Do, 2015-03-05 06:42
Singapur (dpa)

Keine Gnade: Leipziger bekommen Prügelstrafe in Singapur

Die Behörden in Singapur sind für drastische Strafen bekannt. Weil sie verbotenerweise Graffiti sprühten, bekommen nun zwei Leipziger drei Stockschläge auf den nackten Hintern.

Singapur (dpa) - Zwei Männer aus Leipzig müssen sich in Singapur der Prügelstrafe unterziehen. Ein Richter verurteilte sie am Donnerstag wegen Vandalismus zu neun Monaten Haft und drei Stockschlägen. Die beiden waren im November in ein U-Bahn-Depot eingedrungen und hatten einen Waggon mit Graffiti besprüht. Die Strafe sei auch als Abschreckung für andere gedacht, sagte Richter Liew Thiam Leng. Verteidiger Christopher Bridges hatte auf fünf Monate Haft und drei Stockschläge plädiert. Ob er in Berufung geht, war zunächst offen.

Die 21 und 22 Jahre alten Männer zeigten vergeblich Reue: «Dies ist die dunkelste Episode in meinem Leben», sagte der Ältere vor Gericht. «Ich ärgere wegen dieser dummen Tat über mich selbst.» Der Jüngere meinte: «Ich verspreche, nie wieder so etwas zu tun. Ich muss mich nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei meiner Familie entschuldigen, die ich so beschämt habe.» Die Prügelstrafe wird mit einem Rohrstock auf den nackten Po vollstreckt.

Die beiden stellten die Angaben, die die Staatsanwaltschaft vortrug, nicht in Frage: sie waren am 7. und 8. November in das U-Bahn-Depot Bishan eingedrungen und hatten den Waggon besprüht. Der Richter sprach von einer vorsätzlichen Tat, weil sie den Tatort zunächst ausgespäht hatten. Die beiden waren anschließend geflohen. Sie wurden zwei Wochen später in Malaysia festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Diese Zeit soll auf die Strafe anerkannt werden. Sie kämen demnach im August frei. Die beiden kamen laut Anklage aus Australien. Sie sollen dort gearbeitet haben.

Ihr Anwalt Christopher Bridges plädierte vor dem Richter auf Milde: «Seit ich die beiden das erste Mal gesprochen habe, habe ich einen deutlichen Wandel in ihnen gesehen: Ich glaube, sie bereuen (ihre Tat) zutiefst», sagte er.

Die beiden waren in Handschellen in den Gerichtssaal geführt worden. Sie trugen weiße T-Shirts mit der Aufschrift «Gefangener» auf dem Rücken. Vor dem Richter waren die zwölf Sprühdosen als Beweismaterial aufgestellt, die die Polizei in dem Depot gefunden hatte.

Do, 2015-03-05 06:17
Singapur (dpa)

Leipziger wegen Vandalismus zu Haft und Stockschlägen verurteilt

Singapur (dpa) - Zwei Leipziger sind in Singapur wegen Graffiti-Sprühens zu neun Monaten Haft und drei Stockschlägen verurteilt worden. Die beiden hätten ihr Vergehen vorsätzlich begangen und den Tatort vorher ausgespäht, sagte Richter Liew Thiam Leng. Das Strafmaß gelte zudem als Abschreckung für andere. Verteidiger Christopher Bridges hatte auf fünf Monate Haft und drei Stockschläge plädiert.

Do, 2015-03-05 05:42
Singapur (dpa)

Leipziger bekennen sich bei Graffiti-Prozess in Singapur schuldig

Singapur (dpa) - Zwei von der Prügelstrafe bedrohte Leipziger haben sich bei ihrem Prozess wegen Graffiti-Sprühens in Singapur schuldig bekannt. Die 21 und 22 Jahre alten Männer stellten die Fakten, die die Staatsanwaltschaft am Donnerstag vortrug, nicht in Frage: sie waren im November vergangenen Jahres in ein U-Bahn-Depot eingedrungen und hatten einen Waggon besprüht. Die Anklage forderte neun Monate Haft und drei Stockschläge. Die Prügelstrafe wird mit einem Rohrstock auf den nackten Hintern ausgeführt.

