Sa, 2015-04-18 02:10
Berlin (dpa)

Besserer Schutz Ungeborener vor Folgen des Alkoholkonsums gefordert

Berlin (dpa) - Politiker von CDU und SPD fordern mehr Aufklärung über die gravierenden gesundheitlichen Folgen für Kinder, wenn eine Schwangere Alkohol trinkt. Der CDU-Abgeordnete Hubert Hüppe verlangte in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag), dass auf Flaschen mit alkoholischen Getränken ein gesetzlich vorgeschriebener deutlicher Warnhinweis angebracht werden solle. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis, plädierte dafür, dass Ärzte, Hebammen und Jugendämter besser zusammenarbeiten.

Jedes Jahr kommen dem Bericht zufolge rund 10 000 Kinder mit geistigen und körperlichen Schädigungen zur Welt, weil ihre Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Nach Angaben der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler leiden pro Jahr mehr als 2000 Neugeborene am fetalen Alkoholsyndrom, einer schweren und lebenslangen Schädigung. Untersuchungen zufolge trinke fast jede fünfte Frau in der Schwangerschaft Alkohol, zwölf Prozent der Schwangeren rauchten.

Fr, 2015-04-17 23:03
Washington (dpa)

Obama empfängt Vertreter der Golfstaaten Mitte Mai in Camp David

Washington (dpa) - Die USA wollen Sicherheitsbedenken der Golfstaaten wegen einer möglichen Einigung im Atomstreit mit dem Iran dämpfen. US-Präsident Barack Obama werde die Anführer des aus sechs Golfnationen bestehenden Golfkooperationsrats (GCC) Mitte Mai in Camp David empfangen, teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Bei dem zweitägigen Treffen solle es um eine verstärkte Zusammenarbeit beim Thema Sicherheit gehen.

Einige der vorwiegend sunnitischen regionalen Nachbarn des schiitischen Iran - Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Oman, Katar und Bahrain - blicken mit Sorge auf das geplante Atomabkommen. Bei den Verhandlungen mit Teheran hatte Obama die sechs GCC-Länder bereits zu dem Treffen eingeladen, aber keinen konkreten Termin genannt. Das Feriendomizil für US-Präsidenten wird auch für Gespräche abseits des offiziellen Parketts in Washington genutzt.

Fr, 2015-04-17 23:54
Hamburg (dpa)

Bericht: Griechenland plant Milliarden-Deal mit Russland

Hamburg (dpa) - Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland will nach Informationen von «Spiegel Online» durch ein Energieabkommen mit Russland bis zu fünf Milliarden Euro einnehmen. Das Geld solle in Form einer Vorauszahlung für die geplante Pipeline Turkish Stream fließen. Sie soll russisches Gas über die Türkei und Griechenland nach Europa bringen. Die Höhe der Vorauszahlung werde mit drei bis fünf Milliarden Euro angegeben, schrieb das Onlinemedium am Freitag.

Ein hochrangiger Beamter der griechischen Regierungspartei Syriza, der direkt mit dem Vorgang vertraut sei, habe gesagt: Der Deal könne für Griechenland «das Blatt wenden». Das Land steht derzeit in zunehmend angespannten Verhandlungen mit Europa und dem IWF über die Freigabe weiterer Rettungskredite.

Das Abkommen mit Russland solle voraussichtlich kommenden Dienstag unterzeichnet werden. Über das Vorhaben sei in Moskau während des Besuchs von Regierungschef Alexis Tsipras und Energieminister Panagiotis Lafazanis beraten worden.

Die Mittel aus Russland stellten eine Vorauszahlung auf zukünftige Gewinne dar, die Griechenland durch die Transitgebühren einnehmen könne. Die Pipeline werde voraussichtlich 2019 in Betrieb gehen. Dann anfallende Einnahmen für die Griechen würden mit der Vorauszahlung verrechnet.

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Fr, 2015-04-17 22:04
Berlin (dpa)

Gewehr ohne Gewähr Von Michael Fischer, dpa

Schießt das Sturmgewehr G36 richtig schief oder nur ein bisschen ungenau? Eine Expertenkommission hat ihr Urteil gefällt: Die Waffe erfülle die Anforderungen der Bundeswehr nicht. Die G36-Affäre fängt aber jetzt erst so richtig an.

Berlin (dpa) - Es ist noch gar nicht so lange her, da galt das G36 im Verteidigungsministerium als tadellose, moderne Waffe. Am 15. September 2013 - genau eine Woche vor der Bundestagswahl - gab der Pressestab eine bemerkenswert klare Stellungnahme dazu heraus. Anlass war einer von vielen Medienberichten über angebliche Präzisionsprobleme bei dem Standardgewehr der Bundeswehr.

Die Vorwürfe seien längst bekannt und in Untersuchungen ausgeräumt worden, hieß es in der Pressemitteilung. «Die Waffe gilt als insgesamt zuverlässig. Beanstandungen der Truppe über das G36 liegen weder aus dem Einsatz noch aus dem Ausbildungsbetrieb vor.» Ungenauigkeiten entsprächen «allgemein bekannten normalen physikalischen Gesetzmäßigkeiten».

