Aktuell

Atomkraft / 04.Sep 2015

Immer später, immer teurer

Die Fertigstellung des neuen Atomkraftwerks im französischen Flamanville verschiebt sich schon wieder. Deshalb geht das Uralt-AKW Fessenheim an der deutschen Grenze womöglich nicht wie versprochen vom Netz.

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Fr, 2015-09-04 13:13
Görlitz (dpa)

Dresdner Büro-Elch erneut gesichtet

Görlitz (dpa) - Der als Büro-Elch von Dresden bekanntgewordene Jungbulle ist erneut in Sachsen aufgetaucht. Augenzeugen hätten das Tier am Donnerstag in einem Wäldchen bei Görlitz beobachtet, sagte der Biologe Michael Striese am Freitag auf Anfrage. Görlitz liegt an der Grenze zu Polen. Zuvor hatte «Radio Lausitz» darüber berichtet. Das Jungtier war im August 2014 in einem verglasten Bürohaus in Dresden gestrandet. Die Bilder davon sorgten bundesweit für Schlagzeilen.

Der Elch war damals betäubt worden. Er wurde dann in Ostsachsen ausgesetzt. Experten gehen davon aus, dass sich das Tier bis zum April 2015 in Polen aufhielt und seither in der Oberlausitz umherstreift. Zum Schutz des Elchs wurde der genaue Aufenthaltsort bisher nicht verraten.

«Die Brunft steht vor der Tür, der Bulle will ein Weibchen finden», sagte der Biologe Striese von der Gesellschaft für Naturschutz und landschaftsökologische Forschung Lutra in Boxberg. Der Elchbulle sei mit einem Sender ausgestattet, der dreimal täglich eine SMS mit dem Aufenthaltsort verschicke - «wenn es Netz gibt». Pro Stunde könne ein Elch leicht bis zu zehn Kilometer zurücklegen. Immer öfter wandern Elche aus Polen und Tschechien nach Ostdeutschland ein.

Fr, 2015-09-04 13:35
Ankara (dpa)

China beschäftigt G20 - Gelassenheit trotz Konjunkturflaute

Intensive Diskussionen, aber keine öffentlichen Mahnungen an China: Die Finanzminister und Notenbankchefs der Top-Wirtschaftsmächte werden intensiv die Konjunkturflaute der zweitgrößten Volkswirtschaft beleuchtet. Alarmierende Worte sind aber nicht zu erwarten.

Ankara (dpa) - Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) sehen trotz der Sorgen um die schwache Konjunktur in China und der jüngsten Börsenturbulenzen keinen Grund für übereilte Gegenmaßnahmen. Bei den Beratungen der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs in Ankara wird die Lage in China zwar das beherrschende Thema sein. Mahnende Worten an die Führung in Peking oder ein Maßnahmenpaket der G20 zur Stabilisierung der globalen Konjunktur und der Schwellenländer seien aber nicht zu erwarten, verlautete am Freitag aus Verhandlungskreisen.

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) demonstrierte Gelassenheit: «Dieses Mal haben wir ein relativ entspanntes Treffen», sagte er vor den zweitägigen Beratungen in der türkischen Hauptstadt. «China werden wir natürlich sicherlich intensiver diskutieren. Wir werden auch aufmerksam zuhören, wie die chinesischen Verantwortlichen das selber sehen.» Zudem würden Bewertungen durch Institutionen wie den Internationalen Währungsfonds (IWF) erörtert. Die G20-Finanzminister werden Anfang Oktober sowie im November erneut zusammenkommen.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt steuert auf ein weit schwächeres Wirtschaftswachstum zu als erwartet. Seit Mitte Juni sind die Aktienmärkte in China trotz der Interventionen der Pekinger Führung abgestürzt. Auch andere Finanzmärkte waren betroffen, weshalb es Sorgen vor einer neuen globalen Krise gibt.

Für Unruhe hatte auch eine Abwertung der chinesischen Währung gesorgt. Einige Kritiker sehen darin die Gefahr, dass Peking seine Währung wieder zulasten anderer Länder manipuliert. Andere bewerten dies dagegen als Schritt für eine weitere Marktöffnung.

Auch Schäuble betonte, Peking habe sich in in der Währungspolitik auf die Dinge hin bewegt, die als notwendig erachtet würden, um Chinas Währung in den IWF-Währungskorb aufzunehmen. 

