Aktuell

Nachrichten-
archiv

Nachrichten-
archiv

Mi, 2016-05-04 11:23
Aleppo (dpa)

Heftige Kämpfe im Westen Aleppos - Drei Tote durch Rebellenbeschuss

Aleppo (dpa) - Inmitten diplomatischer Bemühungen um eine Rückkehr zur Waffenruhe in Syrien werden die Gefechte in der Stadt Aleppo immer heftiger. Im Westen der nordsyrischen Metropole leisteten sich Regime und Rebellen bis zum Morgen die schwersten Kämpfe seit rund einem Jahr, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch berichtete. Auf beiden Seiten habe es viele Opfer gegeben.

Beim Beschuss von Rebellen auf Regimeviertel Aleppos kamen demnach zudem drei Menschen ums Leben. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, es habe sich um Zivilisten gehandelt.

Aleppo ist der umkämpfteste Schauplatz im syrischen Bürgerkrieg. Trotz einer eigentlich seit Ende Februar geltenden Waffenruhe war die Gewalt bereits in den vergangenen Tagen eskaliert. Syriens Armeeführung hatte Ende vergangener eine neue vorübergehende Feuerpause für Teile Syriens erklärt, Aleppo aber ausgenommen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) will am Mittwoch die stockenden Friedensgespräche für Syrien wieder in Gang bringen. In Berlin empfängt er den syrischen Oppositionsführer Riad Hidschab, den UN-Sondergesandte Staffan de Mistura sowie Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault. Auch der UN-Sicherheitsrat will sich am Mittwoch mit der Gewalt in Syrien befassen.

Mi, 2016-05-04 11:57
Luxemburg (dpa)

Europäischer Gerichtshof ebnet Weg für strengere EU-Tabakvorschriften

Dürfen Mentholzigaretten verboten werden? Sind strengere Werbeauflagen für E-Zigaretten zulässig? Dazu fällte der Europäische Gerichtshof ein eindeutiges Urteil.

Luxemburg (dpa) - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat den Weg für strengere Tabakvorschriften in der EU freigemacht. Die Richter lehnten am Mittwoch in Luxemburg mehrere Klagen gegen die EU-Tabakrichtlinie ab. Sowohl das geplante Verbot von Mentholzigaretten als etwa auch Auflagen für elektronische Zigaretten seien rechtens, urteilten sie (Rechtssachen C-358/14, C-477/14, C-547/14).

Neben Polen hatten mehrere Tabakunternehmen gegen strengere Vorschriften für Tabakprodukte geklagt. Es ging dabei unter anderem um das künftige Verbot von Aromen in Zigaretten, Werbebeschränkungen für elektronische Zigaretten und die Umsetzung der 2014 ausgehandelten EU-Richtlinie in britisches Recht.

Das oberste Gericht der EU bestätigte in seinem Urteil, dass die geplante Regelung zulässig sei, Aromen, die den Tabakgeschmack überdeckten, vom Markt verschwinden zu lassen. Die Richter wiesen darauf hin, dass Produkte wie Mentholzigaretten mit «angenehmem Aroma» das Rauchen gerade für Einsteiger attraktiver machen sollten. Die EU-Gesetzgeber seien daher befugt gewesen, zur Eindämmung des Tabakkonsums diese Produkte zu verbieten.

Vom Verbot betroffen sind Aromastoffe oder technische Merkmale, die Geruch, Geschmack oder Rauchintensität überdecken oder verändern. Damit soll die Zahl der Raucher verringert und vor allem die Gesundheit junger Menschen besser geschützt werden.

Bei den beschlossenen Schockbildern und Warnhinweisen auf Zigarettenschachtel habe der Gesetzgeber zudem «nicht die Grenzen dessen überschritten, was geeignet und erforderlich» sei. Die Fotos und Hinweise müssen künftig zwei Drittel der Verpackung bedecken. Der EuGH erklärte auch Sonderregeln für elektronische Zigaretten für rechtens. So sollen in Zukunft für E-Zigaretten weitgehend die gleichen Werbebeschränkungen gelten wie für andere Tabakerzeugnisse.

Die EU-Richtlinie muss nun bis zum 20. Mai in nationales Recht umgesetzt werden. Allerdings gibt es eine längere Übergangsphase, damit Hersteller und Händler ihre Bestände verkaufen können. Für sämtliche Produkte mit einem höheren Marktanteil als drei Prozent beträgt die Auslaufphase vier Jahre. Mentholzigaretten können so praktisch noch bis Mai 2020 erworben werden. Nach Schätzungen sterben jedes Jahr in der EU 700 000 Menschen an den Folgen des Rauchens.

Mi, 2016-05-04 11:06
Cham (dpa)

«Waxing gegen Rechts»: Werbung mit Hitlerbild sorgt für Ermittlungen

Cham (dpa) - Mit einem Bild von Adolf Hitler hat ein Friseursalon im bayerischen Cham für eine Haarentfernung geworben und damit die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Die Staatsanwaltschaft Regensburg leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

Etwa zwei Wochen lang hatte der Salon mit dem Bild von Hitler und dem Hinweis «Waxing gegen Rechts» geworben. Dabei konnte man den Bart von Hitler mit einem Papierstreifen abziehen. Die Besitzerin wollte nach Angaben der «Mittelbayerischen Zeitung» ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus setzen.

