Di, 2015-03-31 07:40
Tokio (dpa)

Japan verlängert Sanktionen gegen Nordkorea

Tokio (dpa) - Japan verlängert seine Sanktionen gegen Nordkorea. Die am 13. April auslaufenden Strafmaßnahmen würden zwei Jahre fortgesetzt, gab die Regierung in Tokio am Dienstag bekannt. Japan will damit den Druck auf Nordkorea aufrechterhalten, einen überfälligen Untersuchungsbericht über Entführungen von Japanern durch nordkoreanische Agenten in den 70er und 80er Jahren vorzulegen. Das Regime in Pjöngjang hatte vergangenes Jahr zugesagt, die Fälle neu aufzurollen. Tokio hob daraufhin einen Teil der Sanktionen auf.

Um jetzt Spielraum für Dialog zu behalten, wurden die damals aufgehobenen Strafmaßnahmen nun nicht wieder verhängt. Die weiter bestehenden Sanktionen sollen dafür fortgesetzt werden. Dazu gehört unter anderem ein umfassendes Handelsverbot.

Die von nordkoreanische Agenten in den 70er und 80er Jahren verschleppten Japaner sollten Spionen beibringen, Japanisch zu sprechen, und ihnen zeigen, wie man sich unauffällig in Japan bewegt. Jahrelang stritt das abgeschottete Nordkorea ab, etwas mit dem Verschwinden der Japaner zu tun zu haben. Im September 2002 gab der nordkoreanische Führer Kim Jong Il dann erstmals die Entführungen zu. Pjöngjang gestand, 13 Menschen verschleppt zu haben. Fünf von ihnen konnten nach Japan heimkehren. Nordkoreas Regime behauptete, die acht anderen Japaner seien gestorben und es habe keine weiteren Entführten gegeben. Tokio glaubt dieser Darstellung jedoch nicht.

Di, 2015-03-31 07:30
Berlin (dpa)

Freiheit und Klerus - Die «subversiven» Ideen des Raif Badawi Von Anne-Beatrice Clasmann, dpa (Foto - Handout

Wäre Raif Badawi Deutscher, seine Gedanken über Frauenrechte und die Trennung von Religion und Staat würden niemanden schockieren. Doch die Heimat des Verfechters einer liberalen Geisteshaltung ist Saudi-Arabien.

Berlin (dpa) - Als er noch in Freiheit war, kannte ihn außerhalb von Saudi-Arabien kaum jemand. Erst jetzt, wo er im Gefängnis sitzt und auf gerichtliche Anordnung verprügelt wird, verfolgen Millionen Menschen außerhalb des islamischen Königreichs das Schicksal des saudischen Bloggers Raif Badawi. Ob sie sich auch für die philosophischen und gesellschaftspolitischen Äußerungen interessieren, die ihn 2012 hinter Gitter gebracht hatten, zeigt sich diese Woche, wenn bei Ullstein unter dem Titel «1000 Peitschenhiebe» ein Buch mit Texten des Bloggers veröffentlicht wird.

Manche der aus dem Arabischen übersetzten Texte sind für Leser, die noch nie in Saudi-Arabien waren, sicherlich nicht ganz einfach zu verstehen. Doch einige seiner Beobachtungen und Gedankengänge bieten auch denjenigen, die das verschlossene Königreich nicht kennen, einen interessanten Einblick in ein Land, das durch die Entdeckung des Öls binnen weniger Jahrzehnte vom Mittelalter in die Moderne katapultiert worden war.

Das europäische Mittelalter zieht auch Badawi als Vergleichsgröße heran - und zwar um die Machtfülle des Klerus in Saudi-Arabien zu erklären. Er schreibt: «Erinnere dich doch einmal an das Mittelalter zurück. Sieh nur, in welchem Zustand sich damals die europäischen Länder befanden! Dank der Herrschaft des Klerus, der ja im Namen Gottes regiert.» Er fordert seine Landsleute auf, einen Neubeginn zu wagen, und zwar ohne den Klerus. Ohne diesen Neubeginn «können wir uns einfach weiter in unserer Ignoranz suhlen. Einer Ignoranz, die schon langen nicht mehr hinnehmbar ist zu einer Zeit, wo zivilisierte Nationen das Leben genießen», fügt er hinzu.

In einem Text von 2010 kritisiert Badawi, die meisten arabischen Denker hätten es sich aus Angst vor Zensur zur Gewohnheit gemacht, sich um den Kern ihrer Aussagen «herumzuwinden». Er schreibt: «Die arabischen Gesellschaften sind dahingehend ideologisiert, dass jedes freie Denken einen Abfall oder Austritt vom Glauben und von der Sitte bedeutet.»

