Reports / Meinungen / Interviews

Besser recyceln: Neues Verpackungsgesetz bietet Anreize für Hersteller

Besser recyceln: Neues Verpackungsgesetz bietet Anreize für Hersteller

Seit Anfang des Jahres gilt ein neues Verpackungsgesetz, am Montag stellte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) die „Zentrale Stelle Verpackungsregister“ vor, die das Gesetz umsetzen soll. Doch nicht nur die Hersteller sind gefragt, auch die Konsumenten können einen Beitrag leisten.  

Weiterlesen
Mittwoch, 16. Januar 2019

Daily Navigator

Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

Koh­le­gip­fel im Kanzleramt, Eisverlust in der Antarktis hat sich ver­sechs­facht und ein Recht auf Fernzüge

Liebe Leserinnen und Leser,

eine traurigerweise populäre Fehleinschätzung dieser Tage lautet, dass man ja nichts mehr sagen dürfe in Deutschland. Susanne Neumann bewies das Gegenteil. Sie hatte etwas zu sagen, zum Thema Altersarmut und zum Versagen des Sozialstaats beispielsweise – und sie sagte es dem damaligen SPD-Chef Sigmar Gabriel in aller Öffentlichkeit direkt ins Gesicht. So wurde die schlagfertige Gewerkschafterin und ehemalige Reinigungskraft 2016 bekannt. Jetzt ist Susanne Neumann mit nur 59 Jahren einem Krebsleiden erlegen, wie ZDF-heute berichtet. 

Und weil es ja immer noch die Zeit der guten Vorsätze ist: Nehmen wir uns doch in diesem Jahr ein Beispiel an Susanne Neumann und treten offen und mutig für das ein, woran wir glauben. Dass es nämlich Quatsch ist, dass das hierzulande nicht möglich sein soll, zeigt nicht zuletzt der heutige Navigator: Da fordert zum Beispiel die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckhardt ein „Recht auf Fernzüge“ für Großstädte. Und Verbraucherschützer kritisieren die mächtige Fleischlobby für irreführende Werbung.

Wir sagen morgen wieder, was Sache ist. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

Mehr
emoji

Kohlegipfel im Kanzleramt: Bund verspricht betroffenen Regionen Hilfe

mehr

Für einige war dieses Abendessen im Kanzleramt ein dringend notwendiger Rettungseinsatz der Kanzlerin – um das drohende Scheitern der Kohlekommission noch irgendwie zu verhindern. Am Ende des von Angela Merkel anberaumten Gipfels am Dienstagabend konnte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff dann verkünden: Die vom geplanten Kohleausstieg betroffenen Regionen können mit langfristigen Finanzhilfen des Bundes rechnen. Finanzminister Olaf Scholz habe über viele Jahre „erhebliche Mittel“ zugesagt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte, Bund und Länder seien sich einig, „dass der auch aus Gründen des Klimaschutzes notwendige Kohleausstieg“ nur funktionieren könne, wenn die Energieversorgung gesichert sei – „und zwar zu auch für die Bürger akzeptablen Preisen“. Neben den Chefs der Kohleländer waren auch mehrere Bundesminister und die Spitzen der Kohlekommission bei dem Termin anwesend. Die entscheidende Sitzung der Kohlekommission ist Haseloff zufolge nun für den 25. Januar angesetzt. Falls es dann nicht zu einem Ergebnis kommt, soll es am 31. Januar erneut ein Treffen mit Merkel geben. Über den Kohlegipfel im Kanzleramt berichtet die Tagesschau. Im Interview mit ZDF-heute spricht Energieexperte Christoph Weber über Herausforderungen – und Gefahren – des Kohleausstiegs.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
emoji

