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Di, 2015-08-04 10:34
Juba (dpa)

Bericht: Kinder im Südsudan vermissen vor allem Schulbildung

Juba (dpa) - Die Leidtragenden der anhaltenden Gewalt im Südsudan sind vor allem Kinder: Mittlerweile sind bereits 800 000 Jungen und Mädchen auf der Flucht, 250 000 von ihnen sind akut von Hunger bedroht, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht von vier internationalen Hilfsorganisationen hervorgeht. Zudem wurden demnach 13 000 Kinder und Jugendliche als Kindersoldaten rekrutiert. Trotz der dramatischen Lage sei es den meisten Betroffenen aber besonders wichtig, wieder zur Schule gehen zu können - viele Kinder nannten diesen Wunsch noch vor Grundbedürfnissen wie Unterkunft oder Essen.

Die Organisationen World Vision, Save the Children, Intersos und Care hatten Kinder und deren Eltern in allen Teilen des Südsudans zu ihren Problemen und Bedürfnissen befragt. Viele erklärten, sie seien selbst aktiv geworden und hätten provisorische Schulgebäude gebaut oder Geld gesammelt, um einen Lehrer bezahlen zu können.

Ein 15-Jähriger erklärte, die Schule könne im Südsudan Leben retten: «In der Schule sind wir geschützt. Dort greift uns kein Soldat an und verschleppt uns.» Ein anderer Junge sagte, Kinder lernten dort auch, auf gefährliche Situationen zu reagieren und etwa zu verstehen, wo Landminen vergraben sein könnten.

Der Südsudan versinkt in Gewalt, seit Ende 2013 ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Ex-Stellvertreter Riek Machar eskalierte. Der Konflikt hat vor allem ethnische Hintergründe.

Di, 2015-08-04 10:46
London (dpa)

Großbritannien verlängert Lufteinsatz im Irak

London (dpa) - Großbritannien wird seine Beteiligung am Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat um ein Jahr bis mindestens März 2017 verlängern. Das kündigte Verteidigungsminister Michael Fallon am Dienstag bei einem Besuch im Irak an. Großbritannien ist bei der internationalen Operation für etwa ein Drittel aller Aufklärungsflüge verantwortlich. Zudem lieferten die acht Kampfjets der Royal Air Force, die von einer Luftwaffenbasis auf Zypern starten, «essenzielle und präzise Feuerkraft», sagte Fallon. Britische Bodentruppen im Irak zum Kampf gegen den IS schloss Fallon erneut aus: «Der Irak will das nicht», sagte der Verteidigungsminister.

Di, 2015-08-04 10:30
Belgrad (dpa)

Mindestens fünf Tote bei Sturm in Mazedonien

Belgrad (dpa) - Bei einem schweren Unwetter in Mazedonien sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, weitere 13 wurden verletzt. Das meldet das Newsportal «24Sata» und beruft sich auf Angaben des Krankenhauses in Tetovo, der zweitgrößten Stadt des Landes. Ein Sturm war am späten Montag über den Westen Mazedoniens gezogen und hatte Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Einsatzkräfte befürchteten noch weitere Opfer und Schäden, da sie abgelegene Orte zunächst nicht erreichen konnten. Auch die Zahl der Vermissten war erst einmal unklar.

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

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Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

À la Saison

Schlangenmordende Schwarzwurzel

(Scorzonera hispanica)
Die Schwarzwurzel hieß noch im 17. Jahrhundert „Schlangenmord“ oder „Vipergras“. Tatsächlich ist sie eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel

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„Die Wurtzel“ sei „fleischig, saftig und voll Milch“ sowie „süß von Geschmacke, wann sie gesotten worden“, schrieb der französische Chemiker und Arzt Nicolas Lémery 1698 in ein Lexikon. Den Zeitgenossen mochte das gewagt erscheinen. War die Schwarzwurzel doch erst seit kurzem etwas zu Essen. Im Deutschen trug das neue Gemüse die Beinamen „Schlangenmord“ und „Vipergras“, die eher nach Hexenkessel als nach Eintopf klangen.

Schuld war der italienische Botaniker und Mediziner Pietro Andrea Mattioli, der die antike Heilpflanze 1544 erstmals wissenschaftlich beschrieben hatte. Der kaiserliche Leibarzt verwandte die Wurzel des Korbblütlers nicht nur gegen Wundfieber und Knochenbrüche, sondern auch „wider den Natterbiß“. Er taufte sie Scorzonera hispanica nach ihrem Herkunftsland Spanien und dem Namen einer schwarzen Giftschlange. Außerdem setzte er das Gewächs auch „wider die fallende Seuche, zu den Pocken und für die Pest“ ein, wie Lémery 150 Jahre
später notierte. Sie ist, kurzum, eine zu Unrecht vergessene Wunderwurzel.

