Aktuell

filmtipp / 05.Feb 2016

Faszinierende Aufnahmen aus der Arktis

Bilder, die den Zuschauer frieren lassen und ihn dennoch in ihren Bann ziehen: Der Kurzfilm „In Between" erzählt auf poetische Weise von Moschusochsen in der norwegischen Arktis – und ihrer Bedrohung durch den Klimawandel. 

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So, 2016-02-07 04:08
Manchester (dpa)

Trump für noch «viel schlimmere» Methoden als Waterboarding

Manchester (dpa) - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will im Fall eines Wahlsieges nicht nur die höchst umstrittene Verhörmethode «Waterboarding» gegen Terroristen wiedereinführen. Er würde noch «verdammt viel Schlimmeres» zulassen, als diese Form des simulierten Ertränkens, sagte der Multimilliardär am Samstagabend (Ortszeit) in der letzten TV-Debatte der republikanischen Kandidaten vor der nächsten Vorwahl am Dienstag im Bundesstaat New Hampshire.

Der erzkonservative Senator Ted Cruz erklärte, er würde in Notfällen, wenn es etwa um die Verhinderung einer unmittelbar drohenden Terrorattacke gehe, ebenfalls «offen» für das Waterboarding von Terrorverdächtigen sein.

Der Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush, sagte dagegen, er würde an dem von Präsident Barack Obama verkündeten Verbot dieser Praxis, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in geheimen CIA-Gefängnissen angewendet worden war, nicht rütteln. «Ich denke, es ist angemessen, wo wir jetzt stehen», sagte der Bruder des früheren US-Präsidenten George W. Bush.

So, 2016-02-07 04:57
Peking (dpa)

China «bedauert» Raketenstart Nordkoreas

Peking (dpa) - China hat den Start einer Langstreckenrakete durch Nordkorea «bedauert». Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Regierung in Peking hatte Pjöngjang zuvor mehrfach vergeblich zur Zurückhaltung aufgefordert, um die Spannungen in der Region nicht weiter eskalieren zu lassen. Am Dienstag war sogar der Unterhändler im Atomstreit mit Nordkorea, Wu Dawei, zu Gesprächen in Pjöngjang. Zu dem Zeitpunkt verkündete Nordkorea die Pläne für den Satellitenstart, sodass einige Beobachter schon über eine mögliche Brüskierung seines großen Wirtschaftspartners spekulierten. Die USA drängen China, schärferen Sanktionen gegen Nordkorea zuzustimmen.

So, 2016-02-07 04:31
York (dpa)

Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zu nordkoreanischem Raketenstart

New York (dpa) - Die Vereinten Nationen haben den Start einer Weltraumrakete aus Nordkorea verurteilt und für Sonntag eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats in New York einberufen. Der Raketenstart verletzte bestehende Resolutionen des Sicherheitsrats und sei «tief beklagenswert», erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Samstagabend (Ortszeit). Das mächtigste Gremium soll nun um 11.00 Uhr (Ortszeit; 17 Uhr MEZ) darüber beraten.

Nordkorea hatte zuvor den erfolgreich verlaufenen Start einer Trägerrakete verkündet. Diese habe einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn gebracht, berichteten nordkoreanische Staatsmedien am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf die nationale Raumfahrtbehörde. Südkorea, die USA und Japan hatten den Start als verschleierten Test einer militärischen Langstreckenrakete verurteilt. 

So, 2016-02-07 03:11
Seoul (dpa)

Nordkorea brüskiert Nachbarländer mit Raketenstart

Das Regime in Pjöngjang hat offenkundig einmal mehr alle Warnungen ignoriert: Es lässt eine Rakete abfeuern, die angeblich einen «Erdbeobachtungssatelliten» ins All bringen sollte. Die USA und Südkorea sehen das als Test für eine militärische Langstreckenrakete.

Seoul (dpa) - Trotz internationaler Warnungen hat Nordkorea nach südkoreanischen Angaben eine Langstreckenrakete abgefeuert. Der Start sei am Sonntagmorgen um etwa 9.30 Uhr (Ortszeit; 1.30 Uhr MEZ) an der Westküste des Landes erfolgt, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Südkoreanische Medien berichteten zunächst, der Start sei womöglich fehlgeschlagen. Später meldete die Nachrichtenagentur Yonhap dann, die Rakete habe offenbar ein Objekt auf eine Erdumlaufbahn gebracht.

Das nordkoreanische Regime kündigte eine Stellungnahme für den Mittag an. Südkorea, die USA und Japan beantragten eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Mehrere UN-Diplomaten sagten dem US-Sender Fox News, die Sitzung sei für Sonntagvormittag um 11 Uhr (Ortszeit) beantragt worden.

Erst vor einem Monat hatte ein neuer nordkoreanischer Atomtest weltweit Empörung ausgelöst. Kürzlich kündigte Nordkorea dann an, einen «Erdbeobachtungssatelliten» ins All schießen zu wollen. Südkorea, die USA und Japan sehen darin jedoch einen verschleierten Test für die Technologie von Interkontinentalraketen. Solche Raketen sind das wichtigste Trägermittel für atomare Sprengköpfe. Südkorea und Japan hatten gedroht, die Rakete abzuschießen, sollte sie ihr Territorium bedrohen.

Den Raketenstart am Sonntag kritisierten die USA als «destabilisierend, provokativ und flagrante Verletzung» zahlreicher UN-Resolutionen. Zugleich setzten sich die Vereinigten Staaten für «ernste Konsequenzen» ein, erklärte US-Sicherheitsberaterin Susan Rice in Washington. Auch Außenminister John Kerry erklärte, die USA würden mit ihren Partnern und Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates weiter an «bedeutenden» Maßnahmen arbeiten, um Nordkorea zur Rechenschaft zu ziehen.

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye warf dem kommunistischen Regime in Pjöngjang eine schwere Provokation vor, die nicht toleriert werden könne. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe übte ebenfalls scharfe Kritik und sprach von einem Verstoß gegen UN-Resolutionen. Sein Regierungssprecher Yoshihide Suga sagte in Tokio, der Raketenabschuss sei eine Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit der Welt. Man werde beim Regime in Pjöngjang vehement protestieren.

Nordkorea hatte den Raketenstart vorverlegt, ursprünglich war ein Startfenster zwischen dem 8. und 25. Februar vorgesehen gewesen.

Das Land hatte zuletzt Ende 2012 eine Weltraumrakete gestartet. Der Start wurde damals weltweit verurteilt. Nach dem vierten Atomtest Nordkoreas am 6. Januar dieses Jahres nahm der UN-Sicherheitsrat Diskussionen über schärfere Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang auf.

So, 2016-02-07 03:50
Seoul (dpa)

Nordkorea: Rakete bringt Satelliten erfolgreich auf Erdumlaufbahn

Seoul (dpa) - Nordkorea hat den erfolgreich verlaufenen Start einer Weltraumrakete verkündet. Die Trägerrakete habe einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn gebracht, berichteten nordkoreanische Staatsmedien am Sonntag unter Berufung auf die nationale Raumfahrtbehörde. Südkorea, die USA und Japan hatten den Start als verschleierten Test einer militärischen Langstreckenrakete verurteilt. 

So, 2016-02-07 03:38
Pjöngjang (dpa)

Die abgeschottete Diktatur und inoffizielle Atommacht Nordkorea

Pjöngjang (dpa) - Das politisch weitgehend isolierte Nordkorea ist nach Jahrzehnten kommunistischer Diktatur ein verarmter Staat, der sogar Hungersnöte kennt. An der Spitze der «Demokratischen Volksrepublik Korea» steht seit Ende 2011 Kim Jong Un, um den ein intensiver Personenkult betrieben wird. Bereits sein Vater Kim Jong Il und sein Großvater, der Staatsgründer Kim Il Sung, herrschten ähnlich über das Land.

Alle Medien in Nordkorea sind gleichgeschaltet. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes setzt die Führung auf «ideologische Erziehung» der Menschen und Abschottung gegen Ideen aus dem Ausland. Ein UN-Bericht vom Februar 2014 warf Nordkorea schwere Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. So würden als unzuverlässig betrachtete Menschen gefoltert und als Arbeitssklaven in Straflagern missbraucht.

