Aktuell

So, 2016-12-04 12:03
Berlin (dpa)

Verfassungsschutz erwartet Krawalle bei OSZE-Treffen in Hamburg

Berlin (dpa) - Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat einem Zeitungsbericht zufolge vor Ausschreitungen von Linksextremisten beim Treffen der OSZE-Außenminister am Donnerstag und Freitag in Hamburg gewarnt. Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen sagte nach Informationen der «Welt» auf der Innenministerkonferenz Ende voriger Woche, dass gewaltorientierte Linksextremisten das Treffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) voraussichtlich nutzen würden, um Aufstellung und Taktik der Sicherheitsbehörden vor Ort zu analysieren. «Die große Herausforderung für die Behörden aber wird das G-20-Treffen im kommenden Jahr», zitierte das Blatt Maaßen unter Berufung auf Teilnehmer.

Am Donnerstag und Freitag tagen die Außenminister der 57 OSZE-Mitgliedsstaaten in den Hamburger Messehallen. Ein wichtiges Thema ist der Konflikt im Osten der Ukraine. Insgesamt werden rund 13 200 Polizisten im Einsatz sein.

So, 2016-12-04 12:47
(dpa)

UN-Staaten wollen Tier- und Pflanzenarten besser schützen

Monokulturen, viel Pestizideinsatz. Weltweit verschwinden Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich. Auch weil es zu viele fehlgerichtete Subventionen für Landwirte gibt. Hier soll es eine Trendwende geben.

Cancún (dpa) - Zum Schutz der weltweit schwindenden Arten- und Pflanzenvielfalt wollen die UN-Staaten fehlgerichtete Subventionen in der Landwirtschaft und der Fischerei abbauen. Bei einer UN-Konferenz im mexikanischen Cancún verabschiedeten die Umweltminister eine sechsseitige «Cancún-Erklärung», die den Artenschutz stärker im Regierungshandeln verankern und finanzielle Fehlanreize stoppen soll.

Umweltschützer warnen zum Beispiel, dass durch den starken Pestizid- und Gentechnikeinsatz die Zahl blütenbestäubender Tiere wie der Bienen dramatisch sinken könnte. 75 Prozent der Nahrungspflanzen und 90 Prozent der wildwachsenden Blütenpflanzen werden nach Auskunft des Weltrats für Biodiversität von Tieren bestäubt - und sind wichtiger Bestandteil der Nahrungsmittelproduktion für Menschen.

«Ohne grundlegende Änderungen in der Landwirtschaft oder der Fischerei können wir die biologische Vielfalt auf unserem Planeten nicht erhalten», betonte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), die an den Ministerberatungen in Cancún teilnahm, am Sonntag. «Besonders wichtig ist mir das Bekenntnis zum Abbau naturschädlicher Subventionen, für das wir uns stark eingesetzt haben.» Die Landwirtschaft könne nur dann naturverträglicher werden, wenn auch Agrarsubventionen entsprechend ausgestaltet werden - zum Beispiel damit, dass Landwirte für umweltverträgliches Arbeiten in Zukunft verstärkt mit finanziellen Sonderanreizen belohnt werden.

«Intensive Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft sind neben Bergbau, Verkehr und Infrastruktur die größten Treiber des weltweiten Artensterbens und des Verlusts natürlicher Lebensräume», sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger. «Nur wenn es gelingt, den Schutz der Biodiversität wirksam in andere Sektoren wie die Agrar-, Fischerei- oder Verkehrspolitik zu integrieren, können Korallenriffe, Regenwälder, Orchideenwiesen und andere natürliche Lebensräume bewahrt werden.»

Die UN-Artenschutzkonferenz findet alle zwei Jahre statt und wird auf Arbeitsebene bis zum 17. Dezember fortgesetzt. Grundlage ist die 1992 in Rio de Janeiro beschlossene Artenschutzkonvention (Convention on Biological Diversity/CBD). 2010 hatten die Mitgliedsstaaten konkrete Artenschutz-Ziele bis 2020 beschlossen. So sollen 17 Prozent der Land- und 10 Prozent der Meeresflächen besser geschützt werden, um den Artenverlust zu stoppen. Aber statt Fortschritten gibt es unter anderem durch die intensive Land- und Forstwirtschaft sowie durch die vielerorts massive Überfischung der Meere auch viele Rückschritte.

So, 2016-12-04 12:38
(dpa)

UN-Staaten wollen Tier- und Pflanzenarten besser schützen

Cancún (dpa) - Zum Schutz der weltweit schwindenden Arten- und Pflanzenvielfalt wollen die UN-Staaten schädliche Subventionen in der Landwirtschaft und der Fischerei abbauen. Bei einer UN-Konferenz im mexikanischen Cancún verabschiedeten die Umweltminister eine sechsseitige «Cancún-Erklärung», die den Artenschutz stärker im Regierungshandeln verankern und finanzielle Fehlanreize stoppen soll.

Umweltschützer warnen zum Beispiel, dass durch den starken Pestizid- und Gentechnikeinsatz die Zahl blütenbestäubender Tiere wie der Bienen dramatisch sinken könnte. 75 Prozent der Nahrungspflanzen und 90 Prozent der wildwachsenden Blütenpflanzen werden nach Auskunft des Weltrats für Biodiversität von Tieren bestäubt - und sind wichtiger Bestandteil der natürlichen Nahrungsmittelproduktion für Menschen.

«Ohne grundlegende Änderungen in der Landwirtschaft oder der Fischerei können wir die biologische Vielfalt auf unserem Planeten nicht erhalten», betonte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), die an den Ministerberatungen in Cancún teilnahm, am Sonntag.

«Besonders wichtig ist mir das Bekenntnis zum Abbau naturschädlicher Subventionen, für das wir uns stark eingesetzt haben», sagte Hendricks. Die Landwirtschaft könne nur dann naturverträglicher werden, wenn auch Agrarsubventionen entsprechend ausgestaltet werden - zum Beispiel damit, dass Landwirte für umweltverträgliches Arbeiten in Zukunft verstärkt mit finanziellen Sonderanreizen belohnt werden.

Die Welt besser machen.
Wie? Steht im Greenpeace Magazin!

6 Ausgaben im Jahr
gedruckt oder als App
ab 29,50 Euro

So, 2016-12-04 12:29
Berlin (dpa)

Bundesregierung will Abschiebungen vorantreiben

Immer mehr Flüchtlinge, die in Deutschland kein Bleiberecht haben, sollen in ihre Heimat abgeschoben werden. Das betrifft vor allem Menschen aus Afghanistan - trotz der unsicheren Lage dort.

Berlin (dpa) - Ungeachtet der Kritik von Menschenrechtlern will die Bundesregierung die Abschiebung von Flüchtlingen in ihre Heimat weiter forcieren. Noch in diesem Monat sollen nach Informationen des «Spiegels» bis zu 50 Afghanen mit einem Flugzeug in ihr Heimatland zurückgebracht werden. Eine für das Bundesflüchtlingsamt erstellte Studie empfiehlt nach einem Bericht der «Welt am Sonntag» zudem mehr Druck auf abgelehnte Asylbewerber, damit diese in ihre Heimat zurückkehren.