China hofft, dass der Yuan (Renminbi) zu einer Weltreservewährung aufsteigt. Bisher sind neben dem US-Dollar und dem Euro das britische Pfund und der japanische Yen in dem IWF-Korb der Weltwährungen enthalten. Daraus setzen sich die sogenannten Sonderziehungsrechte (SZR) zusammen, eine künstliche, vom IWF geschaffene Währungseinheit. 

In Ankara wird auch über die Niedrigzinsphase gesprochen. Mit Spannung wird auf eine mögliche Zinswende in den USA gewartet. Wegen der Turbulenzen rund um China gab es zuletzt Zweifel, dass die US-Notenbank Fed schon bald eine Abkehr von der Politik des billigen Geldes einleitet und die Zinsen anhebt.

Schäuble pochte erneut auf einen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes: «Ich glaube, wir haben nicht zu wenig Liquidität in den Märkten, und wir haben auch nicht zu wenig Schulden.» Es bestehe eher die «Gefahr von Blasenbildungen», sagte er: «Europa steht nicht im Mittelpunkt des Treffens.»

Unmittelbar vor dem G20-Treffen warnte der Internationale Währungsfonds (IWF), die sich abkühlende Konjunktur in China und die Schwankungen an den Finanzmärkten könnten sich erheblich auswirken. Als weitere Risiken wurden auch ein stärkerer Dollar und Währungsabwertungen in Schwellenländern, fallende Rohstoffpreise sowie ein geringerer Kapitalzufluss genannt: «Ein gleichzeitiges Eintreffen einiger dieser Risiken würde eine viel schwächere Aussicht bedeuten.» Im Juli hatte der IWF die Prognose für das globale Wachstum 2015 auf 3,3 Prozent gesenkt. 

Indien warnte vor einem wettbewerbsbedingten Abwertungswettlauf. Das Finanzministerium des G20-Landes sprach von einer «großen Bedrohung für die Stabilität in der Weltwirtschaft». 

Fr, 2015-09-04 13:50
Ankara (dpa)

China beschäftigt G20 - Gelassenheit trotz Konjunkturflaute

Intensive Diskussionen, aber keine öffentlichen Mahnungen an China: Die Finanzminister und Notenbankchefs der Top-Wirtschaftsmächte werden intensiv die Konjunkturflaute der zweitgrößten Volkswirtschaft beleuchten. Alarmierende Worte sind aber nicht zu erwarten.

Ankara (dpa) - Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) sehen trotz der Sorgen um die schwache Konjunktur in China und der jüngsten Börsenturbulenzen keinen Grund für übereilte Gegenmaßnahmen. Bei den Beratungen der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs in Ankara wird die Lage in China zwar das beherrschende Thema sein. Mahnende Worten an die Führung in Peking oder ein Maßnahmenpaket der G20 zur Stabilisierung der globalen Konjunktur und der Schwellenländer seien aber nicht zu erwarten, verlautete am Freitag aus Verhandlungskreisen.

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) demonstrierte Gelassenheit: «Dieses Mal haben wir ein relativ entspanntes Treffen», sagte er vor den zweitägigen Beratungen in der türkischen Hauptstadt. «China werden wir natürlich sicherlich intensiver diskutieren. Wir werden auch aufmerksam zuhören, wie die chinesischen Verantwortlichen das selber sehen.» Zudem würden Bewertungen durch Institutionen wie den Internationalen Währungsfonds (IWF) erörtert. Die G20-Finanzminister werden Anfang Oktober sowie im November erneut zusammenkommen.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt steuert auf ein weit schwächeres Wirtschaftswachstum zu als erwartet. Seit Mitte Juni sind die Aktienmärkte in China trotz der Interventionen der Pekinger Führung abgestürzt. Auch andere Finanzmärkte waren betroffen, weshalb es Sorgen vor einer neuen globalen Krise gibt.

Für Unruhe hatte auch eine Abwertung der chinesischen Währung gesorgt. Einige Kritiker sehen darin die Gefahr, dass Peking seine Währung wieder zulasten anderer Länder manipuliert. Andere bewerten dies dagegen als Schritt für eine weitere Marktöffnung.

Auch Schäuble betonte, Peking habe sich in in der Währungspolitik auf die Dinge hin bewegt, die als notwendig erachtet würden, um Chinas Währung in den IWF-Währungskorb aufzunehmen. 

China hofft, dass der Yuan (Renminbi) zu einer Weltreservewährung aufsteigt. Bisher sind neben dem US-Dollar und dem Euro das britische Pfund und der japanische Yen in dem IWF-Korb der Weltwährungen enthalten. Daraus setzen sich die sogenannten Sonderziehungsrechte (SZR) zusammen, eine künstliche, vom IWF geschaffene Währungseinheit. 

