Di, 2015-03-03 18:58
Bremen (dpa)

Islamisches Kulturzentrum legt Beschwerde gegen Razzia ein

Bremen (dpa) - Das Islamische Kulturzentrum Bremen (IKZ) hat gegen eine Razzia in seiner Moschee Beschwerde beim Amtsgericht eingereicht. Die Moschee war am Samstag im Zuge einer allgemeinen Terrorwarnung von einem Sondereinsatzkommando der Polizei auf Waffen durchsucht worden. Der Durchsuchungsbeschluss sei «vollkommen unverhältnismäßig» und verletze die Glaubens- und Religionsfreiheit, heißt es in dem Schreiben, das der Anwalt des IKZ, Hans-Eberhard Schultz, am Dienstag dem Gericht zukommen ließ.

Der IKZ-Vorsitzende Mohammad Omar Habibzada sagte: «Obwohl wir nicht Beschuldigte sind, wurden wir öffentlich an den Pranger gestellt.» Bei der Durchsuchung hätten Gläubige, darunter auch Jugendliche, stundenlang gefesselt auf dem Boden liegen müssen. Der Verein werde seit 14 Jahren ununterbrochen vom Verfassungsschutz beobachtet, ohne dass es je zu einer Anklage gekommen sei. Der Verein sei dadurch stigmatisiert worden.

Durch die Beschwerde wurden erstmals genauere Hintergründe zu der Razzia bekannt. In dem vom IKZ verbreiteten Beschluss des Amtsgerichts Bremen heißt es, der 39-jährige Libanese, der zusammen mit seinem Bruder vorübergehend festgenommen worden war, habe sich im Oktober 2014 Maschinen- und Automatikpistolen beschafft und diese an dem IKZ nahestehende Personen verteilt. Zudem halte er Kontakt zu weiteren Männern, die über mehrere Waffen verfügten. Bei der Razzia waren keine Waffen gefunden worden.

Di, 2015-03-03 18:56
Washington (dpa)

US-Regierung: Netanjahus Nein zu iranischem Atom-Deal greift zu kurz )

Washington (dpa) - Das strikte israelische Nein zum möglichen Deal um das iranische Atomprogramm greift nach Einschätzung der US-Regierung zu kurz. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe bei seiner umstrittenen Rede im US-Kongress keine Alternative vorgeschlagen, wie man Teheran anders als mit dem geplanten internationalen Abkommen vom Bau nuklearer Waffen abhalten könne. «Der Ministerpräsident hat keinen konkreten Handlungsplan angeboten», sagte ein ranghoher US-Regierungsvertreter der Deutschen Presse-Agentur nach der Rede. Den Iran einfach zur Kapitulation aufzufordern, sei kein Plan.

«Diese Regierung «vertraut» dem iranischen Regime nicht», stellte der Regierungsangehörige zugleich klar. Die USA hätten bereits Sanktionen eingesetzt und täten das auch weiterhin, um einen guten Deal mit Teheran zu erwirken. Ziel der laufenden Verhandlungen sei, den Iran vom Bau nuklearer Waffen abzuhalten. «Diese Verhandlungen sind keine Öffnung zu einer Annäherung an den Iran», sagte der Regierungsvertreter.

In seiner Rede im Kongress hatte Netanjahu eindringlich vor einer geplanten Einigung des Westens im Atomstreit mit dem Iran gewarnt und ein solches Abkommen als «sehr schlecht» bezeichnet.

Di, 2015-03-03 18:52
Abuja (dpa)

Boko Haram veröffentlicht Video mit enthaupteten Leichen

Abuja (dpa) - Die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram hat ein Video mit den enthaupteten Leichen zweier Männer veröffentlicht. Bei den Ermordeten soll es sich angeblich um zwei nigerianische Spione handeln. Der Film war am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet worden und wurde am Dienstag auch auf YouTube gezeigt. Das professionell gemachte Video erinnert an die jüngsten Aufnahmen ähnlicher Tötungen durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), der sich die Boko Haram offenbar immer mehr annähern will.

