Di, 2015-03-31 01:46
Hamburg (dpa)

«Horcynus Orca», ein wiedererwachtes Jahrhundert-Epos Von Sebastian Fischer, dpa (Foto - Illustration

«Horcynus Orca» stößt mit seinen wunderbaren Bildern die Tür zu einer selten dagewesenen Wortgewalt auf. Das Mammutwerk ist einzigartig - und genussvoll herausfordernd.

Hamburg (dpa) - «Horcynus Orca» ist ein Epos über das Meer. Über Jahrzehnte schlummerte Stefano D'Arrigos Lebenswerk still und fast unbeachtet in der italienischen Literatur. Unübersetzbar, hieß es. Unlesbar sowieso. Jetzt, 40 Jahre nach seiner Mailänder Erstausgabe, ist das anderthalbtausendseitige Buch endlich in deutscher Übersetzung erschienen. Es ist ein Meisterwerk, ein Genuss, eine wunderbare Anstrengung.

Schon der Handlungsort von «Horcynus Orca» ist sagenumwoben: «Sullo scill'e cariddi», schreibt D'Arrigo, bei Skylla und Charybdis. An der Meerenge zwischen Kalabrien und der Insel Sizilien verschlingt im antiken Mythos die fürchterliche, sechsköpfige Skylla mit ihren drei Reihen gespitzter Zähne alle Lebewesen, die sich dem Festland nähern. Und Charybdis, die das Meerwasser mal ausgurgelt, mal schrecklich einschlurft, reißt alles und jeden ins Verderben.

Hier, wo sich Ionisches und Tyrrhenisches Meer vereinen, ist die Welt des 'Ndrja Cambrìa, eines einfachen Oberbootsmannes der italienischen Marine, der im Oktober 1943 desertiert. Es ist die Zeit, als die Alliierten im faschistischen Italien einmarschieren, und die Briten Sizilien besetzen. Cambrìa ist ein durch und durch homerischer Weltkriegs-Odysseus: So wie der antike Held nach 20 Jahren Krieg und Irrfahrt zurück auf seine Insel Ithaka möchte, zieht es auch Cambrìa in seine Heimat.

«Ihr kehrt aus dem Krieg zurück, weil nicht mal dieser Große Tod Euch haben wollte», wird der ausgemergelte und verwilderte Matrose einmal beschimpft. «Weil Ihr barbarisch seid allein schon vom Anblick her.» Auch die Gegend um ihn ist ein Landstrich, den es eigentlich nicht mehr gibt: Pest und Cholera hausen, die Fischerei liegt brach, die Dörfer sind verfault. Die Frauen mit ihren verhärmten Gesichtern warten vergeblich auf ihre Männer.

D'Arrigo, 1919 in Nordsizilien geboren, diente nach seinem Hochschulabschluss über Friedrich Hölderlin selbst in der Armee Mussolinis - stationiert in Palermo. Nach dem Krieg zog er 1946 nach Rom, wo er bis zu seinem Tod 1992 lebte. Erst arbeitete er als Journalist, ab den 1950er Jahren widmete er sich ausschließlich der Literatur. Es entstanden Gedichte, bald aber begann die Arbeit an seinem Mammutwerk.

1956 schrieb der Italiener einen Urtext, fünf Jahre später lag eine erste Druckfassung vor. Dieser wollte der Autor eigentlich nur den letzten Schliff verpassen. Doch das dauerte dann noch einmal 14 Jahre. Beinahe die Hälfte des Werkes entstand erst während dieser «Korrekturzeit». D'Arrigo formulierte um, ergänzte, schrieb neue Episoden, veränderte die Syntax, gestaltete seine Prosa dichter und subtiler. Als der Roman 1975 erschien, war von dem ursprünglichen Text nur noch wenig übrig.

«Horcynus Orca» ist ein episodisch erzählter Roman über die Heimkehr des Matrosen Cambrìa, wo Traum und Realität, Gegenwart und Rückblenden ineinander verwischen. D'Arrigo schafft dabei schnörkellose und feine, bäurische Metaphern: «Er sah die Mutter an und sagte sich: (...) Die kehrt doch die ganze Welt von zuunterst nach zuoberst, gibt ihr die Gestalt ihrer Gedanken, und die Welt ist das für sie: ihre Schürzentasche, in die sie über Tage hinweg ihre Hand steckt, mit ihren engengen Gedanken in der Faust.»