In Ankara wird auch über die Niedrigzinsphase gesprochen. Mit Spannung wird auf eine mögliche Zinswende in den USA gewartet. Wegen der Turbulenzen rund um China gab es zuletzt Zweifel, dass die US-Notenbank Fed schon bald eine Abkehr von der Politik des billigen Geldes einleitet und die Zinsen anhebt.

Schäuble pochte erneut auf einen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes: «Ich glaube, wir haben nicht zu wenig Liquidität in den Märkten, und wir haben auch nicht zu wenig Schulden.» Es bestehe eher die «Gefahr von Blasenbildungen», sagte er: «Europa steht nicht im Mittelpunkt des Treffens.»

Unmittelbar vor dem G20-Treffen warnte der Internationale Währungsfonds (IWF), die sich abkühlende Konjunktur in China und die Schwankungen an den Finanzmärkten könnten sich erheblich auswirken. Als weitere Risiken wurden auch ein stärkerer Dollar und Währungsabwertungen in Schwellenländern, fallende Rohstoffpreise sowie ein geringerer Kapitalzufluss genannt: «Ein gleichzeitiges Eintreffen einiger dieser Risiken würde eine viel schwächere Aussicht bedeuten.» Im Juli hatte der IWF die Prognose für das globale Wachstum 2015 auf 3,3 Prozent gesenkt. 

Indien warnte vor einem wettbewerbsbedingten Abwertungswettlauf. Das Finanzministerium des G20-Landes sprach von einer «großen Bedrohung für die Stabilität in der Weltwirtschaft». 

Geht doch!

Hoffnung für Hähnchen

Biobrütereien in der Alpenrepublik beenden ab 2017 das massenhafte Kükentöten
 

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Da männliche Küken später keine Eier legen, werden sie direkt nach dem Schlupf getötet. Damit wollen österreichische Biobrütereien spätestens ab 2017 Schluss machen: Im Nachbarland einigten sie sich mit dem Biodachverband und dem Lebensmitteleinzelhandel darauf, in Zukunft Bioeier nur noch dann als „bio“ zu kennzeichnen, wenn Henne und Hahn aufgezogen werden. Gelingen soll das mit einer robusten Legerasse, deren Brudertiere bei der Mast Fleisch ansetzen, wenn auch langsamer und weniger als sonst üblich. Die Branche rechnet mit Mehrkosten von zwei bis drei Cent pro Ei. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat die landesweite Lösung mit auf den Weg gebracht und hofft nun, dass diese wegweisend für ganz Europa sein wird. In Deutschland gibt es bislang nur kleine Projekte wie etwa die „Bruderhahn-Initiative“ oder „Ei-Care“. Doch auch hierzulande bewegt sich etwas: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will das Kükensterben mithilfe der Geschlechtsbestimmung im Ei beenden. Noch ist diese Technik nicht marktreif – und laut Deutschem Tierschutzbund auch nicht ausreichend: „Wir müssen das System ändern, dafür brauchen wir andere Zuchtlinien und andere Haltungssysteme.“
 

Außerdem Interessant

New York: Essen als Chance
Frisch aus dem Knast entlassenen Jugendlichen gibt das Sozialprojekt „Drive Change“ in New York City eine Perspektive: Im Team des mobilen „Snowday Food Truck“ schnippeln sie Gemüse, braten Hühnchen und bieten verschiedene Mittagessen an. Die jungen Menschen verdienen ihr eigenes Geld – für manche ist es der erste legale Job. Vor allem soll ihnen die Arbeit bei der Integration helfen, denn bisher werden zwei von drei jugendlichen Straftätern innerhalb von drei Jahren rückfällig.
snowdayfoodtruck.com

Italien: Soli-Kaffee
Von Neapel aus geht eine solidarische Idee um die Welt: Gäste können einen Kaffee bestellen – und zwei zahlen. Den Gratiskaffee bekommt irgendwann ein Obdachloser, der sich ein Heißgetränk nicht leisten kann. In Neapel wird diese Tradition schon seit mehr als hundert Jahren in der Weihnachtszeit gepflegt. Inzwischen gibt es die Geste der Nächstenliebe in fast 20 Ländern. Auch in Deutschland besteht in einigen Lokalen die Möglichkeit, einen Kaffee zu spenden.
coffeesharing.com

San Francisco: Warnung vor Limo
Werbeanzeigen für Softdrinks müssen laut Beschluss des Stadtrats von San Fransisco künftig mit Warnhinweisen versehen werden. So soll der Verbraucher erfahren, dass der zugesetzte Zucker Fettleibigkeit, Diabetes und Karies verursachen kann. Ein solches Warnlabel könnte es auch landesweit geben, die Demokraten haben einen entsprechenden Gesetzentwurf für den US-Staat Kalifornien eingereicht. Schon im vergangenen Jahr hatte Berkeley dem hohen Zuckerkonsum den Kampf angesagt. Als erste US-Stadt besteuerte die Nachbarin San Franciscos im November 2014 zuckerhaltige Getränke.
 

