Aktuell

Nachrichten-
archiv

Nachrichten-
archiv

Mi, 2016-06-01 06:30
Berlin (dpa)

Die ICE-Generationen

Berlin (dpa) - Mit den Intercity-Express-Zügen (ICE) begann 1991 die Ära des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Deutschland. Mittlerweile hat die Bahn 271 der Züge in ihrer Flotte. Im Jahr 2015 waren Fahrgäste 80 Millionen Mal mit dem ICE unterwegs und reisten durchschnittlich 318 Kilometer weit. Die ICE-Familie besteht bislang aus vier Generationen - im Herbst kommt eine neue auf die Schiene.

- Die ICE 1 der ersten Generation fahren maximal 280 Kilometer pro Stunde. Die 59 Züge haben jeweils zwei Triebköpfe sowie zwölf Mittelwagen und sind 358 Meter lang.

- Die ICE 2 sind seit 1996 in Betrieb und ebenfalls für Tempo 280 zugelassen. Im Fuhrpark sind 44 Züge, von denen sich je zwei zusammenkuppeln lassen. Alle wurden nach Angaben der Bahn bis zum Jahr 2013 modernisiert. Zuglänge: 205 Meter.

- ICE mit Neigetechnik sind seit 1999 in Betrieb und erreichen Tempo 230. Der Mechanismus, der die Triebfahrzeuge bei Kurvenfahrten in Schräglage bringt, ist aber mittlerweile in allen Zügen abgeschaltet - wegen technischer Probleme. In der Flotte sind 70 Züge mit Elektroantrieb (ICE T) und 19 mit Dieselantrieb (ICE TD). Sie erreichen eine Länge von bis zu 185 Metern.

- Die ICE 3 kamen zur Weltausstellung Expo 2000 in Hannover in die Flotte. Die schnellsten Züge der Republik sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 330 Kilometern pro Stunde zugelassen. In Deutschland brettern sie mit bis zu Tempo 300 über die Gleise. Die Bahn hat inzwischen 79 dieser Züge. Zuglänge: 200 Meter.

- Der ICE 4 soll im Dezember 2017 erstmals planmäßig eingesetzt werden. Mit 250 km/h Spitzengeschwindigkeit ist die neueste Generation langsamer als ihr Vorgänger, verbraucht aber weniger Energie. Gründe sind eine verbesserte Aerodynamik und ein geringeres Gewicht. Der Antrieb ist auf sechs Wagen verteilt. Fällt eines der sechs Systeme aus, kann der Zug trotzdem weiterfahren. Im Herbst 2016 sollen die ersten zwei ICE 4 in den Probebetrieb gehen. Zuglänge: 346 Meter.

Mi, 2016-06-01 06:00
Medebach (dpa)

Eine Handvoll Känguru - Die menschliche Mutti und ihr Wallaby-Baby Von Jörg Taron, dpa

Ein Känguru-Baby, dessen Mutter gestorben ist, hat mit einer Tierfilmerin im Sauerland eine engagierte Ersatz-Mutter bekommen. Die 30-Jährige hat einen alten Kissenbezug verkleinert und zum Beutel für «Mary» umfunktioniert.

Medebach (dpa) - Wenn Mary nachts quengelt, greift Heike Grebe in den Babyschlafsack, der direkt neben ihrem Kopf über dem Bett baumelt. Ja, die 30-Jährige aus Medebach hängt «ihr Baby» zum Schlafen auf: Sie ist Pflegemutter eines kleinen Wallaby-Weibchens. Marys Mutter lebte in einem privaten Känguru-Gehege im Nachbarort Hallenberg und starb vor drei Wochen. Sie hatte etwas Falsches gefressen. «Nun kümmere ich mich um Mary», sagt Grebe und blickt in das Gesicht, das neugierig aus der Baby-Trage vor ihrem Bauch lugt.

«Die Tochter des Besitzers wusste, dass ich schon mal Eichhörnchen groß gezogen habe», sagt Grebe. So sei sie ins Spiel gekommen. «Tierlieb wie ich bin, habe ich zwischen Tür und Angel zugesagt, als ich gefragt wurde.» Aber sie habe unterschätzt, wie anstrengend das ist: «Die ersten Tage habe ich mich gefühlt wie eine wirkliche Mutti: Ich hatte Schlafentzug und tiefe Augenringe.»

Denn Mary will immer bei ihr und möglichst «im Beutel» sein. Als Ersatz hat Grebe einen alten Kissenbezug verkleinert und zur Känguru-Kinderstube umfunktioniert. Dass Känguru-Babys in Kissenbezüge umziehen müssen, kommt häufiger vor: Etwa im Tierpark im thüringischen Gotha, wo seit Monaten ein mittlerweile sechs Monate altes Känguru mit der Flasche aufgezogen und von den Pflegern vor dem Bauch getragen wird. 

Auch wenn die Bauchtrage der Lieblingsplatz der fünf Monate alten Mary ist: «Mittlerweile kann ich sie auch mal allein draußen lassen oder im Zimmer in einer Tasche aufhängen», sagt Grebe. «Hauptsache, sie hört mich.» Zwischendurch lasse sie ihren Zögling auch mal durchs Zimmer hüpfen. «Da sind alle Kabel weggepackt und alles ist Känguru-sicher gemacht.» Denn manchmal habe das Tier seine turbulenten Minuten.

Im Medebacher Dorf Deifeld ist Mary der Star. «Wenn ich mal ohne sie draußen bin, sind die Leute immer enttäuscht», berichtet die Pflegemutter. Dabei hat sich das Hochsauerland in den vergangenen zwei Jahren in ein regelrechtes «Outback» verwandelt: Neben den Tieren zweier Hobby-Züchter gab es bereits mehrfach frei laufende «Skippys», die für Schlagzeilen sorgten.

Die Herkunft von «Skippy 1» und «Skippy 2» konnte nach Auskunft der Polizei noch immer nicht geklärt werden. Vor einigen Wochen gab es erneut Meldungen über frei laufende Kängurus. An einer Bushaltestelle in Marsberg wurde ein Tier überfahren, ein zweites eingefangen. Diese Wallabys waren zuvor bei einem Züchter über den Zaun gehüpft.

Marys Zukunft wird hoffentlich weniger aufregend: Bei ihrer menschlichen Ersatzmutter, die auch beruflich als Filmemacherin mit wilden Tieren zu tun hat, bleibt sie voraussichtlich nur noch einige Wochen. Dann soll sie langsam an ihre Artgenossen im Gehege in Hallenberg gewöhnt werden. Das ist nach Auskunft von Experten kein Problem: Im Tierpark Gotha habe man mit der Eingliederung von weiblichen Handaufzuchten bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

Noch aber ist es nicht so weit. Die 1,3 Kilogramm schwere Mary will regelmäßig die Flasche. «Die spezielle Känguru-Aufzuchtmilch wurde aus den USA eingeschifft», sagt Grebe. Nach Auskunft des Zoos in Krefeld, wo es bereits mehrfach Handaufzuchten gab, ist das Beschaffen der Ersatzmilch eine der Schwierigkeiten.

«Bei anderen Tieren können wir schon mal auf Milch von anderen Tieren ausweichen. Kängurus vertragen die nicht», sagt eine Zoo-Sprecherin. Marys Speiseplan ist schon ein bisschen erweitert: Zusätzlich zur Milch gibt es schon Apfelstückchen, geriebene Möhre oder frische Löwenzahnblätter aus dem Garten.

