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Mi, 2015-07-29 09:21
Moskau (dpa)

Moskauer Menschenrechtler: Auch Russen unter Opfern in der Ostukraine

Moskau (dpa) - Im Kriegsgebiet Ostukraine sind Schätzungen von Menschenrechtlern in Moskau zufolge bei Kämpfen auch Hunderte Russen getötet worden. «Es sind wohl sogar um die etwa 1000 Tote. Es könnten auch mehr sein», sagte der Bürgerrechtler Sergej Kriwenko von der Menschenrechtsorganisation Memorial der Deutschen Presse-Agentur in der russischen Hauptstadt.

Unter den Toten seien auch viele Soldaten. Russland weist Vorwürfe der prowestlichen ukrainischen Führung zurück, dass an der Seite der moskautreuen Separatisten im Konfliktgebiet reguläre Truppen im Einsatz seien.

Einer aktuellen Umfrage zufolge gehen 26 Prozent der Russen davon aus, dass in der Ukraine auch russische Soldaten kämpfen. Hingegen sagten 52 Prozent, im Kriegsgebiet Donbass befänden sich keine russischen Truppen. Das teilte das Lewada-Zentrum in Moskau mit.

Kremlchef Wladimir Putin hatte unlängst die Anzahl der in Friedenszeiten getöteten Soldaten zum Staatsgeheimnis erklärt. Menschenrechtler kritisieren, damit sollten Verluste in der Ukraine verheimlicht werden. Memorial und Organisationen wie die Vereinigung der Soldatenmütter beklagen zudem, dass Familien der Militärangehörigen oft über die Todesumstände im Unklaren gelassen würden. Schätzungen zufolge starben bei dem Konflikt bisher mehr als 6000 Menschen.

Mi, 2015-07-29 09:51
London (dpa)

Angst vor den «Killermöwen» - Die Briten und ihre Sommerloch-Tiere Von Teresa Dapp, dpa

Wenn wenig passiert, ist viel Zeit zum Aufregen. Zum Beispiel über Möwen. Die Möwe hat sich jenseits des Ärmelkanals zum Sommerloch-Tier des Jahres gemausert - und verbreitet mit ihrer Vorliebe für Fish and Chips und für süße Hunde Angst und Schrecken.

London (dpa) - Seit Alfred Hitchcocks «Die Vögel» ist eigentlich klar, dass man Möwen nicht trauen kann. Wie in einer Szene dieses Films sei es gewesen, sagt Sue Atkinson. Ein Foto zeigt ihre Kopfwunde. Die Rentnerin aus Cornwall, das für beschauliche Landschaften à la Rosamunde Pilcher bekannt ist, wurde Opfer einer Möwenattacke. Ebenso der vierjährige James, der eine Fingerverletzung davontrug. «Killermöwen» hätten eine Schildkröte namens Stig getötet, berichtete die «Times» neulich. Yorkshire Terrier «Roo» musste nach einem Angriff eingeschläfert werden. Im Sommerloch fürchten die Briten die Möwen-Invasion.

Premierminister David Cameron hat eine «große Debatte» über das Problem gefordert. Seine eigenen Erfahrungen klingen erträglich: «Ich erinnere mich, dass vor langer Zeit ein paar Möwen versucht haben, den Schinken aus einem Sandwich zu nehmen. Aber ich habe das seitdem nicht dem gesamten Möwenbestand angekreidet.» Im Frühjahr hatte die Regierung eine Viertelmillion Pfund für Möwen-Aggressionsforschung zugesagt - nach der Wahl wurde aber nichts draus.

Ein verhängnisvoller Fehler? Eine sogenannte Möwen-Aufklärungsgruppe mit ihrem Sprecher warnt in verschiedenen Medien, dass unbewachte Babys die nächsten Opfer sein könnten. Er sei gerade vom Supermarkt zu einem Schnellrestaurant gegangen, berichtete ein aufgebrachter Anrufer aus Bristol der Polizei, «und eine der Möwen hat versucht, mir das Sandwich aus der Hand zu reißen!» Das Opfer des Überfalls wusste sich nur mit einem Notruf zu helfen.

Die Aufregung ist längst ins benachbarte Irland übergeschwappt. «Man sieht ein Kind, das Fish and Chips isst, und eine Möwe greift das Essen an», beschreibt Parlamentarier Denis O'Donovan seinen Kollegen in Dublin die Lage. Und fordert, die Tiere zu keulen.

