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Mo, 2016-05-30 13:36
Gmünd (dpa)

Polizei bestätigt: Zwei Männer nach Unwetter tot aus Kanal geborgen

Schwäbisch Gmünd (dpa) - Die beiden nach dem verheerenden Unwetter in Schwäbisch Gmünd vermissten Männer sind tot geborgen worden. Ihre Leichen wurden am Mittag aus einem Kanalschacht geborgen, wie die Polizei mitteilte. Ein 21-Jähriger aus Schwäbisch Gmünd sei am Sonntagabend in einer Bahnunterführung von Wassermassen umgeworfen und in den Schacht gesogen worden. Beim Versuch, dem Verunglückten zu helfen und ihn aus dem Schacht zu befreien, sei ein 38 Jahre alter Feuerwehrmann ebenfalls hineingesogen worden.

Am Vormittag hatte das Lagezentrum des Innenministeriums erklärt, man warte mit der Bergung der Opfer aus dem mit Schlamm bedeckten Schacht, um nicht noch weitere Menschen in Gefahr zu bringen. «Nach menschlichem Ermessen sind beide tot.» Schließlich wurden die Leichen gegen 12.20 Uhr in dem Kanal entdeckt.

Mo, 2016-05-30 13:37
Essen/Münster (dpa)

Münsteraner nach Sprengstoffanschlag auf Essener Sikh-Tempel in Haft

Essen/Münster (dpa) - Nach dem Sprengstoffanschlag auf einen Sikh-Tempel im April in Essen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Islamisten aus Münster. Der 20-Jährige stehe im Verdacht, an der Vorbereitung beteiligt gewesen zu sein, teilte die Staatsanwaltschaft Münster am Montag mit. Wegen der Tat sitzen bereits zwei 16-Jährige und ein 17-Jähriger in Untersuchungshaft.

Festgenommen wurde der nunmehr vierte Inhaftierte aber bereits am 27. März - also noch vor dem Anschlag. Seine Mutter hatte die Polizei eingeschaltet, weil sie befürchtete, dass ihr Sohn nach Syrien ausreisen würde, um sich der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen. Deshalb hatte ein Richter einen Haftbefehl erlassen.

Den anschließenden Ermittlungen zufolge soll der Mann Anfang des Jahres bei Probe-Explosionen auf einem verlassenen Zechengelände bei Gelsenkirchen dabei gewesen sein. Der Münsteraner streitet die Vorwürfe ab. Trotzdem sei der Haftbefehl inzwischen um den Vorwurf der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erweitert worden, hieß es.

Bei dem Anschlag waren drei Menschen verletzt worden.

Mo, 2016-05-30 13:16
Gelsenkirchen (dpa)

Flusspferdbaby in Gelsenkirchen geboren

Gelsenkirchen (dpa) - Tapsig ist der Nachwuchs noch, ein wenig glitschig auch: Zum ersten Mal ist ein Flusspferdbaby in der Gelsenkirchener Zoom-Erlebniswelt Afrika zur Welt gekommen. «Einen Namen gibt es noch nicht, weil wir das Geschlecht noch nicht kennen», sagte eine Sprecherin am Montag. Das Baby sei am Sonntag geboren worden. Kurz zuvor hatten Tierpfleger die werdende Mutter Asita ins Wasser eines abgetrennten Beckens gelassen. «Eine Wassergeburt ist für Flusspferde immer am besten.» Während es für Asita der erste Nachwuchs ist, hat Vater Ernie bereits mehrere Jungtiere gezeugt.

Ein Flusspferdbaby wird sechs bis acht Monate von seiner Mutter gesäugt. Es kann kurz nach der Geburt laufen, seiner Mutter ins Wasser folgen und sogar unter Wasser Milch trinken.

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Mo, 2016-05-30 13:05
Bagdad (dpa)

Mindestens 14 Tote bei Bombenanschlägen auf Schiitenviertel in Bagdad

Bagdad (dpa) - Bei zwei Bombenanschlägen in Schiitenvierteln der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Zudem habe es wenigstens 37 Verletzte gegeben, berichteten Augenzeugen und medizinisches Personal. Alleine bei der Explosion einer Autobombe in Al-Schaab im Norden Bagdads wurden demnach elf Menschen getötet. Ein Selbstmordattentäter im Stadtteil Sadr City habe zwei Menschen mit in den Tod gerissen. In den vergangenen Wochen hatten mehrere schwere Anschläge, zu denen sich die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte, das Land erschüttert. Die Dschihadisten sehen Schiiten als Abtrünnige vom rechten Glauben.

Mo, 2016-05-30 13:34
Bagdad (dpa)

Irakische Armee meldet Vorrücken in Richtung Zentrum Falludschas

In seiner Hochburg Falludscha im Irak gerät die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unter Druck. Sie schlägt an anderer Stelle zu.

Bagdad (dpa) - Die irakische Armee rückt nach eigenen Angaben in Richtung des Stadtzentrums der IS-Hochburg Falludscha vor. Vier wichtige Gebiete rund um die Stadt seien bereits von der Herrschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreit worden, sagte ein Sprecher. Zudem seien am Montag einige Dörfer rund um die Stadt von den Spezialeinheiten eingenommen worden. Die Truppen kämpften sich offiziellen Angaben zufolge in Richtung des Zentrums vor.

Falludscha wird seit Januar 2014 vom IS beherrscht und ist nach Mossul die wichtigste Bastion der sunnitischen Dschihadisten im Irak. In den vergangenen Tagen hatten regierungstreue Einheiten die Stadt westlich von Bagdad zunehmend eingekreist. In den vergangenen Monaten verlor der IS eine Reihe wichtiger Städte in der Region im Westirak, darunter die Provinzhauptstadt Ramadi.

