Fr, 2015-02-27 15:58
Karlsruhe/Travemünde (dpa)

Parkett gegen Hochflor: BGH lässt lautere Holzböden zu Von Susanne Kupke, dpa (Foto - Illustration

Es war so schön ruhig bei den Rentnern aus Travemünde - bis ein Nachbar seinen Teppich durch Parkett ersetzte. Weil die Grenzwerte aus der Zeit des Hausbaus eingehalten werden, müssen sie sich nun mit mehr Lärm abfinden, hat der Bundesgerichtshof entschieden.

Karlsruhe/Travemünde (dpa) - Es muss eine Traumwohnung sein: 20 Stockwerke über der Erde mit ungetrübtem Blick auf die Ostsee und ihre Segler. Wenn da nur nicht die darüber wohnenden neuen Eigentümer wären. Die haben vor sieben Jahren den alten hochflorigen Teppichboden herausgerissen und durch Parkett ersetzt. Seitdem gibt es Streit: Denn es ist um einiges lauter geworden für das schon lange hier wohnende Rentner-Paar aus Travemünde.

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom Freitag müssen sich die beiden damit abfinden. Und unzählige andere Menschen auch, die sich ebenfalls an den Schritten, dem lauten Schnarchen oder lärmenden Unterhaltungen der Nachbarn in Mehrfamilienhäusern stören.

«Das ist eine ganz klare Entscheidung», sagt Anwältin Beate Heilmann vom Deutschen Anwaltverein (DAV). Aus ihrer Sicht festigen die höchsten deutschen Zivilrichter damit ihre bisherige Rechtsprechung zum Thema. Die Entscheidung wirke sich auch auf Mieter aus. Die können nun nach wie vor nicht auf Mietminderung pochen, wenn die Schritte auf dem Holzboden in der Wohnung drüber nerven. Dies zumindest dann, wenn DIN-Lärmwerte aus der Zeit eingehalten werden, aus der die Gebäude stammen.

Auch wenn heute viel schärfere Bestimmungen gelten: Schon in früheren Entscheidungen hatte der BGH betont, dass sich Eigentümer bei Gebäudesanierungen nicht an die neuesten Schallschutz-Bestimmungen halten müssen (Az.: VIII ZR 287/12; V ZR 204/11; VIII ZR 85/09). Viele notwendige Modernisierungen würden sonst erst gar nicht angepackt. So hatte ein Mann vor drei Jahren keinen Erfolg, der die Miete um 20 Prozent mindern wollte, weil es ihm nach dem Umbau einer darüberliegenden Dachgeschosswohnung zu laut war.

Stöckelschuhe auf hellhörigen Böden oder lärmende Kinder durch die Tagesmutter im Haus: «Lärm in einem Mehrparteienhaus ist eine ganz häufige Streitfrage», weiß Juristin Inka-Marie Storm vom Hauseigentümerverband Haus und Grund. «Was Geräusch-Emissionen vom Nachbarn angeht, muss man eine gewisse Toleranz haben», meint sie.

Vieles kann in Teilungserklärungen der Hausgemeinschaft geregelt werden. Steht darin nichts über die Beschaffenheit der Böden in den Wohnungen, ist das schlicht Privatsache, betonte am Freitag der BGH. «Der Schallschutz muss in erster Linie durch die im Gemeinschaftseigentum stehenden Bauteile gewährleistet werden.»

Selbst wenn beim Bau eines Mehrfamilienhauses in allen Wohnungen Teppich drin war - für alle Zeiten muss das nicht gelten, modifizierte der BGH jetzt seine eigene Rechtsprechung zum «Gepräge» eines Gebäudes, also zum kennzeichnenden Aussehen. Nicht zuletzt deshalb, weil vieles, was in den 1970er Jahren als «schick» galt, heute nicht mehr gewünscht ist.

Die Rentner aus Travemünde müssen nach den Worten ihres Anwaltes nun «etwas mehr Lärm ertragen». Vielleicht hilft ihnen da der Blick auf den weiten Sandstrand oder ein Gang zum nur zwei Gehminuten entfernten Leuchtturm.