Aber vor allem muss Heike Grebe mit ihrem Schützling kuscheln. Immerhin schlafe «die Handvoll Känguru» mittlerweile sechs Stunden durch. «Da komme ich auch etwas mehr zur Ruhe.» Die Zeit mit Mary sieht Grebe auch als Trainingsprogramm, falls sie selbst mal ein Kind haben sollte. «Das ist ein guter Testlauf», sagt sie und lacht, während sich der kleine Kopf noch weiter aus dem Beutel reckt und Mary ihrer Leihmutter zärtlich den Hals leckt.

Mi, 2016-06-01 05:25
Washington (dpa)

Donald Trump und der Faschismus - eine Annäherung Von Martin Bialecki, dpa

Unversehens haben die USA eine Faschismusdebatte am Hals. Was genau ist Donald Trump, zwei Schritte vom Weißen Haus entfernt: ein rechter Demagoge, Populist, Nationalist oder doch Neofaschist?

Washington (dpa) - Washington 2016, Weimar 1930: Im Versuch, des schier unfassbaren Phänomens Donald Trump Herr zu werden, wird in den USA zu drastischen Vergleichen gegriffen. Kommentatoren sehen ihr Land wie Deutschland in den 30er Jahren auf dem Weg in den Untergang. Belege: die Sehnsucht nach einem starken Mann, Auflösungstendenzen einer überdehnten Demokratie. Und natürlich der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner an der Spitze der Bewegung.

«So kommt der Faschismus nach Amerika», überschrieb Robert Kagan einen viel beachteten Artikel in der «Washington Post». Weit schlägt er einen scharfkantigen Bogen von der größten Furcht der Gründungsväter (frustiert wende sich das Volk gegen die eigenen demokratischen Institutionen) in die Gegenwart: Trump als Tyrann, auf den Schultern von Protest, Wut und Enttäuschung.

«Ich bin todsicher: Trump ist kein Faschist», schreibt Gianni Riotta in «The Atlantic». Der italienische Journalist, der heute in Princeton lehrt, sagt: «Das Label verniedlicht nicht nur vergangene Tragödien und verunklart mögliche künftige, es klagt auch noch zu Unrecht Trumps Unterstützer an, die reale Ängste haben.»

George Clooney nannte Trump einen xenophoben Faschisten. Der Comedian Louis C.K. sagt, «der Kerl ist Hitler». Ähnlich äußerte sich Anne Franks Halbschwester Eva Schloss.

Riotta meint, die Dinge lägen komplizierter. «Amerika sollte die Dämonen bekämpfen, die Trump entfesselt hat.» Es solle ihn aber nicht mit Ideen oder vorgeblicher Programmatik vernebeln, von denen der Kandidat selber nicht die geringste Ahnung habe. Trumps fremdenfeindliche Wortwahl, seine Demagogie und sein Populismus bedienten sich offensichtlich aus dem Handbuch des Faschismus. Aber ein Blick in die Geschichte lehre: Faschismus sei doch etwas anderes.

Dies sind einige wesentlichen Elemente des Faschismus: die Überwindung eines demokratischen Systems, die Abschaffung der Verfassung, die Romantisierung von Gewalt als Selbstzweck und reinigender Kraft einer Volksgemeinschaft. Roger Griffin, Autor von «Die Natur des Faschismus»: «Selbst ein absolut xenophober, rassistischer, männlicher, chauvinistischer Dreckskerl muss nicht zwingend ein Faschist sein.»

Freilich spielt Trump offen mit Elementen rechter Ideologie, verbaut sie je nach Gutdünken in seiner Kampagne. Er hetzt gegen Fremde und Minderheiten, Intellektuelle, Journalisten, Autoren und Künstler. Halbherzig oder gar nicht verwahrt er sich gegen die Unterstützung ultrarechter Blogger oder des Ku-Klux-Klan.

Robert Paxton von der Columbia-Universität ist einer der führenden Faschismusforscher. Er sagt im Interview mit der Seite «Democracy Now»: Vieles bei Trump sei wohl dem Faschismus entlehnt, vor allem aber sei es zutiefst antidemokratisch.

Auch, wenn man keine Horden in Braunhemden auf Washington marschieren sehen wird, zieht Trump doch Zustimmung und Kraft aus einer Haltung «Wir gegen sie». Er ist radikal für Isolationismus, verniedlicht oder befürwortet körperliche Gewalt, gibt sich brutal, verherrlicht Folter, spricht über andere Länder fast ausschließlich aggressiv.

Von Chuck Todd (NBC) bei «Meet the press» auf den Retweet eines Zitats des italienischen Diktators Benito Mussolini angesprochen, sagt Trump, es sei ihm egal, von wem das Zitat sei, «Hauptsache Aufmerksamkeit, und das hat ja wohl funktioniert.»

Stanley Payne von der Universität Wisconsin: «Faschismus ist anti-individualistisch, Trump ist aber ein archetypischer Individualist.» Faschismus will das Kollektiv, Trump den Staat so weit zurückdrängen wie möglich.

Verstellt die Debatte über die richtige Wortwahl den Blick für das Wesentliche? Ja, meint die «New York Times»: «Die Debatte über die Terminologie lässt die Ernsthaftigkeit der Gründe außer Acht, die zum Erstarken Trumps und seiner europäischen Gegenstücke geführt haben.»

Ob in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Ungarn, Griechenland oder Finnland: Überall zapften Rechtspopulisten erfolgreich den Zorn von Globalisierungsverlierern an und von Menschen, die sich ebenso von der Politik zurückgelassen wie von Veränderungen bedroht sähen.

Der konservative Publizist Andrew Sullivan schreibt im «New York Magazine»: Die späte Demokratie könne den «gerechten revolutionären Zorn» nicht mehr einfangen, den der Kapitalismus erzeugt habe. Der Kandidat Trump sei mit normalen Parametern nicht zu beschreiben. «Für unsere liberale Demokratie und unsere verfassungsmäßige Ordnung ist er eine existenzielle Bedrohung.»

Viele sind sich in dieser Diskussion einig: Es sei wenig hilfreich, im Wahljahr 2016 Hoffnung aus einer terminologisch erwiesenen Abwesenheit von Faschismus zu ziehen. «Rechter Populismus ist viel gefährlicher, weil er so dermaßen viel weiter verbreitet ist», schreibt Vox.com. Und nochmals Gianni Riotta: «Trumps Kampagne ist ein postmodernes Meisterstück, ein subjektives Surrogat für die echte Welt, in dem Wahrheit und Wirklichkeit irrelevant sind. Das, und nicht der blutige Geist des Faschismus, entstellt 2016 das Rennen.»

1 2 3
Mi, 2016-06-01 05:30
Sacramento (dpa)

Promimente Unterstützung für Clinton

Sacramento (dpa) - Im Finale des US-Vorwahlkampfes erhält Hillary Clinton prominente Unterstützung: Wenn am 7. Juni der größte Bundesstaat Kalifornien zur Abstimmung gebeten wird, steht auch Gouverneur Jerry Brown hinter der Ex-Außenministerin. Ihr zäh kämpfender Kontrahent Bernie Sanders hatte zuletzt in Umfragen stark aufgeholt. Ein Sieg Sanders' an der Westküste würde Clintons Kandidatur zwar wohl nicht verhindern. Er würde aber ihre Position im Kampf gegen den wahrscheinlichen Republikaner-Kandidaten Donald Trump weiter schwächen.