Das wohl Faszinierendste des Romans ist denn auch die Sprache - ein Nebeneinander von Sizilianisch und Italienisch, von Derb-Archaischem und Süßlich-Fremdem. Feren, Pellisquadre, Feminoten - D'Arrigos Wortneuschöpfungen, die anfangs fremd wirken, werden nach und nach vertraute Begleiter der Lektüre.

Besonderes Verdienst hat hierbei der Übersetzer Moshe Kahn. Ihm ist zu verdanken, dass 23 Jahre nach D'Arrigos Tod eine deutsche Fassung des Romans vorliegt. Diese ziseliert wunderbar den Rhythmus, die Farbe und den reichen Klang des Originals. Für seine aufopferungsvolle, acht Jahre dauernde Arbeit erhält Kahn den diesjährigen Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis.

Auch wenn D'Arrigos Zeitgenossen wie Pier Paolo Pasolini oder Primo Levi «Horcynus Orca» bei Erscheinen feierten, galt er bei Verlagen bisher als unlesbar und unübersetzbar. Dennoch wird das Werk in einem Atemzug mit Musils «Mann ohne Eigenschaften» oder Melvilles «Moby Dick» genannt. Es ist ein Jahrhundertroman, dessen Grundton, schreibt Kahn, der Tod sei - «über dem sich die vielen, nahezu unerschöpflichen Facetten des Lebens zeigen».

Di, 2015-03-31 00:46
Buenos Aires (dpa)

Argentinien prangert britische «Militarisierung des Südatlantiks» an

Buenos Aires (dpa) - Argentinien hat die geplante Ausweitung der britischen Militärpräsenz auf den Falklandinseln kritisiert. In einem Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete Außenminister Héctor Timerman die «britische Militarisierung des Südatlantiks» am Montag als Ursache «unnötiger Spannung». Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon hatte angekündigt, zwei große Transporthubschrauber auf die Inselgruppe zu entsenden, um die Reaktionsfähigkeit der dort stationierten Truppen zu erhöhen. Er begründete dies mit einer Bedrohung des britischen Überseegebiets durch Argentinien.

Die von Fallon erwähnte Gefahr sei nicht glaubhaft, schrieb Timerman. Es sei ein Versuch der Rechtfertigung der Militärpräsenz einer Kolonialmacht. Argentinien habe seit Wiederherstellung der Demokratie eine Politik des Dialogs und friedlicher Verhandlungen verfolgt, um die Kontroverse über den Status der Inseln zu lösen. Der Außenminister bat Ban, London zu Verhandlungen aufzufordern.

Die Falklandinseln liegen rund 400 Kilometer vor Argentinien. Sie waren 1833 nach längerem Streit britisch geworden, Argentinien hat seinen Anspruch aber nicht aufgegeben. 1982 waren sie während des Falklandkriegs zehn Wochen lang von Argentinien besetzt. 2013 hatten sich die Bewohner für den Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen.

Di, 2015-03-31 00:40
Kuwait-Stadt (dpa)

Flüchtlingshilfswerk UNHCR ruft zu mehr Hilfe für Syrer auf

Kuwait-Stadt (dpa) - Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat die internationale Gemeinschaft zu mehr Hilfe für notleidende Syrer aufgerufen. «Wir erreichen gerade einen Wendepunkt, die Siuation ist dabei, untragbar zu werden», sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts der wachsenden Anzahl syrischer Flüchtlige und Vertriebenen sei eine deutliche Steigerung der Hilfe notwendig.

In Kuwait treffen sich am (heutigen) Dienstag mehr als 70 Staaten zu einer Syrien-Geberkonferenz. Laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR werden in diesem Jahr 8,4 Milliarden US-Dollar (7,7 Milliarden Euro) benötigt, um den Menschen helfen zu können. Demnach sind 3,9 Millionen Syrer vor dem vor vier Jahren ausgebrochenen Bürgerkrieg in Nachbarländer geflohen. In Syrien selbst brauchen rund zwölf Millionen Menschen Hilfe. Hilfsorganisationen beklagen immer wieder, dass sie für ihre Einsätze in Syrien nicht genug Geld erhalten.