Die erregte Debatte hat die Königliche Gesellschaft zum Schutz von Vögeln (RSPB) auf den Plan gerufen. Die Sache sei «kompliziert», denn an den Küsten gingen die Möwenbestände zurück, während es in der Stadt immer mehr würden, erklärt ein Sprecher. Sein Tipp: Nicht füttern, sonst betrachteten die Tiere Menschen am Ende als Nahrungsquelle. Pommes und Eis sei für die Möwen außerdem nicht gerade gesund.

Das sieht auch die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft so. Von den Küsten der Bundesrepublik sei so ein Möwenverhalten auch bekannt, sagt Generalsekretär Ommo Hüppop. In aller Regel handele es sich dabei um Silbermöwen.

Ein Fütterverbot mag nach einer guten Lösung klingen. Doch kaum denkt die Stadtverwaltung des malerischen walisischen Seebads Llandudno über eine Strafen für hartnäckige Möwenfütterer nach, kommt Einspruch aus unerwarteter Ecke: «Wir haben über Bußgelder nachgedacht, aber man hat uns gesagt, es sei in manchen Religionen ein Recht, Vögel zu füttern!», twittert der Tourismusbeauftragte Jim Jones. Vielleicht könnte stattdessen die Idee einer Londoner Anwaltskammer Schule machen: Um der Lage Herr zu werden, ist dort seit drei Jahren Wüstenbussard Sally im Einsatz und soll die Möwen vom Nisten abschrecken - das funktioniere prima, sagt eine Sprecherin.

Mi, 2015-07-29 09:36
Moskau/Kiew (dpa)

Menschenrechtler sprechen von Hunderten getöteten Russen im Donbass Von Ulf Mauder und Andreas Stein, dpa

Fast täglich beteuert die russische Führung, es gebe keine regulären Soldaten im Kriegsgebiet Ostukraine. Doch für deren Präsenz sehen Menschenrechtler reichlich Beweise. Sie wissen Rat, wie aus den Versuchen zur Konfliktlösung echter Frieden werden kann.

Moskau/Kiew (dpa) - Auf Hunderte Getötete schätzt der Moskauer Bürgerrechtler Sergej Kriwenko die Verluste des russischen Militärs im Kriegsgebiet Ostukraine. «Es sind wohl sogar um die etwa 1000 Tote. Es könnten auch mehr sein», meint der Mitarbeiter der renommierten Menschenrechtsorganisation Memorial in Moskau.

Genaue Zahlen hat er nicht. Viele Soldaten seien unter den Toten. Er selbst kennt viele Fälle von russischen Militärangehörigen, die in den von der Ukraine abtrünnigen Gebieten Luhansk und Donezk kämpften, dort ums Leben kamen oder in Gefangenschaft gerieten.

Erst unlängst besuchte Kriwenko in Kiew zwei gefasste Russen. Der mutmaßliche Hauptmann Jewgeni Jerofejew und der Unterfeldwebel Alexander Alexandrow erzählten Kriwenko demnach, sie seien für den russischen Militärgeheimdienst GRU in der Ukraine im Einsatz gewesen. Doch das russische Verteidigungsministerium betont, die beiden stünden nicht mehr im Staatsdienst. Eine Verantwortung für die Männer weist die russische Führung ebenso zurück - wie insgesamt die ukrainischen Vorwürfe, dass dort reguläre Soldaten im Einsatz seien.

Der Memorial-Experte Kriwenko betont, dass es sich bei den von Moskau offiziell dementierten Kampfeinsätzen um ein schon zu Sowjetzeiten praktiziertes Vorgehen handele. Bereits zu kommunistischen Zeiten habe Moskau international in Konfliktgebieten Soldaten eingesetzt, um eigene Interessen durchzusetzen. Die Militärangehörigen würden ohne persönliche Gegenstände in den Donbass geschickt. Im Fall einer Gefangennahme oder bei Tod sei es dann schwierig, die Identität oder den Dienstherrn nachzuweisen, sagt er.

Kriwenko schätzt die Zahl der Soldaten auf 5000 bis 6000. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko spricht zu unterschiedlichen Zeiten von 8000, bisweilen sogar von bis zu 11 000 russischen Soldaten im Donbass. Auch diese Zahlen hält Kriwenko für denkbar. Als Beleg hatte Kiew mehrfach Wehrdienstausweise und Pässe präsentiert. Doch wie die Ukraine auf die hohen Zahlen kommt, ist Staatsgeheimnis. Die Gesamtstärke der Separatisten schätzt das Land auf 42 000 Mann.

