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Mi, 2016-02-10 10:05
Moskau (dpa) 

Russland erwartet von Syrien-Gesprächen positiven Effekt

Moskau (dpa) - Russland erwartet von den Syrien-Gesprächen an diesem Donnerstag in München einen positiven Effekt für den Friedensprozess. Es sei wichtig, alle zentralen Fragen durchzugehen, um der Lösung des Syrien-Konflikts neuen Schwung zu verleihen, sagte die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, am Mittwoch. Das Wichtigste sei, dass es Bewegung gebe, betonte sie.

Zu dem Treffen in München werden die Außenminister der USA und Russlands sowie zahlreicher Regionalakteure aus Nahost erwartet. Die Genfer Friedensverhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition waren vergangene Woche ausgesetzt worden.

Mi, 2016-02-10 10:46
Marjinka (dpa)

Mindestens zwei Zivilisten sterben durch Mine in der Ostukraine

Marjinka (dpa) - Im Konfliktgebiet Ostukraine sind mindestens zwei Zivilisten von einer Landmine getötet worden. Der Sprengsatz detonierte, als ein Kleintransporter mit fünf Passagieren westlich der Großstadt Donezk vor einem ukrainischen Kontrollpunkt stoppte, wie das Pressezentrum der Armee am Mittwoch mitteilte. Ein weiterer Mann wurde verletzt in ein Krankenhaus in Kurachowe gebracht.

Die prorussischen Separatisten sprachen sogar von vier Toten und einem Verletzten. Der Fahrer hatte demnach trotz Warnungen versucht, auf dem Seitenstreifen parkende Autos zu überholen. Nach einem Abflauen der blutigen Kämpfe stellen Minen zunehmend eine Gefahr dar.

An diesem Freitag jährt sich ein in der weißrussischen Hauptstadt Minsk beschlossener Friedensplan der Konfliktparteien. Die Umsetzung des Abkommens, das unter Vermittlung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zustande kam, verläuft aber schleppend.

Mi, 2016-02-10 10:46
Seoul (dpa)

Südkorea stoppt Betrieb von Industriepark in Nordkorea

Seoul (dpa) - Nach Nordkoreas jüngstem umstrittenen Raketenstart will Südkorea den Nachbarn von einer wichtigen Devisenquelle abschneiden und stoppt deshalb den Betrieb ihres gemeinsamen Industrieparks. Damit Gelder des Fabrikparks in Kaesong nicht für das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenprogramm genutzt werden, habe die Regierung beschlossen, den Komplex «komplett zu schließen». Das teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit. Nordkorea sei davon informiert worden.    

Nordkorea habe kurz nach seinem vierten Atomtest im Januar eine Langstreckenrakete gestartet und damit internationale Warnungen in den Wind geschlagen, hieß es. Der Start der Weltraumrakete am Sonntag hatte weltweit Empörung ausgelöst. Während Pjöngjang von einem Satellitenstart im Rahmen des Weltraumerforschung sprach, sieht die internationale Gemeinschaft darin den verdeckten Test einer atomar bestückbaren Langstreckenrakete.      

Bis zum heutigen Tag flossen Nordkorea den südkoreanischen Angaben zufolge durch den Kaesong-Komplex 616 Milliarden Won (458 Millionen Euro) zu. Der 2004 geöffnete Fabrikpark befindet sich in einer Sonderzone der grenznahen nordkoreanischen Stadt Kaesong. Mehr als 50 000 Nordkoreaner arbeiten dort für 124 südkoreanische Unternehmen. 

Mi, 2016-02-10 10:26
Hannover (dpa)

Opfer des Anschlags von Salzhemmendorf leidet schwer unter Tat

Hannover (dpa) - Nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf leidet das Hauptopfer noch immer schwer unter den Folgen der Tat. Die Mutter aus Simbabwe sei sehr ängstlich, sagte der Anwalt der 34-Jährigen, Sebastian Piontek, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur vor Prozessbeginn in Hannover. «Sie hat hier ihr zweites Trauma erlebt.»

