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Sa, 2016-10-01 09:49
Köln (dpa)

Bericht: Junger Syrer bezeichnet sich in Vernehmung als IS-Anhänger

Köln (dpa) - Ein in Köln festgenommener 16-jähriger Flüchtling, der einen Sprengstoffanschlag geplant haben soll, hat sich einem Zeitungsbericht zufolge als Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Bei seiner Vernehmung nach der Festnahme am 20. September habe er außerdem bestätigt, dass er eine Bombe habe bauen wollen, berichtet der «Kölner Stadt-Anzeiger» (Samstag) unter Berufung auf das NRW-Innenministerium. Ein Ministeriumssprecher sagte am Samstag, einen entsprechenden Bericht habe man dem Landtags-Innenausschuss vorgelegt.

Eine Spezialeinheit der Polizei hatte den Syrer unter Extremismusverdacht festgenommen. Kurz darauf war Haftbefehl wegen Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erlassen worden. Die Kölner Ermittler zeigten sich überzeugt, dass sich der 16-Jährige in kurzer Zeit radikalisiert hat und einen Sprengstoffanschlag geplant haben soll. In einem Internet-Chat habe er seine «unmissverständliche Bereitschaft» dazu geäußert und von seinem Gesprächspartner im Ausland konkrete Anweisungen zum Bau einer solchen Bombe erhalten.

Sa, 2016-10-01 09:31
Berlin (dpa)

Gabriel: Ende des Atomstreits bringt Iran neue Verantwortlichkeiten

Berlin (dpa) - Kurz vor seinem Iran-Besuch hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Islamische Republik aufgerufen, mit der Beilegung des Atomkonfliktes auch neue Verantwortung zu übernehmen. «Es ist wichtig, dass das Atom-Abkommen mit neuem Leben gefüllt und Iran wieder stärker in die Weltwirtschaft eingebunden wird», sagte der Vizekanzler am Samstag.

«Gleichzeitig kommen auf den Iran auch neue Verantwortlichkeiten zu. Dies gilt nach außen: Im Nahen und Mittleren Osten sollten alle Akteure darauf hinwirken, dass es zu einer Eindämmung der Gewalt kommt», sagte der Vizekanzler.

Dies gelte aber auch nach innen: «Staatliches Handeln muss immer im Rahmen des Rechts und der geschützten individuellen Rechte des Einzelnen stattfinden. Dieser Ansatz des doppelten Dialogs wird mich in meinen Gesprächen vor Ort leiten.»

Der SPD-Vorsitzende bricht am Sonntag mit einer großen Wirtschaftsdelegation zu einer Reise in den Iran auf. Seit dem Ende des Atomstreits im Sommer 2015 und der damit verbundenen Sanktionen ist es Unternehmen wieder möglich, in dem Land tätig zu werden.

Menschenrechtsorganisationen appellieren an Gabriel, sich auch für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen. Amnesty International verwies auf die hohe Anzahl Todesurteile in dem Land. Der Iran ist zugleich neben Russland die wichtigste Schutzmacht Syriens. Aleppo hatte zuletzt die heftigsten Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 erlebt.

Sa, 2016-10-01 08:15
Berlin (dpa)

Amnesty vor Gabriels Iran-Reise: Menschenrechtslage verschlechtert

Berlin (dpa) - Vor dem Besuch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel im Iran appelliert Amnesty International (AI) an den SPD-Politiker, sich für die Einhaltung der Menschenrechte in dem von islamischen Geistlichen beherrschten Land einzusetzen. Die Organisation beklagte «eine zunehmende Verschlechterung der Menschenrechtslage seit Inkrafttreten des Atom-Abkommens im Januar 2016». Der AI-Experte für den Nahen und Mittleren Osten, René Wildangel, nannte etwa die massenhafte Verhängung und Vollstreckung von Todesurteilen, auch gegen minderjährige Straftäter, Besorgnis erregend.

Er forderte, dass die Firmenvertreter, die Gabriel begleiten, an ihre Sorgfaltspflicht bei ausländischen Geschäftsabschlüssen erinnert werden. «Der Besuch bietet eine wichtige Gelegenheit, diese Themen deutlich anzusprechen und Verbesserungen anzumahnen. Minister Gabriel hat dies zugesagt.»

Der Vizekanzler und SPD-Chef bricht am Sonntag in den Iran auf. Er ist seit der Revolution von 1979 eine Islamische Republik, in der der schiitische Klerus in zentralen Fragen das letzte Wort hat. Der Iran hat die zweitstärkste Volkswirtschaft im Mittleren Osten - hinter Saudi-Arabien und die zweitgrößten Gasvorkommen weltweit.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bat Gabriel, er möge sich für die Freilassung politischer Gefangener einsetzen. Die Kampagne «Stop the Bomb» rief ihn auf, die Reise abzusagen. Grund sei die Beteiligung Irans an Angriffen auf die syrische Zivilbevölkerung.

Der Iran ist neben Russland die wichtigste Schutzmacht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die Großstadt Aleppo hatte zuletzt die heftigsten Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 erlebt.

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Sa, 2016-10-01 08:24
Berlin (dpa)

«Spiegel»: Letzte Chance für Leipziger CDU-Bundesabgeordnete Kudla

Berlin (dpa) - Die wegen eines Nazi-Propagandabegriffs in die Kritik geratene CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla soll nach Informationen des «Spiegels» bei der nächsten Verfehlung aus der Fraktion ausgeschlossen werden. Das sei in der Fraktionsführung vereinbart worden, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf einen «hochrangigen CDU-Politiker». Er wurde mit dem Satz zitiert: «Sie hat keinen Schuss mehr frei.»

Die Leipziger Abgeordnete Kudla hatte auf Twitter mit Blick auf den starken Flüchtlingszuzug geschrieben: «BK #Merkel streitet es ab, #Tauber träumt. Die #Umvolkung #Deutschlands hat längst begonnen. Handlungsbedarf besteht!» Nach massiver Kritik auch aus den eigenen Reihen hatte sie den Tweet gelöscht.

In der Unionsspitze hofft man laut «Spiegel», dass Kudla auf einem Wahlkongress am 22. Oktober nicht wieder als Leipziger CDU-Kandidatin für die Bundestagswahl nominiert wird. Man habe sie auch deshalb nicht aus der Fraktion ausgeschlossen, weil man fürchte, sie könne sich dann der AfD anschließen, sagt ein Führungsmitglied der Fraktion dem Magazin. «Eine AfD-Rednerin im Bundestag ist das Letzte, was wir jetzt brauchen.»

Sa, 2016-10-01 07:47
(dpa)

Hurrikan «Matthew» zieht in Richtung Karibik

Bogotá (dpa) - Hurrikan «Matthew», der derzeit vor der Karibikküste Kolumbiens Fahrt aufnimmt, dürfte noch am Samstag einen Schwenk nach Norden machen. Das Hurrikan-Zentrum in Florida hatte ihn zuletzt zum Wirbelsturm der Kategorie 5 hochgestuft. Experten rechnen damit, dass «Matthew» in den kommenden Tagen Jamaika überquert, um anschließend Kuba, Haiti und die Bahamas zu streifen. Der Wetterdienst auf Jamaika gab in der Nacht zum Samstag bereits entsprechende Vorwarnungen aus.

