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Corona-Krise: Bulgariens Regierung will Ausnahmezustand verlängern

Sofia (dpa) - Bulgariens Regierung will im Kampf gegen das Coronavirus den seit 13. März geltenden Ausnahmezustand vom Parlament um einen Monat verlängern lassen. Der Druck auf das Gesundheitssystem durch die Ausbreitung des Coronavirus könne nur durch verlängerte Maßnahmen verringert werden, begründete die Regierung in Sofia ihre Entscheidung am Mittwoch. Das Coronavirus wurde in dem Balkanland bislang bei 422 Menschen nachgewiesen - zehn von ihnen starben. Im ärmsten EU-Land Bulgarien sind die Krankenhäuser vor allem in der Provinz unterfinanziert sowie technisch und personell schlecht aufgestellt. Das Parlament setzte unterdessen seine Sitzungen vorübergehend aus, nachdem bekannt wurde, dass ein Abgeordneter mit dem Coronavirus infiziert sei. Alle Parlamentarier wurden dann auf Sars-CoV-2 getestet. Die Ergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen. Dann soll über die weitere Arbeitsweise des Parlaments entschieden werden. Die Menschen in Bulgarien dürfen in der Coronavirus-Krise die Hauptstadt Sofia und die anderen Regionalzentren nicht ohne triftigen Grund verlassen. Geöffnet haben nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Banken und Tankstellen. Eine 14-tägige Quarantäne im international bekannten Ski-Gebiet Bansko wurde am Mittwochabend aufgehoben. Dort waren unter anderen Touristen mit dem Coronavirus infiziert worden.

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