Am Landgericht Hannover müssen sich zwei Männer und eine Frau wegen des Anschlags vom vergangenen Sommer verantworten. Dem Trio wird unter anderem gemeinschaftlicher versuchter Mord vorgeworfen. Die drei sollen aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt haben, als sie einen Molotowcocktail durch das Fenster in die Wohnung der Mutter und ihrer drei kleinen Kinder warfen. Nur weil in dieser Nacht alle in einem Nebenraum schliefen, blieben sie unverletzt.

Mi, 2016-02-10 10:38
Berlin (dpa)

Künast hält Seehofer entgegen: Merkel hat Recht zur Geltung verholfen

Berlin (dpa) - Die Grünen-Politikerin Renate Künast hält die Äußerungen von CSU-Chef Horst Seehofer über Unrecht in Deutschland «schlichtweg für falsch». Zwar kämen einige Normen des Asylrechts gerade kaum zur Geltung, sagte die Vorsitzende des Rechtsausschusses des Bundestags am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Dafür hat Angela Merkels Grenzöffnung der Genfer Flüchtlingskonvention zur Geltung verholfen.» So könnten die Menschenrechte all derer gewahrt werden, die sonst etwa an Grenzzäunen möglicherweise Gewalt ausgesetzt wären. «Es läuft mir kalt den Rücken herunter, wenn ich dran denke womit sich Horst Seehofer noch verbal steigern könnte», sagte Künast.

Seehofer hatte in der «Passauer Neuen Presse» von einer «Herrschaft des Unrechts» gesprochen, weil Flüchtlinge ungehindert ins Land kommen dürfen.

Mi, 2016-02-10 10:27
Hannover (dpa)

Angeklagte gestehen Anschlag auf Flüchtlingsheim in Salzhemmendorf

Hannover (dpa) - Im Prozess um den Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf haben die drei Angeklagten die Tat gestanden. Hauptauslöser sei Alkohol gewesen, sagten sie zum Prozessauftakt am Mittwoch. Die beiden Männer gestanden in Erklärungen, die ihre Verteidiger verlasen, einen Molotowcocktail gebaut und in die Wohnung einer Mutter aus Simbabwe geworfen zu haben. Nur durch Glück wurde niemand verletzt.

Die beiden 25 und 31 Jahre alten Männer und eine 24-jährige Frau müssen sich wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes vor dem Landgericht Hannover verantworten. Die Staatsanwältin warf ihnen eine Tat auf «unterster sittlicher Stufe» vor. Alle drei erklärten, sie bereuten den Anschlag zutiefst. Vor der Tat hörte das Trio Musik rechtsradikaler Bands. Sie seien aber nicht grundsätzlich fremdenfeindlich, sagten sie.

In einer Garage bauten die beiden Männer aus einer leeren Weinbrandflasche den Brandsatz, der ältere der beiden warf ihn schließlich. Er wurde von den anderen als Haupttäter beschrieben. «Ich bin mir sicher, dass ich mich nüchtern nie an der Tat beteiligt hätte», hieß es in der Erklärung des 25 Jahre alten Angeklagten.

Eines der Opfer, eine Mutter aus Simbabwe, leidet noch immer unter den Folgen der Tat. «Sie ist sehr ängstlich, sie hat hier ihr zweites Trauma erlebt», sagte der Anwalt der 34-Jährigen, Sebastian Piontek, der Deutschen Presse-Agentur.

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Mi, 2016-02-10 09:22
Seoul (dpa)

Bericht: Südkorea will Betrieb von Fabrikpark Kaesong stoppen

Seoul (dpa) - Südkorea will nach Medienberichten den Betrieb des gemeinsam mit Nordkorea betriebenen Fabrikparks in Kaesong aussetzen. Der entsprechende Beschluss sei als Antwort auf den Atomtest Nordkoreas im Januar und den jüngsten Raketenstart des Nachbarn am Sonntag getroffen worden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch unter Berufung auf das Vereinigungsministerium in Seoul. In dem grenznahen Industriepark auf nordkoreanischer Seite arbeiten etwa 54 000 Nordkoreaner für mehr als 120 südkoreanische Unternehmen. Der Atomtest und der Start einer umstrittenen Weltraumrakete durch Nordkorea hatten weltweit Empörung ausgelöst. 