Obwohl «Matthew» etwa 125 Kilometer von der Küste Kolumbiens entfernt lag, löste er dort die höchste Alarmstufe aus. Ein 67-jähriger Mann starb, als er in den Fluten eines Flusses weggeschwemmt wurde, sagte der Gouverneur des Departements La Guajira, Jorge Vélez, am Freitag (Ortszeit) .

Im Inneren des Hurrikans wurden bereits Windgeschwindigkeiten bis zu 260 Stundenkilometern gemessen. Ob «Matthew» auch die US-Atlantikküste erreicht, konnte das Hurrikan-Zentrum vorerst nicht errechnen.

Sa, 2016-10-01 07:15
Magdeburg (dpa)

Magdeburger Linke-Politiker warnt vor verfrühter Kandidatendebatte

Magdeburg (dpa) - Der frühere Linksfraktionschef von Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert, hat seine Partei vor einer verfrühten Debatte über die Spitzenkandidaten im Bundestagswahlkampf gewarnt. «Die Wahlstrategie ist noch nicht beschlossen», sagte Gallert der Deutschen Presse-Agentur. «Solange wir die nicht haben, brauchen wir über das Personal nicht reden.»

Zuvor hatten sich die beiden Bundestagsfraktionschefs, Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht, zu einer gemeinsamen Spitzenkandidatur bereiterklärt, ein Spitzenquartett zusammen mit den Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger aber abgelehnt. Die Parteichefs der ostdeutschen Landesverbände sprachen sich gegen den Vorstoß aus.

Das Ziel der Linkspartei müsse eine starke Kraft sein, um eine mögliche Mehrheit von CDU und AfD zu verhindern, sagte Gallert. Eine Option wäre dann ein rot-rot-grünes Bündnis. «Das ist eine Option, über die man nachdenken muss», sagte Gallert. Solch ein Bündnis dürfe aber nicht das Wahlziel sein.

Gallert gilt als einer der Väter des in den 1990er Jahren geschaffenen «Magdeburger Modells», einer von der Linken tolerierten Minderheitsregierung von Rot-Grün beziehungsweise später der SPD alleine in Sachsen-Anhalt. Innerhalb der Linkspartei gibt es auch Kräfte, die ein rot-rot-grünes Bündnis ablehnen.

À la Saison

Verehrte Vogelbeere

(Sorbus aucuparia)

Kann denn wirklich giftig sein, was die Vögel so lieben? Na, also. Und ganz im Gegenteil! Unsere Vorfahren hatten gute Gründe, die knallroten Früchtchen zu besingen. Und doch haben sie neben der leuchtenden auch eine dunkle Vergangenheit.

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Verehrte Vogelbeere

Die Sachsen sind empört, wenn Restdeutschland über ihren Dialekt lacht. Zu Recht. Wozu gibt es denn das Vogtland? Politisch mag es zum Freistaat gehören, mundartlich ist es Autonomiegebiet. „Kann schinn’rn Baam gippt’s, wie dann Vuglbärbaam. As wärd a su lächt nett ann schinn’rn Baam gahm...“, trällert man dort etwa. Trotz Sprachbarriere war diese Ode an den Vogelbeerbaum, alias Eberesche, vor hundert Jahren überregional ein Gassenhauer. Vornehmer formulierten die Lyriker, meinten aber dasselbe: Ein Wäldchen zu besitzen, „von flammenden Bäumen, an denen die Koralle wächst“, wünschte sich Else Lasker-Schüler. Und Gottfried Benn sinnierte von „Ebereschen – noch nicht ganz rot, von jenem Farbton, wo sie sich entwickeln, zu Nachglut, Vogelbeere, Herbst und Tod“. Mehr als 150 Kosenamen hat die Vogelbeere – von Aberesche bis Zappiepenboom.

Aberesche klingt wohl nicht ganz zufällig nach Aberglaube. Bauern „quickten“ (peitschten) zur Walpurgisnacht ihre Kälber mit Ruten der Eberesche. Das sollte ungebetene Geister bannen. Vor Blitzeinschlag oder Drachenanflug schützten ihre Zweige das Haus. Und von Kinder segen über Freude bis Schönheit gab es im Volksglauben fast nichts Gutes, wofür die Vogelbeere nicht stand. Das Kernobstgewächs mit den winzigen, scharlachroten Apfelfrüchten ist ein mythologischer Tiefwurzler. Bereits in der Bronzezeit legte man Toten seine Äste ins Grab. Keltische Druiden schnitzten Zauberstäbe aus seinem Holz. Und die Nordgermanen weihten die Eberesche Thor. Sie soll dem Donnergott ihre Zweige gereicht haben, als ein Fluss ihn fortriss.

Aus der Luft gegriffen ist die heidnische Verehrung der Vogelbeere ganz und gar nicht. Rettete sie doch oft genug nicht nur Göttern, sondern auch Menschen das Leben. In Notzeiten dämpften ihre Früchte – in den Wäldern gepflückt – den Hunger der Elenden, weshalb Karl der Große und fast tausend Jahre später auch Maria Theresia ihre Anpflanzung per Dekret anwiesen. Auch für ihre Heilkraft war die Vogelbeere berühmt. Ihres Vitamin-C-Gehalts wegen war sie ein probates Mittel etwa gegen Skorbut und trug noch im Zweiten Weltkrieg den Beinamen Zitrone des Nordens.

Was ihrem Ruf seither widerfahren ist, lässt sich nur vermuten. Ist das Wirtschaftswunder mit seiner Füülle leibhaftiger Zitrusfrüchte in den Obstauslagen schuld? Die Angst um Kleinkinder auf kulinarischer Spielplatzsafari? Festgehalten sei, dass die Vogelbeere im Gegensatz zur Tollkirsche harmlos ist, sofern man sie nicht eimerweise roh verspeist. Und dies dürfte kaum gelingen, weil ihre leicht giftige Parasorbinsäure bitter schmeckt. Der erste Frost und die Hitze des Herds verwandeln sie in süßliche Sorbinsäure und geben ihr ein Aroma, das an Preiselbeeren erinnert. Herbstkonfitüren mit milden Früchten verleiht sie Charakter. Im Chutney mit Zwiebeln und Chili ergänzt sie reifen Weichkäse. Und als Digestif mundet ein sorgsam destillierter Vogelbeergeist mit dem beglückenden Aroma von Marzipan.