Zwar ist seit langem bekannt, dass im Osten der Ukraine Freiwillige aus Russland kämpfen. Daraus machen weder der Kreml noch die prorussischen Separatisten einen Hehl. Bestritten wird aber, dass es einen Marschbefehl für Militärangehörige gebe. «Es gibt keine russischen Soldaten in der Ukraine», sagte Präsident Wladimir Putin erst unlängst mit Nachdruck in einer metallisch klirrenden Stimmlage.

Auf die Frage, woher die Separatisten die ganzen schweren Waffen hätten, antwortet Putin kühl, dass Kriegsparteien es schon immer und überall auf der Welt verstanden hätten, sich zu versorgen. Bei dem Konflikt starben seit dem Frühjahr 2014 Schätzungen zufolge schon mehr als 6000 Menschen. Nun soll zwar die Militärtechnik endlich gemäß dem Friedensplan von Minsk von der Front abgezogen werden. Aus dem Konfliktgebiet verschwinden werden sie aber auch dann nicht.

Ohne eine massive Unterstützung von russischer Seite mit Technik und Kämpfern hätten die Separatisten nie so weit kommen können, stellte die Moskauer Opposition im Frühjahr im Bericht «Putin. Krieg» fest. Autoren um den im Februar ermordeten Oppositionsführer und früheren Vize-Regierungschef Boris Nemzow hatten mit vielen gesammelten Daten der öffentlichen Linie widersprochen.

«Reguläre Einheiten der russischen Armee haben in Vielem die Kampferfolge der Separatisten im Osten der Ukraine vorausbestimmt», heißt es in dem Papier. Seit langem fordern Kriegsgegner, die Grenze zwischen der Ukraine und Russland zu schließen, um das Einsickern von Technik und Personal zu beenden. Doch in Sicht ist das nicht.

Einschließlich der Ausgaben für die Aufnahme von Hunderttausenden Flüchtlingen habe Russland der Krieg in der Ostukraine rund 80 Milliarden Rubel (rund 1,3 Milliarden Euro) gekostet, heißt es im Nemzow-Bericht. Doch der Schaden für jeden Russen sei viel größer. Die Kosten der Konfrontation mit der Ukraine - einschließlich der Sanktionen - hätten zu Preissteigerungen und einem Rubelverfall geführt. Durch Inflation hätten die Russen etwa 2 Trillionen Rubel Gehalt und 750 Milliarden Rubel Ersparnisse eingebüßt, meinen die Autoren. Der Kreml ließ den Nemzow-Bericht bis heute unkommentiert.

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

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Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

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„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Krautiger Kohlrabi

(Brassica oleracea var. gongylodes)
Ob das deutscheste aller Gemüse wirklich aus Deutschland kommt, liegt – ehrlich gesagt – im Dunkeln. Erfahren Sie mehr über dieses und weitere Geheimnisse aus der Kulturgeschichte des Kohlrabi.

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Es ist ein Irrtum, dass es sich beim deutschesten aller Gemüse um Weißkohl alias Sauerkraut handelt. Zwar hat die vergorene Spezialität den Deutschen in England den Spottnamen Krauts eingetragen, aber fragen Sie mal einen Russen, Ungarn, Japaner, Niederländer, Dänen, Schweden, Franzosen oder Briten, was Kohlrabi in seiner Sprache heißt. Die Antwort mag ka, karalábé, koolrabi, kaalrabi, kålrabbi, colrave oder kohlrabi lauten, phonetisch ist das Ergebnis das gleiche: Die Welt spricht Kohlrabi. Krautiger wird’s nimmer.

Ist es Begeisterung über den süßen, leicht nussigen, dezenten Kohlgeschmack, die Menschen zwischen Washington und Tokio veranlasst, die komisch klingende Knolle im Munde zu führen? Mitnichten. Nur das Wort, nicht das Gemüse kommt ihnen über die Lippen. Kohlrabi ist so deutsch, dass vor allem die Deutschen ihn essen. 40.000 Tonnen im Jahr wachsen hier, und weil das noch zu wenig ist, bauen auch die Niederlande, Polen und Frankreich den Kreuzblütler an – für den Export.