Zudem beunruhigt Nordkoreas Atomprogramm die internationale Gemeinschaft seit vielen Jahren. Vier Atomtests hat es bislang gegeben, den bislang letzten im Januar. Zum Waffenprogramm des Landes ist ansonsten aber relativ wenig bekannt. Als gesichert gilt, dass Nordkorea in kurzer Zeit einsatzbereite Atombomben herstellen kann. Diese potenzielle Fähigkeit haben auch mehrere Nicht-Atommächte. Ob Nordkorea auch seine ballistischen Raketen bereits mit entsprechend konfigurierten Atomsprengköpfen bestücken kann, ist unklar.

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So, 2016-02-07 02:06
Washington (dpa)

Auch Kerry fordert «bedeutende Maßnahmen» gegen Nordkorea

Washington (dpa) - US-Außenminister John Kerry hat den nordkoreanischen Raketenstart als Bedrohung für die Sicherheit der Region und der USA angeprangert. Er unterstrich am Sonntag, dass die USA der Verteidigung ihrer Verbündeten, darunter Südkorea und Japan, «eisenhart» verpflichtet seien. Die USA würden mit ihren Partnern und Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates weiter an «bedeutenden» Maßnahmen arbeiten, um Nordkorea zur Rechenschaft zu ziehen. «Die Zeit ist jetzt gekommen, das entschlossen und vereint zu tun», erklärte Kerry. Zuvor hatte schon die nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice den nordkoreanischen Raketenabschuss verurteilt.

So, 2016-02-07 02:31
Sydney (dpa)

In Burkina Faso entführte Australierin wieder frei

Sydney (dpa) - Eine mit ihrem Ehemann von Extremisten in Burkina Faso entführte Australierin ist wieder frei. Australiens Premierminister Malcolm Turnbull bestätigte dem Rundfunksender ABC am Sonntag ihre Freilassung, ohne die näheren Umstände zu erläutern. Er dankte den Regierungen von Burkina Faso und dem Niger für ihre Bemühungen. Zu den Chancen des Mannes, ebenfalls freizukommen, äußerte sich Turnbull nicht.

Laut der burkinischen Regierung waren der Arzt und seine Frau vor rund drei Wochen bei Djibo nahe der malischen Grenze entführt worden. Für die Region im Norden des Landes gelten Reisewarnungen, der Arzt betrieb dort jedoch seit vielen Jahren eine Klinik. Laut ABC lebten der Mann und seine Frau, die beide über 80 Jahre alt sind, seit 1972 in Burkina Faso.

So, 2016-02-07 01:52
Washington (dpa)

USA fordern nach Nordkoreas Raketenstart «ernste Konsequenzen»

Washington (dpa) - Die USA haben Nordkoreas Start einer Langstreckenrakete als «destabilisierend, provokativ und flagrante Verletzung» zahlreicher UN-Resolutionen verurteilt. Zugleich setzten sich die Vereinigten Staaten für «ernste Konsequenzen» ein, erklärte US-Sicherheitsberaterin Susan Rice in Washington. Die nordkoreanischen Waffenprogramme seien «eine ernste Bedrohung unserer Interessen - einschließlich der Sicherheit einiger unserer engsten Verbündeten - und untergraben Frieden und Sicherheit in der breiteren Region».

Die USA seien der Sicherheit ihrer Verbündeten in der Region zutiefst verpflichtet, «und wir werden alle nötigen Schritte unternehmen, um uns selbst und unsere Verbündeten zu verteidigen und auf die nordkoreanischen Provokationen zu antworten», hieß es in der schriftlichen Mitteilung weiter. «Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, zusammenzustehen und Nordkorea zu demonstrieren, dass seine rücksichtslosen Aktionen ernste Konsequenzen haben müssen.»

Geht doch!

Krisensichere Insel


Die isländische Regierung will Banken in Zukunft verbieten, mit Krediten Geld aus dem Nichts zu schaffen

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Nach dem Finanzcrash 2008 wagt die isländische Regierung, was sich noch kein Land traute: Geschäftsbanken sollen künftig kein Geld mehr schöpfen dürfen. Bislang können Banken sozusagen aus dem Nichts die Geldmenge erhöhen, indem sie Kredite vergeben, die nicht durch reale Spareinlagen gedeckt sind. Damit soll Schluss sein. Der Reformvorschlag sieht vor, allein die Zentralbank mit der Aufgabe zu betrauen, die Geldmenge zu erhöhen. Auf diese Weise wollen die Isländer Spekulationen, Überschuldung, Blasen und Zusammenbrüchen vorbeugen. „Die Krise war ein Weckruf. Ich will die Probleme im Bankensystem an der Wurzel packen“, sagt Frosti Sugurjonsson, Vorsitzender des isländischen Parlamentsausschusses für Finanzen und Wirtschaft. Während sämtliche Banken gegen diesen Plan Sturm laufen, weil sie an den Kreditzinsen verdienen, kommt die Idee bei Geldreform-Befürwortern gut an. Im Finanzparadies Schweiz läuft derzeit eine Volksinitiative, die ein sogenanntes Vollgeldsystem nach isländischem Vorbild einführen will. Bis Anfang Dezember werden 105.000 Unterschriften benötigt, die Chancen stehen gut. Danach steht das Modell zur Abstimmung.
Vollgeld-initiative.ch

Großbritannien: Schlafende Konten

Mehr als eine halbe Milliarde Euro liegen in Großbritannien auf verwaisten Konten von mutmaßlich verstorbenen Besitzern. Nach und nach kommt dieses Geld sozialen Projekten zugute. Dieser „Bankraub“ ist ganz legal: Ein Gesetz aus dem Jahr 2008 erlaubt es, Vermögen von Konten, die seit 15 Jahren unberührt geblieben sind, für wohltätige Zwecke einzusetzen. Wie viel Geld auf deutschen Konten ruht, ist nicht bekannt.

Kalifornien: Solaranlage
Bis Ende 2016 will der US-Bundesstaat Kalifornien 1600 Haushalte, die sich diese Investition sonst nicht leisten könnten, mit kostenlosen Solaranlagen ausstatten. Das Programm soll 14,7 Millionen Dollar kosten, das Geld stammt aus den staatlichen Einnahmen des Emissionshandels. Damit will der dürregeplagte Bundesstaat einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Energiekosten für arme Familien reduzieren.

USA: Wer verdient wie viel?
Ab 2017 müssen börsennotierte Unternehmen in den USA die Gehaltskluft zwischen Vorstandschefs und Angestellten veröffentlichen. Eine Studie der Harvard Business School belegt, dass ein hohes Einkommensgefälle dem Unternehmen schadet: Erfahren Kunden von einem eklatanten Missverhältnis, bevorzugen sie sogar teurere Konkurrenzprodukte. Ein Konzernchef solle höchstens 6,3-mal so viel wie ein Mitarbeiter erhalten, wünschen sich die Deutschen. Laut OECD liegt der Faktor hierzulande derzeit im Schnitt bei 147.

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Geht doch!

Es muss nicht immer das Auto sein


Ein innovatives Mobilitätskonzept für Finnlands Hauptstadt Helsinki soll die Verkehrsdichte lindern und Mensch und Umwelt zugute kommen.