Zugegeben, die Eberesche hat eine tödliche Seite. Viele Vogelarten teilen die Leidenschaft der Schnapsbrenner für die leuchtende Frucht. Ihr lateinischer Namenszusatz aucuparia setzt sich aus Vogel (avis) und fangen (capere) zusammen – Souvenir einer Zeit, als Amsel und Drossel fliegende Delikatessen waren und die Vogelbeere als Köder fungierte. Heute schätzt man sie für andere Qualitäten: Im Erzgebirge, unweit des Vogtlands, trotzt sie dem Dreck der böhmischen Industrie wie kein zweiter Baum. Und sie versüßt die Völkerverständigung in Gestalt des Jarcebinka. Der tschechische Ebereschenlikör ölt die Stimmbänder: Singeklub statt Sing vogelragout. Prost und na zdraví auf den Vuglbärbaam!

À la Saison

Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

(Malus domestica)

Ohne ihn säßen wir noch im Paradies. Doch wir sollten Eva nicht gram sein. Den Apfel durften wir beim Auszug ja mitnehmen. Und der schmeckt einfach paradiesisch.

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Woher nimmt der Apfel seine Zauberkraft?

Beginnen wir ausnahmsweise bei Adam, Eva und dem Baum der Erkenntnis. Dass dieser ein Apfelbaum gewesen sein soll, steht in der Bibel nirgends. Doch die Selbstverständlichkeit, mit der aus dem Wort „Frucht“ im Lauf der Jahrtausende „Apfel“ wurde, zeigt, dass dieser die Frucht schlechthin ist. Es gibt kein wichtigeres Kulturobst. Vom goldenen Zankapfel in Homers Ilias bis zum Reichsapfel als Emblem kaiserlicher Macht, von Martin Luthers Versprechen, im Angesicht des Weltuntergangs ein Apfelbäumchen zu pflanzen bis zu Schneewittchens Biss in ein vergiftetes Exemplar, von Wilhelm Tells Armbrustakrobatik bis zu Isaac Newtons von Fallobst inspiriertem Schwerkraft-gesetz, von René Magrittes Granny Smiths bis zu den Apple Records der Beatles und schließlich zum globalen Siegeszug als Firmenlogo einer kalifornischen Computermarke – ist die abendländische Geschichte ein gewaltiger Apfelstrudel. Unmöglich, sie ganz zu erzählen.

Dabei ist die Paradiesfrucht noch weit älter als das Alte Testament. Lange ging man davon aus, dass die ersten Äpfel um 3000 vor Christus im Baltikum wuchsen. Mithilfe von DNA-Analysen fanden Oxford-Forscher vor zehn Jahren jedoch heraus, dass Malus domestica seinen Ursprung wohl in Zentralasien hat. Sie fanden seinen Vorfahren, den Asiatischen Wildapfel, an den Hängen des Tienschan im Norden Chinas. Vielleicht schmecken Äpfel aus kühlerem Klima deshalb so gut.

Schon die Germanen machten daraus Mus und Met. Wie die Frucht nach Europa gekommen war, ist unklar. Der Ruf eines wundervollen Heilmittels eilte ihr voraus. Das englische Sprichwort An apple a day keeps the doctor away ist so berühmt, dass es sogar jenseits der anglophonen Welt oft unübersetzt zur Anwendung kommt. In vielen Fällen notgedrungen – wie Max Goldt einst mit dem Versuch deutlich machte, die Sentenz ins Deutsche zu übertragen. Das Resultat „Ein Apfel am Tag und der Arzt fährt nach Prag“ entschuldigte er mit der Bemerkung, es sei erstaunlich, wie wenige Wörter sich auf Tag reimten. Immerhin erlaube das dem Mediziner eine sicher wohlverdiente Städtereise. Experten sagen übrigens, dass ein Apfel am Tag zwar keine Garantie ist, den Arzt dauerhaft an die Moldau zu verabschieden. Doch die Chancen stehen nicht schlecht –
so viel Gutes enthält die Frucht, vor allem Pektin, Vitamin C und Flavonoide.

Der wichtigste Grund für die Aura des Apfels, der schon Eva verfiel, ist natürlich sein Geschmack. Er hat eine aromatische Bandbreite von Zitronen- über Erdbeer- bis hin zu Walnussnoten. Abseits der fünf, sechs globalen Handelsmarken sorgen alte würzige Varietäten für Küchenglück. Interessanter als in Klassikern mit Kuchenteig, Zimt und Nelken verhält der Apfel sich zu den erdigen Komponenten von Wildbret, Blutwurst oder Roter Bete. Apfelsoße kontrastiert auf der Zunge perfekt zum Fett gegrillter Makrele. Und was wären Kohlsalat oder Rotkohl ohne die süße Säure? Zu Hartkäse mit roher Zwiebel passt das Kernobst ebenso wie zu Nüssen und dunklen Beeren. Unschlagbar ist es in Kombination mit Beifuß als Füllung der Weihnachtsgans.

Aber noch ist Sommer, die Ernte beginnt gerade erst. Bis der letzte Cox gepflückt ist, vergehen noch Monate. Die Frucht schlechtin ist – streng botanisch gesehen – übrigens eine Scheinfrucht! Niemand entlarvt das Blendwerk eleganter als die 2004 in Leipzig gegründete Satire-Organisation Front Deutscher Äpfel. Die FDÄ parodiert rechtsextreme Parteien und spielte mit der Wahl ihres Namens auf den damaligen NPD-Vorsitzenden Holger Apfel an. Die Künstler und Aktivisten agitieren gegen eine Überfremdung des deutschen Obstbestands und fordern: „Südfrüchte raus!“ Jemand sollte ihnen sagen, dass auch der Apfel ein Ausländer ist. 

Frisch vom Baum gibt's Äpfel ab Septemberl

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Himmlische Himbeere

Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Sa, 2016-10-01 07:57
Berlin (dpa)

Fahrpreise im Nahverkehr steigen stärker als im ICE

Nicht nur der Fernverkehr - auch das Ticket für Bus, Tram, U-Bahn und Regionalzug wird im Winter bundesweit wieder teurer. Warum das auch mit der Energiewende zu tun hat und was ein «Feinstaub-Ticket» ist.

Berlin (dpa) - Ob 10 Cent mehr für den Einzelfahrschein oder mehrere Euro für die Monatskarte: Bus- und Bahnfahren im Nahverkehr wird zum Jahreswechsel wieder spürbar teurer. Im Bundesdurchschnitt verlangen die Unternehmen zwischen 2 und 2,5 Prozent mehr von ihren Fahrgästen, wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die tägliche Fahrt zu Schule, Arbeit oder Einkauf verteuert sich damit abermals stärker als das Reisen im Fernverkehr. Hier verlangt die Deutsche Bahn im Dezember durchschnittlich 1,3 Prozent mehr, wie sie am Freitag angekündigt hatte.

Die kommunalen Verkehrsunternehmen begründeten ihre Preiserhöhungen vor allem mit Tarifsteigerungen für die Beschäftigten und den klammen Kassen der Gemeinden. Im Vergleich der großen Verkehrsverbünde müssen dieses Mal besonders die Fahrgäste in und um München tiefer in die Tasche greifen: Mit 2,9 Prozent fällt der alljährliche Aufschlag zum Fahrplanwechsel im Dezember noch etwas höher aus als im Vorjahr. Ein Einzelfahrschein in der bayerischen Landeshauptstadt kostet dann 2,80 Euro, 10 Cent mehr als jetzt.