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Mo, 2015-03-30 23:37
Abuja (dpa)

Nigeria hat gewählt: Ex-Militärdiktator Buhari knapp in Führung

Im Ölland Nigeria zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Präsidentenwahl ab. Der frühere Militärherrscher Muhammadu Buhari könnte Goodluck Jonathan ablösen. Aber kann der 72-Jährige auch Hoffnungsträger im Kampf gegen die Terrorgruppe Boko Haram sein?

Abuja (dpa) - Nach der Präsidentenwahl in Nigeria liegt der muslimische Oppositionskandidat Muhammadu Buhari ersten Auszählungsergebnissen zufolge knapp in Führung. Der frühere Militärdiktator gewann zehn der ausgezählten Bundesstaaten, der christliche Amtsinhaber Goodluck Jonathan nur sechs, wie die staatliche Wahlkommission am Montagabend mitteilte. Insgesamt gibt es in Nigeria 36 Bundesstaaten. Die Bekanntgabe des Endergebnisses schien sich daher auf Dienstag zu verzögern. Beobachter rechneten mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen.

Sollte der 72 Jahre alte frühere Militärdiktator Buhari den 57 Jahre alten Jonathan ablösen, wäre es der erste Wahlsieg der Opposition seit der Rückkehr des westafrikanischen Landes zur Demokratie im Jahr 1999. Rund 70 Millionen Wahlberechtigte waren in Afrikas bevölkerungsreichstem Land am Samstag zur Abstimmung aufgerufen.

Die Wahl verlief nach Ansicht verschiedener Beobachter im Großen und Ganzen ordnungsgemäß. Eine Gruppe warnte jedoch vor Manipulationen bei der Auszählung der Stimmen. Es gebe aus mehreren Bundesstaaten besorgniserregende Berichte über Manipulationen und den Einsatz von Sicherheitskräften zur Beeinflussung von Auszählungen, teilte die renommierte Organisation Nigeria Civil Society Situation Room mit. Sie wird finanziell auch von der US-Regierung unterstützt.

Auch US-Außenminister John Kerry warnte in einer Stellungnahme vor «vorsätzlicher politischer Einmischung». In einigen Landesteilen, vor allem im Süden, kam es zu Protesten gegen den Ablauf der Wahl. Im Bundesstaat Rivers setzte die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein, die gegen angebliche Wahlmanipulationen protestierten.

«Ich weise den Vorwurf zurück, dass wir uns in die Arbeit der Wahlkommission INEC einmischen», sagte der Sprecher der Regierungspartei, Femi Fani-Kayode, der Deutschen Presse-Agentur. «Dafür gibt es keinen Grund. Vielleicht gelten die Vorwürfe der anderen Seite.» Er forderte Kerry auf, Beweise für seine Aussagen vorzulegen.

Der Amtsinhaber und seine regierende Demokratische Volkspartei (PDP) hatten die Wähler mit der Aussicht auf Kontinuität umworben; Buhari und sein Oppositionsbündnis Partei der Fortschrittlichen (APC) versprachen die Bekämpfung der grassierenden Korruption und einen Sieg über den islamistischen Terrorismus der Boko Haram. Seit 2009 haben die sunnitischen Extremisten im Nordosten Nigerias mindestens 14 000 Menschen getötet, allein seit Jahresbeginn nach UN-Angaben 1000 Zivilisten.

Um die Präsidentenwahl zu gewinnen, muss ein Kandidat neben einer absoluten Stimmenmehrheit auch mindestens 25 Prozent der Stimmen in zwei Dritteln der 36 Bundesstaaten des Landes gewinnen. Zur Wahl stehen 14 Kandidaten. Sollte keiner die nötige Mehrheit erreichen, wäre in zwei Wochen eine Stichwahl fällig. Am Samstag wurde auch ein neues Parlament gewählt.

Nigeria ist mit fast 180 Millionen Einwohnern das mit weitem Abstand bevölkerungsreichste Land Afrikas. Es ist der größte Ölexporteur des Kontinents und auch die größte Volkswirtschaft. Die Mehrheit der Nigerianer lebt jedoch immer noch in großer Armut. 