Das ist kein müßiges Gedankenspiel. Denn auf «Abfall vom Glauben» steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe. Das ist auch der Grund, warum Koranzitate in dem von dem Journalisten Constantin Schreiber herausgegebenen Buch mit Texten von Badawi ausgelassen wurden. Der 31-jährige Blogger, dessen Prozess womöglich demnächst neu aufgerollt wird, will keine weitere Angriffsfläche bieten.

Ein Strafgericht hatte den liberalen Aktivisten im Mai 2014 wegen «Beleidigung des Islams» zu 1000 Hieben, zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt. 50 Stockschläge wurden ihm am 9. Januar vor einer Moschee in der Stadt Dschidda verabreicht. Nachdem der Fall international für Aufsehen gesorgt hatte, wurde die Vollstreckung aus gesundheitlichen Gründen ausgesetzt. Badawis Ehefrau lebt mit den drei gemeinsamen Kindern inzwischen als Flüchtling in Kanada.

Der schmale Band, dessen Erlöse zum Großteil der Familie zugutekommen sollen, hat aber durchaus auch komische Elemente. Mit beißendem Spott macht sich Badawi über einen islamischen Fernsehprediger lustig, der gefordert hatte, Astronomen müssten endlich wegen ihrer Skepsis gegenüber den Experten für islamisches Recht in ihre Schranken gewiesen werden. Badawi rät der Nasa nach der Entdeckung der «Scharia-Astronomie», ihre Teleskope doch liegen zu lassen «und stattdessen vom Wissen unserer Scharia-Astronomen zu profitieren, deren Scharfsicht und Scharfsinn die Sehkraft dieser verderbten Nasa-Teleskope bei weitem übertrifft».

Di, 2015-03-31 07:26
Singapur (dpa)

Ölpreise fallen - Iran-Verhandlungen am Blick

Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind am Dienstag gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 55,83 US-Dollar und damit 46 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 67 Cent auf 48,01 Dollar.

Die Teilnehmer an den Ölmärkten blicken am Dienstag auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Kommt es zu einem Übereinkommen und damit einem Ende der Sanktionen, dürfte das weltweite Überangebot an Rohöl noch zunehmen.

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Di, 2015-03-31 07:17
Berlin (dpa)

Bismarckkult: Nicht nur Denkmäler, auch Heringe tragen seinen Namen

Berlin (dpa) - Dem ersten Reichskanzler Otto von Bismarck wurden zahllose Denkmäler gewidmet. Seinen Namen tragen auch Städte, Gewässer und Gebirge. Selbst Heringe, Äpfel, Gurken, Mineralwässer, Schlangen und Vögel blieben nicht vom Bismarckkult verschont.

BISMARCKTÜRME UND -DENKMÄLER: Deutlichster Ausdruck der Verehrung sind hunderte Türme und Statuen - von der Ostsee bis zum Bodensee. Auf den oft über 40 Meter hohen steinernen Türmen wurden Leuchtfeuer entzündet. Das mit insgesamt über 34 Meter Höhe weltweit größte Bismarckdenkmal steht seit 1906 in Hamburg.

BISMARCKHERING: Auf Bitten eines Stralsunder Kaufmanns habe der Kanzler 1871 die Verwendung seines Namens für ein Fischgericht erlaubt, behauptet die Tourismuszentrale der Hansestadt. Auch ein Wirt aus Flensburg reklamierte dies für sich.

BISMARCK-ARCHIPEL: Die Inselkette im westlichen Pazifik trägt seit 1885 den Namen des Reichsgründers. Bis 1914 war sie Teil der Kolonie Deutsch-Neuguinea (heute Papua-Neuguinea). Hier leben auch der Bismarck-Schwalbenstar und eine nach Bismarck benannte Schlange.

BISMARCK-GEBIRGSZÜGE: Auch Berge erinnern an den Politiker: Durch den Nordosten des heutigen Papua-Neuguinea zieht sich ein hohes Gebirge seines Namens. Inmitten Namibias, früher ebenfalls deutsche Kolonie, erheben sich die bis über 2000 Meter hohen Bismarckberge.

BISMARCK IN STÄDTEN: 1883 wurde die heute 67 000 Einwohner zählende Hauptstadt des US-Bundesstaats North Dakota nach dem Deutschen benannt. In Deutschland gibt es nahezu 500 Bismarckstraßen - in Berlin, Augsburg und Gelsenkirchen sogar Bismarckviertel.