Trumps neuerliche Medienschelte

New York (dpa) - Donald Trump tut weiter alles, was ihm Stimmen bringt: Am Dienstag beschuldigte er die US-Medien der einseitigen Wahlkampf-Berichterstattung. Das sagt der Mann, dem die US-Medien mehr Zeit und Raum in Zeitungen und Onlineportalen eingeräumt haben als jedem anderen Bewerber. Viele Medienexperten sehen in der Berichterstattung einen Hauptgrund, die das Phänomen Trump erst ermöglichten. Gefragt, ob Medienschelte eine gute Idee sei, sagte danach ein Abgeordneter bei CNN: Unbedingt, nichts eine die Partei mehr als Angriffe auf die Medien oder auf Hillary Clinton.

Konservative Alternative zu Trump?

Washington (dpa) - Die Anti-Trump-Kampagne bei den US-Republikanern lässt nicht locker: Er wolle bald einen chancenreichen konservativen Kandidaten präsentieren, der gegen Donald Trump und Hillary Clinton ins Rennen geht, kündigte Bill Kristol an, der konservative Publizist und führende Kopf der Anti-Trump-Bewegung. Mehrere Medien nannten den Namen des Anwalts David French. Dieses Vorhaben wird aber skeptisch bewertet. Ein neuer Kandidat würde kaum mehr in allen Staaten antreten können und müsste sehr schnell sehr viel Geld aufbringen, um noch einen erfolgreichen Wahlkampf auf die Beine stellen zu können.

Mi, 2016-06-01 06:00
Dresden (dpa)

Teuer und gut für die Haut: Garn aus Krabbenpanzern Von Christiane Raatz, dpa

Krabben können nicht nur ein Leckerbissen sein. Sie sind auch wegen ihres Panzers in der Forschung gefragt. In Dresden tüfteln Wissenschaftler an medizinische Textilien.

Dresden (dpa) - Diese Fäden sind aus einem ganz besonderen Material. Doch man sieht es ihnen nicht an: Sie glänzen weiß, sind fest und elastisch. Rolf-Dieter Hund wiegt eine Spule in der Hand. «Für ein Abfallprodukt so eine tolle Verwendung zu finden, ist eine klasse Sache», sagt der Textilforscher von der TU Dresden. Der Grundstoff für die Garne ist Chitin - gewonnen aus Panzern von Krabben, Krebsen und anderen Meerestieren. Textilien aus den speziellen Garnen eignen sich besonders für den medizinischen Bereich.

Jedes Jahr fielen riesige Mengen Chitin in der Nahrungsmittelindustrie an, sagt Hund. Die Wissenschaftler vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstoffe (ITM) beziehen es als weiß-graues Pulver namens Chitosan. In einem sogenannten Nassspinnverfahren entsteht in Dresden aus dem Pulver rein biologisches Garn, das sich im menschlichen Körper abbauen kann.

Wegen der blutstillenden und antibakteriellen Eigenschaften eignen sich Textilien aus Chitosan etwa für Pflaster, Verbände, chirurgisches Füllmaterial, OP-Materialien oder auch Kleidung für Neurodermitis-Patienten. «Die Wirksamkeit hängt davon ab, wie rein der Grundstoff ist und wie hochwertig das Material in der Herstellung», sagt Uta-Christina Hipler, Leiterin des In-vitro-Forschungslabors der Klinik für Hautkrankheiten am Jenaer Universitätsklinikum. Seit Jahren wird im Labor mit Chitosan-Produkten gearbeitet.

Am Dresdner ITM wird das Garn in einer kleinen, separaten Halle gesponnen. Glänzende Kessel, Behälter, Düsen und Walzen reihen sich aneinander. Das Pulver wird gelöst, gefiltert, unter Vakuum von Luftblasen befreit und durch kleine Düsenlöcher gedrückt. Die so entstehenden Fäden werden gewaschen, getrocknet und mit einer Schutzschicht versehen. An mehreren Tagen im Monat läuft die Anlage, zwischen 30 und 40 Meter Garn werden pro Minute gesponnen.

Entstanden ist die Idee für das Krabben-Garn vor etwa sieben Jahren: Die Forschungsgruppe für Bio- und Medizintextilien des ITM habe sich für Chitosan in textiler Form interessiert - allerdings habe sich nirgendwo ein solches Garn auftreiben lassen. «Also haben wir beschlossen, dass wir es selbst machen. Das war die Geburtsstunde.»

Seit etwa drei Jahren kann die Forschungsgruppe mit dem Hightech-Garn arbeiten, testet verschiedene Anwendungen - unter anderem in der regenerativen Medizin. «Als maßgeschneiderte Implantate für Bauchdeckenrekonstruktion, für Knorpel und Knochendefekte», erklärt Ronny Brünler von der Gruppe.

Über ihre Entwicklung sprechen die Dresdner Wissenschaftler auch auf der internationalen Messe für Technische Textilien «mtex+», die noch bis zum 2. Juni in Chemnitz läuft. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr: Medizintextilien. «Das sind Hochleistungsprodukte, die ganz neue Methoden der Diagnostik und Therapie ermöglichen», sagt Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie. Insgesamt verbucht die Branche pro Jahr einen Umsatz von rund 32 Milliarden Euro. Die Hälfte davon entfällt auf technische Textilien - Tendenz steigend.

Von einer industriellen Produktion ist man am Dresdner ITM allerdings noch etwas entfernt - zurzeit geht es vor allem um Forschung und Entwicklung. «Solche Dinge benötigen ihre Zeit, wenn man der Industrie etwas mit Hand und Fuß übergeben will», sagt Hund. Noch spielt auch der Preis eine Rolle: «Im Chitosan steckt viel Arbeit, das macht das Garn recht teuer.» Das Garn aus Krabbenpanzern ist mindestens 100 mal so teuer wie normales Textilgarn.

Mi, 2016-06-01 06:00
Köln (dpa)

Rewe stoppt Plastiktütenverkauf

Köln (dpa) - Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe stoppt den Verkauf von Plastiktüten. Dadurch sollen in Deutschland jährlich rund 140 Millionen Plastiktüten weniger im Müll landen, wie der Konzern am Mittwochmorgen ankündigte. Statt der umweltschädlichen Plastiktüten will der Konzern den Kunden in all seinen Supermärkten Alternativen aus Baumwolle und Jute, aber auch Permanent-Tragetaschen aus Recyclingmaterial, Kartons und Papiertüten anbieten.

Restbestände an Plastiktragetaschen würden in den Märkten aber noch bis Juli verkauft, teilte der Konzern mit. In den über 3000 Rewe-Märkten kaufen wöchentlich rund 27 Millionen Kunden ein. In einer dreimonatigen Testphase hatte das Unternehmen in mehr als 130 Märkten den Verzicht auf die Plastiktüten ausprobiert. Ein Großteil der Verbraucher befürworte und akzeptiere den Schritt, fasste der Handelsriese seine Erfahrungen zusammen. Fast zwei Drittel der befragten Kunden wolle zu mehrfach verwendbaren Tragetaschen oder Einkaufskartons greifen.

