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Das weltweite Leiden, Töten und Sterben muss ein Ende haben. Wie Frieden statt Krieg möglich ist und was wir Menschen dafür tun können.

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Jubiläumsspezial der 150 Ausgaben – Macherinnen und Macher erzählen persönliche Geschichten aus 25 Jahren

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Freitag, 14. Dezember 2018

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EU-Kommission hat zu Unrecht Abgas-Grenzwerte gelockert, Forscher verwandeln Kot in Kohle und Ode auf die Ge­mü­se­kis­te

Liebe Leserinnen und Leser,

heute soll die Weltklimakonferenz in Kattowitz zu Ende gehen. Eigentlich. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, dass das Treffen um einige Tage verlängert werden könnte. Die jüngsten Nachrichten klangen wenig vielversprechend: Statt eines ersten geschlossenen Entwurfs lagen am späten Donnerstagabend lediglich einzelne Kapitel vor. Dabei verlautete aus der deutschen Delegation zuletzt, dass ein „gutes Ergebnis“ in der Luft liege. Also vielleicht, möglicherweise, man weiß es nicht so genau. Sicher ist dagegen: Fast überall auf der Welt liegen Dinge in der Luft, die dort nicht hingehören. Der Washington Post zufolge würde jeder Mensch durchschnittlich 2,6 Jahre länger leben, wenn die Luft nicht mit sogenannten PM2.5-Schadstoffpartikeln verschmutzt wäre – sie sind so klein, dass sie tief in die Lunge und sogar ins Blut gelangen können. Wie viel Lebenszeit einem genau durch toxische Luft verloren geht, hängt vom Wohnort ab – bei der Washington Post kann man dafür seinen individuellen Wert erfragen. 

Auf unserer eigenen Seite geht es um die verheerenden Waldbrände in Kalifornien, die ersten Schätzungen zufolge mindestens neun Milliarden Dollar gekostet haben. Und trotzdem mauern die USA beim Klimaschutz. 

Wir melden uns am Montag mit hoffentlich positiven Neuigkeiten aus Polen zurück. Und wünschen jetzt erst mal ein schönes Wochenende!

Das Team vom Navigator

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EU-Kommission hat zu Unrecht Abgas-Grenzwerte gelockert

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Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat die Verwässerung der strengen Euro-6-Grenzwerte für PKW für nichtig erklärt. Um Manipulationen zu verhindern, müssen nach den neuesten EU-Standards die Abgastests bei der Autozulassung im praktischen Fahrbetrieb durchgeführt werden. Dabei ließ die EU-Kommission aber großzügige Abweichungen von den Grenzwerten zu. Statt der bei Euro 6 vorgeschriebenen 80 Milligramm Stickoxid pro Kilometer sollten für eine Übergangszeit 168 Milligramm pro Kilometer genügen. Dagegen klagten jedoch die Städte Paris, Brüssel und Madrid. Sie sahen ihre Bemühungen zur Einhaltung der Luft-Grenzwerte gefährdet. Das EuG kam jetzt zum Schluss, dass die EU-Kommission in der Tat ihre Kompetenzen überschritten habe. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Alle Einzelheiten hat die taz. Parallel berichtet Spiegel Online, dass die Autohersteller bei Softwareupdates für manipulierte Dieselfahrzeuge ihrem eigenen Zeitplan hinterherhinken. Kunden drohen damit erhebliche Verzögerungen bei der Umrüstung.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Polen lenkt mit Wald-Projekt von Klimasünden ab 

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Polen hat als Gastgeber der zu Ende gehenden UN-Klimakonferenz die Erklärung „Wald für das Klima“ initiiert. Gemeint ist weniger der Schutz naturnaher Wälder, um das dort gebundene CO2 zu sichern, sondern das Anlegen von Plantagen. Erst vor wenigen Monaten hatte Polen durch die Abholzung des Białowieża-Urwalds internationale Schlagzeilen und Proteste hervorgerufen – bis der Europäische Gerichtshof die Rodungen stoppte. Eine tiefe Liebe zum Wald spricht daraus nicht gerade. Das jetzt vorgestellte Papier soll wohl vor allem davon ablenken, dass Polen seine wirksamste Klimaschutz-Möglichkeit nicht anpackt: das Abschalten uralter Kohlekraftwerke. Klimareporter° berichtet. Tipp: Die Seite hält Sie auch auf dem Laufenden, was am Abschlusstag in Kattowitz passiert – zum Newsticker hier entlang.

Bericht, 3 Minute Lesezeit
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Israelische Forscher verwandeln Kot in Kohle

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Kann der Gang zum Klo Energie liefern? Das zumindest ist die Vision israelischer Forscher: eine Toilette, mit der man Energie gewinnt, anstatt sie zu verbrauchen. Damit diese Idee Wirklichkeit werden kann, verwandelten Amit Gross und Reut Yahav-Spitzer im Labor menschlichen Kot in Kohle. Die Studie dazu präsentieren sie im Journal of Cleaner Production. In einem Druckgefäß pressten die Wissenschaftler der Ben-Gurion-Universität in Beerscheva die Exkremente unter starker Hitze zu Kohle. Unter ähnlichen Bedingungen ist Kohle auch natürlich entstanden – allerdings brauchte der Prozess wesentlich länger. Im Labor dauert die sogenannte Hydrothermale Carbonisierung (HTC) gerade einmal zwischen zehn Minuten und zwei Stunden. Die Energiebilanz des Verfahrens gibt den Forschern Hoffnung, dass die Technik Schule machen könnte. Alle Hintergründe bei ZDF-heute.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Wie Treibhausgase wieder aus der Luft verschwinden