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums erklärte am Samstag in Berlin: «Auf Grundlage der zwischen Afghanistan und Deutschland getroffenen Vereinbarung wird derzeit die Rückkehr von Afghanen voraussichtlich noch im Dezember organisiert. Die Rückkehr betrifft sowohl freiwillig Ausreisende als auch Personen, die sich derzeit ohne Aufenthaltsrecht in Deutschland aufhalten.»

Nach jüngsten Angaben der Bundesregierung sind mehr als 12 000 Afghanen zur Ausreise aus Deutschland aufgefordert. Im ersten Halbjahr 2016 wurden 18 abgelehnte afghanische Asylbewerber abgeschoben, 2015 waren es 9.

Abschiebungen von Asylbewerbern aus Afghanistan sind umstritten, weil es am Hindukusch immer wieder zu Anschlägen der radikal-islamischen Taliban kommt. Die Hilfsorganisation Pro Asyl spricht von über 1600 Toten und mehr als 3500 Verletzten unter der afghanischen Zivilbevölkerung allein im ersten Halbjahr 2016.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte der «Bild am Sonntag», Deutschland habe enorme Hilfsbereitschaft gezeigt. «Aber wenn wir diese Hilfsbereitschaft erhalten wollen, müssen diejenigen wieder gehen, die kein Recht haben zu bleiben.» Schäuble unterstützte damit das Konzept von CDU-Vize Thomas Strobl für eine schärfere Abschiebepraxis.

Auch Bayern begrüßt die geplanten Sammel-Abschiebungen nach Afghanistan. «Ich halte das für absolut richtig und konsequent», sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Eine Rückführung sei in manche Regionen Afghanistans zwar nicht zumutbar. Es gebe aber solche wie Masar-i-Scharif, wo auch die Bundeswehr für ein «Mindestmaß an Sicherheit» sorge.

CDU-Vize Julia Klöckner kritisierte die bisherige Praxis, Schwangere von Abschiebungen auszunehmen. «Es ist ein Unterschied, ob jemand im zweiten Monat oder hochschwanger ist», sagte sie der Berliner «B.Z.» (Montag). Es müsse Menschen geholfen werden, die wirklich Hilfe brauchten. «Ansonsten ist das Asylrecht hinfällig.»

Vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beauftragte Berater der Firma McKinsey plädieren in einer Studie für ein mit den Bundesländern koordiniertes Rückkehrmanagement. «Dazu sind entsprechende Abschiebungshaft- und Gewahrsamsanstalten einzurichten», heißt es nach dem Bericht der «Welt am Sonntag». Abgelehnte Asylbewerber, die wegen Krankheit oder fehlender Papiere geduldet werden, sollten nur noch Sachleistungen erhalten.

So, 2016-12-04 12:43
Berlin (dpa)

CDU skeptisch bei neuem SPD-Modell für Wahlrechtsreform

Wird es noch etwas mit der Wahlrechtsreform vor der Bundestagswahl? Das Parlament könnte sonst womöglich auf mehr als 700 Abgeordnete wachsen. Nun hat die SPD einen neuen Vorschlag unterbreitet.

Berlin (dpa) - Auch nach einem Spitzentreffen bei Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) zeichnet sich im Streit um eine Wahlrechtsreform keine Einigung ab. Einen dort neu vorgelegten Vorschlag der SPD hält die Union für problematisch, wie ihr Fraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer der Oldenburger «Nordwest-Zeitung» (Samstag) sagte. «Der neue Vorschlag der SPD, die Zahl der Mandate von den abgegebenen Stimmen und nicht von der Zahl der Wahlberechtigten abhängig zu machen, ist möglicherweise verfassungswidrig.»

Über der Notwendigkeit, die Zahl der Mandate zu begrenzen, sind sich die Parteien weitgehend einig - Streit gibt es aber über das Wie. Nach Informationen der «Südwest Presse» (Samstag) hat die SPD am Donnerstag bei Lammert vorgeschlagen, den Berechnungsschlüssel für die Abgeordnetenzahl pro Bundesland zu ändern. Bislang ist dafür die Einwohnerzahl der Länder maßgeblich - laut Zeitung sollen sich die Länder-Kontingente der Parlamentssitze künftig proportional nach den abgegebenen gültigen Stimmen für alle Parteien mit mindestens fünf Prozent richten.

Auf der Basis dieses Modells wären bei der vergangenen Wahl nur 614 Abgeordnete in den Bundestag eingezogen statt der damals 631, hieß es. Nach dem geltenden Wahlrecht befürchten Experten bei der Wahl im kommenden Jahr zwischen 650 und 700 Mandate, vor allem wegen der zu erwartenden Überhang- und Ausgleichsmandate. Diese entstehen insbesondere dann, wenn viele Parteien in den Bundestag einziehen. Ein Vorschlag Lammerts zur Begrenzung auf etwa 630 war auf den Widerstand von SPD, Linken und Grünen gestoßen, weil er ihrer Ansicht nach die Union begünstigt.

So, 2016-12-04 12:03
Washington (dpa)

Apple will bei Regeln für autonome Fahrzeuge mitreden

Washington (dpa) - Apple will bei den anstehenden Richtlinien für selbstfahrende Autos in den USA seine Meinung einbringen und liefert damit einen weiteren Hinweis auf seine Pläne in dem Bereich. Der iPhone-Konzern schrieb an die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, er investiere «massiv in die Erforschung von maschinellem Lernen und der Automatisierung und ist enthusiastisch angesichts des Potenzials automatisierter Systeme in vielen Bereichen inklusive des Verkehrs».

In dem Brief, der auf der NHTSA-Website veröffentlicht wurde, spricht sich Apple unter anderem dafür aus, dass Entwickler von Roboterwagen anonymisierte Daten zu Unfällen und kritischen Situationen miteinander teilen, um den Fortschritt zu beschleunigen. Der Konzern bestätigt an keiner Stelle ausdrücklich, selbst an selbstfahrenden Autos zu arbeiten. Apple wolle mit dem Brief aber zu einer nationalen Debatte über das Thema beitragen.

Über Pläne von Apple im Autobereich wird schon seit rund zwei Jahren spekuliert. Es gilt als offenes Geheimnis in der Branche, der Stand des Projekts ist aber unklar. Zunächst wurde berichtet, Apple wolle zum Jahr 2020 mit einem eigenen Elektroauto in den Markt einsteigen. Nach jüngsten Informationen soll sich der Fokus auf die Entwicklung von Software für selbstfahrende Fahrzeuge verlagert haben, während viele Mitarbeiter das Projekt verlassen hätten.

Technologie für Roboterwagen wird derzeit bei einzelnen Herstellern, mehreren Branchenzulieferern sowie bereits seit 2009 bei Google entwickelt. Mehrere Automarken kündigten selbstfahrende Autos für den regulären Straßenverkehr für 2021 an. Es wird davon ausgegangen, dass solche Fahrzeuge zunächst eher als Robotertaxis in Flotten statt als Privatwagen zum Einsatz kommen.

Produkt der Woche Button

Vespermesser

18,50 €
14,80 €

Nach alter Tradition handwerklich geschliffene Messer aus Solingen. Rostfreie, dünne Klinge mit Griff aus heimischem Rotbuchenholz.

