Landes mindestens 36 Menschen mit sich in den Tod gerissen. Mindestens 147 Menschen wurden verletzt.

Mi, 2016-06-29 08:37
Teheran (dpa) 

Iran verurteilt Anschlag in Istanbul

Teheran (dpa) - Der Iran hat den Selbstmordanschlag am Atatürk-Flughafen in Istanbul scharf verurteilt und eine gemeinsame Initiative gegen den Terrorismus gefordert. «Der Terror hat erneut bei unseren Freunden und Nachbarn in der Türkei sein hässliches Antlitz gezeigt», schrieb Außenminister Mohammed Dschawad Sarif auf seiner Twitter-Seite am Mittwoch. Der Terrorismus sei eine globale Bedrohung, die gemeinsam bekämpft werden müsse, fügte Sarif hinzu. Bei dem Anschlag in der türkischen Millionenmetropole Istanbul waren am Dienstagabend zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden.

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Mi, 2016-06-29 08:05
Istanbul (dpa) 

Schwere Explosionsschäden im Flughafenterminal in Istanbul

Istanbul (dpa) - Nach dem Terrorangriff auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen gibt es auch in dem Gebäudekomplex schwere Explosionsschäden. Eine dpa-Reporterin im Flughafen sagte am Mittwoch, besonders schwere Schäden gebe es dort, wo Reisende nach der Landung in der Türkei aus dem Sicherheitsbereich kommen und von Wartenden in Empfang genommen werden. Dort seien die weißen Kunststoffplatten der Deckenverkleidung vollständig heruntergerissen worden. Die Decke weise Rußspuren auf. Scheiben in dem Bereich seien zersplittert, einige schienen Einschusslöcher aufzuweisen.

Nach Darstellungen aus türkischen Regierungskreisen gelangte keiner der drei Selbstmordattentäter in diesen Innenbereich des Terminals. Einer der Angreifer sprengte sich diesen Angaben an der Sicherheitsschleuse im Eingangsbereich des Terminals in die Luft. Dort sind zwar ebenfalls Explosionsschäden, diese erscheinen aber weniger schwer als im Wartebereich, wie am Mittwoch deutlich wurde. Ministerpräsident Binali Yildirim hatte Sicherheitsmängel nach dem Angriff ausgeschlossen.

Mi, 2016-06-29 07:50
Leipzig (dpa)

Fünf Jahre Gondwanaland im Zoo Leipzig

Leipzig (dpa) - Mit einer Tapir-Taufe feiert der Zoo Leipzig an diesem Freitag (1.7.) das fünfjährige Bestehen seiner Riesentropenhalle Gondwanaland. Zoo-Direktor Jörg Junhold zieht eine positive Bilanz des Großprojektes. «Die Halle ist nach wie vor ein Besuchermagnet. Die Pflanzen haben sich brillant entwickelt. Das Klima hat sich gut eingespielt», sagte Junhold. Auch der Tierbestand ist demnach gewachsen: Aus anfangs 40 Arten seien 140 Arten geworden. «Wir haben schöne Zuchterfolge: drei Tapire, zwei Ozelot-Jungtiere, aber auch die Tüpfelbeutelmarder». Das Gondwanaland war am 1. Juli 2011 eröffnet worden. Der Bau kostete rund 67 Millionen Euro.

Für die Tropenhalle seien in diesem Jahr einige Neuerungen geplant. Unter anderem sollen demnächst Königsgeier fliegen, sagte Junhold. Nicht in Sicht ist dagegen eine Tierart, auf die sich zur Eröffnung alle Augen gerichtet hatten: Opossums. Die schielende Beutelratte Heidi hatte sich 2011 zum Star des Zoos gemausert. Nachdem Heidi und ihre beiden Gefährten gestorben waren, beendete der Zoo jedoch die Opossum-Haltung und ließ an ihrer Stelle als erster Zoo außerhalb Australiens Tüpfelbeutelmarder einziehen.

Mi, 2016-06-29 07:46
Singapur (dpa)

Ölpreise steigen

Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 48,85 US-Dollar. Das waren 27 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 32 Cent auf 48,17 Dollar.

Händler begründeten die Preiszuwächse mit der wieder etwas besseren Stimmung an den Finanzmärkten. Nachdem die europäischen und amerikanischen Aktienmärkte am Dienstag zugelegt hatten, ging es am Mittwoch an den asiatischen Börsen nach oben. Davon profitierten riskantere Anlagen, zu denen Rohöl gehört.

Unterstützung kam auch von der Öl-Handelswährung Dollar, die etwas schwächer tendierte. Erdöl wurde deshalb für Interessenten außerhalb des Dollarraums günstiger, was deren Nachfrage belebte.

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

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Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

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Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Außerdem Interessant

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

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Mi, 2016-06-29 07:48
Istanbul (dpa) 

39 Tote bei Terroranschlag in Istanbul - Türkei sucht Drahtzieher

Ein Anschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen erschüttert die Türkei. Drei Selbstmordattentäter greifen den Atatürk-Airport an und reißen viele Menschen mit in den Tod. Die Terroristen treffen damit auch den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Landes.

Istanbul (dpa) - Bei einem verheerenden Terroranschlag auf dem Atatürk-Flughafen in der türkischen Metropole Istanbul haben drei Selbstmordattentäter am Dienstagabend mindestens 36 Menschen mit in den Tod gerissen. Nach jüngsten Angaben der türkischen Behörden wurden außerdem mindestens 147 Menschen verletzt. Die türkische Polizei fahndet nach dem Hintermännern des Anschlags. Bis zum frühen Mittwochmorgen bekannte sich keine Gruppierung zu der Tat.

Ministerpräsident Binali Yildirim, der den Flughafen noch in der Nacht besuchte, sagte am Mittwochmorgen, erste Hinweise deuteten auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als Urheber hin. Unter den Opfern seien Türken und Ausländer. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten die Angreifer zunächst das Feuer eröffnet und sich dann in die Luft gesprengt. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte am späten Dienstagabend, bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass Deutsche betroffen seien.