In Düsseldorf und dem Ruhrgebiet steigen die Preise am Neujahrstag um 2,3 Prozent, in den Großräumen Stuttgart und Frankfurt um 1,9 Prozent, in und um Hamburg und Köln um 1,4 Prozent. Am günstigsten kommen Fahrgäste in Berlin und Brandenburg weg: Mit durchschnittlich gut einem halben Prozent verteuern sich die Fahrscheine nur wenig. «Niemand wird übermäßig zur Kasse gebeten», betonte Susanne Henckel, die Chefin des gemeinsamen Verkehrsverbunds beider Länder.

Aber auch die Verkehrsverbünde, die stärker zulangen, sprechen häufig von nur «moderaten» Erhöhungen. Hintergrund sind laut Branchenverband VDV Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst von 2,4 Prozent in diesem und 2,35 Prozent im nächsten Jahr. Die Kassen der Gemeinden sind zudem stärker unter Druck geraten, weil die kommunalen Energieanbieter mit ihren konventionellen Kraftwerken nicht mehr so viel Geld einnehmen. Die Stadtwerke betreiben vielerorts auch Busse und Bahnen. So steigt der Druck auf die Ticketpreise.

«Für uns gilt weiterhin der politische Auftrag der Kreise und Städte, die Nutzerfinanzierung des öffentlichen Verkehrs zu stärken und so die öffentlichen Haushalte zu entlasten», hieß es beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Dennoch ist die Erhöhung von 2,3 Prozent die geringste in zehn Jahren. Stuttgart und Bremen sprechen von der schwächsten Preisrunde in 15 Jahren, Köln gar von einer «historisch niedrigen Tarifanpassung».

Dass der Aufschlag meist schwächer ausfällt als in den Vorjahren, liegt daran, dass er oft auf Indizes beruht, die die Preise für Strom und Diesel berücksichtigen. Je nach Index wirkt sich das zeitversetzt aus. Doch nahezu alle Verbünde liegen deutlich über dem Anstieg der Verbraucherpreise, der zuletzt bei 0,7 Prozent lag.

Trotz steigender Ticketpreise wächst seit Jahren auch die Fahrgastzahl: Im vergangenen Jahr zählte der VDV im kommunalen Nahverkehr 9,95 Milliarden Fahrten, ein Plus von 0,6 Prozent. Das hängt auch mit dem Zuzug in die Städte zusammen.

Eine Neuheit gibt es in Stuttgart und Umgebung. Dort gilt von Januar an der «Feinstaub-Tarif». An Tagen mit Feinstaub-Alarm kostet im Winterhalbjahr der Einzelfahrschein nur noch die Hälfte - ein Angebot an die Autofahrer aus der ganzen Region, wie Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) erklärte.

Wer über die Grenzen von Verkehrsverbünden hinaus in Regio-Zügen unterwegs ist, zahlt von Mitte Dezember an durchschnittlich 1,9 Prozent mehr. Das trifft etwa jeden fünften Kunden. Die Preise für diese Fahrten machen die Deutsche Bahn und ihre Konkurrenten. Sie haben in den letzten vier Jahren neue Züge für mehr als vier Milliarden Euro gekauft und müssen das Geld nun wieder reinholen. Während die Kunden für einige Länder-Tickets nun tiefer in die Tasche greifen müssen, werden das Schöne-Wochenende-Ticket und das Quer-durchs-Land-Ticket nicht teurer.

Sa, 2016-10-01 06:15
Mexiko-Stadt (dpa)

Mexikos Peso als Indikator für Trumps Wahlchancen

Mexiko-Stadt (dpa) - Der Wert des mexikanischen Peso spiegelt die Siegchancen von Donald Trump im US-Wahlkampf. Steigen die Umfragewerte des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers, gerät die Währung unter Druck. Macht seine Konkurrentin Hillary Clinton Boden gut, erholt sich der Peso.

Zuletzt kostete der US-Dollar 19,39 Peso. Experten erklärten nach der ersten TV-Debatte der Kandidaten die Demokratin zur Siegerin, prompt stieg die Peso-Notierung. In der vergangenen Woche war der Wechselkurs bis auf historische 19,91 Peso im Interbanken-Geschäft gestiegen, in den Wechselstuben wurden mehr als 20,20 Peso für den Dollar fällig.

Trump will im Falle eines Wahlsiegs das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten. Die mexikanische Wirtschaft hängt stark vom US-Markt ab, der Großteil der in Mexiko produzierten Güter wird in den Norden importiert. «Da gibt es definitiv einen Zusammenhang», sagte der Vizepräsident der Vermögensberatung Federated Investment, Ihab Salib, zuletzt im Fernsehsender CNN. «Donald Trump Idee von einer Mauer und alles andere haben Einfluss auf den mexikanischen Peso.»

Sa, 2016-10-01 07:00
Mexiko-Stadt (dpa)

Legt Donald Trump in den USA zu, stürzt der Peso in Mexiko ab

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat will eine Mauer an der Grenze bauen und das Freihandelsabkommen Nafta neu verhandeln. Die Märkte reagieren sensibel. Steigen die Umfragewerte von Trump, gerät im Nachbarland die Währung unter Druck.

Mexiko-Stadt (dpa) - Die USA und Mexiko sind auf vielfältige Weise verbunden. Wie symbiotisch die Beziehung ist, lässt sich derzeit auf den Finanzmärkten beobachten. Der Wert des mexikanischen Peso spiegelt die Siegchancen von Donald Trump im US-Wahlkampf. Steigen die Umfragewerte des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers, gerät die Währung unter Druck. Macht seine Konkurrentin Hillary Clinton Boden gut, erholt sich der Peso.

Zuletzt kostete der US-Dollar 19,39 Peso. Experten erklärten nach der ersten TV-Debatte der Kandidaten die Demokratin zur Siegerin, prompt stieg die Peso-Notierung. In der vergangenen Woche war der Wechselkurs bis auf historische 19,91 Peso im Interbanken-Geschäft gestiegen, in den Wechselstuben wurden mehr als 20,20 Peso für den Dollar fällig. Vor einem Jahr wurde der Dollar noch für etwa 16,50 Peso gehandelt.

Trump will im Falle eines Wahlsiegs das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten. Die mexikanische Wirtschaft hängt stark vom US-Markt ab, der Großteil der in Mexiko produzierten Güter wird in den Norden importiert.

«Da gibt es definitiv einen Zusammenhang», sagte der Vizepräsident der Vermögensberatung Federated Investment, Ihab Salib, zuletzt im Fernsehsender CNN. «Donald Trumps Idee von einer Mauer und alles andere haben Einfluss auf den mexikanischen Peso.»