Die Militäroffensive auf Falludscha ist aber umstritten, weil an der Offensive auch starke schiitische Milizverbände beteiligt sind. In Falludscha und der dazugehörigen Provinz Al-Anbar leben jedoch vor allem Sunniten. Die Spannungen zwischen den beiden großen muslimischen Konfessionen sind im Irak seit langem groß, weil sich die sunnitische Minderheit von der schiitischen Bevölkerungsmehrheit diskriminiert fühlt. Davon profitiert die sunnitische IS-Terrormiliz, die sich den Unmut zunutze macht.

Schiitenviertel waren auch Ziel von zwei tödlichen Bombenattentaten am Montag in Bagdad. Mindestens 14 Menschen starben, wenigstens 37 wurden verletzt, wie Augenzeugen und medizinisches Personal berichteten. Alleine bei der Explosion einer Autobombe in Al-Schaab im Norden Bagdads wurden demnach elf Menschen getötet. Im Stadtteil Sadr City habe ein Selbstmordattentäter zwei Menschen mit in den Tod gerissen. In den vergangenen Wochen hatten einige schwere Anschläge, zu denen sich die Terrormiliz IS bekannte, das Land erschüttert.

Mo, 2016-05-30 13:08
Berlin (dpa)

Linksautonome bekennen sich zu Verwüstungen in Berlin-Mitte

Berlin (dpa) - Linksautonome haben sich zu Verwüstungen in einer Straße in Berlin-Mitte bekannt. Die «Aktion» habe auf einen Luxusneubau mit Eigentumswohnungen, ein Immobilienbüro, ein Umspannwerk eines Energiekonzerns, teure Autos, ein Hotel und einen Supermarkt gezielt, heißt es in einem Bekennerschreiben auf einer linksradikalen Internetseite. Die schwarz gekleideten Autonomen waren in der Nacht zum Sonntag durch eine Straße nahe der Bezirksgrenze zu Kreuzberg gezogen, hatten angezündet und Brandsätze geworfen.

Als die Polizei eintraf, waren die Täter entkommen. Die Feuerwehr löschte die Brände. Der Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs. Zu Begründung schrieben die Autonomen: «Während die einen auf die Wertsteigerung anstoßen, müssen sich andere vor Zwangsräumungen fürchten.» Gleichzeitig drohten sie mit weiteren Sachbeschädigungen.

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Mo, 2016-05-30 13:22
Berlin (dpa)

Linksautonome bekennen sich zu Verwüstungen in Berlin-Mitte

Berlin (dpa) - Linksautonome haben sich zu Verwüstungen in einer Straße in Berlin-Mitte bekannt. Die «Aktion» habe auf einen Luxusneubau mit Eigentumswohnungen, ein Immobilienbüro, ein Umspannwerk eines Energiekonzerns, teure Autos, ein Hotel und einen Supermarkt gezielt, heißt es in einem Bekennerschreiben auf einer linksradikalen Internetseite. Die schwarz gekleideten Autonomen waren in der Nacht zum Sonntag durch eine Straße nahe der Bezirksgrenze zu Kreuzberg gezogen, hatten Autos angezündet und Brandsätze geworfen.

Als die Polizei eintraf, waren die Täter entkommen. Die Feuerwehr löschte die Brände. Der Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs. Zu Begründung schrieben die Autonomen: «Während die einen auf die Wertsteigerung anstoßen, müssen sich andere vor Zwangsräumungen fürchten.» Gleichzeitig drohten sie mit weiteren Sachbeschädigungen.

Mo, 2016-05-30 12:24
Gmünd (dpa)

Tote und Verletzte bei «katastrophalem Hochwasser» im Süden

Es sind Bilder wie nach einem Krieg: Zerstörte Straßen, Häuser, Autos und überall Schlamm und Schutt. Für manche Orte in Baden-Württemberg und Bayern war das Unwetter eine Heimsuchung.

Schwäbisch Gmünd (dpa) - Bei schweren Unwettern und verheerenden Überschwemmungen sind in Süddeutschland höchstwahrscheinlich vier Menschen ums Leben gekommen. Am schlimmsten traf es den Nordosten Baden-Württemberg. Auch in Bayern - vor allem in Mittelfranken - richteten Unwetter massive Schäden an. Die Zahl der Verletzten war zunächst unklar. Die Gewittergefahr schwächte sich am Montag ein wenig ab - in Nordrhein-Westfalen wurden aber noch kräftige Gewitter mit Hagel und Starkregen erwartet.

In Baden-Württemberg gehen die Behörden davon aus, dass ein Feuerwehrmann in Schwäbisch Gmünd bei einem Bergungsversuch ums Leben kam. Auch die Person, die er aus einem Kanalschacht habe retten wollen, sei wohl gestorben. «Nach menschlichem Ermessen sind beide tot», sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart. Allerdings seien beide noch nicht geborgen.

In Weißbach im Hohenlohekreis kam ein 60 Jahre alter Mann in einer überschwemmten Tiefgarage ums Leben. Ein 13-jähriges Mädchen wollte unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wurde dort von einem Zug erfasst und getötet.

Allein in Baden-Württemberg wurden von Sonntagnachmittag bis Montagmorgen rund 7000 Helfer zu mehr als 2200 Einsätzen gerufen. Die Mitarbeiter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz, Lebensrettungs-Gesellschaft und Polizei seien im Dauereinsatz, hieß es aus dem Lagezentrum in Stuttgart. Die Zahl der Verletzten liege nach bisherigen Erkenntnissen im einstelligen Bereich.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach den Angehörigen der Hochwasseropfer sein Mitgefühl aus: «Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Toten. Ich spreche ihnen meine aufrichtige Anteilnahme aus.»