«Nachdem sich die Besitzerin des Salons aber einsichtig gezeigt hat und das Bild entfernte, haben wir die Ermittlungen wegen Geringfügigkeit eingestellt», sagte Oberstaatsanwalt Theo Ziegler am Mittwoch. Zudem habe die Besitzerin keine rechte Gesinnung.

Mi, 2016-05-04 11:18
Indianapolis (dpa)

Sieg für Trump und Niederlage für Clinton bei US-Vorwahl in Indiana

Nach seinem Sieg in Indiana scheint Donald Trump als Kandidat der US-Republikaner nicht mehr aufzuhalten. Bei den Demokraten hat Hillary Clinton die Nase weiter klar vorn - trotz einer Schlappe.

Indianapolis (dpa) - Der Weg für Donald Trump als Kandidat der Republikaner für die US-Präsidentenwahl im November ist so gut wie frei. Der Immobilienmogul siegte bei der Vorwahl im Bundesstaat Indiana haushoch und brachte seinen einzigen noch ernsthaften Rivalen Ted Cruz dazu, sich aus dem Rennen zurückzuziehen. Bei den Demokraten unterlag Hillary Clinton in Indiana gegen Bernie Sanders. Sie liegt aber bei der Zahl der Delegiertenstimmen immer noch weit in Führung.

Der republikanische Parteichef Reince Priebus schrieb in der Nacht zum Mittwoch auf Twitter, Trump sei der «anzunehmende Kandidat» für die Präsidentenwahl. Er rief seine Partei zur Einheit auf: «Wir müssen uns alle vereinen und uns darauf konzentrieren, Hillary Clinton zu schlagen.»

Trump sagte an die Adresse von Clinton: «Wir werden im November gewinnen - und wir werden hoch gewinnen.» Clintons Wahlkampfmanager erklärte: «Trump hat gezeigt, dass er zu spaltend ist und nicht das Temperament besitzt, unsere Nation und die freie Welt zu führen. Mit so viel auf dem Spiel, ist er ein zu großes Risiko.»

Für die beispiellose Kandidatensuche der Republikaner galt Indiana als ein Scheidepunkt. Ted Cruz, Senator von Texas, hätte die Wahl unbedingt gewinnen müssen, um noch eine echte Chance zu haben, Trump als Kandidaten zu verhindern. Cruz landete aber bei nur etwa 37 Prozent, fast 17 Punkte hinter Trump, und erklärte seinen Wahlkampf für beendet: «Wir haben alles gegeben, aber die Wähler haben einen anderen Weg gewählt.»

Trump, der nie zuvor ein politisches Amt bekleidet hat, kann sich nun ohne große Mühe in den verbleibenden Vorwahlentscheidungen seiner Partei die entscheidende Mehrheit von 1237 Delegierten der Republikaner sichern. In Indiana holte er nach den vorliegenden Zahlen alle Delegierten und liegt nun bei deutlich mehr als 1000. Gewählt wird unter anderem noch in New Jersey, West Virginia und in Kalifornien, dem größten Vorwahlstaat überhaupt.

Das Establishment der Republikaner und auch diverse Parteigremien stehen zwar vielen Umfragen zufolge nicht hinter Trump. Sie konnten sich bislang aber auf keinen wirksamen Plan einigen, ihn aufzuhalten.

John Kasich, Gouverneur von Ohio, holte in Indiana als letzter noch verbleibender Trump-Konkurrent im Rennen nur etwa rund 8 Prozent. Er dürfte zwar kaum noch eine Rolle spielen, will aber weitermachen. Er setze darauf, die Nominierung auf dem Parteitag der Republikaner im Juli per Kampfabstimmung zu gewinnen, erklärte Kasichs Chefstratege.

Die frühere Außenministerin Clinton verlor auf ihrem Weg zur Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten in Indiana entgegen aller Umfragen mit etwa fünf Prozentpunkten Abstand auf Sanders. Auf das Gesamtrennen der Demokraten hat das aber wenig Einfluss, weil die Delegierten in Indiana anteilig nach Stimmen vergeben werden. Die frühere First Lady liegt weiter viele hundert Delegierte vor Sanders.

Ihr Abschneiden macht aber einmal mehr deutlich, dass auch viele Anhänger der Demokraten sie nicht als überzeugende Kandidatin sehen. Clinton gilt vielen als zu etablierte Politikerin mit zu wenigen neuen Ideen.

Anders Sanders: Auch in Indiana schnitt ihr Rivale, der sich selber als demokratischen Sozialisten bezeichnet, besonders gut bei jungen Wählern ab. «Das zeigt, dass unsere Ideen für die Zukunft Amerikas und für die Zukunft der demokratischen Partei stehen», sagte er am Abend. Der Senator von Vermont will möglicherweise auf dem Parteitag in Philadelphia eine Kampfabstimmung suchen.

Vor der Wahl in Indiana hatten Trump und Clinton ihren Blick bereits über den Staat hinaus gerichtet. Beide stellen sich auf einen erbitterten Zweikampf um das Weiße Haus ein. Und beide bereiten sich bereits mit internen Strategen und externen Beratern auf ein Duell vor.