Mi, 2016-02-10 09:53
Lumpur (dpa)

Tausende Menschen fliehen vor Überflutungen in Malaysia

Kuala Lumpur (dpa) - Wegen Überflutungen auf der südostasiatischen Insel Borneo sind in der Nacht zum Mittwoch Tausende Bewohner aus ihren Häusern geflohen. Rund 5600 Menschen kamen in Notunterkünften unter, wie eine Sprecherin des malayischen Zivilschutzes sagte. Teile der Insel Borneo gehören zu Malaysia. Wegen starken Regens und Hochwassers seien dort Flüsse über die Ufer getreten. Die Fluten hatten am Dienstag zwei Menschen mit sich gerissen, die seitdem vermisst werden. Seit Anfang der Woche ist ganz Malaysia von Überflutungen betroffen.

Mi, 2016-02-10 09:03
Abuja (dpa)

Gauck: Gemeinsam gegen Terror und Fluchtursachen

Souveräne Staaten geben nur ungern Kompetenzen an supranationale Organisationen ab. Das gilt in Europa wie in Afrika, sagt der Bundespräsident. Aber es gibt keine Alternative zur Zusammenarbeit auch zwischen den Kontinenten.

Abuja (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck hat in der nigerianischen Hauptstadt Abuja zum gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus und gegen die Ursachen globaler Flüchtlingsbewegungen aufgerufen. Menschen in Afrika wie in Europa würden von menschenverachtendem Terror erschüttert, sagte Gauck am Mittwoch in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. «Flucht und Vertreibung sind zu einer Herausforderung geworden, die unsere beiden Kontinente ganz unmittelbar verbindet.»

Der Bundespräsident sprach vor der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (Ecowas). Afrika und Europa hätten gemeinsame Interessen und gemeinsame Ziele, sagte er laut vorab verbreitetem Redemanuskript. «Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industrieländer können die vielen Probleme, die keine nationalen Grenzen kennen, nur gemeinsam lösen. Das gilt für die Bewältigung des Klimawandels und den Erhalt der biologischen Vielfalt ebenso wie für die Schaffung von Frieden und Sicherheit.»

In Deutschland und Europa werde immer mehr Menschen bewusst, dass Afrika keine ferne Welt sei, sondern unser Nachbarkontinent. «Vielen, die bislang die Augen vor den wechselseitigen Abhängigkeiten verschließen konnten, wird gerade angesichts der jüngsten regionalen und globalen Krisen klar, dass wir gemeinsam handeln müssen. Was wir brauchen, sind regionale und globale Solidarität.» 

In Deutschland werde den Menschen klar, vor welche Herausforderungen die Integration so vieler Flüchtlinge die Gesellschaft stellen werde. «Ja, wir wollen ein offenes Land bleiben», sagte Gauck. «Aber wir erkennen auch, dass unsere Aufnahmefähigkeit begrenzt ist. Wir können nicht alle aufnehmen, die zu uns kommen wollen. Die Begrenzung des Zuzugs ist eine Notwendigkeit, wenn die Bereitschaft der Bevölkerung zur Aufnahme von Neuankömmlingen erhalten werden soll.»

Auf lange Sicht müsse es gemeinsam gelingen, die Ursachen von Flucht und Vertreibung zu beseitigen. «Die Menschen in ganz Afrika brauchen eine Perspektive, auch die kommenden Generationen. Nur so können wir verhindern, dass immer mehr Hoffnungslose sich den Terroristen anschließen. Und nur so kann es uns gelingen, das große Potenzial, das in Ihren jungen Gesellschaften steckt, Afrika selbst zugutekommen zu lassen.»

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde
Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

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Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

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Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

Geht doch!