Mo, 2015-03-30 21:09
Dresden (dpa)

Pegida mit weniger Teilnehmern in Dresden )

Dresden (dpa) - In Dresden schwindet der Zulauf für das islamkritische Pegida-Bündnis. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich an der 21. Kundgebung der selbst ernannten «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung der Abendlandes» am Montagabend nur noch 2800 Menschen. Es war bereits die zweite Kundgebung mit rückläufiger Teilnehmerzahl in Folge. Gut 100 Menschen demonstrierten zeitgleich für eine tolerante und weltoffene Stadt. Die Polizei war mit mehr als 450 Beamten im Einsatz. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.

Pegida geht seit Oktober in Dresden auf die Straße. In Spitzenzeiten konnte das Bündnis in seiner Hochburg bis zu 25 000 Menschen mobilisieren. Vor zwei Wochen beteiligten sich noch 7800 Menschen an dem sogenannten «Abendspaziergang», in der vergangenen Woche waren es noch 5500.

In Leipzig gingen nach Polizeiangaben am Montagabend mehrere Hundert Anhänger des Pegida-Ablegers Legida und etwa ebenso viele Gegendemonstranten auf die Straße. Auch hier war die Teilnehmerzahl nach Schätzungen rückläufig.

Mo, 2015-03-30 21:05
Washington (dpa)

USA: Atomgespräche könnten auch nach Fristablauf fortgesetzt werden )

Washington (dpa) - Die USA halten sich die Möglichkeit einer Verlängerung der Atomgespräche mit dem Iran auch über die selbst gesetzte Frist vom 31. März hinaus offen. Die am Dienstag um Mitternacht ablaufende Frist für ein Rahmenabkommen über das iranische Atomprogramm müsse zwar «etwas bedeuten», sagte US-Außenamtssprecherin Marie Harf am Montag. Zugleich ließ sie aber die Tür für eine Fortsetzung der Gespräche auch ohne Abkommen offen: «Wenn wir bis morgen Nacht zu keiner Übereinkunft kommen, werden wir den Weg vorwärts prüfen und sehen müssen, wo wir stehen. Und dann werden wir Entscheidungen treffen.»

Bei den Verhandlungen im schweizerischen Lausanne haben die Teilnehmer bis zum Schluss um eine Einigung gerungen. Ein Durchbruch ließ am Montag aber weiter auf sich warten. In dem seit zwölf Jahren andauernden Konflikt geht es im Kern um die Frage, wie der Iran Atomkraft zivil nutzen, jedoch keine Atomwaffen entwickeln kann. Teheran hat diese Absicht stets bestritten und fordert im Gegenzug die Aufhebung westlicher Wirtschaftssanktionen.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Mo, 2015-03-30 20:57
Berlin (dpa)

Zeitung: Deutscher in Kabul an Schussverletzungen gestorben

Berlin (dpa) - Ein Deutscher ist in der afghanischen Hauptstadt Kabul nach Informationen der «Neuen Osnabrücker Zeitung» an einer Straßensperre angeschossen worden und später im Krankenhaus gestorben. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte der Zeitung (Dienstag) den Tod des Zivilisten.

Der Mann sei am Abend des 19. März in Kabul mit erheblicher Geschwindigkeit auf einen Kontrollposten zugefahren. Er habe nicht auf Warnungen der einheimischen Sicherheitskräfte reagiert, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Angaben aus dem Umfeld des Deutschen. Daraufhin hätten die Sicherheitskräfte das Feuer eröffnet und den Mann getroffen. Vergangenen Donnerstag sei er im Krankenhaus gestorben.

Unter Berufung auf Angaben aus dem Freundeskreis des Opfers schrieb die Zeitung, der Deutsche habe seit einigen Jahren als Elektriker in Kabul gearbeitet.

Mo, 2015-03-30 20:24
Düsseldorf/Paris (dpa)

Copilot war früher suizidgefährdet - Debatte über Schweigepflicht und Grafik Nr. 22449, 22452, 20695

Über eine psychische Erkrankung des Germanwings-Copiloten gab es viele Spekulationen. Nun geben die Ermittler bekannt: Mediziner hielten ihn vor Jahren für suizidgefährdet. Hat das Konsequenzen für die ärztliche Schweigepflicht?