Nicht betroffen von dem Plastiktüten-Bann bei Rewe sind nach Angaben eines Unternehmenssprechers vorläufig die kostenlosen durchsichtigen Plastiktüten, die etwa an der Obst- und Gemüsetheke Verwendung finden. Aber auch hier werde nach Alternativen gesucht.

Weitere Einzelheiten will Rewe auf einer Pressekonferenz mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Vormittag in Berlin bekannt geben.

Die Welt besser machen.
Wie? Steht im Greenpeace Magazin!

6 Ausgaben im Jahr
gedruckt oder als App
ab 29,50 Euro

Produkt der Woche Button

Pflanzkelle

24,50 €
19,60 €

Diese Pflanzkelle hilft Ihnen beim An- und Umpflanzen in Beeten oder Blumenkästen. Sie wird in einem traditionsreichen Familienbetrieb im Frankenwald handwerklich gefertigt.

Jetzt bestellen
Mi, 2016-06-01 05:00
Osnabrück (dpa)

Robert-Koch-Institut: Zwölf Zika-Fälle im Mai in Deutschland

Osnabrück (dpa) - Im ersten Monat nach der Einführung einer amtlichen Meldepflicht für das Zika-Virus haben die Behörden in Deutschland zwölf Krankheitsfälle registriert. «Wir gehen davon aus, dass sich alle Erkrankten auf Reisen angesteckt haben», sagte eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI) der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwoch). Seit Oktober sei damit die Zahl der behördlich erfassten Zika-Erkrankungen in Deutschland auf 56 gestiegen. Die Meldepflicht gilt erst seit dem 1. Mai. «Es dürfte eine nicht unerhebliche Dunkelziffer geben, da die Krankheit in der Regel mild verläuft und Betroffene gar nicht erst zum Arzt gehen», hieß es vom RKI.

Zika ist bisher in etwa 60 Ländern nachgewiesen worden. Besonders betroffen sind Länder in Mittel- und Südamerika. Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass Zika Fehlbildungen bei Ungeborenen auslösen kann. Gesundheitsexperten und Sportler äußerten ihre Bedenken wegen des Infektionsrisikos bei den Olympischen Spielen in Rio im August. Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet. Die WHO wies aber darauf hin, dass immer mehr Nachweise zeigten, dass Zika auch sexuell übertragbar sei. Erst am Dienstag hat die Weltgesundheitsorganisation WHO Touristen aus Zika-Gebieten geraten, nach ihrer Heimreise mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex zu verzichten.

Mi, 2016-06-01 04:38
Brüssel (dpa)

Neues im Glyphosat-Streit? EU-Kommission will informieren

Für den Unkrautvernichter Glyphosat tickt die Uhr immer lauter. Ende des Monats läuft die aktuelle Genehmigung für Europa aus - es sei denn, die Staaten einigen sich auf eine Neuzulassung. Nun versucht Brüssel offenbar, Druck zu machen.

Brüssel (dpa) - In der Zitterpartie um die Zukunft des Unkrautvernichters Glyphosat könnte es an diesem Mittwoch etwas mehr Klarheit geben. Der für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis will in Brüssel vor die Presse treten. Es soll um den Stand des Verfahrens und weitere Schritte gehen, teilte die EU-Kommission mit.

Ob Andriukaitis eine Überraschung dabei hat, ist fraglich. Bereits in der vergangenen Woche war zu hören, dass seine Behörde den EU-Staaten eine zeitliche begrenzte Verlängerung vorgeschlagen haben soll. Damit würde die EU Zeit gewinnen, um ein Gutachten der europäischen Chemikalien-Agentur Echa mit Sitz in Helsinki abzuwarten. Diskutiert werde eine Verlängerung von etwa anderthalb Jahren, hieß es. Das Mittel ist weit verbreitet, Kritiker warnen indes vor einer möglichen Krebsgefahr.

Im Streit um eine mögliche Neuzulassung zeigte sich die EU-Kommission zuletzt zunehmend frustriert. Die aktuelle Genehmigung war bereits einmal um sechs Monate verlängert worden. Im Kreis der EU-Staaten ist die nötige Mehrheit bislang dennoch nicht zustande gekommen. Das liegt auch am Widerstand der SPD: Weil die Große Koalition in der Frage uneins ist, müsste sich Deutschland der Stimme enthalten.

Die EU-Kommission will die Entscheidung über die Zukunft des Unkrautgiftes nicht selbst treffen und hat deshalb keine formelle Abstimmung der EU-Staaten angesetzt. Nach zwei gescheiterten Voten nämlich wäre sie am Zug. Ohne Abstimmungen hingegen läuft die Zulassung einfach aus. Am 6. Juni sollen die Vertreter der EU-Staaten erneut über das Thema beraten.

Mi, 2016-06-01 04:54
Zürich (dpa)

Gotthard-Basistunnel - Zahlen und Fakten

Zürich (dpa) - 17 Jahre Bauzeit: Der Gotthard-Basistunnel ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. Einige Daten:

- Streckenführung: Zwischen Erstfeld (Kanton Uri) und Bodio (Kanton Tessin). Die Strecke ist eben, ohne nennenswerte Steigungen und enge Kurven.

- Geschwindigkeiten: Personenzüge sollen in der Regel mit 200 Stundenkilometern fahren, Güterzüge mit 100. Möglich sind Höchstgeschwindigkeiten bis 250 km/h, für Güterzüge zu 160 km/h.

- Zeitgewinn (nach Endausbau ab 2020): 45 Minuten zwischen Zürich und Lugano.

- Wirtschaftlichkeit: Statt 180 Güterzüge pro Tag - wie im alten Gotthard-Tunnel - können 260 Güterzüge verkehren. Hinzu kommen 65 Personenzüge. Die ebene Strecke auf nur 530 Meter über dem Meeresspiegel macht längere Züge mit mehr Gewicht, weniger Loks und kürzere Fahrtzeiten möglich.

- Umwelt: Weite Teile des Güterverkehrs durch die Alpen sollen künftig von der Straße auf die Schiene verlagert werden können.

- Arbeitskräfte: 2400 Beschäftigte waren in Spitzenzeiten tätig, gearbeitet wurde rund um die Uhr in drei Schichten.

- Steinmassen: Für die beiden einspurigen Hauptröhren sowie die Sicherheits-, Belüftungs- und Querstollen wurde 152 Kilometer lange Strecken aus dem Gestein gebrochen - insgesamt 28,2 Millionen Tonnen.

- Kosten: 23 Milliarden Franken (21,5 Mrd. Euro) - einschließlich der Nebentunnel (Lötschberg und Ceneri) sowie Gleis- und Bahntechnik.

- Beginn des normalen Fahrbetriebs: Geplant nach 3000 weiteren Testfahrten für den 11. Dezember 2016

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

weiterlesen

Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

Außerdem Interessant

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

weiterlesen

Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

Außerdem Interessant

Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

weiterlesen

Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

Außerdem Interessant

Großbritannien: Schlafende Konten
Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

1 2 3
Mi, 2016-06-01 03:28
Hall (dpa)

Kretschmann besucht Unwetter-Gebiet

Die Unwetter sind weitergezogen, die vom Hochwasser betroffenen Menschen räumen auf. Viele kämpfen um ihre Existenz. Baden-Württembergs Ministerpräsident und sein Innenminister reisen am Mittwoch zu ihnen.