Wohl mit am schwersten wurde der kleine Ort Braunsbach im Norden Baden-Württembergs getroffen. Zwei Bäche verwandelten sich in einen reißenden Strom und rissen alles mit. Baumstämme wurden durch die Straßen gespült. Autos werden an Hauswände gedrückt oder von Schlamm und Geröll verschüttet.

Bei dem Unglück in Schwäbisch Gmünd wurde am Sonntagabend ein Mann in einer Bahnunterführung von Wassermassen in einen Kanalschacht gesogen. Beim Versuch, ihm zu helfen und ihn aus dem Schacht zu befreien, geriet auch ein Feuerwehrmann in den Sog. Die Identität der Opfer war zunächst unklar.

Der erste Landesbeamte des Landkreises Schwäbisch Hall, Michael Knaus, sagte am frühen Morgen, in den vergangenen Stunden sei so viel Regen pro Quadratmeter gefallen wie sonst in mehreren Monaten. Die heftigen Regenfälle verursachten an einigen Stellen das schlimmste Hochwasser seit rund zwei Jahrzehnten.

Das langsame Weiterziehen der Gewitter war laut Experten hauptverantwortlich für die extremen Überschwemmungen am Sonntagabend in Süddeutschland. Von extremen Wetterlagen sprach Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD): «Das Ungewöhnliche gestern war, dass wir in einer relativ druckschwachen Situation waren.» Die Gewitter seien deshalb nur sehr langsam weitergezogen. «Dementsprechend lagen die intensiven Niederschläge relativ lange über den gleichen Gebieten.» In einigen Gebieten habe es bis zum Morgen mehr als 100 Liter pro Quadratmeter geregnet.

Die Hochwasserzentrale in Karlsruhe warnte vor bedrohlichen Wasserständen an den östlichen Zuflüssen zu Neckar und Donau sowie im Rhein und an der Tauber. An der Messstation Kirchberg an der Jagst fielen im Laufe der Nacht innerhalb von sechs Stunden 87 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde wegen des Hochwassers in den Nebenflüssen am Montag eingestellt. Die drei größten Zuflüsse Kocher, Enz und Jagst führten teilweise die drei- bis sechsfache Wassermenge, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts in Stuttgart. Es herrschen hoher Wellengang und stellenweise gefährliche Strömungen an den Zuläufen, somit könnten auf dem Neckar wohl bis Mittwoch keine Schiffe durchfahren.

In Bayern waren die Schäden besonders groß in den Orten Flachslanden und Obernzenn bei Ansbach. Dort verwandelten sich in der Nacht zum Montag binnen kurzer Zeit schmale Bäche in reißende Flüsse und überfluteten viele Straßen und Keller, wie der Einsatzleiter Thomas Müller berichtete. Erdrutsche blockierten Straßen. Verletzte habe es zum Glück nicht gegeben, sagte der Bürgermeister von Flachslanden, Hans Henninger.

Die größten Schäden registrierte die Feuerwehr im Flachslander Ortsteil Sondernohe. «Das ist ein Ort der Verwüstung», berichtete ein Feuerwehrmann. Das von den Hängen herabschießende Wasser sei als breiter Strom durch den Ort gerauscht. Die Wassermassen hätten Autos mitgerissen, Verkehrsschilder seien wie Streichhölzer umgeknickt. «In dem Ort hat das Wasser in der Nacht zum Teil bis zu einem Meter hoch gestanden», sagte der Feuerwehrmann. Im benachbarten Obernzenn, wo die Regenmassen die Zenn über die Ufer treten ließen, wurde neben vielen Häusern auch eine Turnhalle überschwemmt.

In Baden-Württemberg verzeichneten die Behörden Hunderte Notrufe. Allein das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Ulm meldete, dass es zwischen 16.15 Uhr und 21.00 Uhr 490 Notrufe gegeben habe. Die Bahn sperrte mehrere überschwemmte Strecken.

Mo, 2016-05-30 12:30
Gmünd (dpa)

Tote und Verletzte bei «katastrophalem Hochwasser» im Süden

Es sind Bilder wie nach einem Krieg: Zerstörte Straßen, Häuser, Autos und überall Schlamm und Schutt. Für manche Orte in Baden-Württemberg und Bayern war das Unwetter eine Heimsuchung.

Schwäbisch Gmünd (dpa) - Bei schweren Unwettern und verheerenden Überschwemmungen sind in Süddeutschland höchstwahrscheinlich vier Menschen ums Leben gekommen. Am schlimmsten traf es den Nordosten Baden-Württembergs. Auch in Bayern - vor allem in Mittelfranken - richteten Unwetter massive Schäden an. Die Zahl der Verletzten war zunächst unklar. Die Gewittergefahr schwächte sich am Montag ein wenig ab - in Nordrhein-Westfalen wurden aber noch kräftige Gewitter mit Hagel und Starkregen erwartet.

In Baden-Württemberg gehen die Behörden davon aus, dass ein Feuerwehrmann in Schwäbisch Gmünd bei einem Bergungsversuch ums Leben kam. Auch die Person, die er aus einem Kanalschacht habe retten wollen, sei wohl gestorben. «Nach menschlichem Ermessen sind beide tot», sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart. Allerdings seien beide noch nicht geborgen.