Die Zweifel an der Treffsicherheit des G36 waren zu diesem Zeitpunkt im Ministerium mindestens 22 Monate bekannt. Minister Thomas de Maizière haben sie fast seine ganze Amtszeit über begleitet. Drei Monate später wurde der CDU-Politiker gegen seinen Willen von seiner Parteifreundin Ursula von der Leyen abgelöst.

Die hat eine neue Untersuchung zum G36 in Auftrag geben, deren Ergebnisse am Freitag im Ministerium eintrafen. Das Urteil der Fachleute ist eindeutig. Die Bundeswehr benötige ein Gewehr, dass sowohl bei Erhitzung durch Dauerfeuer als auch bei wechselnden klimatischen Bedingungen auf eine Entfernung von 300 Metern mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent treffe, heißt es in dem Bericht. «Das aktuelle Waffensystem erfüllt die Forderungen nicht.»

Das 372 Seiten starke Konvolut gilt als eine Art «Mastergutachten», weil daran nicht nur Experten der zuständigen Bundeswehr-Behörden, sondern auch Vertreter des Bundesrechnungshofs und des Ernst-Mach-Instituts der Fraunhofer-Gesellschaft mitgearbeitet haben.

Trotzdem ist mit den Untersuchungsergebnissen die G36-Affäre noch lange nicht abgeschlossen, sondern sie fängt jetzt erst so richtig an. Es geht um viel - für von der Leyen, ihren Vorgänger und Kabinettskollegen de Maizière und für den Hersteller Heckler & Koch.

Für von der Leyen ist es die Bewährungsprobe bei ihrem wichtigsten Projekt dieser Amtszeit: Aufräumen im Rüstungsbereich. Am G36 will sie nun untersuchen lassen, was an den Strukturen im Ministerium faul ist. Eine Kommission unter Leitung des Commerzbank-Aufsichtsratschefs Klaus-Peter Müller soll diese Aufgabe übernehmen.

Allerdings gerät die Chefaufklärerin inzwischen auch selbst in die Kritik. Zwischen ihrem Amtsantritt und dem Untersuchungsauftrag lag ein halbes Jahr. In dieser Zeit wurden weiter Gewehre ausgeliefert. 2014 waren dafür nach Oppositionsangaben zwölf Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Es gab auch einen Rechnungshofbericht und eine Initiative aus der Bundeswehr, das Gewehr zu verändern. Der Vorwurf an von der Leyen lautet: Sie hätte noch früher reagieren können.

Sollte die Müller-Kommission Verfehlungen feststellen, fielen diese nach jetzigem Stand aber wohl in erster Linie auf de Maizière zurück. Der heutige Innenminister hat bereits eine Rüstungsaffäre hinter sich, die ihn 2013 fast das Amt des Verteidigungsministers gekostet hätte. Damals ging es um die Aufklärungsdrohne «Euro Hawk», deren Entwicklung wegen Problemen bei der Zulassung für den deutschen Luftraum abgebrochen wurde. Es gibt viele Ähnlichkeiten zum Fall G36. Auch jetzt geht es wieder darum, dass auf Warnsignale lange Zeit nicht reagiert wurde.

Heckler & Koch wird mit allen Mitteln um seinen Ruf kämpfen. Das Unternehmen hat bereits Ermittlungen des Bundeskriminalamts gefordert und behält sich rechtliche Schritte wegen Rufschädigung vor. Gut möglich, dass die Affäre irgendwann vor Gericht landet. Denn auch das Verteidigungsministerium prüft Schadenersatzansprüche gegen den Hersteller.

Die Abgeordneten im Verteidigungsausschuss beobachten staunend, welche Dynamik die G36-Affäre entwickelt hat, nachdem die Zweifel an der Treffsicherheit mehr als drei Jahre lang kaum Konsequenzen hatten. Die Opposition will nun erst einmal abwarten, was die Aufklärungsbemühungen von der Leyens bringen. Zumindest die Linke ist aber bereits in den Startlöchern für einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

Fr, 2015-04-17 22:27
Boston (dpa)

Eltern von Opfer des Boston-Anschlags gegen Todesstrafe für Täter

Boston (dpa) - Zwei Hinterbliebene eines Opfers des Terroranschlags beim Boston-Marathon wollen den Attentäter Dschochar Zarnajew nicht mit dem Tode bestraft sehen. In einem offenen Brief fordern die Eltern eines bei dem Anschlag getöteten achtjährigen Jungen die US-Regierung auf, die Forderung nach der Todesstrafe im laufenden Gerichtsverfahren fallenzulassen.