Investoren befürchten, dass im Falle eines Wahlsiegs von Trump die Handelbeziehungen zwischen den USA und Mexiko und damit die Wirtschaft südlich des Rio Bravo Schaden nehmen könnten. «Der Peso ist derzeit ein guter Indikator für die Wahlchancen von Trump», sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank.

Grundsätzlich profitiert Mexiko von seiner Nähe zu den USA. So haben sich zahlreiche Autobauer in dem lateinamerikanischen Land angesiedelt, um ihre Produkte zollfrei in die Vereinigten Staaten importieren zu können. Allerdings löst jede Unbill im Norden auch Reaktionen im Süden aus. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts sagte der mexikanische Diktator Porfirio Díaz: «Armes Mexiko, so fern von Gott und den Vereinigten Staaten so nah.»

Vor einigen Jahren noch wurde der US-Dollar mit etwa 13 Peso gehandelt. «Der Peso ist ohne Zweifel unterbewertet», sagte Mexikos Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo kürzlich. Absehen vom Wahlkampf in den USA stehe er wegen der schleppenden Weltwirtschaft unter Druck. Auch der niedrige Ölpreis macht Mexiko zu schaffen.

Der mexikanische Finanzminister José Antonio Meade legte zuletzt ein Sparpaket auf. Mittelfristig will er einen Haushaltsüberschuss erwirtschaften und die Staatsverschuldung senken. «Das sollten die Märkte im Hinterkopf behalten, wenn einmal die vielen Unbekannten verschwinden, die derzeit für soviel Unsicherheit sorgen», sagte er.

Der niedrige Peso-Wert hat aber auch Positives: Er macht für ausländische Besucher den Urlaub in Mexiko attraktiv. Die Tourismusbranche ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Im vergangenen Jahr spülten Urlauber 17 Milliarden US-Dollar ins Land.

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Sa, 2016-10-01 06:00
Frankfurt (dpa)

Trockenheit macht Pilzen zu schaffen

Der Herbst ist für gewöhnlich die Zeit der Pilzsammler. Doch in diesem Jahr sind die Wälder bislang fast pilzfreie Zonen - es ist zu trocken. Experten wollen die Saison aber noch nicht verloren geben.

Frankfurt (dpa) - Trockene Böden, kaum Regen: Die Bedingungen für das Wachstum von Pilzen sind in deutschen Wäldern derzeit alles andere als ideal. «Deshalb sieht es überall recht dürftig aus», sagte der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, Wolfgang Prüfert, der Deutschen Presse-Agentur. Einzige Ausnahme sei der Süden Bayerns, weil es dort viel geregnet habe. In allen anderen Teilen des Landes gilt, was Pilzberater Dietmar Theiss aus Kaiserslautern über die Pfalz sagt: «Die Wälder sind ziemlich kahl, was Pilze betrifft.»

Der Grund für die Misere ist laut Prüfert so einfach wie unbeeinflussbar. «Im Moment ist es im Großteil der Bundesrepublik schlicht zu trocken.» Der Boden sei für das Wachstum der Pilze einfach nicht feucht genug. «Für Ende September ist das schon ungewöhnlich», sagte der Pilzexperte. Theiss erklärt den Zusammenhang so: «Pilze brauchen Wärme - die haben wir - und Wasser - das fehlt.» Er und seine Kollegen hätten bereits Pilzexkursionen in den Pfälzer Wäldern absagen müssen. «Es gibt einfach nicht genug zu zeigen.» Auch der Pilzberater der Stadt Frankfurt, Dieter Gewalt, sagte zur Situation in den Wäldern: «Gut ist es auf gar keinen Fall.»

Besonders beliebt bei den Sammlern seien Röhrenpilze wie der Steinpilz, sagte Prüfert. Auch der Champignon werde oft gesammelt, allerdings gebe es hier später die meisten Fälle von Pilzvergiftung. «Viele Leute wissen nicht, dass es einen giftigen Champignon gibt.» Der Karbol-Champignon erinnert zwar optisch stark an die essbare Variante, lässt sich aber an einem unangenehmen Tintengeruch erkennen. «Spätestens in der Pfanne auf dem Herd fängt das richtig an zu stinken», sagte Pilzexperte Gewalt.

Nach dem ersten Frost sollte man den Experten zufolge aufs Sammeln verzichten. «Die Pilze sind voller Wasser und das gefriert», erklärte Gewalt. Die Pilze beginnen dann, sich zu zersetzen, werden von Bakterien befallen und giftig. «Die dürfen auf gar keinen Fall gegessen werden.»

Immerhin sorgt das Wetter dafür, dass es bislang kein Problem mit den erlaubten Mengen beim Pilzsammeln gibt. Gepflückt werden darf nur für den persönlichen Bedarf. «Das Gesetz macht keine konkrete Angaben», sagte Prüfert. Mit einem Kilogramm pro Person und Tag sei man aber auf der sicheren Seite. «Im Moment spielt das keine Rolle, man kriegt die Körbe eh nicht voll.»

Es sei jedoch noch zu früh, die Pilzsaison 2016 komplett abzuschreiben, betonten die Experten. «Die Situation kann sich ganz schnell ändern», sagte Prüfert. Ein lang anhaltender, kräftiger Regen reiche aus, um Pilze üppig sprießen zu lassen. «Ich bin mir sicher, da sitzen in den tieferen Bodenschichten Pilze in den Startlöchern.» Die Saison könne dann noch bis weit in den November dauern - je nachdem, wann der erste Frost dem Wachstum ein Ende setze.

Sa, 2016-10-01 05:35
(dpa)

Hurrikan «Matthew» bedroht Karibikküste Kolumbiens

Bogotá (dpa) - Hurrikan «Matthew» hat an der Karibikküste Kolumbiens die höchste Alarmstufe ausgelöst. Ein 67-jähriger Mann starb, als er von einem Hochwasser führenden Fluss weggeschwemmt wurde, erklärte am Freitag (Ortszeit) der Gouverneur des Departements La Guajira, Jorge Vélez. Der Hurrikan, der in seinem Inneren Windgeschwindigkeiten von knapp 240 Stundenkilometern erreicht, bewegt sich auf die kolumbianische Küste zu, teilte das Hurrikan-Zentrum in Miami mit. Jedoch wird am Samstag ein Schwenk nach Nordwesten in Richtung Jamaika erwartet.

Sa, 2016-10-01 04:30
Frankfurt (dpa)

Wenig Pilze in den Wäldern - Sammler hoffen auf Regen

Frankfurt (dpa) - Schwierige Zeiten für Pilzsammler: Weil es seit Wochen nicht richtig geregnet hat, machen sich Steinpilze, Champignons und Co. in den Wäldern rar. «Im Moment ist es im Großteil der Bundesrepublik schlicht zu trocken», sagte der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, Wolfgang Prüfert, der Deutschen Presse-Agentur. Lediglich im Süden Bayerns seien die Bedingungen für Pilze besser. «Dort hat es viel geregnet.» Überall sonst sei der Boden für das Wachstum der Pilze einfach nicht feucht genug. «Für Ende September ist das schon ungewöhnlich.»