In Weißbach im Hohenlohekreis kam ein 60 Jahre alter Mann in einer überschwemmten Tiefgarage ums Leben. Ein 13-jähriges Mädchen wollte unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wurde dort von einem Zug erfasst und getötet.

Allein in Baden-Württemberg wurden von Sonntagnachmittag bis Montagmorgen rund 7000 Helfer zu mehr als 2200 Einsätzen gerufen. Die Mitarbeiter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz, Lebensrettungs-Gesellschaft und Polizei seien im Dauereinsatz, hieß es aus dem Lagezentrum in Stuttgart. Die Zahl der Verletzten liege nach bisherigen Erkenntnissen im einstelligen Bereich.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach den Angehörigen der Hochwasseropfer sein Mitgefühl aus: «Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Toten. Ich spreche ihnen meine aufrichtige Anteilnahme aus.»

Wohl mit am schwersten wurde der kleine Ort Braunsbach im Norden Baden-Württembergs getroffen. Zwei Bäche verwandelten sich in einen reißenden Strom und rissen alles mit. Baumstämme wurden durch die Straßen gespült. Autos werden an Hauswände gedrückt oder von Schlamm und Geröll verschüttet.

Bei dem Unglück in Schwäbisch Gmünd wurde am Sonntagabend ein Mann in einer Bahnunterführung von Wassermassen in einen Kanalschacht gesogen. Beim Versuch, ihm zu helfen und ihn aus dem Schacht zu befreien, geriet auch ein Feuerwehrmann in den Sog. Die Identität der Opfer war zunächst unklar.

Der erste Landesbeamte des Landkreises Schwäbisch Hall, Michael Knaus, sagte am frühen Morgen, in den vergangenen Stunden sei so viel Regen pro Quadratmeter gefallen wie sonst in mehreren Monaten. Die heftigen Regenfälle verursachten an einigen Stellen das schlimmste Hochwasser seit rund zwei Jahrzehnten.

Das langsame Weiterziehen der Gewitter war laut Experten hauptverantwortlich für die extremen Überschwemmungen am Sonntagabend in Süddeutschland. Von extremen Wetterlagen sprach Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD): «Das Ungewöhnliche gestern war, dass wir in einer relativ druckschwachen Situation waren.» Die Gewitter seien deshalb nur sehr langsam weitergezogen. «Dementsprechend lagen die intensiven Niederschläge relativ lange über den gleichen Gebieten.» In einigen Gebieten habe es bis zum Morgen mehr als 100 Liter pro Quadratmeter geregnet.

Die Hochwasserzentrale in Karlsruhe warnte vor bedrohlichen Wasserständen an den östlichen Zuflüssen zu Neckar und Donau sowie im Rhein und an der Tauber. An der Messstation Kirchberg an der Jagst fielen im Laufe der Nacht innerhalb von sechs Stunden 87 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

Die Schifffahrt auf dem Neckar wurde wegen des Hochwassers in den Nebenflüssen am Montag eingestellt. Die drei größten Zuflüsse Kocher, Enz und Jagst führten teilweise die drei- bis sechsfache Wassermenge, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts in Stuttgart. Es herrschen hoher Wellengang und stellenweise gefährliche Strömungen an den Zuläufen, somit könnten auf dem Neckar wohl bis Mittwoch keine Schiffe durchfahren.

In Bayern waren die Schäden besonders groß in den Orten Flachslanden und Obernzenn bei Ansbach. Dort verwandelten sich in der Nacht zum Montag binnen kurzer Zeit schmale Bäche in reißende Flüsse und überfluteten viele Straßen und Keller, wie der Einsatzleiter Thomas Müller berichtete. Erdrutsche blockierten Straßen. Verletzte habe es zum Glück nicht gegeben, sagte der Bürgermeister von Flachslanden, Hans Henninger.

Die größten Schäden registrierte die Feuerwehr im Flachslander Ortsteil Sondernohe. «Das ist ein Ort der Verwüstung», berichtete ein Feuerwehrmann. Das von den Hängen herabschießende Wasser sei als breiter Strom durch den Ort gerauscht. Die Wassermassen hätten Autos mitgerissen, Verkehrsschilder seien wie Streichhölzer umgeknickt. «In dem Ort hat das Wasser in der Nacht zum Teil bis zu einem Meter hoch gestanden», sagte der Feuerwehrmann. Im benachbarten Obernzenn, wo die Regenmassen die Zenn über die Ufer treten ließen, wurde neben vielen Häusern auch eine Turnhalle überschwemmt.

In Baden-Württemberg verzeichneten die Behörden Hunderte Notrufe. Allein das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Ulm meldete, dass es zwischen 16.15 Uhr und 21.00 Uhr 490 Notrufe gegeben habe. Die Bahn sperrte mehrere überschwemmte Strecken.

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

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Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Mo, 2016-05-30 12:21
Bamako (dpa)

UN verurteilen tödlichen Angriff auf Blauhelmsoldaten in Mali

Bamako (dpa) - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einen Terroranschlag auf Blauhelmsoldaten in Mali scharf verurteilt. Unbekannte hatten am Sonntag einen UN-Konvoi angegriffen und dabei fünf Soldaten getötet; ein weiterer wurde schwer verletzt. Die Opfer sollen aus Togo stammen. Die Europäische Union forderte am Montag, die Täter müssten rasch gefasst und vor Gericht gestellt werden. 

Der Angriff ereignete sich in einem für gewöhnlich als relativ sicher geltenden Gebiet in Sévaré im Zentrum des westafrikanischen Landes nahe der Stadt Mopti. Verschiedene islamistische Terrorgruppen sind vor allem im Norden des Sahara- und Sahel-Staates aktiv.