Sonst könne sich der Prozess wegen der drohenden Berufungsverfahren jahrelang in die Länge ziehen, schreiben die Verfasser des Briefes, den der «Boston Globe» am Freitag veröffentlichte. Den «schmerzhaftesten Tag unseres Lebens» müssten sie dadurch nur noch länger nacherleben. Der Junge war wie zwei weitere Menschen bei der Attacke im April 2013 getötet worden.

Der Prozess gegen Zarnajew geht kommenden Dienstag in die Endphase. Die Geschworenen, die ihn in allen 30 Anklagepunkten für schuldig befunden haben, müssen entscheiden, ob er hingerichtet werden soll. Die Eltern fordern eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung. Wann das Strafmaß verkündet wird, steht noch nicht fest.

Fr, 2015-04-17 21:39
Moskau (dpa)

Russland warnt vor westlichen Waffenlieferungen an Ukraine

Moskau (dpa) - Russland hat die Ankunft der US-Militärausbilder in der Westukraine als «ersten Schritt» zu möglichen Waffenlieferungen für die Führung in Kiew kritisiert. Das geplante Training ukrainischer Soldaten durch 300 US-Spezialkräfte werde dem krisengeschüttelten Land keinen Frieden bringen, warnte das Außenministerium in Moskau am Freitagabend.

Die ukrainische Führung fordert vom Westen seit langem Waffen für den Kampf gegen prorussische Separatisten im Kriegsgebiet Donbass. Russland will dies verhindern, denn es sieht darin eine Gefahr für seine eigene Sicherheit. Moskau hat mit einer harten Reaktion gedroht, sollte es dazu kommen.

Die US-Ausbilder sind in Jaworiw nahe Lwiw (Lemberg) stationiert. Das Training der ukrainischen Soldaten soll an diesem Montag beginnen.

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Fr, 2015-04-17 21:45
Washington (dpa)

Obama: Gesetz zu iranischem Atomdeal enthält keine «Giftpillen»

Washington (dpa) - Das geplante Gesetz über ein Mitspracherecht des US-Kongresses bei den iranischen Atomverhandlungen dürfte den Gesprächen nach Ansicht von Präsident Barack Obama nicht in die Quere kommen. Das Gesetz werde nicht «eine Reihe von Giftpillen» oder Zusätze enthalten, die den bis Ende Juni geplanten Deal mit Teheran torpedieren könnten, sagte Obama am Freitag im Weißen Haus. Senat und Abgeordnetenhaus würden auf faire Weise beteiligt. Die federführenden Senatoren hätten ihm versichert, dass das Gesetz vor seiner Verabschiedung nicht dahingehend umgeschrieben werde, dass es das geplante Abkommen zu «töten» versuche.

Das Gesetz sieht vor, dass Obama den Text einer Einigung mit dem Iran an den Kongress übermittelt. Dieser hat dann 30 Tage Zeit, um darüber zu beraten und das Abkommen gegebenenfalls zu kippen. In dieser Zeit darf Obama keine der bestehenden Sanktionen gegen Teheran aufheben. Der Iran aber hat wiederholt gefordert, dass die Aufhebung der Sanktionen sofort nach der Unterzeichnung eines umfassenden Abkommens beginnen müsse.

Fr, 2015-04-17 21:02
Washington (dpa)

Italiens Renzi schenkt «Wein-Experten» Obama ein paar Flaschen

Washington (dpa) - US-Präsidenten können sich bei ihren Empfängen im Weißen Haus regelmäßig über Gastgeschenke freuen - Amtsinhaber Barack Obama hat der jüngste Termin nun ein paar Flaschen Wein beschert. «Ich habe Barack ein paar Flaschen Wein mitgebracht, weil ich weiß, dass er ein großer Experte ist», sagte Italiens Regierungschef Matteo Renzi bei seinem Besuch im White House am Freitag.

«Es wäre beleidigend, wenn ich ihn nicht probieren würde», witzelte Obama bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Renzi. Dabei gehe es auch darum, mit Blick auf toskanischen Wein starke Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern aufzubauen. «Also werde ich Dir, Matteo, Bericht erstatten, ob er unseren Qualitätsansprüchen gerecht wird.»

Fr, 2015-04-17 20:24
Erbil (dpa)

Tote bei Selbstmordanschlag im Nordirak

Erbil (dpa) - Vor dem US-Konsulat in der nordirakischen Stadt Erbil hat ein Selbstmordattentäter mehrere Menschen mit in den Tod gerissen. Nach offiziell nicht bestätigten Angaben aus Sicherheitskreisen gab es bei dem Anschlag am Freitag neun Tote. Es handele sich um Einheimische. Ob der Täter selbst auch zu den genannten neun Toten gehörte, war zunächst unbekannt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe sich zu der Tat bekannt, berichtete die Dschihad-Beobachterplattform Site.

Amerikanische Konsulatsmitarbeiter oder lokale Wachmannschaften seien nicht zu Schaden gekommen, berichtete der US-Fernsehsender ABC unter Berufung auf das US-Außenministerium. In der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion bilden die Bundeswehr und Militärs anderer Nationen kurdische Peschmerga für den Kampf gegen die Terrormiliz IS aus. Am Donnerstag schlossen 500 weitere Peschmerga ihre Ausbildung ab.