BISMARCK-GEWÄSSER: In der Bismarcksee nördlich von Neuguinea versenkten amerikanische Flugzeuge im März 1943 einen Konvoi japanischer Kriegsschiffe. Auf einer Walfangexpedition im Südpolarmeer wurde 1874 eine Meerenge Bismarckstraße getauft.

SCHLACHTSCHIFF: Die «Bismarck» galt als das kampfstärkste deutsche Kriegsschiff im Zweiten Weltkrieg. Bereits auf der ersten Feindfahrt versank der Koloss 1941 mit mehr als 2100 Mann im Atlantik.

Di, 2015-03-31 07:14
Helgoland/Düsseldorf (dpa)

Erste Böen von Sturmtief «Niklas» treffen die Küste

Helgoland/Düsseldorf (dpa) - Das Sturmtief «Niklas» hat am Dienstagmorgen langsam Fahrt aufgenommen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte am Morgen auf der Nordseeinsel Helgoland erste Sturmböen. Am Vormittag sollten schwere und orkanartige Böen bei Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometern pro Stunde auf die Nordseeküste treffen. Auch in Nordrhein-Westfalen wurden laut DWD Windgeschwindigkeiten von bis zu 99 Stundenkilometern gemessen. Bis zum frühen Morgen wurden nur kleinere Schäden gemeldet, verletzt wurde laut Polizei bisher niemand. Seinen Höhepunkt soll der Sturm voraussichtlich am Nachmittag erreichen. Erst in den Abendstunden soll das Unwetter langsam abklingen.

Di, 2015-03-31 06:50
Mainz (dpa)

Firma Neger in Mainz: Kann ein Logo rassistisch sein? Von Jonas-Erik Schmidt, dpa

Über das Wort «Negerlein» in Kinderbuchklassikern hat Deutschland schon debattiert, und der Mohrenkopf heißt längst Schokokuss. In Mainz schaukelt eine neue Diskussion hoch: Es geht um das Logo der Dachdeckerfirma Neger.

Mainz (dpa) - Er heißt Neger, Thomas Neger, und dafür kann er nichts. Soweit sind sich alle Beteiligten noch einig. Deutlich auseinander gehen die Meinungen beim Logo der Firma, deren Chef Thomas Neger ist. Denn die «Thomas Neger Metallsystem und -bedachungen GmbH» in Mainz wirbt mit einem dunklen Männchen mit dicken Lippen und Handteller großen Ringen in den Ohren. Dagegen formiert sich Widerstand im gelegentlich als betulich beschriebenen Mainz in in Rheinland-Pfalz.

«Das Logo soll geändert werden, das ist unsere Forderung. Wenn das passiert, ist alles gut», sagt David Häußer. Er redet schnell, das Thema treibt ihn seit Wochen um. «Dieses Logo zu ändern, da bricht er sich doch nichts ab», sagt Häußer. Der Musiker ist einer der Initiatoren der Aktion «Das Logo muss weg». Die zugehörige Facebookseite hat mittlerweile mehr als 2500 Freunde gefunden. Am Dienstagabend wollte die Initiative auch auf dem Rathausplatz gegen das Logo Stimmung machen.

Der Streit um Negers Logo hat eine Vorgeschichte. Deutschland hat in den vergangenen Jahren immer wieder über den richtigen Umgang mit als diskriminierend empfunden Wörtern und Symbolen gestritten. Anstoß war etwa die Frage, ob im Kinderbuchklassiker «Die kleine Hexe» von Otfried Preußler noch «Negerlein» stehen darf. Oder das Aufregerthema Zigeunerschnitzel. Ist das Rassismus, wie die einen sagen? Oder Tradition, wie die anderen argumentieren?

Ähnlich verlaufen die Konfliktlinien auch in Mainz. Vor allem weil hier Traditionen seit jeher Gewicht haben. Und wenn es um den Namen Neger geht sowieso. Thomas Negers Großvater Ernst Neger, «der singende Dachdeckermeister», war eine Art Superstar der Fastnachtsszene, nicht nur in Mainz. «Heile heile Gänsje» ist quasi Kulturgut, «Humba Täterä» wird zigfach in Fußballstadien gegrölt. Schunkelgott Ernst war es auch, der sich damals das Logo für die Firma ausdachte.