Auch die Bundeswehr beteiligt sich an dem Blauhelmeinsatz zur Befriedung und Stabilisierung Malis. Neben Ausbildern im Süden des Landes sind seit einigen Wochen auch rund 300 Soldaten der Bundeswehr im nordmalischen Gao stationiert. 

Der UN-Friedenstruppe Minusma in Mali gehören knapp 11 800 Soldaten und Polizisten an. Erst vor knapp zwei Wochen waren fünf Blauhelmsoldaten aus dem Tschad im Norden des Landes getötet worden. In der Region Menaka hatten Angreifer kürzlich auch fünf malische Soldaten getötet. 

Mo, 2016-05-30 12:50
Geretsried (dpa)

Gefährliche Bakterien in der Wurst - Firma ruft gesamte Ware zurück

Geretsried (dpa) - Nach dem Fund von gesundheitsgefährdenden Bakterien hat die bayerische Fleischwarenfirma Sieber eine Rückrufaktion für ihre gesamte Ware gestartet. «In einigen Einzelfällen wurden in Schinken- und Wurstprodukten unseres Unternehmens Listerien gefunden», teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Produkte seien aus dem Handel genommen worden. «Wir bitten die Verbraucher, die Produkte zu vernichten», hieß es auf der Sieber-Internetseite. Von der Rückrufaktion sind mehr als 200 Produkte wie Aufschnitt, Leberkäse und Schinken sowie vegetarische Erzeugnisse betroffen.

Eine Ansteckung mit Listerien kann bei Kleinkindern und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zu Durchfall und Fieber führen. Bei Gesunden verläuft die Listeriose genannte Krankheit hingegen meist harmlos. Das bayerische Verbraucherschutzministerium hatte bereits am Freitag vor dem Verzehr von Fleischwaren der Firma gewarnt und den Rückruf der Ware angeordnet.

Mo, 2016-05-30 12:38
Genf (dpa)

WHO: Zu wenig Geld für effektive Zika-Bekämpfung 

Genf (dpa) - Die Weltgesundheitsorganisation WHO klagt über zu wenig Geld für die effektive Bekämpfung der Zika-Epidemie. Um den internationalen Aktionsplan zum Stopp der rasanten Ausbreitung des Virus umzusetzen, werden für die allernötigsten Maßnahmen zumindest 15,9 Millionen Euro benötigt, teilte die WHO am Montag in Genf mit. Bislang erhielt die WHO allerdings nur rund 2,1 Millionen Euro.

Ursprünglich hatten verschiedene UN-Behörden - wie die WHO - um 50 Millionen Euro gebeten. Angesichts der schleppenden Zahlungen von Mitgliedsländern und wohltätigen Organisationen wurde die Summe aber nun nach unten gesetzt.

Erkrankte sollen mit den Mitteln verbesserte medizinische Betreuung erhalten und die Entwicklung eines Impfstoffes soll schneller vorangebracht werden. Die Strategie umfasst auch Hilfe im Kampf gegen die Überträger-Mücken sowie eine bessere Aufklärung über Risiken einer Infektion.

Zika ist bisher in etwa 60 Ländern nachgewiesen worden. Besonders betroffen sind Länder in Mittel- und Südamerika. Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass Zika Fehlbildungen bei Ungeborenen auslösen kann.

Zuletzt hatten mehr als 150 Gesundheitsexperten in einem offenen Brief die Verschiebung der Olympischen Spiele in Rio, einen anderen Austragungsort oder die Absage gefordert. Laut WHO bestehe aber keine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit, obwohl die Behörde im Februar einen globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hatte.

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Mo, 2016-05-30 12:09
Istanbul (dpa)

Türkei kritisiert geplante Bundestagsresolution zu Armeniern

Istanbul (dpa) - Die türkische Regierung hat die geplante Bundestagsresolution zu den osmanischen Armenier-Massakern von 1915 kritisiert. Es sei nicht Aufgabe von Parlamenten, sondern von unabhängigen Historikern, die Vorgänge von damals aufzuklären, sagte der Vize-Ministerpräsident und Regierungssprecher Numan Kurtulmus am Montag nach einer Kabinettssitzung in Ankara. «Niemand wird dem Wort auch nur irgendeines Parlaments in dieser Sache Beachtung schenken.»

Der Bundestag will am kommenden Donnerstag eine gemeinsame Resolution von Union, SPD und Grünen beschließen, in der die Massentötung und Deportationen von Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord eingestuft werden. Nach Schätzungen kamen dabei vor rund 100 Jahren zwischen 800 000 und 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit ums Leben. Die Türkei bedauert das, lehnt die Einstufung als Völkermord aber strikt ab.

Mo, 2016-05-30 12:35
Offenbach (dpa)

Regenmassen im Südwesten - fast 100 Liter in zwölf Stunden

Offenbach (dpa) - Die Unwetter haben dem Südwesten und Süden in der Nacht zum Montag wahre Regenmassen gebracht. Innerhalb von zwölf Stunden - von Sonntagabend 18.00 Uhr bis Montagfrüh 06.00 Uhr - seien in Kirchberg-Herboldshausen an der Jagst östlich von Heilbronn 93 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen worden, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Örtlich dürften die Mengen noch höher gewesen sein.

Die größte in einer Stunde gemessene Niederschlagssumme im DWD-Messnetz fiel in Hohenthann etwa 70 Kilometer nordöstlich von München. Von 20.00 bis 21.00 Uhr prasselten dort 65 Liter auf den Quadratmeter herunter. Zum Vergleich: Der Monats-Durchschnitt für Mai beträgt für Bayern 90 Liter pro Quadratmeter, für Baden-Württemberg 96 Liter pro Quadratmeter.