Im Gegensatz zu Weiß- oder Blumenkohl, bei denen Blätter oder Blütenstand verzehrt werden, verdickt sich beim Kohlrabi der untere Teil der oberirdischen Sprossachse und liegt grünweiß oder blauviolett auf der Erdkrume. Innen sind alle Kohlrabis hell. Die größte Sorte heißt „Superschmelz“ und kann – ohne holzig zu werden – zur Größe eines Kohlkopfs anwachsen. Und der einzige Speck, der auch Vegetariern schmeckt, dürfte „Blauer Speck“ sein.

In Wirklichkeit enthält Kohlrabi neben viel Wasser, etwas Zucker und Eiweiß nur 0,1 Prozent Fett. In Deutschland wurde die Knolle im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie war ein Star der Barockküche – beispielsweise in Leipzig, wo sie dem Allerlei den letzten Schliff gab. Das Original hat übrigens nichts mit Erbsen-Möhren-Spargel-Dosenmatsch zu tun, sondern ist ein knackiger Genuss, der – serviert mit heller Soße und luftigen Semmelklößchen – auch Blumenkohl, Morcheln und Flusskrebsschwänze vereint.

Ein Festmahl, das noch nicht ganz vergessen war, als Kurt Tucholskys Alter Ego Peter Panter sich 1928 in einem Speiselokal über breiiges Gemüse beschwerte und die Bedienung antwortete: „Da müssen Sie mal zu meiner Mutter kommen, Herr Panter, die kocht Ihnen ein Leipziger Allerlei ...“ – „Liebe gnädige Frau, es ist so nett von Ihnen ... Aber alle Leute können doch nicht bei Ihrer Mama essen!“

Kohlrabi passt gut zu Rahmsoßen, die auch mal mit Safran oder Chili gewürzt sein dürfen. Am besten gart man ihn im Ganzen und schält und teilt ihn hinterher, damit Aroma und Nährstoffe besser erhalten bleiben: Selen, Senföle und viel Vitamin C stärken das Immunsystem. Roh harmoniert Kohlrabi mit Nüssen, Ziegenkäse, Lachs und Äpfeln. Sein Kraut gehört nicht in den Kompost, denn es enthält viele Mineralien, Karotin, B-Vitamine und Eiweiß. Die zarten Herzblätter schmecken gut in Salat und Suppe oder als Hauptgericht: In Südeuropa bereitet man aus ihrem Grün vegetarische Rouladen oder „Spinat“ zu.

Südeuropa?! Ob das vermeintlich deutsche Gemüse auch aus der Region stammt, in der es so gerne verspeist wird, liegt – um ehrlich zu sein – im Dunkeln. Es könnte genausogut ein Nachfahre des pompejanischen Kohls sein, den der Römer Plinius kurz nach der Zeitenwende beschrieb. Grimms Wörterbuch vermerkte im 19.Jahrhundert, der Begriff Kohlrabi sei „merkwürdig durch seine Gestalt, halb deutsch halb italienisch“. Klar ist: Italien spricht nicht kohlrabisch. Der inoffizielle Kulturbotschafter der Krauts heißt dort cavolo rapa, Kohlrübe.

Neu frisch aus dem Gewächshaus gibt's Kohlrabi ab April, frisch vom Feld im Mai.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen


In jeder Ausagebe des Greenpeace Magazins berichten wir über die Kulturgeschichte von Obst und Gemüse. Unsere neue Ausgabe erhalten Sie am Bahnhofskiosk, in unserem Warenhaus und für nur 33,50€ im Jahresabo

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Mi, 2015-07-29 09:38
Düsseldorf (dpa)

Bericht: K+S bittet Gabriel um Hilfe im Abwehrkampf gegen Potash

Düsseldorf (dpa) - Der Salz- und Düngerkonzern K+S hat im Kampf gegen eine Übernahme durch den kanadischen Konzern Potash dem «Handelsblatt» zufolge Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) um Hilfe gebeten. «Es hat mehrere Gespräche gegeben», bestätigt das Ministerium gegenüber dem «Handelsblatt» (Mittwoch). Dabei sei auch ein Einstieg der staatlichen KfW-Bank im Gespräch gewesen, schrieb das Blatt unter Berufung auf Wirtschaftskreise.

Demnach solle die KfW K+S-Aktien kaufen, um eine Sperrminorität aufzubauen. Finanz- und Wirtschaftsministerium seien aber skeptisch, da ein KfW-Einstieg wohl nur möglich wäre, wenn ein übergeordnetes Interesse bestehe, schrieb das Blatt. Die KfW wollte sich gegenüber der Zeitung nicht äußern, K+S wollte den Bericht nicht kommentieren. Der Konzern hatte Anfang Juli Übernahmegespräche mit den Kanadiern abgelehnt, unter anderem weil die Potash-Offerte mit 41 Euro pro Aktie als zu niedrig erachtet wurde.