Schwäbisch Hall (dpa) - Nach dem verheerenden Unwetter in Teilen Baden-Württembergs wollen sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) selbst ein Bild von den Verwüstungen machen. Sie haben sich am Mittwoch erst in Schwäbisch Gmünd und danach in Braunsbach angekündigt - den beiden besonders vom Hochwasser betroffenen Orten. Das Tief «Elvira» hatte am Sonntagabend schwere Verwüstungen in Teilen Baden-Württembergs hinterlassen. Vier Menschen kamen ums Leben, darunter zwei in Schwäbisch Gmünd.

Seitdem kämpfen die Menschen mit den Folgen und beseitigen Schlamm, Schutt und Trümmer. Auch am Mittwoch gehen die Aufräumarbeiten in den betroffenen Regionen weiter. Die Regierungsvertreter wollen in Schwäbisch Gmünd auch mit Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) und Einsatzkräften sprechen.

Hilfen hat das Land den Opfern der Unwetterkatastrophe bereits zugesagt. In den Fällen, in denen Menschen unverschuldet in eine Notlage geraten seien, werde in jedem Einzelfall unbürokratische Nothilfe geprüft, kündigte Innenminister Thomas Strobl (CDU) an.

«Das ist ein gewaltiges Naturereignis gewesen, das man so nicht voraussehen konnte», sagte Strobl der SWR-Sendung «Landesschau» auf die Frage, ob ein besserer Schutz vor Hochwasser im Land nötig sei.

Überschwemmungen, Erdrutsche und technische Störungen dürften auch den Verkehr im Land noch mehrere Tage behindern. Auswirkungen hatte das Hochwasser auch auf das Audi-Werk in Neckarsulm. Am Montag war der Betrieb vorübergehend gestoppt worden, weil Keller und Hallen in Teilen des Werks unter Wasser standen. Am Dienstag ging die Produktion zwar in Teilen weiter. Noch am Abend war aber unklar, ob sie am Mittwoch wieder ganz aufgenommen werden konnte.

Mi, 2016-06-01 03:41
Istanbul (dpa) 

AKP-Abgeordneter Yeneroglu: Armenier-Resolution stärkt AfD

Istanbul (dpa) - Der türkische AKP-Abgeordnete Mustafa Yeneroglu warnt vor einer Zunahme anti-türkischer Vorurteile in Deutschland durch die geplante Armenier-Resolution des Bundestags. «Die Resolution wird anti-türkische Positionen stärken, was nur dazu führt, dass die AfD gestärkt wird», sagte der deutsch-türkische Parlamentarier der Deutschen Presse-Agentur in Istanbul. Yeneroglu ist Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses im Parlament in Ankara und gehört der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP an.

Mit der Resolution werde das Leid der Armenier im Osmanischen Reich «politisch instrumentalisiert und entwertet», sagte Yeneroglu. «Die Resolution bringt den Aussöhnungsprozess zwischen Türken und Armeniern nicht weiter.» Yeneroglu warnte vor potenziellen Folgen für das deutsch-türkische Verhältnis. «Ich kann nur hoffen, dass die deutsch-türkischen Beziehungen nicht nachhaltig geschädigt werden.»

Yeneroglu kritisierte besonders Grünen-Chef Cem Özdemir, der zu den Befürwortern der Resolution gehört und türkische Wurzeln hat. «Es ist falsch, das Leid der Armenier auszunutzen, um eine anti-türkische Agenda zu setzen. Das werfe ich vor allem Cem Özdemir vor.»

Der Bundestag will am Donnerstag eine Resolution von Union, SPD und Grünen beschließen, in der die Massentötung und Deportationen von Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord eingestuft werden. Nach Schätzungen kamen dabei zwischen 800 000 und 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit ums Leben. Die Türkei bedauert das, lehnt die Einstufung als Völkermord aber strikt ab.

Mi, 2016-06-01 02:10
dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Zitat: Gabriel über die Erneuerbaren Energien

«Sie sind keine jungen Welpen mehr, die Welpenschutz brauchen, sondern ziemlich flinke Jagdhunde.»

(Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel nach Bund-Länder-Gesprächen am Mittwochmorgen in Berlin über die Erneuerbaren Energien in Deutschland.)

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

weiterlesen

„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

weiterlesen

 

„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

weiterlesen

Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

1 2 3
Mi, 2016-06-01 02:22
Berlin (dpa)

Bund und Länder nähern sich bei Ökostrom-Reform an

Lange hakt es beim Ausbau der Erneuerbaren Energien - zwischen Bund und Ländern sowie zwischen Union und SPD. Jetzt seien zumindest die «Umrisse» für die Reform sichtbar, sagt Kanzlerin Merkel.

Berlin (dpa) - Bund und Länder haben sich bei der Reform der Ökostrom-Förderung auf Eckpunkte verständigt, aber noch keine abschließende Einigung erreicht. «Wir sind noch nicht ganz am Abschluss, aber ich glaube, wir haben die größte Wegstrecke zurückgelegt», sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochmorgen nach einem gut sechsstündigen Spitzentreffen mit den Ministerpräsidenten. Der Bremer Regierungschef Carsten Sieling (SPD) sagte, 90 Prozent der Wegstrecke seien zurückgelegt.

Nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) soll der Gesetzentwurf zur Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 8. Juni vom Kabinett beschlossen werden. Anschließend gebe es genug Zeit für die Beratungen im Bundestag und mit der EU-Kommission. Beim besonders umstrittenen Bau neuer Windräder an Land soll es künftig einen jährlichen Zuwachs von etwa 2800 Megawatt geben. Bei der Biomasse seien noch Verhandlungen nötig.

Merkel sprach wie Gabriel von einem Paradigmenwechsel mit Blick auf geplanten neuen Förderbedingungen für Strom aus Winderenregie, Sonne oder Biogas. Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll ab 2017 die Förderung des Ökostroms umgestellt werden. Dann fallen die auf 20 Jahre festgelegten Garantiepreise für die Stromabnahme für neue Anlagen weg. Stattdessen werden Projekte ausgeschrieben: Wer wenig Subventionen verlangt, erhält dann den Zuschlag.

Merkel sagte nach der Spitzenrunde im Kanzleramt, die «Umrisse und die Orientierungspunkte sind klar erkennbar». Danach sollen künftig jährlich neue Solaranlagen mit einer Leistung von 600 Megawatt ausgeschrieben werden. Kleine Anlagen auf Dächern müssen nicht an der Ausschreibung teilnehmen.

Die Union pocht auf Kürzungen vor allem bei Windrädern an Land. Das betrifft insbesondere Norddeutschland. Es fehlt an Leitungen, um vor allem Windstrom aus dem Norden in die Industriezentren im Süden Deutschlands zu transportieren. Bei Windenergie auf See (Offshore) soll es beim Ausbauziel von 15 000 Megawatt bis 2030 bleiben.

Bund und Länder würden sich zum Ausbaukorridor bekennen, sagte Merkel. Danach sollen bis zum Jahr 2025 etwa 40 bis 45 Prozent des Stromverbrauchs aus Ökostrom-Quellen kommen. Derzeit liegt der Anteil bei etwa 33 Prozent. Die Ausbauziele für grünen Strom aus Wind, Sonne und Biomasse sollen dafür angepasst werden.

