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Donnerstag, 20. Februar 2020

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Forscher weisen Giftstoffe in den Alpen nach, Tesla-Klage entzweit Um­welt­ver­ein und schmutzige Filme

Liebe Leserinnen und Leser,

der Begriff „Schmuddelfilm“ wird bei den meisten eine ganz spezielle Assoziation wecken. Ob vor dem inneren Auge allerdings Dieselgeneratoren auftauchen, die Schadstoffe in die Luft blasen? Vermutlich eher nicht – dabei ist aus Umweltsicht fast jeder Film ein dreckiger. Denn da sind nicht nur die an Sets omnipräsenten Generatoren, sondern auch Flüge zu exotischen Drehorten und Kulissen, die nach dem letzten „Cut“ auf dem Müll landen. Mehrere Hundert Tonnen CO₂ kann der ökologische Fußabdruck einer Filmproduktion am Ende betragen. Da erscheint es löblich, dass sich die deutsche Film- und Fernsehwirtschaft nun auf die Fahnen geschrieben hat, ökologischer zu werden. Allerdings: Von einem Blockbuster in Sachen Nachhaltigkeit ist die Branche weit entfernt, schreibt die SZ – mehr in unserer Presseschau.

Wir machen für heute das Licht aus. Morgen haben wir neue Themen für Sie. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Forscher weisen Schadstoffe in den Alpen nach

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Für viele sind die Alpen ein Ort der unberührten Natur, fernab der Zivilisation. Doch das ist längst vorbei. Überall hinterlässt der Mensch seine Spuren – zum Teil auch sehr giftige: DDT etwa. Das Pestizid ist seit 1972 in Deutschland verboten. Und trotzdem ist eine DDT-Belas­tung in der Umweltfor­schungs­station Schnee­fernerhaus unter­halb des Zugspitz-Plateaus mess­bar: Luftströ­mungen trans­portieren das Gift aus Afrika und Indien bis in die Alpen. In diesen Regionen wird DDT weiterhin zur Bekämpfung von Ma­lariamücken eingesetzt. Der Nachweis der weltweiten Verbreitung ist eines der Ergebnisse der 15-jährigen Messreihe des Projekts PureAlps vom Bayerischen Landesamt für Umwelt. Und nicht nur DDT, auch viele andere schädliche Chemikalien wie Quecksilber und Dioxine lagern sich im Hochgebirge ab. Die Meldung hat die Tagesschau.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Eier verarbeitendes Unternehmen soll verunreinigte Ware verkauft haben

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Die österreichische Firma Pro Ovo gehört zu den größten Eier verarbeitenden Unternehmen Europas. Am Standort in Biberbach werden nach Firmenangaben täglich bis zu 1,5 Millionen Eier aufgeschlagen. Dotter und Eiweiß werden getrennt oder zusammen verrührt, dann Salz oder Zucker beigemischt. Das Gemisch geht in Kanistern und Tanks an Bäckereien, Nudelher­steller oder Gefrierkostfabrikanten. Jetzt erhebt ein Whistleblower schwere Vorwürfe gegen Pro Ovo, wie die SZ berichtet: Im Gemisch der Firma sollen regelmäßig Reste von Maden, Schimmel und fau­len Eiern sein. „Hühnerkacke, Federn, Dreck“, alles werde weiterverarbeitet, sagt der ehemalige Mitarbeiter. Beamte des niederösterreichischen Landeskriminalamts haben auf Grundlage seiner Informationen Ermittlungen aufgenommen. Sie halten seine Angaben für glaubwürdig und die von ihm vorgelegten Fotos für authentisch.

Bericht, 6 Minuten Lesezeit
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Tesla-Klage entzweit Grüne Liga

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Nach dem vorläufigen Rodungsstopp auf dem Tesla-Gelände fordern Mitglieder des Umwelt­ver­bandes Grüne Liga den Rücktritt ihrer Führungsspitze, wie rbb24 meldet. Die Entschei­dung, das Gerichtsverfahren gegen die Rodung des Grundstücks einzuleiten, sei intranspa­rent und völlig planlos zustande gekommen, heißt es demnach in einem Brief der Cottbuser Mitgliedsgruppe des Netzwerks. „Wir fordern deshalb den Rücktritt der Verantwortlichen und eine schnellstmögliche außerordentliche Mitgliederversammlung.“ Bis auf wenige Per­sonen hätten alle Mitglieder des Umweltnetzwerkes erst aus der Presse von der Einreichung der Rechtsmittel gegen die Rodung in Grünheide erfahren, heißt es weiter. Über ihre Beweg­grün­de und eine etwaige Strategie habe die Grüne Liga nicht informiert.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Filmemachen ist ein dreckiges Geschäft

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Noch immer jetten viele Filmcrews von Drehort zu Drehort, der Strom vor Ort kommt vom Die­selgenerator und viele Styroporkulissen landen nach dem letzten Drehtag auf dem Sperr­müll. Insgesamt kann der ökologische Fußabdruck eines Fernsehfilms schon mal mehrere Hundert Tonnen CO₂ betragen. Am Mittwoch haben nun Vertreter der deutschen Film- und Fernsehwirtschaft ein Papier unterzeichnet, mit dem sie sich zu mehr Umweltschutz ver­pflich­ten. Doch dieses Papier ist bisher bloß eine allgemein gehaltene Absichtserklärung, kritisiert die SZ. Konkrete Initiativen wie ein „Nationaler Grüner Drehpass“, ein Ökosiegel für Filme, werden ausgebremst. Auf dem politischen Parkett scheint es mehr darum zu gehen, wer denn nun zuerst ein Konzept für nachhaltige Filmproduktion vorstellt.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Kochtipps für den Katastrophenfall

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Peter Winter ist ein Mann, dem man in Krisenzeiten sein Leben anvertraut: anpackende Art, Mitglied beim Deutschen Roten Kreuz, solide Statur. Und gesegnet mit einem tiefrheinischen Singsang in der Sprache, der große Probleme ganz klein erscheinen lässt – zum Beispiel einen Katastrophenfall, der die Stromversorgung lahmlegt. Um diesem Szenario zu begegnen, legt sich der 69-Jährige in einer zugigen Halle in Bonn eine Schürze um. „Was koche ich heute?“, fragt Winter. „Ah. Mandel-Couscous!“ Eingeladen hat das Bundesamt für Bevölkerungs­schutz und Katastrophenhilfe, eine etwas graue Behörde, die aber eine Idee präsentieren will, die die Fantasie anregen soll: ein „Notfallkochbuch“. Darin sollen Rezepte für Krisenzei­ten zu finden sein. Dann, wenn beispielsweise ein Hochwasser oder ein Wintereinbruch die Stromversor­gung für eine längere Zeit gekappt hat. Mehr bei ZDF-heute/dpa.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Denkzettel am Donnerstag: Kein Land schützt Kinder genug

In Norwegen geht es jungen Menschen am besten, zeigt eine umfangreiche UN-Studie zum Wohlergehen von Kindern – im Tschad haben sie die schlechtesten Chancen. Eines aber haben Heranwachsende rund um den Globus gemeinsam.

Weltweit sind Kinder durch die Klimakrise bedroht. Hintergründe bei der taz.

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