Düsseldorf/Paris (dpa) - Der Copilot der Germanwings-Maschine war Jahre vor dem Absturz als suizidgefährdet eingestuft und in psychotherapeutischer Behandlung. In jüngster Zeit sei ihm aber weder Selbst- noch Fremdgefährdung attestiert worden, teilte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Montag mit. Es habe jedoch bis zuletzt «weitere Arztbesuche mit Krankschreibungen» gegeben. Der 27-Jährige, der seit 2013 als Copilot für Germanwings flog, steht im Verdacht, den Airbus mit 150 Menschen an Bord mit voller Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben. Nach Experteneinschätzung kann die Identifizierung der Opfer noch bis zu vier Monate dauern.

Die Behandlung des Copiloten sei erfolgt, bevor er den Pilotenschein erworben habe, hieß es weiter. Der Lufthansa-Konzern, zu dem Germanwings gehört, hatte bereits öffentlich gemacht, dass es in der Pilotenausbildung des Mannes vor sechs Jahren eine mehrmonatige Unterbrechung gab, aber nichts zu den Gründen gesagt. Bei dem 27-Jährigen daheim hatten Ermittler zerrissene Krankschreibungen gefunden, auch für den Tag des Unglücks. Hinweise auf ein organisches Leiden gibt es in den ärztlichen Dokumentationen laut Staatsanwaltschaft bislang nicht.

Belegbare Hinweise für eine Ankündigung der Tat oder ein Bekenntnis fehlten nach wie vor. Zu den neuesten Erkenntnissen der Ermittler äußerte sich die Lufthansa am Montag inhaltlich nicht. Die ärztliche Schweigepflicht gelte auch gegenüber dem Arbeitgeber, erklärte eine Sprecherin des Konzerns.

In der Düsseldorfer Sonderkommission «Alpen» beschäftigen sich aktuell etwa 100 Ermittler mit dem Absturz der Airbus-Maschine, die am vergangenen Dienstag auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen an einer Felswand zerschellte. Wie aus den Aufzeichnungen des Stimmenrekorders hervorgeht, war der Pilot zu diesem Zeitpunkt aus dem Cockpit ausgesperrt. Die französischen Ermittler konzentrieren sich deshalb auf den 27-jährigen Andreas Lubitz, untersuchen aber weiterhin auch die Möglichkeit eines technischen Defekts.

Die Ermittler haben seit Montag auch Zugriff auf Krankenhaus-Akten über den Copiloten, wie eine Sprecherin des Uniklinikums Düsseldorf sagte. Der Copilot, der aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur stammte, war vor einigen Wochen als Patient an die Klinik gekommen. Dabei ging es den Angaben zufolge um «diagnostische Abklärungen», die aber bislang offiziell nicht näher erläutert wurden. Für Berichte, wonach der Mann auch an Sehstörungen gelitten haben soll, war bislang keine Bestätigung zu erhalten.

Die Diskussion über die ärztliche Schweigepflicht gewinnt angesichts der Erkenntnisse an Fahrt. CDU-Verkehrsexperte Dirk Fischer forderte eine Lockerung für sensible Berufe: «Piloten müssen zu Ärzten gehen, die vom Arbeitgeber vorgegeben werden. Diese Ärzte müssen gegenüber dem Arbeitgeber und dem Luftfahrtbundesamt von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden sein», sagte er der «Rheinischen Post».

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach betonte in der «Bild»-Zeitung, wenn Leib und Leben anderer Menschen gefährdet seien, sei «der Arzt verpflichtet, den Arbeitgeber über die Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters zu informieren». Dies gelte «ganz besonders im Fall psychischer Erkrankungen und einer möglichen Selbstmordgefahr».

Dagegen warnte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, vor «vorschnellen politischen und rechtlichen Entscheidungen». Die ärztliche Schweigepflicht sei «ebenso wie das verfassungsrechtlich geschützte Patientengeheimnis ein hohes Gut und für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ein Menschenrecht».