Es muss nicht immer das Auto sein


Ein innovatives Mobilitätskonzept für Helsinki soll Mensch und Umwelt zugute kommen.

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Finnlands Hauptstadt will die Blechlawinen eindämmen. Aber nicht mit Verboten, sondern mit einer attraktiven Mobilitäts-App: Mit einem Klick verrät diese das optimale Verkehrsmittel für die jeweilige Route. Die Kunden können flexibel Carsharing, Leihräder, Busse, Bahnen oder auch Kleinbusse nutzen. Diese holen Passagiere nach Bedarf ab und bieten Gratis-Wi-Fi. Bezahlt werden muss nicht jeder Fahrschein einzeln, das System rechnet die Fahrten zentral ab. Bis 2025 will die Stadtverwaltung Helsinkis das innovative Konzept einführen und dadurch den öffentlichen Nahverkehr so einfach und günstig machen, dass private Autos überflüssig werden. Stadtentwickler und Verkehrsplaner schwärmen schon heute von den neuen Perspektiven für die Bewohner: Aus Parkplätzen werden Radwege, Alleen oder Fußgängerzonen und aus Parkhäusern Wohnraum. Die kommunale Verkehrsexpertin Sonja Heikkilä ist überzeugt, dass sich diese Vision realisieren lässt, zumal die junge Generation Autos nicht mehr als Statussymbol betrachte. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: An Konzernen wie Google führt bei dieser Mobilitätsnutzung kein Weg vorbei. Der Fahrgast wird gläsern.
hsl.fi/en/strategy

 

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Hamburg/Dortmund: Draht nach Hause
Angeblich um eine illegale Nutzung zu verhindern, stellen die Behörden in Flüchtlingsheimen oft keinen Internetzugang bereit. Private Initiativen wie die Freifunker wollen das ändern: Sie stellen WLAN-Router zur Verfügung und ermöglichen Hunderten von Flüchtlingen, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben, online Deutsch zu lernen oder sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
freifunk.net

USA: Ölfressende Pflanzen
Biologisch abbaubare Substanzen sollen in Zukunft Ölteppiche beseitigen. Aus Pflanzen entwickelten US-Wissenschaftler einen als Phytol bezeichneten Alkohol, der den Ölfilm zusammendrängt. Die organischen Moleküle werden im Wasser gespalten und abgebaut. Aufgelegt wurde das Forschungsprogramm nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Finanziert hat es ausgerechnet der Mineralölkonzern BP.

Kopenhagen: Reste à la carte
Im dänischen Restaurant „Rub & Stub“ kommt seit Herbst 2014 auf den Tisch, was sonst im Müll gelandet wäre. Das nachhaltige Konzept kommt gut an – die Gäste stehen Schlange und sind gespannt darauf, welches Menü die Küchencrew aus den gelieferten Zutaten zaubert. In Amsterdam und Berlin macht das Experiment Schule. „Restlos glücklich“ heißt der deutsche Ableger. Das deutsche Start-up rief Mitte August eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben. Die Macher wollen nicht nur Lebensmittel retten, sondern auch ihre Gäste zum Nachdenken über ihren Umgang mit Nahrungsmitteln anregen.

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Mi, 2016-02-10 09:51
Karlsruhe (dpa)

Bundesanwaltschaft klagt mutmaßlichen PKK-Kader an

Karlsruhe (dpa) - Die Bundesanwaltschaft hat ein mutmaßliches Mitglied der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK angeklagt. Dem 58-Jährigen wird vorgeworfen, seit 2012 für die als Terrorvereinigung eingestufte PKK in Deutschland als hauptamtlicher Kader tätig gewesen zu sein, wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Als Verantwortlicher für verschiedene regionale Sektoren soll der Mann Aufträge gegeben und die europäische PKK-Ebene über seinen Bereich unterrichtet haben. Außerdem habe er sichergestellt, dass Anhänger an Propagandaveranstaltungen teilnahmen, und Geldsammlungen überwacht.