Aus türkischen Regierungskreisen hieß es, keiner der drei Selbstmordattentäter habe die Sicherheitsschleusen am Eingang des internationalen Terminals passiert. Augenzeugenberichte und Videos in sozialen Medien deuteten dagegen darauf hin, dass einer oder mehrere Angreifer auch in den Innenbereich des Terminals gelangten.

Der Luftverkehr auf dem Flughafen wurde inzwischen wieder aufgenommen. Erste Flüge von Turkish Airlines landeten am frühen Morgen. Yildirim hatte den Flughafen zuvor für landende und startende Flüge wieder für geöffnet erklärt. Der Sender CNN Türk berichtete, Reisende könnten inzwischen wieder ins Terminal.

Der Angriff sorgt allerdings für massives Chaos im Flugverkehr. Turkish Airlines strich für Mittwoch mehr als 340 Flüge. Die Airline bot allen Reisenden mit Buchungen vom oder zum Atatürk-Airport an, die Flüge kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. In der Nacht waren etliche Reisende vor dem Airport gestrandet, die vor der Attacke aus dem Terminal geflohen waren.

Nach den Selbstmordanschlägen gibt es am Mittwoch keine Flüge von Berlin-Tegel nach Istanbul. Dies sagte Flughafensprecher Lars Wagner der Deutschen Presse-Agentur. Regulär wären es am Mittwoch fünf Flüge gewesen. Auch eine Maschine der Turkish Airlines, die am Dienstagabend mit 209 Passagieren von Berlin-Tegel aus mit einer Stunde Verspätung in Richtung Istanbul startete, erreichte ihr Ziel nicht. Ursprünglich sollte sie nach Ankara umgeleitet werden. Nach Angaben von Wagner kehrte die Maschine dann aber über der Slowakei um und flog zurück nach Tegel.

Bei einem IS-Selbstmordanschlag im Istanbuler Zentrum waren im Januar zwölf deutsche Urlauber getötet worden. Neben dem IS verübt auch die TAK - eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK - immer wieder Anschläge in türkischen Metropolen. Vor drei Wochen erst waren bei einem Anschlag der TAK in Istanbuls Stadtmitte elf Menschen getötet worden. Dieses Attentat vom 7. Juni war der dritte schwere Anschlag seit Jahresbeginn im Zentrum Istanbuls.

Die TAK hat auch ausländische Urlauber vor Türkeibesuchen gewarnt. Im vergangenen Dezember hatte die Gruppierung einen Mörserangriff auf den Flughafen Sabiha Gökcen verübt.

Mi, 2016-06-29 06:30
Karlsruhe (dpa)

Alte Reifen, falscher Tüv: Böse Überraschung beim Autokauf Von Anja Semmelroch, dpa

Der Kauf eines Gebrauchten ist letztlich Vertrauenssache. Hält das Auto nicht, was der Händler verspricht, ist der Ärger groß. Oft müssen am Ende die Gerichte entscheiden. Die Rechtslage im Überblick.

Karlsruhe (dpa) - Kaum gekauft, schon das erste Mal in der Werkstatt - das kann die Freude am neuen Auto schnell trüben. Und kommt der Schaden wirklich so überraschend? Oder war an dem Wagen womöglich von vornherein etwas faul? Gerade bei der Anschaffung eines Gebrauchten haben viele Angst, übers Ohr gehauen zu werden. «Wir haben im Jahr sicher mehrere Zehntausend Anfragen zum Thema», berichtet Klaus Heimgärtner, Rechtsexperte beim Autofahrer-Club ADAC.

Werden sich Käufer und Händler nicht einig, müssen immer wieder Gerichte entscheiden - wenn es ums Grundsätzliche geht, häufig in letzter Instanz der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.

Wie lange darf ein Auto zum Beispiel vor der Erstzulassung herumstehen, um noch «fabrikneu» zu sein? Maximal zwölf Monate, entschieden die Richter 2003. Auch für Jahreswagen gilt diese Frist - nicht aber, wenn ein zehn Jahre alter Van vor dem Weiterverkauf gut eineinhalb Jahre stillgelegt war. Solange es keine Standschäden gibt, kann es bei so einem alten Auto sogar von Vorteil sein, wenn es nicht so viel gefahren wurde, hieß es in dem Urteil von 2009.

Was aber, wenn es sich um einen neueren Gebrauchten handelt? Diese Frage prüfen die BGH-Richter am Mittwoch (Az. VIII ZR 191/15).

Das Beispiel zeigt, dass kaum ein Fall wie der andere ist. Im Zweifel geht es um eine Menge Geld. Denn seit 2002 haftet der Händler mindestens ein Jahr lang, wenn er einen mangelhaften Gebrauchtwagen an einen Privatkunden verkauft. Oft lässt sich allerdings kaum noch klären, ob etwa eine Wasserpumpe, die nach Monaten den Geist aufgibt, von Anfang an eine Macke hatte. «Das ist ein ganz großes Problem», sagt ADAC-Jurist Heimgärtner. Der Gesetzgeber hat es pauschal gelöst: Im ersten halben Jahr muss der Händler seine Unschuld beweisen - passiert später etwas, ist der Kunde in der Pflicht.

Die Schwierigkeit fängt aber schon vorher an: Was ist überhaupt ein Mangel? Ein kratzendes Scheibenwischerblatt sicher noch nicht, das fällt unter normalen Verschleiß. Streit entzündet sich auch an der Frage, ob der Mangel behoben werden kann. Denn bevor ein Käufer zum Rücktritt berechtigt ist, darf der Händler erst zwei Mal nachbessern.

Einige Streitfälle hat der BGH schon rechtskräftig entschieden:

- So durfte ein Händler ein vier Jahre altes Mercedes-Cabrio neu lackieren, das Unbekannte vor der Abholung zerkratzt hatten. Solange nicht ausdrücklich vereinbart, gibt es bei einem Gebrauchten keinen Anspruch auf den Originallack, entschieden die Richter 2009.