Geht doch!

Drohnen als Förster

Unbemannte Flugkörper sollen pro Jahr weltweit eine Milliarde Bäume pflanzen

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Jährlich werden auf der Erde rund 26 Milliarden Bäume gefällt. Der ehemalige Nasa-Ingenieur Lauren Fletcher nimmt den Kampf gegen die globale Entwaldung auf. Um den Schwund wettzumachen, entwickelte seine in Oxford ansässige, gemeinnützige Firma Bio Carbon Engineering eine innovative Drohne. Diese scannt auch unzugängliche Gegenden, kartografiert baumlose Regionen und bestimmt die Bodenart. Zusammen mit Ökologen entscheidet das Unternehmen, welche Bäume wo gepflanzt werden. Dann wird der Flugkörper ein zweites Mal losgeschickt. Per Druckluft schießt er kleine Saatgut-Kapseln in den Boden. Die Kapseln sind biologisch abbaubar und schützen das keimende Saatgut in der ersten Zeit. „Der industriellen Waldvernichtung können wir nur mit industrieller Aufforstung begegnen“, ist Fletcher überzeugt. Das Projekt befindet sich in der Entwicklungsphase, erste Tests sind im Laufe des Jahres geplant. Obwohl dem britischen Start-up noch Investoren fehlen, hofft Fletcher, dass die Firma schon bald Regierungen für Aufforstungsprojekte begeistern und jedes Jahr eine Milliarde Bäume pflanzen kann.
biocarbonengineering.com

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Frankreich: Wegwerfverbot für Essbares
Mit einem Ende Mai verabschiedeten Gesetz will die französische Nationalversammlung die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen: Große Supermärkte werden verpflichtet, überschüssige Produkte künftig an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Für Menschen ungeeignete Reste können laut Beschluss des Parlaments auch kompostiert oder als Tierfutter verwendet werden. Dabei wandern in Frankreich pro Person und Jahr „nur“
bis zu 30 Kilogramm ungenutzt in den Müll. Hierzulande fallen pro Kopf und Jahr rund 82 Kilo Essensabfälle an.
 

Münster: Pestizidfreie Kommune
Seit 1989 dürfen in Münster auf kommunalen Flächen der westfälischen Stadt keine Pestizide mehr eingesetzt werden. Sprießendes Unkraut wird mit Heißluftwalzen oder Wildkrautbürsten entfernt. Diese Verfahren sind zwar aufwendiger und teurer, aber giftfrei. Dank einer Beratung durch den BUND verzichten inzwischen etliche Kommunen auf Pestizide. Dem Vorreiter Münster folgten zum Beispiel Saarbrücken, Tübingen und Bielefeld.
bund.net/pestizidfrei

Berlin: „Berliner Pflanze“
Heimischen Dünger stellen die Berliner Wasserwerke her, indem sie Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnen. Der Wasserversorger verkauft das recycelte Düngemittel unter dem Namen „Berliner Pflanze“ an Landwirte. Das Verfahren haben sich die Ingenieure patentieren lassen. Es dürfte weltweit auf Nachfrage stoßen, denn die globalen Phosphatvorräte gehen zur Neige.
bwb.de/berlinerpflanze
 

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

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Fr, 2015-09-04 13:59
Rostock (dpa) 

Offenbar Happy End für Palästinensermädchen Reem in Rostock Von Joachim Mangler, dpa

Es war ein ganz besonderes Treffen: Ein Palästinensermädchen begegnet in Rostock der Kanzlerin - und bricht in Tränen aus. Nun sieht es nach einem glücklichen Ausgang für das Flüchtlingsmädchen aus.