Wer sich zu Thomas Neger durchstellen lässt, hört ihn in der Warteschleife erst mal singen. Wie der Opa hat er sich in der Fastnacht einen Namen gemacht, «Im Schatten des Doms» heißt sein Hit. Thomas Neger sagt, die Diskussion habe das Maß verloren. Er spricht von Anfeindungen im Netz. In der Stadt haben Unbekannte auch schon Aufkleber verteilt, auf denen er und der Schriftzug «Rassismus ein Gesicht geben» zu sehen war.

«Ich wünsche mir, dass die Diskussion wieder in der Sachlichkeit geführt wird, die ihr gebührt», sagt Neger. Mehr mag er dazu auch gar nicht mehr sagen. Nur so viel: «Das Logo gibt es seit Jahrzehnten. Unserer Auffassung nach ist es nicht rassistisch!»

Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland entgegnet: «Er sagt, dass es nicht rassistisch sei. Es ist zweifelhaft, ob er das aus seiner Perspektive einschätzen kann. Als Mensch, der höchstwahrscheinlich nicht über Rassismuserfahrung verfügt, fehlt ihm hier schlichtweg die Kompetenz.»

So gärt der Streit weiter. Beide Seiten geben sich unversöhnlich. Und Ernst Neger scheint nicht recht zu haben, wenn er singt «Heile, heile Gänsje, ist bald wieder gut».

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Di, 2015-03-31 06:33
310633 Mrz 15)

Umfrage: Amerikaner befürworten Atomabkommen mit Iran

Washington (dpa) - Unmittelbar vor Ende der Atomgespräche mit dem Iran befürwortet eine Mehrheit der US-Bürger einer Umfrage zufolge ein Abkommen mit der Islamischen Republik. 59 Prozent der Befragten sprachen sich in einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten repräsentativen Erhebung der Zeitung «Washington Post» und des Senders ABC News für ein Einigung aus, bei der im Gegenzug für eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms die Sanktionen gegen das Land gelockert würden. 31 Prozent waren demnach dagegen.

Die Unterstützung für einen Deal werde von einer Mehrheit aller politischen Lager getragen, hieß es. 60 Prozent der keiner Partei zugehörigen Befragten und zwei Drittel der befragten Demokraten waren demnach dafür. Bei den befragten Republikanern unterstützten 47 Prozent eine Einigung, 43 Prozent waren dagegen.

Im schweizerischen Lausanne verhandelt der Iran mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland über eine Grundsatzeinigung in dem zwölf Jahre währenden Streit. Die selbst gesetzte Frist läuft am heutigen Dienstag um Mitternacht ab. Nach einer Grundsatzeinigung soll bis zum Sommer ein umfassendes Abkommen ausgearbeitet werden.

Di, 2015-03-31 06:32
Ottawa (dpa)

Kanadas Parlament beschließt Angriffe auf IS in Syrien

Ottawa (dpa) - Kanada beteiligt sich an den Luftangriffen auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Das Parlament in Ottawa beschloss am späten Montagabend (Ortszeit), den Einsatz des kanadischen Militärs im Irak auf das benachbarte Syrien auszuweiten. Verabschiedet wurde zudem die Verlängerung des Anti-IS-Einsatzes um ein Jahr. Die sechsmonatige Irak-Mission der kanadischen Streitkräfte wäre am 7. April ausgelaufen. Neben den USA fliegen in Syrien bislang auch mehrere arabische Länder Luftangriffe.

Di, 2015-03-31 05:30
Mainz (dpa)

Firmenchef Thomas Neger hält Logo nicht für rassistisch )

Mainz (dpa) - Der Enkel der Mainzer Fastnachtsikone Ernst Neger («Heile heile Gänsje»), Thomas Neger, ist mit seinem Firmenlogo Gegenstand einer Rassismus-Debatte geworden. Die Initiatoren der Aktion «Das Logo muss weg» fordern, es zu verändern und werben in den sozialen Netzwerken um Unterstützung. Am Dienstagabend wollen sie auf dem Mainzer Rathausplatz auftreten. Die «Thomas Neger Metallsystem und -bedachungen GmbH» hat als Erkennungsmerkmal ein gezeichnetes dunkles Männchen mit dicken Lippen und großen Ringen in den Ohren. «Das Logo gibt es seit Jahrzehnten. Unserer Auffassung nach ist es nicht rassistisch», sagte Neger, der auch selbst als Fastnachtssänger aktiv ist («Im Schatten des Doms»), der Deutschen Presse-Agentur. Er wünsche sich mehr Sachlichkeit in der Diskussion.