Fr, 2015-02-27 15:56
Berlin (dpa)

Bund: Bei Kleinanlegerschutz sind auch Verbraucher in der Pflicht

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung sieht beim geplanten besseren Schutz der Anleger vor hochriskanten und unseriösen Finanzprodukten auch Verbraucher in der Pflicht. Es gehe um die Balance zwischen Regulierung und Eigenverantwortung, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Michael Meister (CDU), am Freitag im Bundestag bei der ersten Lesung des Kleinanlegerschutzgesetzes. Justizminister Heiko Maas (SPD) sprach von einem neuen Koordinatensystem für den «Grauen Kapitalmarkt».

Das Gesetz sieht mehr Transparenz vor, Werbeverbote und Warnhinweise für Geldanlagen sowie eine stärkere Aufsicht über Anbieter und Produkte. Hoffnung ist auch, unzulässige «Schneeballsysteme» einzudämmen, mit denen Anleger häufig geprellt wurden. Auslöser für die strengeren Vorgaben war auch die Insolvenz des Windparkfinanzierers Prokon. Dort hatten 75 000 Anleger etwa 1,4 Milliarden Euro in hochriskante Genussrechte investiert. Experten schätzen, dass Anleger jährlich zwischen 50 und 100 Milliarden Euro durch Falschberatung und den Verkauf unseriöser Produkte verlieren.

Anbieter und Vermittler müssen künftig mehr und aktuellere Informationen zu Anlagen in Verkaufsprospekten veröffentlichen. Die Prospektpflicht wird auf alle Vermögensanlagen ausgedehnt. So sind Anbieter von Nachrangdarlehen und ähnlichen Angeboten zu Prospekten verpflichtet. Da solche Darlehen auch für Kapitalsammeln per Internet («Crowdfunding») sowie bei sozialen und gemeinnützigen Projekten genutzt werden, soll es Ausnahmen geben. Öffentliche Werbung in Bussen und Bahnen oder auf Plakaten ist unzulässig. In Printmedien bleibt sie erlaubt, wird aber eingeschränkt.

Fr, 2015-02-27 15:39
Offenbach (dpa)

Schon wieder ein zu warmer Winter - Erstmals über 20 Grad im Januar und Grafik Nr. 22325

Frost und Schnee Mangelware - der Winter war zu mild, wieder mal. Im Januar herrschte vielerorts T-Shirt-Wetter.

Offenbach (dpa) - Klirrender Frost, glitzernde Schneelandschaften in strahlendem Sonnenschein - in diesem Winter waren solche Tage selten. Stattdessen dominierten trübe Wetterlagen mit wolkenverhangenem Himmel. Niederschlag fiel meist als Regen, denn es war zu warm für Schnee. Im Januar wurde im Süden die 20 Grad-Marke geknackt - so warm war es zu dieser Jahreszeit noch nie.

Die Durchschnittstemperatur der drei Wintermonate Dezember, Januar und Februar lag nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Freitag um 1,6 Grad über dem vieljährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990, die als internationale Vergleichsperiode dient. Wie der Frühling wird, lasse sich aus dem Verlauf des Winters aber nicht schließen, sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux. Exakte Prognosen seien für höchstens sieben bis 10 Tage möglich.

Der meteorologische Winter endet mit dem Samstag (28. Februar). Meteorologen teilen die Jahreszeiten in ganze Monate ein - aus statistischen Gründen. Daten lassen sich dann besser vergleichen.

Zum ersten Mal in Deutschland kletterten die Temperaturen im Januar auf über 20 Grad: Am 10. Januar zeigte das Thermometer in Piding in Oberbayern fast sommerliche 20,5 Grad. Kurz zuvor - am 29. Dezember - war in Altheim bei Riedlingen an der oberen Donau mit minus 24,9 Grad der tiefste Wert dieses Winters gemessen worden.

Nach den Daten des DWD häufen sich zu milde Winter. Auch im Winter 2013/14 war es viel zu warm gewesen. Mit einer Abweichung von gut drei Grad gegenüber der Vergleichsperiode zwischen 1961 bis 1990 war es der viertwärmste Winter seit Beginn der Messungen 1881. Der bisher wärmste Winter war der von 2006/07 mit einer Abweichung um fast 4,4 Grad. Der letzte zu kalte Winter war der von 2010/11 - damals lag die Durchschnittstemperatur um 0,8 Grad unter dem Normalwert.