Ihr Anwalt Christopher Bridges plädierte vor Richter Liew Thiam Leng auf Milde: «Seit ich die beiden das erste Mal gesprochen habe, habe ich einen deutlichen Wandel in ihnen gesehen: Ich glaube, sie bereuen (ihre Tat) zutiefst», sagte er. Die beiden waren in Handschellen in den Gerichtssaal geführt worden. Sie trugen weiße T-Shirts mit der Aufschrift «Gefangener» auf dem Rücken.

Die beiden waren zwei Wochen nach der Tat im benachbarten Malaysia festgenommen worden und sind seitdem in Untersuchungshaft. Sie kamen laut Anklage aus Australien. Sie sollen dort gearbeitet haben.

2010 war ein Schweizer wegen des gleichen Vergehens zu fünf Monaten Haft und drei Stockschlägen verurteilt worden.

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Do, 2015-03-05 05:30
Berlin (dpa)

Mehrere Länder wollen Mietpreisbremse schnell anwenden (Foto - Illustration

Nach langem Ringen um Details soll die umstrittene Mietpreisbremse im Bundestag beschlossen werden. In welchen Städten sie greift, müssen die Länder aber erst noch festlegen - manche machen schon Tempo.

Berlin (dpa) - Mehrere Bundesländer mit großen Ballungsräumen und Universitätsstädten wollen die Mietpreisbremse schnell anwenden. In Berlin soll sie vom ersten möglichen Tag an für die gesamte Stadt gelten. «Die Vorlage liegt schon in der Schublade», sagte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD). Andere Länder müssen erst noch festlegen, welche Städte oder Stadtteile einbezogen werden sollen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Der Bundestag will die Mietpreisbremse am Donnerstag verabschieden. Wo sie greifen soll, können die Länder für fünf Jahre festlegen. Dafür sind bestimmte Gebiete als «angespannte Wohnungsmärkte» zu definieren. Bei einem Mieterwechsel darf die neue Miete dort künftig maximal zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen. Hohe Mietsprünge von 20 Prozent und mehr gibt es in begehrten Vierteln vieler Großstädte, aber auch in einigen Uni-Städten. Die Neuregelung soll voraussichtlich Mitte des Jahres in Kraft treten.

Justizminister Heiko Maas (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wohnen darf nicht zu einem Luxusgut werden.» Die Bremse helfe, den rasanten Anstieg der Mieten an vielen Orten einzudämmen. «Mietpreise werden sich nicht mehr so einfach hochschaukeln können wie bisher.» In Zukunft habe zudem derjenige den Makler zu bezahlen, in dessen Auftrag der Vermittler tätig wird. «Die bisherige Praxis, dass der Makler für den Vermieter einen Mieter sucht und die Kosten dann auf den Mieter abwälzt, wird nicht mehr möglich sein.»

Bayern will sobald wie möglich von der Ermächtigung Gebrauch machen, wie eine Sprecherin des Justizministeriums sagte. Als Vorbereitung seien bereits umfangreiche statistische Untersuchungen eingeleitet worden. Erst dann soll festgelegt werden, welche Städte und Gemeinden in Betracht kommen. «Das scharfe Instrument der Mietpreisbremse darf nur dort zur Anwendung kommen, wo es auch wirklich notwendig ist.»

Auch Baden-Württemberg will die Bremse umsetzen, sobald das Bundesgesetz als Grundlage in Kraft ist. Zum geplanten Termin und den infrage kommenden Städten machte das Finanzministerium vorerst keine Angaben. Hessen begrüßt die Pläne ausdrücklich und will sie noch in diesem Jahr anwenden. Dafür seien nur noch ergänzende Untersuchungen zur Situation in den Kommunen nötig, hieß es im Umweltministerium.

Nordrhein-Westfalen will die Mietpreisbremse anwenden - wo genau, ist aber noch unklar. Die nötigen statistischen Daten müssten zunächst erhoben werden, sagte ein Sprecher des Bauministeriums. Erst im Anschluss können konkrete Städte benannt werden. Hamburg will die Bremse umsetzen, sobald das Verfahren auf Bundesebene fertig ist.

Das Bundeskabinett hatte die Gesetzespläne im vergangenen Oktober auf den Weg gebracht. Im parlamentarischen Verfahren stritten Union und SPD jedoch lange über Details und Ausnahmen. In der vergangenen Woche räumten die Spitzen der Koalition den Streit ab. Das Vorhaben soll nun möglichst noch Ende März den Bundesrat passieren.