Augenzeugen sahen ein Fahrzeug, das sich dem Tor des Konsulats näherte und explodierte. Wachmannschaften hätten das Feuer eröffnet. Rauchsäulen stiegen über dem Ort der gewaltigen Detonation auf.

Erbil ist die Verwaltungszentrale des autonomen Kurdengebiets im irakischen Staatsverband. Die Kurden haben dort ihre eigene Gesetzgebung und ihr eigenes Militär, die Peschmerga-Milizen. Sie verwenden auch eigene staatliche Symbole wie Fahnen und Wappen. Sie arbeiten eng mit den USA zusammen. Anschläge sind in den Kurdengebieten seltener als in den anderen Landesteilen des krisengeschüttelten Iraks.

Geht doch!

Landgang für Bohrinseln

Nordsee 20 Jahre nach Brent Spar: Ein Riesenkatamaran wrackt ausgediente Plattformen ab, um sie an Land zu entsorgen

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Rund 600 alte Stahlkolosse stehen in der Nordsee. Seit Anfang der 70er-Jahre haben sie Gas und Öl aus dem Meeresboden gepumpt. Nun versiegen die Vorkommen, und die Bohrinseln müssen entsorgt werden. Im Mai 1995 hatte Greenpeace die Shell-Plattform Brent Spar besetzt, in der Folge boykottierten Autofahrer europaweit Shell-Tankstellen. Der Konzern lenkte schließlich ein und ließ die Brent Spar an Land schleppen. Seit 1998 verbietet das internationale Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks, die sogenannte Ospar-Konvention, grundsätzlich die Versenkung von Plattformen. Um die Anlagen abzuschleppen, hat die Schweizer Unternehmensgruppe Allseas nun für 1,3 Milliarden Euro eigens einen Riesenkatamaran gebaut. In diesen Tagen soll das größte Arbeitsschiff der Welt zu seinem ersten Einsatz in See stechen. Mit Spezialkränen kann die 124 Meter breite „Pioneering Spirit“ bis zu 48.000 Tonnen heben, das entspricht mehr als 80 voll beladenen Airbus 380. „Abtransport und Entsorgung werden die Industrie Milliarden kosten“, sagt David Booth von der Universität Sydney. Bis 2025 werden weltweit 6500 Öl- und Gasplattformen überflüssig sein – ein Geschäft mit Zukunft.
Illustration: Christoph Niemann

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Dänemark
Während hierzulande neue Kohlekraftwerke wie in Hamburg-Moorburg ans Netz gehen, will Dänemark schon 2025 kohlefrei sein – fünf Jahre schneller als
geplant. Energieminister Rasmus Helveg Petersen lässt derzeit prüfen, ob die Regierung die Nutzung von Kohle als Brennstoff verbieten kann. Bislang deckt sie ein Fünftel des dänischen Strombedarfs. Der Anteil der Windenergie soll weiter steigen: bis 2020 von 30 auf 50 Prozent.

Mexiko-Stadt
Wer auf Bus oder Bahn wartet, soll Fitnessübungen machen. Mit dieser Kampagne will die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt das Übergewicht in der Bevölkerung bekämpfen. An Haltestellen wurden Gesundheitsposten eingerichtet, die als Belohnung für zehn Kniebeugen ein Gratisticket ausgeben. Die vor gut einem Jahr eingeführte Fast-Food-Steuer konnte die Adipositas-Epidemie nicht eindämmen. Rund 70 Prozent der Mexikaner sind übergewichtig oder gar fettleibig.

Schweden
Weltweit tragen 37 gefährdete Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten ein GPS-Armband. Im Notfall müssen sie nur die Glieder auseinanderziehen, um Alarm auszulösen. Die schwedische Menschenrechtsorganisation Civil Rights Defenders organisiert sofort Hilfe im Umfeld der Aktivisten. „Das Armband hat mich von der Angst befreit“, sagt die Kenianerin Phyllis Omido. Sie kämpft in Mombasa gegen die Bleiverseuchung ihres Stadtviertels und ist schon mehrmals bedroht worden.
nataliaproject.org

Geht doch!

Styropor „To Go“

USA Mehr als 70 Städte verbieten aufgeschäumtes Plastik. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt den Kampf mit dem Müll auf.