Der bisher kälteste Winter der DWD-Statistik liegt schon ein halbes Jahrhundert zurück: 1962/63 lag die Durchschnittstemperatur um fast 5,5 Grad unter dem Normalwert. Damals fror der Bodensee bei wochenlanger klirrender Kälte zum bisher letzten Mal vollständig zu.

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Fr, 2015-02-27 15:38
Riga (dpa)

Lettland sichtet russische Schiffe - Russisches Musikfestival verlegt

Riga (dpa) - Das lettische Militär hat nahe der eigenen Hoheitsgewässer zwei Schiffe und ein U-Boot der russische Marine gesichtet. Die beiden Korvetten der Parchim-Klasse und das Tauchboot wurden etwa 17 Kilometer vor der Küste in internationalen Gewässern der Ostsee geortet, hieß es am Freitag in einer Twitter-Mitteilung der Streitkräfte des baltischen Landes. An den Grenzen Lettlands und der Nachbarstaaten Estland und Litauen sind seit Beginn der Ukraine-Krise vermehrt russische Militärflugzeuge und Kriegsschiffe gesehen worden.

Auch im Kulturbereich zeigt das Unbehagen um die Rolle Russlands in der Ukraine Folgen: Das russische Musikfestival «New Wave» wird nicht mehr im lettischen Ostseebad Jurmala stattfinden, sagte Veranstalter Igor Krutoi im lettischen Fernsehen. Grund sei das Einreiseverbot gegen mehrere russische Künstler. «New Wave», das bekannteste Musikspektakel auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, werde statt dessen im russischen Schwarzmeer-Kurort Sotschi ausgetragen.

Lettland hatte im vergangenen Jahr drei russischen Pop-Stars wegen ihrer kremlfreundlichen Haltung in der Ukraine-Krise auf eine schwarze Liste gesetzt. 

Fr, 2015-02-27 15:33
Berlin (dpa)

Maas wirbt für verschärfte Terror-Gesetze - «kein Aktionismus»

Berlin (dpa) - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will die Ausreise junger Dschihadisten in nahöstliche Krisengebiete weiter erschweren. Die vom Kabinett beschlossene Verschärfung des Strafgesetzbuches sei «kein Aktionismus» und auch nicht die Folge der jüngsten Terroranschläge in Europa, betonte Maas am Freitag im Bundestag. Vielmehr gehe es um die schon länger geplante Umsetzung internationaler Vorgaben. Die Linkspartei warf der Bundesregierung trotzdem vor, sie versuche mit einem weitgehend wirkungslosen Gesetz «Handlungsfähigkeit zu demonstrieren».

Das geplante Gesetz erlaubt künftig auch die Bestrafung von Möchtegern-Dschihadisten. Belangt werden kann jeder, der Deutschland verlassen will, «um sich an schweren staatsgefährdenden Gewalttaten im Ausland zu beteiligen» oder um in Terror-Ausbildungslager zu reisen. Außerdem wird die «Terrorismusfinanzierung» als Straftatbestand eingeführt. Darunter fällt auch das Sammeln kleinerer Summen, etwa zur Finanzierung der Reise eines «Dschihad-Touristen».

Die geplanten Änderungen gehen zurück auf eine UN-Resolution vom September. Darin machten die Vereinten Nationen den Mitgliedsstaaten strenge Vorgaben für den Anti-Terror-Kampf - unter anderem um Ausreisen in Kampfgebiete zu verhindern.

Unterschiedliche Standpunkte vertraten die Abgeordneten von Union und SPD in der Frage der sogenannten Sympathiewerbung. Die Unionsfraktion würde gerne auch Sympathiebekundungen für Terrorgruppen sanktionieren. Die SPD lehnt das ab.

Fr, 2015-02-27 15:32
Paris (dpa)

Jack Lang vergleicht Zerstörungen mit hitlerischem Faschismus

Paris (dpa) - Der frühere französische Kulturminister Jack Lang (75) hat die die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die in der irakischen Stadt Mossul jahrtausendealte Kunstschätze zerstört hat, mit Hitler verglichen. Diesen Fanatikern diene der hitlerische Faschismus als Modell, in dessen Namen Bücher verbrannt wurden. Sie seien wie Hitler, erklärte der Präsident des Pariser Instituts der arabischen Welt auf der Facebook-Seite des Kulturzentrums.

