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Neue Waldbrände in Sibirien - Einsatzkräfte alarmiert

Moskau (dpa) - Neue Waldbrände in Russland haben die Einsatzkräfte nach einem Sommer schwerster Feuer erneut in Alarmbereitschaft versetzt. «Natürlich konzentrieren sich jetzt alle auf den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Aber wir dürfen deswegen nicht andere potenzielle Bedrohungen aus den Augen verlieren», sagte Kremlchef Wladimir Putin am Montag bei einer Videoschalte mit den zuständigen Behörden. Die Situation sei jetzt noch stabil, könne sich aber jederzeit schnell ändern. Insgesamt sind nach Angaben des Zivilschutzes in diesem Jahr schon fast 3500 Waldbrände registriert worden. Rund 475 000 Hektar Land sind demnach abgebrannt. Das entspricht einer Fläche, die fast zweimal so groß wie das Saarland ist. Besonders die Regionen um den weltberühmten Baikalsee, bei Krasnojarsk und im Fernen Osten sind betroffen. Im vergangenen Jahr wüteten vor allem in den Wäldern Sibiriens schwere Brände - besonders in der Taiga, einem für das Weltklima wichtigen Waldgürtel. Nach Schätzungen der Naturschützer von Greenpeace fielen insgesamt 15 Millionen Hektar den Flammen zum Opfer, also mehr als ein Drittel der Fläche Deutschlands. Die aktuelle Situation sei bereits kritisch, hieß es vom Zivilschutz. Es gibt demnach in einigen Gegenden bereits mehr Brände als im Vorjahreszeitraum. Greenpeace hatte gewarnt, dass die Brände in diesem Jahr wegen wenig Schnee und des frühen Frühlingsstarts noch schlimmer ausfallen könnten. Auch der Naturschutzminister Dmitri Kobylkin betonte, dass der Klimawandel die heftigen Brände begünstige. Zudem warnte er vor einem ungewöhnlich heißen Sommer.

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