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Ab Juli verbannt er Einwegbecher, -teller und andere Behältnisse aus Styropor. Auch Verpackungsfüllmaterial aus Schaumstoff darf dann nicht mehr verwendet werden. Laut Abfallbehörde hat sich eine Wiederverwertung ökologisch und ökonomisch als nicht sinnvoll erwiesen. Jedes Jahr hat die Müllabfuhr in der Metropole fast 30.000 Tonnen Abfall aus aufgeschäumtem Polystyrol eingesammelt, der Großteil stammt aus der Gastronomie. „Diese Produkte verursachen reale Umweltschäden“, sagt de Blasio. Sein Appell fruchtet auch bei Behörden: Ab Sommer sollen Styroporbehälter aus Schulkantinen verschwinden. Warum das Essen künftig auf kompostierbaren statt auf Keramiktellern serviert wird, lässt sich allerdings nicht nachvollziehen. Schon mehr als 70 US-Städte, darunter Washington, San Francisco, Oakland und Seattle, haben sich vom Einwegplastik losgesagt. In Deutschland dagegen wird der biologisch nicht abbaubare Schaumstoff weiterhin großflächig eingesetzt: nicht nur für Fastfood-Verpackungen, sondern auch für die Wärmedämmung von Gebäuden.
Illustration: Christoph Niemann

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Grenoble: Bäume statt Werbung
Die französische Alpenstadt will die erste werbefreie Stadt Europas werden: Der grüne Bürgermeister Éric Piolle hat alle Reklameverträge gekündigt. Wo bisher freie Sicht auf riesige Plakate herrschen musste, will er Bäume pflanzen lassen. Den Verzicht auf die optische Umweltverschmutzung lässt sich die Stadt jährlich 150.000 Euro kosten – so viel hat Grenoble bisher durch vermietete Werbeflächen pro Jahr eingenommen. Bislang verbietet nur eine Stadt Werbung im öffentlichen Raum: São Paulo in Brasilien, und das schon seit 2010.

Frankreich: Zu schnell kaputt
Mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe will Frankreich eingebaute Fehler, die zum vorzeitigen Verschleiß von langlebigen Verbrauchsgütern führen, als Betrug ahnden. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ist auf dem Weg. Niedersachsen will solche Art der Verbrauchertäuschung auch nicht hinnehmen. Landesverbraucherschutzminister Christian Meyer erwägt eine Verlängerung der Garantie bei bestimmten Produkten.

Hamburg: Steckdose für Cruiser
Die Bewohner des Elbufers können ein wenig aufatmen: Im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe werden ab diesem Sommer mit erneuerbarem Landstrom versorgt und können die luftverpestenden Dieselmotoren abstellen. Umweltschützern reicht das nicht. Sie fordern, dass in Zukunft auch Containerschiffe zum Anschluss an den sauberen Landstrom verpflichtet werden.
 

Geht doch!

Fit für Krisen

Weltweit wollen „Transition Town“-Initiativen einen Kultur- und Energiewandel bewirken. Inzwischen gibt es mehr als 4000 in etwa 50 Ländern.

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England: Es begann in der britischen Stadt Totens
Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Nach diesem Motto agieren inzwischen mehr als 4000 „Transition Town“-Initiativen in etwa 50 Ländern. Sie alle wollen in ihren Städten den „Übergang“ (Transition) zu einem nachhaltigen Lebensstil einleiten. Gemeinsam bauen sie Solaranlagen auf Hausdächer, führen Regio-Währungen ein, teilen Maschinen, Werkzeug und Besitztümer, reparieren Elektrogeräte, gärtnern auf öffentlichen Plätzen oder gründen Gemeinwohlunternehmen. Dass sich die Erde erwärmt, das Öl zur Neige geht und der Ressourcenverbrauch unsere Lebensgrundlagen zerstört, war längst bekannt, als der britische Umweltaktivist Rob Hopkins im Jahr 2006 in seiner Heimatstadt Totens die erste „Transition Town“-Initiative startete. Ein Weiter-so-wie-bisher kam für ihn und die wachsende Übergangsbewegung nicht in Frage. Gerd Wessling, Netzwerksprecher für die rund 120 Initiativen im deutschsprachigen Raum, begreift das Ganze als langfristiges Experiment. Ihm ist klar, dass Lastenfahrräder und Blumenkübel allein die Welt nicht retten können. Die Summe aller Aktivitäten könnte aber einen Wandel bewirken, hofft er. Wessling fühlt sich bestärkt durch das kontinuierliche Anwachsen der Bewegung. Es zeige, dass die Idee viele anstecke und jeder Einzelne in seinem Umfeld sehr wohl etwas ändern könne.
transition-initiativen.de
Illustration: Christoph Niemann

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Bodensee: Wild und bunt
Auf rund 65 Hektar blühen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar und Konstanz Malven, Steinklee und zwei Dutzend weitere Wildpflanzen. Die bunte Vielfalt erfreut Imker, Jäger, Touristen – und Bauern. Denn sie gewinnen aus der Ernte Biogas. Allerdings liegt der Ertrag dieser Biomasse etwa ein Drittel unter dem von Mais, berichtet die Bodensee-Stiftung. Sie fördert den Wildpflanzenanbau und will so die Monokulturen der Energiepflanzen eindämmen. Dafür müssen weniger Pestizide gespritzt werden.
bioenergie-region-bodensee.de

Steiermark: Laubbläser verboten
Sie stinken, lärmen und verpesten die Luft – deshalb ist der Einsatz von Laubbläsern seit dem 1. Oktober im österreichischen Bundesland Steiermark verboten. Verstöße sollen mit Geldstrafen bis zu 7250 Euro geahndet werden. Ausschlaggebend war eine Studie der Universität Graz: Laubbläser wirbelten am Boden abgelagerte Ruß- und Staubpartikel auf, stellten die Forscher fest. Im Vergleich zur Besenreinigung gelange so zehnmal mehr Feinstaub in die Luft.

