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„Die reichen Länder drücken sich vor ihrer Verantwortung“

„Die reichen Länder drücken sich vor ihrer Verantwortung“

Jan Kowalzig, Referent für Klimawandel und Klimapolitik bei Oxfam, war zwei Wochen lang auf der COP23 in Bonn. Seine Bilanz ist durchwachsen: Insbesondere bei der Erstellung eines Regelbuchs für die Umsetzung des Pariser Abkommens seien die Verhandlungen gut vorangekommen. Von Deutschland sei ein positives Signal ausgegangen – und ein fatales.

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„Wir
müssen mehr reden
und zuhören“

Nazhat Shameem Khan, Chefunterhändlerin beim Klimagipfel, über ihre Verhandlungsstrategie

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Montag, 20. November 2017

Daily Navigator: Aus für Son­die­run­gen, Bilanz zu COP23 und England will selbst­fah­ren­de Autos



nun wird es also aller Voraussicht nach nichts mit der Koalition aus Union, FDP und Grünen. Der Chef-Liberale Christian Lindner trat heute Nacht vor die Mikrofone und erklärte, dass es zwischen den vier möglichen Partnern nicht genug Vertrauen gegeben habe. Inhaltliche Differenzen beispielsweise in der Klimapolitik wurden nicht zitiert, eher im Gegenteil: Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir lobte gar CSU-Chef Horst Seehofer dafür, wie sehr man sich habe annähern können. Wie es nun weitergeht ist unklar, deshalb lassen wir das Thema auch als Einzel-Nachricht heute aus, kommen aber sicher in den nächsten Tagen darauf zurück. 

Stattdessen ziehen wir eine Bilanz zur Weltklimakonferenz in Bonn und zu einer Konferenz über Kinderarbeit in Buenos Aires. Wir schauen auf Mobilitätstrends in Hamburg und London, und wir brechen einmal herunter, was die mögliche Fusion von Bayer und Monsanto für Bauern in Illinois bedeuten könnte. 

Und das wäre es dann auch schon für heute – morgen mehr. Bis dahin!

Das Team vom Navigator.

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Bilanz zur Weltklimakonferenz

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Die Weltklimakonferenz in Bonn ist vorüber und klimaretter.info führt die wichtigsten Ergebnisse auf: Es gibt nun beispielsweise Textsammlungen dazu, wie das Paris-Abkommen in nationale Klimapläne überführt werden kann. Dazu hat eine Allianz aus 20 Ländern ihren Kohleausstieg bis 2030 oder früher angekündigt. Die taz wertet es als positives Zeichen, dass neben den Regierungen und üblichen Beteiligten auch immer mehr Vertreter „von außen“ an der Umsetzung von Klimazielen arbeiten. Die USA würden zeigen, dass Initiativen von Privatwirtschaft oder einzelnen Städten eben auch ohne Regierungsbeteiligung funktionieren. Einige visuelle Höhe- und Tiefpunkte gibt es auch in einer Galerie beim Guardian.

Überblick, 5 Minuten Lesezeit
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Hamburg setzt auf Wasserstoffzellenantriebe für Busse

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An gleich vier Tankstellen in Hamburg können Autos mit Wasserstoff betankt werden – und das bei gerade einmal 50 Fahrzeugen, die diese Technik nutzen. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt, wie die Hansestadt dennoch versucht, den alternativen Antrieb als attraktive Lösung zu positionieren. Unter anderem spricht für ihn, dass die Wagen aus ihrem Auspuff nur Wasserdampf emittieren. 

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Heute Abstimmung über neue EU-Öko-Verordnung

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Eigentlich sollen die EU-Staaten heute in Brüssel über neue Regeln für Biolebensmittel abstimmen, doch womöglich wird das Votum auf Bitten des deutschen Agrarministers Christian Schmidt (CSU) nun auf Januar verschoben. Unter anderem lehnen viele Verbände der deutschen Biobranche und die Bundesländer den zur Abstimmung stehenden Entwurf ab. Unter anderem sieht sie weniger Pestizide, neue Bio-Saatgutsorten und strengere Importregeln für Waren von außerhalb der EU vor, fasst die taz zusammen.

Überblick, 4 Minuten Lesezeit
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Kaum Fortschritte bei Weltkonferenz gegen Kinderarbeit

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Kleine Bestandsaufnahme: Noch immer müssen laut UN-Zahlen weltweit rund 152 Millionen Kinder arbeiten, 73 Millionen davon unter schlimmsten Bedingungen – und 10 Millionen Kinder leben in sklavenähnlichen Verhältnissen. Das sind Zahlen, die bei der vierten Weltkonferenz zur nachhaltigen Beseitigung der Kinderarbeit in Buenos Aires diskutiert wurden. Internationale Aktionen wurden dabei nicht beschlossen, stattdessen seien die Erhebung von Daten und der gemeinsame Austausch derzeit wichtige Schritte, bilanziert die taz.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Großbritannien will in vier Jahren selbstfahrende Autos

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Am Mittwoch soll der britische Finanzminister Philip Hammond in seiner Rede zum Staatshaushalt auch einige Initiativen zu den Themen Mobilität und Fortbewegung vorstellen. Unter anderem will das Land von 2021 an selbstfahrende Autos auf die Straße schicken, fast eine halbe Milliarde Euro in den Bau von Elektro-Ladestationen investieren und den Kauf von E-Autos bezuschussen, berichtet die dpa, auch bei uns auf der Seite im Ticker.