Es sei jedoch noch zu früh, die Pilzsaison 2016 bereits komplett abzuschreiben. Ein lang anhaltender, kräftiger Regen und die Pilze könnten üppig sprießen. «Die Pilzsammler warten alle auf den ersten richtigen Regen», sagte Prüfert. Die Saison könne dann noch bis weit in den November dauern - je nachdem, wann der erste Frost dem Wachstum ein Ende setze.

Geht doch!

Abgasfrei unterwegs

Konsequenter Klimaschutz: Diesel und Benziner sollen von der Straße verschwinden

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Abgasfrei unterwegs

Ausgerechnet ein Land, das seinen Reichtum Öl und GAs zu verdanken hat, will den Benzinhahn zuerst zudrehen. Ab 2025 sollen in Norwegen keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Fünf Jahre später müssen laut dem Gesetzentwurf auch neue Schiffe und Fähren abgasfrei fahren. Mit dem Bann der fossilen Antriebe verfolgt die norwegische Regierung eine konsequente Klimapolitik. Denn der Transportsektor ist für rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes in dem skandinavischen Land verantwortlich. Bereits heute ist Norwegen Vorreiter in Sachen Elektromobilität. 15 Prozent aller neu zugelassenen PKWs fahren mit Strom, der nahezu vollständig aus Wasser- und Windkraft gewonnen wird. In Deutschland liegt der Elektroauto-Anteil noch immer im Promillebereich. Während Umweltschützer das Ende für Verbrennungsmotoren begrüßen, reagiert die Autolobby erbost. Norwegen befinde sich auf dem Weg in eine „ökologische Planwirtschaft“, empörte sich Matthias Wissmann, der Präsident des deutschen Verbandes der Automobilindustrie. Im kommenden Jahr soll der viel diskutierte Nationale Transportplan in Norwegen verabschiedet werden. Ähnliche Pläne verfolgen auch Indien, Österreich und die Niederlande.

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Österreich: Sonnenstrom vom Balkon
Seit Juli dürfen Mieter in Österreich an ihrem Balkon oder auf ihrer Terrasse Mini-Solarmodule bis maximal 600 Watt installieren und den Strom direkt nutzen. In der Schweiz und den Niederlanden gibt es ähnliche Regelungen. In Deutschland bewegen sich die mehreren Tausend angeschlossenen „Guerilla“-Fotovoltaikanlagen noch immer in einem juristischen Graubereich. Obwohl bislang keine Zwischenfälle bekannt sind, streiten Verbände und Hersteller über mögliche Sicherheitsrisiken. Greenpeace Energy bietet die mobilen Solarpaneele bereits an. „Ärgerliche Hürden, die ihren Sinn verloren haben und der Energiewende schaden, gehören abgeschafft“, sagt Nils Müller vom Ökostromanbieter.

Berlin: Saubere Geldanlagen
Der Berliner Senat hat beschlossen, seine Geldanlagen künftig klimaneutral und nachhaltig zu investieren. Dafür wird ein sogenannter Ökoindex entwickelt, der keine Firmen beinhalten darf, die Geschäfte mit Waffen, Atomenergie oder fossilen Brennstoffen machen. Soziale und andere Nachhaltigkeitskriterien sollen später noch folgen. Die Fossil-Free-Bewegung feiert den Pionierschritt der Berliner  Finanzbehörde und hofft, dass andere Bundesländer nachziehen werden.

Italien: Weniger Essen im Müll
Nach Frankreich macht nun auch Italien Ernst mit dem Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung: Von fünf Millionen Tonnen weggeworfenem Essen soll jedes Jahr eine Million Tonnen gerettet werden. Supermärkte, die – auch abgelaufene – Waren spenden, müssen weniger Abfallgebühren zahlen. Außerdem sollen Italiener ermutigt werden, ihre Pizza- und anderen Reste im Restaurant in bislang verpönten „Doggy Bags“ mitzunehmen. In Italien sind rund sechs Millionen Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen.

Geht doch!

Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Saures für Süßes – ein Pioniergesetz verbietet Naschereien, die Kinder mit Spielzeug locken

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Können Regierungen Unsinn einfach verbieten?

Mit einem strengen Gesetz will Chile seine Kinder und Jugendlichen vor ungesunder Nahrung schützen: Seit Anfang Juli dürfen Süßigkeiten mit einer Spielzeug-Beigabe im ganzen Land nicht mehr verkauft werden. Überraschungseier von Ferrero und Kindermenüs von McDonald’s sind jetzt also illegal. Die Neuregelung legt außerdem fest, welche Lebensmittel als gesundheitsschädlich gelten. Alle, die pro 100 Gramm mehr als 400 Milligramm Salz, vier Gramm gesättigter Fettsäuren, 275 Kalorien oder zehn Gramm Zucker enthalten, müssen gut sichtbar mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. An Schulen dürfen sie nicht verkauft oder beworben werden. Der Grund für das Gesetz: In Chile ist inzwischen jedes dritte Kind unter sechs Jahren übergewichtig. Hersteller und auch einige Kritiker der Süßigkeitenindustrie bezweifeln aber, dass ein Verbot die richtige Maßnahme ist, um eine gesündere Ernährung zu erreichen. Entscheidend sei die konsumierte Menge, eine bessere Aufklärung der Kinder und vor allem gute Vorbilder – zum Beispiel gesünderes Schulessen.

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San Francisco: Styropor gebannt
Konsequent verfolgt San Francisco seine „Zero Waste“- Strategie: Die kalifornische Stadt verbietet ab Juli 2017 Kaffeebecher, Einweggeschirr und Lebensmittelverpackungen aus Styropor. Mit dem Bann dieser  Wegwerfprodukte will sie ihrem Ziel,  bis 2020 müllfrei zu sein, einen großen Schritt näherkommen. Inzwischen machen rund 100 US-Städte gegen Waren aus Schaumkunststoff mobil.

Russland: Gentechnik unerwünscht
Gentechnisch modifizierte Organismen dürfen in Russland künftig weder angebaut noch importiert werden. Einzige Ausnahme: Zu Forschungszwecken sind gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere erlaubt. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 6500 Euro. Das beschloss die Staatsduma in dritter und abschließender Lesung.

Marokko: Plastiktüten ade
Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 900 Plastiktüten zählt das nordafrikanische Land zu den Negativ-Spitzenreitern. Doch seit Juli sind dort Kunststofftüten verboten – mit Ausnahme von Gefrier- und Müllbeuteln. Hierzulande soll eine Anfang Juli eingeführte Gebühr den Verbrauch drosseln.

 

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

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Konfliktfrei surfen

Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

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Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

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Sa, 2016-10-01 03:30
Dresden (dpa)

Einheitsfeiern in Dresden starten - Höchste Sicherheitsstufe

Hunderttausende werden zu den Einheitsfeiern in Dresden erwartet, am Montag auch der Bundespräsident und die Kanzlerin. Nach zwei Sprengstoffanschlägen und einer Bombenattrappe ist die Polizei in Alarmbereitschaft.