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In der Wissenschaft sind negative Emissionen, also die Entfernung von COaus der Atmosphäre, schon seit einigen Jahren ein Thema. Vor allem, wenn die Erderwärmung unter 1,5 Grad gehalten werden soll, kommt kein realistisches Klimamodell mehr ohne die Annahme aus, dass so etwas funktioniert. Die Schweizer Firma Climeworks AG baut Anlagen, die das Treibhausgas aus der Luft entfernen – es landet in hoher Reinheit in einem separaten Behälter. Manager Christoph Beuttler erklärt: „Man kann sich das so vorstellen: CO2 ist eine Säure und wir haben eine spezielle Base gebaut, die das CO2 anzieht, und das Ganze in eine Maschine verpackt, die dieses CO2 dann aus der Luft holt.“ Kritiker befürchten allerdings, dass schon die Diskussion über negative Emissionen dazu führen könnte, dass weniger in ihre Vermeidung investitiert wird. Der Deutschlandfunk ist der Frage nachgegangen, wie einsatzfähig solche Systeme eigentlich schon sind. Und stößt vor allem auf ein Problem: die aktuell noch erheblichen Kosten. 

 

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Ein Gemüsekisten-Abo ist wie eine Langzeitbeziehung...

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...und zwar mit Höhen und Tiefen. Findet zumindest SZ-Kolumnistin Lea Hampel. Sie hat mit ihrer Gemüsekiste, die sie jede Woche von einer Landwirtschaftsgenossenschaft bekommt, alle Phasen durchgemacht. Erste Verliebtheit, erste Nervigkeiten (wieder Kürbis?) – und dann die schonungslose Enthüllung aller Macken: Statt Tomaten schleppte sie im Winter einen Rucksack voll Kohl nach Hause. Abwechslung hieß: mal Spitzkohl, dann Chinakohl, Weißkohl oder Rotkohl. Heute entspricht ihr Verhältnis zur Gemüsekiste einer Vernunftehe, die man richtig findet und durch die die Welt besser wird. Dafür nimmt man Kompromisse in Kauf. (Und geht im Notfall im Supermarkt fremd.) 

Kolumne, 2 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Gestatten, Platter Pfannkuchen-Wels

In der Mekongregion in Südostasien wurden innerhalb eines Jahres mehr als 150 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. 3 Säugetiere, 23 Fische, 14 Amphibien, 26 Reptilien und 91 Pflanzen. Bei der Benennung der neuen Tiere und Pflanzen waren die Wissenschaftler wie schon in der Vergangenheit humorvoll und trendbewusst: Sie ließen sich von „Star Wars“, „Herr der Ringe“ und einer Boygroup inspirieren.

Wie lange man diese neuen fantastischen Arten wird studieren können, steht allerdings in den Sternen, denn der gesamte Naturraum am Mekong ist bedroht: Riesige Wasserkraftanlagen, Brandrodung uralter Nebelwälder und Wilderei reduzieren die Artenvielfalt. BR24 zeigt eine Auswahl der Entdeckungen – von Skywalker Hoolock Gibbon bis Lance Bass-Fledermaus.

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Reports / Meinungen / Interviews

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14.Dez 2018

Ab­schieds­tour, Teil I

Abschiedstour, Teil I // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal schaut sie ohne Zorn zurück. 

COP24
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11.Dez 2018

Kein Kli­ma­vor­rei­ter in Sicht

Kein Klimavorreiter in Sicht

Die erste Woche der Klimakonferenz verlief schleppend, vor allem der einstige Vorreiter Deutschland enttäuschte die Staatengemeinschaft. Jetzt läuft in Katowice die entscheidende Phase. Und ausgerechnet zwei deutsche Wissenschaftler rechnen vor, wie die Klimaziele ökonomisch verträglich zu erreichen wären.

Klimawandel
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13.Dez 2018

Neun Milliarden Dollar Wald­brand­schä­den – und die USA mauern beim Kli­ma­schutz

Neun Milliarden Dollar Waldbrandschäden – und die USA mauern beim Klimaschutz

2018 war das Jahr der extremen Waldbrände. Erst Griechenland, kurz darauf Schweden und zuletzt Kalifornien – dort haben die tödlichen Feuer mindestens neun Milliarden Dollar Schäden verursacht, melden US-Versicherer. Müssen wir mit immer mehr Waldbränden solcher Ausmaße rechnen?

Bundeswehr-Werbung
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04.Dez 2018

„Krieg ist kein Spiel!“

„Krieg ist kein Spiel!“

Werbung auf Youtube, Instagram und Snapchat, Auftritte auf Spielemessen und in Schulen – die Bundeswehr versucht, ihr Image bei Schülern und Jugendlichen zu pimpen und wirbt immer mehr Minderjährige als Nachwuchs an. „Mach, dass du wegkommst!“, warnt deshalb das Greenpeace Magazin in seiner Werbesatire „Keine Anzeige“ in Anlehnung an den markigen Originalslogan.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Ver­ant­wor­tung

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Scha­fe­ka­len­der 2019

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