- Einen gebrauchten Range Rover, in den trotz mehrerer Reparaturversuche immer wieder Wasser eindrang, wurde der Käufer 2008 hingegen wieder los. Beim Rücktritt blieb es - obwohl es im Prozess dann doch noch einem Sachverständigen gelang, das Auto abzudichten.

- Keine Chance zum Nachbessern bekam 2015 ein Händler, der einen 13 Jahre alten Opel mit frischer Tüv-Plakette verkaufte, dem nur einen Tag später der Motor versagte. In der Werkstatt flog auf, dass die Bremsleitungen stark verrostet waren. Dieses Auto hätte nie durch den Tüv kommen dürfen, sagte der BGH. Die Käuferin bekam ihr Geld zurück.

- Auch ein Blechschaden, der nachträglich bekannt wird, berechtigt zum Rücktritt. Denn der Käufer darf darauf vertrauen, dass er keinen «Unfallwagen» kauft. Das lässt sich auch nicht wiedergutmachen. So konnte eine Frau nach einem Urteil von 2007 ihren Ford zurückgeben, obwohl der Händler anbot, die Reparatur fachgerecht nachzubessern.

- Als Mangel zählt auch, wenn der Gebrauchte trotz Zusage keine Hersteller-Garantie mehr hat - so passiert dem neuen Besitzer eines Sportcoupés, der unerwartet auf Reparaturkosten sitzenblieb. Keine Lappalie, entschied der BGH Mitte Juni. Die Garantie habe «beim Autokauf regelmäßig sogar ein erhebliches wirtschaftliches Gewicht».

- Verkauft ein Händler stillschweigend ein Auto mit abgefahrenen Reifen, muss er bei einem Unfall geradestehen. Ein Ferrari mit Totalschaden musste nach einem Urteil von 2004 ersetzt werden. Auf der Autobahn war der in die Jahre gekommene Hinterreifen geplatzt.

- Gute Chancen hat ein Käufer auch, wenn der Händler frühere Stationen des Autos verschweigt. Der BGH sprach 2009 einem Mann mehrere Tausend Euro zu, der einen zehn Jahre alten Audi mit offiziell zwei Vorbesitzern gekauft hatte. Später stellte sich heraus, dass der Kilometerstand manipuliert war und der Wagen über einen Zwischenhändler kam, der dem Verkäufer nur als «Ali» bekannt war.

Mi, 2016-06-29 06:48
Istanbul (dpa) 

Flugverkehr in Istanbul wieder begonnen - Hunderte Flüge gestrichen

Istanbul (dpa) - Nach dem verheerenden Terroranschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen ist der Luftverkehr am Mittwoch wieder aufgenommen worden. Erste Flüge von Turkish Airlines landeten am frühen Morgen. Der Sender CNN Türk berichtete, Reisende könnten inzwischen auch wieder ins Terminal. Der Angriff sorgt allerdings für ein massives Chaos im Flugverkehr.

Turkish Airlines strich für Mittwoch mehr als 340 Flüge. Die Airline bot allen Reisenden mit Buchungen von oder nach Atatürk Airport an, die Flüge kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. In der Nacht waren etliche ratlose Reisende vor dem Flughafen gestrandet, die vor den Terrorangriffen aus dem Terminal geflohen waren.

Nach dem Angriff hatte Ministerpräsident Binali Yildirim den Flughafen noch in der Nacht besucht. Er hatte den Flughafen für landende und startende Flüge wieder für geöffnet erklärt. Drei Selbstmordattentäter hatten nach Regierungsangaben am Vorabend mindestens 36 Menschen mit sich in den Tod gerissen. Mindestens 147 Menschen wurden verletzt.

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mi, 2016-06-29 06:56
Berlin (dpa)

Nach Anschlag keine Flüge von Berlin nach Istanbul

Berlin (dpa) - Nach den Selbstmordanschlägen am Istanbuler Atatürk-Flughafen gibt es am Mittwoch keine Flüge von Berlin-Tegel nach Istanbul. Dies sagte Flughafensprecher Lars Wagner der Deutschen Presse-Agentur. Regulär wären es am Mittwoch fünf Flüge. Ob davon noch welche stattfinden werden, sei eine Entscheidung der Fluggesellschaften. Ob es Flüge von Istanbul nach Tegel geben werde, ist laut Wagner ebenfalls noch unklar.

Auch eine am Dienstagabend mit 209 Passagieren und dem Ziel Istanbul von Berlin-Tegel aus eine Stunde verspätet gestartete Maschine der Turkish Airlines erreichte ihr Ziel nicht. Ursprünglich hieß es, sie solle nach Ankara umgeleitet werden. Laut Wagner kehrte die Maschine dann aber über der Slowakei um und flog zurück nach Tegel.

Mi, 2016-06-29 06:20
Frankfurt/Main (dpa)

Gentechnik in Deutschland: Ein größerer Wirtschaftsfaktor als gedacht Von Nadine Murphy, dpa-AFX

Bei Gen- und Biotech-Unternehmen fallen oft vor allem Namen von Schwergewichten aus dem Ausland. Die Branche wird aber auch in Deutschland immer wichtiger - nicht erst seit den Milliardenplänen von Bayer mit dem umstrittenen US-Konzern Monsanto.

Frankfurt/Main (dpa) - Mit dem Milliardengebot von Bayer für den US-Saatgutriesen Monsanto flammt in Deutschland auch die Gentechnik-Debatte wieder auf. Als größter Saaten-Hersteller steht der Konzern aus St. Louis (Missouri) wegen genetischer Veränderungen bei Lebensmittel-Pflanzen wie Mais und Soja seit Jahren in der Kritik. Insgesamt spielt die Gentechnik hierzulande nach anfänglichen Widerständen aber eine immer größere Rolle. «Grüne Biotechnologie» auf dem Acker kämpft weiter um Akzeptanz - ihre «rote» Schwester, bei der es um Medikamente geht, hat sich dagegen oft schon durchgesetzt.