Bereits im August hatten die Extremisten in den von ihnen kontrollierten Gebiete im Norden Nigerias ein Kalifat ausgerufen, so wie der IS es in Syrien und im Irak getan hatte. Im vergangenen Oktober hatten sie ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung eines Kampfflugzeug-Piloten zeigt.

Die Armee des westafrikanischen Landes hatte zuletzt zusammen mit einer multinationalen Truppe größere Erfolge gegen die Boko Haram erzielt und sie teilweise aus zuvor von ihnen eingenommenen Regionen zurückgedrängt. «Sie sind verzweifelt, und um den Erfolgen der Truppen etwas entgegenzusetzen wollen, sie nun unter den Menschen neue Angst verbreiten», sagte der Sicherheitsexperte John Adache der Deutschen Presse-Agentur. Die Boko Haram hat seit 2009 mindestens 13 000 Menschen bei Anschlägen und Angriffen getötet.

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Di, 2015-03-03 18:42
Havanna (dpa)

Kolumbianische Farc-Guerilla fordert Amnestie

Havanna (dpa) - Die linksgerichtete kolumbianische Guerillaorganisation Farc hat bei den Friedensverhandlungen in Kuba eine Amnestie für ihre Kämpfer gefordert. «Ein Abkommen ist unmöglich, wenn ein Guerillero auch nur einen Tag ins Gefängnis muss, weil er sein Recht auf Widerstand wahrgenommen hat», sagte am Dienstag Farc-Sprecher Rodrigo Granda am Rande der Gespräche in Havanna. «Nicht die Mitglieder der Farc genießen seit Beginn des Konflikts Straflosigkeit, sondern die Oligarchie, die herrschende Klasse und die Streitkräfte.»

Es müsse eine politische und juristische Lösung gesucht werden, sagte Granda. Er regte an, in anderen Ländern nach Modellen für einen Vertrag über Amnestie und Straferlass zu suchen. Die Rebellen verhandeln seit über zwei Jahren mit der kolumbianischen Regierung über eine Beilegung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts.

Di, 2015-03-03 18:27
Den Haag (dpa)

Niederlande: Angehörige sehen Wrack von Flug MH17 )

Den Haag (dpa) - Angehörige der Opfer der Katastrophe von Flug MH17 haben zum ersten Mal die Reste der Maschine gesehen. Sie wurden am Dienstag durch die Hallen des niederländischen Militärflughafen in Gilze-Rijen geführt, wo die Trümmer untersucht werden. Insgesamt 500 Angehörige wollten in dieser Woche die Reste besichtigen, teilte der niederländische Sicherheitsrat in Den Haag mit. Anschließend sollen die Experten den vorderen Teil des Flugzeugs rekonstruieren.

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über der Ostukraine vermutlich abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet. Die meisten von ihnen waren Niederländer. Die für die Ermittlungen entscheidenden Teile der Maschine sind allerdings nicht zugänglich. Dabei geht es um das Cockpit, die Business Class den linken Motor und linken Seitenflügel, teilte der Sicherheitsrat mit, der die Untersuchung nach der Ursache der Katastrophe leitet.

Wegen andauernder Kämpfe an der Absturzstelle waren die Trümmer Ende 2014 in die Niederlande ausgeflogen worden. Die Untersuchung nach der Ursache des Absturzes soll im Sommer abgeschlossen sein.

Di, 2015-03-03 18:21
Lüneburg (dpa)

Gericht: Fischer dürfen trotz Ottern weiter Reusen einsetzen

Fischer und Otter - beide haben es auf den Fisch im Steinhuder Meer in Niedersachsen abgesehen. Damit die Otter nicht in den Reusen enden, mussten Richter entscheiden.