Die PKK kämpft für einen Kurdenstaat oder ein Autonomiegebiet im Südosten der Türkei. Bei Anschlägen wurden laut Bundesanwaltschaft seit 2004 Soldaten, Polizisten und auch einzelne Zivilisten getötet oder verletzt. Der Beschuldigte sitzt bereits in Untersuchungshaft. Die Anklage wurde am 3. Februar vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg erhoben.

Mi, 2016-02-10 09:33
Juba (dpa)

UN warnen: Kein Geld zur Bekämpfung drohender Hungersnot im Südsudan

Juba (dpa) - Die Vereinten Nationen haben nach eigenen Angaben nur einen Bruchteil der nötigen Finanzmittel zur Bekämpfung einer drohenden Hungersnot im Südsudan. Bislang seien erst zwei Prozent der für dieses Jahr benötigten 1,3 Milliarden Dollar (1,15 Milliarden Euro) eingegangen, erklärte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Südsudan, Eugene Owusu. «Wenn wir jetzt nicht handeln können, wird die Lage viel schlimmer werden, und die nötigen Maßnahmen in den kommenden Monaten werden viel teurer werden», sagte er am Mittwoch.

In dem seit Ende 2013 von einem Bürgerkrieg erschütterten Staat brauchen nach jüngsten UN-Angaben rund 2,8 Millionen Menschen - etwa ein Viertel der Bevölkerung - dringend Nahrungsmittelhilfe. Mindestens 40 000 Menschen sind demnach akut vom Hungertod bedroht.

Nun müssen schnell Hilfsmittel in die entlegenen Gebiete gebracht werden, die nach dem Beginn der Regenzeit im Juni aus Mangel an befestigten Straßen nicht mehr erreichbar sein werden, wie Owusu forderte.

Mi, 2016-02-10 09:28
Hannover (dpa)

Opfer des Anschlags von Salzhemmendorf leidet schwer unter Tat

Hannover (dpa) - Nach dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf leidet das Hauptopfer noch immer schwer unter den Folgen der Tat. Die Mutter aus Simbabwe sei sehr ängstlich, sagte der Anwalt der 35-Jährigen, Sebastian Piontek, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur vor Prozessbeginn in Hannover. «Sie hat hier ihr zweites Trauma erlebt.»

Am Landgericht Hannover müssen sich zwei Männer und eine Frau wegen des Anschlags vom vergangenen Sommer verantworten. Dem Trio wird unter anderem gemeinschaftlicher versuchter Mord vorgeworfen. Die drei sollen aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt haben, als sie einen Molotowcocktail durch das Fenster in die Wohnung der Mutter und ihrer drei kleinen Kinder warfen. Nur weil in dieser Nacht alle in einem Nebenraum schliefen, blieben sie unverletzt.

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

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Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

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Mi, 2016-02-10 09:55
Herran (dpa)

Sieben Höhlenforscher in Frankreich nach Einschluss gerettet

Herran (dpa) - Sieben spanische Höhlenforscher sind aus einer Höhle bei Herran in den französischen Pyrenäen gerettet worden. Die Gruppe war nach schlechtem Wetter in den vergangenen Tagen durch Wasser blockiert. Nach einigen Stunden konnte der Kontakt wiederhergestellt werden. Es gebe keine Verletzten, teilte die zuständige Präfektur am Mittwoch mit. Von der ursprünglich aus 15 Höhlenforschern bestehenden Gruppe hatten acht in der Nacht den Ausgang erreicht und Retter verständigt.  

Mi, 2016-02-10 09:21
Bamako (dpa)

Terror in Mali: Drei Soldaten von Sprengfalle getötet

Bamako (dpa) - Bei der Explosion einer Sprengfalle im Zentrum Malis sind drei Soldaten getötet und zwei weitere schwer verletzt worden. Ein Patrouillenfahrzeug sei bei Mondoro in der Region Mopti auf eine Sprengfalle gestoßen, teilte Verteidigungsminister Tieman Hubert Coulibaly am Mittwoch mit. Der Anschlag vom Dienstag sei ein feiger und krimineller Akt.