Jetzt bestellen
So, 2016-12-04 12:34
Wien (dpa)

Erstes Bundesland in Österreich hat gewählt

Wien (dpa) - Als erstes von neun Bundesländern in Österreich hat Vorarlberg seine Entscheidung bei der Präsidentenwahl getroffen. Die Wahllokale dort haben um 13 Uhr geschlossen. Zur Wahlbeteiligung wurden keine Schätzungen veröffentlicht. Das von einer schwarz-grünen Koalition regierte Vorarlberg war bei der ersten Stichwahl am 22. Mai eine Domäne des ehemaligen Grünen-Chefs Alexander Van der Bellen. Dort hatte der 72-jährige Wirtschaftsprofessor 58,6 Prozent der Stimmen geholt. Die Wahllokale in den anderen Bundesländern schließen später. In Wien, in dem sich die Wahl zwischen Van der Bellen und dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer entscheiden dürfte, können die Bürger bis 17 Uhr ihr Kreuz machen.

So, 2016-12-04 12:34
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Steinmeier wird Ehrenmitglied in Jüdischer Gemeinde Thessalonikis

Thessaloniki (dpa)  - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist als Ehrenmitglied in die Jüdische Gemeinde Thessalonikis aufgenommen worden. Der SPD-Politiker besuchte am Sonntag die Monastiriotis Synagoge in der nordgriechischen Metropole und wurde für seinen Beitrag zur Bekämpfung des Antisemitismus ausgezeichnet. Die Geste der Gemeinde sei ein «Wunder der Versöhnung», sagte Steinmeier. Im Leben eines Außenministers gebe es nicht viele solcher Momente.

Zuvor hatte der Außenminister an der Eröffnung einer Ausstellung über die deutsche Besatzung Griechenlands und den folgenden Bürgerkrieg teilgenommen. «Wir wissen, welche Spuren sie hinterlassen hat», sagte er über die Besetzung Griechenlands durch die Nationalsozialisten. «Die Entfremdung oder gar Feindschaft zwischen unseren Völkern dürfen wir nie wieder zulassen.»

Steinmeier war am Sonntag für zwei Tage nach Griechenland gereist. In Athen wollte er am Sonntag und Montag politische Gespräche mit Ministerpräsident Alexis Tsipras, Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos und Außenminister Nikos Kotzias führen. Dabei sollte es unter anderem um die Lösung der Zypernfrage gehen.

So, 2016-12-04 12:37
Rom (dpa)

Wahlbeteiligung mittags in Italien bei 20 Prozent

Rom (dpa) - Die Wahlbeteiligung bei dem Verfassungsreferendum in Italien lag am Mittag bei etwa 20 Prozent. Nach Angaben der 7998 Kommunen lag die Beteiligung am Sonntag um 12.00 Uhr bei 20,14 Prozent. Das teilte das Innenministerium mit. Höher war sie im Norden; im Süden dagegen lag sie teils nur knapp über 10 Prozent. Die Wahllokale sind noch bis 23.00 Uhr geöffnet.

Ministerpräsident Matteo Renzi wählte am Vormittag mit seiner Frau, der Lehrerin Agnese Landini, in Pontassieve bei Florenz. «Das muss ich noch überlegen», scherzte er dabei über die Frage, was er wähle.

Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi gab seine Stimme in Rom ab, der Chef der rechtspopulistischen Lega Nord, Matteo Salvini, wählte in Mailand. «Wenn das Ja gewinnt, wird es kein Drama geben, keine Überschwemmung. Aber ein bisschen weniger Demokratie und eine Party von Bankern und Finanzinvestoren», sagte er.

Die Abstimmung über eine historische Verfassungsreform gilt als entscheidend für das Schicksal der Regierung Renzi. Gewinnen die Gegner, hatte er seinen Rücktritt in Aussicht gestellt.

Geht doch!

Experten für steile Anstiege


Rekordverdächtig: In Österreich und in der Schweiz boomt "bio"

weiterlesen
Experten für steile Anstiege

Eine radikale Agrarwende mit 20 Prozent Bioanbaufläche hat Renate Künast als erste grüne Bundeslandwirtschaftsministerin in Berlin vor 15 Jahren versprochen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Österreich hingegen hat diese Messlatte jetzt gerissen: 20,3 Prozent seiner landwirtschaftlichen Fläche werden biologisch bewirtschaftet. Damit ist die Alpenrepublik amtierender Europameister im Bioanbau. Schon lange werden Ökobauern im Nachbarland besser gefördert als die konventionelle Landwirtschaft. Zudem liegen viele Flächen in schwer zu bewirtschaftenden Höhenlagen, die sich für den Ökoanbau anbieten. Auf ein anderes Siegertreppchen schafft es die Schweiz. Beim Kauf von Biolebensmitteln bleiben die Eidgenossen Weltspitze. Wie aus dem jährlichen Bericht „The World of Organic Agriculture“ hervorgeht, der im Februar 2017 zur Biofach-Messe in Nürnberg erscheinen wird, berappen die Schweizer durchschnittlich 262 Euro pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Die Österreicher gaben im Jahr der Erhebung 127 und die Deutschen 97 Euro aus.
fibl.org (Suchworte: organic agriculture 2016)

Außerdem Interessant

Schweiz: Die Letzten ihrer Art
Um die gefährdete Alpenflora zu retten, haben sich in der Schweiz zwanzig Botanische Gärten zusammengefunden. Sie vermehren Samen von bedrohten Wildpflanzen, um diese in ihren natürlichen Habitaten wieder anzusiedeln. Mit dem Projekt „Die Letzten ihrer Art“ helfen die Botanischen Gärten, die alpine Biodiversität zu erhalten.
botanica-suisse.org

Alpen: Ein Spiel für gutes Klima
Die Alpen sind besonders vom Klimawandel betroffen – doch was können ihre Bewohner für den Klimaschutz tun? Das sollen Familien und  Wohngemeinschaften in sieben Alpenländern spielerisch herausfinden. Die Alpenorganisation Cipra hat dafür das Spiel 100max entwickelt, bei dem die Teilnehmer zwei Wochen im Jahr ihren Fußabdruck mit Punkten bewerten sollen. Wer nicht auf Anhieb das 100-Punkte-Ziel für einen „guten Tag“ schafft, darf sich auf viele Anregungen freuen, wie sich das familiäre CO2-Konto reduzieren lässt. Mitspielen kann jeder – mit einem Klick auf 100max.org

Schweiz: Nah am Berg
Wenn der Postbus nicht ganz bis zum Startpunkt von Bergtouren fährt, könnten gutwillige Wanderer die geplante ökologische Anreise mit dem Zug wieder abblasen. Um das zu verhindern, hat die Umweltorganisation Mountain Wilderness das Alpen-Taxi ins Leben gerufen. In der Schweiz überbrücken mehr als 300 lokale Taxis, Rufbusse oder auch Seilbahnen das letzte Stück zum Berg – da kann das eigene Auto getrost in der Garage bleiben.
alpentaxi.ch

Geht doch!