Do, 2015-03-05 05:30
Berlin (dpa)

Parkplätze statt Kaufprämien - Umstrittene Förderung für Elektroautos Von Axel Hofmann, dpa

Damit mehr Elektroautos über Deutschlands Straßen rollen, will ihnen der Bundestag zusätzliche Rechte einräumen. Doch Vorhaben wie das Öffnen der Busspuren für E-Autos stoßen auf wenig Gegenliebe.

Berlin (dpa) - Beim Kampf gegen die Erderwärmung geraten immer wieder die Autofahrer in den Blick. Der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) geht in Deutschland nämlich zu einem Sechstel auf das Konto des Straßenverkehrs. Als klimaschonende Variante gelten Elektroautos, die nicht mit Benzin, sondern mit Strom angetrieben werden. Deshalb will der Bundestag am Donnerstagnachmittag ein Gesetz verabschieden, das einige Privilegien für die Besitzer von E-Autos vorsieht.

Wie viele Elektroautos gibt es in Deutschland?

Wenn es nach der Bundesregierung geht: viel zu wenige. Bis zum Jahr 2020 wird nämlich die Zielmarke von einer Million E-Autos angepeilt. Zu Jahresbeginn waren es aber nur 18 948 Fahrzeuge mit reinem Elektromotor sowie 107 754 Hybrid-Autos, die sowohl mit einem Elektro- als auch mit einem herkömmlichem Verbrennungsmotor fahren können. Im Vergleich zu den bundesweit 44,4 Millionen zugelassenen Pkw ist der Anteil der Elektroautos aber verschwindend gering.

Warum ist die Zahl der E-Autos so niedrig?

Zum einen ist der Anschaffungspreis relativ hoch: So kostet der VW-Kleinwagen Up! in der Elektroversion mit fast 27 000 Euro etwa dreimal so viel wie das Basismodell. Ein weiteres Problem ist die Reichweite: Derzeit muss ein reines E-Auto im Schnitt nach 150 Kilometern neu geladen werden, doch dafür fehlt vor allem auf dem Land die notwendige Infrastruktur. Und die niedrigen Spritpreise motivieren derzeit auch nicht gerade zum Abschied vom Benziner.

Wie will die Koalition mehr Elektroautos auf die Straße bringen?

Eine staatliche Kaufprämie, die immer wieder gefordert wird, ist derzeit nicht vorgesehen. Stattdessen sollen E-Autos die innerstädtischen Busspuren nutzen können und spezielle, kostenfreie Parkplätze erhalten. Allerdings schafft der Bundestag mit seinem Gesetz lediglich die rechtliche Grundlage dafür. Ob den Elektroautos tatsächlich solche Privilegien eingeräumt werden, muss jede Kommune für sich selbst entscheiden.

Stoßen die Gesetzes-Pläne auf Zustimmung?

Eher nicht. Kaum eine deutsche Großstadt will ihre Busspuren für Elektroautos öffnen. So haben Berlin, Hamburg und München bereits deutliche Ablehnung signalisiert: Mit Bussen, Taxis und Krankenwagen sei bereits die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Auch der Deutsche Städtetag warnt, die Zulassung weiterer Fahrzeuge auf der Busspur würde den öffentlichen Nahverkehr verlangsamen. Die Forderungen nach staatlichen Kaufanreizen reißen ebenfalls nicht ab. So wünscht sich die Autoindustrie großzügige Steuererleichterungen für elektronische Firmenwagen. Für Privatleute brachte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) eine Kaufprämie von 5000 Euro ins Gespräch. Ähnliche Regelungen gibt es bereits in Frankreich und China. Doch davon will die Bundesregierung nichts wissen.

Do, 2015-03-05 05:20
Singapur (dpa)

Schicksalstag für Leipziger: Richter entscheidet über Prügelstrafe Von Kirsten Han und Christiane Oelrich, dpa - Illustration

Ein paar Minuten subversiver Spaß im strengen Singapur bringen zwei Leipziger ins Gefängnis. Graffiti-Sprühen ist dort streng verboten. Müssen sie mit Stockschlägen rechnen?

Singapur (dpa) - Für zwei junge Leipziger ist in Singapur ein Schicksalstag angebrochen. Müssen sie demnächst vor Gefängnispersonal und Mitgefangenen die Hosen runter lassen und sich der Prügelstrafe unterziehen? Nach monatelangen Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft um die Anklagepunkte erschienen die beiden 21 und 22 Jahre alten Männer am Donnerstag vor Gericht. Sie wollten sich nach Angaben des Anwalts schuldig bekennen. Gerichtsdiener führten die beiden in Handschellen in den Gerichtssaal im 5. Stock. Sie trugen weiße T-Shirts, auf denen hinten «Gefangener» stand.