„Proletenspargel“ oder „Spargel des armen Mannes“ heißt Mattiolis Zaubergemüse im Volksmund heute. Eine Delikatesse, die hierzulande – außer in Bayern – kaum groß--flächig angebaut wird. Wir importieren sie aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden, wo man offenbar weiß, was gut ist. In Wahrheit ist der im Inneren elfenbeinfarbene „Winterspargel“ dem Original überlegen, nicht nur was seine Länge von bis zu einem halben Meter angeht. Die kalzium-, eisen-, magnesium- und vitaminreiche Schwarzwurzel gibt es nicht nur mitten in der kalten Jahreszeit, sie ist auch robust, lagerfähig und wird nicht holzig.

Es ist richtig, dass ihre korkige Rinde beim Schälen ohne Handschuhe hässliche Flecken von großer Haltbarkeit in die Haut gerbt. Und es stimmt, dass ihr milchiger Saft klebt wie Pattex, wenn man sie – Tipp aus dem Kochbuch – erst nach dem Garen häutet. Und damit sie nicht braun anläuft, gehören etwas Zitrone und Milch ins Kochwasser. Ja, die Zubereitung der Scorzonera ist eine Zumutung. Genau das macht sie zur „alten Sorte“ und – einige Jahre nach ihrer nordamerikanischen Schwester Topinambur – zur zumindest unter Spitzenköchen wiederentdeckten Rarität.

Sei es, dass der Kopenhagener René Redzepi sie im Restaurant Noma mit Gotland-Trüffeln als Hors d’œuvre anrichtet, der spanische Molekularkoch Ferran Adrià sie zu Steinbutt serviert oder in einem Berner Grandhotel das Steak auf „seinem Bett von Schwarzwurzelragout“ kommt – sie harmoniert. Anders als der geltungssüchtige Spargel kann, aber muss sie kein Solo auf dem Teller spielen. Ganz gleich ob die Sorte „Hoffmanns Schwarzer Pfahl“, „Schwarzer Peter“ oder „Russischer Riese“ heißt – in der Schwarzwurzel verbindet sich das Beste (unbittere) des Spargels mit zarten Nussaromen und winterlicher Erdigkeit. Besonders gut schmeckt sie zu zerlassener Butter und gerösteten Semmelbröseln. Aber auch mit Béchamelsoße oder im Soufflé und selbst roh in den Salat geraspelt ist sie ein Genuss.

In Sachen Pest hat Mattioli die Wunderwurzel aber zweifellos überschätzt. Der Gelehrte starb 1577 am „Schwarzen Tod“ – und das vermutlich nicht, weil gerade keine Schwarzwurzel zur Hand war.

Neu frisch vom Feld gibt's die Schwarzwurzel ab Oktober, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Krautiger Kohlrabi

(Brassica oleracea var. gongylodes)
Ob das deutscheste aller Gemüse wirklich aus Deutschland kommt, liegt – ehrlich gesagt – im Dunkeln. Erfahren Sie mehr über dieses und weitere Geheimnisse aus der Kulturgeschichte des Kohlrabi.

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Es ist ein Irrtum, dass es sich beim deutschesten aller Gemüse um Weißkohl alias Sauerkraut handelt. Zwar hat die vergorene Spezialität den Deutschen in England den Spottnamen Krauts eingetragen, aber fragen Sie mal einen Russen, Ungarn, Japaner, Niederländer, Dänen, Schweden, Franzosen oder Briten, was Kohlrabi in seiner Sprache heißt. Die Antwort mag ka, karalábé, koolrabi, kaalrabi, kålrabbi, colrave oder kohlrabi lauten, phonetisch ist das Ergebnis das gleiche: Die Welt spricht Kohlrabi. Krautiger wird’s nimmer.

Ist es Begeisterung über den süßen, leicht nussigen, dezenten Kohlgeschmack, die Menschen zwischen Washington und Tokio veranlasst, die komisch klingende Knolle im Munde zu führen? Mitnichten. Nur das Wort, nicht das Gemüse kommt ihnen über die Lippen. Kohlrabi ist so deutsch, dass vor allem die Deutschen ihn essen. 40.000 Tonnen im Jahr wachsen hier, und weil das noch zu wenig ist, bauen auch die Niederlande, Polen und Frankreich den Kreuzblütler an – für den Export.

Im Gegensatz zu Weiß- oder Blumenkohl, bei denen Blätter oder Blütenstand verzehrt werden, verdickt sich beim Kohlrabi der untere Teil der oberirdischen Sprossachse und liegt grünweiß oder blauviolett auf der Erdkrume. Innen sind alle Kohlrabis hell. Die größte Sorte heißt „Superschmelz“ und kann – ohne holzig zu werden – zur Größe eines Kohlkopfs anwachsen. Und der einzige Speck, der auch Vegetariern schmeckt, dürfte „Blauer Speck“ sein.

In Wirklichkeit enthält Kohlrabi neben viel Wasser, etwas Zucker und Eiweiß nur 0,1 Prozent Fett. In Deutschland wurde die Knolle im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie war ein Star der Barockküche – beispielsweise in Leipzig, wo sie dem Allerlei den letzten Schliff gab. Das Original hat übrigens nichts mit Erbsen-Möhren-Spargel-Dosenmatsch zu tun, sondern ist ein knackiger Genuss, der – serviert mit heller Soße und luftigen Semmelklößchen – auch Blumenkohl, Morcheln und Flusskrebsschwänze vereint.