Abgasfrei unterwegs

Konsequenter Klimaschutz: Diesel und Benziner sollen von der Straße verschwinden

weiterlesen
Abgasfrei unterwegs

Ausgerechnet ein Land, das seinen Reichtum Öl und Gas zu verdanken hat, will den Benzinhahn zuerst zudrehen. Ab 2025 sollen in Norwegen keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Fünf Jahre später müssen laut dem Gesetzentwurf auch neue Schiffe und Fähren abgasfrei fahren. Mit dem Bann der fossilen Antriebe verfolgt die norwegische Regierung eine konsequente Klimapolitik. Denn der Transportsektor ist für rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes in dem skandinavischen Land verantwortlich. Bereits heute ist Norwegen Vorreiter in Sachen Elektromobilität. 15 Prozent aller neu zugelassenen PKWs fahren mit Strom, der nahezu vollständig aus Wasser- und Windkraft gewonnen wird. In Deutschland liegt der Elektroauto-Anteil noch immer im Promillebereich. Während Umweltschützer das Ende für Verbrennungsmotoren begrüßen, reagiert die Autolobby erbost. Norwegen befinde sich auf dem Weg in eine „ökologische Planwirtschaft“, empörte sich Matthias Wissmann, der Präsident des deutschen Verbandes der Automobilindustrie. Im kommenden Jahr soll der viel diskutierte Nationale Transportplan in Norwegen verabschiedet werden. Ähnliche Pläne verfolgen auch Indien, Österreich und die Niederlande.

Außerdem Interessant

Österreich: Sonnenstrom vom Balkon
Seit Juli dürfen Mieter in Österreich an ihrem Balkon oder auf ihrer Terrasse Mini-Solarmodule bis maximal 600 Watt installieren und den Strom direkt nutzen. In der Schweiz und den Niederlanden gibt es ähnliche Regelungen. In Deutschland bewegen sich die mehreren Tausend angeschlossenen „Guerilla“-Fotovoltaikanlagen noch immer in einem juristischen Graubereich. Obwohl bislang keine Zwischenfälle bekannt sind, streiten Verbände und Hersteller über mögliche Sicherheitsrisiken. Greenpeace Energy bietet die mobilen Solarpaneele bereits an. „Ärgerliche Hürden, die ihren Sinn verloren haben und der Energiewende schaden, gehören abgeschafft“, sagt Nils Müller vom Ökostromanbieter.

Berlin: Saubere Geldanlagen
Der Berliner Senat hat beschlossen, seine Geldanlagen künftig klimaneutral und nachhaltig zu investieren. Dafür wird ein sogenannter Ökoindex entwickelt, der keine Firmen beinhalten darf, die Geschäfte mit Waffen, Atomenergie oder fossilen Brennstoffen machen. Soziale und andere Nachhaltigkeitskriterien sollen später noch folgen. Die Fossil-Free-Bewegung feiert den Pionierschritt der Berliner  Finanzbehörde und hofft, dass andere Bundesländer nachziehen werden.

Italien: Weniger Essen im Müll
Nach Frankreich macht nun auch Italien Ernst mit dem Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung: Von fünf Millionen Tonnen weggeworfenem Essen soll jedes Jahr eine Million Tonnen gerettet werden. Supermärkte, die – auch abgelaufene – Waren spenden, müssen weniger Abfallgebühren zahlen. Außerdem sollen Italiener ermutigt werden, ihre Pizza- und anderen Reste im Restaurant in bislang verpönten „Doggy Bags“ mitzunehmen. In Italien sind rund sechs Millionen Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen.

Geht doch!

Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Saures für Süßes – ein Pioniergesetz verbietet Naschereien, die Kinder mit Spielzeug locken

weiterlesen
Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Mit einem strengen Gesetz will Chile seine Kinder und Jugendlichen vor ungesunder Nahrung schützen: Seit Anfang Juli dürfen Süßigkeiten mit einer Spielzeug-Beigabe im ganzen Land nicht mehr verkauft werden. Überraschungseier von Ferrero und Kindermenüs von McDonald’s sind jetzt also illegal. Die Neuregelung legt außerdem fest, welche Lebensmittel als gesundheitsschädlich gelten. Alle, die pro 100 Gramm mehr als 400 Milligramm Salz, vier Gramm gesättigter Fettsäuren, 275 Kalorien oder zehn Gramm Zucker enthalten, müssen gut sichtbar mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. An Schulen dürfen sie nicht verkauft oder beworben werden. Der Grund für das Gesetz: In Chile ist inzwischen jedes dritte Kind unter sechs Jahren übergewichtig. Hersteller und auch einige Kritiker der Süßigkeitenindustrie bezweifeln aber, dass ein Verbot die richtige Maßnahme ist, um eine gesündere Ernährung zu erreichen. Entscheidend sei die konsumierte Menge, eine bessere Aufklärung der Kinder und vor allem gute Vorbilder – zum Beispiel gesünderes Schulessen.

Außerdem Interessant

San Francisco: Styropor gebannt
Konsequent verfolgt San Francisco seine „Zero Waste“- Strategie: Die kalifornische Stadt verbietet ab Juli 2017 Kaffeebecher, Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen aus Styropor. Mit dem Bann dieser  Wegwerfprodukte will sie ihrem Ziel,  bis 2020 müllfrei zu sein, einen großen Schritt näherkommen. Inzwischen machen rund 100 US-Städte gegen Waren aus Schaumkunststoff mobil.

Russland: Gentechnik unerwünscht
Gentechnisch modifizierte Organismen dürfen in Russland künftig weder angebaut noch importiert werden. Einzige Ausnahme: Zu Forschungszwecken sind gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere erlaubt. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 6500 Euro. Das beschloss die Staatsduma in dritter und abschließender Lesung.

Marokko: Plastiktüten ade
Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 900 Plastiktüten zählt das nordafrikanische Land zu den Negativ-Spitzenreitern. Doch seit Juli sind dort Kunststofftüten verboten – mit Ausnahme von Gefrier- und Müllbeuteln. Hierzulande soll eine Anfang Juli eingeführte Gebühr den Verbrauch drosseln.

 

1 2 3

À la Saison

Magische Marone

(Castanea sativa)

Im Mittelalter galt die Esskastanie als Grundnahrungsmittel von den Alpen bis in den Balkan. Heute erzählt die „magische Marone“ uns Geschichten aus tausendundeiner Nacht.

weiterlesen
Magische Marone

Der Baum vorm Klosterportal fror. War er doch „ein vereinzelter Sohn des Südens, von einem Rompilger vor Zeiten mitgebracht, eine Edelkastanie“. Im Württembergischen aber blühte er spät und ließ erst „im Oktober, wenn Obst und Wein schon geerntet waren, die stacheligen Früchte fallen“. Der „Gast aus einer anderen Zone“ ward „geliebt von den Welschen“ und „von den Einheimischen als Fremdling begafft“. So beginnt – eines schönen Tages im Mittelalter – Hermann Hesses Erzählung „Narziss und Goldmund“.