Dresden (dpa) - Zu Beginn der zentralen Feiern zum Tag der deutschen Einheit bleibt die Lage an diesem Samstag in Dresden angespannt. Angesichts der Angst vor Terror und möglicherweise gewaltsamen Protesten starten die Feiern in der sächsischen Landeshauptstadt unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen (11.00 Uhr). Drei Tage lang gibt es ein Bürgerfest und viele weitere Veranstaltungen. Am Montag, dem eigentlichen Feiertag, werden auch Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Dresden erwartet. Die Stadt rechnet pro Tag mit jeweils 250 000 Besuchern.

Überschattet sind die Feierlichkeiten von zwei Sprengstoffanschlägen am vergangenen Montag sowie einer am Donnerstag in der Stadt gefundenen Bombenattrappe. 2600 Beamte sind in Uniform oder zivil unterwegs. 1400 schwere Betonsteine sollen einen Anschlag mit einem Fahrzeug wie im Juli in Nizza verhindern.

Am Freitag veröffentlichte die Polizei im Zusammenhang mit dem Anschlag auf eine Moschee Fotos und ein Video von einem mutmaßlichen Täter. Ein angeblich linkes Bekennerschreiben, das zwischenzeitlich für Verwirrung gesorgt hatte, entpuppte sich dagegen als Fälschung. «Nach derzeitigem Erkenntnisstand handelt es sich um ein Fake», sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Dies habe die Auswertung des Schreibens anhand von Formulierungen und Wortwahl ergeben. Wer dahinter stecke, sei noch nicht bekannt.

Die Fahndungsfotos und das Video zeigen eine schlanke und mit hellblauer Jacke bekleidete Person, die einen Motorradhelm mit offenem Visier und einen Rucksack trägt und rauchend auf einem Bürgersteig entlangläuft. Das Gesicht ist nicht zu erkennen. Der Verdächtige habe sich über längere Zeit im Bereich der Moschee aufgehalten, heißt es in dem Zeugenaufruf von Generalstaatsanwaltschaft und Operativem Abwehrzentrum der Polizei.

Ob der Fund der Bombenattrappe am Donnerstag mit den Sprengstoffanschlägen auf die Moschee und das Kongresszentrum am Montag in Zusammenhang stehe, könne ebenfalls noch nicht gesagt werden. «Das ist noch Gegenstand der Ermittlungen», sagte Sprecher Wolfgang Klein. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt.

Ein linkes Bündnis hat angekündigt, die Feiern zu stören. Am Sonntag ist eine Demonstration geplant, deren Route jedoch in einiger Entfernung zum Bürgerfest in der barocken Altstadt verläuft. Bei den Feiern am Montag solle es «dezentrale Proteste» geben, kündigte die linksradikale Gruppe «Solidarity without limits» an.

Auch die fremden- und islamfeindlichen «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida) und das inzwischen mit ihnen verfeindete Bündnis «Festung Europa» haben für Montag Kundgebungen und Proteste in Dresden angekündigt.

Sa, 2016-10-01 01:09
Francisco (dpa)

VW schließt im Abgas-Skandal 1,2-Milliarden-Vergleich mit US-Händlern

Herndon/San Francisco (dpa) - Volkswagen kann seinen Streit mit geschädigten US-Vertragshändlern im Abgas-Skandal beilegen - das kommt den Konzern allerdings teuer zu stehen. Der bereits im August im Grundsatz ausgehandelte Vergleich über bis zu 1,2 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro) sei beim US-Gericht in San Francisco eingereicht worden, teilte VW am Freitag über seine US-Tochter Volkswagen Group of America mit. Der Kompromiss muss noch vom zuständigen Richter Charles Breyer genehmigt werden. Dessen nächste Anhörung steht am 18. Oktober an.

Bei zahlreichen weiteren US-Zivilklagen, die Hunderte geschädigte Dieselbesitzer sowie US-Behörden und Staatsanwälte eingereicht hatten, hatte VW bereits einen Vergleich über bis zu 15,3 Milliarden Dollar ausgehandelt. Auch diese Einigung muss noch von Richter Breyer abgesegnet werden. Der Autokonzern hatte im September 2015 nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA eingeräumt, Hunderttausende Dieselwagen in den USA mit Betrugs-Software zum Austricksen von Abgastests ausgerüstet zu haben.

Fr, 2016-09-30 23:05
Phoenix (dpa)

Konservative Zeitung bekommt für Clinton-Unterstützung viel Kritik

US-Zeitungen machen Front gegen Donald Trump. Auch konservative Blätter sprechen sich gegen den schrillen Republikaner als Präsidenten aus - nicht ohne Risiken.

Phoenix (dpa) - Eine konservative Zeitung in den USA sieht sich heftiger Kritik ausgesetzt, nachdem sie ihre Unterstützung für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton erklärt hat. Die «Arizona Republic» hatte sich vor einigen Tagen hinter die Ex-Außenministerin gestellt. Es ist das erste Mal seit der Gründung der Zeitung im Jahr 1890, dass sie nicht den republikanischen Kandidaten unterstützt. Donald Trump sei weder konservativ, noch qualifiziert für das Amt, hieß es in einem Meinungsartikel des Editorial Board.

Daraufhin meldeten sich Anrufer und drohten mit Kündigung ihrer Abonnements. «Wir haben zahlreiche Reaktionen bekommen, sowohl lokale als auch nationale», sagte Phil Boas, Redakteur der Zeitung, dem Sender NBC News 12. Auch eine Morddrohung sei darunter gewesen, berichtete die «New York Times».

Die «Arizona Republic» ist nicht das einzige konservative Blatt, das Trump die Unterstützung verweigert. Auch die Zeitungen «Dallas Morning News» und «Cincinnati Enquirer» riefen in den vergangenen Wochen dazu auf, Clinton zu wählen.

Die auch im Ausland prominente «USA today» hatte am Donnerstag eine «Anti-Unterstützung» für Trump formuliert. Es ist auch für diese Zeitung das erste Mal in ihrer mit 34 Jahren noch vergleichsweise jungen Geschichte, dass sie für oder gegen einen Präsidentschaftsbewerber Partei ergreift. Trump sei nicht geeignet für das Präsidentenamt schrieb das überregionale Blatt. «Trump hat wiederholt gezeigt, dass er nicht den Charakter, die Standfestigkeit, die Ehrlichkeit und das Wissen hat, das Präsident von seinen Präsidenten verlangt», heißt es in einem Kommentar der Chefredaktion.

Trump selbst ärgert sich über soviel schlechte Presse. «Die Leute, die ihre Abos für die Zeitungen in Dallas und Arizona kündigen, sind wirklich schlau, die habens verstanden», schrieb Trump auf Twitter. Die Zeitungen würden Leser verlieren.