Eisverlust in der Antarktis hat sich versechsfacht

mehr

Welche Größenordnung die Eisschmelze im Südpolargebiet inzwischen angenommen hat, zeigt eine neue Studie von Forschern aus den USA und den Niederlanden. Die Untersuchung, für die die Wissen­schaftler hochauflösende Luftbilder der NASA sowie Satellitendaten mehrerer Raumfahrtbe­hör­den auswerteten, ist gerade im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen. Demnach hat sich der Eisverlust auf dem südlichen Kontinent seit Ende der 1970er Jahre versechsfacht. Zudem beschleunigt sich die Schmelze von Jahrzehnt zu Jahrzehnt erheblich. Zum Vergleich: Zwischen 1979 und 1990 verlor die Antarktis 40 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr. Zwischen 2009 und 2017 waren es 252 Milliarden Tonnen. Im Eis der Antarktis ist insgesamt so viel Wasser gespeichert, dass der Meeresspiegel weltweit um 57 Meter ansteigen würde, falls dieses Eis komplett schmelzen würde. Die Meldung hat klimareporter°.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Grüne fordern Recht auf Fernzüge für Großstädte

mehr

Die Grünen sehen in der Krise der Bahn einen Grund für einen Vertrauensverlust der Bevölkerung in den Staat. „Das jahrelange Missmanagement und die politisch gestützte Fehlleistung“ gebe Millionen Menschen das Gefühl, dass „bei uns im Land irgendwas grundlegend nicht funktioniert“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, dem Spiegel. Deswegen fordert sie: „Jede Großstadt ab 100.000 Einwohner soll ein Recht auf eine Fernverkehrsanbindung, mindestens einmal in der Stunde, haben.“ Das Ende von immer mehr Regionalverbindun­gen bedeute ein Problem für Menschen überall in Deutschland. „Es gibt Städte wie Chemnitz, die sind ganz vom Fernverkehr abgekoppelt.“ Das verschärfe das Problem der ungleichen Lebensverhältnisse. Am Dienstag hatten sich im Verkehrsministerium Bahnchef Richard Lutz und Verkehrsminister Andreas Scheuer getroffen, um über die Krise des Zugverkehrs zu beraten. Die Stimmung war Spiegel Online zufolge eher eisig.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Die Erderwärmung macht Wellen wilder

mehr

Die durchschnittliche Wucht von Wellen an den Küsten der Ozeane hat sich zwischen 1948 und 2008 um knapp ein Drittel erhöht – ein Anstieg, der wahrscheinlich auf die gleichzeitige Erwärmung der Weltmeere zurückzuführen ist. Das ergab eine Untersuchung von Klimaforschern der Universität Cantabria im spanischen Santander, die im Fachblatt Nature Communications publiziert wurde. Bisher wurden in vergleichbaren Studien zumeist ausschließlich die Höhen der Wellen untersucht. Allerdings fällt bei dieser Betrachtung beispielsweise unter den Tisch, wie schnell sich diese bewegen. Während Sturmperioden mache sich der Effekt der stärkeren Wellen besonders bemerkbar, schreiben die Wissenschaftler. Sie vermuten daher, dass beispielsweise starke Hurrikans in der Karibik künftig häufiger auftreten als bisher. Alle Hintergründe bei der SZ.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
emoji

Werbung für Fleisch führt Verbraucher in die Irre

mehr

„Weidehaltung“, „mehr Platz“, „kleinere Tiergruppe“: Viele Labels und Werbeslogans versprechen Kunden Fleisch mit besseren Tierstandards. Doch die Botschaften sind selten nachvollziehbar oder verlässlich und bieten kaum Orientierung, kritisieren die Verbraucherzentralen nach einer bundesweiten Untersuchung in 17 Supermärkten und Discountern. Die Verbraucherschützer sprechen sogar von einem Verwirrspiel. Speziell bei Schweine- und Rindfleisch gebe es beschönigende Auslobungen. So war zum Beispiel auf der Verpackung eines Schweine-Minutensteaks ein Foto von Schweinen in Freilandidylle abgebildet. Das daneben stehende Haltungszeugnis der Stufe 1 entsprach jedoch lediglich dem gesetzlichen Mindeststandard der Stallhaltung. Mit solchen Marketing-Tricks würden Verbraucher hinters Licht geführt. „Begriffe wie artgerecht, tiergerecht oder Tierwohl sind rechtlich nicht geschützt, werden aber willkürlich genutzt“, erklärt die Münchner Verbraucherschützerin Jutta Saumweber. Mehr dazu bei der Frankfurter Rundschau.