Dieser Totalitarismus habe nichts mit dem Islam zu tun. Die Zerstörungswut müsse mit aller Energie bekämpft werden, schreibt er weiter. Das Institut du monde arabe wurde 1987 zur Förderung des Verständnisses zwischen Frankreich und der arabischen Welt gegründet.

Ein am Donnerstag veröffentlichtes IS-Video zeigt, wie IS-Terroristen mit Hammer und Bohrer jahrtausendealte Statuen in einem Museum in Mossul zerstören. Die Unesco hat nach der Vernichtungsaktion in Paris eine Sondersitzung des Weltsicherheitsrats gefordert.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

Außerdem Interessant

Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Fr, 2015-02-27 15:31
Berlin (dpa)

Masern in Berlin - Babyschutz und Impfstelle für Flüchtlinge

Die aktuelle Masern-Welle in Berlin hat Folgen: Ärzte empfehlen, Säuglinge wegen der Ansteckungsgefahr zu Hause zu betreuen. Und für Flüchtlinge soll es bald eine zentrale Impfstelle geben.

Berlin (dpa) - Der große Masern-Ausbruch in Berlin hat weitere Konsequenzen. Der Berufsverband der Kinderärzte riet wegen der Ansteckungsgefahr dazu, Säuglinge bis zum Abebben der Welle zu Hause zu betreuen. Grund ist das Risiko einer seltenen, aber tödlichen Spätfolge der Krankheit, teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte am Freitag mit. Um den Gesundheitsschutz für Flüchtlinge zu verbessern, soll es bis zum Sommer eine zentrale Impfstelle beim Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) geben. Das Angebot solle bestehende Möglichkeiten bei Bezirken und niedergelassenen Ärzten ergänzen, sagte Sprecherin Silvia Kostner.

In Berlin sind seit Oktober 652 Menschen an Masern erkrankt, teilte das Landesamt am Freitag mit. Allein in dieser Woche kamen mehr als 80 neue registrierte Fälle dazu. In der Hauptstadt ist es der größte Ausbruch seit dem Start des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2001.

Seit Oktober sind 54 Babys unter einem Jahr an Masern erkrankt. Sie haben nach Angaben des Berufsverbandes ein höheres Risiko, als Spätfolge an einer chronischen Masern-Gehirnhautentzündung (SSPE) zu erkranken als ältere Kinder. Auch wenn SSPE sehr selten sei, führe sie immer zum Tod, sagte Jakob Maske, Landespressesprecher des Berufsverbandes der Berliner Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Es gebe keine Therapie.

Pro Jahr sterben in Deutschland nach Angaben des Berufsverbands zwei bis sechs Kinder an SSPE. Die Tragik liegt für Ärzte und Eltern darin, dass Leiden und Tod der Kinder ohne Masern-Infektion vermeidbar gewesen wären. In Hessen ist die fünfjährige Aliana von SSPE betroffen. Sie erkrankte mit drei Monaten an Masern, weil ihre Mutter unzureichend geimpft war - und ist heute todkrank. Ihre Eltern appellierten am Freitag eindringlich, den Masern-Impfschutz nicht zu vernachlässigen.

Nur durch eine Mutter mit vollständigem Impfschutz ist auch ein Neugeborenes in den ersten Monaten gegen Masern geschützt. Während der Schwangerschaft ist die Immunisierung nicht mehr möglich. Doch auch mit Nestschutz bleibt bis zur Kinderimpfung eine Lücke von einigen Monaten. Die Masernimpfung ist in Deutschland erst für Kinder ab neun Monaten zugelassen. Vorher würde die wahrscheinlich nicht wirken, sagte Jan Leidel, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission. «Wenn man auf Nummer sicher gehen will, bleibt man mit einem Säugling besser zu Hause.»

Berlin will auch Flüchtlinge besser vor Ansteckungen schützen. Zurzeit werde gemeinsam mit den Bezirken ein Konzept für die zentrale Impfstelle erarbeitet, sagte Sprecherin Kostner. Viele Asylbewerber kommen aus Ländern, in denen das Gesundheitssystem durch Krieg und Krisen nicht mehr oder nur noch schlecht funktioniert. Die Ausbreitung von hochansteckenden Infektionskrankheiten wie Masern in den Unterkünften hat in der Hauptstadt auch schon dazu geführt, dass zur Vermeidung von Ansteckungen zeitweise Belegungs- und Verlegungstopps verhängt wurden. Das kann die Unterbringung erschweren.