Klosterschüler Goldmund findet in dem stummen Pförtner einen Seelenverwandten. Auch er fremdelt mit der Atmosphäre im Kloster, obgleich sein Vater wünscht, dass er Mönch werde – oder Höheres. Goldmund heißt auf Griechisch Chrysostomos. Der spätantike Bischof mit diesem Beinamen gilt als einer der größten Prediger des Christentums. Er stammte aus Antiochia im Süden der heutigen Türkei. In dieser Gegend liegt die ursprüngliche Heimat der Kastanie, deren Name vom persischen „Kasutah“, trockene Frucht, herrührt. Goldmunds „schöner, merkwürdiger“ Freund, der Baum, ist kein Sohn des Südens, sondern des Orients.

Ob die Edelkastanie Mitteleuropa im Gepäck der Römer oder viel früher erreichte, ist umstritten. Kein Zweifel besteht an ihrer überragenden Bedeutung im Mittelalter. Für die Menschen der Bergwelt – von den Pyrenäen über die Alpen bis zum Balkan – waren castañas, châtaignes, castagne, Cheschtene, Kästen oder kesteni das Grundnahrungsmittel schlechthin. Die Kartoffel wuchs noch unentdeckt in den Anden.

Das Mehl aus den Früchten des „Brotbaums“, der übrigens nicht mit der ungenießbaren Rosskastanie verwandt ist, brachte arme Leute oft übers ganze Jahr. Schon 641 führte der Langobardenkönig Rothari ihn deshalb in einer Liste geschützter Bäume. Ortsnamen wie Châtenois (Keschtaholz) im Elsass erinnern an einstmals ausgedehnte Kastanienhaine.

Das italienische Wort marroni kam im zwölften Jahrhundert auf – für Kastanien von bester Qualität. Heute überwintert die Maronitradition vor allem auf Weihnachtsmärkten. Lebendig ist sie in Frankreich und auf der Alpensüdseite. Im Tessin etwa, Hermann Hesses Wahlheimat, holen die „Maronatt“ genannten Profiröster die Kastanien aus den Flammen.

Auch wenn manch einer mittlerweile lieber die Kartoffeln aus dem Feuer holt, lohnt sich das Original. Die üppige Nuss bespielt ein Menü von der Suppe bis zum Nachtisch ebenso mühelos wie die dezente Knolle. Ihre sonnige Süße und ihre Erdigkeit passen zu anderen Herbstaromen wie denen von Wild, Pilzen und Birnen. Sie ergänzt Rotkohl aufs Gehaltvollste und füllt die Weihnachtsgans. Sie verträgt starke Kräuter wie Rosmarin und koaliert mit dem Kürbis gegen kalte Tage. Zum Dessert lieben die Franzosen marrons glacés – kandierte Maronen. Die Schweizer pressen blassbraunes Püree zu vermicelles – „Nudeln“. Ein Nachtisch, der erst mit Schlagrahmkrönchen vollkommen ist. Ohne Zuckerzusatz ist die Kastanie überdies gesund. Für eine Nuss enthält sie erstaunlich wenig Fett, dafür aber eine große Portion Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Sie stärkt das Immunsystem und fördert als leicht verdauliche Energiebombe starke Nerven. Wohl mit Bedacht empfahl die Äbtissin Hildegard von Bingen jedem, „dem das Gehirn durch Trockenheit leer ist und der davon im Kopf schwach wird“, die „Fruchtkerne“ zu kochen und sie „nüchtern und nach dem Essen“ zu nehmen, damit das Hirn wachse und sich wieder fülle. Im Mittelalter mussten die Bauern ihren Zehnten an Klöster oft in Kastanien entrichten. Herr Baum, wirf Hirn vom Himmel.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

CHICORÉE-MARONENSUPPE VON ANNA SCHWARZMANN

ZUTATEN FÜR 6 PORTIONEN
600 g Maronen
1 Scheibe Speck
50 g Butter
4 klein gewürfelte Schalotten
1 Scheibe Knoblauch
50 g gewürfelter Knollensellerie
Zucker, Salz, weißer Pfeffer, Balsamico, Sherry medium
750 ml Gemüsebrühe
1 Rosmarin- und 1 Thymianzweig
2 EL Trüffeljus
200 ml Sahne
Orangensaft
Chicorée

ZUBEREITUNG
1. Maronen einritzen und im Ofen bei 220 °C Ober- und Unterhitze 10 Minuten rösten, bis sie platzen, dann schälen.
2. Speck, Butter, Schalotten, Knoblauch im Topf erhitzen und den Sellerie mit einer Prise Zucker darin andünsten.
3. Alle Maronen bis auf ein paar hinzugeben und mit Sherry ablöschen, dann reduzieren. Fond mit Gemüsebrühe aufgießen, Thymian und Rosmarin hinzufügen und 15–20 Minuten köcheln lassen, bis die Maronen gar sind.
4. Mit Pfeffer, Salz und Trüffeljus abschmecken. Anschließend pürieren und passieren. Halbfest geschlagene Sahne unterheben und mit einem Spritzer Balsamico würzen.
5. Den in Streifen geschnittenen Chicorée mit Butter und Zucker andünsten. Mit Orangensaft ablöschen, reduzieren und anschließend salzen.
6. Die Suppe mit einem Pürierstab aufschäumen und mit Chicoréestreifen und Maronen servieren.

À la Saison

Verehrte Vogelbeere

(Sorbus aucuparia)

Kann denn wirklich giftig sein, was die Vögel so lieben? Na, also. Und ganz im Gegenteil! Unsere Vorfahren hatten gute Gründe, die knallroten Früchtchen zu besingen. Und doch haben sie neben der leuchtenden auch eine dunkle Vergangenheit.

weiterlesen
Verehrte Vogelbeere

Die Sachsen sind empört, wenn Restdeutschland über ihren Dialekt lacht. Zu Recht. Wozu gibt es denn das Vogtland? Politisch mag es zum Freistaat gehören, mundartlich ist es Autonomiegebiet. „Kann schinn’rn Baam gippt’s, wie dann Vuglbärbaam. As wärd a su lächt nett ann schinn’rn Baam gahm...“, trällert man dort etwa. Trotz Sprachbarriere war diese Ode an den Vogelbeerbaum, alias Eberesche, vor hundert Jahren überregional ein Gassenhauer. Vornehmer formulierten die Lyriker, meinten aber dasselbe: Ein Wäldchen zu besitzen, „von flammenden Bäumen, an denen die Koralle wächst“, wünschte sich Else Lasker-Schüler. Und Gottfried Benn sinnierte von „Ebereschen – noch nicht ganz rot, von jenem Farbton, wo sie sich entwickeln, zu Nachglut, Vogelbeere, Herbst und Tod“. Mehr als 150 Kosenamen hat die Vogelbeere – von Aberesche bis Zappiepenboom.

Aberesche klingt wohl nicht ganz zufällig nach Aberglaube. Bauern „quickten“ (peitschten) zur Walpurgisnacht ihre Kälber mit Ruten der Eberesche. Das sollte ungebetene Geister bannen. Vor Blitzeinschlag oder Drachenanflug schützten ihre Zweige das Haus. Und von Kinder segen über Freude bis Schönheit gab es im Volksglauben fast nichts Gutes, wofür die Vogelbeere nicht stand. Das Kernobstgewächs mit den winzigen, scharlachroten Apfelfrüchten ist ein mythologischer Tiefwurzler. Bereits in der Bronzezeit legte man Toten seine Äste ins Grab. Keltische Druiden schnitzten Zauberstäbe aus seinem Holz. Und die Nordgermanen weihten die Eberesche Thor. Sie soll dem Donnergott ihre Zweige gereicht haben, als ein Fluss ihn fortriss.