In der Medizin kommt Gentechnik vielfach zum Einsatz: Zahlreiche Arzneien und Impfstoffe werden mit ihr hergestellt, und die Forschung arbeitet auf Hochtouren an neuen Mitteln. Kernfelder sind schwerwiegende Leiden wie Krebs- oder Autoimmunerkrankungen.

Der Markt wächst stark. Aktuell liegt der Jahresumsatz mit «roter» Biotechnologie in Deutschland nach Schätzungen der Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) bei rund 20 Milliarden Euro - Exporte mit eingerechnet.

Der Einsatz der Gentechnik in der Medizin hat einen steinigen Weg hinter sich. Beispiel Insulin: Das unverzichtbare Medikament für zuckerkranke Menschen wird seit 1999 in Frankfurt (Höchst) vom heutigen Pharmaunternehmen Sanofi gentechnisch hergestellt.

Schon seit den 1980er Jahren wäre die Herstellung hier möglich gewesen - aber wegen der Diskussion über die Risiken der Gentechnik bekam die damalige Hoechst AG keine Lizenz dafür. Dies sei das «Aus für die Gentechnik in der Bundesrepublik» gewesen, schrieb das Unternehmen 2008 in einer Festschrift zum 125-jährigen Bestehen des Standortes. «Deutschland verliert für Jahrzehnte den Anschluss an die internationale Spitzenforschung auf diesem wichtigen Gebiet.»

Ganz entgehen lassen wollten sich viele die Chancen aber nicht. Bayer etwa ist in der Pharmaforschung seit Jahren auf dem Gebiet aktiv. So wird das Blutermittel Kovaltry biotechnologisch hergestellt. Doch wurde der Bereich gezielt im US-Bundesstaat Kalifornien aufgebaut.

Erst jetzt baut Bayer auch in Wuppertal eine Produktion auf. Auch Boehringer Ingelheim und die Darmstädter Merck produzieren Medikamente auf biotechnologischer Basis oder arbeiten daran - auch in Deutschland. Dazu kommen Firmen, die allen Finanzierungssorgen zum Trotz zum Teil aussichtsreiche Ergebnisse liefern.

Widerstand gibt es besonders bei der Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft. So stellte der Chemieriese BASF nach langem Streit Anbau und Vermarktung seiner Industrie-Kartoffel Amflora ein. Das Unternehmen verlegte 2012 seine Gentechnik-Sparte in die USA - wegen fehlender Akzeptanz bei Verbrauchern, Bauern und Politikern. Nun will BASF Investitionen auf dem Gebiet reduzieren und die Hälfte der Jobs streichen. Nur besonders aussichtsreiche Projekte laufen weiter.

Auch Bayer hat seine Forschungszentren mit dem Schwerpunkt Saatgut vor allem in den USA und in Belgien angesiedelt. Eingesetzt wird Gentechnik inzwischen bei Baumwolle, Raps und Soja. Für den europäischen Markt entwickelt Bayer aber nichts, auch Feldversuche finden hier nicht statt. Dennoch lassen gentechnisch veränderte Produkte die Kassen bei Bayer klingeln: Ihr Anteil am Saatgut-Umsatz von insgesamt rund einer Milliarde Euro liegt bei etwa 60 Prozent.

Kritiker wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bemängeln, die Versprechen, mit gentechnisch veränderten Pflanzen höhere Erträge und weniger Chemie auf dem Acker zu haben und den Hunger zu bekämpfen, hätten sich nicht erfüllt. Mehr Spritzmittel würden eingesetzt, bei Unkraut und Insekten entwickelten sich Resistenzen. Die Gesundheit von Mensch und Tier sei in Gefahr.

Neue Verfahren führen aber auch dazu, dass der Einsatz der Gentechnik genauer und einfacher wird - und sich somit in den Laboren schneller verbreitet. Was einerseits ein Fortschritt ist, muss nach Meinung von Christoph Then, promovierter Tierarzt und Leiter eines Instituts für die Folgenabschätzung in der Biotechnologie, kontrolliert werden: «Ohne geregelte Zulassungsverfahren und Kennzeichnungen verlieren wir den Überblick.» In den USA sei das der Fall. Er weist darauf hin, dass es mit den neuen Methoden wenig Erfahrung gebe. «Nur wenn ich es prüfe, kann ich feststellen, was gefährlich ist und was nicht.»

Befürworter mahnen dagegen, neue Methoden in der Gentechnik nicht gleich im Keim zu ersticken. «Man kann nicht eine Technologie per se regulieren, das beeinflusst unser Innovationspotenzial», sagt Matthias Braun, DIB-Vorstand und Mitglied der Geschäftsführung bei Sanofi Deutschland. Vorbehalte in der Nahrungsmittelindustrie sollten nicht eins zu eins auf die Medizin übertragen werden. «Wir haben heute drei bis fünf Jahre Wissensvorsprung. Wenn wir nicht bald mitziehen, haben wir in fünf Jahren nur noch die rote Laterne.»

Mi, 2016-06-29 06:15
Mannheim (dpa)

Die Kehrseite der Sommersonne: Experten warnen vor Hautkrebs Von Christine Cornelius, dpa

UV-Strahlen, Sonnenbrand, Solarium: Die Haut verzeiht einiges, merkt sich aber alles. Und irgendwann streikt sie. Ärzte warnen vor Hautkrebsgefahr - vor allem jetzt im Sommer.

Mannheim (dpa) - Wenn die Sommersonne vom Himmel brennt, lebt die Haut besonders gefährlich. Das Hautkrebsrisiko werde von vielen unterschätzt, sagen Experten. Besonders hellhäutige Menschen, die sich leicht einen Sonnenbrand einfangen, seien gefährdet. Ein Überblick über zentrale Fakten zu schwarzem und weißem Hautkrebs:

URSACHEN: Über die Jahre sammelt die Haut die Schäden an, sagt der Ärztliche Koordinator des Hauttumorzentrums Mannheim, Jochen Sven Utikal. «Sind genügend Schäden vorhanden, funktioniert die Reparatur der Zellen nicht mehr effektiv - dann kommt es zum Krebswachstum.» Risikofaktoren für Hautkrebs sind laut Experten schwere Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit, und Solarienbesuche. «Gebräunt zu sein ist nach wie vor ein Schönheitsideal - dabei gibt es die gesunde Bräune nicht», sagt Oberärztin Jessica Hassel vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg. Die Bräune zeige an, dass die Haut geschädigt worden sei - und sich das nächste Mal schützen wolle.