Lüneburg (dpa) - Fischotter sind bedroht - und dennoch dürfen Fischer am Steinhuder Meer in Niedersachsen weiter Reusen einsetzen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg am Dienstag und wies damit eine Klage von Naturschützern ab. Das Ergebnis einer entsprechenden Umweltverträglichkeitsprüfung müsse nicht abgewartet werden, entschied der 4. Senat. (Az.: 4 LC 39/13)

Die «Aktion Fischotterschutz» hatten von der Region Hannover gefordert, die traditionelle Reusenfischerei an Niedersachsens größtem Binnensee vorerst zu verbieten. Sie sieht die kleine Population von bis zu fünf Ottern in dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet bedroht. Die Wassermarder könnten den Fischen in die Reusen folgen, dann aber nicht mehr herauskommen und ertrinken, befürchten sie.

Auch die Richter in Lüneburg sahen eine Gefahr für die Otter und die Notwendigkeit einer Verträglichkeitsprüfung. «Die Naturschutzvereinigung hat jedoch keinen Anspruch darauf, dass die Reusenfischerei bis zum Abschluss dieser Verträglichkeitsprüfung untersagt wird», entschied das Gericht. Die Region Hannover müsse nicht im Sinne der Naturschützer handeln.

Das Verwaltungsgericht Hannover hatte im Januar 2013 dagegen entschieden, dass die Reusen technisch verändert werden müssten, um nicht zur Todesfalle für die Otter zu werden. Sonst müsse die Region Hannover die Reusenfischerei untersagen.

Die angestrebten Reglementierungen und Verbote würden in die Berufsausübung der Fischer eingreifen und seien mit wirtschaftlichen Belastungen verbunden, bestätigte der 4. Senat. Die Fischer dürften die Reusenfischerei aber ohne den Einsatz von Schutzvorrichtungen erst wieder aufnehmen, wenn das Urteil rechtskräftig werde. Eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht ließen die Richter nicht zu.

Nach Angaben der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer leben dort seit ein paar Jahren wieder bis zu fünf Fischotter. Das rund 30 Quadratkilometer große Gewässer gehört dem Land Niedersachsen, das Pachtverträge mit den Fischern abschließt. Erst im Mai 2010 wurden dort wieder einzelne Fischotter nachgewiesen. In den 60er Jahren waren die Tiere am Steinhuder Meer verschwunden.

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.

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Grenoble Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: So Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

Geht doch!

Mehr Vogelschutz

80 Millionen Vögel kommen in Europa jedes Jahr um, weil sie mit Fensterscheiben kollidieren. Die Stadt Bonn will diese Gefahr nun bekämpfen

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Bonn: Stadt will gläserne Vogelfallen vermeiden 

Hunderttausende Vögel kommen jedes Jahr allein in Deutschland um, weil sie mit Fensterscheiben oder Glasfassaden kollidieren. In Europa sterben daran jährlich schätzungsweise 80 Millionen Tiere. Die Stadt Bonn will diese Unfallgefahr nun bekämpfen. Nabu und BUND hatten Unterschriften gesammelt, einen Bürgerantrag gestellt und den Rat der Stadt gedrängt, bei Neubauten Vogelschutzmaßnahmen vorzuschreiben. Außerdem regt das Gremium eine NRW-weit einheitliche Präventionsregelung an. Die Zahl der toten Vögel ließe sich mit einfachen Mitteln senken: Jalousien, Vorhänge, Muster- oder Streifenfolien, die im Abstand von wenigen Zentimetern aufgeklebt werden, nehmen die Tiere wahr und umfliegen das Hindernis. Ebenso reduzieren der Verzicht auf gläserne Eckkonstruktionen, Fassadenbepflanzung, Holzverkleidungen oder UV-Spezialgläser die Crash-Gefahr. Die oft auf Fenstern zu sehenden einzelnen Greifvögel-Silhouetten sind wirkungslos. Naturschutzverbände beobachten, dass das Bewusstsein für die Gefahr langsam wächst – aber gleichzeitig wächst eben auch die Glasfläche. Vorsorgemöglichkeiten gibt es reichlich, doch bisher werden nur wenige Pionierprojekte in die Praxis umgesetzt: Im Münchner Zoo Hellabrunn wurde UV-Spezialglas eingesetzt und in Köln eine 20 Meter hohe Lärmschutzwand mit Streifenfolie versehen.
vogelglas.info