Rostock (dpa) - Ihr Tränenausbruch bei einer Diskussion mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rührte im Juli weltweit die Menschen. Nun kann das Palästinensermädchen Reem aufatmen. Es hat gute Chancen auf eine gesicherte Existenz in Deutschland. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus dem Rostocker Rathaus erfuhr, haben das 14-jährige Mädchen und ihr Vater zunächst eine bis März 2016 befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten. Diese Erlaubnis werde halbjährlich überprüft. Es sei davon auszugehen, dass die Behörden bei den kommenden Prüfungen zu keinem anderen Ergebnis kommen werden. Die endgültige Klärung erfolge spätestens zum März 2017.

In den Amtsstuben herrsche Optimismus, dass am Ende eine gesicherte Existenz für Reem und ihre Familie in Deutschland stehen werde, hieß es. Für die Mutter und den jüngeren Bruder Reems würden derzeit noch weitere Dokumente aus dem Libanon benötigt. Die beiden seien jedoch durch die vorläufige Aufenthaltserlaubnis für Reem und ihren Vater vor einer Abschiebung geschützt.

Der Berliner Rechtsanwalt Hans-Eberhard Schultz bestätigte am Freitag die Informationen aus dem Rathaus. Er vertritt inzwischen die Interessen Reems und ihrer Familie. «Ich bin sehr erfreut über die Entwicklung, die keineswegs sicher war», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er will das Mädchen nun auch bei Medienanfragen beraten und dafür sorgen, dass es nur in Gegenwart von Übersetzen und Vertrauten mit Pressevertretern redet. Der Rummel habe in den vergangenen Wochen viel Energie gekostet. «Es gilt nun zunächst, Ruhe in die Sache bringen», sagt er. Darüber, dass das Mädchen von dem Menschenrechtsanwalt Schultz vertreten wird, hatte zunächst die «Süddeutsche Zeitung» (Donnerstag) berichtet.

Die Kanzlerin und Reem waren Mitte Juli beim Bürgerdialog «Gut leben in Deutschland» in der Rostocker Paul-Friedrich-Scheel-Schule aufeinandergetroffen. Dabei hatte die teilweise gelähmte Reem, die seit vier Jahren in Rostock lebt, von ihrem Schicksal und dem ihrer Familie berichtet. «Es ist wirklich sehr unangenehm, zuzusehen wie andere das Leben genießen können und man es selber halt nicht mitgenießen kann», hatte sie in bestem Deutsch gesagt. «Ich weiß nicht, wie meine Zukunft aussieht.»

Merkels hatte in ihrer Antwort auf die Gesetzeslage und die vielen Zehntausend Flüchtlinge verwiesen, die nach Europa kommen wollen. «Und wenn wir jetzt sagen: Ihr könnt alle kommen und Ihr könnt alle aus Afrika kommen (...) Das können wir auch nicht schaffen.» Mitten in der Antwort war Reem in Tränen ausgebrochen. Merkel war mit den Worten «Ooch komm, das hast du doch prima gemacht» zu ihr gegangen und hatte ihr die Wange gestreichelt.

Über die Geste und das Schicksal Reems war unter dem Hashtag #merkelstreichelt im Internet heftig diskutiert worden. Die Kanzlerin wurde teils als hartherzige oder abgezockte Frau beschimpft. Viele andere jedoch zeigten auch Verständnis für Merkel, da sie es vermieden habe, sich persönlich einzuschalten und so für Reem einen Präzedenzfall zu schaffen.

Merkel verteidigte sich damals auch gegen die Kritik: «Ich glaube (...), dass es wichtig ist, wenn eine Bundeskanzlerin mit Menschen diskutiert, wo sie die Sachlage nicht ganz genau kennt, dass ich da nicht sage: Weil Du gerade die Bundeskanzlerin getroffen hast, ist aber Dein Schicksal schneller zu lösen als das von vielen, vielen anderen», sagte Merkel. «Trotzdem möchte man ein weinendes Mädchen trösten. Aber ich kann dadurch nicht die Rechtslage verändern.»

Fr, 2015-09-04 13:25
Wladiwostok (dpa)

Russland und EU sprechen über Gasproblem der Ukraine

Wladiwostok (dpa) - Russland und die Europäische Union wollen am Freitag kommender Woche über die Probleme bei der Gasversorgung der krisengeschüttelten Ukraine beraten. Für den 11. September sei ein Treffen mit dem für Energie zuständigen Vizepräsidenten der EU-Kommission, Maros Sefcovic, in Wien geplant, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak der Agentur Interfax zufolge.

Anschließend solle es noch im Dezember auch trilaterale Verhandlungen mit der Ukraine geben, sagte Nowak am Freitag auf einem Wirtschaftsform in Wladiwostok an der Pazifikküste.