Links vom Richterpult waren die Beweisstücke deponiert: zwölf Spray-Dosen. Die Fakten des Falls sind unumstritten. Die beiden waren im vergangenen November in das U-Bahn-Depot in Bishan eingebrochen und hatten mindestens einen Waggon mit Graffiti besprüht. Das ist in dem blitzsauberen Stadtstaat ein schweres Vergehen: Singapur hält viel auf Disziplin, Ordnung und vor allem Sauberkeit. Vandalismus, das wird mit Haftstrafen und Stockschlägen geahndet.

«Die Angeklagten haben ihre Reue demonstriert», sagte ihr Anwalt Christopher Bridges im Gericht. Als Beweis führte er an, dass die Familien Geld sammelten und dem U-Bahn-Betreiber SMRT einen Scheck schickten, um das Graffiti zu entfernen. SMRT habe den Scheck aber zurückgeschickt. Er wollte auf Milde plädieren und argumentieren, dass die beiden sich vorher schließlich nichts zu Schulden kommen ließen. Sie hätten auch schon 14 Wochen Untersuchungshaft hinter sich.

Nach früheren Erfahrungen war es unwahrscheinlich, dass Liew Thiam Leng sich davon erweichen lässt. Singapur versteht bei Vandalismus keinen Spaß. Ein ähnlicher Fall endete 2010 für einen Schweizer im Gefängnis - und auf dem Gestell, wo die Prügelstrafe verabreicht wird. Er war auch bis zu seiner Graffiti-Aktion unbescholten, trotzdem bestanden die Richter damals auf fünf Monaten Haft und drei Stockschlägen.

«Wenn man ins Ausland reist, muss man die dortigen Gesetze beachten», sagte der zweite Verteidiger der beiden, Rüdiger Ackermann, am Donnerstag. Er sei zwar persönlich nicht für körperliche Züchtigung. Aber er werde sich hüten, die Justiz in einem anderen Land zu rügen.

Was hatten die Leipziger bei Richter Liew zu erwarten? Der war am Donnerstag zunächst mit anderen Fällen beschäftigt, kleinen Diebstählen und Ähnlichem. Der Jurist machte dabei nicht den strengsten Eindruck: in einem Fall setzte er die Kaution niedriger als vom Staatsanwalt gefordert.

Die Prügelstrafe ist im Vandalismus-Gesetz bei einem Schuldspruch zwingend vorgeschrieben. Ausnahme sind nur möglich, wenn die Schmierereien abzuwaschen waren - bei Sprühdosen eher nicht der Fall.

Was den beiden blüht, hat der Bangladescher Forhad Mridha vor kurzem so geschildert: Mit einem Stock aus Peddigrohr haut der Vollstrecker auf den nackten Po. Vor Mitgefangenen und Gefängnispersonal müssen die Verurteilten dafür die Hose runterlassen. «Eine Woche hat es höllisch weg getan», sagte der Mann, der bestraft wurde, weil er nach Ablauf seines Visums in Singapur geblieben war. Nach seinen Angaben wird die Prügelstrafe meist erst am Ende der Haftstrafe verabreicht - damit der Verurteilte die schmerzliche Erinnerung lange behält.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Do, 2015-03-05 04:31
Singapur (dpa)

Urteile in Singapur - drakonische Strafen auch für Ausländer

Singapur (dpa) - Vergehen, die in Westeuropa vergleichsweise milde abgeurteilt werden, können in Singapur mit einem Todesurteil enden; vor allem, wenn es um Drogen geht.

Juni 2010: Ein Schweizer wird zu drei Stockhieben und sieben Monaten Haft verurteilt. Der 32-Jährige war in ein U-Bahn-Depot eingedrungen und hatte zwei Waggons mit Graffiti besprüht.

Dezember 2005: Wegen Rauschgiftschmuggels wird ein 25 Jahre alter Australier hingerichtet. Selbst die Gnadenappelle von Papst Benedikt XVI. und dessen Vorgänger Johannes Paul II. waren vergeblich.

Juni 2002: Wegen Drogenmissbrauchs wird eine 23 Jahre alte Deutsche zu fünf Jahren Haft verurteilt. Zunächst drohte ihr die Todesstrafe. Nach knapp drei Jahren kommt sie wegen guter Führung vorzeitig frei.