Der Anschlagsort liegt rund 300 Kilometer südwestlich von Gao, wo demnächst bis zu 400 Bundeswehrsoldaten als Teil einer UN-Friedensmission stationiert sein werden. Die ersten 40 deutschen Soldaten waren vergangene Woche eingetroffen. Am Freitag will Bundespräsident Joachim Gauck in der Hauptstadt Bamako auch mit Vertretern der UN-Friedensmission Minusma sprechen. Danach ist ein Besuch des Feldlagers im nahe gelegenen Koulikoro vorgesehen. Im Süden Malis sind etwa 200 Bundeswehr-Angehörige an einem Ausbildungseinsatz beteiligt.

Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer Kämpfer gefallen, die nur durch eine Intervention der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich zurückgedrängt werden konnten.

Mi, 2016-02-10 09:58
Hannover (dpa)

Angeklagte gestehen Anschlag auf Flüchtlingsheim in Salzhemmendorf

Hannover (dpa) - Im Prozess um den Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf haben die drei Angeklagten die Tat gestanden. Hauptauslöser sei Alkohol gewesen, sagten sie zum Prozessauftakt am Mittwoch. Die beiden Männer gestanden in Erklärungen, die ihre Verteidiger verlasen, einen Molotowcocktail gebaut und in die Wohnung einer Mutter aus Simbabwe geworfen zu haben. Nur durch Glück wurde niemand verletzt.

Die beiden 25 und 31 Jahre alten Männer und eine 24-jährige Frau müssen sich wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes vor dem Landgericht Hannover verantworten. Die Staatsanwältin warf ihnen eine Tat auf «unterster sittlicher Stufe» vor. Alle drei erklärten, sie bereuten den Anschlag zutiefst. Vor der Tat hörte das Trio Musik rechtsradikaler Bands. Sie seien aber nicht grundsätzlich fremdenfeindlich, sagten sie.

In einer Garage bauten die beiden Männer aus einer leeren Weinbrandflasche den Brandsatz, der ältere der beiden warf ihn schließlich. Er wurde von den anderen als Haupttäter beschrieben. «Ich bin mir sicher, dass ich mich nüchtern nie an der Tat beteiligt hätte», hieß es in der Erklärung des 25 Jahre alten Angeklagten.

Eines der Opfer, eine Mutter aus Simbabwe, leidet noch immer unter den Folgen der Tat. «Sie ist sehr ängstlich, sie hat hier ihr zweites Trauma erlebt», sagte der Anwalt der 35-Jährigen, Sebastian Piontek, der Deutschen Presse-Agentur.

Mi, 2016-02-10 09:34
Bremerhaven (dpa)

Seenotretter lassen Kreuzer nach Griechenland bringen

Bremerhaven (dpa) - Auf Bitten ihrer griechischen Kollegen helfen die deutschen Seenotretter erstmals bei der Rettung von Flüchtlingen in der Ägäis. Dazu verluden sie am Mittwoch den Seenotkreuzer «Minden» in Bremerhaven auf einen Frachter, der das Schiff nach Griechenland bringen soll. Eine eigene Fahrt des Kreuzers in das Einsatzgebiet wäre teurer und würde länger dauern, sagte ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Der Reeder des Frachtschiffs transportiert den Kreuzer zum Selbstkostenpreis. Die «Minden» soll Anfang März zu ersten Rettungsfahrten starten.

Mi, 2016-02-10 08:46
Abuja (dpa)

Gauck: Gemeinsam gegen Terror und Fluchtursachen

Abuja (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck hat in der nigerianischen Hauptstadt Abuja zum gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus und gegen die Ursachen globaler Flüchtlingsbewegungen aufgerufen. Menschen in Afrika wie in Europa würden von menschenverachtendem Terror erschüttert, sagte Gauck am Mittwoch in der nigerianischen Hauptstadt Abuja laut vorab verbreitetem Redemanuskript. «Flucht und Vertreibung sind zu einer Herausforderung geworden, die unsere beiden Kontinente ganz unmittelbar verbindet.»