Ein Festmahl, das noch nicht ganz vergessen war, als Kurt Tucholskys Alter Ego Peter Panter sich 1928 in einem Speiselokal über breiiges Gemüse beschwerte und die Bedienung antwortete: „Da müssen Sie mal zu meiner Mutter kommen, Herr Panter, die kocht Ihnen ein Leipziger Allerlei ...“ – „Liebe gnädige Frau, es ist so nett von Ihnen ... Aber alle Leute können doch nicht bei Ihrer Mama essen!“

Kohlrabi passt gut zu Rahmsoßen, die auch mal mit Safran oder Chili gewürzt sein dürfen. Am besten gart man ihn im Ganzen und schält und teilt ihn hinterher, damit Aroma und Nährstoffe besser erhalten bleiben: Selen, Senföle und viel Vitamin C stärken das Immunsystem. Roh harmoniert Kohlrabi mit Nüssen, Ziegenkäse, Lachs und Äpfeln. Sein Kraut gehört nicht in den Kompost, denn es enthält viele Mineralien, Karotin, B-Vitamine und Eiweiß. Die zarten Herzblätter schmecken gut in Salat und Suppe oder als Hauptgericht: In Südeuropa bereitet man aus ihrem Grün vegetarische Rouladen oder „Spinat“ zu.

Südeuropa?! Ob das vermeintlich deutsche Gemüse auch aus der Region stammt, in der es so gerne verspeist wird, liegt – um ehrlich zu sein – im Dunkeln. Es könnte genausogut ein Nachfahre des pompejanischen Kohls sein, den der Römer Plinius kurz nach der Zeitenwende beschrieb. Grimms Wörterbuch vermerkte im 19.Jahrhundert, der Begriff Kohlrabi sei „merkwürdig durch seine Gestalt, halb deutsch halb italienisch“. Klar ist: Italien spricht nicht kohlrabisch. Der inoffizielle Kulturbotschafter der Krauts heißt dort cavolo rapa, Kohlrübe.

Neu frisch aus dem Gewächshaus gibt's Kohlrabi ab April, frisch vom Feld im Mai.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen


In jeder Ausagebe des Greenpeace Magazins berichten wir über die Kulturgeschichte von Obst und Gemüse. Unsere neue Ausgabe erhalten Sie am Bahnhofskiosk, in unserem Warenhaus und für nur 33,50€ im Jahresabo

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Di, 2015-08-04 10:21
Minsk (dpa)

Konfliktparteien in der Ostukraine ringen um Details von Waffenabzug

Minsk (dpa) - Im Kriegsgebiet Ostukraine kommt der vereinbarte Waffenabzug von der Frontlinie nicht voran. Die Konfliktparteien hätten sich bei rund zehnstündigen Gesprächen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk nicht auf Einzelheiten verständigen können, sagte Separatistensprecher Wladislaw Dejnego der Agentur Tass zufolge. Er machte die ukrainische Regierung für die Verzögerung verantwortlich.

Die Gespräche über eine entmilitarisierte Zone würden fortgesetzt, teilten die prorussischen Aufständischen am Dienstag mit. Dabei soll auch über einen Gefangenenaustausch sowie über einen Sonderstatus der Separatistengebiete Donezk und Luhansk diskutiert werden.

An den Verhandlungen beteiligt sich auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Der OSZE-Vertreter in der Ukraine-Kontaktgruppe, Martin Sajdik, mahnte eine schnelle Wiederherstellung der von Gefechten ruinierten Wasserversorgung an. Eine Expertengruppe werde Zisternen und Rohre untersuchen. «An einer reibungslosen Arbeit sind alle interessiert, weil die Leitungen beide Seiten mit Wasser versorgen», sagte der österreichische Diplomat.

Im Konfliktgebiet Donbass kam es erneut zu Schusswechseln zwischen Einheiten der prowestlichen Führung in Kiew und den Aufständischen. Dabei habe es Verletzte gegeben, hieß es in ersten Berichten.

Di, 2015-08-04 09:23
Hannover (dpa)

Conti hebt Prognose erneut an - Steuern bremsen Tempo unterm Strich

Continental hat einen Lauf. Der Konzern erhöht erneut sein Gewinnziel für 2015. Während Autobauer wie VW bremsen, sieht Conti viel Tempo in der zweiten Jahreshälfte. Einen Schönheitsfehler gibt es jedoch.

Hannover (dpa) - Getrieben von einem starken Geschäft und niedrigen Einkaufskosten traut sich der Autozulieferer Continental 2015 abermals mehr zu und schraubt seine Prognose leicht nach oben. Der Dax-Konzern hatte seinen Ausblick bereits im Frühling angehoben.

Auslöser für die Zuversicht ist der rundum positive Lauf auch im zweiten Quartal. Der Zulieferer, Reifenhersteller und Technikkonzern steigerte seinen Umsatz zwischen April und Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 10,03 Milliarden Euro. Das teilte Conti am Dienstag in Hannover mit. Bereinigt um Zukäufe und den schwachen Euro lag das Wachstum bei 4 Prozent.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schoss im zweiten Viertel des Jahres sogar um 30 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro empor. Hatte Conti bisher aufgrund geringerer Rohstoffkosten mit einer Entlastung von 150 Millionen Euro im laufenden Jahr gerechnet, stand dieser Effekt nun jüngst sogar bei 200 Millionen Euro. Conti rechnet bei dem für Reifen wichtigen Grundstoff Naturkautschuk mit fallenden Preisen.