September 1996: Weil er Designer-Drogen nach Singapur geschmuggelt hatte, wird ein 48 Jahre alter Niederländer zu sechs Jahren Haft und zehn Stockhieben verurteilt.

Oktober 1994: Wegen Scheckbetrugs und illegalen Aufenthalts muss ein französischer Geschäftsmann (45) 14 Monate in Haft. Zur Strafe gehören außerdem fünf Stockhiebe.

September 1994: Als erster westlicher Ausländer wird ein 59-jähriger Niederländer trotz internationaler Gnadenappelle wegen Drogenbesitzes hingerichtet. Er hatte 4,3 Kilogramm Heroin im Koffer.

Do, 2015-03-05 04:30
Singapur (dpa)

Singapur: drastische Strafen - niedrige Kriminalität

Singapur (dpa) - Der kleine, reiche asiatische Stadtstaat Singapur rühmt sich mit einer der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt. Dies führt die Regierung unter anderem auf ihre drakonischen Strafen - von Geldbußen über lange Haftstrafen sowie Stockschläge und Hinrichtung - zurück. Sowohl Verbrechen als auch Vergehen, die anderswo mit Geldbußen geahndet würden, werden rigoros verfolgt.

Besonders streng ist die Justiz bei Rauschgiftdelikten. Auf Drogenhandel oder -schmuggel steht schon bei kleinen Mengen zwingend die Todesstrafe, bei Kokain etwa ab 30 Gramm.

Kaugummi verkaufen, Pornografie, nackt in der eigenen Wohnung herumlaufen - all das ist verboten und wird geahndet. In öffentlichen Toiletten nicht abzuziehen, zog auch lange eine Geldstrafe nach sich. Inzwischen haben alle Toiletten automatische Wasserspülungen.

Die autokratische Regierung hält in der Metropole mit 5,4 Millionen Einwohnern Disziplin und Sauberkeit besonders hoch. Graffiti sind nur an einer eigens dafür aufgestellten Wand erlaubt.

Die Prügelstrafe soll als Abschreckung dienen. Sie wird neben langen Haftstrafen verhängt für Verbrechen wie Mord, Überfälle und Drogendelikte, aber auch bei Vandalismus, illegalem Geldverleih und Visa-Vergehen. Mehr als 2200 Menschen erhielten nach dem US-Menschenrechtsbericht 2012 in einem Jahr Stockschläge.

Do, 2015-03-05 04:29
Singapur (dpa)

Deutsche Graffiti-Sprüher müssen mit Stockhieben rechnen vom 4.3.

Die Richter im strengen Stadtstaat Singapur sind bei der Ahndung von Gesetzesübertretungen nicht zimperlich. Auch Ausländer haben das immer wieder zu spüren bekommen. Nun stehen dort zwei junge Leipziger vor Gericht.

Singapur (dpa) - Zwei jungen Graffiti-Sprayern aus Leipzig drohen in Singapur Stockschläge. Die beiden 21 und 22 Jahre alten Männer müssen sich an diesem Donnerstag in dem wohlhabenden asiatischen Stadtstaat wegen Vandalismus vor Gericht verantworten. Sie hatten im November U-Bahn-Waggons mit Graffiti besprüht. Seit ihrer Festnahme im benachbarten Malaysia sitzen sie in Singapur in Untersuchungshaft.

Auf ihre Tat steht im Gesetzbuch neben einer Haft- auch die Prügelstrafe, ausgeführt mit einem Stock aus Peddigrohr. Die beiden wollten sich nach Angaben ihres Anwalts Christopher Bridges für schuldig erklären. «Beide Seiten - Anklage und Verteidigung - werden Eingaben zum Strafmaß machen», kündigte Bridges an. Ein Schweizer war 2010 für das gleiche Vergehen mit mehreren Monaten Haft und drei Stockschlägen bestraft worden.

Deutlich schärfer werden in Singapur regelmäßig Menschen verurteilt, denen Drogendelikte nachgewiesen werden. Auch Ausländern droht dann unter Umständen sogar die Todesstrafe, die in einzelnen Fällen auch schon vollstreckt wurde.

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Erschienen in Ausgabe 5.14

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
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Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

keine Anzeige von Grünländer

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

keine Anzeige des türkischen Tourismus-Ministers

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