Bericht, 1 Minute Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Sich gegen Neubauten zu sperren, ist eigennützig

In deutschen Metropolen mangelt es an Tausenden bezahlbaren Wohnungen. Aber Neubau in der Stadt verschlechtert fast immer die Wohnqualität der Alteingesessenen: Es gibt weniger Grün, weniger Sonne, weniger Blick, weniger Frischluftschneisen, weniger Parkplätze – auch wenn das nicht so offen gesagt wird, denn es könnte ja zu egoistisch klingen. Also wird protestiert und der Neubau damit verschleppt.

Für taz-Redakteurin Barbara Dribbusch kann die politische Lösung deshalb nur lauten: Bauen in der Enge muss sozial sein. Ein Großteil der entstehenden Wohnungen muss für Normalverdiener, Familien, Senioren und Studenten erschwinglich sein. Dann wären wohl auch viele Anwohner einverstanden.

Daily Navigator abonnieren?

Hier klicken! Jeden Tag die wichtigsten Umweltmeldungen direkt ins Postfach

Das Green­peace Magazin hat
Ge­burts­tag!

Jubiläumsspezial der 150 Ausgaben – Macherinnen und Macher erzählen persönliche Geschichten aus 25 Jahren

Weiterlesen

Wöchentlichen Newsletter bestellen?

Hier klicken! Jede Woche der ganz besondere Blick auf aktuelle Umweltereignisse – direkt ins Postfach

Reports / Meinungen / Interviews

Newsletter
/
12.Jan 2019

Das fängt ja gut an

Das fängt ja gut an // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal hat sie zur Einstimmung auf das noch fast neue Jahr ein paar gute Nachrichten in petto.

Ernährungsreport 2019
/
09.Jan 2019

Das kommt in deutschen Haushalten auf den Tisch

Das kommt in deutschen Haushalten auf den Tisch

Schnell und doch gesund? Geht es nach der Mehrheit der Deutschen, sollte ihr Essen beides können – das zeigt eine aktuelle Umfrage. Doch meist steckt in vielen Fertigprodukten noch zu viel Zucker, Salz und Fett, kritisieren Experten. Und auch Fleisch steht in vielen Haushalten noch ganz oben im Kurs.

Frieden
/
10.Jan 2019

„Erdogans Verhalten ver­deut­licht, wie weit Syrien noch vom Frieden entfernt ist“

„Erdogans Verhalten verdeutlicht, wie weit Syrien noch vom Frieden entfernt ist“

Die Lage in Syrien ist nach dem angekündigten Truppenabzug der Amerikaner noch unübersichtlicher geworden. Jetzt droht den mit den US-Truppen verbündeten Kurden eine Invasion der Türkei. Wir haben zwei Nahost-Expertinnen gefragt, inwieweit Frieden in Syrien überhaupt möglich ist.

Stadtgrün
/
07.Jan 2019

Warum Anwohner gegen Bäume pro­tes­tie­ren

Warum Anwohner gegen Bäume protestieren

Viele Einwohner von Detroit haben sich gegen Maßnahmen der Stadt ausgesprochen, einige Viertel mit Stadtgrün aufzuwerten. Wir haben die Forscherin Christine Carmichael gefragt, welche Bedenken es gegen Bäume in Städten gibt und wie die Lokalpolitik damit am besten umgeht.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
Hier Klicken
Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.19 Frieden

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.19 Frieden

Das weltweite Leiden, Töten und Sterben muss ein Ende haben. Wie Frieden statt Krieg möglich ist und was wir Menschen dafür tun können.

Zur Ausgabe

Wald­frie­den

Nach den Protesten gegen die Abholzung ist im Hambacher Forst vorerst Ruhe eingekehrt. Der Wald ist wieder einfach nur Wald – eine Quelle der Inspiration und Wohlfühloase

Weiterlesen

So geht
Ver­ant­wor­tung

Zum Beispiel nur von dem leben, was die Natur uns gibt – wie diese beiden Selbstversorger im Portrait

Weiterlesen

Appell gegen
Plas­tik­müll

Ein Greenpeace Magazin Kalender rüttelt auf – Plädoyer für einen achtsamen Umgang mit unseren Ressourcen

Weiterlesen

3 von 33.000

Wir sind von Insekten umgeben, aber nehmen
sie kaum wahr – die artenreichste
Tiergruppe in Einzelportraits

Weiterlesen