Südtirol: Pestizidfreie Gemeinden
Die Gemeinde Malosco in der italienischen Provinz Trentino ist Vorreiter im Kampf gegen Pestizide: Trotz heftigen Widerstands der Bauernlobby hat der Bürgermeister den Einsatz vieler Agrargifte verboten. Er will die Gesundheit seiner Bürger schützen. Auf diesen Präzedenzfall beruft sich die Kommune Mals im benachbarten Vinschgau. Anfang September hat das Dorf abgestimmt: 76 Prozent votierten für ein Verbot aller giftigen, gesundheits- und umweltschädlichen Pestizide auf dem Gemeindegebiet.

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Fr, 2015-04-17 18:58
Erbil (dpa)

Tote bei Selbstmordanschlag im Nordirak

Erbil (dpa) - Vor dem US-Konsulat in der nordirakischen Stadt Erbil hat ein Selbstmordattentäter mehrere Menschen mit in den Tod gerissen. Nach offiziell nicht bestätigten Angaben aus Sicherheitskreisen gab es bei dem Anschlag am Freitag neun Tote. Es handele sich um Einheimische. Ob der Täter selbst auch zu den genannten neun Toten gehörte, war zunächst unbekannt.

In der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion bildet die Bundeswehr kurdische Peschmerga für den Kampf gegen die Terrormiliz IS aus. Amerikanische Konsulatsmitarbeiter oder lokale Wachmannschaften seien nicht zu Schaden gekommen, berichtete der US-Fernsehsender ABC unter Berufung auf das US-Außenministerium. 

Fr, 2015-04-17 19:50
Bagdad (dpa)

Irak: Berichte über Tod von Saddam-Gefährten Al-Duri

Bagdad (dpa) - Ein enger Gefolgsmann des früheren irakischen Diktators Saddam Hussein soll im Kampf gegen sunnitische Rebellen getötet worden sein. Der frühere Vizepräsident im Regime Husseins, Isset Ibrahim al-Duri, sei am Freitag bei Kämpfen nahe der nordirakischen Stadt Tikrit getötet worden, teilte die Regierung in Bagdad mit. Der Saddam-Gefährte war in der Vergangenheit jedoch schon mehrfach als tot bezeichnet worden.

Der 72-jährige Al-Duri ist der letzte Akteur aus dem inneren Machtzirkel Saddams, der bisher weder gefangen genommen noch getötet worden war. Saddam war 2003 im Gefolge der US-Invasion im Irak gestürzt und 2006 in Bagdad hingerichtet worden.

Fr, 2015-04-17 19:56
Berlin (dpa)

Bundesregierung evakuiert Deutsche aus dem Jemen

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat mehr als 100 Menschen aus dem Bürgerkriegsland Jemen ausfliegen lassen, darunter deutsche Staatsbürger. Das teilte das Auswärtige Amt am Freitag in Berlin mit. Die gecharterte Maschine einer jordanischen Fluglinie landete am Nachmittag im ostafrikanischen Dschibuti. An Bord befanden sich auch Bürger anderer Staaten, darunter zahlreiche aus EU-Ländern, sowie Familienangehörige aus dem Jemen. Von Dschibuti sollen die Evakuierten in ihre Heimatländer zurückfliegen.

Zuletzt hielten sich noch rund 80 Deutsche in dem Bürgerkriegsland Jemen auf. Wie viele von ihnen nun in Sicherheit gebracht wurden, sagte das Auswärtige Amt zunächst nicht.

Auch eine Evakuierung durch die Bundeswehr war erwogen worden. Diese wird es nach jetzigem Stand nicht mehr geben. Darüber wurden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend die Obleute des Bundestags-Verteidigungsausschusses unterrichtet. Es sei noch eine zweistellige Zahl von Deutschen im Jemen, die auch dort bleiben wollten, hieß es.

Im Jemen kämpfen die schiitischen Huthi-Rebellen gegen Anhänger des aus dem Land geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärallianz bombardiert seit Wochen Stellungen und Waffenlager der Huthis.

Fr, 2015-04-17 19:44
Washington (dpa)

USA und Italien wollen Terror in Libyen gemeinsam bekämpfen

Washington (dpa) - Die USA und Italien wollen der wachsenden Terrorgefahr in Libyen sowie der Flüchtlingskrise im Mittelmeerraum mit gemeinsamen Kräften entgegentreten. Das betonten US-Präsident Barack Obama und Italiens Regierungschef Matteo Renzi am Freitag nach einem Treffen im Weißen Haus.