Aus der Luft gegriffen ist die heidnische Verehrung der Vogelbeere ganz und gar nicht. Rettete sie doch oft genug nicht nur Göttern, sondern auch Menschen das Leben. In Notzeiten dämpften ihre Früchte – in den Wäldern gepflückt – den Hunger der Elenden, weshalb Karl der Große und fast tausend Jahre später auch Maria Theresia ihre Anpflanzung per Dekret anwiesen. Auch für ihre Heilkraft war die Vogelbeere berühmt. Ihres Vitamin-C-Gehalts wegen war sie ein probates Mittel etwa gegen Skorbut und trug noch im Zweiten Weltkrieg den Beinamen Zitrone des Nordens.

Was ihrem Ruf seither widerfahren ist, lässt sich nur vermuten. Ist das Wirtschaftswunder mit seiner Fülle leibhaftiger Zitrusfrüchte in den Obstauslagen schuld? Die Angst um Kleinkinder auf kulinarischer Spielplatzsafari? Festgehalten sei, dass die Vogelbeere im Gegensatz zur Tollkirsche harmlos ist, sofern man sie nicht eimerweise roh verspeist. Und dies dürfte kaum gelingen, weil ihre leicht giftige Parasorbinsäure bitter schmeckt. Der erste Frost und die Hitze des Herds verwandeln sie in süßliche Sorbinsäure und geben ihr ein Aroma, das an Preiselbeeren erinnert. Herbstkonfitüren mit milden Früchten verleiht sie Charakter. Im Chutney mit Zwiebeln und Chili ergänzt sie reifen Weichkäse. Und als Digestif mundet ein sorgsam destillierter Vogelbeergeist mit dem beglückenden Aroma von Marzipan.

Zugegeben, die Eberesche hat eine tödliche Seite. Viele Vogelarten teilen die Leidenschaft der Schnapsbrenner für die leuchtende Frucht. Ihr lateinischer Namenszusatz aucuparia setzt sich aus Vogel (avis) und fangen (capere) zusammen – Souvenir einer Zeit, als Amsel und Drossel fliegende Delikatessen waren und die Vogelbeere als Köder fungierte. Heute schätzt man sie für andere Qualitäten: Im Erzgebirge, unweit des Vogtlands, trotzt sie dem Dreck der böhmischen Industrie wie kein zweiter Baum. Und sie versüßt die Völkerverständigung in Gestalt des Jarcebinka. Der tschechische Ebereschenlikör ölt die Stimmbänder: Singeklub statt Singvogelragout. Prost und na zdraví auf den Vuglbärbaam!

HELLES VOGELBEER-CHUTNEY VON HENNE & OTTO

ZUTATEN FÜR ETWA ZWEI LITER
1 kg Stücke von säuerlichen Äpfeln, mit Schale
500 g Zwiebeln
500 g Staudensellerie mit Grün
250 g Vogelbeeren
½ l Apfelessig
1 Stück frischer Ingwer, ca. 3 cm lang
1 frische rote Chilischote
3 EL Senfsamen
ca. 500 g brauner Zucker
ca. 1 EL Salz

ZUBEREITUNG
1. Zwiebeln und Sellerie putzen und in Stücke schneiden. Selleriegrün extra fein hacken und beiseitestellen.
2. Apfel-, Zwiebel- und Selleriestuücke sowie 150 g Vogelbeeren in einem Kochtopf mit dem Essig übergießen.
3. Ingwer schälen und fein hacken, Chili sehr fein hacken, ggf. mit Handschuhen.
4. Ingwer, Chili und Senfsamen in den Topf geben. Mit Deckel ca. 20 Min. kochen, bis der Sellerie bissfest ist.
5. Zucker, Selleriegrün und 100 g Vogelbeeren zugeben. Ohne Deckel unter Rühren ½ bis 1 Stunde köcheln lassen, bis der Zucker aufgelöst und ein Großteil der Flüssigkeit
verdampft ist.
6. Mit Salz abschmecken.
7. Sofort in saubere Schraubgläser füllen und mind. 5 Min. kopfüber stehen lassen.

TIPP
Mindestens drei Wochen ziehen lassen, damit die Gewürze den vollen Geschmack entfalten. Zu fruchtig-pikantem Chutney empfehlen Katharina Henne und Lore Otto Baguette

À la Saison

Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

(Malus domestica)

Ohne ihn säßen wir noch im Paradies. Doch wir sollten Eva nicht gram sein. Den Apfel durften wir beim Auszug ja mitnehmen. Und der schmeckt einfach paradiesisch.

weiterlesen
Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

Beginnen wir ausnahmsweise bei Adam, Eva und dem Baum der Erkenntnis. Dass dieser ein Apfelbaum gewesen sein soll, steht in der Bibel nirgends. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der aus dem Wort „Frucht“ im Lauf der Jahrtausende „Apfel“ wurde, zeigt, dass dieser die Frucht schlechthin ist. Es gibt kein wichtigeres Kulturobst. Vom goldenen Zankapfel in Homers Ilias bis zum Reichsapfel als Emblem kaiserlicher Macht, von Martin Luthers Versprechen, im Angesicht des Weltuntergangs ein Apfelbäumchen zu pflanzen bis zu Schneewittchens Biss in ein vergiftetes Exemplar, von Wilhelm Tells Armbrustakrobatik bis zu Isaac Newtons von Fallobst inspiriertem Schwerkraft-gesetz, von René Magrittes Granny Smiths bis zu den Apple Records der Beatles und schließlich zum globalen Siegeszug als Firmenlogo einer kalifornischen Computermarke – ist die abendländische Geschichte ein gewaltiger Apfelstrudel. Unmöglich, sie ganz zu erzählen.

Dabei ist die Paradiesfrucht noch weit älter als das Alte Testament. Lange ging man davon aus, dass die ersten Äpfel um 3000 vor Christus im Baltikum wuchsen. Mithilfe von DNA-Analysen fanden Oxford-Forscher vor zehn Jahren jedoch heraus, dass Malus domestica seinen Ursprung wohl in Zentralasien hat. Sie fanden seinen Vorfahren, den Asiatischen Wildapfel, an den Hängen des Tienschan im Norden Chinas. Vielleicht schmecken Äpfel aus kühlerem Klima deshalb so gut.

Schon die Germanen machten daraus Mus und Met. Wie die Frucht nach Europa gekommen war, ist unklar. Der Ruf eines wundervollen Heilmittels eilte ihr voraus. Das englische Sprichwort An apple a day keeps the doctor away ist so berühmt, dass es sogar jenseits der anglophonen Welt oft unübersetzt zur Anwendung kommt. In vielen Fällen notgedrungen – wie Max Goldt einst mit dem Versuch deutlich machte, die Sentenz ins Deutsche zu übertragen. Das Resultat „Ein Apfel am Tag und der Arzt fährt nach Prag“ entschuldigte er mit der Bemerkung, es sei erstaunlich, wie wenige Wörter sich auf Tag reimten. Immerhin erlaube das dem Mediziner eine sicher wohlverdiente Städtereise. Experten sagen übrigens, dass ein Apfel am Tag zwar keine Garantie ist, den Arzt dauerhaft an die Moldau zu verabschieden. Doch die Chancen stehen nicht schlecht –
so viel Gutes enthält die Frucht, vor allem Pektin, Vitamin C und Flavonoide.