Mi, 2016-05-04 11:30
Damaskus (dpa)

Chronologie des Syrien-Krieges

Damaskus (dpa) - Seit fast fünf Jahren tobt der Bürgerkrieg in Syrien. Der UN-Sonderbeauftragte Staffan de Mistura geht davon aus, dass in dem Krieg inzwischen bereits 400 000 Menschen getötet worden sind.

März 2011: Eine Demonstration in der Hauptstadt Damaskus setzt eine Protestwelle gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad in Gang. Die Regierung reagiert mit Waffengewalt.

Oktober 2011: Russland und China verhindern eine UN-Resolution zur Verurteilung des Assad-Regimes und blockieren weitere.

August 2013: Mehr als 1400 Menschen sterben durch Chemiewaffen. Der UN-Sicherheitsrat fordert Damaskus zur Vernichtung der Waffen auf. Syrien beginnt danach mit der Zerstörung seiner Produktionsstätten.

September 2014: Die USA und Verbündete bombardieren erstmals Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Nordostsyrien.

September 2015: Assads Verbündeter Russland beginnt Luftangriffe in Syrien: nach russischen Angaben auf IS-Stellungen, nach westlicher Darstellung auf gemäßigte Rebellengruppen.

November 2015: In Wien einigen sich die Teilnehmer einer Syrien-Konferenz, darunter der Iran und Russland, auf einen Friedensfahrplan, der eine Übergangsregierung vorsieht.

November 2015: Nach den Anschlägen in Paris bombardiert Frankreich IS-Stellungen in Syrien. Deutschland entsendet unter anderem Aufklärungs-Tornados. Rund 60 Staaten schließen sich zu einem Bündnis gegen den IS zusammen.

Januar 2016: Ohne wichtige Oppositionsvertreter beginnen Friedensgespräche in Genf. Russland besteht auf einer Beteiligung der Kurdenpartei PYD, die Türkei lehnt dies ab.

Februar 2016: Die Außenminister mehrerer Länder der Anti-IS-Koalition beraten in Rom über Strategien im Kampf gegen die Terrormiliz IS. Ab Ende Februar gilt eine Waffenruhe für ganz Syrien.

März 2016: Russlands Präsident Wladimir Putin befiehlt einen Teilabzug der russischen Soldaten aus Syrien.

April 2016: Trotz der Waffenruhe sterben in Aleppo bei Angriffen mehrere Hundert Menschen.

Mi, 2016-05-04 11:15
Berlin (dpa)

Kranker Vizekanzler: Gabriel will bald zurück sein

Berlin (dpa) - Der erkrankte Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) will in Kürze wieder seine Arbeit in Berlin aufnehmen. Der Bundeswirtschaftsminister werde in den nächsten Tagen zurückerwartet, sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch. Gabriel hatte am Wochenende eine geplante große Iran-Reise abgesagt. Seitdem ist er in seiner Heimatstadt Goslar, um sich zu schonen. An diesem Montag findet in Berlin eine SPD-Konferenz zu sozialer Gerechtigkeit statt - der Startschuss für die Arbeit am sozialdemokratischen Programm für die Bundestagswahl 2017. Dazu werden neben Parteichef Gabriel auch die beiden SPD-Ministerpräsidentinnen Hannelore Kraft (Nordrhein-Westfalen) und Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) erwartet.

Die Welt besser machen.
Wie? Steht im Greenpeace Magazin!

6 Ausgaben im Jahr
gedruckt oder als App
ab 29,50 Euro

Produkt der Woche Button

Gartenmesser

31,50 €
25,20 €

Dieses handwerklich gefertigte Gartenmesser wurde in einem Traditionsbetrieb im Frankenwald, der für seine Qualitätswerkzeuge bekannt ist, gefertigt.

Jetzt bestellen
Mi, 2016-05-04 11:32
Düsseldorf (dpa)

Billiges Benzin und gute Konjunktur: Deutsche tanken wieder mehr

Trotz des VW-Skandals wächst der deutsche Dieselverbrauch weiter kräftig. In diesem Jahr könnten erstmals mehr Diesel- als Ottokraftstoffe verkauft werden, glaubt der Aral-Chef.

Düsseldorf (dpa) - Der Preisverfall an den Tankstellen und die gute Konjunktur haben 2015 die Nachfrage nach Kraftstoffen in Deutschland kräftig angekurbelt. Entgegen dem langfristigen Abwärtstrend stieg der Gesamtabsatz von Benzin und Diesel um 2,1 Prozent auf insgesamt 35,6 Millionen Tonnen, wie Aral-Chef Patrick Wendeler am Dienstagabend in Düsseldorf berichtete.

Vor allem das Geschäft mit Dieselkraftstoff lief gut. Hier sorgten die stabile Wirtschaftslage und die damit verbundene höhere Transportnachfrage sowie die wachsende Zahl von Diesel-Pkws für eine Absatzsteigerung von 4,6 Prozent. Auswirkungen des VW-Diesel-Skandals seien bisher nicht zu erkennen, sagte Wendeler.