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Finnlands Hauptstadt will die Blechlawinen eindämmen. Aber nicht mit Verboten, sondern mit einer attraktiven Mobilitäts-App: Mit einem Klick verrät diese das optimale Verkehrsmittel für die jeweilige Route. Die Kunden können flexibel Carsharing, Leihräder, Busse, Bahnen oder auch Kleinbusse nutzen. Diese holen Passagiere nach Bedarf ab und bieten Gratis-Wi-Fi. Bezahlt werden muss nicht jeder Fahrschein einzeln, das System rechnet die Fahrten zentral ab. Bis 2025 will die Stadtverwaltung Helsinkis das innovative Konzept einführen und dadurch den öffentlichen Nahverkehr so einfach und günstig machen, dass private Autos überflüssig werden. Stadtentwickler und Verkehrsplaner schwärmen schon heute von den neuen Perspektiven für die Bewohner: Aus Parkplätzen werden Radwege, Alleen oder Fußgängerzonen und aus Parkhäusern Wohnraum. Die kommunale Verkehrsexpertin Sonja Heikkilä ist überzeugt, dass sich diese Vision realisieren lässt, zumal die junge Generation Autos nicht mehr als Statussymbol betrachte. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: An Konzernen wie Google führt bei dieser Mobilitätsnutzung kein Weg vorbei. Der Fahrgast wird gläsern.
hsl.fi/en/strategy

Hamburg/Dortmund: Draht nach Hause
Angeblich um eine illegale Nutzung zu verhindern, stellen die Behörden in Flüchtlingsheimen oft keinen Internetzugang bereit. Private Initiativen wie die Freifunker wollen das ändern: Sie stellen WLAN-Router zur Verfügung und ermöglichen Hunderten von Flüchtlingen, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben, online Deutsch zu lernen oder sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
freifunk.net

USA – Ölfressende Pflanzen
Biologisch abbaubare Substanzen sollen in Zukunft Ölteppiche beseitigen. Aus Pflanzen entwickelten US-Wissenschaftler einen als Phytol bezeichneten Alkohol, der den Ölfilm zusammendrängt. Die organischen Moleküle werden im Wasser gespalten und abgebaut. Aufgelegt wurde das Forschungsprogramm nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010. Finanziert hat es ausgerechnet der Mineralölkonzern BP.

Kopenhagen – Reste à la carte
Im dänischen Restaurant „Rub & Stub“ kommt seit Herbst 2014 auf den Tisch, was sonst im Müll gelandet wäre. Das nachhaltige Konzept kommt gut an – die Gäste stehen Schlange und sind gespannt darauf, welches Menü die Küchencrew aus den gelieferten Zutaten zaubert. In Amsterdam und Berlin macht das Experiment Schule. „Restlos glücklich“ heißt der deutsche Ableger. Das deutsche Start-up rief Mitte August eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben. Die Macher wollen nicht nur Lebensmittel retten, sondern auch ihre Gäste zum Nachdenken über ihren Umgang mit Nahrungsmitteln anregen.

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Hoffnung für Hähnchen

Biobrütereien in der Alpenrepublik beenden ab 2017 das massenhafte Kükentöten
 

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Da männliche Küken später keine Eier legen, werden sie direkt nach dem Schlupf getötet. Damit wollen österreichische Biobrütereien spätestens ab 2017 Schluss machen: Im Nachbarland einigten sie sich mit dem Biodachverband und dem Lebensmitteleinzelhandel darauf, in Zukunft Bioeier nur noch dann als „bio“ zu kennzeichnen, wenn Henne und Hahn aufgezogen werden. Gelingen soll das mit einer robusten Legerasse, deren Brudertiere bei der Mast Fleisch ansetzen, wenn auch langsamer und weniger als sonst üblich. Die Branche rechnet mit Mehrkosten von zwei bis drei Cent pro Ei. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat die landesweite Lösung mit auf den Weg gebracht und hofft nun, dass diese wegweisend für ganz Europa sein wird. In Deutschland gibt es bislang nur kleine Projekte wie etwa die „Bruderhahn-Initiative“ oder „Ei-Care“. Doch auch hierzulande bewegt sich etwas: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will das Kükensterben mithilfe der Geschlechtsbestimmung im Ei beenden. Noch ist diese Technik nicht marktreif – und laut Deutschem Tierschutzbund auch nicht ausreichend: „Wir müssen das System ändern, dafür brauchen wir andere Zuchtlinien und andere Haltungssysteme.“
 

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New York: Essen als Chance
Frisch aus dem Knast entlassenen Jugendlichen gibt das Sozialprojekt „Drive Change“ in New York City eine Perspektive: Im Team des mobilen „Snowday Food Truck“ schnippeln sie Gemüse, braten Hühnchen und bieten verschiedene Mittagessen an. Die jungen Menschen verdienen ihr eigenes Geld – für manche ist es der erste legale Job. Vor allem soll ihnen die Arbeit bei der Integration helfen, denn bisher werden zwei von drei jugendlichen Straftätern innerhalb von drei Jahren rückfällig.
snowdayfoodtruck.com

Italien: Soli-Kaffee
Von Neapel aus geht eine solidarische Idee um die Welt: Gäste können einen Kaffee bestellen – und zwei zahlen. Den Gratiskaffee bekommt irgendwann ein Obdachloser, der sich ein Heißgetränk nicht leisten kann. In Neapel wird diese Tradition schon seit mehr als hundert Jahren in der Weihnachtszeit gepflegt. Inzwischen gibt es die Geste der Nächstenliebe in fast 20 Ländern. Auch in Deutschland besteht in einigen Lokalen die Möglichkeit, einen Kaffee zu spenden.
coffeesharing.com

San Francisco: Warnung vor Limo
Werbeanzeigen für Softdrinks müssen laut Beschluss des Stadtrats von San Fransisco künftig mit Warnhinweisen versehen werden. So soll der Verbraucher erfahren, dass der zugesetzte Zucker Fettleibigkeit, Diabetes und Karies verursachen kann. Ein solches Warnlabel könnte es auch landesweit geben, die Demokraten haben einen entsprechenden Gesetzentwurf für den US-Staat Kalifornien eingereicht. Schon im vergangenen Jahr hatte Berkeley dem hohen Zuckerkonsum den Kampf angesagt. Als erste US-Stadt besteuerte die Nachbarin San Franciscos im November 2014 zuckerhaltige Getränke.
 

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So, 2016-02-07 01:25
Tokio (dpa)

Japan verurteilt Nordkoreas Raketenstart

Tokio (dpa) - Japan hat den Start einer Langstreckenrakete durch Nordkorea scharf verurteilt. Der Abschuss sei eine Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit der Welt, sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga am Sonntag in Tokio. Man werde beim Regime in Pjöngjang vehement protestieren. Ministerpräsident Shinzo Abe übte ebenfalls scharfe Kritik und sprach von einem Verstoß gegen UN-Resolutionen. Japan habe jedoch nichts unternommen, um die Rakete abzufangen, hieß es von Seiten des Verteidigungsministeriums in Tokio. Japan unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea.

So, 2016-02-07 01:19
Seoul (dpa)

Südkorea: Nordkorea startet Langstreckenrakete

Seoul (dpa) - Trotz internationaler Warnungen hat Nordkorea nach südkoreanischen Angaben eine Langstreckenrakete abgefeuert. Der Start sei am Sonntagmorgen gegen 9.30 Uhr (Ortszeit) im Nordwesten des Landes erfolgt, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Der Raketenstart erfolgte nur einen Monat nach einem neuen nordkoreanischen Atomtest, der weltweit verurteilt worden war. 

Nordkorea hatte angekündigt, einen «Erdbeobachtungssatelliten» ins All schießen zu wollen. Die USA, Südkorea und Japan sehen darin jedoch einen verschleierten Test für die Technologie von Interkontinentalraketen. Solche Raketen sind das wichtigste Trägermittel für atomare Sprengköpfe.

Südkoreas Regierung habe nach dem nordkoreanischen Raketentest eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Nordkorea hatte den Raketenstart vorverlegt, ursprünglich hatte das Land ein Startfenster zwischen dem 8. und 25. Februar vorgesehen. 

Nordkorea hatte zuletzt Ende 2012 eine Weltraumrakete gestartet. Der Start wurde damals weltweit verurteilt. Nach dem vierten Atomtest Nordkoreas am 6. Januar dieses Jahres nahm der UN-Sicherheitsrat Diskussionen über schärfere Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang auf.

So, 2016-02-07 00:30
Düsseldorf/Offenbach (dpa)

Wind - Sturm - Orkan

Düsseldorf/Offenbach (dpa) - Wenn es am Rosenmontag zu heftig weht, nämlich Windstärke 8 und mehr, dann kann der Rosenmontagszug in Düsseldorf aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden. So werden die Windstärken eingestuft:

WIND: Windstärken werden nach der 1806 von dem englischen Admiral Francis Beaufort entwickelten Skala berechnet. Sie reicht von 0 Beaufort (Windstille) bis zur Stärke 12 (Orkan). Böen sind kräftige Windstöße, die für bis zu 20 Sekunden den Zehn-Minuten-Mittelwert der gemessenen Windgeschwindigkeit übersteigen.