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Brasilien: Digitaler Vorreiter
Das südamerikanische Land garantiert sowohl die Netzneutralität als auch den Schutz der Privatsphäre im Netz. Unternehmer und Internetanbieter dürfen persönliche Daten der Nutzer nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und müssen diese über Nutzung und Speicherung ihrer Daten informieren. Darüber hinaus wollte Brasilien Internetkonzerne verpflichten, die Daten brasilianischer Internetnutzer auf Servern in Brasilien zu speichern, Microsoft, Google und Facebook lehnten das aber ab.

Wien: Begrünte Parkplätze
Wo eben noch Autos parkten, wachsen jetzt Radieschen, Minze und Wiesenblumen. Von Mai bis September nehmen zahlreiche Wiener mit Genehmigung des Magistrats öffentliche Parkplätze in Beschlag und wandeln sie in Grünflächen um. Die Idee des Kunstvereins Hinterland macht inzwischen Schule: In der österreichischen Hauptstadt wurden in diesem Jahr schon eine Handvoll Oasen gesichtet, sogar in der Schweiz und im Ruhrgebiet entstehen Ableger.
krongarten.at

Holland: Mehr Raum für Flüsse
Die Niederländer setzen nicht nur auf Deicherhöhungen, um sich vor Fluten zu schützen. Sie renaturieren Flüsse und geben ihnen vor allem mehr Raum – auch wenn dafür manchmal Menschen wegziehen müssen. In Deutschland kritisiert der BUND in einer Bilanz ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Elbe zu geringen und falschen Hochwasserschutz. Die Naturschützer fordern auch hierzulande Deichrückverlegungen sowie mehr Rückhalteräume und Überschwemmungsflächen.

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Di, 2015-03-03 17:48
Kiew (dpa)

Mindestens drei Tote bei brüchiger Waffenruhe in der Ostukraine

Kiew (dpa) - Nach dem Tod von mindestens drei Soldaten im Konfliktgebiet Ostukraine hat das Militär erneut den prorussischen Separatisten einen ernsten Verstoß gegen die Waffenruhe vorgeworfen. Innerhalb von 24 Stunden seien auch neun Armeeangehörige verletzt worden, sagte Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat am Dienstag in Kiew. Die Aufständischen wiesen die Anschuldigungen zurück. Die «Volkswehr» reagiere nur auf «Provokationen» der Armee, sagte ein Sprecher.

Als Teil des Minsker Friedensabkommens der Konfliktparteien zogen Regierungseinheiten in der Unruheregion nach eigenen Angaben alle großkalibrigen Artilleriewaffen ab. Verteidigungsminister Stepan Poltorak drohte allerdings damit, das Kriegsgerät wieder in Stellung zu bringen, falls sich die Lage nicht völlig beruhige.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko berief eine Kommission zur Änderung der Verfassung ein. So könnten die Regionen künftig mehr eigene Rechte erhalten. Die Reform ist auch Teil der Vereinbarungen, die am 12. Februar bei Verhandlungen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk getroffen worden waren. Damit will die prowestliche Regierung in Kiew die Kontrolle über die Grenzabschnitte zu Russland in den Separatistengebieten zurückerlangen.

Di, 2015-03-03 17:43
London (dpa)

Fünf Meter langer Python in englischem Kanal gefunden

London (dpa) - Einen fast fünf Meter langen toten Python haben Spaziergänger in einem Kanal in Nordengland entdeckt. Experten zufolge sei eine Schlange dieser Größe in der Lage, einen Menschen anzugreifen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Netzpython sei vermutlich zwischen 12 und 15 Jahren alt gewesen und an Atemwegserkrankungen gestorben. Passanten fanden das Tier am Sonntag in der Stadt Rishton in der Grafschaft Lancashire.