Grünen-Experte Oliver Krischer sagte, es sei nachvollziehbar, dass die Bundesländer sich von Merkel und Gabriel nicht auf ein Gesetz festlegen lassen wollen, «das die Klimaschutzziele faktisch aufgibt und den Erneuerbaren-Ausbau ohne Not drastisch reduziert». Statt den Ausbau der Windenergie im Norden auszubremsen, müssten Kohle- und Atomkraftwerke schneller abgeschaltet werden.

Die Regierung steht bei der Reform unter Zeitdruck. Merkel hatte eine Lösung bis zur Sommerpause Mitte Juli angekündigt - wenn nicht bald das Reformpaket steht, wackelt auch der mit der EU-Kommission verabredete Startzeitpunkt 1. Januar 2017.

Nicht nur zwischen Bund und Ländern knirscht es, sondern auch zwischen den Koalitionspartnern Union und SPD. Am Montagabend traf sich SPD-Chef Gabriel mit Fachpolitikern der Union. Umstritten blieb dabei vor allem, wie stark die Förderung neuer Windparks an Land gekürzt werden soll.

Gabriel schlug zuletzt eine Einmalkürzung von fünf Prozent zum 1. April 2017 und weitere, zeitlich gestaffelte Einschnitte vor. Die Union ist ebenfalls für eine 5-Prozent-Kürzung, will aber weitere 10 Prozent einsparen, wenn die Branche mehr als 2500 Megawatt neue Windkraft an Land baut. Die SPD will einen Zubau von 3000 Megawatt pro Jahr erlauben. Differenzen gibt es bei Biogas-Anlagen, die vor allem im CSU-regierten Bayern verbreitet sind.

Mi, 2016-06-01 01:37
Berlin (dpa)

Merkel: Noch keine endgültige Einigung mit Ländern bei Ökostromreform

Berlin (dpa) - Bund und Länder haben sich noch nicht endgültig auf die geplante Reform der Ökostromförderung einigen können. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Nacht zum Mittwoch in Berlin nach gut sechsstündigen Beratungen mit den Ministerpräsidenten mit. Die Umrisse der angestrebten Lösung seien aber klar erkennbar, erklärte Merkel: «Wir sind noch nicht ganz am Abschluss, aber ich glaube, wir haben die größte Wegstrecke zurückgelegt.»

Nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) soll der Gesetzentwurf zur Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 8. Juni vom Kabinett beschlossen werden. Anschließend gebe es genug Zeit für die Beratungen im Bundestag und mit der EU-Kommission. Beim besonders umstrittenen Bau neuer Windräder an Land soll es künftig einen jährlichen Zuwachs von etwa 2800 Megawatt geben. Bei der Biomasse seien noch Verhandlungen nötig.

Di, 2016-05-31 23:10
Berlin (dpa)

Zähes Ringen in Bund-Länder-Verhandlungen zur Ökostrom-Reform

Die geplante Ökostromreform ist eines der letzten Großprojekte der Energiewende, die die Koalition vor der Wahl noch umsetzen will. Die Zeit drängt, eine Einigung ist aber weiter fraglich.

Berlin (dpa) - Die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über die Reform der Ökostrom-Förderung gestalten sich schwierig. Bei einem erneuten Spitzentreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten zeichnete sich bis zum späten Dienstagabend in Berlin keine Lösung ab. Die Fronten seien verhärtet, inhaltlich gebe es viel Dissens, verlautete aus Verhandlungskreisen. Auch Bayern blockiere bisher eine Einigung.

Im Kern dreht sich der Streit um Umfang und Tempo beim Ausbau des Ökostroms in den nächsten zehn Jahren. Die Ausbauziele für Wind, Sonne und Biomasse sollen so angepasst werden, dass der festgelegte Korridor nicht überschritten wird.

Bis zum Jahr 2025 sollen etwa 40 bis 45 Prozent des Stromverbrauchs aus Ökostrom-Quellen kommen. Derzeit liegt der Anteil bei etwa 33 Prozent. Die Union pocht auf Kürzungen bei der Windenergie.

Hintergrund sind neben den Kosten auch Engpässe bei Stromleitungen. Die Länder wiederum verfolgen höchst unterschiedliche Interessen: Für Bayern ist Solarenergie und Biomasse wichtig, die Nord- und andere Flächenländer setzen mehr auf Windenergie.

Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll ab 2017 die Förderung des Ökostroms umgestellt werden. Dann fallen die auf 20 Jahre festgelegten Garantiepreise für die Stromabnahme für neue Anlagen weg. Stattdessen werden Projekte ausgeschrieben: Wer wenig Subventionen verlangt, erhält dann den Zuschlag.

Vor dem Treffen hatte Merkel den Bau neuer Stromleitungen angemahnt, damit die Energiewende vorankommt: «Energiewende findet nur statt, wenn der Strom, der produziert wird, auch zum Schluss durch eine Leitung dahin transportieren werden kann, wo er gebraucht wird.» Es fehlt derzeit an Leitungen, um vor allem Windstrom aus dem Norden in die Industriezentren im Süden Deutschlands zu transportieren.

Merkel verwies auch auf das Kostenargument: Die Erneuerbaren seien «aus der Nische herausgekommen» und müssten nun in ein marktwirtschaftliches Umfeld geführt werden, erklärte sie. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte, es gehe beim besten Willen nicht mehr, «und wenn die Windlobby sich noch so auf die Hinterfüße stellt», dass Windparks bezuschusst würden, deren Strom niemand brauche: «Kein einziges Stromatom fließt in das Netz, sondern der Strom verschwindet irgendwo und wird bezahlt.»

Die Regierung steht unter Zeitdruck. Merkel hatte eine Lösung bis zur Sommerpause Mitte Juli angekündigt - wenn nicht bald das Reformpaket steht, wackelt auch der mit der EU-Kommission verabredete Startzeitpunkt 1. Januar 2017.

Aktuell müssen Verbraucher und Wirtschaft pro Jahr bis zu 24 Milliarden Euro per Umlagen für den Ausbau der Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse bezahlen.

Nicht nur zwischen Bund und Ländern knirscht es, sondern auch zwischen den Koalitionspartnern Union und SPD. Am Montagabend traf sich Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel mit Fachpolitikern der Union. Umstritten blieb dabei vor allem, wie stark die Förderung neuer Windparks an Land gekürzt werden soll.

Gabriel schlägt nun eine Einmalkürzung von fünf Prozent zum 1. April 2017 und weitere, zeitlich gestaffelte Einschnitte vor. Die Union ist ebenfalls für eine 5-Prozent-Kürzung, will aber weitere 10 Prozent einsparen, wenn die Branche mehr als 2500 Megawatt neue Windkraft an Land baut. Die SPD will grundsätzlich einen Zubau von 3000 Megawatt pro Jahr erlauben.

Erhebliche Differenzen gibt es bei Biogas-Anlagen, die vor allem im CSU-regierten Bayern verbreitet sind. Die Union will neue Anlagen mit einer jährlichen Leistung von 300 Megawatt zulassen, die SPD will das auf 100 Megawatt begrenzen.

Die Grünen forderten die Länder auf, hart zu bleiben. «Die Ministerpräsidenten müssen die Energiewende und den Klimaschutz vor der Bundesregierung schützen», sagte Fraktionschef Anton Hofreiter der Deutschen Presse-Agentur.