In der Zwischenbilanz hieß es: «Aus heutiger Sicht besteht kein Grund zur Annahme, dass der Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2015 nicht ähnlich positiv verlaufen sollte wie im ersten Halbjahr 2015.»

Bereits das Auftaktquartal war stark gewesen. Auf die ersten sechs Monate gerechnet kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf rund 19,6 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte um ein Fünftel auf 2,16 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich ist das Tempo mit 11 Prozent Zuwachs auf 1,45 Milliarden Euro vergleichsweise gering. Das liegt vor allem an einer stark gestiegenen Steuerlast.

Der wichtigste Treiber auf der Gewinnseite blieb die Reifensparte. Sie steuerte zum operativen Gewinn im bisherigen Jahresverlauf 1,20 Milliarden Euro bei - ein Sprung von 100 Millionen Euro im zweiten Quartal.

Einer der wenigen Flecken in der Bilanz ist das nahende Aus für den Conti-Standort Salzgitter. In der Schlauchleitungsfabrik arbeiten etwa 220 Menschen. Für den Abbau plant Conti 14 Millionen Euro ein.

Bei der um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinnspanne geht Continental nun aufs Jahr gesehen von rund 11 Prozent vom Umsatz aus - statt wie zuvor 10,5 Prozent. Der Konzern bereinigt diese Kennziffer um einmalige Effekte wie etwa Kosten aus Übernahmen.

Di, 2015-08-04 09:46
Bujumbura (dpa)

Anschlag auf bekannten Menschenrechtler in Burundi

Bujumbura (dpa) - Einen Tag nach der Ermordung des früheren Geheimdienstchefs von Burundi haben Unbekannte einen Anschlag auf den bekannten Menschenrechtler Pierre Claver Mbonimpa verübt. Sein Auto sei am Montagabend in der Hauptstadt Bujumbura von bewaffneten Männern auf Motorrädern beschossen worden, sagte ein Verwandter Mbonimpas. Der Menschenrechtler sei dabei verletzt worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Beobachter befürchten, dass das ostafrikanische Land ins Chaos abrutschen könnte.

Mbonimpa ist der Präsident der Vereinigung für den Schutz der Menschenrechte und inhaftierter Personen (APRODH) und war seit Ende April einer der Hauptorganisatoren der Proteste gegen Präsident Pierre Nkurunziza. Zahlreiche Regierungsgegner versuchten - letztlich vergeblich - zu verhindern, dass Nkurunziza entgegen der Verfassung bei den Wahlen im Juli für eine dritte Amtszeit kandidiert. Bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden mindestens 80 Menschen getötet.

Erst am Sonntag war der frühere Geheimdienstchef des Landes, Adolphe Nshimirimana, ermordet worden. Der General geriet in einen Hinterhalt und wurde von mehreren Männern in Militäruniformen angegriffen. Nshimirimana, ein Vertrauter des Staatschefs, hatte versucht, die blutigen Proteste gegen Nkurunziza zu unterdrücken.

Der Präsident war am 21. Juli mit riesigem Vorsprung wiedergewählt worden - auch weil die Opposition die Abstimmung boykottiert hatte.

Di, 2015-08-04 08:40
Hannover (dpa)

Conti hebt Prognose erneut an

Hannover (dpa) - Der Technologiekonzern Continental hat seinen Lauf im zweiten Quartal fortgesetzt und korrigiert seine Gewinnprognose abermals leicht nach oben. Der Autozulieferer und Reifenhersteller steigerte seinen Umsatz zwischen April und Ende Juni um 18 Prozent auf 10,03 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schoss sogar um 30 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro empor. Neben den weiter brummenden Geschäften halfen Conti niedrige Rohstoffkosten, etwa für Kautschuk.

Fast dreimal so hohe Steuern wie im zweiten Quartal 2014 sorgten unter dem Strich allerdings für etwas weniger Tempo: Der Gewinn stieg um 11 Prozent auf 716 Millionen Euro. Bei der um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinnspanne geht Conti nun aufs Jahr gesehen von rund 11 Prozent vom Umsatz aus - statt wie zuvor 10,5 Prozent.

Di, 2015-08-04 08:15
Rangun (dpa)

Schwere Überschwemmungen in Asien

Rangun (dpa) - Ungewöhnlich starker Monsunregen und verheerende Überschwemmungen haben in Asien viele Menschen das Leben gekostet. In Vietnam stieg die Zahl der Todesopfer am Dienstag auf 34, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Im bitterarmen Myanmar waren mehr als 60 Menschen ertrunken oder von Erdrutschen verschüttet worden, in Indien kamen mehr als 95 um.