SYMPTOME: Anfangs haben die meisten Menschen beim schwarzen Hautkrebs Experten zufolge so gut wie keine Beschwerden. «Man sieht einfach ein Muttermal, das sich verändert hat», erläutert Utikal. «Beim weißen Hautkrebs wächst irgendetwas, ein Knötchen an der Haut, oft im Gesicht.» In beiden Fällen könne es bluten und jucken. Während der weiße Hautkrebs überwiegend an Körperstellen auftritt, die oft der Sonne ausgesetzt sind, kann sich der schwarze Hautkrebs laut Medizinern auch anderswo bilden.

VERBREITUNG: Der schwarze Hautkrebs tritt viel seltener auf als der weiße. «Bei schwarzem Hautkrebs gehen wir pro Jahr von 22 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner aus», sagt Facharzt Uwe Reinhold vom Dermatologischen Zentrum Bonn Friedensplatz. Er komme besonders oft zwischen dem 18. und 30. Lebensjahr vor und mit Mitte 50. Experten beobachten in den vergangenen Jahren einen Anstieg bei jungen Frauen. Bei dem hellen Hautkrebs spricht Reinhold von bis zu 400 Neuerkrankungen im Jahr pro 100 000 Einwohner. «Weißer Hautkrebs tritt häufiger bei Männern auf, die durch fehlende Kopfhaare oder Berufe unter freiem Himmel eher gefährdet sind.»

GEFÄHRLICHKEIT: Schwarzer Hautkrebs kann Utikal zufolge schon ab einem Millimeter Tumordicke streuen, das mache ihn so heimtückisch. Betroffen sein könnten etwa Lymphknoten, Lunge und Gehirn. «Dort wächst er weiter und kann lebenswichtige Strukturen schädigen.»

Sei dieser Krebs erst einmal weit fortgeschritten, könne er nur sehr schwierig behandelt werden, sagt Hassel. «Es gehört auch eine Portion Glück dazu, zu denen zu gehören, die das langfristig packen.»

Die Medizinerin geht davon aus, dass heute wegen neuer Therapien bei etwa 35 Prozent der Patienten der gestreute schwarze Hautkrebs langfristig kontrollierbar ist. «Das bedeutet aber auch, dass wir mehr als 50 Prozent der Patienten nicht langfristig helfen können und sie daran sterben. Da können wir allenfalls eine Lebensverlängerung erreichen.» Laut Reinhold ist der schwarze Hautkrebs im Alter von 18 bis 30 Jahren die zweithäufigste Todesursache.

Der helle Hautkrebs streut sehr viel seltener. Er könne aber die Lebensqualität der Patienten deutlich einschränken, weil oft operiert werden müsse, sagt Reinhold. «Meist sind das sonnenexponierte Stellen wie Nase oder Ohren und das kann verbunden sein mit Funktionseinschränkungen.» Hassel erläutert, je mehr Tumoren jemand habe, umso mehr OPs müsse er über sich ergehen lassen. «Das kann prinzipiell zu einer Entstellung führen.» Das Risiko, dass der weiße Hautkrebs streue, sei aber bei einem gesunden Immunsystem klein.

THERAPIEN: Beim schwarzen Hautkrebs gibt es Mediziner Reinhold zufolge im Anfangsstadium keine Alternative zur Operation. Hat der Tumor gestreut und kann nicht mehr operiert werden, gibt es neue Therapien, die das Immunsystem gegen den Tumor stimulieren, wie Utikal aus Mannheim sagt. «So kann man versuchen, dass der Patient möglichst lange gut lebt.»

Bei sehr frühen Formen von weißem Hautkrebs kann laut Reinhold eine Tumortherapie mit Medikamenten eingesetzt werden, verabreicht als Creme. «Außerdem gibt es noch die photodynamische Therapie, bei der man mit Creme und Licht behandelt. Bei einem weiter fortgeschrittenen Tumor ist die Operation die Therapie der Wahl.»

HEILUNGSCHANCEN: Die Heilungschancen hängen davon ab, in welchem Stadium die Krankheit entdeckt und behandelt wird. Beim schwarzen Hautkrebs sei eine früh erkannte, dünne Geschwulst in hohem Maße heilbar, sagt Reinhold. «Bei den Frühformen beträgt die Heilungschance 93 Prozent. Wenn man zu lange gewartet hat, sinken die Heilungschancen auf bis unter 50 Prozent.» Dank neuartiger Therapien haben sich Utikal zufolge die Prognosen im fortgeschrittenen Stadium massiv verbessert.

Die Heilungschancen beim weißen Hautkrebs sind den Experten zufolge sehr gut. Hassel sagt, nach Operationen betrügen sie für den einzelnen Tumor fast 100 Prozent. Ein Problem sei aber, dass in der Folge meist weitere Tumoren entstünden.

Mi, 2016-06-29 05:15
al-Hilu (dpa)

Israel zerstört EU-Wohncontainer von Beduinen und erntet Zorn Von Stefanie Järkel, dpa

Die EU spendet Beduinen im israelisch besetzten Westjordanland mobile Heime. Doch die sind nach Ansicht der Israelis illegal - und werden von ihnen regelmäßig zerstört. Die Europäer sind verärgert.

Abu al-Hilu (dpa) - Die Wohncontainer von der Europäischen Union erinnerten zwar an große Blechbüchsen. Aber sie waren das Zuhause der Familien Dschahalin - mit Fenstern und Türen, mit Duschen und Küchen. Bis die Israelis kamen und die silbernen Gebäude in der Beduinen-Ansiedlung Abu al-Hilu im besetzten Westjordanland mit Bulldozern zerstörten.