Die terroristische Bedrohung bereite den Verbündeten große Sorge, sagte Obama bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. «Wir werden das Problem nicht mit ein paar Drohnenangriffen oder einigen militärischen Operationen lösen.» Um die sich in dem nordafrikanischen Land zunehmend ausbreitende Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu bekämpfen, sei aber auch die Hilfe der Partner am Persischen Golf nötig.

«Das Mittelmeer ist ein Meer, kein Friedhof», sagte Renzi, dessen Land weiter unter dem Ansturm verzweifelter Menschen ächzt, die sich auf die gefährliche Überfahrt von Afrika über das Mittelmeer machen. Mehr als 90 Prozent der afrikanischen Flüchtlinge kämen derzeit aus Libyen. «Der einzige Weg ist, zur Stabilität zurückzukehren.» Dafür sei die Bildung einer funktionierenden Einheitsregierung nötig. Letztlich könnten nur die Stammesführer in dem Nordafrikanischen Staat für Frieden sorgen.

Fr, 2015-04-17 19:40
Wien (dpa)

Umstrittenes saudisches Religionszentrum in Wien bleibt

Wien (dpa) - Das umstrittene saudische Religionszentrum in Wien soll mit leicht veränderter Ausrichtung fortgeführt werden. Das Zentrum werde sich in Zukunft stärker zu Religionsfreiheit und Menschenrechten bekennen. Zudem soll es sich durch gemeinsame Veranstaltungen mit österreichischen Schulen und Universitäten sowie durch Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen stärker öffnen, teilte das österreichische Außenministerium am Freitag mit.

Das Abdullah-Zentrum (KAICIID) war in die Kritik geraten, nachdem es sich nicht von der harten Strafe Saudi-Arabiens für den Blogger Raif Badawi distanziert hatte. Er war im vergangenen Jahr zu zehn Jahren Haft und 1000 Stockschlägen verurteilt worden, weil er im Internet den Islam beleidigt haben soll. Die Strafe wurde nach 50 Schlägen aus gesundheitlichen Gründen ausgesetzt.

Fr, 2015-04-17 19:12
Brüssel (dpa)

Ineffiziente Halogenleuchten bekommen EU-Frist bis September 2018

Brüssel (dpa) - Besonders energiehungrige Halogenleuchten bleiben nach einem EU-Beschluss bis zum September 2018 auf dem Markt - zwei Jahre länger als zuerst geplant. Das haben Vertreter der EU-Staaten am Freitag in Brüssel entschieden. Was die Branche freut, enttäuscht Umweltschützer.

Betroffen sind Halogenleuchten der Effizienzklasse D, die vor allem in der klassischen Birnenform erhältlich sind. Für platte Spotlampen, wie sie bei Deckenstrahlern oder Schreibtischlampen genutzt werden, gibt es keine Frist. Dass die ineffizientesten Halogenleuchten vom Markt verschwinden sollen, war bereits vor Jahren beschlossen worden. Nach Angaben der EU-Kommission verbrauchen Halogenleuchten teils fünfmal mehr Energie als die fortschrittlichen LEDs.

Jürgen Waldorf vom Elektronik-Branchenverband ZVEI ist froh über die Gnadenfrist. Sie schaffe mehr Auswahl für Verbraucher, zumal es für Halogenleuchten in einigen Bereichen noch keine gute Alternative gebe: «Der Vorteil von Halogenlampen ist, dass sie auch bei den üblichen Dimmern gut funktionieren», erklärt er. Vorratskäufe für das Jahr 2018 will er Verbrauchern aber nicht empfehlen, da er mit großen Fortschritten bei LED-Leuchten rechnet: «Da kommt noch ganz viel.»

Umweltschützer loben ebenfalls die LED. Über ihre Lebensdauer könne sie 200 Euro im Vergleich zur Halogenlampe sparen, rechnet der Bund für Umwelt- und Naturschutz vor. Doch mit der Verschiebung fehle der Industrie der Anreiz für rasche Verbesserungen, kritisiert die Kampagne Coolproducts, in der sich verschiedene Umweltschutzorganisationen zusammengeschlossen haben.

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

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Erschienen in Ausgabe 3.15

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Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Bei Lesern beliebt, bei Umweltfrevlern gefüchtet: unsere Fake-Seite, auf der wir Anzeigen von Markenartikeln satirisch verfremden und so deren Werbelügen entlarven. Auch Regierung oder Wirtschaftsverbände nehmen wir schon mal aufs Korn. Dagegen sind die Mächtigen machtlos - denn die Anzeigen sind ja deutschlich als Satire gekennzeichnet. Deshalb können wir Ihnen die Weiterverwendung der Motive (ausdrucken, verschicken etc.) ausdrücklich nur gestatten, wenn sie mit dem Hinweis "keine Anzeige" versehen sind!

Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 5.12

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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"Ich hab's nicht so mit Broteschmieren."