Mi, 2015-07-29 09:02
Peking (dpa)

Irritationen überschatten China-Besuch des türkischen Präsidenten

Die Türkei hegt Sympathie für das muslimische Turkvolk der Uiguren, das sich in China unterdrückt fühlt. Aber die Differenzen mit Peking will Präsident Erdogan bei seiner China-Visite eher herunterspielen.

Peking (dpa) - Spannungen zwischen China und der Türkei überschatten den Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in China. Im Mittelpunkt der zweitägigen Visite von Erdogan, der am Mittwoch in Peking eintraf, steht gleichwohl die wirtschaftliche Kooperation. In seiner 100-köpfigen Delegation reisen viele Unternehmensvertreter mit.

Die Beziehungen sind in den vergangenen Wochen besonders durch türkische Hilfe für uigurische Flüchtlinge belastet worden. Viele Angehörige des muslimischen Turkvolkes in der nordwestchinesischen Region Xinjiang verlassen China mit Hilfe von Menschenschmugglern meist in Richtung Südostasien, weil sie sich politisch, kulturell und religiös unterdrückt fühlen. China wirft türkischen Diplomaten vor, ihnen dort mit Reisedokumenten zu helfen.

Die Abschiebung von rund 100 Uiguren durch Thailand nach China hatte Anfang des Monats in Istanbul zu gewaltsamen Protesten vor dem thailändischen Konsulat geführt. Spannungen gibt es auch über anti-chinesische Proteste in der Türkei nach Berichten über Beschränkungen für Muslime in China während des Fastenmonats Ramadan.

«Das Thema Xinjiang wird in den Gesprächen unvermeidlich sein, weil die Äußerungen der Türkei über die Autonome Region ein hemmender Faktor in der Entwicklung der bilateralen Beziehungen ist», sagte Zhu Weilie, Experte der Shanghaier Universität für internationale Studien, der chinesischen Zeitung «Global Times».

Erdogan hatte die Behandlung der Uiguren in China 2009 als «eine Art Völkermord» bezeichnet. Das Turkvolk beklagt Unterdrückung, während Chinas Behörden uigurische Gruppen des Separatismus und Extremismus beschuldigen. Nach einer Reihe von Terroranschlägen gehen die Sicherheitskräfte verschärft gegen Uiguren vor, was auch zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei geführt hat.

Beobachter erwarten allerdings, dass beide Seiten die Differenzen eher herunterspielen werden. Im Mittelpunkt der politischen Gespräche stehen auch die Vorbereitungen für den G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer im November im türkischen Antalya.

Auch will Erdogan die Gespräche über einen möglichen Kauf eines Raketenabwehrsystems aus China fortsetzen. Das Nato-Mitglied Türkei hatte sich 2013 für ein 3,4 Milliarden US-Dollar teures Angebot der chinesischen China Precision Machinery Import and Export Corporation ausgesprochen, was aber Sorgen über die Kompatibilität mit Nato-Systemen ausgelöst hat. Vor seiner Reise sagte Erdogan, er sei offen für ein verbessertes Angebot der chinesischen Seite.

An der Schnittstelle zwischen Asien und Europa spielt die Türkei auch eine wichtige Rolle in der chinesischen Initiative für den Ausbau der Handelswege über eine «neue Seidenstraße». Mit einem Handelsvolumen von 28,6 Milliarden US-Dollar war China 2014 nach Deutschland und Russland der drittwichtigste Handelspartner der Türkei.

Mi, 2015-07-29 09:51
Teheran (dpa)

Iran und Frankreich wollen nach Atom-Einigung Beziehungen verbessern

Teheran (dpa) - Iran und Frankreich wollen nach der Atom-Einigung vom 14. Juli die bilateralen Beziehungen wieder verbessern. «Dieser Besuch soll die Missverständnisse zwischen den beiden Ländern ausräumen und den Beginn für eine politische Ära ermöglichen», sagte Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem französischen Kollegen Laurent Fabius in Teheran. Besonders im Fokus stehe die Zusammenarbeit beider Länder im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat, sagte Sarif.