Gauck sprach vor der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (Ecowas). Afrika und Europa hätten gemeinsame Interessen und gemeinsame Ziele, sagte er. «Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industrieländer können die vielen Probleme, die keine nationalen Grenzen kennen, nur gemeinsam lösen. Das gilt für die Bewältigung des Klimawandels und den Erhalt der biologischen Vielfalt ebenso wie für die Schaffung von Frieden und Sicherheit.»

Mi, 2016-02-10 09:00
Nürnberg (dpa)

Markt mit Bio-Lebensmitteln im Vorjahr um 11 Prozent gewachsen

Nürnberg (dpa) - Ob in Naturkostläden oder in konventionellen Supermärkten - immer mehr Bundesbürger greifen Branchenangaben zufolge nach Bio-Lebensmitteln. Allein im Vorjahr sei der Umsatz mit Naturkost um 11 Prozent auf 8,62 Milliarden Euro gewachsen, berichteten Branchenexperten am Mittwoch zum Auftakt der Naturkostmesse Biofach in Nürnberg. Erstmals seit 2008 verzeichnete der Markt damit wieder ein zweistelliges Wachstum, wie der «Arbeitskreis Biomarkt» betonte, der die Zahlen ermittelt.

Zufrieden zeigte sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) mit der Entwicklung. «Bio kommt bei den Verbrauchern immer besser an. Die hohe Wachstumsrate von elf Prozent zeigt, welches Potenzial in diesem Markt steckt», sagte Schmidt. «Mein Ziel ist, den Anteil der deutschen Bio-Produkte weiter zu steigern. Der Markt wird bei der großen Nachfrage aber nicht ohne Importe auskommen.» Deshalb setze er sich auf europäischer Ebene für eine zügige Reform der EU-Öko-Verordnung ein. Auf der Biofach und der zeitgleich stattfindenden Naturkosmetik-Messe Vivaness präsentieren bis zum Samstag (13. Februar) mehr als 2400 Aussteller Trends und Neuheiten.

Mi, 2016-02-10 07:52
Moskau (dpa)

Ischinger ruft zu politischer Lösung im Syrien-Konflikt auf

Moskau (dpa) - Vor einer Syrien-Konferenz hat der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, die Konfliktparteien zu einer politischen Lösung aufgerufen. Die internationalen Vermittler, darunter Russland, müssten alle Hebel in Bewegung setzen, damit Regierung und Opposition in Syrien klar werde, dass sie ihre politischen Ziele nicht militärisch lösen könnten, sagte Ischinger der russischen Zeitung «Kommersant» (Mittwoch). «Nur so können wir eine Waffenruhe, ein Ende des Bürgerkrieges und politische Reformen erreichen», betonte er.

Für diesen Donnerstag sind Syrien-Gespräche in München geplant. Erwartet werden die Außenminister aus mehr als einem Dutzend Staaten, darunter Syriens wichtigste Verbündete, Russland und Iran.

Ischinger bekräftigte die Hoffnung, dass die Sicherheitskonferenz (12.-14. Februar) einen Beitrag zu mehr Stabilität leisten werde. Das Treffen, zu dem auch der russische Regierungschef Dmitri Medwedew und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erwartet werden, könne auch ein Gesprächsforum im Ukraine-Konflikt bieten, sagte er.

Überdies sei es eine gute Gelegenheit für einen Dialog zwischen Russland und Deutschland. Die Beziehungen seien derzeit nicht im besten Zustand, meinte Ischinger.

Mi, 2016-02-10 07:23
Berlin (dpa)

Empörung bei der SPD nach Seehofers Kritik an Merkels Asylpolitik

CSU-Chef Seehofer sorgt einmal mehr für Ärger in Berlin. Im Zusammenhang mit der Asylpolitik Angela Merkels spricht er von der «Herrschaft des Unrechts». So sprach man einst über die DDR. Die SPD weist seine Kritik zurück.