Die Nachfrage nach Benzin ging zwar leicht um 0,2 Prozent zurück. Doch fiel das Minus damit geringer aus als erwartet. «Sollte sich diese Entwicklung weiter fortsetzen, könnten im laufenden Jahr erstmals mehr Diesel- als Ottokraftstoffe verkauft werden.»

Nach Wendelers Angaben war die Benzinsorte Super E5 im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 14 Cent billiger als 2014. Bei Diesel betrug das Minus sogar 18 Cent. Auch in den ersten drei Monates dieses Jahres ging der Preisverfall weiter.

Für Aral war 2015 laut dem Firmenchef eines der erfolgreichsten Jahre der Unternehmensgeschichte. Deutschlands größte Tankstellenkette steigerte den Absatz von Benzin und Diesel um 3,9 Prozent auf 7,5 Millionen Tonnen. Aral habe damit seine Position als Marktführer ausgebaut, sagte der Manager.

Die Kette mit ihren 2463 weißblauen Tankstellen habe unter anderem davon profitiert, dass viele «preissensible» Kunden angesichts des günstigen Sprits wieder zu den Markentankstellen zurückgekehrt seien. Auch im Shopgeschäft und bei der Autowäsche lief es demnach deutlich besser als im Vorjahr.

In den kommenden Jahren will Aral vor allem das Shopgeschäft weiter ausbauen. Bis 2021 sollen an bis zu 1000 Stationen «Rewe-ToGo»-Shops eröffnet werden, die nicht nur Lebensmittel zum Sofortverzehr, sondern auch Produkte wie Nudeln, Reis oder frisches Fleisch für die Zubereitung zu Hause anbieten sollen.

Mi, 2016-05-04 11:39
Dresden (dpa)

Staatsanwaltschaft legt Rechtsmittel gegen Bachmann-Urteil ein

Dresden (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Dresden wird gegen das Urteil wegen Volksverhetzung gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann Rechtsmittel einlegen. Ob Berufung oder Revision beantragt werde, sei aber noch nicht entschieden, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase am Mittwoch. Bachmann war am Dienstag zu einer Geldstrafe von 9600 Euro verurteilt worden. Damit war das Amtsgericht deutlich unter dem vom Staatsanwalt geforderten Strafmaß geblieben. Dieser hatte auch aufgrund der vielen Vorstrafen Bachmanns eine Gefängnisstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung gefordert. Bachmann hatte bei Facebook Flüchtlinge als «Gelumpe», «Viehzeug» und «Dreckspack» diffamiert.

Mi, 2016-05-04 11:06
Düsseldorf (dpa)

Aral profitiert von hoher Nachfrage nach billigem Benzin

Düsseldorf (dpa) - Die hohe Nachfrage nach günstigen Kraftstoffen und die gute Konjunktur haben Deutschlands größter Tankstellenkette Aral im vergangenen Jahr ein kräftiges Absatzplus eingebracht. Entgegen dem langjährigen Abwärtstrend stieg die Menge des verkauften Benzins und Diesels 2015 um 3,9 Prozent auf 7,5 Millionen Tonnen. Aral habe damit seine Position als Marktführer ausgebaut, sagte Unternehmenschef Patrick Wendeler am Dienstagabend in Düsseldorf.

Die Kette habe unter anderem davon profitiert, dass viele «preissensible» Kunden angesichts der gesunkenen Spritkosten wieder zu den Markentankstellen zurückgekehrt seien, erklärte Wendeler. So setzen die Tankstellen in der Summe mehr ab, während die Preise zugleich tief blieben. Auch im Shopgeschäft und bei der Autowäsche lief es bei Aral deutlich besser als im Vorjahr. Zum Gewinn machte das Tochterunternehmen des Rohstoffriesen BP keine Angaben.

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

weiterlesen

Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

Außerdem Interessant

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

weiterlesen

Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

Außerdem Interessant

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

weiterlesen

Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

Außerdem Interessant

Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

1 2 3
Mi, 2016-05-04 10:44
Luxemburg (dpa)

Europäischer Gerichtshof bestätigt EU-Tabakrichtlinie

Luxemburg (dpa) - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mehrere Klagen gegen die EU-Tabakrichtlinie abgelehnt. Sowohl das geplante Verbot von Mentholzigaretten als etwa auch Auflagen für elektronische Zigaretten seien rechtens, urteilten die Richter am Mittwoch in Luxemburg. Neben Polen hatten mehrere Tabakunternehmen gegen strengere Vorschriften für Tabakprodukte geklagt. Es ging dabei unter anderem um das künftige Verbot von Aromen in Zigaretten, Werbebeschränkungen für elektronische Zigaretten und die Umsetzung der 2014 ausgehandelten EU-Richtlinie in britisches Recht.

Mi, 2016-05-04 10:20
Nairobi (dpa)

Anthrax-Anschlag geplant: Kenia hebt islamistische Terror-Gruppe aus

Nairobi (dpa) - Kenianische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben ein islamistisches Terror-Netzwerk zerschlagen, dessen Mitglieder unter anderem einen Anschlag mit Milzbrand-Erregern (Anthrax) geplant hatten. Die Gruppe stehe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahe, erklärte die Polizei. Der mutmaßliche Drahtzieher der Gruppe, Mohammed Abdi Ali, ein junger Arzt, sei am vergangenen Freitag festgenommen worden, hieß es weiter.