Fabius sagte, dass er eine Einladung von Präsident François Hollande für seinen iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani für einen Staatsbesuch in Paris im November habe. Außerdem werde eine französische Wirtschaftsdelegation im September in Teheran mit iranischen Unternehmen Wirtschaftsprojekte prüfen. 

Hollande hatte die Reise von Fabius als einen «Test» der künftigen Beziehungen zum Iran bezeichnet. Laut Hollande sind mögliche wirtschaftliche Beziehungen kein Rabatt für die politischen Interessen Frankreichs. Bei den Atomverhandlungen der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran hatte Frankreich eine besonders harte Position eingenommen.

Mi, 2015-07-29 09:40
Wiesbaden (dpa)

Trinkwassergebrauch in Deutschland leicht gesunken

Wiesbaden (dpa) - Kochen, Waschen, Duschen und Putzen - rund 121 Liter Frischwasser hat jeder Mensch in Deutschland im Jahr 2013 pro Tag verbraucht. Das sind rund zwei Liter weniger als bei der letzten Erhebung 2010, wenn man für den Vergleich den Zensus von 2011 als Grundlage nimmt. Die öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen gaben 2013 insgesamt rund 3,5 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser an Haushalte und Kleingewerbe ab, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

Im Westen Deutschlands verbrauchte 2013 jeder pro Tag knapp 127 Liter, im Osten Deutschlands (ohne Berlin) nur 94 Liter. Das meiste Wasser nutzten Menschen in Hamburg (138 Liter), in Sachsen gab es den geringsten Verbrauch (86 Liter). Insgesamt waren 99,3 Prozent der Bevölkerung an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen.

Mi, 2015-07-29 08:20
Leverkusen (dpa)

Bayer mit deutlichem Zuwachs im zweiten Quartal

Leverkusen (dpa) - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im zweiten Quartal dank neuer Medikamente und einem milliardenschweren Zukauf den Umsatz um 18,2 Prozent auf 12,09 Milliarden Euro gesteigert. Besonders stark waren die Zuwächse Unternehmensangaben zufolge im Gesundheitsgeschäft, aber auch die Agrarchemie und die vor der Abspaltung stehende Kunststoffsparte legten zweistellig zu. Im Gesamtkonzern erhöhte sich der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten um fast ein Drittel auf 2,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,15 Milliarden Euro - ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Wegen der jüngsten Wechselkursschwankungen und der Abgabe des Diabetes-Geschäfts senkte Bayer die Umsatzerwartung für 2015 auf 47 Milliarden Euro nach zuvor veranschlagten 48 bis 49 Milliarden Euro.

Mi, 2015-07-29 08:24
Peking (dpa)

Türkischer Präsident Erdogan trifft zu Besuch in China ein

Peking (dpa) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist am Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch in Peking eingetroffen. Seine Visite wird überschattet von Spannungen zwischen beiden Ländern über türkische Hilfe für muslimische uigurische Flüchtlinge. Irritationen gibt es auch über antichinesische Proteste in der Türkei gegen Beschränkungen für Muslime in Nordwestchina während des Fastenmonats Ramadan.

Im Mittelpunkt des Besuches von Erdogan, in dessen 100-köpfiger Delegation viele Unternehmensvertreter mitreisen, steht die wirtschaftliche Kooperation. Auch will Erdogan die Gespräche über den Kauf eines Raketenabwehrsystems aus China fortsetzen.

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Mi, 2015-07-29 08:41
York (dpa)

Das MH17-Tribunal: Was soll es können, was soll es dürfen?

New York (dpa) - Vermutlich wird es ein internationales Tribunal zu Flug MH-17 vorerst gar nicht geben. Denn Russland lehnt eine internationale Untersuchung des Abschusses des malaysischen Flugzeuges, bei dem vor einem Jahr 298 Menschen starben, vorläufig ab - und hat als Vetomacht auch die Möglichkeit, selbst eine 14:1-Mehrheit zu kippen.

Ein Tribunal nach dem Resolutionsentwurf soll sich an denen für das frühere Jugoslawien und Sierra Leone orientieren. Dabei geht es nicht nur um die Untersuchung selbst, sondern auch darum, die Schuldigen hinterher zur Rechenschaft ziehen zu können, ohne dass sie durch nationales Recht geschützt werden. Es wäre ein supranationaler Gerichtshof, der keinem Land und keiner Regierung untersteht.