In den Bergen bei Seyne-les-Alpes ging bei schwierigen Wetterbedingungen die Suche nach Opfern und dem Flugdatenschreiber weiter. Von ihm erhoffen sich die Ermittler weiteren Aufschluss über die letzten Minuten von Unglücks-Flug 4U9525. Die Sucharbeiten wurden am Abend erneut für die Nacht unterbrochen.

Die Identifizierung der Opfer kann bis zu vier Monate dauern, wie der Leiter des zuständigen Kriminalinstituts der französischen Gendarmerie, François Daoust, am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagte. «In Abhängigkeit von der Anzahl der Körperteile, die gefunden werden, kann der Zeitrahmen zwischen mindestens zwei und vier Monaten schwanken», sagte Daoust am Sitz des Instituts in Pontoise bei Paris. «Es ist besser im Rhythmus der Wissenschaft zu arbeiten als zu überstürzen und damit das Risiko einzugehen, sich bei der Identifizierung zu irren.»

Um Angehörige, die zum Unglücksort reisen wollen, kümmern sich seit Samstag in einem Hotel in Marseille rund 90 Mitarbeiter. Germanwings will das Betreuungszentrum so lange wie nötig offenhalten, wie Geschäftsführer Oliver Wagner nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers am Montag ankündigte.

Ein eigentlich für Ostersamstag in Haltern angekündigter Trauermarsch für die Opfer findet nun doch nicht statt. Die Anmelderin habe ihren Antrag wieder zurückgezogen, teilte die Polizei Recklinghausen am Abend mit. Erst am Vormittag hatte nach Polizeiangaben die Privatperson einen Trauermarsch mit 2000 bis 2500 Teilnehmern in Haltern angemeldet. Die Absage habe sie unter anderem damit begründet, dass die Angehörigen der Opfer nach dem für Mittwoch geplanten Gottesdienst in Haltern ein Recht darauf hätten, zur Ruhe zu kommen.

Unter den 75 deutschen Opfern des Absturzes sind auch 16 Schüler und 2 Lehrerinnen des Halterner Gymnasiums. Einen Trauergottesdienst soll es am 17. April im Kölner Dom geben.

Ursprünglich wollte Lufthansa am 15. April auf 60 Jahre Unternehmensgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg zurückblicken. Am Montag erklärte ein Sprecher auf Anfrage: «Ob und in welcher Form eine Feier stattfindet, prüfen wir derzeit.»

Mo, 2015-03-30 20:19
Moskau (dpa)

Gazprom: Zahlten nach South-Stream-Aus Partnern eine Milliarde Dollar

Moskau (dpa) - Nach dem Aus für die transeuropäische Gasleitung South Stream hat Russlands Energieriese Gazprom den Partnern nach eigenen Angaben insgesamt eine Milliarde Dollar (rund 925 Mio Euro) gezahlt. Der Staatskonzern habe damit Wintershall (Deutschland), Eni (Italien) und EdF (Frankreich) Anteile am Betreiberkonsortium abgekauft, teilte das Unternehmen am Montag der Agentur Interfax zufolge in Moskau mit. Gazprom sei dazu nicht verpflichtet gewesen, allerdings sollten Risiken geteilt werden, hieß es. Russland hatte das Projekt auch wegen eines Energiestreits mit der EU 2014 nicht weiterverfolgt. Statt nach Bulgarien soll die wichtige Leitung in die Türkei führen.

Mo, 2015-03-30 20:18
Frankfurt/Main (dpa)

Ex-Boxer Maske versteckt für seine Kinder die Ostereier )

Frankfurt/Main (dpa) - Der ehemalige Boxweltmeister Henry Maske (51) versteckt an Ostern gern Süßigkeiten für seine Kinder, auch wenn die schon groß sind. Sein bestes Versteck für Ostereier sei kaum sichtbar in einem Strauch. «Manchmal sind die so gut versteckt, dass ich sie selbst nicht mehr finde», sagte Maske am Montag in Frankfurt. Dort wurde im Terminal 2 des Flughafens nach einer Renovierung die Restaurantfläche neu eröffnet, zahlreiche Prominente nahmen teil.

Ihre Wohnung sei gar nicht österlich geschmückt, sagte Fernsehmoderatorin Judith Rakers. «Ostern wird bei uns zu Hause sträflich vernachlässigt, dafür ist bei uns Weihnachten heilig», berichtete die Sprecherin der ARD-«Tagesschau».