Er und seine Helfer sollen unter anderem Rekruten an Universitäten geworben haben. Zudem hatte die Gruppe nach Polizeiangaben größere Anschläge geplant. «Das Netzwerk umfasste auch medizinische Experten, mit denen sie planten, in Kenia mit Hilfe von Milzbrand-Erregern einen biologischen Anschlag auszuführen», hieß es in der Mitteilung vom Dienstagabend.

Die aus Somalia stammende islamistische Terrororganisation Al-Shabaab führt immer wieder Anschläge in Kenia aus. Bislang gab es dort jedoch keinen bekannten Anschlag mit biologischen Waffen. Die sunnitischen Extremisten der Al-Shabaab haben der vor allem im Irak und in Syrien aktiven IS-Terrormiliz nicht die Treue geschworen. Eine Fraktion der Terrorgruppe würde jedoch Berichten zufolge gerne enger mit dem IS zusammenarbeiten.

Mi, 2016-05-04 10:54
Washington (dpa)

Trump im Wahlkampf - deftige Sprüche eines «großen Denkers»

Washington (dpa) - Donald Trump hat im US-Vorwahlkampf wiederholt mit markigen Sprüchen für Schlagzeilen gesorgt. Einige Beispiele:

TRUMP ÜBER TRUMP:

«Ich bin jemand, der ein Denker ist. Ich bin ein großer Denker.» (Am 11. März 2016 in Palm Beach.)

«Unsere Botschaft ist sehr schlicht. Wir werden Amerika wieder groß machen. Ihr werdet schon bald so stolz auf Amerika sein.» (Am 3. Mai 2016 in New York nach seinem Vorwahlsieg in Indiana.)

TRUMP ÜBER POLTIKER:

«Ich denke, die Leute sind müde, sie sind die inkompetenten Politiker leid.» (In der TV-Show «Morning Joe» im August 2015.)

«Sie haben die Person gewählt, die Deutschland ruiniert.» (Am 9. Dezember 2015 auf Twitter über die Auszeichnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel als «Person des Jahres» 2015 des Magazins «Time».)

TRUMP ÜBER WÄHLER:

«Ich könnte mitten auf der 5th Avenue stehen und auf jemanden schießen, und ich würde trotzdem keine Wähler verlieren.» (Am 23. Januar 2016 in Iowa).

«Wir haben bei den Evangelikalen gewonnen. Wir haben bei den Jungen gewonnen, wir haben bei den Alten gewonnen. Wir haben bei den gut Gebildeten gewonnen, wir haben bei den schlecht Gebildeten gewonnen. Ich liebe die schlecht Gebildeten.» (Am 23. Februar 2016 in Las Vegas über Gruppen, die bei der Vorwahl in Nevada für ihn gestimmt haben.)

TRUMP ÜBER TERRORISMUS:

«Ich weiß mehr über den IS als die Generäle. Glaubt mir. Ich würde die Scheiße aus ihnen herausbomben. Ich würde diese Kerle einfach zusammenbomben.» (In einer Wahlkampfrede am 12. November 2015.)

«Der radikal-islamische Terrorismus ist ein großes, großes Problem, nicht nur für uns. Schaut Euch Deutschland an, schaut Euch Schweden an, schaut Euch Brüssel an, schaut Euch manche dieser Orte an, es ist ein Desaster.» (In der Nacht zum 2. März 2016 während einer Pressekonferenz in Florida.)

«Donald J. Trump fordert einen kompletten Stopp der Einreise von Muslimen in die USA, bis die Vertreter unseres Landes herausfinden, was zur Hölle hier vor sich geht.» (Am 7. Dezember 2015 in seiner Reaktion auf das Massaker von San Bernardino durch einen mutmaßlichen IS-Anhänger.)

TRUMP ÜBER MIGRANTEN:

«Mexiko schickt uns nicht die besten. Es schickt Menschen, die viele Probleme haben. Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger. Und manche, nehme ich an, sind gute Leute.» (In einer Wahlkampfrede im Juni 2015.)

«Ich werde eine große Mauer bauen - und niemand baut Mauern besser als ich, glauben Sie mir - und ich baue sie sehr kostengünstig. Ich werde eine große, große Mauer an unserer südlichen Grenze bauen und ich werde Mexiko für diese Mauer bezahlen lassen.» (In einer Wahlkampfrede am 16. Juni 2015.)

TRUMP ÜBER FRAUEN:

«Schaut Euch dieses Gesicht an. Würde jemand für so etwas stimmen? Könnt ihr euch das vorstellen, das hier ist das Gesicht unseres nächsten Präsidenten?» (Im September 2015 über seine damalige republikanische Mitbewerberin Carly Fiorina.)

«Sie fängt an, mir alle möglichen absurden Fragen zu stellen. Man konnte sehen, dass Blut aus ihren Augen kam, Blut aus ihr woher auch immer.» (Nach einer TV-Debatte am 7. August 2015 über die Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly).