STURM: Bei diesem besonders heftigen Wind wird eine mittlere Geschwindigkeit in zehn Metern Höhe über freiem Gelände von 75 bis 88 Kilometer pro Stunde gemessen (Stärke 9). Er kann kleinere Schäden an Häusern verursachen, etwa herabfallende Dachziegel. Äste brechen von Bäumen.

SCHWERER STURM: Bei 89 bis 102 Stundenkilometern (Stärke 10) entstehen größere Gebäudeschäden, Bäume können brechen. Bei Tempo 103 bis 117 (Stärke 11) spricht man von einem ORKANARTIGEN STURM, der verbreitet Schäden anrichtet und ganze Bäume entwurzeln kann.

ORKAN: Er tobt mindestens zehn Minuten lang mit 118 Kilometern pro Stunde (Stärke 12) oder mehr und richtet oft schwere Verwüstungen an. Orkane bilden sich über dem Nordatlantik, wo polare Kaltluft auf milde Meeresluft trifft. Durch den Temperaturgegensatz entstehen in oberen Luftschichten extrem starke Winde.

À la Saison

Keltischer Kürbis

(Cucurbita)
Pink ist zwar nicht das neue Schwarz, aber der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Das und warum es sachlich unrichtig ist, den Dicken als „Halloween-Gemüse“ zu bezeichnen, erfahren Sie hier

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Der Kürbis ist die neue Rübe. Im Ernst. Anders als „Pink ist das neue Schwarz“, „Analog ist das neue Bio“ und „Schwul ist das neue Hetero“ enthält dieser Satz Sinn. Jahrhunderte bevor am Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve, kurz: Halloween) falsche Sensenmännlein und Frankensteinchen umherspukten, geisterte der Sage nach ein Untoter namens Jack Oldfield durch Irland. Er fand keine Ruhe, weil er zu Lebzeiten selbst dem Teufel zu arg mitge-spielt hatte. Am Höllentor abgewiesen, wusste Jack nicht, wohin. Da schenkte Satan ihm etwas Glut aus dem Fegefeuer. Jack steckte sie in eine Rübe, die er als Wegzehrung bei sich trug, und fertig war die Halloweenlaterne. Fortan stand sie im Ruf, den Teufel fernzuhalten.

Wie dieser keltisch-katholische Brauch auf den Kürbis gekommen ist? Nun, richtig praktisch waren die Rüben vermutlich nie. Man bedenke die filigrane Schnitzerei, die selbst bei kapitalem Wurzelgemüse für die Fratzen vonnöten gewesen sein muss. Jedenfalls griffen die irischen Einwanderer, Mitte des 19. Jahrhunderts dem Hunger daheim entflohen, nach ihrer Ankunft in Amerika auf die reichlich vorhandenen, leicht auszuhöhlenden und größeren Kürbisse zurück.

Ja, im Gegensatz zu Halloween ist der Kürbis ein Amerikaner und gilt überdies als älteste Kulturpflanze der Menschheit. Die sogenannten Indianer Mittel- und Südamerikas bauten ihn seit zehntausend Jahren an, als Kolumbus ihn um 1500 „entdeckte“. Seinen internationalen Durchbruch feierte er aber erst, nachdem – laut US-Gründungsmythos – die Ureinwohner Neuenglands einen Teil der hungernden Mayflower-Besatzung unter anderem damit durch den Winter 1621 gefüttert hatten. Zu Thanksgiving erinnert traditionell ein „Pumpkin Pie“ daran. Und drei Wochen vor den Kürbisdank setzten die Iren also den Kürbisgrusel.

Tatsächlich sind das Gruseligste an Halloween nicht die Augapfel-Lollis und Monstergummibären, auch nicht die Horden von Dreikäsehochs, die reklamegesteuert „Süßes oder Saures“ krähen. Das Gruseligste ist, dass der Kürbis als „Halloween-Gemüse“ vermarktet wird. Deshalb steht hier schwarz auf weiß: Die Rübe war ein Halloween-Gemüse. Der Kürbis aber ist botanisch gesehen ein Obst, genauer: die größte Beere der Welt. Der 2014 aufgestellte Rekord liegt bei 1054 Kilogramm, genug für 1400 Liter Suppe. Theoretisch. Praktisch wäre das Exemplar der Riesenkürbissorte „Atlantic Giant“ kein Erlebnis gewesen: Es enthielt mehr Wasser als Geschmack und endete wohl untot auf dem Kompost – zum Glück ein Einzelfall.

Der Hokkaido, ein Bonsai-Cousin des Riesenkürbis’, hat mit kräftigem Herbstorange ein Revival befeuert. Seitdem wird das Kürbisregal selbst im Supermarkt jedes Jahr bunter. Die wichtigsten Sorten hierzulande sind neben dem Japaner aber wohl die zart schmelzende Butternuss, die glücklicherweise exakt schmeckt wie sie heißt, und der Muskatkürbis, der bronzen oder – siehe Foto – jung grasgrün schimmert, innen aber immer golden strahlt.

Ob Suppe, Curry, Auflauf, Püree, Ravioli oder Kuchen – der Kürbis ist ein Universaltalent. Doch perfekt mundet er erst, wenn seine erdige Obstsüße einen Konterpart wie Chili, Zimt, Tomate, kross gebratenen Speck oder Beifuß hat. Zugleich ist er kalorienarm und stärkt das Immunsystem. Es ist ein Vergnügen, mit Kürbis gegen die Lichtarmut anzuschlemmen. Apropos. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gehen die Kinder von alters her „Rübengeistern“. Wie Jack. Es ist aber ein Brauch, der sich mehr und mehr mit Halloween vermischt. Schade, denn Süßes oder Saures ist eine wirklich seltsame Frage. Am besten ist Süßes natürlich mit Saurem zusammen.

Frisch vom Feld gibt's Kürbisse ab September.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Royale Reneklode

(Prunus domestica subsp. italica)
Sie ist die wenig bekannte Königin der Hauspflaumen – oder zumindest eine ziemliche Prinzessin auf der Erbse. Und sie hat ihren hässlichen Namen auf keinen Fall verdient. Warum, erfahren Sie hier

weiterlesen

Das Deutsche verdankt dem Französischen wohlklingende Worte wie Aubergine, Bonbon und Croûton. Auch Éclair und Filet sind Einwanderer, die nicht zur Überintegration gezwungen wurden, ganz anders als die Kuvertüre und die Reneklode. Ein Wort, das sich im Mund nicht wie Steinobst, sondern wie ein Stein anfühlt und nur entfernt an seine Herkunft erinnert. Können Sie das Original aus dem Ärmel schütteln, aus der Lamäng (la main), wie der Deutsche sagt? Reine-Claude, Königin Claudia, nennen unsere Nachbarn die rare Süße. Ränklod müssten wir schreiben, wenn wir – wie im Fall der Kuvertüre – wenigstens den Klang des Wortes nachahmen wollten. Aber das wäre noch hässlicher.

Claudia von Frankreich war eine Renaissance-Dame, die Franz dem Ersten zwischen 1515 und 1524 acht Kinder gebar, jung starb und wenn vielleicht nicht den König, so doch Renekloden über alles geliebt haben soll. Es ist nicht klar, ob die Früchte möglicherweise auch nach dem Obstkundler René Claude heißen könnten. Auf jeden Fall dürften sie zu Reine Claudes Zeit der Dernier Cri (letzte Schrei) gewesen sein. Kam das aus Armenien stammende Rosengewächs – anders als das Gros der Pflaumenarten – doch nicht schon in der Antike, sondern erst im Spätmittelalter nach Europa.

Zart (délicate) wie ihre Namenspatronin und damit im Wortsinn eine Delikatesse ist die Reneklode. In der weitverzweigten Pflaumenfamilie ist sie die Prinzessin auf der Erbse: Sie ist schwer zu finden, und man erkennt sie an ihrer empfindlichen Haut. Weil sie behandelt werden will wie ein rohes Ei und schnell verdirbt, drückt sich der Handel vor ihr. Liebhaber pflanzen sie am besten im eigenen Obstgarten oder finden sie mit Glück auf dem Wochenmarkt – und auch dort nur selten. Von allen Vertreterinnen ihres Klans hat sie die kürzeste Ernteperiode. Renekloden reifen nur im Juli und August.