Der Ankläger des Tribunals würde zunächst die Ergebnisse eines internationalen Ermittlerteams, das nach dem Abschuss gebildet wurde, auswerten. Er könnte dann aber auch weitere Untersuchungen veranlassen. Kommt es zu einem Verfahren, könnte - im Gegensatz etwa zum deutschen Recht - auch in Abwesenheit des oder der Angeklagten verhandelt werden. Denn die Ermittler, Ankläger und Richter wollen nicht machtlos sein, wenn ein Land die Auslieferung eines Angeklagten verweigert.

Mi, 2015-07-29 07:00
Tunis (dpa)

Tunesien erhält militärische Ausrüstung von der Bundeswehr

Tunis (dpa) - Nach den Terroranschlägen auf Touristen in Tunesien stellt die Bundeswehr dem nordafrikanischen Land militärische Ausrüstung für 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Das wurde am Mittwoch am Rande des Besuchs von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Tunis bekannt. Die tunesischen Streitkräfte erhalten ein schwimmendes Dock für die Reparatur von Booten, eine Barkasse für Patrouillen und fünf Unimog-Kleinlastwagen. Hinzu kommen 3000 Helme und 700 Doppelfernrohre.

Die Bundesregierung prüft zudem, wie sie Tunesien bei der Sicherung der 600 Kilometer langen Grenze zu Libyen unterstützen kann. Dabei handelt es sich aber in erster Linie um eine polizeiliche Aufgabe. Inwieweit die Bundeswehr dabei helfen kann, ist unklar.

Ende Juni hatte ein Attentäter im Badeort Sousse 38 Urlauber erschossen. Bereits im März waren bei einem Angriff auf das Nationalmuseum Bardo in Tunis mehr als 20 Touristen getötet worden.

Das Museum will von der Leyen am Mittwoch besuchen. Außerdem trifft sie Präsident Béji Caïd Essebsi, Verteidigungsminister Farhat Horchani und Parlamentarier.

Mi, 2015-07-29 07:18
Singapur (dpa)

Ölpreise sinken weiter

Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 53,09 US-Dollar. Das waren 21 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 20 Cent auf 47,78 Dollar.

Die Aussicht auf weiter steigende Ölreserven in den USA haben die Ölpreise zur Wochenmitte weiter belastet, hieß es aus dem Handel. Die US-Regierung wird die offiziellen Daten zu den Lagerbeständen an Rohöl am Nachmittag veröffentlichen. Experten rechnen mit einem Anstieg um 850 000 Barrel.

Die Ölpreise stehen vor dem stärksten Rückgang innerhalb eines Monats im laufenden Jahr. Nach wie vor sorge das hohe Angebot für Preisdruck am Markt, hieß es weiter. Unter anderem sorgen führende Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) mit einer rekordhohen Fördermenge für eine Ölschwemme auf dem Weltmarkt.

Geht doch!

Drohnen als Förster

Unbemannte Flugkörper sollen pro Jahr weltweit eine Milliarde Bäume pflanzen

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Jährlich werden auf der Erde rund 26 Milliarden Bäume gefällt. Der ehemalige Nasa-Ingenieur Lauren Fletcher nimmt den Kampf gegen die globale Entwaldung auf. Um den Schwund wettzumachen, entwickelte seine in Oxford ansässige, gemeinnützige Firma Bio Carbon Engineering eine innovative Drohne. Diese scannt auch unzugängliche Gegenden, kartografiert baumlose Regionen und bestimmt die Bodenart. Zusammen mit Ökologen entscheidet das Unternehmen, welche Bäume wo gepflanzt werden. Dann wird der Flugkörper ein zweites Mal losgeschickt. Per Druckluft schießt er kleine Saatgut-Kapseln in den Boden. Die Kapseln sind biologisch abbaubar und schützen das keimende Saatgut in der ersten Zeit. „Der industriellen Waldvernichtung können wir nur mit industrieller Aufforstung begegnen“, ist Fletcher überzeugt. Das Projekt befindet sich in der Entwicklungsphase, erste Tests sind im Laufe des Jahres geplant. Obwohl dem britischen Start-up noch Investoren fehlen, hofft Fletcher, dass die Firma schon bald Regierungen für Aufforstungsprojekte begeistern und jedes Jahr eine Milliarde Bäume pflanzen kann.
biocarbonengineering.com

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Frankreich
Mit einem Ende Mai verabschiedeten Gesetz will die französische Nationalversammlung die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen: Große Supermärkte werden verpflichtet, überschüssige Produkte künftig an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Für Menschen ungeeignete Reste können laut Beschluss des Parlaments auch kompostiert oder als Tierfutter verwendet werden. Dabei wandern in Frankreich pro Person und Jahr „nur“
bis zu 30 Kilogramm ungenutzt in den Müll. Hierzulande fallen pro Kopf und Jahr rund 82 Kilo Essensabfälle an.
 