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

weiterlesen

„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

weiterlesen

 

„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

weiterlesen

Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

1 2 3
Mi, 2016-05-04 10:31
Brünn (dpa)

Freundlicher Empfang für umstrittene «Nachtwölfe» in Tschechien

Brünn (dpa) - Rund 80 Biker der umstrittenen russischen Motorradgang «Nachtwölfe» sind im tschechischen Brünn (Brno) freundlich empfangen worden. Der Regionspräsident von Südmähren, Michal Hasek, posierte mit den Putin-treuen Bikern für Fotos und legte mit ihnen einen Kranz am russischen Kriegerdenkmal nieder, wie örtliche Zeitungen am Mittwoch berichteten. «Das war für mich ein starkes Erlebnis», schrieb Hasek bei Facebook. Alles sei ruhig, würdig und ohne jegliche Probleme verlaufen, meinte der Politiker der Sozialdemokraten (CSSD) von Regierungschef Bohuslav Sobotka.

Das benachbarte Polen hatte den «Nachtwölfen» die Einreise verweigert. Der nationalistische Rockerclub will mit seiner Tour den Vormarsch der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg nachzeichnen. Ihm gehören in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion mehr als 5000 Mitglieder an. Russische Medien schenken der «Siegesfahrt» der Kreml-nahen Gruppierung enorm viel Aufmerksamkeit. Ende der Woche sollen die Biker in Wien eintreffen, bevor die Fahrt am 9. Mai zum «Tag des Sieges» über Hitlerdeutschland - in Russland ein gesetzlicher Feiertag - in Berlin endet.

Mi, 2016-05-04 10:34
München (dpa)

Im Zeitraffer: Zentrale Verhandlungstage in drei Jahren NSU-Prozess

München (dpa) - Oft ist es eine zähe Suche nach der Wahrheit im Münchner NSU-Prozess. Drei Jahre dauert er inzwischen schon. Einige der bald 300 Verhandlungstage werden länger in Erinnerung bleiben:

6. Mai 2013: Nach heftigem Streit um die Vergabe der Presseplätze beginnt vor dem Münchner Oberlandesgericht der Prozess gegen die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe und die Mitangeklagten Ralf Wohlleben, André E., Holger G. und Carsten S. - unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und begleitet von weltweitem Medieninteresse.

14. Mai 2013: Nach juristischem Hickhack wird die Anklage verlesen.

4. Juni 2013: Carsten S. beginnt seine Aussage. Er räumt ein, eine Waffe für den «Nationalsozialistischen Untergrund» besorgt zu haben.

6. Juni 2013: Holger G. räumt ein, dem NSU geholfen zu haben.

1. Oktober 2013: Der Vater des Mordopfers Ismail Yozgat tritt als Zeuge auf: Er wirft sich auf den Boden, um die Position seines sterbenden Sohns zu beschreiben. Am Tag darauf appelliert dessen Mutter an Zschäpe, zur Aufklärung beizutragen.

16. Januar 2014: Der Polizist Martin A., der beinahe das elfte Todesopfer des NSU geworden wäre, sagt als Zeuge aus. Seine Kollegin Kiesewetter starb damals, er selbst überlebte wie durch ein Wunder.

4. Juni 2014: Eine deutsch-iranische Zeugin, die bei einen NSU-Sprengstoffanschlag beinahe umgekommen war, wird gefragt, ob sie erwogen habe, das Land zu verlassen. Nein, sie habe gedacht: «Jetzt erst recht. Ich werde mein Leben fortführen, ich werde darum kämpfen.» Da brandet Applaus auf.

16. Juli 2014: Paukenschlag: Beate Zschäpe gibt an, sie habe kein Vertrauen mehr in ihre drei Pflichtverteidiger. Doch wenige Tage später schmettert das Gericht ihren Antrag auf neue Anwälte ab. In den folgenden Monaten scheitern weitere solche Versuche Zschäpes.

20. Januar 2015: Erstmals kommen im NSU-Prozess Opfer des Kölner Nagelbombenanschlags von 2004 zu Wort.

6. Juli 2015: Das Gericht ordnet Zschäpe den Münchner Anwalt Mathias Grasel als vierten Pflichtverteidiger bei.

20. Juli 2015: Es lehnt einen Antrag von Zschäpes drei alten Verteidigern ab, von ihren Mandaten entbunden zu werden. Diese scheitern in den Folgemonaten auch mit weiteren solchen Anträgen.

24. Juli 2015: Der Streit zwischen Zschäpe und ihren alten Verteidigern eskaliert. Sie zeigt diese wegen Verletzung der Verschwiegenheitspflicht an. Doch die Staatsanwaltschaft lehnt die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens «mangels Straftat» ab.

9. Dezember 2015: Zschäpe bricht ihr Schweigen. Am 249. Verhandlungstag verliest ihr neuer Anwalt Grasel eine Aussage. Darin räumt sie ein, von den Banküberfällen ihrer Freunde Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gewusst zu haben. Sie gesteht, die letzte Fluchtwohnung des Trios in Zwickau in Brand gesteckt zu haben. Aber von den Morden und Anschlägen will sie immer erst im Nachhinein erfahren haben.