Doch der Beschaffungsaufwand lohnt sich. Das aprikosengroße, runde Obst, das je nach Sorte grasgrün, gelblich grün oder rötlich violett leuchtet, ist nicht nur erfrischender und saftiger als Hauspflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, es hat dank seines würzigen Spiels von Süße und Säure auch ein intensiveres Aroma als die bürgerliche Verwandtschaft. Frisch vom Baum schmecken die im süddeutschen Raum auch Reinklaue, Ringlo oder Renglotta genannten Früchte am besten. Ihr üppiges grünweißes Fruchtfleisch ist meist fest mit dem Kern verwachsen, sodass die Verarbeitung – außer im Rezept rechts – mühsam ist. Für unverdrossene Fruchtpuler eignen sich Konfitüre (confiture) und Mus hervorragend zum Transport eines Stückchens Sommer in die kalte Jahreszeit. Renekloden passen aber auch zu Deftigem wie Wild und dunklen Soßen. Und falls es danach ein Digestif (Verdauungsschnaps) sein darf: Reneklodenbrände sind rar, aber umwerfend.

Gesund ist Ihre Majestät sowieso. Sie enthält mehr Eisen als andere Arten und viel weniger Zucker als ihr Geschmack vermuten lässt. Außerdem ist sie reich an Kalium, Vitamin A und hilft gegen Vitamin-B-Mangelsymptome wie eingerissene Mundwinkel. Und eben diese sollten wir nicht hängen lassen. Es muss doch möglich sein, eine Frucht von solcher Qualität formschön ins Deutsche zu übertragen. Die Schweizer nennen sie Edel-, die Österreicher Zuckerpflaume. Die Norweger und Italiener übersetzen unfrei: Reine-Claude und regina claudia. Und wir? Finden im Duden doch noch die alternative Schreibweise Reineclaude. Es ist nicht die empfohlene, aber bitte greifen Sie zu! Und genießen Sie den Augenschmaus. Wir schreiben doch hier auch nicht Allasäsong drüber.

Frisch vom Baum gibt's die Reneklode ab August.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen
 

À la Saison

Königliche Karotte

(Daucus carota subsp. sativus)
Viele Kinder glauben ja, dass Kühe lila sind und Möhren orange. Stimmt aber nicht. Wie ein ehedem unscheinbares Wurzelgemüse zu seinem knalligen Äußeren kam, erzählen wir hier.


 

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Früher war mehr Natur! Alles wuchs wild und frei, wie der Genpool es vorgesehen hatte. Es gab keine Bayers, Syngentas und Monsantos, die Ferkel oder Brokkoli patentieren ließen. Und Kinder glaubten noch nicht, dass Kühe lila sind. So weit, so wahr. Allerdings dachten Kinder auch zu Großmutters Zeiten schon, Möhren seien orange. Ein Irrtum! Karotten gibt es auch in den Farben weiß, gelb, rot und violett,
wie wir vom Wochenmarkt wissen, seit alte Sorten wieder modern sind.

Wilde Vorfahren der Gartenmöhre wurden möglicherweise schon vor 5000 Jahren in Asien kultiviert. Manche Forscher vermuten den Ursprung in Afghanistan, dem Iran, Irak oder Anatolien. Über Spanien und Italien soll die Doldenblütlerin nach Mittel- und Westeuropa gelangt sein. Eine Möhre in Orange wird erstmals 1721 schriftlich erwähnt – und zwar von niederländischen Gartenbauern, die große Karottenzüchter waren. In den Sandböden ihrer Heimat liegen die Wurzeln der orangen Rübe, die von gelben Sorten abstammen soll. Der Legende nach experimentierten königstreue Gärtner aus politischen Gründen mit der Farbskala: Sie wollten Wilhelm von Oranien (französisch: orange, niederländisch: oranje) für den Unabhängigkeitskampf gegen Spanien danken.

Bewiesen ist das ebenso wenig wie die Geschichte, dass Niederländer im Zweiten Weltkrieg zum Ehrentag der Königin mit royalen Rüben um die Häuser zogen. Vermutlich wäre es keinem Besatzer aufgefallen. Schließlich hatten die niederländischen Sorten „Horn“ und „Long Orange“ schon Jahrhunderte zuvor die Rübenzucht der Deutschen unterwandert. Der Name der Möhre geht auf althochdeutsche und slawische Ausdrücke für Wurzel zurück. Mit mehr als 600.000 Tonnen Erntemenge im Jahr ist sie in Deutschland Volksgemüse. Gut so. Denn sie ist die wichtigste heimische Karotinquelle. Der Farbstoff sorgt für einen gesunden Hautton, der Sonnencremes jedoch keineswegs überflüssig macht. Aus Beta-Karotin stellt der Körper Vitamin A her, das für das Sehvermögen wichtig ist. Außerdem enthalten Mohrrüben viele B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Sie sind gut für das Immunsystem, wirken harntreibend und blutreinigend. Ihren milden Geschmack verdanken sie ihrem für ein Gemüse recht hohen Zuckergehalt, ätherischen Ölen und Fruchtsäuren.

Die zarten Möhrchen, die jetzt vom Feld kommen, haben eine so dünne Haut, dass man sie nicht schälen muss und roh knabbern kann. Der Körper kann Karotinoide allerdings besser verwerten, wenn Mohrrüben mit etwas Fett gegart werden. Sie sind eine der süßen, erdigen Grundlagen feiner Schmorküche und helfen, schwere Rotweinsoßen zu verfeinern. Die meisten Kinder lieben Möhrengemüse. Erwachsenen ist die Zuckerwurzel solo oft zu monoton.

„Karotten schätzen es, wenn man sie mit Familienmitgliedern zusammenbringt“, empfiehlt der britische Koch Nigel Slater – also mit anderen Doldenblütlern wie Kerbel, Koriander, Kreuzkümmel, Petersilie und Dill. Konsequent als Süßspeise behandeln die Schweizer Rübchen, wenn sie daraus schwere Torten (Rüeblichueche) zaubern – in der Tradition der Römer, die eine carota ebenfalls gerne mal als Dessert verzehrten.

Carota heißt „die Gebrannte“ und deutet auf ein ursprünglich feuerrotes Äußeres hin. Allerdings waren einige der in Asien kultivierten Karotten auch schon blau-blütig, bevor sie auf Holländer trafen, genauer gesagt – lila. Liebe Kinder, die Schokoladenonkels haben sich in der Spezies geirrt. Nicht die Kühe sind lila: It’s the carrot, stupid!

Neu frisch vom Feld gibt's die Karotte ab Juni, regional verfügbar ist sie den ganzen Winter über.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

 

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So, 2016-02-07 00:07
(dpa)

Kolumbiens Präsident: Mehr als 3100 Zika-Fälle bei Schwangeren

Bogotá (dpa) - In Kolumbien steigt die Zahl der Zika-Infektionen bei Schwangeren nach Angaben der Staatsführung weiter an. Inzwischen gebe es 3177 Fälle, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Samstag (Ortszeit) bei einer Sondersitzung mit dem Gesundheitsbehörden in der Hauptstadt Bogotá. Insgesamt hätten die Behörden bislang 25 645 Zika-Fälle registriert. Ob es sich dabei um bestätigte Zika-Infektionen oder um Verdachtsfälle handelte, war zunächst unklar.

Ende Januar hatte das kolumbianische Gesundheitsministerium bereits einen Anstieg von 890 auf 2116 Fälle innerhalb von einigen Tagen gemeldet, wobei Labore damals nur 176 davon bestätigt hatten. Kolumbien ist nach Brasilien das am stärksten von dem Zika-Ausbruch betroffene Land. Das Virus breitet sich seit Wochen rasant in Lateinamerika aus.

Insgesamt rechne Kolumbien mit bis zu 600 000 Ansteckungen bei dem aktuellen Ausbruch, sagte Santos. In dem südamerikanischen Land seien aber bislang keine Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen in Verbindung mit einer Zika-Infektion festgestellt worden.

