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Endlich Beteiligung? Wie die Jugend in Madrid mitverhandelt

Endlich Beteiligung? Wie die Jugend in Madrid mitverhandelt

Am Montag begann die 25. UN-Weltklimakonferenz („COP25“) in Madrid, heute diskutieren Jung und Alt auf dem „Young and Future Generations Day“ miteinander. Aber bedeutet das auch echte Beteiligung? Der 28-jährige Klimaaktivist Paul Mutuku aus Kenia erzählt im Interview, wie sich die Jugend auf der Konferenz Gehör verschafft

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Freitag, 6. Dezember 2019

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Sprit müsste für Klimaziele deutlich teurer werden, Monsanto fi­nan­zier­te Glyphosat-Studien in Deutsch­land und ein blaues Wunder

Liebe Leserinnen und Leser,

Winterzeit ist Kohlzeit – längst nicht mehr nur im Norden Deutschlands. Grünkohl, neudeutsch „Kale“, findet sich mittler­weile weltweit in Salaten und Smoothies. Ihm wird nachgesagt, krebshemmend zu wirken und sowohl das kardiovaskuläre System als auch den Verdauungstrakt zu schützen. Außerdem trägt er maßgeblich zur empfohlenen Aufnahme von Vitamin A und C und Calcium bei und wirkt antioxidativ. Seine Nährwerte hängen allerdings ganz entscheidend von den Anbaubedingungen und dem Zeitpunkt der Ernte ab. Wie genau, haben Bremer und Oldenburger Wissenschaftler untersucht, wie die FAZ berichtet. Ergebnis: Im Laufe des Wachstums nimmt der Anteil an Zuckermolekülen bei allen Kohlarten ab – mit einer Ausnahme. Ist der Kohl Kälte ausgesetzt, steigt die Konzentration von Fruktose, Melibiose, Maltose und Raffinose. Der Zucker bewahrt die Blätter der Pflanzen vor Erfrierungen. Eine Information, die sich beim nächsten Kohlkauf verwenden lässt – oder in Gegenwart von Superfood-Predigern.

Bevor wir Sie auf den Wochenmarkt und ins Wochenende verabschieden, hier noch ein letzter Lesetipp. Auf unserer eigenen Seite blicken wir Richtung Madrid, zum Klimagipfel: Dort sind auch junge Aktivisten eingeladen – aber hören die Alten ihnen auch wirklich zu? Wir haben den Kenianer Paul Mutuku gefragt.

Bis Montag!

Das Team vom Navigator

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Umweltbundesamt: Sprit muss bis zu 70 Cent teurer werden

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Um die deutschen Klimaziele im Verkehr zu erreichen, sind nach Einschätzung des Umweltbundes­am­­tes drastische Einschnitte nötig. Alle Privilegien etwa für Dienstwagen und Dieselkraftstoffe müss­ten wegfallen, auch die Pendlerpauschale müsse abgeschafft werden, heißt es in einem internen Pa­pier der Behörde. So würde die Steuer auf Diesel – der bislang steuerlich begünstigt wird – bis 2030 um gut 70 Cent auf 1,19 Euro je Liter steigen, Benzin würde um 47 Cent teurer. Die Maut für LKW müsste stark steigen, und auf Autobahnen müsste rasch ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern gelten. Das Papier war bereits im Juni erstellt worden, als die Bundesregierung ihr Klimapaket vorbereitete – öffent­lich wurde es aber nie. Hintergründe bei der SZ. Auch interessant: Schwedische Forscher haben ihre eigene Studie zur Nachhaltigkeit von Batterien für Elektroautos korrigiert – E-Autos sind dem­nach viel umweltfreundlicher als angenommen. Der Tagesspiegel berichtet.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Monsanto finanzierte verdeckt Glyphosat-Studien in Deutschland

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Doku­mente zeigen erstmals, dass Monsanto auch in Deutschland verdeckt Glyphosat-Studien finan­ziert hat. Einem Tagesschau-Bericht zufolge geht es um mindestens zwei Studien des renommierten Agraröko­no­men Michael Schmitz. Der Wissenschaftler war 20 Jahre lang Sachverständiger für das Bundesland­wirt­schaftsmi­nis­te­rium und arbeitete als Gutachter für die Deutsche Forschungsgemein­schaft. In einer Studie von 2011 befand Schmitz gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern, dass ein Glyphosat-Verzicht Deutschland und die EU teuer zu stehen käme. Pro Jahr ist von bis zu 1,4 Milliar­den US-Dollar „Wohlstandsverlust“ die Rede. 2015 kam er in einer anderen Studie mit Kollegen zum Schluss, dass der Glyphosat-Einsatz ökologisch von Vorteil sei. Er schone den Ackerboden und senke den CO2-Ausstoß. Beide Studien wurden von Monsanto mitfinanziert – Schmitz gab das jedoch nicht an.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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EU-Kommission plant Hilfen für klimafreundliches Heizen