Die Container waren illegal, aufgestellt ohne Baugenehmigung durch die hier zuständigen israelischen Behörden. Nun wohnen die Eltern mit ihren Kindern wieder im Staub neben der Schnellstraße von Jerusalem zum Toten Meer. Ein paar Bretter sollen sie vor Wind, Regen und Sonne schützen. «Vorher hatten wir alles», sagt der 33-jährige Suleiman Dschahalin. «Jetzt leben wir am Tag unter der Sonne und in der Nacht unter dem Mond.»

Seit Jahresanfang habe Israel 80 von der Europäischen Union finanzierte Unterkünfte im Westjordanland zerstört, teilt das Büro des EU-Vertreters in Jerusalem mit. Seit 2009 seien Wohncontainer, Zelte und Sanitäreinrichtungen im Wert von 300 000 Euro niedergerissen oder konfisziert worden.

«Als Besatzungsmacht hat Israel die Pflicht, für die Grundbedürfnisse der Bevölkerung unter Besatzung zu sorgen» - und versage dabei, sagt der EU-Vertreter. Dabei geht es um die von Israel verwalteten 60 Prozent des Westjordanlandes. Schätzungen gehen von bis zu mehr als 300 000 Betroffenen aus, darunter rund 30 000, die nicht sesshaft sind, wie Beduinen.

Suleiman Dschahalin, seine Frau Aischa und die beiden kleinen Töchter sowie die Familie seines Bruders Dahud hatten die Container 2013 bekommen, erzählt er im Schatten eines Baumes. Die Vorfahren der rund 180 Bewohner der Ansiedlung, Mitglieder des Dschahalin-Stammes, waren nach der Staatsgründung Israels von der Negev-Wüste ins Westjordanland geflüchtet. Sie leben in Verschlägen aus Holz, Blech und Lumpen.

Ein Sprecher des Außenministeriums bewertet das Engagement der EU positiv - so lange die Projekte mit Israel abgestimmt seien. «Wie in jedem anderen Land auf der Welt kann ein Projekt, für das es zuvor keine Baugenehmigung gab, Teil eines Zerstörungsprozesses sein», sagt der Sprecher.

Die Brüder Suleiman und Dahud hatten keinen Antrag auf eine Baugenehmigung gestellt - sie hielten es für aussichtslos. Laut der Nichtregierungsorganisation Bimkom hat die zuständige Behörde Cogat im Jahr 2014 von 240 Bauanträgen einen genehmigt. Informationen zu Bauanträgen, Gründen für Ablehnungen und Zerstörungen gibt Cogat auf Nachfrage allerdings keine.

Israel mache ihnen das Leben schwer, erzählt der Sprecher der Ansiedlung, Eid Dschahalin. Es verwehre ihnen mehr und mehr den Zugang zu Land und nahegelegenen Wasserquellen. «Die wollen uns zu einem Nullpunkt bringen, wo wir alles akzeptieren werden, was sie uns anbieten», sagt Eid Dschahalin.

Alon Cohen-Lifschitz von Bimkom sagt: «Das Vorgehen Israels bezüglich der Beduinen ist Zerstörung und Umsiedlung.» Ziel sei der Ausbau der israelischen Siedlungen im Westjordanland. Israel plant, die über das Land verstreuten Beduinen an wenigen Orten zu konzentrieren. Das UN-Palästinenserhilfswerk (UNRWA) hat die Pläne ebenfalls kritisiert.

Auch wenn die Wohncontainer illegal sind, will die EU an ihrer Unterstützung festhalten. «Das hauptsächliche Ziel der Maßnahmen (...) ist, die Realisierbarkeit einer Zwei-Staaten-Lösung zu erhalten», sagt der EU-Vertreter.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu übte bereits scharfe Kritik an dem Vorgehen: «Da gibt es einen klaren Versuch, politische Realitäten zu schaffen», sagte er im Januar.

Von Abu al-Hilu aus sehen die Beduinen die israelische Siedlung Kfar Adumim. «Wir waren vor ihnen hier», sagt Suleiman Dschahalin. «Die haben illegal auf dem Berg dort gebaut. Jetzt sind die legal geworden, und wir sind illegal. Das ist Diskriminierung.»

Mi, 2016-06-29 05:31
Berlin/Hannover (dpa)

Milch, Märkte, Megaställe - Problemfelder der Bauern Von Sascha Meyer, dpa

Für die Landwirte sind es schwierige Zeiten. Die Preise für wichtige Produkte sind im Keller, Finanzpolster schmelzen. Zum Bauerntag steht die Branche von vielen Seiten unter Druck - kann die Politik helfen?

Berlin/Hannover (dpa) - Wenn die Mähdrescher bald wieder auf die Felder rollen, bekommen die Bauern es ganz akut zu spüren: ihr eingebautes Berufsrisiko. Wie gut die Ernte wird, hängt natürlich immer auch am Wetter. Und das war diesmal teils zu nass, in anderen Regionen ziemlich trocken. Entscheidend fürs Getreide und den Raps sind nun noch die nächsten zwei bis drei Wochen, wie Bauernpräsident Joachim Rukwied sagt. Neben den Unwägbarkeiten des Himmels machen der Branche aber gerade gleich mehrere Problemfeldern zu schaffen. Die Landwirte befürchten das zweite Minusjahr bei den Einkommen in Folge.

DIE MILCHKRISE: Ein drastischer Preisabsturz hat tausende Bauern in Bedrängnis gebracht - es ist schlicht zu viel Milch auf dem Markt. Mindestens 35 Cent je Liter müssten es meist sein, um die Kosten zu decken. Drin waren zuletzt aber nur noch um die 25 Cent, teils sogar weniger. Um Auswege aus der Krise tobt Streit. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) sieht Landwirte, Molkereien und Handel am Zuge, die Mengen zu drosseln. Der Verband der Milchviehhalter und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft rufen nach Boni vom Staat für weniger produzierte Liter. Der größere Bauernverband verlangt zu allererst eines, wenn Schmidt an diesem Donnerstag zum Bauerntag nach Hannover kommt: konkrete Summen für die bisher vage in Aussicht gestellten Bundeshilfen von «100 Millionen Euro plus X».