Berlin (dpa) - In der SPD wächst die Empörung nach der umstrittenen Kritik des CSU-Chefs Horst Seehofer an der Asylpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Seehofer habe «jedes Maß verloren», sagte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Seine Äußerungen über eine «Herrschaft des Unrechts» in Deutschland seien wirr und in hohem Maße irritierend. «Entweder zieht er damit historische Verbindungen, die unerhört sind. Oder er hat schlicht kein Geschichtsbewusstsein», sagte Barley. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sprach in der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch) von einem «üblen Missgriff» des CSU-Vorsitzenden.

Der bayerische Ministerpräsident hatte in der «Passauer Neuen Presse» von einer «Herrschaft des Unrechts» gesprochen, weil Flüchtlinge und Migranten ohne gültige Einreisepapiere ungehindert ins Land kommen dürfen. Formulierungen wie «Herrschaft des Unrechts» verwendete die CSU bisher für Diktaturen wie die frühere DDR.

«Horst Seehofer benutzt eine bösartige Formulierung, um Angela Merkel zu treffen», so Oppermann. Der indirekte Vergleich mit dem DDR-Politiker Erich Honecker werde «die Krise in der Union weiter verschärfen», sagte der SPD-Fraktionschef voraus.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer nahm seinen Parteivorsitzenden in Schutz. «Die Entscheidung vom letzten Jahr war falsch. Die hat dazu ausgelöst, dass es millionenfachen Zustrom nach Deutschland gibt, der unbegrenzt ist, der teilweise illegale Einreise bedeutet, und von daher hat der Parteivorsitzende und bayerische Ministerpräsident Recht, wenn er mit diesem Begriff umgeht», sagte Scheuer im ZDF-«Morgenmagazin». «Und wir werden es klarstellen in den nächsten Monaten, wir bleiben auf Kurs, dass wir die Herstellung von Recht und Ordnung wollen. Und das wird auch klar formuliert von der CSU.» Scheuer bezog sich auf die am 4. September von Merkel verkündete Grenzöffnung für Flüchtlinge.

Unterdessen rechnet der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz im Koalitionsstreit über das Asylpaket II mit einer raschen Einigung. «Die Frage des Familiennachzugs von jugendlichen Flüchtlingen wird in dieser Woche endgültig geklärt», sagte der Hamburger Regierungschef der «Passauer Neuen Presse» (Mittwoch). Er ergänzte: «Sigmar Gabriel hat sich für Einzelfallentscheidungen ausgesprochen. Das halte ich für den richtigen Weg.»

Widerspruch kam vom Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner: «Es ist irrsinnig, die Asylverfahren durch Einzelfallprüfungen noch weiter zu bürokratisieren. Familien gehören zusammen», sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Bei dem Koalitionsstreit geht es darum, ob auch für unbegleitete Kinder und Jugendliche wie für andere Flüchtlinge mit eingeschränktem («subsidiärem») Schutz der Familiennachzug für zwei Jahre ausgesetzt sein soll. Das Bundeskabinett hatte vergangenen Mittwoch einen Gesetzentwurf gebilligt, der entsprechende Einschränkungen vorsieht. Kurz darauf hatte Gabriel moniert, mit ihm sei eine solche Regelung nicht verabredet gewesen.

Mi, 2016-02-10 07:59
Herran (dpa)

Sieben Höhlenforscher in französischen Pyrenäen eingeschlossen

Herran (dpa) - Sieben spanische Höhlenforscher sind in einer Höhle bei Herran in den französischen Pyrenäen eingeschlossen. Die Gruppe wird nach schlechtem Wetter in den vergangenen Tagen durch Wasser blockiert, wie der Regionalsender France 3 am Mittwoch unter Berufung auf Rettungskräfte berichtete. Von der ursprünglich aus 15 Höhlenforschern bestehenden Gruppe hatten acht in der Nacht den Ausgang erreicht und Retter verständigt.  

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

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