Die Polizei ermittelt nun, wie der Python in den Kanal gelangte. Der Netzpython ist eine der größten Schlangen der Welt und in Südostasien beheimatet. Er ist ungiftig, tötet seine Beute durch Würgen und gilt als normalerweise ungefährlich für Menschen.

Di, 2015-03-03 17:43
Washington (dpa)

Netanjahu warnt im US-Kongress vor Atomeinigung mit Iran )

Washington (dpa) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei einer umstrittenen Rede im US-Kongress eindringlich vor einem Nuklearabkommen des Westens mit dem Iran gewarnt. Eine Einigung werde Teheran nicht daran hindern, Atombomben zu bauen, sagte der Regierungschef am Dienstag in Washington. Sie werde stattdessen garantieren, dass die Iraner sie tatsächlich herstellen könnten. Netanjahu beschrieb es als einen Fehler, dem Land zu vertrauen. «Das iranische Regime ist so radikal wie eh und je», sagte er. «Die größte Bedrohung für unsere Welt ist der Bund des Islam mit Atomwaffen.»

Nach dem bisherigen Zeitplan wollen der Iran und die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland noch in diesem Monat einen Rahmenvertrag mit dem Iran erreichen. Bis Juli soll dann eine umfassende Einigung erzielt sein.

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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„WIR DACHTEN, STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE!“

Doch mit dreckigem RWE-Strom fahren Autos noch klimaschädlicher als mit Benzin. Da helfen auch ein paar Windräder nichts.

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RWE Dreck-Strom – Volltanken für Vollidioten

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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In 16 Stunden um die Welt.
Das schaffen nur die Skrupellosesten.


METRO Group - The Spirit of Commerce

Wir haben nicht nur die letzten Fische aus der geplünderten Nordsee im Angebot, sondern auch kostbare Exoten - und sind auch noch stolz darauf! "Erdbeerfische" aus dem Korallenmeer im Pazifik befördern wir im Nu in unsere Servicetheken. So ermöglichen wir unseren Kunden, beim Fischkauf zugleich an der Ausbeutung tropischer Meere und am Klimachaos mitzuwirken. Schließlich werden beim Flug um die halbe Welt pro Fisch drei Liter Kerosin verheizt. Entdecken Sie den "Spirit of Commerce" - den Geist der skrupellosen Geschäftemacherei!

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Ihr seltsames Verhältnis zu BILD,
Gregor Gysi, Philipp Lahm, Udo Lindenberg, Katharina Saalfrank, 
Barbara Schöneberger und Richard von Weizsäcker? 

„Wir werben ohne Skrupel für Volksverdummung“

Meine schlechte BILDung!

Mehr zum Thema:

www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html www.bildblog.de www.greenpeace-magazin.de/luegendetektor
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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Grünfärber – Der Käse mit der grünen Hülle

Unseren Grünländer nennen wir „den Käse mit der grünen Seele“ und
„einen natürlichen Genuss, der natürlich schmeckt“. Dabei sind das
natürlichste am Grünländer die „natürlich gereiften Löcher“ – das Drumherum wird aus Milch von Kühen hergestellt, die Gen-Soja aus Amerika im Trog haben. Für die Zukunft geloben wir Besserung. Aber unserer Konkurrenz werben wir jetzt schon mal umweltbewusste Kunden ab.

Echten Biokäse gibt's im Bioladen und im SB-Regal.

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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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2500 Kilometer lang und weithin zubetoniert

An der [einst] traumhaften Mittelmeerküste der Türkei warten eindrucksvolle Entdeckungen auf Sie. Erleben Sie ein [noch vor wenigen Jahren] unvergleichliches Paradies mit [ehemals] bezaubernden Stränden, einer [zuvor] türkisblauen See und [früher mal] verwunschenen Stränden [wo nun Touristen Partys feiern]. Suchen Sie mit der Lupe nach Plätzen wie diesem für eine Reise in die Vergangenheit - vor dem Massentourismus.

Mittelmeer hat's schwer

keine Anzeige des türkischen Tourismus-Ministers

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