Mo, 2016-05-30 12:07
Kabul (dpa)

Kämpfe in Afghanistans Südprovinz Helmand weiten sich aus

Kabul (dpa) - In der bitter umkämpften afghanischen Provinz Helmand weiten sich nach dem Ende der Opiumernte die Gefechte weiter aus. 40 bis 50 Soldaten und Polizisten seien in den vergangenen 48 Stunden getötet worden, meldeten Bürgerrechtler und Provinzratsmitglieder am Montag.

Die Taliban kontrollieren weite Teile der Gebiete im Süden des Landes, in denen Opium angebaut wird. Sie profitieren von einer guten Ernte; viele ihrer Kämpfer sind im zivilen Leben Bauern. Die Taliban kontrollieren mindestens fünf der 14 Bezirke der Provinz Helmand vollständig, mindestens sechs weitere sind umkämpft.

Neun Sicherheitsposten seien im Bezirk Gereschk von Taliban überrannt worden, acht weitere im Bezirk Laschkargar vor den Toren der gleichnamigen Provinzhauptstadt und zwei im Bezirk Mardscha, berichteten örtliche Politiker. Der Leiter der Gesundheitsbehörde von Helmand, Enaiatullah Ghaffari, sagte, es seien in den vergangenen zwei Tagen mehr als 50 Verwundete in den Krankenhäusern der Provinz eingeliefert worden.

Der TV-Sender Tolo meldete elf tote Polizisten nach einem Talibanangriff auf einen Posten in Gereschk in der Nacht auf Montag.

Der Sprecher des Gouverneurspalastes, Amar Swak, bestätigte einige der Vorfälle, nannte aber sehr viel niedrigere Opferzahlen. Nur vier Polizisten seien seit Samstag getötet worden. Lokale Behörden sind schon vor Monaten vom Nationalen Sicherheitsrat aufgefordert worden, nicht im Detail oder schlecht von der Sicherheitslage zu sprechen.

Mo, 2016-05-30 12:05
Berlin (dpa)

Das globale NOx-Problem - Skandal-Gas beschäftigt viele Branchen Von Jan-Henrik Petermann, dpa

Gesundheitsschädliche Stickoxide in die Luft zu blasen - das klingt noch immer vor allem nach Diesel-Affäre. Doch der hohe Ausstoß der Gase treibt beileibe nicht nur die Autobauer um. Das Reizthema NOx macht einer ganzen Reihe von Wirtschaftszweigen zu schaffen.

Berlin (dpa) - In großen Mengen wirken sie als Atemgifte, in großen Industrien kommt man um ihre Entstehung aber nicht herum: Stickoxide sind der zentrale Konfliktstoff im Abgas-Skandal, der bei VW seinen Anfang nahm. Weit gefehlt allerdings, wer glaubt, das sei nur ein Problem der Autohersteller. Die mit der Sammelformel NOx bezeichneten Gase fallen in Haushalten, jedoch auch in vielen Wirtschaftsbranchen an. Was tun etwa Energieerzeuger, Luft- und Schiffsverkehr, Chemie und Landwirtschaft im Kampf gegen die gefährlichen Substanzen?

- «Die Stickoxid-Emissionen aus Kraftwerken gehen zurück», heißt es beim Bundesverband der ENERGIE- UND WASSERWIRTSCHAFT (BDEW). Weil die gesetzlichen Bestimmungen in den nächsten Jahren strikter würden, halte der Trend an. Der NOx-Gesamtausstoß Deutschlands sank zwischen 1990 und 2013 laut Umweltbundesamt (UBA) um 56,1 Prozent, die Behörde nennt auch den Einsatz emissionsärmerer Brennstoffe und eine bessere Energieeffizienz als Gründe dafür. Die im Rahmen der Energiewende abnehmende Stromproduktion konventioneller Kohle- und Gaskraftwerke spiele ebenso eine Rolle, ergänzt der BDEW. Auch viele ältere Meiler nutzten Filtertechnik oder «Entstickungsanlagen» für Rauchgase. Regelmäßige Kontrollen sollen die Einhaltung von Standards absichern. «Durch neue EU-Vorschriften, die im nächsten Jahr verabschiedet werden sollen, werden die Anforderungen an die Stickoxid-Emissionen der Kraftwerke zudem absehbar weiter verschärft werden.»

- Neben Auto- und Energiekonzernen steht der FLUGVERKEHR oft im Fokus der Abgas-Debatte. Der Branchenverband BDL erklärt: «Den größten Teil der Verbesserungen bei NOx-Emissionen muss und kann das Triebwerk liefern.» Pro Passagier und 100 Kilometer hätten deutsche Airlines den Verbrauch seit 1990 um 42 Prozent gesenkt. Damit der NOx-Ausstoß weiter verringert werden könne, müssten die Unternehmen aber genügend Spielraum für Investitionen in die nötige Technik behalten. Der verkehrspolitische Rahmen sei da: Auf den mit der EU-Kommission 2001 verabredeten Reduktionsplan «Vision 2020» - er schreibt um 80 Prozent gesenkte NOx-Emissionen bei Neuflugzeugen verglichen mit dem Jahr 2000 vor - sei 2011 der «Flightpath 2050» gefolgt. Dieser habe das Ziel auf minus 90 Prozent ausgeweitet. «Der Luftverkehrssektor arbeitet schon seit einigen Jahren intensiv an der Reduktion der NOx-Emissionen», so der BDL - «unabhängig von der Automobilbranche.»