Di, 2015-03-31 04:50
Lausanne (dpa)

Zwölf Jahre Streit um das iranische Atomprogramm

Lausanne (dpa) - In dem Streit um Irans Atomprogramm verdächtigt der Westen Teheran, unter dem Deckmantel eines zivilen Programms Nuklearwaffen zu entwickeln. Der Iran weist das zurück. Einige Daten:

2003: Der Iran erklärt sich bereit, die Urananreicherung und die Wiederaufbereitung von Brennstäben auszusetzen. Teheran unterzeichnet das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag, das Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA uneingeschränkten Zugang zu allen Atomanlagen des Landes erlaubt.

2004: Teheran sagt zu, für die Dauer von Gesprächen mit der EU über ein politisches und wirtschaftliches Abkommen sein Programm zur Urananreicherung auszusetzen.

2006: Der Iran nimmt die Urananreicherung wieder auf und wendet das Zusatzprotokoll nicht mehr an. Der UN-Sicherheitsrat verhängt erste Sanktionen gegen Teheran. Später folgen weitere Strafmaßnahmen.

2008: EU-Chefdiplomat Javier Solana macht im Namen der Vetomächte im UN-Sicherheitsrat (USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, China) sowie Deutschlands (5+1) Teheran ein neues Angebot zur Kooperation. Der Iran lehnt einen Verzicht auf Urananreicherung aber weiterhin ab.

2009: Bei neuen 5+1-Gesprächen stimmt der Iran grundsätzlich der Möglichkeit zu, Uran im Ausland anzureichern. Teheran spielt jedoch auf Zeit und lässt auch eine Frist der IAEA dafür verstreichen.

2011/2012: In Istanbul wird eine weitere Runde der Gespräche des Irans mit der 5+1-Gruppe auf unbestimmte Zeit vertagt. Nach mehr als einem Jahr werden in Istanbul die Gespräche wieder aufgenommen. Weitere Treffen in Moskau und im kasachischen Almaty folgen.

2013: Neue Gespräche in Genf münden in eine Übergangslösung. Der Iran muss sein Atomprogramm zunächst für sechs Monate auf Eis legen; dafür sollen erste Sanktionen gelockert werden.

Januar/Februar 2014 - Teheran ergreift erstmals überprüfbare Maßnahmen, um sein Atomprogramm in wichtigen Teilen zurückzufahren. Im Gegenzug lockern die USA und die EU erste Sanktionen. In Wien treffen sich erneut die 5+1-Gruppe und der Iran.

September 2014: Am Rande der UN-Vollversammlung in New York, an der auch der iranische Präsident Hassan Ruhani teilnimmt, gibt es neue Verhandlungen des Irans mit der 5+1-Gruppe.

November 2014: Auch Treffen von USA, EU und Iran in Maskat (Oman) sowie Gespräche der 5+1-Außenminister mit ihrem Kollegen aus Teheran in Wien bleiben ergebnislos.

März 2015: Die IAEA und Teheran nehmen ihre Verhandlungen wieder auf. Die Atomwächter wollen überprüfen, ob Irans Atomprogramm eine militärische Ausrichtung hat. Neue 5+1-Gespräche mit dem Iran sowie Verhandlungen der Außenminister aus Washington und Teheran in Lausanne nehmen nach schleppendem Beginn Fahrt auf.

Di, 2015-03-31 04:50
Lausanne (dpa)

Strittige Fragen im Atomkonflikt mit Iran

Lausanne (dpa) - Die Gespräche über das iranische Atomprogramm sind wie ein Puzzle. Solange nicht alle Teile zusammengefügt sind, sei gar nichts entschieden, betonen alle Beteiligten immer wieder. Aus Verhandlungskreisen hieß es zuletzt, dass es in vielen technischen Fragen Annäherungen gebe, etwa bei der Zahl der iranischen Zentrifugen zur Urananreicherung.

Strittig sind vor allem politische Fragen wie das Tempo der Aufhebung der Sanktionen. Teheran möchte möglichst schnell möglichst umfangreiche Sanktionserleichterungen. Aus Sicht der Sechsergruppe sollen jedoch insbesondere die UN-Sanktionen, die den Transfer von Atomtechnologie In den Iran verbieten, möglichst lange aufrecht erhalten bleiben.

Von großer Bedeutung sind auch die Fragen, für wie lange der Iran sein Atomprogramm zurückfahren muss und ab wann das Land wieder das Recht erlangt, unbegrenzt Uran anzureichern. Der Westen will das iranische Atomprogramm für mindestens zehn Jahre reglementieren und streng überwachen.