Di, 2016-05-31 22:14
Berlin (dpa)

Union sucht Ausweg aus ihrer Krise - Koalition rutscht ab

Wenn die Chefs sich nicht einigen, haben es die Mitarbeiter schwer. Gerade driften so die Schwesterparteien CDU und CSU auseinander. Können sich Merkel und Seehofer noch zusammenraufen?

Berlin (dpa) - Die Union sucht nach einem Ausweg aus ihrem tiefen Zerwürfnis über die Flüchtlingspolitik. Führende Politiker von CDU und CSU forderten am Dienstag ein Ende der Streitereien. Am Abend trafen sich Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer in Berlin vor der Ministerpräsidentenkonferenz zu einem kurzen persönlichen Gespräch. Das sei aber nichts Außergewöhnliches vor den Treffen der Länderchefs, hieß es in Unionskreisen. Ein Krisengespräch sei es nicht gewesen, dafür seien 30 Minuten auch zu kurz. Inhalte wurden anschließend nicht mitgeteilt.

Das Verhältnis der CDU-Chefin und des bayerischen Ministerpräsidenten gilt als zerrüttet. Ende Juni wollen die Spitzen beider Parteien langfristige Themen festlegen. Allerdings birgt schon die Wahl des Ortes Konfliktstoff.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wies die Verantwortung für den Streit allein der CSU zu. «Es gibt nichts Vergleichbares aus der CDU gegenüber der CSU, nicht im Ganzen und nicht gegenüber Einzelnen - null», sagte er dem ZDF. «Die Formulierung «Streit zwischen Merkel und Seehofer» muss ich zurückweisen. Es sind Attacken gegen Merkel.»

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht einen »Zustand erreicht, der der Union im Ganzen schadet». Meinungsunterschiede sollten nicht immer wieder öffentlich angefeuert werden. Auch weil die Zahl der Flüchtlinge zurückgegangen sei, «könnte die Dezibelstärke der Interviews ebenfalls zurückgeführt werden», sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer warf der CDU in der «Bild»-Zeitung vor, sie habe kein Profil. «Wenn sich CDU und SPD immer mehr angleichen, schadet es allen.» Außerdem schreibt «Bild», Seehofer vermute ein Komplott im Kanzleramt. «Bis hinein ins Kanzleramt» gebe es Kräfte, die die CSU als «Fehlkonstruktion» betrachteten und beseitigen wollten.

Unionsfraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) sagte: «Ich bin der festen Überzeugung, dass diese fast wöchentliche Kritik aus München der Union insgesamt schadet.»

Die CSU hält Merkel vor, mit ihrer Flüchtlingspolitik verantwortlich zu sein für die sinkenden Umfragewerte der Union. Aus der CDU verlautet, durch die ständigen Attacken von Seehofer auf Merkel kehrten Anhänger der Union den Rücken.

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt mahnte aber: «Ich habe nicht den Eindruck, und das sollten wir auch nicht den Menschen einreden, dass das Vertrauen der Bürger in die Kanzlerin nicht mehr vorhanden wäre.»

Nach einer aktuellen Umfrage des Instituts Insa für die «Bild»-Zeitung verliert die große Koalition an Zustimmung und ist erstmals unter die Marke von 50 Prozent gerutscht. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen CDU/CSU demnach auf 30 Prozent - ein halber Punkt weniger als in der Vorwoche. Die SPD verliert demnach ebenfalls einen halben Punkt und liegt nur noch bei 19 Prozent.

Di, 2016-05-31 21:49
Berlin (dpa)

Medien: Neue Verfassungsschutz-Panne im Fall des V-Manns «Corelli»

Berlin (dpa) - Beim Bundesamt für Verfassungsschutz gibt es nach Medienberichten im Fall des früheren V-Manns «Corelli» eine neue Panne. Nach Informationen von «Süddeutscher Zeitung» (Mittwoch), WDR und NDR sind nach dem Fund eines von «Corelli» benutzten Handys nun auch noch weitere Sim-Karten aufgetaucht, die der V-Mann vor seinem Tod 2014 benutzt hatte. In der Bundesregierung hat dem Bericht zufolge das wiederholte verspätete Auftauchen von Datenträgern Ärger und Unverständnis ausgelöst.

«Corelli» galt lange als eine Schlüsselfigur im NSU-Skandal und bei den Ermittlungen um mögliche Verwicklungen des Verfassungsschutzes in die Aktivitäten der rechtsterroristischen Gruppe. Er kannte den mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos, Kontakte zum NSU während der Zeit im Untergrund konnten ihm bislang jedoch nicht nachgewiesen werden.

Di, 2016-05-31 21:41
Seoul/Peking (dpa)

Südkorea: Nordkorea misslingt offenbar Raketenstart

Nordkorea setzt trotz internationaler Sanktionen alles daran, Raketen für den Transport von Atomsprengköpfen zu entwickeln. Doch mit den jüngsten Tests scheint das Land wenig Erfolg zu haben.

Seoul/Peking (dpa) - Dem nach Atomwaffen strebenden Nordkorea ist nach Angaben Südkoreas innerhalb weniger Wochen offenbar erneut ein Raketentest misslungen. Nordkoreas Militär habe am Dienstag an der Ostküste nahe Wonsan versucht, eine zunächst nicht identifizierte Rakete zu starten, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Man gehe davon aus, dass der Test gescheitert sei. Es sei vermutlich erneut eine Musudan-Mittelstreckenrakete gewesen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärkreise. 

Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verbieten dem Land Tests ballistischer Raketentechnik. «Was Nordkorea tut, ist ein Bruch von UN-Resolutionen», sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Es stelle eine Gefahr für die Vereinigten Staaten, ihre Verbündeten und für die Region dar.

Unterdessen schickte das kommunistische Regime in Pjöngjang einen seiner ranghöchsten Funktionäre überraschend nach China. Der stellvertretende Vorsitzende des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei und frühere Außenminister, Ri Su Yong, sei in Peking eingetroffen, berichteten Yonhap und die japanische Agentur Kyodo.

Es ist der erste Besuch eines wichtigen Vertreters aus Pjöngjang, seit Nordkorea im Januar seinen vierten Atomtest durchgeführt hatte und auch Peking damit verärgerte. Die Reise wird daher in Südkorea als Versuch Pjöngjangs gewertet, sein abgekühlte Verhältnis zu Peking zu verbessern. 

Nordkorea arbeitet an der Entwicklung von Mittelstrecken- und Langstreckenraketen, die einen atomaren Sprengkopf tragen können. Im April waren dem Land nach Angaben des südkoreanischen Militärs drei Tests von Musudan-Raketen mit einer geschätzten Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometern missglückt. Bei dem Versuch am Dienstag war die Rakete vermutlich schon beim Start auf einer mobilen Abschussrampe explodiert, berichtete Yonhap. 

Südkoreas Außenministerium verurteilte den versuchten Start. Nordkorea scheine die «Warnungen der internationalen Gemeinschaft zu ignorieren, neue Provokationen zu unternehmen», sagte ein Sprecher vor Journalisten. 

In Südkorea wird auch seit längerem über die Möglichkeit eines neuen Atomversuchs durch Nordkorea spekuliert. Die Situation in der Region ist seit dem nordkoreanischen Atomtest im Januar und dem umstrittenen Start einer Weltraumrakete sehr gespannt. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Sanktionen gegen Pjöngjang Anfang März verschärft.