In Myanmar kämpften 200 000 Menschen in überfluteten Gebieten ums Überleben. Viele waren in Schulen und buddhistische Klöster geflüchtet. Viele Regionen seien von der Außenwelt abgeschnitten, hieß es vom UN-Büro für humanitäre Hilfe (Ocha). Strom- und Kommunikationsverbindungen, wo überhaupt vorhanden, seien unterbrochen. Mindestens 150 000 Menschen bräuchten Lebensmittel, so Ocha. Es würden auch dringend Trinkwasser, Zelte, Medikamente und Moskitonetze gebraucht.

Nach Angaben der Wetterdienste in Myanmar ist kein Ende der schweren Regenfälle abzusehen. Mit dem Abfluss der Wassermassen Richtung Süden dürfte die Lage in den dortigen Regionen noch prekärer werden, warnten die Vereinten Nationen.

Di, 2015-08-04 07:44
Singapur (dpa)

Rohöl erholt sich leicht von erneutem Preisrutsch

Singapur (dpa) - Die Ölpreise haben sich am Dienstag leicht von ihren deutlichen Preiseinbußen vom Vortag erholt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 49,68 US-Dollar. Das waren 16 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 29 Cent auf 45,46 Dollar. Brent-Öl notiert damit weiter bei einem Sechs-Monats-Tief, WTI hatte zuletzt im März weniger gekostet.

Am Montag hatten die Ölpreise ihren jüngsten Sinkflug beschleunigt und um etwa vier Prozent nachgegeben. Fachleute nannten mehrere Gründe, darunter das hohe Angebot aus Staaten des Ölkartells Opec.

Deren Produktion liegt sowohl deutlich über der Nachfrage nach Opec-Rohöl als auch über der zwischen den Kartellmitgliedern vereinbarten Fördermenge. Auf der Ölnachfrage lastet außerdem die konjunkturelle Schwäche Chinas sowie zahlreicher großer Schwellenländer. Hinzu kommt der im längeren Vergleich starke US-Dollar, der Erdöl für Abnehmer etwa aus Europa verteuert.

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Di, 2015-08-04 05:50
Hiroshima (dpa)

Das atomare Wettrüsten der Supermächte

Hiroshima (dpa) - Die Erfindung der Atombombe löste ein beispielloses Wettrüsten der beiden Supermächte USA und Sowjetunion im Kalten Krieg aus. Allein das US-Programm verschlang bis in die 1990er Jahre mehrere Billionen US-Dollar.

Juli 1945: Erster erfolgreicher Test einer US-Atombombe. Im August werden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen.

August 1949: Die Sowjetunion zündet ihre erste Atombombe.

November 1952: Erste Explosion einer US-Wasserstoffbombe im Pazifik. Ein Jahr später ziehen die Sowjets gleich.

Januar 1953: Die Produktion von atomaren US-Kurzstreckenraketen läuft an. Wie Atomkanonen werden sie auch in Europa stationiert.

September 1954: Die Amerikaner stellen ihr erstes Atom-U-Boot in Dienst, die Sowjets vier Jahre später. Mit Nuklearraketen bestückte Schiffe verschärfen die gegenseitige Bedrohung.

Oktober 1957: Mit dem Transport des sowjetischen Erdtrabanten «Sputnik» beginnt ein Wettlauf in der Raumfahrt und um Interkontinentalraketen.

Oktober 1961: Im Norden Russlands zünden die Sowjets die «Zar»-Wasserstoffbombe. Der Sprengsatz ist bis zu 4000 mal stärker als die Hiroshima-Bombe.

Oktober 1962: In der Kuba-Krise droht US-Präsident John F. Kennedy den Russen mit einem Atomschlag, falls sie ihre auf der Insel stationierten Mittelstreckenraketen nicht abzögen. Moskau gibt nach.

März 1983: US-Präsident Ronald Reagan plant einen weltraumgestützten Schutzschild gegen Atomraketen. Das immens teure «Star Wars»-Programm wird in den 1990er Jahren eingestellt.

Dezember 1983: Als Antwort auf die Drohungen Moskaus stationieren auch die USA atomare Mittelstreckenraketen - vor allem in Deutschland. 1987 wird deren Vernichtung vereinbart.

1986: Auf dem Gipfel des Wettrüstens liegen in den US-Arsenalen etwa 23 300 atomare Sprengsätze, die Gegenseite hat mehr als 40 100.

Juli 1991: Der sogenannte Start-I-Vertrag sieht erstmals den Abbau strategischer Atomwaffen vor.

Dezember 1991: Mit dem Untergang der Sowjetunion endet auch das Wettrüsten im Kalten Krieg.

Di, 2015-08-04 05:50
Hiroshima (dpa)

Die Großstädte Hiroshima und Nagasaki

Hiroshima (dpa) - Die Namen Hiroshima und Nagasaki rufen schreckliche Erinnerungen wach: Am 6. und 9. August 1945 warfen die USA Atombomben auf die japanischen Städte. Weit mehr als 100 000 Menschen starben sofort.