Die Islamische Republik will, dass die Laufzeit der Einigung nicht länger als ein Jahrzehnt beträgt; der Westen fordert länger währende Restriktionen.

Di, 2015-03-31 04:44
Berlin (dpa)

Deutscher CO2-Ausstoß deutlich gesunken - Hauptgrund: Milder Winter Von Georg Ismar, dpa

Die Bundesregierung kann nur bedingt etwas dafür, kann sich nun aber auf die Schulter klopfen. Rechtzeitig zur eigenen G7-Präsidentschaft sind die CO2-Emissionen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Der selbsternannte Vorreiter hat ein großes Ziel: Einen Weltklimavertrag.

Berlin (dpa) - Dank eines milden Winters sind im vergangenen Jahr die deutschen Kohlendioxid-Emissionen erstmals seit drei Jahren wieder gesunken. Die klimaschädlichen Ausstöße sanken um rund 41 Millionen Tonnen, was einem Rückgang um 4,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013 entspricht. Das ergaben Auswertungen des Umweltbundesamtes, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Diese vorläufigen Daten wurden auch an die EU-Kommission übermittelt.

Insgesamt wurden in Haushalten, Gewerbe, Industrie, Verkehr, Land- und Energiewirtschaft vergangenes Jahr 912 Millionen Tonnen an Treibhausgasen in die Atmosphäre ausgestoßen. Das entspricht im Vergleich zu 1990 einem Rückgang von 27 Prozent in Deutschland. Damals wurden - auch wegen der hohen Emissionen in der DDR - noch rund 1250 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen.

Mit den neuen Werten rückt die Bundesregierung ihrem Ziel etwas näher, bis 2020 den CO2-Ausstoß um 40 Prozent zu reduzieren. Um das zu schaffen, wird derzeit auch über eine Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke diskutiert. Deutschland sieht sich als ein Vorreiter und fordert den Abschluss eines UN-Weltklimavertrages im Dezember in Paris.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sprach nach den Anstiegen der Vorjahre, die auch durch den hohen Kohlestromanteil verursacht worden waren, von einer Trendumkehr. «Ein Großteil der Minderung war 2014 auf den milden Winter zurückzuführen.» Aber ein Teil sei auch echten Fortschritten beim Klimaschutz zu verdanken. Allerdings kritisieren Umweltschützer mangelnde Fortschritte bei der Wärmedämmung von Gebäuden. So legte die große Koalition jüngst einen Steuerbonus für energetische Sanierungen wegen Streits um die Finanzierung auf Eis.

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger betonte, die immer noch steigenden Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft und vor allem im Verkehr unterstrichen weiteren Handlungsbedarf. Ebenso die weiter hohen CO2-Ausstöße durch die Braunkohleverstromung - allein hier fielen 175 Millionen Tonnen Kohlendioxid an. Durch den schrittweisen Atomausstieg bis 2022 müssen verstärkt fossile Kraftwerke die wetterabhängige Ökostromerzeugung ausgleichen.

So war es in Vorjahren trotz der milliardenschweren Förderung von Solar-, Biomasse- und Windenergie und eines stetig steigenden  Ökostromanteils zum Paradoxon der Energiewende gekommen: Trotz mehr Grünstrom stiegen die klimaschädlichen Emissionen. Insgesamt hängt der Rückgang 2014 vor allem mit einem geringeren Heizbedarf zusammen. Erdgas verursachte 12,9 Prozent, Steinkohle 8,2 Prozent und Braunkohle 2,2 Prozent weniger Emissionen als noch 2013.

Da Deutschland trotz aller Bemühungen sein 40-Prozent-Ziel bis 2020 zu verfehlen droht, hatte Hendricks einen Aktionsplan vorgelegt. Ein Kernstück ist die Drosselung der Emissionen in Kraftwerken. Der dafür zuständige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) stößt mit seinen Plänen für eine Strafabgabe bei Überschreiten einer bestimmten Ausstoßgrenze aber auf Widerstand. Um die Emissionen der rund 500 fossilen Kraftwerke bis 2020 um zusätzliche 22 Millionen Tonnen CO2 zurückzufahren, sollen Betreiber von Kraftwerken, die älter als 20 Jahre sind, eine Abgabe zahlen.

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

IrRWEege befahren

RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

www.rwe-autostrom.de
keine Anzeige von RWE Autostrom

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In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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