Münster
Seit 1989 dürfen in Münster auf kommunalen Flächen der westfälischen Stadt keine Pestizide mehr eingesetzt werden. Sprießendes Unkraut wird mit Heißluftwalzen oder Wildkrautbürsten entfernt. Diese Verfahren sind zwar aufwendiger und teurer, aber giftfrei. Dank einer Beratung durch den BUND verzichten inzwischen etliche Kommunen auf Pestizide. Dem Vorreiter Münster folgten zum Beispiel Saarbrücken, Tübingen und Bielefeld.
bund.net/pestizidfrei

Berlin
Heimischen Dünger stellen die Berliner Wasserwerke her, indem sie Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnen. Der Wasserversorger verkauft das recycelte Düngemittel unter dem Namen „Berliner Pflanze“ an Landwirte. Das Verfahren haben sich die Ingenieure patentieren lassen. Es dürfte weltweit auf Nachfrage stoßen, denn die globalen Phosphatvorräte gehen zur Neige.
bwb.de/berlinerpflanze
 

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

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Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

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Mi, 2015-07-29 07:50
Teheran (dpa)

Frankreichs Außenminister Fabius nach Atom-Einigung in Teheran

Teheran (dpa) - Der französische Außenminister Laurent Fabius ist am Mittwoch in Teheran eingetroffen. Er wird mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif und Präsident Hassan Ruhani die Umsetzung der Atomvereinbarung vom 14. Juli sowie die Ausweitung der bilateralen Beziehungen besprechen. Präsident François Hollande hat die Reise von Fabius als einen «Test» für die zukünftigen Beziehungen mit dem Iran bezeichnet. Laut Hollande sind mögliche wirtschaftliche Beziehungen kein Rabatt für die politischen Interessen Frankreichs.

Mi, 2015-07-29 07:53
Islamabad (dpa) 

Anführer einer radikalen Sunnitengruppe in Pakistan erschossen

Islamabad (dpa) - Der Anführer der berüchtigten pakistanischen Extremistengruppe Lashkar-e-Jhangvi ist laut Behördenangaben am Mittwoch bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden. Malik Ishag starb demnach im Bezirk Muzzaffargarh der Provinz Punjab bei dem Versuch, während einer Fahrt zwischen zwei Gefängnissen zu flüchten. Auch 16 seiner Anhänger kamen ums Leben; vier Polizisten wurden verletzt.

Ishag stand auf der Terrorliste der USA. Seine mit dem Terrornetz Al-Kaida verbundene Organisation ist für Tausende Anschläge in Pakistan in den vergangenen rund 20 Jahren verantwortlich. Er saß seit 1999 im Gefängnis und leitete von dort aus die Gruppe.

Mi, 2015-07-29 05:00
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Was geschah mit Flug MH17?

Amsterdam (dpa) - Am 17. Juli 2014 stürzte die Passagiermaschine der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 über der Ostukraine ab. Alle 298 Menschen an Bord starben, unter ihnen auch vier Deutsche.

Die Boeing war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Sie überflog dabei die Ostukraine. Dort kämpfen ukrainische Soldaten gegen prorussische Rebellen.

Die Maschine stürzte aus rund 10 000 Metern Höhe ab. Die Umstände sind bis heute nicht eindeutig geklärt, und die Untersuchungen laufen noch. Allgemein akzeptiert ist inzwischen, dass eine bodengestützte Flugabwehrrakete vom Typ Buk die Maschine getroffen hat. Aber wer hat sie abgefeuert?

Da die meisten der Opfer Niederländer waren, wurde das Land mit der Untersuchung der Absturzursache und der Leitung der strafrechtlichen Ermittlungen beauftragt. Die niederländische Staatsanwaltschaft stieß auf Indizien, wonach prorussische Rebellen verantwortlich sind. Sie verfügten im Juli 2014 über ein Buk-System in der Region.

Moskau präsentierte am 21. Juli 2014 Satellitenbilder, wonach ukrainische Truppen ein Buk-Raketensystem nahe der Absturzstelle stationiert hatten. Experten bezweifelten die Echtheit der Bilder. Das wird nun von der Rechercheplattform Bellingcat bestätigt.

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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