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“

Erschienen in Ausgabe 3.12

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

Erschienen in Ausgabe 2.12

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

Erschienen in Ausgabe 1.12

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

Erschienen in Ausgabe 6.11

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Immer noch - umweltschädlicher Becher Becher wird künftig vielleicht recycelt. ActiIrreführus - bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

Erschienen in Ausgabe 5.11

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Tödlich.  Hungerlöhne. Ausbeutung. Selbstmord. Das iPhone, auch in Weiß nicht unschuldiger. iSlave4

Erschienen in Ausgabe 4.11
 

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Die lohnt sich für Bahn- und Stromkonzernchefs.  Jetzt 3 Monate "ausgesetzt". Satte 25%. So groß ist der Atom-Anteil im Strommix der Bahn. Der Super-Spar-Strom stammt aus dem Risiko-AKW Neckarwestheim. Zwar hat Schwarz-Gelb Block 1 jetzt urplötzlich stillgelegt, aber Block 2 soll laut derzeit "ausgesetzter" Laufzeitverlängerung, die Bahnchef Rüdiger Grube lautstark gefordert hat, bis etwa 2037 am Netz bleiben. Obwohl auch dieser Reaktor total veraltet ist und in einem Erdbebengebiet steht. Die Bahn riskiert viel.

Erschienen in Ausgabe 3.11
 

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WENN ES DARUM GEHT, UNSERE MÜLLBERGE GUT AUSSEHEN ZU LASSEN, STIEHLT CHRISTOPHE GEORGE CLOONEY DIE SCHAU.  Christophe ist Projektleiter für Nachhaltige Entwicklung bei Nespresso. Er hilft uns, die miese Ökobilanz unserer Alukapseln zu beschönigen. „Aluminium ist zu 100 % und unendlich oft recycelbar und trägt so zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, schreiben wir in der Werbung. Dabei landen in Deutschland nur 70 % des Aluminiums im Gelben Sack. Und für die Folien der Kapseln verwenden wir sowieso Primär-Aluminium, dessen Herstellung extrem energieaufwendig ist. Weil in Nespresso-Maschinen nur Nespresso-Kapseln passen, sind unsere Kunden also genötigt, nachhaltig die Umwelt zu versauen. Und müssen dafür auch noch bis zu 35 Euro pro Pfund Kaffee zahlen.  Erpresso Die Leere des Portemonnaies

Erschienen in Ausgabe 2.11
 

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Schaurige Leistung. Wir schicken im Januar wieder unsere fiesen Touaregs zur Rallye Dakar. Denn wir fürchten weder Klimawandel noch Hirnverbranntheit, sondern nur, als Langweiler-Automarke zu gelten. Jaja, schon klar, ein Hersteller namens „Volkswagen Group“ sollte eigentlich bei der Entwicklung vernünftiger, sparsamer Autos Weltspitze sein, aber das wäre doch irgendwie zu naheliegend. Deshalb bauen wir lieber spritschluckende Audis, Bugattis, Lamborghinis, Phaetons und Touaregs und bieten unsere effizienten „Blue Motion“-VWs nur mit Aufpreis an. So landen wir zwar beim CO2-Ranking des europäischen Umweltverbands „Transport & Environment“ noch hinter BMW auf dem drittletzten Rang. Aber dafür belegen unsere „Race Touaregs“ regelmäßig die ersten Plätze bei der gefährlichsten Rallye der Welt (60 Tote seit 1978). Und das ist uns noch nicht mal peinlich. VW Das Böse.

Erschienen in Ausgabe 1.11

 

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Schneller Geld verschleudern! Stuttgart 21: bis zu 8,7 Mrd. € Ulm-Stuttgart: bis zu 10 Mrd. € Gesamtkosten: bis zu 18,7 Mrd. € Einen Sparpreis gibt's mal wieder nicht. Wer Bahn fährt, verliert Geld: einfach überteuerte Fahrkarten kaufen und Hirn abschalten. Und als Steuerzahler blechen sie sogar doppelt. So kann die Bahn ihren Größenwahn ausleben und Kostenexplosionen von Projekten wie Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm finanzieren. Aber nur solange der Vorrat an willfährigen Politikern reicht.

 

www.kopfbahnhof-21.de  Der Widerstand macht mobil.

Erschienen in Ausgabe 6.10
 

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Wir fördern Gier und Pfusch. Statt Alternativen. Seit Jahren basteln wir fleißig an unserem grünen Image. Doch anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, plündern wir die letzten Ölreserven unseres Planeten – zum Beispiel im Golf von Mexiko. Ohne Skrupel. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und ohne Plan B, falls was schiefgeht – wie jetzt. bp big problems

Erschienen in Ausgabe 4.10

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Ohne Garantie: Palmöl und Urwald in Harmonie Terror Activ. Unser neuer Reiniger glänzt mit einem zweifelhaften Siegel. Damit putzen wir alles weg. Sogar den Regenwald.

 

www.regenwald.org/rspo-siegel

Erschienen in Ausgabe 3.10

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