DIE WELTMARKT-EFFEKTE: Entscheidenden Einfluss auf die Erträge haben längst internationale Märkte. Da kommt es in den Dörfern an, wenn die Nachfrage in Asien schwächelt. Außer bei Milch schlägt das gerade zum Beispiel auch bei Schweinehaltern ins Kontor. Die Getreidepreise sind ebenfalls unter das Vorjahresniveau gesackt, wie der Bauernverband registriert. «Die gesamte Branche ist unter Druck», sagt Rukwied. Daher sollten auch alle Betriebe neue Steuerentlastungsmöglichkeiten bekommen. Die Grünen sehen Preiskrisen dagegen als Schattenseite der Export-Orientierung. «Neue Märkte liegen nicht auf dem Weltmarkt», warnt der Agrarexperte im Bundestag, Friedrich Ostendorff. Ziel müsse mehr regionale Wertschöpfung mit kleinen und mittleren Höfen sein.

DIE POLITISCHEN KRISEN: Die internationalen Absatzmärkte strahlen nicht nur mit Nachfrageschwankungen auf die Bauern aus. Verschärfend kommen politische Barrieren hinzu. Seit zwei Jahren blockt Russland Agrarimporte als Antwort auf EU-Sanktionen wegen der Ukraine-Krise ab - Entspannung nicht in Sicht. Dadurch bleiben mehr Produkte im EU-Markt und verwässern die Preise. Neue Unruhe löst nun noch das Votum für einen EU-Ausstieg Großbritanniens aus. Lange Trennungsverhandlungen könnten den Agrarhandel erschweren. Und was wird aus der wichtigen EU-Finanzierung für die Bauern, wenn London als großer Nettozahler wegfällt? Ein erster Effekt ist schon das abgerutschte britische Pfund: Das verringert die Kaufkraft für Agrarimporte aus der EU und macht im Gegenzug britische Lebensmittelexporte in die EU billiger.

DER STREIT UM TIER- UND UMWELTSCHUTZ: Unter Druck steht die Branche auch auf einem anderen politischen Feld. Zum Bauerntag kocht die Debatte über Umweltfolgen und die Tierhaltung wieder hoch. Das weit verbreitete Unkrautgift Glyphosat hat mit der Hängepartie um seine EU-Zulassung zweifelhafte Bekanntheit erlangt. Supermarktkunden interessieren sich zusehends dafür, wie Tiere im Stall leben. «Ich sage ganz selbstbewusst: Wir haben höchste Standards, wenn ich das weltweit vergleiche», betont Rukwied. Megaställe mit tausenden Schweinen oder Hühnern bleiben für Kritiker aber der falsche Weg, wie auch Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter deutlich macht: «Wir wollen Massentierhaltung in den nächsten 20 Jahren abschaffen.»

Mi, 2016-06-29 05:40
Frankfurt/Main (dpa)

Vorerst kein Ende der Mini-Inflation in Sicht Von Friederike Marx und Jörn Bender, dpa

Seit Monaten hält der niedrige Ölpreis die Inflation an der Nullmarke. Für Verbraucher ist die geringe Teuerungsrate eine gute Nachricht. Doch die Entwicklung hat auch Schattenseiten. Durch das Brexit-Votum entstehen zudem neue Risiken.

Frankfurt/Main (dpa) - Seit Monaten dümpelt die Inflation in Deutschland nahe Null. Vor allem der niedrige Ölpreis drückt die Teuerungsrate. Daran dürfte sich auch im Juni wenig geändert haben. An diesem Mittwoch (29.6.) gibt es erste Zahlen für den Monat vom Statistischen Bundesamt. Verbraucher profitieren von der niedrigen Teuerung beim Tanken oder Heizen. Der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet der geringe Preisauftrieb dagegen Sorgen.

Wie entwickelt sich der Ölpreis?

Seit dem Votum der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union (Brexit) ist der Preis für den Schmierstoff der Weltwirtschaft wieder unter Druck geraten. Ökonomen fürchten wirtschaftliche Folgen für Europa. Kühlt sich die Wirtschaft ab, sinkt in der Regel der Energieverbrauch und damit der Ölpreis. Zugleich flüchten Investoren in unsicheren Zeiten in als sicher geltende Anlagen. Riskantere Investments, zu denen auch Rohöl gehört, werden dagegen abgestoßen.

Welche Folgen hat der niedrige Ölpreis für die Inflation?

Energie - also Kraftstoffe und Heizöl, aber auch Gas und Strom - fließen mit fast elf Prozent in die Berechnung der Teuerungsrate in Deutschland ein. Im Mai 2016 lagen die Verbraucherpreise gerade einmal um 0,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Ohne die Energiepreise hätte die Rate nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aber bei 1,2 Prozent gelegen.

Wie wird sich die Inflation entwickeln?

Ökonomen rechneten zuletzt damit, dass die Verbraucherpreise zum Jahresende anziehen werden. Allerdings dürften die Preise nach Einschätzung der Bundesbank deutlich langsamer aus dem Keller kommen als noch im Dezember angenommen. Für das laufende Jahr gehen die Notenbank-Ökonomen in ihrer jüngsten Prognose - gemessen am europäischen harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) - von einer Teuerungsrate von 0,2 Prozent aus. Für den Euro-Raum sagte die EZB zuletzt ebenfalls 0,2 Prozent voraus.

Wieso bereitet die niedrige Inflation der EZB Sorgen?

Dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur. Unternehmen und Verbraucher könnten Anschaffungen aufschieben, weil sie erwarten, dass es noch billiger wird. Die EZB strebt daher mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke.

Wie reagieren die Währungshüter?

Mit einem bisher einmaligen Maßnahmenbündel will die EZB die Kreditvergabe im Euroraum ankurbeln und so Konjunktur und Inflation anschieben. Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Geld leihen können, liegt seit März bei null Prozent. Zudem müssen Banken für Geld, das sie bei der EZB parken statt es als Kredite weiterzureichen, seither 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen. Das vor allem in Deutschland umstrittene milliardenschwere Programm zum Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren wurde von 60 Milliarden auf 80 Milliarden Euro monatlich ausgeweitet.