70 Jahre danach präsentieren sich beide als moderne Großstädte: Hiroshima, die Hafenstadt im Südwesten der Hauptinsel Honshu, ist heute eine quirlige Metropole mit etwa 1,1 Millionen Einwohnern. Hiroshima wurde als erste von einer Atombombe verwüstete Stadt weltweit als Symbol für den Frieden bekannt. Über eine Million Touristen jährlich besuchen das Friedensmuseum im Friedenspark. Der Hafen, die Fischverarbeitung und die benachbarten Mazda-Autowerke geben vielen Menschen Arbeit.

Nagasaki wurde von einer noch stärkeren Bombe verwüstet. Die Stadt an der Westküste der Insel Kiushu hat heute gut 430 000 Einwohner. Sie lockt deutlich weniger «Friedenstouristen» als Hiroshima an, wohl aber viele Besucher von farbenfrohen Veranstaltungen wie dem Laternenfest. Kirchen erinnern an die Christianisierungsversuche im 16. Jahrhundert. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind der traditionelle Seehandel mit Asien und Europa, die Kreuzschifffahrt, der Schiffbau und die Elektroindustrie.

Di, 2015-08-04 05:39
Berlin (dpa) 

NRW-Innenminister fordert Hilfe vom Bund für Kommunen

Flüchtlinge werden derzeit vielerorts in Zelten untergebracht und müssten vor dem Winter in geeignetere Unterkünfte. Nordrhein-Westfalens Innenminister Jäger fordert für die Kommunen Hilfe vom Bund.

Berlin (dpa) - Angesichts der angespannten Unterbringungssituation bei Flüchtlingen hat der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) Hilfe vom Bund für die Kommunen gefordert. Der Bund müsse «finanzielle Verantwortung übernehmen und die Kommunen bei den Unterbringungskosten entlasten», sagte Jäger der Zeitung «Die Welt» (Dienstag). Er verlangte vom Bund eine Kopfpauschale. Den Umgang mit Flüchtlingen nannte er eine nationale Aufgabe.

Es sei mittlerweile «am aller wichtigsten, die Obdachlosigkeit von Flüchtlingen zu verhindern», so Jäger. Der SPD-Politiker sprach sich zudem für eine schnellere Bearbeitung von Asylbewerberanträgen aus. Außerdem sollten Immobilien des Bundes wie etwa Kasernen leichter für die Unterbringung genutzt werden.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), forderte vom Bund eine Verdoppelung der Flüchtlingshilfe für die Kommunen auf mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr. «Grundsätzlich muss der Bund im nächsten Jahr den Kommunen eine deutlich höhere Hilfe zukommen lassen», sagte Özoguz der «Rheinischen Post» (Dienstag).

Die Bundesregierung stellte den Ländern wegen der Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen schnellere Entscheidungen in Aussicht. Ein für den Herbst geplantes Bund-Länder-Treffen könnte auf September vorgezogen werden.

Zur Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) nach einem Termin im September sagte Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) am Montag im ZDF-«Morgenmagazin»: «Dafür sind wir sehr offen.»

Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz betonte in Berlin, über die Herausforderungen müsse vor allem vor Einbruch der kalten Jahreszeit gesprochen werden. Das Innenministerium erklärte, auch eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern, die sich mit den Fragen der Leistungen für Asylbewerber befasst, solle noch im September zu Ergebnissen kommen.

Sachsen will bis zum Winter alle Flüchtlinge und Asylbewerber in regulären Unterkünften unterbringen. Die Menschen brauchten ein festes Dach über dem Kopf, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU) nach einem Besuch des umstrittenen Zeltlagers in Dresden. Nordrhein-Westfalen will die Hilfesuchenden künftig auch in Großzelten unterbringen.

Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) lehnte den Vorstoß aus Baden-Württemberg ab, mehr Flüchtlinge in Ostdeutschland unterzubringen, weil es dort leerstehende Gebäude gebe. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kritisierte: «Der Vorschlag wird auch durch permanente Wiederholung nicht besser.»

Angesichts vermehrter Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte forderte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Handeln auf. Sie müsse allen Bürgern klar sagen, dass Deutschland ein Land sei, «das ausländerfeindliche Anschläge und Hetze nicht duldet», sagte er der «Rheinischen Post».

Geht doch!

Drohnen als Förster

Unbemannte Flugkörper sollen pro Jahr weltweit eine Milliarde Bäume pflanzen

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Jährlich werden auf der Erde rund 26 Milliarden Bäume gefällt. Der ehemalige Nasa-Ingenieur Lauren Fletcher nimmt den Kampf gegen die globale Entwaldung auf. Um den Schwund wettzumachen, entwickelte seine in Oxford ansässige, gemeinnützige Firma Bio Carbon Engineering eine innovative Drohne. Diese scannt auch unzugängliche Gegenden, kartografiert baumlose Regionen und bestimmt die Bodenart. Zusammen mit Ökologen entscheidet das Unternehmen, welche Bäume wo gepflanzt werden. Dann wird der Flugkörper ein zweites Mal losgeschickt. Per Druckluft schießt er kleine Saatgut-Kapseln in den Boden. Die Kapseln sind biologisch abbaubar und schützen das keimende Saatgut in der ersten Zeit. „Der industriellen Waldvernichtung können wir nur mit industrieller Aufforstung begegnen“, ist Fletcher überzeugt. Das Projekt befindet sich in der Entwicklungsphase, erste Tests sind im Laufe des Jahres geplant. Obwohl dem britischen Start-up noch Investoren fehlen, hofft Fletcher, dass die Firma schon bald Regierungen für Aufforstungsprojekte begeistern und jedes Jahr eine Milliarde Bäume pflanzen kann.
biocarbonengineering.com