Der von Moskitos übertragene Zika-Erreger steht im Verdacht, bei einer Infizierung von Schwangeren starke Schädelfehlbildungen bei deren Babys auszulösen (Mikrozephalie). Die Kinder kommen mit einem zu kleinen Kopf auf die Welt. Geistige Behinderungen sind meist die Folge. Einen Beweis dafür, dass das Virus für Mikrozephalie verantwortlich ist, gibt es aber bislang nicht.

So, 2016-02-07 00:30
Islamabad (dpa)

Mehr als 130 tote Babys in einem Monat: Dürre in Pakistan Von Sajjad Malik und Christine-Felice Röhrs, dpa

Die Babys sterben, wenn das Wasser knapp wird: In einem Bezirk in Südpakistan herrscht eine Dürre - sei vier Jahren. Menschenrechtler zählen allein im Januar mehr als 130 tote Kleinkinder und sagen: Das wäre vermeidbar gewesen.

Islamabad (dpa) - Ein Baby mit eingefallenem Gesicht und Kanüle in der Nase. Säuglinge am Tropf. Lange Schlangen erschöpft aussehender Mütter mit Kleinkindern auf dem Arm vor einer Klinik: Aus der südpakistanischen Provinz Sindh kommen derzeit viele Bilder sterbenskranker Kinder. Eine seit vier Jahren andauernde Dürre treibt im großen Bezirk Tharparkar die Zahl der Opfer rasant in die Höhe - vor allem unter den ganz Kleinen.

Mehr als 100 Kinder seien dort seit Anfang Januar gestorben, sagt Shuja Qureshi von der Menschenrechtsorganisation Pakistan Institut für Arbeit, Bildung und Recherche (Piler). Das Unternehmen Alhasan, das humanitäre Daten sammelt, zählte im Januar 139. Experten sprechen vor allem von Säuglingen, die an einer Mischung aus Unterernährung, Durchfallerkrankungen, Virusinfektionen und einem Mangel an medizinischer Versorgung stürben. Die bekannte Zahl sei aber nur «die Spitze des Eisbergs», meint der Journalist Amar Gurior aus Tharparkar. Weil der Bezirk groß, die Kliniken rar und die Straßen schlecht seien, schafften viele Eltern es mit ihren Kindern nicht rechtzeitig ins Krankenhaus. Oder machten sich nie auf den Weg.

Der Wüstenbezirk Tharparkar mit seinen hohen Sanddünen ist einer der ärmsten des Landes. Er erstreckt sich über 20 0000 Quadratkilometer. Mehr als eine Million Menschen leben dort - viele halb-nomadisch in abgelegenen Gebieten. Laut dem Welternährungsprogramm (World Food Programme - WFP) ist dies der Bezirk mit der schlechtesten Nahrungsmittelversorgung im ganzen Land. Das Wasser ist oft salzig. Dürren kommen zyklisch.

Diese Faktoren verschlimmern die ohnehin hohe Kindersterblichkeit. Pakistan hat eine der höchsten Raten der Welt. Von 1000 lebend geborenen Kindern unter fünf Jahren sterben im Durchschnitt 89, wie Experten von UNICEF sagen. In Tharparkar sei die Rate jetzt bei etwa 96 bis 100 von 1000 Kindern, schätzt ein Mitarbeiter. Zum Vergleich: Der weltweite Durchschnitt lag 2015 bei 43 pro 1000 Lebendgeburten.

Es sei gerade eine neue Analyse der Situation in Arbeit, und «viele Partner» arbeiteten daran, die akuten Probleme zu lindern, heißt es von der UN und dem Welternährungsprogramm. Aber eigentlich müssten grundlegende Reformen her - wie mehr Krankenhäuser, zum Beispiel. Der Leiter der örtlichen NGO Aware, Ali Akbar, klagt: Es gebe immer noch nur ein großes Krankenhaus im ganzen Bezirk. 300 Stellen im Gesundheitswesen seien unbesetzt, «und die Regierung stellt einfach niemanden ein».

Die Dürre hatte 2011 begonnen. Es sei die schlimmste seit 1998, hatte Amir Yousuf von der Al Sadiq Wüstenhilfe Organisation der Entwicklungshilfe-Publikation Irin schon 2014 gesagt. Dann gab es in der vergangenen Regenzeit wieder nicht genug Niederschlag. Und obwohl die derzeitige Krise damit vorhersehbar gewesen sei, sagen Kritiker, habe die Provinzregierung ihre Pflichten «kriminell vernachlässigt».

Yousaf Jarar verlor seinen vier Monate alten Sohn Dil Shad vor zwei Wochen. Dil Shad hatte Lungenentzündung. Sein Vater hatte es zuerst bei einem spirituellen Heiler versucht, dann mit Kräutermedizin, erzählt er. Zur Klinik wollte er nicht. Sie sei zu weit weg, und er hatte das Geld für den Transport nicht. Dann ging er doch - aber Dil Shad starb noch am gleichen Tag. Er kenne viele Leute, die in den vergangenen Wochen Kinder begraben mussten, sagt der Vater.

Es helfe nicht, dass die Provinzregierung in die Verteidigungshaltung gehe, statt zuzugeben, dass es ein Problem gebe und anzupacken, findet der örtliche Journalist Amar Gurior. «Die Regierung sagt, da sei eine Verschwörung gegen sie im Gang, und dass die toten Kinder benutzt würden, um sie zu destabilisieren. Aber das stimmt nicht.» Der Gesundheitsminister von Sindh, Jam Mehtab Dahar, hatte vergangene Woche Medien beschuldigt, falsch über die toten Kinder zu berichten.

Der Ernst der Lage werde «übertrieben», sagt auch Allah Joria, Leiter der Bezirksverwaltung. «Seit Anfang Januar wurden 40 tote Kinder gemeldet.» Es fehle im Bezirk an nichts. «Wir haben genug Getreide und Medizin, und die Reaktion der Regierung ist gut und schnell.»

Die Aktivisten von Piler sehen das anders. «Wir haben beim Höchsten Gericht eine dringende Petition eingelegt», sagt Shuja Qureshi. Es müsse eine Untersuchung erzwingen, über all die toten Kinder.

So, 2016-02-07 00:47
Seoul (dpa)

Bericht: Nordkorea startet Langstreckenrakete

Seoul (dpa) - Nordkorea hat südkoreanischen Berichten zufolge eine Langstreckenrakete gestartet. Die Rakete sei von einer Startanlage im Nordwesten des Landes gestartet, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag unter Berufung auf das südkoreanische Militär. Die USA und Südkorea hatten Nordkorea zuvor vorgeworfen, unter dem Vorwand eines Satellitenstarts eine militärische Langstreckenrakete testen zu wollen. 

So, 2016-02-07 00:30
Baltimore/Heidelberg (dpa)

Als die Zellen unsterblich wurden: Der Fall Henrietta Lacks Von Christina Horsten, dpa

Kaum jemand würde sich wohl heute noch an Henrietta Lacks erinnern, wären ihr nicht vor genau 65 Jahren Zellen entnommen worden - die ersten, die sich im Labor vermehrten. Für die Medizin eine Revolution, für die Familie der Beginn einer Leidensgeschichte.

Baltimore/Heidelberg (dpa) - Mit stechenden Bauchschmerzen ging eine junge Frau in Baltimore Anfang 1951 zum Arzt. Acht Monate später ist Henrietta Lacks tot. Gebärmutterhalskrebs. «Ich hatte zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon 1000 Patienten mit Gebärmutterhalskrebs gesehen», wird Howard Jones, ihr behandelnder Arzt im Johns Hopkins Krankenhaus, später schreiben. «Aber dieser Tumor war anders als alle anderen. Er war so groß wie eine Münze, sehr lila und weich, dabei sind solche Tumore normalerweise hart.»