Die zentrale Impfstelle soll mehr Flüchtlinge erreichen, rund 1500 kommen jeden Tag auf das Gelände des Lageso. «Das Interesse von Flüchtlingen an Impfungen ist oft groß», sagte Kostner. Viele syrische Kinder seien wegen des Bürgerkriegs in ihrer Heimat zum Beispiel nicht mehr durchgeimpft. Darüber hinaus klaffen bei Asylbewerbern aus Balkanstaaten wie Bosnien aufgrund des Bürgerkriegs in den 90er Jahren große Impflücken. Das war eine Ursache für die schnelle Verbreitung der Masern in einem Berliner Flüchtlingsheim im Oktober. Dass diese Krankheit dann um sich griff, lag allerdings am fehlenden Impfschutz vieler Berliner.

Fr, 2015-02-27 15:27
Tokio (dpa)

Prinz William speist mit japanischem Kaiserpaar )

Tokio (dpa) - Prinz trifft Kaiser: Bei seinem ersten Besuch in Japan hat der britische Prinz William (32) mit dem japanischen Kaiserpaar im Palast in Tokio zu Mittag gegessen. Vor dem Lunch am Freitag besuchte William einen Kriegsfriedhof des Commonwealth, legte einen Kranz nieder und gedachte der Opfer. Bei einer Ausstellung öffnete er mit dem japanischen Astronauten Soichi Noguchi ein Sake-Fass - eine traditionelle Zeremonie in Japan.

Kaiser Akihito (81) und Kaiserin Michiko (80) hatte William bereits im Mai 2012 beim 60. Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. in London kennengelernt. Damals war auch seine Frau Kate dabei. Die schwangere 33-Jährige reiste nicht mit nach Japan, sondern blieb mit dem einjährigen Sohn George daheim.

Am Samstag will William den Nordosten Japans besuchen. Dort soll er Überlebende des Erdbebens treffen, das 2011 einen Tsunami ausgelöst und zur Atomkatastrophe von Fukushima geführt hatte. Nach seinem viertägigen Japan-Aufenthalt reist er am Sonntag weiter nach China.

Fr, 2015-02-27 15:21
Berlin/Barcelona (dpa)

Neue Handys und Konflikte bei Mobilfunk-Messe Mobile World Congress Von Andrej Sokolow, dpa vom 24.2.

Zum Mobile World Congress versammeln sich jedes Jahr Spitzenleute der Mobilfunk-Branche in Barcelona. Dieses Jahr brauen sich viele Konflikte zwischen neu und alt zusammen.

Berlin/Barcelona (dpa) - Smartphones erobern die Welt. Vor zehn Jahren waren sie noch klobige E-Mail-Maschinen vor allem für Geschäftsleute. Jetzt wurden allein im vergangenen Jahr rund 1,3 Milliarden Computer-Telefone verkauft. Der allgegenwärtige Computer in der Hosentasche verändert das Geschäft ganzer Branchen und schafft neue Möglichkeiten - und Konflikte.

Die Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona (2. bis 5. März) ist die jährliche Großveranstaltung der Branche, auf der traditionell die Konfliktlinien sichtbar werden. Die Mobilfunk-Betreiber beschweren sich, dass die Internet-Firmen in ihren Netzen das große Geschäft machen, ohne zu den Milliarden-Investitionen beizutragen. Im Hintergrund wird um den Standard der nächsten Datennetze gefochten. Aufstrebende chinesische Smartphone-Hersteller versuchen, Platzhirschen die Show zu stehlen.