Außerdem Interessant

Frankreich
Mit einem Ende Mai verabschiedeten Gesetz will die französische Nationalversammlung die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen: Große Supermärkte werden verpflichtet, überschüssige Produkte künftig an gemeinnützige Einrichtungen zu spenden. Für Menschen ungeeignete Reste können laut Beschluss des Parlaments auch kompostiert oder als Tierfutter verwendet werden. Dabei wandern in Frankreich pro Person und Jahr „nur“
bis zu 30 Kilogramm ungenutzt in den Müll. Hierzulande fallen pro Kopf und Jahr rund 82 Kilo Essensabfälle an.
 

Münster
Seit 1989 dürfen in Münster auf kommunalen Flächen der westfälischen Stadt keine Pestizide mehr eingesetzt werden. Sprießendes Unkraut wird mit Heißluftwalzen oder Wildkrautbürsten entfernt. Diese Verfahren sind zwar aufwendiger und teurer, aber giftfrei. Dank einer Beratung durch den BUND verzichten inzwischen etliche Kommunen auf Pestizide. Dem Vorreiter Münster folgten zum Beispiel Saarbrücken, Tübingen und Bielefeld.
bund.net/pestizidfrei

Berlin
Heimischen Dünger stellen die Berliner Wasserwerke her, indem sie Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnen. Der Wasserversorger verkauft das recycelte Düngemittel unter dem Namen „Berliner Pflanze“ an Landwirte. Das Verfahren haben sich die Ingenieure patentieren lassen. Es dürfte weltweit auf Nachfrage stoßen, denn die globalen Phosphatvorräte gehen zur Neige.
bwb.de/berlinerpflanze
 

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

Außerdem Interessant

Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

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Di, 2015-08-04 05:50
Hiroshima (dpa)

Manhattan Project - der Weg zur Atombombe

Hiroshima (dpa) - Unter dem Decknamen «Manhattan Project» forcierten die USA in den 1940er Jahren die geheime Entwicklung einer eigenen Atombombe. Damit wollten die Amerikaner Nazi-Deutschland zuvorkommen und den Zweiten Weltkrieg so rasch wie möglich siegreich beenden. Den Beschluss zum Bau der Bombe fasste Präsident Franklin D. Roosevelt im Dezember 1941. Damit kam das Waffenprojekt richtig in Gang.

Wichtige Vorleistungen waren bereits an der Columbia University im New Yorker Stadtteil Manhattan und anderswo erbracht worden. Im November 1942 wurde das Zentrum der Forschungen nach Los Alamos im US-Wüstenstaat New Mexico verlegt, wo Tausende Wissenschaftler und Techniker arbeiteten. Militärischer Chef war General Leslie R. Groves. Als «Vater der Atombombe» gilt J. Robert Oppenheimer, Physiker und Forschungsdirektor von Los Alamos.

Am 16. Juli 1945 detonierte die erste Testbombe auf einem stählernen Turm in der Wüste. Drei Wochen danach warfen US-Flugzeuge Bomben auf japanische Städte - «Little Boy» auf Hiroshima und «Fat Man» auf Nagasaki. Unter dem Eindruck der Zerstörungen distanzierte sich Oppenheimer von Atomwaffen.

Di, 2015-08-04 04:55
Berlin (dpa)

Schutz für Flüchtlinge im Kirchenasyl

Berlin (dpa) - Die Kirchen in Deutschland gewähren Flüchtlingen Zuflucht, deren Leib und Leben durch eine Abschiebung bedroht wäre oder die nicht hinnehmbare soziale und psychische Härten ertragen müssten. Sakrale Räume haben eine jahrhundertealte Schutztradition. Die Flüchtlinge leben aber in den seltensten Fällen direkt in der Kirche, sondern vielmehr im Gemeinde- oder Pfarrhaus. Dort sind sie vor einem polizeilichen Zugriff geschützt, denn der deutsche Staat achtet das Kirchenasyl. Deshalb informieren die Gemeinden mit Kirchenasyl auch die Behörden darüber. Ziel des Kirchenasyls ist es, dass die Flüchtlinge doch ein Bleiberecht in Deutschland erlangen.

Di, 2015-08-04 05:45
Juba (dpa)

Kinder im Visier - Im Südsudan sind oft die Jüngsten Opfer der Gewalt Von Sinikka Tarvainen, dpa

Der blutige Konflikt im Südsudan trifft auch Hunderttausende Kinder. Sie werden getötet, vergewaltigt, sind auf der Flucht oder müssen selbst zur Waffe greifen. Ihre Chancen auf ein besseres Leben stehen derzeit nicht zum Besten.