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Die neue Europäische Kommission unter Ursula von der Leyen hat erste konkrete Maßnah­men vorge­stellt, um ihrem selbst gesteckten Ziel eines klimaneutralen Europas näher zu kommen. Da­zu gehören unter anderem Hilfen bei der Modernisierung von Häusern und Heizungen, Müllver­mei­dung und der Umbau des Nahverkehrs. Viele Menschen könnten sich 15.000 oder 20.000 Euro für ei­ne neue Hei­zung oder bessere Isolierung nicht leisten, sagte Vizepräsident und Klimakommissar Frans Timmer­mans. Für sie solle ein Vertragspartner den Umbau organisieren – Hausbesitzer könn­ten die Kosten dann über Jahre abbezahlen. Als weiteres Beispiel seines „Green Deal“ nannte er ein „massives Pro­gramm zur Wiederaufforstung“. Dabei gehe es nicht nur um gesündere Wäl­der, sondern auch um Grünflächen in Städten für bessere Luft und Kühle im Sommer. Die Mel­dung hat Zeit Online.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Schulze will Brennelemente-Exporte verbieten

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Nach dem Willen von SPD-Umweltministerin Svenja Schulze soll es keine Genehmigungen mehr für Brennelemente-Exporte geben, wenn ein AKW weniger als 150 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt steht und vor 1989 in Betrieb gegangen ist. Das geht aus einem Arbeitsentwurf ihres Minis­te­ri­ums zur Änderung des Atomgesetzes hervor. Lieferungen an die umstrittenen AKW Tihange und Doel in Belgien sowie nach Cattenom in Frankreich wären damit nicht mehr er­laubt. Atom­kraft­kriti­ker und mehrere Bundesländer fordern seit Langem, solche Exporte an „Risikokern­kraft­werke“ in der deutschen Nachbarschaft zu verhindern. Deutschland hat zwar den Ausstieg aus der Atomkraft bis Ende 2022 beschlossen – das umfasst aber nicht die Urananreicherungsanlage Gronau im Münster­land und die Brennelementefabrik in Lingen im Emsland. Mehr bei ZDF-heute/dpa.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Neuseeland will Klimawandel bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigen

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Neuseeland wird derzeit von verheerenden Buschbränden und Überschwemmungen heimgesucht. Für die Regierung unter Premierministerin Jacinda Ardern spielt der Klimawandel dabei eine gewich­tige Rolle. Künftig sollen deshalb sämtliche politischen Entscheidungen die Erderwärmung mit be­rück­­sichtigen – James Shaw, zuständiger Minister für die Bewältigung der Klimakrise, sprach dem Guar­dian zufolge von einer Klimwandel-„Brille“. „Entscheidungen, die wir heute und in der Zukunft treffen, angefangen damit, wo wir wohnen und wie wir uns fortbewegen, über das Thema öffentliche Gesundheit bis hin zur Frage, wie wir miteinander leben, werden auf die eine oder andere Weise vom Klimawandel beeinflusst sein. Deshalb ist es unabdingbar, dass wir bei wichtigen Entschei­dun­gen den Klimawandel mitdenken“, sagte Shaw. Sein Ministerium hat dazu ein Modell entwickelt, das helfen soll, projektbezogen den Einfluss von Klimagas-Emissionen abzuschätzen.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Fotos am Freitag: Blaues Wunder

Die Torres del Paine sind das Sehnsuchtsziel von Kletterern und Wanderern – Tausende pilgern in den Nationalpark im Süden Chiles.

Doch es gibt auch noch Spots, an denen es so einsam wie früher ist. Spiegel Online nimmt Sie mit nach Patagonien, textlich und in Bildern.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 1.20 2030

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Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist der Plan für eine bessere Welt. Aber wie stehen die Chancen, dass wir ihn tatsächlich einhalten? Und was muss dafür dringend geschehen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Themen Natur und Umweltschutz gibt die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins

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Kon­dens­strei­fen der Di­gi­ta­li­sie­rung

Kondensstreifen der Digitalisierung

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal hat sie das neue Greenpeace Magazin durchgeblättert – die erste Ausgabe des kommenden Jahrzehnts.

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26.Nov 2019

McDonald’s will den „Plexit“ – aber der zieht und zieht und zieht sich

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