Jones entnahm seiner Patientin Zellen - an diesem Montag (8. Februar) vor genau 65 Jahren - und gab die Gewebeprobe der Geschwulst an das Labor des Kollegen George Gey und dessen Ehefrau Margaret. Sie legten die Probe in ein Gemisch aus Hühnerplasma, einem Extrakt aus Kalbsembryonen und menschlichem Nabelschnurblut, stellten es in einen Kühlschrank - und erwarteten das baldige Absterben des Gewebes, denn bislang war es niemandem weltweit gelungen, menschliche Zellen im Labor für mehr als nur ein paar Wochen am Leben zu halten.

Doch die Zellen, auf deren Behälter Margaret Gey die Anfangsbuchstaben des Namens der Patientin - «HeLa» - geschrieben hat, wachsen und wachsen und wachsen. Über Nacht verdoppeln sie sich. Bald sind es Millionen von menschlichen Zellen - die ersten, die sich jemals in einem Labor vermehrt und für mehr als nur ein paar Tage überlebt haben. «In der Geschichte der Forschung nimmt das eine Spitzenposition ein», sagt Elisabeth Schwarz, Biologin am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. «Das war eine wissenschaftliche Sensation.»

Erstmals in der Geschichte der Medizin kann nun ausgiebig an menschlichen Zellen geforscht werden. George Gey verschickt «HeLa» freigiebig in Labore in aller Welt. Wissenschaftler vermischen ihr neues Forschungsobjekt mit den Zellen von Mäusen und Hühnern, sie analysieren daran die Auswirkungen von Krebs, Kinderlähmung und Aids. «Das war, als hätte jemand auf den Schalter gedrückt», sagt Biologin Schwarz. Auch in der Molekularbiologie und der Zellbiologie wird bald eifrig an «HeLa» geforscht. Die Zellen der jungen Frau aus Baltimore werden zum Standard in jedem Labor - und sind es bis heute.

Selbstverständlich gebe es inzwischen hunderte anderer Zelllinien, sagt Biologin Schwarz. Aber noch immer sei die allererste eine der begehrtesten. «'HeLa'-Zellen wachsen sehr unproblematisch und sie sind sehr robust. Eine Zelle teilt sich in 24 Stunden, bei anderen Zelllinien dauert das viel länger.» Warum gerade diese Zellen so schnell und robust wachsen, bisweilen sogar so sehr, dass sie andere Zelllinien einfach überfallen, überwuchern und für die Forschung unbrauchbar machen, das können Forscher bis heute nicht genau sagen.

An «HeLa»-Zellen gelang dem langjährigen Vorsitzenden des Deutschen Krebsforschungszentrums, Harald zur Hausen, seine spektakulärste Entdeckung. Er fand darin die humanen Papillomviren HPV16 und HPV18. Es habe sich sofort die Frage gestellt, ob das genetische Material der Viren bei der Entstehung des Tumors eine Rolle spielt, erzählt Schwarz, die damals zur Hausens Assistentin war. Ergebnis jahrelanger Forschung: Die Viren können die Ursache für einen Tumor sein. Ein Impfstoff wird entwickelt, zur Hausen bekommt 2008 den Medizin-Nobelpreis. Aus einem Tumor im Gebärmutterhals ist rund ein halbes Jahrhundert später die Basis für einen Impfstoff dagegen geworden.

Henrietta Lacks konnte von all dem nichts ahnen. Die Afroamerikanerin starb wenige Monate nachdem sich die Zellen ihres Tumors erstmals vermehrt hatten im Alter von nur 31 Jahren. Niemand habe die Mutter von fünf Kindern, die in ärmlichen Verhältnissen auf einer Tabakfarm in Virginia aufgewachsen war, je gefragt, ob aus ihrem Körper Gewebe entnommen werden dürfe, schreibt die amerikanische Wissenschaftsjournalistin Rebecca Skloot, die die Geschichte von Henrietta Lacks jahrelang erforscht hat, in ihrem Buch «Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks».

Skloots Recherchen zufolge erfuhren die Nachfahren erst rund zwanzig Jahre später und nur durch Zufall, dass einige Zellen ihrer Mutter noch lebten. Für die Kinder sei das ein Schock gewesen, schreibt Skloot. «Sie glauben ans Beten, Glaubensheilungen und manchmal an Voodoo. Sie sind in einer afroamerikanisch geprägten Gegend aufgewachsen, die zu den ärmsten und gefährlichsten des Landes gehört. Henriettas Tochter Deborah glaubt daran, dass der Geist ihrer Mutter in ihren Zellen weiterlebt.»

Geld haben die Nachfahren für die unbewussten Verdienste ihrer Mutter eigenen Angaben zufolge nie bekommen und auch bis zur öffentlichen Anerkennung dauerte es. In dem Waldstück in Virginia, in dem das Grab von Lacks vermutet wird, steht seit einigen Jahren eine Gedenktafel. Im Juni 2011 bekam sie posthum die Ehrendoktorwürde der Morgan State Universität in Baltimore verliehen. «Die Geschichte von Henrietta Lacks hat den Anstoß gegeben, dass man inzwischen vorher fragt, wenn menschliches Material für Forschungszwecke verwendet wird», sagt Biologin Schwarz. «Heute ist das Standard, aber damals hat man sich einfach noch keine Gedanken drüber gemacht.»

So, 2016-02-07 00:30
Greifswald/Berlin (dpa)

Gefahr im Anflug - Vor 10 Jahren kam die Vogelgrippe nach Deutschland Von Martina Rathke, dpa

Tote Schwäne versetzten Deutschland vor zehn Jahren in Aufregung. Mit Wildvögeln war die Vogelgrippe H5N1 auf Rügen eingetroffen. Forscher sind überzeugt: Die Gefahr neuer Seuchenzüge ist nicht vorbei.

Greifswald/Berlin (dpa) - Tausende tote Schwäne, Seuchenmatten, Helfer in weißen Schutzanzügen, die Federvieh in Plastiksäcken sammelten. Ein winziger Erreger -  das hochpathogene aviäre Influenzavirus H5N1- löste vor zehn Jahren den Ausnahmezustand auf Rügen aus und verunsicherte deutschlandweit die Bevölkerung. Zugvögel hatten die vermutlich schon seit Ende der 1990er Jahre in China und Hongkong grassierende Vogelgrippe über Zwischenstationen nach Deutschland eingeschleppt.

«H5N1 war eine neue Dimension», sagt der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Thomas C. Mettenleiter rückblickend. Denn anders als alle zuvor bekannten Geflügelpesterreger ist dieser bis heute in der Lage, auf den Menschen überzugehen und zu töten. Wissenschaftler schreiben dem Erreger das Potenzial zu, zu einem Supervirus zu mutieren, das eine Grippe-Pandemie auslösen kann.

Bislang haben sich diese Befürchtungen nicht bewahrheitet. Von 2003 bis Ende 2015 wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit nur 846 H5N1-Erkrankungen bei Menschen registriert; rund 450 Menschen starben nachweislich durch das Virus.

Urlauber hatten am 8. Februar 2006 an der Wittower Fähre der Insel Rügen vier tote Schwäne und eine tote Stockente gemeldet. Sechs Tage später lagen die Untersuchungsergebnisse vor. «Es war ein gewaltiger Kraftakt» erinnert sich Torsten Diehl, damals Amtsveterinär auf der Insel Rügen. «Die Befunde nahmen von Tag zu Tag dramatisch zu.» Für besondere Verunsicherung sorgten drei verwilderte Hauskatzen und ein Steinmarder, die nachweislich an H5N1 gestorben waren.

Von Nordosten erreichte der Erreger mit den Wildvögeln auch den Rest Deutschlands. Dennoch registrierten die Behörden in Nutzgeflügelbeständen nur acht Ausbrüche - den letzten im Oktober 2008 im sächsischen Markersdorf, wo 1400 Gänse und Enten getötet werden mussten. Menschen erkrankten in Deutschland nicht.

Andere Staaten verhängten einen Importstopp für deutsches Geflügel. Dort, wo die Seuche ausgebrochen war, wurden Tausende Puten, Enten und Gänse getötet. Die durch H5N1 entstandenen Schäden kann der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und auch das Bundeslandwirtschaftsministerium nicht beziffern. Wie Statistiken belegen, hat die Bevölkerung nach der Verunsicherung das Vertrauen in Geflügel bald zurückgefunden. Bereits 2007 war der Geflügelverbrauch pro Kopf in Deutschland mit 17,8 Kilogramm - nach dem Einbruch 2006 (16,7 Kilogramm) - höher als 2005 (17,5 Kilogramm).