Es geht um die Frage, wie die klamme Ukraine künftig die Rechnungen für russisches Gas bezahlen kann. Russland hatte Rabatte angeboten, die der Ukraine aber nicht weit genug gehen.

Die Ex-Sowjetrepublik ist das wichtigste Transitland für russische Gaslieferungen in den Westen. Zwar leitet die Ukraine zwar Gas weiter in die EU, erhält seit Juli aber kein eigenes aus Russland für den Verbrauch. Die Energielieferungen bezieht das Land derzeit aus der EU.

Damit die Ukraine über den Winter kommt, benötigt sie Schätzungen zufolge noch rund 3,5 Milliarden Kubikmeter Gas, um die Speicher zu füllen.

Die Ukraine will angesichts der schwierigen Beziehungen mit Russland auf Gas des Nachbarn komplett verzichten. Der russische Gasmonopolist Gazprom sieht die Ukraine dagegen weiter als abhängig von den Lieferungen an, verlangt aber Vorkasse.

Fr, 2015-09-04 13:11
Wladiwostok (dpa)

Putin kritisiert Verfassungsreform in der Ukraine

Wladiwostok (dpa) - Nach den gewaltsamen Protesten gegen die Verfassungsreform in der Ukraine hat Kremlchef Wladimir Putin der Regierung in Kiew einen Missbrauch des Grundgesetzes vorgeworfen. Die Verfassung werde für Machtkämpfe benutzt, sagte Putin am Rande eines Wirtschaftsforums am Freitag in der Pazifik-Metropole Wladiwostok. Die Lösung der Krise hänge nicht von Russland ab.

«Sie hängt allein von der Ukraine selbst ab, vom ukrainischen Volk, davon, wie lange das ukrainische Volk das wüste Geschehen noch mit ansehen will», sagte Putin der Agentur Interfax zufolge.

Der Kremlchef forderte, dass die Aufständischen im Konfliktgebiet Donbass an den Gesprächen über eine neue Verfassung beteiligt werden. Dies sei auch in dem im Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarten Friedensplan vorgesehen. Angesichts der Vielzahl an Ausländern in hohen Staatsämtern in der Ukraine kritisierte Putin eine Steuerung des Landes von außen. «Ich halte das für eine Beleidigung des ukrainisches Volkes», sagte er.

Putin kritisierte, dass die Regierung in Kiew die Minsker Vereinbarungen nicht umsetze, darunter ein Gesetz über den Sonderstatus des Donbass. Die Ukraine wirft den Separatisten ebenfalls vor, das Abkommen nicht umzusetzen.

Fr, 2015-09-04 12:43
Dhabi (dpa)

22 emiratische Soldaten bei Einsatz im Jemen ums Leben gekommen

Sana/Abu Dhabi (dpa) - Beim Einsatz der von Saudi-Arabien geführten Koalition gegen Huthi-Rebellen sind im Jemen 22 Soldaten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ums Leben gekommen. Das berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM am Freitag. Weitere Einzelheiten zu den Umständen nannte sie zunächst nicht.

Die von den Huthis kontrollierte Nachrichtenagentur Sana meldete, eine Rakete habe Dutzende «Söldner» der Saudis getötet. Die Emirate sind Teil der Koalition, die seit März die schiitischen Rebellen und deren Verbündete regelmäßig aus der Luft angreifen.

Fr, 2015-09-04 12:31
Ulm/Stuttgart (dpa)

Experten warnen vor Grippe-Gefahr für Flüchtlinge

Ulm/Stuttgart (dpa) - Kurz vor dem Start der Grippe-Saison warnt die Gesellschaft für Virologie (GfV) vor der Gefahr für Flüchtlinge. Denn durch die Flucht geschwächte Menschen, die auf engem Raum zusammen leben, infizierten sich besonders leicht, teilte die Organisation am Freitag in Stuttgart mit.

Die Zahl der Todesopfer infolge von Grippe werde in Deutschland auf jährlich 5000 bis 20 000 geschätzt. Möglichst viele Flüchtlinge sollten daher Ende Oktober eine Influenza-Impfung erhalten. Gleichzeitig ruft die GfV medizinisches Personal dazu auf, durch eigene Impfung sich selbst und ungeimpfte Hilfesuchende zu schützen.

Der Impfstoff steht laut GfV seit Anfang September in ausreichender Menge bereit. Jetzt müsse zeitnah geklärt werden, wie möglichst viele Menschen in Notunterkünften geimpft werden können.