16. Dezember 2015: Auch Wohlleben bricht sein Schweigen. Er bestreitet, eine der Mordwaffen beschafft zu haben. Stattdessen beschuldigt er vor allem den Mitangeklagten Carsten S., der ihn belastet hatte.

21. Januar 2016: Zschäpe antwortet erstmals auf Nachfragen des Gerichts - schriftlich: Ihr fünfter Anwalt Hermann Borchert verliest die Antworten. Dieses Prozedere geht in den folgenden Monaten weiter.

28. April 2016: Wieder einmal gibt es einen Antrag auf Aussetzung des Prozesses - diesmal gestellt von Zschäpes Wahlverteidiger Borchert. In den Monaten zuvor waren Zschäpe und Wohlleben mit sämtlichen derartigen Anträgen gescheitert. Sie verzögern damit den Prozess - stoppen können sie ihn bislang nicht.

Mi, 2016-05-04 10:59
Kitzingen (dpa)

Garstige Henne gibt die Türsteherin vor einem Friseursalon

Kitzingen (dpa) - Eine garstige Henne hat haarschneide-willige Kunden von einem Friseurbesuch in Bayern abgehalten. Wie eine Türsteherin habe sich das Tier vor der Tür eines Friseursalons in Kitzingen in Stellung gebracht, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Henne verhielt sich demnach derart aggressiv, dass sich am Dienstag keiner der Kunden an ihr vorbeitraute. Erst die Polizei sorgte wieder für Zutritt: Beamten lockten das Tier mit Brotkrumen von der Tür weg und nahmen es «fest». Nun suchen sie nach dem Besitzer der Henne - wer das ist, war nämlich zunächst unklar.

Mi, 2016-05-04 09:11
München (dpa)

Siemens bleibt auf Kurs - Konzernchef bestätigt Ausblick

Deutliches Plus bei Auftragseingang und Umsatz: Siemens-Chef Kaeser kann solide Quartalszahlen vorweisen. Einfacher dürfte das Umfeld im laufenden Geschäftsjahr aber nicht werden.

München (dpa) - Großaufträge halten den Elektrokonzern Siemens auf Kurs zu seinen Jahreszielen. «Trotz anhaltender Herausforderungen im Markumfeld werden wir unser profitables Wachstum konsequent fortsetzen», kündigte Konzernchef Joe Kaeser am Mittwoch an.

Dabei helfe auch das milliardenschwere Sparprogramm, mit dem man etwas schneller vorankomme als bisher erwartet. In gewinnträchtigen Geschäftsfeldern wie der Sparte «Digitale Fabrik» könnte die für das zweite Halbjahr erhoffte Belebung allerdings weitgehend ausbleiben. Hier bekommt Siemens etwa die Nachfrageschwäche aus China zu spüren.

Den Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigte Kaeser dennoch. Siemens will 2015/16 (30. September) mindestens 5,3 Milliarden Euro an Gewinn einfahren. Im industriellen Geschäft sollen 10 bis 11 Prozent vom Umsatz übrig bleiben.

Im zweiten Geschäftsquartal legte der Bestelleingang dank Aufträgen für Kraftwerke in Ägypten sowie für einen Offshore-Windpark in Großbritannien um sieben Prozent auf 22,3 Milliarden Euro zu. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 19 Milliarden Euro. Nach Steuern sackte der Gewinn zwar von 3,9 auf 1,5 Milliarden Euro ab, doch hatten im Vorjahr rund 3 Milliarden Euro an Veräußerungsgewinnen aus dem Verkauf der Hörgerätesparte und der Anteile am Hausgeräte-Hersteller BSH das Ergebnis zusätzlich aufgepolstert.

Großbestellungen für Gas- und Dampfkraftwerke in Ägypten trieben vor allem die Stromerzeugungs-Sparte an, deren Auftragseingang sich nahezu verdoppelte. Hinzu kamen positive Effekte durch langfristige Fertigungs- und Dienstleistungsverträge im Iran, die nach dem Wegfall beziehungsweise der Lockerung der Wirtschaftssanktionen wieder in die Bücher genommen wurden.

Dagegen hakt es weiter in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe. Hier machen die niedrigen Ölpreise und eine Nachfrageflaute Siemens zu schaffen. Das Unternehmen hatte deshalb den Abbau und die Verlagerung von insgesamt rund 2500 Jobs in der Sparte angekündigt, davon rund 2000 in Deutschland.

Mi, 2016-05-04 09:21
Manila (dpa)

Extremisten auf den Philippinen drohen mit Ermordung weiterer Geiseln

Manila (dpa) - Rund eine Woche nach der Ermordung eines Kanadiers hat die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf auf den Philippinen mit der Tötung dreier weiterer Geiseln gedroht. In einem am Mittwoch bekanntgewordenen Video fordert ein Vermummter, die Verhandlungen über das Lösegeld nicht weiter hinauszuzögern. Andernfalls würden die verbleibenden Geiseln ebenfalls enthauptet. In dem Film bitten die drei Entführten - eine Philippinerin, ein Kanadier und ein Norweger - die Regierungen Kanadas und der Philippinen um Hilfe, wie die auf die Beobachtung von Terror-Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group mitteilte.