Di, 2016-05-31 21:30
Washington (dpa)

US-Außenministerium: Keine Hinweise auf Terror während Fußball-EM

Kurz vor der EM rufen die USA ihre Bürger zur Wachsamkeit in Europa auf. Sie betonen aber: Dies ist eine Standardwarnung, es gebe keine spezifische Bedrohungslage.

Washington (dpa) - Das Außenministerium in Washington ruft US-Bürger zur Wachsamkeit bei Reisen nach Europa während der Fußball-Europameisterschaft auf. Die Stadien, Fanmeilen und Public-Viewing-Veranstaltungen könnten zu potenziellen Zielen für Terroristen werden, heißt es in der Mitteilung, die das Außenministerium am Dienstag herausgab.

Der Sprecher des Ministeriums John Kirby sagte aber, es gebe «selbstverständlich keinerlei glaubhafte oder spezifische Hinweise». Bei der Mitteilung handle es sich lediglich um die Erneuerung eines Standardhinweises.

«Lassen Sie mich das in den richtigen Zusammenhang stellen», sagte Kirby. «Der Hinweis stand einfach zur Neuauflage an.» Hätte das Ministerium damit bis Mitte Juni gewartet, dem Datum, an dem die Erneuerung eigentlich fällig gewesen wäre, hätte die EM aber schon begonnen. Kirby: «Deswegen haben wir den Sommeranfang genutzt, sie früher zu veröffentlichen als eigentlich üblich.»

In der Mitteilung heißt es: «Die große Zahl von Touristen, die in den Sommermonaten Europa besuchen, bietet Terroristen, die Angriffe auf öffentliche Plätze planen, ein größeres Ziel, besonders bei Großereignissen.» Betroffen sei auch der katholische Weltjugendtag in Krakau (Polen).

Kirby sagte: «Wir raten Amerikanern keineswegs, den Veranstaltungen im Sommer in Europa fernzubleiben.»

Di, 2016-05-31 20:33
Nairobi (dpa)

Kenia will größtes Flüchtlingslager der Welt bis November auflösen Von Anna Kerber, dpa

Kenia meint es offenbar ernst. Bis November soll das größte Flüchtlingslager der Welt aufgelöst werden. Das Land in Ostafrika ist Zufluchtsort für Hunderttausende aus benachbarten Krisenstaaten.

Nairobi (dpa) - Mit mindestens 340 000 Einwohnern zählt das Flüchtlingslager in Dadaab zu den größten «Städten» Kenias. Es gibt Viehmärkte, Kinos und Schulen. Vor rund 25 Jahren kamen die ersten Flüchtlinge aus dem benachbarten Krisenstaat Somalia an. Im Jahr 2011 waren es bis zu Zehntausend Menschen, die täglich dort ankamen. Viele hatten auf der Flucht vor Gefechten und der Dürre rund 100 Kilometer über die Grenze zu Fuß zurückgelegt.

Nun soll das Flüchtlingslager aufgelöst werden. Bis spätestens November solle Dadaab nicht mehr bestehen, wurde Innenminister Joseph Nkaissery am Dienstagabend von örtlichen Medien und der britischen BBC zitiert. Die Entscheidung sei endgültig, sagte Nkaissery demnach.

Das Flüchtlingslager im Osten Kenias besteht seit dem Fall der somalischen Regierung von Siad Barre 1991. Inzwischen leben hier zahlreiche Menschen, die in den Camps geboren und aufgewachsen sind. Mehr als 90 Prozent haben ihre Wurzeln im benachbarten Krisenstaat Somalia, weitere sind vor Konflikten in Äthiopien, dem Kongo geflohen. Insgesamt leben in Kenia nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 600 000 Flüchtlinge, zumeist Somalier.

Am 6. April hatte die kenianische Regierung angekündigt, die Flüchtlingslager in Dadaab und Kakuma zu schließen - «aus Sicherheitsgründen», hieß es. Die Regierung befürchte, dass die somalische Terrormiliz Al-Shabaab in den Lagern Kämpfer rekrutiere. Die Entscheidung über Kakuma, wo rund 180 000 Menschen leben, wurde jedoch revidiert.

Die internationale Gemeinschaft bezeichnete das Vorgehen als «verantwortungslos» und «rechtswidrig». Die Schließungen würden gegen die Regelungen zur freiwilligen Rückkehr verstoßen, denen Kenia zugestimmt habe, sagten Hilfsorganisationen und auch das US-Außenministerium. Zugleich riefen die Organisationen westliche Länder dazu auf, mehr Flüchtlinge aus Ländern am Horn von Afrika aufzunehmen.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) berichtete von Panik unter den Flüchtlingen nach der Ankündigung. «Viele Flüchtlinge haben uns angerufen und gefragt, was sie tun sollten, oder wie sie sich vorbereiten sollten», sagte UNHCR-Sprecher Duke Mwancha. Die Hälfte der insgesamt 380 000 somalischen Flüchtlinge in Kenia sei nie in Somalia gewesen, sagte Mwancha.

Kenias Regierung verteidigte die Entscheidung auch in Bezug auf die Flüchtlingssituation in Europa. Auch Europa mache seine Grenzen dicht, twitterte das Innenministerium als Antwort auf die Kritik. «In Europa weisen reiche, wohlhabende, demokratische Länder Flüchtlinge aus Syrien ab, einer der schlimmsten Kriegsgebiete seit dem Zweiten Weltkrieg», sagte Joseph Nkaissery vom kenianischen Innenministerium.

Terrorangriffe wie etwa der auf das Einkaufszentrum Westgate in Nairobi 2013 und der auf die Garissa Universität im vergangenen Jahr sollen der Regierung zufolge dort geplant worden sein. Experten konnten diese Aussage nicht bestätigen.

Seit Ende 2011 beteiligen sich kenianische Truppen an der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) im Kampf gegen die Al-Shabaab. Die Terrormiliz hat Kenia seither im Visier. Bei Angriffen der Al-Shabaab in Kenia wurden nach Angaben der Risikoberatung Verisk Maplecroft seit 2012 mehr als 800 Menschen getötet. Die Angst vor weiteren Anschlägen sei demnach begründet.

Di, 2016-05-31 20:49
Tallinn (dpa)

Estland bezweifelt Notwendigkeit von Junckers Russland-Reise

Tallinn (dpa) - Die estnische Außenministerin Marina Kaljurand hat   Unverständnis geäußert über den geplanten Russland-Besuch von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Sie bezweifelte, dass eine Teilnahme am Wirtschaftsforum in St. Petersburg (16. bis 18. Juni) in einer Zeit von EU-Sanktionen gegen Russland zwingend notwendig sei. Bei dem Treffen solle Juncker darauf drängen, dass Moskau seine  internationalen Verpflichtungen erfüllt, sagte sie der Agentur BNS am Dienstag. Estland und die beiden andern Baltenstaaten fordern in der Ukraine-Krise eine resolute Haltung gegen Russland.

Keine Anzeige

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

Entdecken Sie die neue, besonders überflüssige Art der Müllerzeugung.
Mehr auf greenpeace-magazin.de/special-t.

 

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

Mehr über die Wursttruppe unter greenpeace-magazin.de/boeklunder

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

 

Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

Keine Anzeige!

Weiterlesen
Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Seiten