Der wichtigste Grund für die Aura des Apfels, der schon Eva verfiel, ist natürlich sein Geschmack. Er hat eine aromatische Bandbreite von Zitronen- über Erdbeer- bis hin zu Walnussnoten. Abseits der fünf, sechs globalen Handelsmarken sorgen alte würzige Varietäten für Küchenglück. Interessanter als in Klassikern mit Kuchenteig, Zimt und Nelken verhält der Apfel sich zu den erdigen Komponenten von Wildbret, Blutwurst oder Roter Bete. Apfelsoße kontrastiert auf der Zunge perfekt zum Fett gegrillter Makrele. Und was wären Kohlsalat oder Rotkohl ohne die süße Säure? Zu Hartkäse mit roher Zwiebel passt das Kernobst ebenso wie zu Nüssen und dunklen Beeren. Unschlagbar ist es in Kombination mit Beifuß als Füllung der Weihnachtsgans.

Aber noch ist Sommer, die Ernte beginnt gerade erst. Bis der letzte Cox gepflückt ist, vergehen noch Monate. Die Frucht schlechtin ist – streng botanisch gesehen – übrigens eine Scheinfrucht! Niemand entlarvt das Blendwerk eleganter als die 2004 in Leipzig gegründete Satire-Organisation Front Deutscher Äpfel. Die FDÄ parodiert rechtsextreme Parteien und spielte mit der Wahl ihres Namens auf den damaligen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an. Die Künstler und Aktivisten agitieren gegen eine Überfremdung des deutschen Obstbestands und fordern: „Südfrüchte raus!“ Jemand sollte ihnen sagen, dass auch der Apfel ein Ausländer ist. 

Frisch vom Baum gibt's Äpfel ab Septemberl

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

APFEL-KARTOFFEL-PUFFER MIT SAUERRAHM UND ZIMT VON MELISSA CLARK

ZUTATEN FÜR 18 PUFFER
6 EL Sauerrahm oder griechischer Joghurt
¼ TL gemahlener Zimt
¼ TL Ahornsirup
2 Äpfel, geschält und entkernt
1 große mehlig kochende Kartoffel
1 mittelgroße geschälte Zwiebel
75 g Mehl
3 große Eier
2 TL grobkörniges Natursalz
1 ¼ TL Backpulver
½ TL schwarzer Pfeffer
Olivenöl zum Braten

ZUBEREITUNG
1. Sauerrahm oder Joghurt mit Zimt und Sirup in einem Schälchen verquirlen. Abdecken und kalt stellen.
2. Äpfel, Kartoffel und Zwiebel grob reiben. Die Masse in einem sauberen Geschirrtuch auswringen. Je weniger Flüssigkeit übrig bleibt, desto krosser werden die Puffer.
3. Die Masse in eine große Schüssel geben. Mehl, Eier, Salz, Backpulver und Pfeffer untermischen, bis das Mehl im Pufferteig gebunden ist.
4. Öl in einer Pfanne mit schwerem Boden erhitzen und 3-4 gehäufte EL der Apfel-Kartoffel-Masse hineinsetzen. Mit dem Pfannenwender flach drücken.
5. Wenden, wenn die Ränder der Puffer braun und kross gebraten sind. Dann die andere Seite tiefbraun rösten. Zum Abtropfen auf einen Teller mit Küchenpapier legen.
6. So lange wiederholen, bis der Teig alle ist. Und die Puffer mit je einem Klecks Zimt-Sauerrahm servieren.

1 2 3
So, 2016-12-04 12:03
Berlin (dpa)

Steinmeier: Werden Annexion der Krim nicht anerkennen

Berlin (dpa) - Wenige Tage vor dem OSZE-Ministerrat hat sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gegen eine rasche Lockerung der Russland-Sanktionen ausgesprochen. «Wenn signifikante Schritte bei der Umsetzung des Minsker Abkommens erreicht sind, kann über eine Anpassung auf der Sanktionsseite nachgedacht werden», sagte der SPD-Politiker allerdings den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Am Donnerstag und Freitag wird Steinmeier in Hamburg die Außenminister der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zu Beratungen auch über die Ukrainekrise empfangen.

«Die Konfliktparteien graben sich sprichwörtlich in ihren Schützengräben ein», klagte Steinmeier. Allerdings zeigte er sich zuversichtlich, dass noch vor Weihnachten ein Gefangenenaustausch gelinge. «Das wäre mehr als ein Lichtblick.»

Steinmeier verurteilte die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland als «Bruch des Völkerrechts» und «Verstoß gegen unsere europäische Friedensordnung». «Die Einverleibung der Krim in russisches Staatsgebiet werden wir nicht anerkennen», sagte er.

Vergangene Woche hatte Steinmeier sich in Minsk mit seinen Amtskollegen aus Russland, der Ukraine und Frankreich getroffen, um den Friedensprozess in der Ukraine voranzubringen. Dabei gelang jedoch kein Durchbruch. Steinmeier würdigte aber, dass die Konfliktparteien dem Roten Kreuz Zugang zu den politischen Gefangenen gewähren wollten, um einen Gefangenenaustausch vorzubereiten.

So, 2016-12-04 11:33
Berlin (dpa)

Wahlkampf 2017: Von der Straße ins Netz

Hasskommentare, Falschmeldungen und Meinungsroboter - das Internet und die sozialen Medien schaffen im Wahlkampf neue Realitäten. Die Politik stellt sich darauf ein.

Berlin (dpa) - Die Auseinandersetzung mit Populisten und neue Herausforderungen durch Internet und soziale Medien werden nach Einschätzung vieler Politiker den Bundestagswahlkampf 2017 bestimmen. Unions-Fraktionschef Volker Kauder sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Ich stelle mich schon auf eine ganz andere Art der Auseinandersetzung ein. Der Meinungsdruck im Netz wird Folgen haben.»

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hatte jüngst für einen fairen Umgang der Parteien geworben. «Wir werden ganz gewiss keinen respektlosen und aggressiven Wahlkampf führen», sagte er der «Südwest Presse» (Donnerstag). «Politischer Streit ist in Ordnung, aber bitte um die besseren Ideen für unser Land.»

Nach Informationen der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» geht die Bundesregierung davon aus, dass der Bundestagswahlkampf durch Cyber-Angriffe und gezielte Desinformationskampagnen im Internet geprägt sein wird. Unter Berufung auf Kanzleramt, Innenministerium und Sicherheitsbehörden meldet die Zeitung, Deutschland müsse sich auf einen «Wahlkampf neuer Prägung» einstellen. Befürchtet werde zudem, dass Russland Cyber-Attacken führen und Propagandakampagnen starten wird.

Kauder sagte der dpa: «Dass der kommende Wahlkampf schwieriger wird als andere, sagen wir zwar bei jedem Wahlkampf. Aber wir werden es darüber hinaus noch mit einem ganz neuen Faktor zu tun haben: Der Wahlkampf wird so stark wie nie zuvor durch das Internet und die sozialen Medien geprägt sein.»