Fr, 2015-09-04 12:28
Frankfurt/Main (dpa)

Deutsche Maschinenbauer setzen auf «Wachstumsmarkt» Afrika

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sehen ein enormes Wachstumspotenzial in Afrika. Schon in den vergangenen zehn Jahren sei der Wert der Maschinenlieferungen dorthin um 65 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen. «Insgesamt ist Afrika noch ein kleiner Markt, aber wir sehen unglaubliches Potenzial», sagte der Präsident des Branchenverbands VDMA, Reinhold Festge, am Freitag in Frankfurt. Zum Vergleich: Nach Asien wurden 2014 deutsche Maschinen im Wert von 38,9 Milliarden Euro geliefert, nach Europa von 83,2 Milliarden Euro. Allerdings würden nach Prognosen bis 2050 mehr Menschen in Afrika leben als in China, betonte Festge.

Zudem sind die deutschen Maschinenbauer in Afrika nicht so stark wie die Konkurrenz. Mit 10,9 Prozent sind sie nur der viertgrößte Maschinenlieferant - hinter China (Anteil 2014: 18,8 Prozent), Italien (12,5) und den USA (11,9). «Vor allem die Chinesen machen uns große Konkurrenz. Wir müssen deshalb in Afrika besser sichtbar werden», forderte Festge von den Unternehmen. Mit Blick auf die herben Verluste etwa in Russland betonte er: «Wir brauchen dringend neue Märkte.»

Vor allem die Länder südlich der Sahara versuchten, sich von der Position als reiner Rohstofflieferant weiterzuentwickeln und Öl, Gas, Bergbauerzeugnisse sowie Agrarprodukte im Land selbst zu verarbeiten, sagte VDMA-Außenwirtschaftsexperte Ulrich Ackermann. Dafür brauchen sie Maschinen. Ackermann betonte: «Afrika ist für uns kein Risiko-Kontinent, sondern ein Chancen-Kontinent.»

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À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

weiterlesen

Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

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Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

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„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Fr, 2015-09-04 12:12
Palmyra (dpa)

IS sprengt im syrischen Palmyra 2000 Jahre alte Grabtürme

Palmyra (dpa) - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in der syrischen Wüstenstadt Palmyra mehrere rund 2000 Jahre alte Grabtürme zerstört. Syriens oberster Archäologe Mamun Abdulkarim erklärte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, drei der mehrstöckigen Gräber seien vor rund zehn Tagen gesprengt worden.

Satellitenbilder der American Schools of Oriental Research (Asor) aus Boston belegen die Zerstörung von insgesamt sieben Grabtürmen. Die Extremisten hatten in den vergangenen Wochen bereits die einzigartigen Tempel Baal und Baal Schamin gesprengt, die ebenfalls zum Uncesco-Weltkulturerbe gehören. Der IS hatte Palmyra im Mai von Anhängern des Regimes eingenommen.

Fr, 2015-09-04 12:20
Ludwigshafen/Moskau (dpa)

BASF und Gazprom besiegeln Tausch milliardenschwerer Beteiligungen

Die BASF-Tochter Wintershall verabschiedet sich aus dem Gashandels- und Speichergeschäft, der Fokus liegt nun auf der Förderung von Öl und Gas - auch in Sibirien. Unter Dach und Fach gebracht wird das in einem milliardenschweren Deal mit dem russischen Konzern Gazprom.

Ludwigshafen/Moskau (dpa) - Ein angesichts der Ukraine-Krise zunächst gestopptes und umstrittenes Tauschgeschäft zwischen dem weltgrößten Chemiekonzern BASF und dem russischen Rohstoff-Riesen Gazprom kommt nun doch zustande. Getauscht werden dabei verschiedene Öl- und Gas-Beteiligungen, wie BASF am Freitag in Ludwigshafen mitteilte.

Grob gesagt geht es bei dem komplexen Deal darum, dass sich die BASF-Tochter Wintershall komplett aus dem Gashandel verabschiedet und stattdessen auf die Förderung von Öl und Gas konzentriert. Gazprom bekommt außerdem Anteile an der Gas- und Ölförderung von Wintershall in der Nordsee und dürfte vor allem einen Zugang zum Endkundenmarkt in Westeuropa im Blick haben.

Wintershall gibt seine Anteile am Gashandels- und Speichergeschäft komplett an die Russen ab. Dazu zählen etwa Beteiligungen am Kasseler Gashandelsunternehmen Wingas, am Wintershall Erdgashandelshaus Berlin (WIEH) sowie an der Speichergesellschaft Astora, die unter anderem Erdgasspeicher in Rehden und Jemgum in Niedersachsen betreibt.