Ganz anders sieht es bei dem ehemaligen Jury-Mitglied von «Germany's Next Topmodel», Rolfe Scheider, aus. Am Ostersonntag gebe es zum Frühstück Lachs, dann würden Eier gesucht, erzählte er. Er liebe diese Tradition.

Mo, 2015-03-30 19:51
Lausanne (dpa)

Wie endet der Atompoker mit dem Iran? - Hochspannung in Lausanne

Es sind Tage der Entscheidung: Am Genfer See verhandeln die Außenminister der Weltmächte über das iranische Atomprogramm. Ergebnisse wird es wohl erst in letzter Minute geben.

Lausanne (dpa) - Bei den Atomverhandlungen mit dem Iran haben die Teilnehmer bis zum Schluss um eine Einigung gerungen. Ein historischer Durchbruch ließ am Montag aber weiter auf sich warten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, die Gespräche seien in einer kritischen Phase. Zuvor hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow jedoch den Kreis der Außenminister im schweizerischen Lausanne verlassen und war nach Moskau zurückgekehrt, wie eine Sprecherin mitteilte. Ein Durchbruch während seiner Abwesenheit erschien unwahrscheinlich. Falls es realistische Aussichten auf eine Vereinbarung gebe, werde er am Dienstag zurückkehren, hieß es. In zahlreichen technischen Fragen gebe es Annäherungen, hieß es aus Verhandlungskreisen, allerdings blieben politische Kontroversen.

Nach Worten Steinmeiers ist vor allem umstritten, wie der Iran nach einer Phase, in der höherwertige Atomforschung untersagt sei, weiter verfahren dürfe. «Wir können nicht zulassen, dass es nach zehn Jahren eine geradezu explosionshafte Entwicklung gibt, sondern wir müssen darauf achten, dass der Iran weiterhin nachprüfbar und dauerhaft von dem Zugriff auf Atomwaffen ausgeschlossen bleibt», sagte er. Teheran will nach Ablauf einer solchen Frist sein Atomprogramm wieder uneingeschränkt betreiben dürfen. Der Westen fordert weitere Restriktionen.

In dem seit mittlerweile rund zwölf Jahren andauernden Konflikt geht es im Kern um die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass der Iran Atomkraft zivil nutzen, jedoch keine Atomwaffen entwickeln kann. Teheran hat diese Absicht stets bestritten. Im Gegenzug fordert die Islamische Republik die Aufhebung westlicher Wirtschaftssanktionen. Ein Ergebnis wäre ein wichtiger Baustein für mehr Stabilität im Nahen Osten.

Seit dem Wochenende verhandeln die Außenminister der UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschlands mit den iranischen Vertretern in der Schweiz. Die selbst auferlegte Frist für eine Grundsatzeinigung endet am 31. März um Mitternacht. Bis zum Sommer soll ein umfassendes Abkommen ausgearbeitet werden. Die Gespräche seien in einer «kritischen» Phase, sagte Steinmeier. Der iranische Vizeaußenminister Abbas Abbas Araghchi wies Spekulationen über eine Einigung zurück. Es werde weiter verhandelt.

In den Fokus rücken außerdem weitere politische Fragen, wie es aus Verhandlungskreisen hieß. Knackpunkte sind vor allem die Laufzeit der gesamten Einigung und die Frage, wie umfassend die iranischen Atomaktivitäten künftig überwacht werden sollen - letzteres ist für Teheran auch eine Frage des Nationalstolzes.

Umstritten ist zudem, wie schnell Sanktionen im Falle einer Einigung aufgehoben werden sollen. Teheran fordert rasche und umfassende Sanktionserleichterungen. Von den zahlreichen Maßnahmen will der Westen hingegen vor allem die UN-Restriktionen möglichst lange aufrechterhalten, da sie den Transfer von Atomtechnologie in den Iran einschränken. Weitere Sanktionen betreffen etwa den Ölexport und iranische Konten im Ausland.