Fr, 2016-09-30 22:02
Hempstead (dpa)

Organisatoren räumen Probleme mit Trumps Mikrofon bei TV-Debatte ein

Hempstead (dpa) - Bei der ersten TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump hat es Probleme mit dem Mikrofon des Republikaners gegeben. Das räumte das Organisationskomitee am Freitag ein. Es habe Schwierigkeiten mit dem Ton gegeben, die die Lautstärke in der Halle beeinträchtigt hätten, hieß es in einer Mitteilung. Nähere Details nannte das Komitee nicht.

Trump hatte sich schon kurz nach der Debatte über sein Mikrofon beschwert. Und tatsächlich waren die Probleme offensichtlich. Gut hörbar für weit über 80 Millionen Fernsehzuschauer atmete der 70-Jährige schwer, stieß Seufzer aus und zog die Nase hoch. Von seiner demokratischen Konkurrentin Clinton gab es nichts dergleichen zu hören.

Fr, 2016-09-30 22:18
Göttingen (dpa)

Grüne Spitzenkandidaten: Warmlaufen mit der Parteijugend Von Doris Heimann, dpa

In Göttingen stellen sich die Anwärter für die Spitzenkandidatur der Grünen 2017 einer Diskussion mit dem Parteinachwuchs. Soziale Gerechtigkeit spielt dabei ebenso eine Rolle wie Schulkarrieren und Frisuren der Vergangenheit.

Göttingen (dpa) - Gleich zu Beginn hat Katrin Göring-Eckardt die Lacher auf ihrer Seite. Grund ist das Profilbild, das die Fraktionsvorsitzende für die Teilnahme an der Debatte beim Bundeskongress der Grünen Jugend eingeschickt hat. Es zeigt sie mit Anfang 20 - und Kurzhaarschnitt. «Ich hatte sogar schon mal eine Frisur wie Wilfried Kretschmann», kommentiert Göring-Eckardt. Selbstironie - das kommt gut an beim Parteinachwuchs.

Die Grünen bestimmen ihre Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl in einem Mitgliederentscheid, einer sogenannte Urwahl. Und bevor es damit losgeht, bekommt erstmal die traditionell eher links gesinnte Grüne Jugend Gelegenheit, die vier potenziellen Anwärter mit Fragen zu löchern. In der Aula der Waldorfschule in Göttingen steht Göring-Eckardt zusammen mit Cem Özdemir, Anton Hofreiter und Robert Habeck auf der Bühne.

Die meisten der 180 jugendlichen Delegierten favorisieren Fraktionschef Hofreiter - den einzigen Parteilinken unter den Anwärtern. Doch es gibt auch andere Stimmen: «Toni zieht nicht, Katrin hat schon mal verloren, Robert kann keiner einschätzen», sagt ein Soziologiestudent aus München. Er sei für Cem Özdemir - weil der so gute Popularitätswerte habe, dass er eine Wechselstimmung bringen könne.

Der Realo Özdemir ist der Wortgewaltigste in der Runde. Vielleicht auch deshalb, weil er weiß, dass er bei der Parteijugend «nicht unbedingt seine Basis» hat, wie er selbst sagt. Forderungen nach bedingungslosem Grundeinkommen und Vermögenssteuer erteilt der 50-jährige Parteichef eine Absage - der Sohn türkischer Einwanderer verweist dabei auch auf seine eigene Biografie. «Mir hätte ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht geholfen, aufs Gymnasium zu gehen, und die Vermögenssteuer hätte mir auch nicht dabei geholfen.»

Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck kontert, das sozialdemokratische Versprechen, wonach Tüchtigkeit mit Aufstieg belohnt werde, sei doch längst brüchig geworden. Abstiegsängste seien überall präsent. Auch die Reichen gehörten zur Gesellschaft und müssten ihren Beitrag leisten - etwa in Gestalt von Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer. Das bringt ihm Applaus ein, doch insgesamt wirkt der 47-jährige Pragmatiker, der sich selbst als Underdog unter den Kandidaten bezeichnet, eher blass.

Anton Hofreiter gibt sich in seiner Replik auf Özdemir kernig-bayrisch. «Wenn ich nicht aufs Gymnasium gegangen wäre, sondern Bauarbeiter geworden wäre - verdammt noch mal, auch dann hätte ich einen Anspruch auf ein gerechtes Leben!» Der Parteinachwuchs applaudiert. Auch wenn der Fraktionschef seinen Mitstreitern rhetorisch unterlegen bleibt, und viele von den Nachwuchsgrünen sein fehlendes Charisma beklagen: Für ihn ist dies ein Heimspiel.

Eine Abstimmung darüber, wer von den vier potenziellen Spitzenkandidaten die Grünen in den Bundestagswahlkampf führen soll, gibt es auf dem Parteitag der Grünen Jugend nicht. Der Auftakt für die Urwahl, bei der die 60 000 Mitglieder bis Januar eine Entscheidung treffen sollen, ist das Urwahlforum am 22. Oktober in Hannover.

Fr, 2016-09-30 22:56
Mainz (dpa)

Die 13 Weinanbaugebiete

Mainz (dpa) - 13 Weinanbaugebiete gibt es in Deutschland, die sich auf mehrere Bundesländer verteilen. Es sind Ahr, Baden, Franken, Hessische Bergstraße, Mittelrhein, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen, Saale-Unstrut, Sachsen und Württemberg. Das größte Anbaugebiet in Bezug auf die Rebenfläche ist Rheinhessen, das in Rheinland-Pfalz liegt, wo zwei Drittel des deutschen Weins angebaut werden.

Doch auch in anderen Ecken Deutschlands stehen Weinberge, zum Beispiel in Berlin oder auf Sylt. Bisher war es so, dass die EU-Weinmarktregelung vorsah, dass außerhalb der Weinanbaugebiete nur hobbymäßiger Anbau von maximal 99 Weinreben gestattet war. Doch nach einer Reform dieser Regelung hat die Bundesregierung Genehmigungen für neue Anbauflächen ausgeschrieben - und zwar in allen Bundesländern ein paar Hektar.

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Presto, presto statt Buon appetito – jetzt gibt’s Pasta als Prodotto finito!
So lernen schon die Bambini, wie man Bio-Nudeln zubereitet: Folie einstechen und ab in die Mikrowelle.

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STUPID.T ist die erste und einzige Maschine, die auf Knopfdruck Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der menschlichen Zivilisation erzeugt. Man stecke eine überteuerte Einwegkapsel mit etwas 08/15-Tee ins Gerät, betätige die Taste – und schon gibt’s jede Menge bunten Alu- und Plastikabfall.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Das Greenpeace Magazin ist werbefrei – mit Ausnahme der Rückseite jeder Ausgabe. Allerdings stellen wir mit leichten textlichen Eingriffen Dinge richtig, die im Original verschleiert, beschönigt oder weggelassen wurden. (Achtung: Wollen Sie die Anzeigen teilen, per Mail verschicken oder ausdrucken, müssen sie mit dem Hinweis „Keine Anzeige“ versehen sein.)

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb, selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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