Die Extremisten hatten ihre Opfer im September auf der philippinischen Urlaubsinsel Samal verschleppt. Ein 68 Jahre alter Kanadier war Medienberichten zufolge am 25. April nach Ablauf eines Ultimatums zur Zahlung eines Millionen-Lösegelds umgebracht worden. Sein abgetrennter Kopf wurde vier Stunden nach Verstreichen der Frist in einem Dorf auf der Insel Jolo entdeckt.

Die Abu-Sayyaf-Miliz ist für einige der schwersten Terrorangriffe auf den Philippinen verantwortlich und entführt seit Jahren Ausländer, um Lösegeld zu erpressen. Im Sommer 2014 schworen ihre Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue.

Mi, 2016-05-04 08:36
London (dpa)

Ölpreisrutsch führt auch bei Shell zu Gewinneinbruch

London (dpa) - Die niedrigen Ölpreise haben beim Rohstoffriesen Royal Dutch Shell den Gewinn kräftig gedrückt. Unter dem Strich verdiente der britisch-niederländische Konzern im ersten Quartal 484 Millionen US-Dollar und damit 89 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie er am Mittwoch in London mitteilte. Der als Kennzahl in der Branche wichtige bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten hat sich mit 1,55 Milliarden Dollar mehr als halbiert. Er lag aber deutlich über den Marktschätzungen.

Alle Ölkonzerne stehen derzeit wegen des Ölpreisverfalls unter Druck. Seinen Aktionären will Shell für das erste Quartal wie im Vorjahreszeitraum 0,47 Dollar je Aktie als Dividende zahlen.

Das Unternehmen hatte im Februar die Mega-Übernahme des Konkurrenten BG Group abgeschlossen. Die BG Group ist für Shell unter anderem wegen ihrer Gasfelder in Brasilien interessant. Shell hatte bereits angekündigt, im Zuge des Geschäfts rund 10 000 Stellen in beiden Unternehmen abzubauen.

Mi, 2016-05-04 08:07
Berlin (dpa)

Polizei verbietet weitere Starts des Berliner Aussichtsballons

Berlin (dpa) - Der in gefährliche Turbulenzen geratene Berliner Aussichtsballon nahe dem Checkpoint Charlie bleibt vorerst am Boden. Die Polizei untersagte am Dienstagabend den weiteren Betrieb, wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte. Das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig müsse zunächst untersuchen, wie es zu dem Notfall gekommen sei. Erst danach könne der Betrieb wieder aufgenommen werden. Geklärt werden müsse vor allem, warum der Ballon trotz vorausgesagter starker Windböen startete. Bei dem Aufstieg am Dienstagnachmittag war laut Feuerwehr niemand verletzt worden.

Der Fessel-Ballon war mit 19 Passagieren und dem Ballonführer an Bord in 150 Meter Höhe aufgestiegen, als eine Unwetterfront aufzog. Daraufhin hatte der Ballonführer den Ballon wieder sinken lassen, geriet aber in eine Kaltfront, die den Ballon immer wieder durchschüttelte und in gefährliche Schieflage brachte. Er empfahl den Passagieren, sich flach hinzulegen. Erst nach einigen Minuten konnte der Ballon wieder auf den Boden geholt werden.

Mi, 2016-05-04 08:07
Singapur (dpa)

Ölpreise bewegen sich kaum - Brent unter 45 US-Dollar

Singapur (dpa) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch kaum verändert. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli blieb unter 45 US-Dollar und lag am Morgen zuletzt bei 44,92 Dollar. Das waren fünf Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni stieg dagegen um sieben Cent auf 43,72 Dollar.

Seit Freitag haben die Ölpreise wieder nachgegeben, nachdem sie sich seit Anfang April deutlich erholt hatten. Am Mittwochnachmittag könnten die mit Spannung erwarteten Zahlen zu den Rohöl-Lagerbeständen in den USA für neue Impulse sorgen. Experten rechnen mit einem Anstieg auf ein neues Rekordniveau. Allerdings werden neben den Lagerbeständen derzeit vor allem auch die Zahlen zur US-Ölförderung beachtet, die zeitgleich veröffentlicht werden. Die Förderung war zuletzt auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014 gesunken.

Mi, 2016-05-04 07:02
München (dpa)

Siemens profitiert von Großaufträgen - Ausblick bestätigt

München (dpa) - Der Elektrokonzern Siemens profitiert von Großaufträgen und hält an seinen Jahreszielen fest. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 (30. September) legte der Bestelleingang dank milliardenschwerer Aufträge für Kraftwerke in Ägypten sowie für einen Offshore-Windpark in Großbritannien um sieben Prozent auf 22,3 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 19 Milliarden Euro.

Nach Steuern sackte der Gewinn zwar von 3,9 auf 1,5 Milliarden Euro ab, doch hatten im Vorjahr rund 3 Milliarden Euro an Veräußerungsgewinnen aus dem Verkauf der Hörgerätesparte und der Anteile am Hausgerätehersteller BSH das Ergebnis aufgepolstert.

Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte Konzernchef Joe Kaeser. Siemens will 2015/16 mindestens 5,3 Milliarden Euro Gewinn einfahren. Im industriellen Geschäft sollen 10 bis 11 Prozent vom Umsatz übrig bleiben.

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Seiten