- SCHIFFE können große Mengen Stickoxide und Ruß in die Atmosphäre schleudern - jedenfalls, wenn sie alte Technik an Bord haben. «Alle Schiffe ab dem Baujahr 2011 dürfen nicht mehr als 14 Gramm pro Kilowattstunde Stickoxide ausstoßen - allein dieser Schritt sorgte bereits für einen Rückgang der NOx-Emissionen um 20 Prozent», sagt Ralf Nagel aus dem Präsidium des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Antriebe mit verflüssigtem Erdgas machten sogar ein NOx-Minus von 80 Prozent realistisch. Immer wieder lenken aber auch Umweltschützer den Blick auf das Thema Abgase, zuletzt Anfang Mai beim Kreuzfahrt-Riesen «AIDAprima». «In Wahrheit müssen Passagiere und Hafenanwohner weiter giftige Rußpartikel einatmen», kritisierte Nabu-Experte Dietmar Oeliger nach eigenen Messungen. Das Unternehmen verteidigte sich: ««AIDAprima» verfügt über die modernste Umwelttechnologie weltweit, die derzeit technisch auf einem Passagierschiff machbar ist.» Das Abgassystem werde erst erprobt, die Zulassung stehe noch aus.

- Eine wichtige Industrie, in der NOx bei verschiedenen Reaktionen anfällt, ist außerdem die CHEMIE. «Die Firmen unternehmen vielfältige Anstrengungen, ihre Emissionen in Luft, Wasser und Boden stetig zu verringern», sagt Gerd Romanowski vom Branchenverband VCI. Dies geschieht etwa mit Techniken, die auch in Autokatalysatoren genutzt werden: Ammoniak oder Harnstoff «reduzieren» Stickoxide zu reinem Stickstoff und Wasser. Auch besondere Brenner können den NOx-Ausstoß drücken. «Mit diesen Verfahren erreichen die Unternehmen bereits sehr gute Ergebnisse.» Der Chemie-Anteil am deutschen Gesamtausstoß betrage 2,2 Prozent. «Nichtsdestotrotz nimmt die Branche die Verringerung ihrer NOx-Emissionen sehr ernst», betont Romanowski - etwa durch Nachrüstungen und moderne Verbrennungstechnik. Mit der erhöhten Aufmerksamkeit wegen der VW-Affäre habe das nichts zu tun.

- In der LANDWIRTSCHAFT entstehen Stickoxide vor allem durch Düngeprozesse in Ackerböden. Von 1990 bis 2014 weisen UBA-Daten für die Agrarbranche einen von 5 auf 10 Prozent erhöhten Emissionsanteil auf. Dies liege jedoch daran, dass der absolut gesunkene Ausstoß (minus 12 Prozent) hier hinter das verringerte NOx-Gesamtvolumen der Bundesrepublik zurückfiel, betont der Bauernverband - und verweist auf die «rund viermal so hohen» Emissionen des Verkehrssektors. Die NOx-Konzentration sei in Städten und Ballungsräumen höher als auf dem Land. Die Deutsche Umwelthilfe moniert, dass neben NOx aber auch viel schädliches Ammoniak aus den Böden entweiche: «Mit einem Anteil von etwa 95 Prozent Ammoniak-Emissionen trägt die Landwirtschaft maßgeblich zur Feinstaub-Belastung in Städten bei.»

Mo, 2016-05-30 12:27
Berlin (dpa)

Zitate zu den schweren Unwettern in Deutschland

Berlin (dpa) -

«Das ist ein Ort der Verwüstung.»

(Ein Feuerwehrmann aus dem fränkischen Sondernohe)

«Chaos, einfach Chaos»

(Eine Anwohnerin aus dem schwer betroffenen Ort Braunsbach in Baden-Württemberg)

«Schließen Sie alle Fenster und Türen. (...) Sichern Sie Gegenstände im Freien. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!»

(Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einer Unwetterwarnung für Teile Nordrhein-Westfalens)

«Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Toten. Ich spreche ihnen meine aufrichtige Anteilnahme aus.»

(Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) nach dem Unwetter im Südwesten)

«Regenchaos: DANKE allen Helferinnen + Helfern bei Feuerwehr, Polizei, THW, DRK, usw. für Euren Einsatz!»

(Bundesjustizminister Heiko Maas auf Twitter)

Mo, 2016-05-30 12:21
Offenbach (dpa)

DWD: «Intensive Niederschläge lagen lange über gleichen Gebieten»

Offenbach (dpa) - Das langsame Weiterziehen der Gewitter war laut Experten hauptverantwortlich für die extremen Überschwemmungen am Sonntagabend in Süddeutschland. Von extremen Wetterlagen sprach Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD): «Das Ungewöhnliche gestern war, dass wir in einer relativ druckschwachen Situation waren.» Die Gewitter seien deshalb nur sehr langsam weitergezogen. «Dementsprechend lagen die intensiven Niederschläge relativ lange über den gleichen Gebieten.»

In einigen Gebieten habe es bis zum Morgen mehr als 100 Liter pro Quadratmeter geregnet. «Das ist schon eine außergewöhnliche Situation.» Bei den Unwettern und Überschwemmungen starben höchstwahrscheinlich mindestens vier Menschen. Am schlimmsten getroffen wurde Baden-Württemberg.

Die Gewitter habe der Wetterdienst schon Stunden zuvor vorhergesagt: «Das ist nicht nur gestern Abend über uns reingebrochen, sondern das hat sich schon ein bisschen abgezeichnet», sagte Jonas. «Wir haben schon einige Stunden im Voraus den Schwerpunkt dieser Gewitter richtig erkannt». Wegen unterschiedlicher Signale sei es jedoch schwierig gewesen, die präzise Lage und Intensität der Niederschläge vorherzusehen.