Wurde damals überreagiert? «Es war dem damaligen Kenntnisstand angemessen», sagt Mettenleiter vom FLI, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. «Weil so schnell gehandelt wurde, hat uns H5N1 weder im Nutztierbestand noch im Humanbereich vor eine nachhaltig problematische Situation gestellt.» Vieles hat sich seitdem geändert. Die Bekämpfungsmaßnahmen wurden verschärft, Krisenpläne initiiert. Der Bund hat die Geflügelpestverordnung überarbeitet. Auch sind Untersuchungszeiträume wie 2006 mit sechs Tagen heute undenkbar. Mit verfeinerten molekularbiologischen Tests, der Real-time-PCR, lägen Untersuchungsergebnisse inzwischen in wenigen Stunden vor. «Dieser Zeitgewinn ist für die erfolgreiche Bekämpfung entscheidend.»

Virologen konnten einige wissenschaftliche Fragestellungen klären, untersuchten unter anderem das Überspringen der Barrieren vom Vogel zum Säugetier. Dazu wurden Katzen, Hunde, Schweine und auch Rinder auf der Insel Riems experimentell mit H5N1 infiziert. Nur die Katzen erkrankten und starben.  «Es müssen Virus und Wirt zueinander passen wie Schlüssel und Schloss. Das ist bei der Katze eher gegeben als bei anderen Säugetieren», sagt der Virusdiagnostiker Timm Harder vom FLI.

Und wie ist die Situation heute in Deutschland? «Die Vogelgrippe hat uns nicht verlassen», warnt Mettenleiter. Ende 2014 kam es in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Ausbruch des hochpathogenen Erregers H5N8 in einem Nutzgeflügelbestand. 31 000 Puten mussten getötet werden. Weitere Ausbrüche durch den gleichen Erreger folgten in Niedersachsen, den Niederlanden und Großbritannien.

Weltweit bereitet vor allem der Erreger H7N9 Sorgen, denn er hat aus Sicht der Forscher eine neue Qualität. Als niedrigpathogene (gering krankmachende) Variante bleibt er im Geflügel lange unauffällig, kann aber beim Menschen zu Erkrankungen und Todesfällen führen. Seit 2013 wurden weltweit 702 erkrankte Menschen registriert, 277 starben an H7N9. «Wir haben auch H5N1 weiter auf dem Schirm», betonte Mettenleiter angesichts der weltweit immer noch gemeldeten Ausbrüche, vor allem in Ägypten.

Durch die verbesserte Diagnostik werden zum einen heute mehr Fälle erkannt. Doch das FLI ist auch überzeugt, dass die Zahl und Schwere der Ausbrüche seit den 1990er Jahren zugenommen haben. Eine Ursache ist dem FLI zufolge die Art und Weise der Tierhaltung in Südostasien.

Sa, 2016-02-06 23:01
Berlin (dpa)

Deutschland und Frankreich bauen gemeinsame Terrorforschung aus

Berlin (dpa) - Nach den Terroranschlägen von Paris bauen Deutschland und Frankreich die grenzüberschreitende Terrorismusforschung aus. Ziel ist es nach einem Bericht der «Bild am Sonntag», gemeinsame Konzepte zu entwickeln, wie etwa öffentliche Plätze, Einkaufszentren, religiöse Stätten und Schulen besser geschützt werden können und wie ein Ausfall kritischer Infrastrukturen verhindert werden kann.

«Wir sehen ein neues Ausmaß an gezielter Gewalt in Städten bis hin zu Terroranschlägen», sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) der Zeitung. «Deshalb stärken wir mit Frankreich die gemeinsame Forschungskooperation, damit Städte sicherer werden, Polizei und Feuerwehr die Bevölkerung besser schützen können.» Bereits entwickelt wurde dem Bericht zufolge ein koffergroßes tragbares Labor, mit dem die häufigsten sechs Erreger und vier Gifte innerhalb von 20 Minuten nachgewiesen werden können.

Sa, 2016-02-06 21:21
Damaskus (dpa)

Assads Mutter gestorben

Damaskus (dpa) - Die Mutter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad ist tot. Anisa Machluf starb nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana am Samstag im Alter von 86 Jahren in Damaskus. Die Todesursache blieb zunächst unbekannt.

Machluf war die Frau des früheren Staatsoberhauptes Hafes al-Assad, den sie 1957 geheiratet hatte. Zusammen hatten sie fünf Kinder - unter anderem Baschar al-Assad, der die Führung Syriens nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2000 übernahm.

Seit fast fünf Jahren tobt in dem Land ein blutiger Bürgerkrieg, dem UN-Angaben zufolge bereits mehr als 250 000 Menschen zum Opfer gefallen sind.

Sa, 2016-02-06 20:06
Mogadischu (dpa)

Attentäter sprengt sich selbst aus Flugzeug

Mogadischu (dpa) - Bei dem Bombenanschlag in einem somalischen Passagierflugzeug vor einigen Tagen hat sich der Attentäter selbst aus der Maschine gesprengt. Er sei durch ein von ihm verursachtes Loch im Rumpf herausgeschleudert worden, teilten die somalischen Sicherheitsbehörden am Samstag mit. Die Explosion in dem Airbus A321 der Daallo Airlines hatte sich am Dienstag rund 15 Minuten nach dem Abflug von Mogadischu in Richtung Dschibuti ereignet. Der Pilot konnte in Mogadischu notlanden. Nur zwei der 74 Passagiere wurden verletzt.

Der Attentäter, dessen Körperteile und 30 Kilometer nordöstlich von Mogadischu gefunden wurden, sei identifiziert, hieß es. Der 55-Jährige soll an Bord einen Sprengsatz gezündet und auch in seinem Laptop Sprengstoff versteckt haben. Durch die Sicherheitskontrollen in Mogadischu sei er vermutlich nur gekommen, weil ihm Flughafenpersonal half. Mehrere Beschäftigte seien festgenommen worden.

Unklar war, ob der Attentäter Verbindungen zur Terrormiliz Al-Shabaab hatte. Die in Somalia aktiven Islamisten haben bislang Militärmaschinen, aber noch kein Passagierflugzeug angegriffen.

Sa, 2016-02-06 19:51
(dpa)

Kolumbiens Präsident: Mehr als 3100 Zika-Fälle bei Schwangeren

Bogotá (dpa) - In Kolumbien hat es nach Angaben von Präsident Juan Manuel Santos erneut einen starken Anstieg der Zika-Infektionen bei Schwangeren gegeben. Die Zahl sei inzwischen auf 3177 gestiegen, sagte Santos laut einem Bericht des Rundfunksenders Radio Caracol in Bogotá am Samstag (Ortszeit). Insgesamt hätten die Behörden bislang 25 645 Zika-Fälle registriert. Ob es sich dabei um bestätigte Zika-Infektionen oder um Verdachtsfälle handelte, war zunächst nicht bekannt. Santos leitete am Samstag eine Sondersitzung der Gesundheitsbehörde zu der Epidemie.

Ende Januar hatte das kolumbianische Gesundheitsministerium bereits einen Anstieg von 890 auf 2116 Fälle innerhalb von einigen Tagen gemeldet, wobei damals 176 davon von Labors bestätigt gewesen waren.

Kolumbien ist nach Brasilien das von dem Zika-Ausbruch am härtersten betroffene Land. Das Zika-Virus breitet sich seit Wochen explosionsartig in Lateinamerika aus. Der von Moskitos übertragene Zika-Erreger steht im Verdacht, bei einer Infizierung von Schwangeren starke Schädelfehlbildungen bei deren Babys auszulösen (Mikrozephalie). Die Kinder kommen mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt. Geistige Behinderungen sind meist die Folge. Einen Beweis dafür, dass das Virus für Mikrozephalie, gibt es aber noch nicht.

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.


Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volks-wagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
Mehr infos hier

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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Tödlich. 

Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord.

Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate „ausgesetzt“. Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit „ausgesetzter“ Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU. 
Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen. 

ERPRESSO
Die Leere des Portemonnaies
 

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