Kurzbericht, 1 Minute Lesezeit

Menschen am Montag: Familie Young und Monsanto

Glyphosat bringt ihnen viel Geld, doch die Resistenz der Schädlinge auf ihren Pflanzen gegen das Pestizid nimmt zu: Farmerfamilie Young aus Illinois ist unter dem Strich froh über die Produkte von Monsanto.

Martha, Ron und ihr erwachsener Sohn Josh bewirtschaften rund 900 Hektar Ackerland – und wenn alles so läuft, wie sich Bayer das vorstellt, sind sie in der nächsten Saison nach der Übernahme von Monsanto bereits Kunden der Leverkusener. Die Vor- und Nachteile dieser Megafusion bereitet der Hintergrund im Deutschlandfunk auf. Im Kern steht die Frage, welche Landwirtschaft wir in Zukunft wollen.

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Nachrichten

Klimagerechtigkeit
/
16.Nov 2017

Kli­ma­schutz – eine Frage der globalen Ge­rech­tig­keit

Klimaschutz – eine Frage der globalen Gerechtigkeit
Zum Abschluss der Klimakonferenz in Bonn steht die Frage im Raum, welche Kompensationen Entwicklungsländern zustehen und welche Rolle Menschenrechte in der Umsetzung des Pariser Abkommens spielen sollen. Abseits der Konferenz arbeiten bereits Wissenschaftler und Juristen daran, zu klären, wer in Zukunft Verantwortung für Klimaschäden übernehmen muss.
UN-Klimakonferenz
/
13.Nov 2017

Eine Öko-Vision als Staatsziel? Was hinter den deutschen Kli­ma­schutz­zie­len steckt

Eine Öko-Vision als Staatsziel? Was hinter den deutschen Klimaschutzzielen steckt
Diese Woche entscheidet sich in Bonn, wie das Pariser Abkommen mit Leben gefüllt wird. Dabei stehen auch die nationalen Langfriststrategien im Mittelpunkt. Deutschland rühmt sich, dabei Vorreiter zu sein. Schaut man auf den Klimaschutzplan 2050, sieht das jedoch anders aus. Eine Analyse.
UN-Klimakonferenz COP23
/
15.Nov 2017

Afrika: Un­ter­stüt­zung beim Ausbau von er­neu­er­ba­ren Energien lohnt sich

Afrika: Unterstützung beim Ausbau von erneuerbaren Energien lohnt sich
Der Tag, an dem 30 Staats- und Regierungschefs sowie über 100 Minister in Bonn erwartet werden, gilt gleichzeitig als Afrika-Tag der Klimakonferenz. Der heißeste aller Kontinente benötigt Unterstützung, um die Lebensbedingungen trotz Klimawandel zu verbessern. Dass sich Afrika aber bereits auf den Weg gemacht hat und vor allem die Solarenergie boomt, zeigt eine Reportage im aktuellen Greenpeace-Magazin. 
Weltklimarat
/
10.Nov 2017

IPCC-Forscherin: „Kli­maskep­ti­ker versuchen, Wis­sen­schaft­ler persönlich zu dis­kre­di­tie­ren“

IPCC-Forscherin: „Klimaskeptiker versuchen, Wissenschaftler persönlich zu diskreditieren“
Was hier drin steht, hat Gewicht: Die Berichte des Weltklimarats IPCC sind oft die wichtigste Referenz für die Beschreibung des Klimawandels. 2018 soll der nächste erscheinen. Daniela Jacob ist eine von fast 1000 Autoren. Im Interview beschreibt die Forscherin, wie sie die Mammutaufgabe bewältigt – und was sie auf Kritik erwidert.
Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Jeder Gang ein Experiment

Das Berliner Sterne-Restaurant „einsunternull“
hat eine Vision: kompromisslose Nachhaltigkeit.
Dafür mutet es seinen Gästen einiges zu

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Europa:
Kontinent Utopia

Wovor müssen wir uns fürchten?
Worauf dürfen wir hoffen?
Die Reporterin Lena Niethammer, 27, ist in die Zukunft gereist: zur Jugend, die Europa gestalten wird

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Geht doch!

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Giftfrei brutzeln

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Das Greenpeace Magazin startet rechtzeitig zur Bundestagswahl eine außergewöhnliche Online-Kampagne, die zum Umdenken anregen soll

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