Wie wirken die Maßnahmen?

Trotz der Geldflut kommt die Teuerungsrate bisher nicht aus dem Keller. «Wir müssen die volle Auswirkung der Maßnahmen abwarten», sagte EZB-Präsident Mario Draghi jüngst. Das Problem: Viele Unternehmen halten sich wegen der unsicheren Lage auf dem Weltmarkt zurück mit Investitionen und damit auch mit der Aufnahme neuer Kredite. Vergrößert wird die Unsicherheit durch das Brexit-Votum in der vergangenen Woche. Noch ist völlig unklar, wie das Verhältnis von Großbritannien zur Europäischen Union künftig aussehen wird. Offen ist auch, wie lange die Verhandlungen darüber dauern werden. «Alle verlieren - die Volkswirtschaft insgesamt, Europa und als Folge von Unsicherheit und Echoeffekten wird auch die Weltwirtschaft darunter leiden», sagt der Ökonom Thomas Straubhaar.

Mi, 2016-06-29 05:45
Berlin (dpa)

Klimaschutzplan 2050 ohne konkrete Kohleausstiegs-Ziele

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung verzichtet im Klimaschutzplan 2050 auf konkrete Ziele für den Kohleausstieg. In einem zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium abgestimmten Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es lediglich, die Stromgewinnung aus Kohle werde an Bedeutung abnehmen. In einem Entwurf vom April hatte es dagegen noch geheißen: «Die Stromerzeugung auf Basis von Kohle muss somit schon deutlich vor 2050 beendet werden.» Der neue Entwurf liegt zurzeit für weitere Abstimmungen im Kanzleramt.

Auch von einer Halbierung der Emissionen der Energiewirtschaft bis 2030, wie sie zunächst vorgesehen war, ist in dem Kompromiss keine Rede mehr. Jetzt heißt es, die Energiewirtschaft müsse einen «angemessenen Beitrag» leisten. Bis 2050 sollten Emissionen «nahezu vollständig» vermieden werden.

«Ein Klimaschutzplan, der keine klare Aussagen zum Kohleausstieg enthält, ist ein Papiertiger», kritisierte Grünen-Energieexperte Oliver Krischer. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bremse Umweltministerin Barbara Hendricks (beide SPD) aus und halte «wieder einmal seine schützende Hand über die Kohle.» Krischer forderte ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielen für alle Sektoren, nur so seien die in Paris verhandelten Klimaschutzziele erreichbar.

«Mit dem Entwurf wird eine große Chance verpasst, dem Klimaschutz in Deutschland eine neue Glaubwürdigkeit zu geben», sagte Tobias Pforte-von Rando von der Umweltorganisation Germanwatch.

Mi, 2016-06-29 05:00
Osnabrück (dpa) 

Kriminalbeamte kritisieren unkoordinierte Fahndung nach RAF-Räubern

Osnabrück (dpa) - Der Bund der Kriminalbeamten (BDK) sieht einen Mitgrund für die schleppende Fahndung nach den untergetauchten ehemaligen RAF-Terroristen im Versagen der Polizei. «Wenn sich die Dienststellen in Niedersachsen gegenseitig behindern und wichtige Informationen verloren gehen, muss man sich nicht wundern, dass die Fahndung zu keinem Erfolg führt», sagte der BDK-Vorsitzende André Schulz der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwoch).

Er bezweifelt die Einschätzung des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius (SPD), wonach sich das Netz bei der Fahndung um die Räuber zusammenziehe. «Dieses Netz hat zu viele Löcher», sagte Schulz. Erneut unterstrich er seine Forderung, die Ermittlungen bei einer «übergeordneten Dienststelle in Niedersachsen» oder der Bundesanwaltschaft zu bündeln.

Die Ex-RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette sollen in Norddeutschland zuletzt mehrere Raubüberfälle begangen haben, etwa auf Geldtransporter bei Bremen und in Wolfsburg. Sie leben seit rund 25 Jahren in unbekannten Verstecken. Als jüngste Taten werden ihnen bewaffnete Raubüberfälle auf einen Geldtransporter und ein Möbelhaus in Cremlingen zugeschrieben.

Mi, 2016-06-29 04:30
Berlin (dpa)

Deutschlands Landwirte

Berlin (dpa) - In Deutschland gibt es etwa 280 000 landwirtschaftliche Betriebe. Rund eine Million Arbeitskräfte erzeugen Waren im Wert von rund 50 Milliarden Euro. Etwa 16,7 Millionen Hektar - knapp die Hälfte der Fläche Deutschlands - werden landwirtschaftlich genutzt, davon 11,8 Hektar als Ackerland.

Die Zahl der Betriebe nimmt seit langem ab, die durchschnittliche Größe ist dagegen gewachsen. Knapp 90 Prozent der Höfe sind nach wie vor Familienbetriebe. Die restlichen zehn Prozent - etwa als GmbH, Genossenschaft oder Aktiengesellschaft geführten Betriebe - bewirtschaften zusammen allerdings mehr als ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Die deutsche Landwirtschaft gehört zu den vier größten Erzeugern in der Europäischen Union. Rein rechnerisch erzeugt Deutschland mehr als vier Fünftel seines Bedarfs an Lebensmitteln selbst. Tatsächlich werden größere Mengen bei Milch oder Fleisch ausgeführt, Obst und Gemüse werden in größerem Umfang eingeführt.

Nirgendwo in Europa wird mehr Milch und mehr Schweinefleisch erzeugt. 2013 erzielten die deutschen Bauern mit Milch und Rindfleisch einen Produktionswert von 15 Milliarden Euro, fast drei Viertel davon entfielen auf die Milch. Aktuell leiden die Milchbauern unter dem Preisverfall. Immer mehr von ihnen geben die Viehhaltung auf - noch rund 71 300 Betriebe besitzen Milchkühe.

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Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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