Die CSU will das für sich nutzen. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit Blick auf die US-Präsidentenwahl: «Die sozialen Netzwerke, auf die sich Trump gestützt hat, bieten sicher auch im Bundestagswahlkampf neue Chancen.» Es gelte allerdings auch, wachsam zu sein gegenüber möglichen Manipulationen im Internet.

CDU-Parteivize Armin Laschet warnte indes davor, die weltweiten Erfolge von Rechtspopulisten überzubewerten. «Deutschland ist anders», sagte er dem «Tagesspiegel am Sonntag». 90 Prozent der Menschen wählten hier keine rechtspopulistische Parte», sagte Laschet, der im Mai 2017 als CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen antritt. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gab sich in der «Bild am Sonntag» unbeeindruckt: «Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch die Menschen, die vielleicht kurzzeitig Zweifel an uns bekommen haben, wieder von uns überzeugen.»

Die CDU setzt darauf, mit Druck auf Internet-Plattformen wie Facebook Hasskommentare und Falschmeldungen im Netz zu bekämpfen. «Wir dürfen es nicht zulassen, dass Hass und Falschmeldungen im Netz den Wahlkampf bei uns so beeinflussen, wie dies in den USA scheinbar der Fall war», sagte Unionsfraktionschef Kauder. «Ein Wahlkampf muss offen und fair bleiben.» Er drohte Facebook erneut mit Bußgeldern, wenn der Betreiber seiner gesetzlichen Pflicht zum Löschen rechtswidriger Inhalte nicht nachkomme.

So, 2016-12-04 11:48
Wien (dpa)

Zittersieg oder klarer Erfolg? - Front National hofft auf Hofer Von Matthias Röder, dpa

Wie soll man die Vorzeichen deuten? Allgemeine Wahlmüdigkeit und weniger Briefwähler lassen eine zurückgehende Beteiligung vermuten. Auf wessen Kosten das geht, darüber streiten die Experten.

Wien (dpa) - «Wir werden in Demut das Wahlergebnis zur Kenntnis nehmen.» Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer legte sich am Sonntag endgültig fest: Die Rechtspopulisten werden diese Bundespräsidentenwahl nicht mehr anfechten. Nach Verlassen seines Wahllokals in Pinkafeld im Burgenland stellte sich der 45-Jährige sehr selbstbewusst den Fragen auch gerade der ausländischen Presse: Nein, er sei nicht für einen Öxit, wiederholte er zum x-ten Male.

Der FPÖ fällt es nach dem Dauerfeuer gegen die EU in den letzten Jahren und Jahrzehnten schwer, nun einen moderaten Kritikkurs zu verkaufen. Das aber ist Voraussetzung für einen Sieg: Die Wähler der Mitte entscheiden, ob Hofer oder der Grünen-nahe Alexander Van der Bellen das Rennen macht.

Es ist schwer, die Vorzeichen für einen Ausgang zu deuten. Klar ist, dass wesentlich weniger Briefwähler als am 22. Mai ihre Stimme abgegeben haben. Der Rückgang um 20 Prozent scheint auf den ersten Blick auf Kosten Van der Bellens zu gehen. Die Briefwähler hatten vor sechs Monaten das Ergebnis zu seinen Gunsten noch gedreht. Wohl auch daher wirkte der 72-jährige Van der Bellen am Sonntag zwar zuversichtlich, mischte aber auch eine Portion Zweifel an seinem Sieg in sein Statement vor Dutzenden Kameras: «Man kann nie sicher sein.»

Hofer seinerseits hat beim Buhlen um die Mitte möglicherweise einen Fehler gemacht. Der im Wahlkampf fast immer lammfromm auftretende Rechtspopulist könnte seine Kern-Anhängerschaft enttäuscht haben. «Er wirkte fast wie ein Pfarrer: Lächelnd, gütig, verständnisvoll, verzeihend», meint der Chef des Meinungsforschungsinstituts OGM, Wolfgang Bachmayer. Dabei wollten die Fans der Blauen - Blau ist die Parteifarbe der FPÖ - wirkliche Wahlkämpfe mit allen Derbheiten und Vereinfachungen, ist sich der Experte sicher.

Andererseits liegt es laut Bachmayer auf der Hand, dass ein deutlicher Rückgang bei der Wahlbeteiligung eher zum Schaden Van der Bellens wäre. Er habe bei seinem hauchdünnen Sieg am 22. Mai deutlich mehr Wähler aus den Reihen der ausgeschiedenen Kandidaten gehabt als Hofer. Unterstelle man eine gesteigerte Wahlmüdigkeit gerade bei dieser Klientel, seien die Weichen auf einen Hofer-Sieg gestellt, meint Bachmayer. Andere Fachleute teilen diese Prognose nicht.

Auf Hofer setzt erwartungsgemäß auch Marion Le Pen. Die Nichte der rechtsextremen Präsidentschaftsanwärterin Marine Le Pen aus Frankreich drückte Hofer die Daumen. «Lieber @norbertghofer, ich wünsche Dir für diesen Sonntag große Erfolge. Du hast die Unterstützung von Patrioten aus aller Welt!», twitterte der 26-jährige Nachwuchsstar der Rechtspartei Front National auf Deutsch.

Dieses Mal wird es aufgrund neuer Verfahrens-Vorschriften besonders spannend. Bisher war es den Wahlbehörden erlaubt, Einzelergebnisse bereits vor Schließung aller Wahllokale zumindest den Medien mitzuteilen. Nach der Anfechtung der Wahl vom 22. Mai durch die FPÖ und ihrer folgenden Annullierung wegen vieler Schlampereien wurde auch diese Praxis gerichtlich verboten.

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

DES BISSL KLIMAWANDEL ISS UNS WUASCHT: MIA MACHEN WINTER!

- 1450 Schneekanonen
- 5 km2 beschneite Pisten
- Lifte für 300.000 Touristen/Stunde
- Flughafenshuttle

Lesen Sie mehr auf greenpeace-magazin/zillertal

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ich bin verwirrt. Klimawandel? Saure Meere? Sterbende Riffe? Nie gehört. Und was um Himmels Willen haben Flugzeuge damit zu tun? Die Antwort findet Dorie auf greenpeace-magazin.de/dorie

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Das Wissen zu den Anlagetricks von morgen.

Und die Skrupellosigkeit meines Beraters. 
Unsere Experten analysieren globale Trends im Geldwäschesektor. Panama war gestern, morgen finden wir anderswo ein trockenes Plätzchen für Ihr Schwarzgeld. Vertrauen Sie uns: Wir mischen aus Tradition in jedem Finanzskandal mit. Und ob Waffenfabriken, Atom- oder Kohlekraftwerke – wir stecken Ihr Geld in jede tödliche Industrie.
Mehr Infos: greenpeace-magazin.de/deutschebank

Unser Wissen für Ihr schmutziges Geld.
Gewissenlos aus Gewinnsucht

Kohleschlote? Atomwaffensilos? Keine Ahnung. Wir lassen Gras über die Sachen wachsen.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Seiten