Gazprom steigt darüber hinaus mit 50 Prozent bei der Gas- und Ölförderung von Wintershall in der Nordsee vor den Küsten der Niederlande, Großbritanniens und Dänemarks ein. Im Gegenzug erhält Wintershall etwas mehr als ein Viertel aus den Fördererträgen eines Gasfeldes in Westsibirien. Dort sollen einmal mindestens acht Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr gefördert werden. Der Start der Produktion ist laut BASF für das Jahr 2018 geplant.

Insgesamt trugen die Aktivitäten, die BASF in den Tausch einbringt, 2014 rund 12,2 Milliarden Euro zum Umsatz bei. Konzernchef Kurt Bock betonte, man konzentriere sich weiter darauf, «in unseren öl- und gasreichen Schwerpunktregionen an der Quelle profitabel zu wachsen». Gazprom-Chef Alexej Miller nannte das Geschäft einen Meilenstein.

Ursprünglich sollte der im Dezember 2013 vereinbarte Tausch, dem die EU-Kommission bereits zugestimmt hat, Ende vergangenen Jahres erfolgen. Im Dezember 2014 war das Geschäft dann aber inmitten der angespannten politischen Lage auf Eis gelegt worden. Die EU hatte Russland wegen des Ukraine-Konflikts mit Wirtschaftssanktionen belegt. Nun wird der Vollzug laut BASF bis zum Jahresende erwartet.

Eine BASF-Sprecherin teilte mit, es sei nie ausgeschlossen worden, den Tausch zu einem späteren Zeitpunkt zu vollziehen. Nun sei gemeinsam entschieden worden, dies zu tun. «Wir sind überzeugt: Für eine sichere Energieversorgung Europas brauchen wir auch weiterhin Erdgas aus russischen Quellen.»

Am Freitag gaben BASF und Gazprom zudem gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern des Nord-Stream-Pipeline-Konsortiums die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen zum geplanten Ausbau der Ostsee-Gasleitung bekannt. Demnach soll Gazprom 51 Prozent an der neuen Gesellschaft halten. Eon, Shell, der österreichische OMV-Konzern und BASF sollen je 10, der französische Energieversorger Engie 9 Prozent bekommen.

Diese Projektgesellschaft ist für den Bau zweier weiterer Pipelines von Russland durch die Ostsee bis nach Deutschland zuständig - das sogenannte Nord-Stream-2-Projekt. Die zwei zusätzlichen Röhren sollen einmal eine Jahreskapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas haben. Damit würde sich die gesamte Kapazität von Nord Stream verdoppeln.

Fr, 2015-09-04 12:28
Prag (dpa)

Visegrad-Länder - In Flüchtlingskrise einig wie selten

Prag (dpa) - In der Flüchtlingspolitik sind sich die vier östlichen EU-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn so einig wie selten. Feste Quoten, die sie zur Aufnahme von Flüchtlinge aus anderen EU-Ländern verpflichten würden, lehnen sie grundsätzlich ab. Bei einem Treffen in Prag wollten die Länder der sogenannten Visegrad-Gruppe - benannt nach dem Ort des ersten Treffens 1991 - am Freitag ihr Vorgehen abstimmen.

POLEN: Ministerpräsidentin Ewa Kopacz sagt: «Uns Polen muss man Solidarität nicht beibringen.» Warschau verweist auf sein Engagement für Flüchtlinge aus dem Konflikt im Nachbarland Ukraine.

TSCHECHIEN: Ministerpräsident Bohuslav Sobotka hält eine feste Quote für einen «Nährboden für Fremdenfeinde». Prag hat die Aufnahme von 1500 Flüchtlingen angeboten, will sie aber selbst aussuchen.

SLOWAKEI: Regierungschef Robert Fico ist der Meinung, dass eine Quote nur die organisierte Kriminalität fördert. Über die Menschen auf der Flucht sagt er: «Zu 95 Prozent sind es Wirtschaftsflüchtlinge.»

UNGARN: Ministerpräsident Viktor Orban schiebt die Verantwortung für die Krise Deutschland zu. «Das Problem ist kein europäisches Problem. Das Problem ist ein deutsches Problem.»

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU. 
Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen. 

ERPRESSO
Die Leere des Portemonnaies
 

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Schaurige Leistung.
Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten.

Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich.

VW. Das Böse.
 

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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