Kritik an den Verhandlungen gibt es unter anderem im republikanisch geführten US-Kongress und bei den US-Verbündeten am Golf, allen voran Saudi-Arabien. Als schärfster Gegner eines Atomabkommens zeigte sich erneut der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Er kritisierte eine mögliche Einigung als «Belohnung für die Aggressivität des Irans». In den Beziehungen zwischen den USA und dem Iran, die 35 Jahre lange verfeindet waren, wäre eine Einigung hingegen ein historischer Schritt.

Mo, 2015-03-30 19:26
Abuja (dpa)

Ex-Militärdiktator Buhari nach Nigeria-Wahl knapp in Führung

In Nigeria zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf Rennen ab. Der frühere Militärherrscher Muhammadu Buhari könnte Präsident Goodluck Jonathan ablösen. Aber kann der 72-Jährige auch ein Hoffnungsträger für die Zukunft des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas sein?

Abuja (dpa) - Bei der Präsidentenwahl in Nigeria liegt der muslimische Oppositionskandidat Muhammadu Buhari ersten Auszählungsergebnissen zufolge knapp in Führung. Der frühere Militärdiktator gewann fünf der bisher ausgezählten Bundesstaaten, der christliche Amtsinhaber Goodluck Jonathan nur vier, wie die staatliche Wahlkommission am Montag mitteilte. Es fehlten noch die Endergebnisse aus 29 weiteren Bundesstaaten. Die Bekanntgabe des Endergebnisses schien sich daher auf Dienstag zu verzögern. Beobachter rechneten mit einem Kopf-an-Kopf Rennen.

Sollte der 72 Jahre alte frühere Militärdiktator Buhari den 57 Jahre alten Jonathan ablösen, wäre es der erste Wahlsieg der Opposition seit der Rückkehr des westafrikanischen Landes zur Demokratie 1999. Rund 70 Millionen Wahlberechtigte waren in Afrikas bevölkerungsreichstem Land am Samstag an die Urnen gerufen.

Die Abstimmung verlief nach Ansicht verschiedener Beobachter im Großen und Ganzen ordnungsgemäß. Eine Gruppe von Wahlbeobachtern warnte jedoch vor Manipulationen bei der Auszählung der Stimmen. Es gebe aus mehreren Bundesstaaten besorgniserregende Berichte über Manipulationen und den Einsatz von Sicherheitskräften zur Beeinflussung von Auszählungen, sagte die Gruppe am Montag. Die renommierte Organisation Nigeria Civil Society Situation Room wird finanziell auch von der US-Regierung unterstützt.

Auch US-Außenminister John Kerry warnte in einer Stellungnahme vor «vorsätzlicher politischer Einmischung» bei der Auszählung. In einigen Landesteilen, vor allem im Süden, kam es auch bereits zu Protesten gegen den Ablauf der Wahl. Im Bundesstaat Rivers setzte die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein, die gegen angebliche Wahlmanipulationen protestierten. 

Der Amtsinhaber und seine regierende Demokratische Volkspartei (PDP) hatten die Wähler mit der Aussicht auf Kontinuität umworben; Buhari und sein Oppositionsbündnis Partei der Fortschrittlichen (APC) versprachen die Bekämpfung der grassierenden Korruption und einen Sieg über den islamistischen Terrorismus der Boko Haram. Seit 2009 haben die sunnitischen Extremisten im Nordosten Nigerias mindestens 14 000 Menschen getötet, allein seit Jahresbeginn nach UN-Angaben 1000 Zivilisten.

Um die Präsidentenwahl zu gewinnen, muss ein Kandidat neben einer absoluten Stimmenmehrheit auch mindestens 25 Prozent der Stimmen in zwei Dritteln der 36 Bundesstaaten des Landes gewinnen. Zur Wahl stehen 14 Kandidaten. Sollte keiner die nötige Mehrheit erreichen, wäre in zwei Wochen eine Stichwahl fällig. Am Samstag wurde auch ein neues Parlament gewählt. 

Nigeria ist Afrikas Land der Superlative. Der westafrikanische Staat ist mit fast 180 Millionen Einwohnern das mit weitem Abstand bevölkerungsreichste Land. Nigeria ist der größte Ölexporter des Kontinents und auch die größte Volkswirtschaft. Die Mehrheit der Nigerianer lebt jedoch immer noch in großer Armut. 

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
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Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
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Das schaffen nur die Skrupellosesten.


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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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