Diesmal will der Branchenprimus Samsung gleich zum Auftakt das Rampenlicht auf sich lenken. Am Sonntagabend gibt es wohl das nächste Top-Smartphone der Südkoreaner, das Galaxy S6 heißen dürfte. Nach bisherigen Informationen bekommt es ein Metall-Gehäuse und ein Display, das bis in die Seitenkanten reicht. Der langjährige Marktführer stand zuletzt verstärkt unter Druck: Apple räumte mit den beiden Modellen seines iPhone 6 im Weihnachtsgeschäft bei Oberklasse-Geräten ab - und verkaufte erstmals ungefähr genauso viele Smartphones wie Samsung. Zugleich jagen chinesische Rivalen wie Xiaomi Käufer günstiger Modelle ab. Mit seinem nächsten Spitzen-Telefon muss Samsung punkten und hat freies Feld: Erzrivale Apple ist bei der Messe wie immer offiziell nicht dabei.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg kommt im zweiten Jahr in Folge nach Barcelona. Vergangenes Mal warb der Gründer des weltgrößten Online-Netzwerks bei den Mobilfunk-Bossen für sein Projekt Internet.org, das günstige Netz-Anschlüsse in entlegene und arme Regionen der Welt bringen soll. Auch diesmal dürfte es vor allem darum gehen. Zuckerberg betont stets, dass immer noch weniger als die Hälfte der Menschen Zugang zum Internet haben. Mehr Internet-Nutzer - das würde auch mehr potenzielle Facebook-Mitglieder bedeuten. Allerdings zeigen sich Mobilfunk-Riesen bisher nicht zu einem groß angelegten Netzausbau ohne eine stabile Geschäftsgrundlage bereit.

Aus dem Silicon Valley kommt auch Googles Top-Manager Sundar Pichai nach Barcelona. Er verantwortet unter anderem das Betriebssystem Android. Es ist zwar mit Abstand das meistgenutzte Smartphone-System, bereitet Google aber nicht nur Freude. Angetrieben vor allem vom riesigen chinesischen Markt wächst der Anteil von Android-Geräten ohne Google-Dienste. Denn Android ist im Kern eine offene Software, die Hersteller kostenlos nutzen und weiterentwickeln können. Erst für das Einbinden von Google-Diensten wie GMail oder Maps werden Gebühren fällig. Vor allem chinesische Hersteller verzichten darauf. Zuletzt verkündete aber auch der Plattform-Entwickler Cyanogen groß, er wolle «Android Google wegnehmen».

Dritter Stargast aus den USA ist schließlich der Chef des amerikanischen Telekom-Regulierers FCC, Tom Wheeler. Seine Behörde beschloss am Donnerstag ein strikte Regelung zur sogenannten Netzneutralität vor, die bezahlte Überholspuren für bestimmte Daten und Dienste verhindern soll. Wheeler traut sich gewissermaßen direkt in die Höhle des Löwen: Gerade die Telekom-Konzerne wollen solche Möglichkeiten, um die Umsätze im Netzbetrieb zu steigern.

Als neues Wettbewerbsfeld zeichnen sich tragbare Fitness-Geräte und ihre Daten ab. «Samsung, Google, Apple und Microsoft stehen bereit, ganze Gesundheits-Plattformen aufzubauen, die Partner aus Medizin- und Fitness-Branche anlocken sollen», betont Analystin Annette Zimmermann vom IT-Marktforscher Gartner. Dies werde neue Geschäftsmodelle fördern - aber auch die Diskussion um den Schutz der Gesundheitsdaten anfachen.

Mindestens genauso spannend wie die Rivalitäten innerhalb der Branche sind die großen Umbrüche, die von den allgegenwärtigen Smartphones ausgelöst werden. Die Idee, dass die Taschen-Computer mit Ortserkennung Angebot und Nachfrage immer und überall zusammenbringen können, verändert immer mehr Branchen. Egal, ob Taxi-Apps oder der umstrittene Fahrdienst Uber, mobile Bezahldienste, Kurier-Services oder Zimmer-Vermittler wie AirBnB - Konflikte zwischen neu und alt brauen sich überall zusammen.

Just zum Mobile World Congress bekam die Branche auch eine neue Sicherheitsdebatte. Laut neuen Snowden-Enthüllungen gelang es dem US-Abhördienst NSA und seinem britischen Partner GCHQ, in großem Stil Verschlüsselungscodes von SIM-Karten zu erbeuten. Wer sie hat, kann ohne großen Aufwand Telefongespräche abhören. Der angeblich betroffene weltgrößte Hersteller Gemalto betonte nach ersten Untersuchungen, er glaube nicht, dass Schlüssel aus seinen Systemen abgegriffen worden seien.

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Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
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Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

keine Anzeige von Metro Group

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

keine Anzeige des türkischen Tourismus-Ministers

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