Mo, 2016-05-30 11:04
Wiesbaden (dpa)

Tarifverdienste bleiben im ersten Quartal im Plus

Im Moment steigen die Tarifgehälter schneller als die Verbraucherpreise. Davon profitieren aber nicht alle.

Wiesbaden (dpa) - Die Tarifbeschäftigten haben auch im ersten Quartal dieses Jahres mehr Geld in der Tasche. Ihre Gehälter und tariflich vereinbarte Sonderzahlungen waren im Schnitt 2,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Im gleichen Zeitraum haben sich die Verbraucherpreise nur um 0,3 Prozent erhöht, so dass sich erneut ein deutliches Reallohnplus zeigt. Ohne die Sonderzahlungen betrug der Zuwachs in der Jahresfrist 2,3 Prozent.

In den einzelnen Wirtschaftszweigen entwickelten sich die Entgelte sehr unterschiedlich. Große Auswirkungen hatten unter anderem Tariferhöhungen für Leiharbeiter, die bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen für einen überdurchschnittlichen Wert von plus 3,4 Prozent sorgten. Die Beschäftigten der Energieversorgung erhielten hohe Einmalzahlungen und kamen so auf einen Zuwachs von 3,0 Prozent.

Unterdurchschnittliche Zuwächse machten die Beschäftigten im Gastgewerbe (+1,2 Prozent) und bei Verkehr und Lagerei (+1,0 Prozent). Ins Minus im Vergleich zum Vorjahresquartal rutschten die Tarifbeschäftigten im Bereich Bergbau, Steine und Erden, weil sie 2015 Sonderzahlungen erhalten hatten, die sich in diesem Jahr nicht wiederholten. Keine Unterschiede ergaben sich zwischen Privatwirtschaft und öffentlichen Dienstleistungen: Beide Gruppen konnten inklusive der Sonderzahlungen 2,1 Prozent höhere Gehälter einstreichen.

Mo, 2016-05-30 11:51
Berlin (dpa)

Krisen, Katastrophen, Katastrophenalarm - eine Begriffserklärung

Berlin (dpa) - Die Begriffe Krisen und Katastrophen nach verheerenden Unwettern oder anderen Notsituationen werden in der öffentlichen Wahrnehmung oft gleichgesetzt. Eine Begriffserklärung:

KRISE: Im Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe wird mit dem Begriff Krise eine Lage bezeichnet, bei der Sachschäden drohen oder bereits entstanden sind und Hilfsorganisationen wie die Feuerwehr diese Lage nicht mehr allein bewältigen können. Eine Krisenlage kann durch Naturereignisse (Stürme, Starkniederschläge, Hochwasser, Waldbrände, Epidemien) ausgelöst werden oder zivilisatorische Ursachen haben - diese reichen von technischem Versagen oder Fahrlässigkeit bei Unfällen und Havarien bis zu Terroranschlägen.

KATASTROPHE: Sind Gesundheit oder Leben vieler Menschen, deren natürliche Lebensgrundlagen und bedeutende Sachwerte in ungewöhnlichem Ausmaß bedroht, sprechen die Behörden von einer Katastrophe. Für die Bewältigung dieses «Großschadensereignisses» reichen die normalen technischen und finanziellen Mittel oder rechtlichen Befugnisse der betroffenen Gemeinden oder Kreise nicht aus. Zudem erfordert die Abwehr und Bekämpfung die einheitliche Leitung durch die zuständige (Katastrophenschutz-)Behörde.

KATASTROPHENALARM: Ein Katastrophenalarm (Katal) wird ausgelöst, wenn ein Notfall die besondere Koordination der Hilfskräfte verlangt beziehungsweise für dessen Bewältigung die technischen und finanziellen Mittel oder rechtlichen Befugnisse der normalerweise zuständigen Gemeinden nicht ausreichen. Die Bewältigung von Katastrophen und das Krisenmanagement liegen in Deutschland grundsätzlich in der Verantwortung der 16 Bundesländer. Der Katastrophenfall wird demzufolge entsprechend dem Katastrophenschutzgesetz des jeweiligen Landes festgestellt.

Mo, 2016-05-30 11:20
Jerusalem (dpa)

Israels Kabinett mit Verteidigungsminister Lieberman einverstanden

Jerusalem (dpa) - Das israelische Kabinett hat am Montag die Ernennung des Ultranationalisten Avigdor Lieberman zum Verteidigungsminister gebilligt und damit eine handfeste Koalitionskrise beigelegt. Das teilte die Regierungspressestelle mit. Als Preis für seine Zustimmung konnte der Vorsitzende der Siedlerpartei, Naftali Bennett, die Einsetzung eines Militärattachés durchsetzen, der die Minister im sogenannten Sicherheitskabinett auf dem Laufenden hält.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte Liebermans Partei Israel Beitenu vergangene Woche in die Regierung geholt, um seine hauchdünne Mehrheit im Parlament auszubauen. Damit hat Israel eine so rechte Regierung wie nie zuvor. Die Koalition verfügt mit Israel Beitenu nun über 66 statt bislang 61 der 120 Mandate im Parlament.

Aus Protest gegen den Rechtsruck war am Freitag Umweltschutzminister Avi Gabai von der Partei Kurani zurückgetreten. Zuvor hatte bereits Verteidigungsminister Mosche Jaalon sein Amt abgegeben, um der Ablösung durch Netanjahu (beide Likud) zuvorzukommen.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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