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Russlands Geheimdienst warnt vor Umsturz in Belarus

Minsk (dpa) - Bei einem Besuch in Belarus hat der russische Geheimdienstchef Sergej Naryschkin vor Umsturzversuchen aus dem Ausland gewarnt. Der Leiter des Auslandsgeheimdienstes SWR sagte am Donnerstag in der Hauptstadt Minsk mit Blick auf die seit Wochen andauernden Proteste im Nachbarland: «Der Einfluss aus dem Ausland ist offensichtlich. Das beobachten wir auch in Russland.» Es gebe Bestrebungen, die bestehende Ordnung und die «politische Macht» zu ändern, sagte er der Staatsagentur Belta zufolge.

Der Geheimdienstchef äußerte sich nach einem Treffen mit Lukaschenko, der die Proteste aus dem Ausland gesteuert sieht. Der Präsident hat dabei besonders die USA und ihre Verbündeten beschuldigt.

Seit der Präsidentenwahl Anfang August gibt es in Belarus regelmäßig Demonstrationen gegen den 66-Jährigen, der sich nach 26 Jahren an der Macht mit 80,1 Prozent der Stimmen im Amt bestätigen ließ. Die Opposition sieht dagegen die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja als wahre Siegerin. Bei den Protesten gab es Tausende Festnahmen.

Die Demokratiebewegung fordert Lukaschenkos Rücktritt, eine Neuwahl und die Freilassung aller politischen Gefangenen. Als Reaktion auf die Massenproteste hatte Lukaschenko eine Verfassungsreform in Aussicht gestellt. Dazu sagte Naryschkin: «Die begonnene Reform der Verfassung wird Antworten auf viele Fragen liefern.» Die «Wahrung der Stabilität» sei aber eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Staat und Gesellschaft weiterentwickeln könnten.

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