Juba (dpa) - Es sind die einfachen Dinge, die Alier am meisten fehlen. Dinge, über die die meisten Jugendlichen wohl kaum länger nachdenken würden, weil sie ihnen völlig selbstverständlich erscheinen. Doch im Leben des 17-jährigen Alier ist seit fast zwei Jahren kaum noch etwas selbstverständlich. Seit seiner Flucht aus seinem Heimatdorf Baidit, inmitten des Südsudans, befindet er sich wie in einer Art Warteschleife, ohne zu wissen, wie es weitergeht.

Mit einem Cousin lebt er in der Hauptstadt Juba, ohne Geld für die Schule oder für einen Anruf bei den Eltern. «Ich möchte wieder mit ihnen zusammenleben und eine Ausbildung machen», sagt er. Die Trauer in seiner Stimme ist dabei unüberhörbar. Eines Tages, so sein Traum, würde er gerne als Ingenieur arbeiten.

Alier kann sich noch gut an jenen Tag Ende 2013 erinnern, als er in der Nähe von Baidit die ersten Schüsse hörte. Der damals 15-Jährige brauchte nicht zweimal zu überlegen, was dort im Gange war. Erst kurz zuvor hatte es Berichte über die ethnisch motivierte Gewalt in der Hauptstadt Juba gegeben, bei der es viele Tote gegeben hatte. «Ich machte mich auf den Weg zur Straße und rannte los», erinnert sich Alier, der seinen Familiennamen nicht veröffentlicht wissen möchte. «Am Straßenrand sah ich die Leiche eines jungen Mannes. Ich schloss mich anderen an, die ebenfalls auf der Flucht waren», sagt er mit weicher Stimme.

Es waren die ersten Folgen des militärischen Konflikts zwischen Präsident Salva Kiir und seinem zuvor entlassenen Stellvertreter Riek Machar. Die Gruppe um Alier gelangte damals an einen von Mücken verseuchten Fluss. Da das Wasser schmutzig war, gab es nichts zu trinken. Irgendwann fanden die Dorfbewohner jemanden, der sie per Boot über den Fluss brachte. Viele waren da schon krank, weil sie anscheinend Wasser aus dem Fluss getrunken hatten.

Nach einiger Zeit erreichten sie den Ort Golyor, wo sie von Helfern mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt wurden. «Ich war noch von einer Malaria-Erkrankung geschwächt, fühlte mich aber nicht sicher genug in Golyor», erinnert sich der 17-Jährige. Also machte er sich auf die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit, um nach Juba zu gelangen.

Aliers Geschichte ist eine von unzähligen, wie sie auch andere Kinder im Südsudan erlebt haben. Zehntausende Menschen haben in dem seit mittlerweile anderthalb Jahre dauernden Machtkampf zwischen Kiir und Machar ihr Leben verloren. Weitere zwei Millionen Menschen - darunter 800 000 Kinder - mussten nach Angaben der Vereinten Nationen fliehen.

Die Ermordung, Vergewaltigung und der Missbrauch von Kindern ist weit verbreitet. Regelmäßig hörten sie von schweren Verstößen, berichtet Laina Henderson von der Organisation Save the Children.

Gewalt gegen Kinder beruhe dabei für gewöhnlich auf ethnischen Motiven, sagt Skye Wheeler von Human Rights Watch (HRW). Alier etwa gehört wie Präsident Kiir der Gruppe der Dinka an, und floh vor den Nuer - jener Ethnie, zu der Riek Machar gehört.

«Jungen, die älter als zwölf Jahre sind, werden von (mit den Streitkräften verbündeten) Milizen getötet, damit sie sich nicht den Rebellen anschließen», sagt Jonathan Veitch. Er ist der Vertreter des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) im Südsudan. Aber auch jüngere Kinder würden gefesselt und zum Sterben im Busch zurückgelassen. «Die Milizen denken, dass sie damit verhindern, dass sich die Kinder zu späteren Feinden entwickeln», sagt Veitch.

Erst kürzlich hatte Unicef von der Ermordung von rund 130 Kindern im Bundesstaat Unity berichtet. Kindern wurden die Kehlen durchgeschnitten, manche Opfer wurden in brennende Häuser geworfen. Jungen wurden kastriert und Mädchen im Alter von acht Jahren mehrfach vergewaltigt. Ein weiteres Problem stellen aus Sicht der UN die Kindersoldaten im Land dar. Sie griffen mitunter andere Kinder an. Rund 13 000 Jungen wurden gezwungen, sich den Streitkräften, verbündeten Milizen oder den Rebellen anzuschließen, sagen die Vereinten Nationen. Manche schlössen sich ihnen aber auch freiwillig an, um der Armut zu entkommen.

Die Kinder, die es dennoch eines Tages schaffen, dem Soldatendasein den Rücken zu kehren, wünschen sich kaum etwas sehnlicher, als in die Schule zu gehen, weiß Laina Henderson von Save the Children. Doch für die meisten dürfte das ein Traum bleiben: Die Alphabetisierungsrate in dem armen Land liegt bei gerade einmal 27 Prozent. Und selbst vor dem gegenwärtigen Konflikt schlossen noch nicht einmal zehn Prozent der Kinder die Grundschule ab.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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